Gesundheitssystem: Grexodus im Olymp

6. Juli 2015
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Im Rahmen des Referendums haben sich 61 Prozent der Griechen gegen Finanzierungsangebote und Reformauflagen internationaler Geldgeber entschieden. Bleiben weitere Kredite aus, leiden kranke Menschen besonders. Das Gesundheitssystem steht vor der Auflösung.

Mission gescheitert: Griechenlands umstrittener Ministerpräsident Alexis Tsipras war bei seinem Amtsantritt fest entschlossen, das Gesundheitssystem tiefgreifend zu reformieren. Er sprach von Plänen, von Visionen. Und er bemängelte eklatante Defizite, die schon weit vor der Krise zu Tage getreten seien. Tsipras zufolge habe jeder vierte Grieche keine Krankenversicherung – das sind 2,5 Millionen Menschen. Sein Maßnahmenpaket sah vor, 4.500 Fachkräfte einzustellen, unter anderem in Kliniken. Und nicht zuletzt drohte er korrupten Health Professionals mit drakonischen Strafen. Monate später erkennt Europa, dass der Linkspolitiker mit seiner Strategie auf ganzer Linie gescheitert ist. Auch die Troika muss sich handwerkliche Fehler eingestehen. Pandoras Büchse hat sich geöffnet.

Heilberufler verlassen das sinkende Schiff

Zwar haben Griechen ohne Krankenversicherung mittlerweile das Recht, sich in Kliniken kostenfrei behandeln zu lassen – theoretisch. EU-Schätzungen zufolge sind 50 bis 70 Prozent auf entsprechende Angebote zur Gesundheitsversorgung angewiesen. Wochenlange Wartezeiten gehören zur Realität, vor allem in Großstädten. Die Zahl an Betten ist aufgrund von Troika-Forderungen stark geschrumpft. Regionale Krankenhäuser funktionieren größtenteils nicht mehr, berichten Griechen über Blogs. Die Staatskassen sind leer, und europäische Geldgeber haben den Hahn zugedreht. Vor Ort fehlen Geräte, Arzneimittel – und vor allem Fachkräfte. Rund 5.000 Ärzte wurden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Wie viele Apotheken für immer schließen mussten, lässt sich derzeit nicht sagen. Zum ersten Mal in der Geschichte Griechenlands verlassen Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte scharenweise das Land – früher waren es eher Menschen mit schlechter Ausbildung. In den letzten Tagen hat sich dieser Trend weiter verstärkt. Wer bleibt, muss mit Lohneinbußen bis hin zum Zahlungsausfall rechnen, der Staat ist insolvent. Da bleibt so manche Weste nicht lange weiß.

Fakelaki for President

Je dringender Patienten auf einen Arzttermin warten oder ein Präparat benötigen, desto größer wird ihre Bereitschaft, Heilberuflern Gefälligkeiten zu erweisen. „Fakelaki“ (auf Deutsch „kleiner Umschlag“) gilt als häufig praktizierte Form der „Zuwendung“ – und ist kein Produkt neuerer Tage. Patienten bestechen Ärzte, um nicht monatelang auf ihre OP zu warten oder um doch noch das begehrte Arzneimittel aus eisernen Reserven zu erhalten. Ihnen fehlen zwar größere Summen, doch springen Familienmitglieder aus anderen Ländern ein, wenn es um die Gesundheit ihrer Eltern, Großeltern, Onkel oder Tanten geht. Das Ausmaß hat exorbitant zugenommen, seit Griechenland am europäischen Tropf hängt. Tsipras´ hehres Ziel, „Fakelaki“ ein Ende zu bereiten, ist außer Reichweite. Auch habe die Praxis, für Behandlungen keine Rechnung auszustellen, stark zugenommen, berichten Griechen Beobachtern der EU. Die Situation spitzt sich zu.

Ruhe nach dem Sturm

Pharmafirmen und Großhändler jenseits griechischer Grenzen lassen sich von derartigen Hiobsbotschaften nicht beirren. Die Branche zeigt sich gelassen, ohne unvorsichtig zu werden. Richard Bergström, Generalsekretär des europäischen Pharmaverbandes efpia, zufolge summieren sich die Außenstände auf 1,1 Milliarden Euro. Das entspricht 27 Prozent des regionalen Marktvolumens; im Normalfall liegt der Wert bei 19 Prozent. Griechenland gilt ohnehin als kleiner Markt in der EU. Nahezu alle Präparate werden importiert, und knapp zwei Drittel der Arzneimittelkosten laufen bei staatlichen Stellen auf – die ohne weitere Hilfen nicht mehr zahlungsfähig sind. Bergström zufolge haben Konzerne Gespräche mit der EU-Kommission aufgenommen. Firmen sind bereit, weiterhin Arzneimittel nach Griechenland zu liefern, allerdings unter einigen Bedingungen. Stellen Konzerne verbilligte Präparate zur Verfügung, müssen Politiker sicherstellen, dass Präparate über dubiose Kanäle nicht plötzlich als Reimporte in anderen Ländern auftauchen. Entsprechende Fälle hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben, sehr zum Ärger der Industrie. Von der Arzneimittelversorgung werden griechische Patienten langfristig nicht komplett abgeschnitten – langfristig, wohlgemerkt.

Allein auf weiter Flur

Hinter den Verhandlungen mit Firmen steckt auch das schlechte Gewissen der Troika. Gemeinsam haben die Europäische Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) Griechenland gezwungen, Gesundheitsausgaben auf sechs Prozent des Bruttosozialprodukts zu deckeln. Damit nicht genug: Aufgrund schwindender Bargeldreserven sind Engpässe bei Arzneimitteln oder Medizinprodukten längst zur Realität geworden. Ob oder wann verbilligte Lieferungen anlaufen, ist Experten zufolge ungewiss. Die Folgen reichen schon heute von höheren Kindersterblichkeiten und steigenden Zahlen an HIV-Neuinfektionen bis hin zu ersten Malariafällen, nachdem Programme zur Mückenkontrolle nicht mehr finanziert werden. Was kommt demnächst? Starten „Ärzte ohne Grenzen“ und „Apotheker ohne Grenzen“ erste Hilfseinsätze im Herzen Europas?

84 Wertungen (3.87 ø)

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50 Kommentare:

Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Dr. med Herbert Hagen, das darf hier nicht so stehen bleiben. Bei Putin können Sie eigentlich nur die Krim meinen, hier ist weder ein Schuss gefallen noch hat es einen Toten gegeben im Gegensatz zum blutigen Umsturz in Kiew durch den Westen. Allerdings hat dort eine Wahl stattgefunden.
Ihm ist es zudem gelungen, was seine Vorgänger nicht geschafft haben, den Tschertschenischen Krieg zu beenden (hier kämpften auch ukrainische und englische Truppen) und auch den vom Westen begonnenen Krieg in Georgien (in 5 Tagen). Merkwürdigerweise kommen aus der Ukraine im Gegensatz zu den vom Westen bombardierten Afrika und nahen Osten die “Flüchtlinge” nicht nach Deutschland, sondern sie fliehen nach Russland, bisher mehr als 2 Millionen. Wer führt dagegen auf der ganzen Welt Krieg?

#50 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Da gibt es keinen Widerspruch nur eine Anmerkung. Auf der anderen Seite steht mit Herrn Putin ein Völkermörder der zwanglos in die unten genannte Aufzählung passt. Manchmal verliert man ganz den Überblick und weiß schon gar nicht mehr was das kleinere Übel ist. Annähernd 2 Billionen Staatsschulden in Deutschland werden wir in den nächsten Generationen nicht abtragen können. Da ist einfach kein Platz mehr für Milliardengeschenke an irgendjemand. Mit humanitärer Hilfe = bargeldlose, persönliche Hilfe sieht es da schon anders aus.

#49 |
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Gast
Gast

Unsere Regierung ist ja so geschickt dass wir inzwischen die höchste Schulden in ganz Europa haben. Der Unterschied zu Griechenland ist nur, dass wir die Zinsen noch bezahlen können. Aber das schaffen wir auch noch. Wenn die Eurorettung nicht reicht, klappt es sicher mit der unbezahlbaren völlig sinnlosen “Klimarettung”.
Als letzte Reserve zum gewünschten Bankrott Deutschlands gibt es dann noch die “Sozialunion”, daran sind besonders die Franzosen interessiert, für die wir dann mit unseren vielen Kindern die Rentenzahlungen übernehmen könnten.

#48 |
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Gast
Gast

@Dr. med Herbert Hagen der Ukraine haben wir “geholfen” mit einem Regierungsputsch, einem künstlichen Bürgerkrieg mit vielen Toten und zunehmendem wirtschaftlichen Niedergang.

#47 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Mit der Logik mit der/ die eine mit griechisch klingenden Namen hier diskutieren gibt es nur eine Konsequenz: GR raus aus dem Euro, alleine machen lassen, keine Hilfen mehr, damit das stolze Volk nicht mehr gedemütigt wird. Spinnen den da einige? : Napoleon war Franzose (eigentlich Korse), Nero Italiener (Herkunft?), Alexander Grieche ( Mazedonier), Hitler Deutscher (Österreicher), Franco…..Spanier gab es auch verrückte, Serben… Da ist halb Europa versammelt. Und was haben die gemeinsam? Verrückte, geschichtlich relevante Despoten die enorm viel Schaden angerichtet haben. Mörder, die heute in Geschichtsbüchern erwähnt werden. Und was hat das mit 2015 zu tun? Gar nichts. Nur weil 3 Generationen zurück der letzte in der Reihe dieser Mörder das deutsche Reich geführt hat und die Deutschen wie so oft spät verstanden haben wie Geschichte und Gemeinschaft nicht funktioniert sind wir noch lange nicht für die Situation GR 2015 verantwortlich. Das ist Missbrauch von Solidarität. Ich halte eigentlich nicht viel von Merkel / Schäuble. Die sind viel zu geduldig mit den neuen Despoten in der Welt, auch in anderen Regionen. Die Wortwahl von Tsipras/ Varufakis passt sehr gut in obige Reihe der Despoten. Schluss mit Hilfe für Politiker, Banken und Betrüger in GR. Es gibt viel wichtigere Probleme um uns herum, z.B. Ukraine, IS, Ebola u.v.m. Helfen wir lieber dort wo unsere Hilfe gerne gesehen wird.

#46 |
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Gast
Gast

wir werden das den Griechen gerne nachmachen, weil unsere Politiker ja ganz verrückt auf das geheime TTIP sind.

#45 |
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Nelly Polychronidis
Nelly Polychronidis

Griechenland ist am Hintern… Aber das ist nichts neues. Das Problem begann nach dem Krieg und wurde in den 70ern schon richtig schlimm. Eigentlich bewundernswert, dass sie so lange durchgehalten haben.
Und Korruption und Verbrechen wächst auf Verzweiflung genauso schnell, wie Kulturen auf der Petrischale…
Es ist doch schon lange keine Frage der Schuldzuweisung mehr. Orthodoxe Griechen begehen reihenweise Selbstmord, wer kann, verlässt das Land; die die zurück bleiben, kämpfen ums nötigste. Sich an seinen Stolz zu klammern, macht es nicht besser, aber Finanzmittel, die irgendwo versumpfen und nicht da ankommen, wo man sie braucht auch nicht. Elementare Infrastruktur abreißen und reduzieren, bringt das Volk auf.
Die Situation ist ein Schmelztiegel für alle.
Aber mit dem Finger auf verzweifelte Leute zeigen und Du Du Du machen, spricht nicht gerade für Offenheit und Solidarität. Egal welche Seite.

#44 |
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Gast
Gast

# Biologe
Bevölkerungsexplosion in Afrika: Und was wird aus Europa?
Geschrieben von: November 9, 2012

http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/soziales/4994-bevoelkerungsexplosion-in-afrika-und-was-wird-aus-europa.html

In Ägypten, vergleichsweise einen Katzensprung von uns entfernt, ist die Bevölkerung seit 1960 (26 Millionen) um das 3,2-Fache auf 83 Millionen angewachsen. Und dies in einem Land, das zwar viele von uns, während des Urlaubs, von der Schokoladenseite kennengelernt haben, das aber zum größten Teil aus völlig unfruchtbarem Boden besteht, also nicht in der Lage ist, die heimische Bevölkerung zu versorgen.

#43 |
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Gast
Gast

@#40 | 9. Juli 2015 um 12:58

In GR ist die Korruption das Problem in Afrika die massive Ueberbevoelkerung.
Hier kann ein Deutscher nicht intervenieren, ausser denen beizubringen, dass man Kondome verwenden soll, da die Ressourcen der Erde nicht endlos sind.
Fahren Sie als Biologe doch mal runter und erklaeren Sie denen das. Am besten mit der Korruption in Afrika dann auch noch aufraeumen,
und gen.manip. Nahrung ok? damit wir die Ueberbevoelkerung dort ernaehren koennen d.h. am Tropf halten koennen, staerken koennen damit Sie es auf die Boote schaffen.
Die Armen vermehren sich ja, die Leute mit Bildung sagte ein Afrikaner mir haben TV, die anderen haben eben keine Unterhaltung als das Kinderzeugen sagte er, Kinder sagte er die von verantwortunglosen Eltern direkt in der Gosse landen, sagte er sein eig. Volk. Fruher gab es ja nicht diese gr Caritas Industrie–die Nahrung freie medizin verschifft das hilft die Population dort seit 1965 zu vervielfachen fachen…
Caritas sollte nur Kondome abgeben.

#42 |
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Gast
Gast

” Auf die Füße fallen” wird uns in spätesten 20 Jahren hier sowieso so einiges. Gast #39 spricht schmale Renten und Armut an. ICH meine, wenn schon heute -auch gut ausgebildete Menschen- mit ein bis zwei 450€-Jobs über die Runden kommen müssen, oder gar durch Billigarbeitskräfte verdrängt werden, wovon sollen Rentenansprüche erarbeitet werden?!
Die kommende Generation (unsere Kinder und Enkel) kann unter diesen Voraussetzungen wohl kaum für das Gros der künftigen Grundsicherungs- und HartzIV-Empfänger aufkommen, abgesehen davon, wer will schon im Alter SO zur Last fallen?
Wie soll da noch für andere Länder die Möglichkeit der finanziellen Einhilfe statt finden können?

#41 |
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@ #39
Leider ist diese linear gedachte Strategie in unserer hochkomplex vernetzten Welt (“Mobile”) längst keine Option mehr. Frederic Vester hat bereits in den 70er Jahren darauf hingewiesen und vor den Folgen gewarnt. Aber ebenso leider ist komplexes Denken weit schwieriger, wie man am Beispiel der Politik immer wieder sieht. Immer wieder muss teures Lehrgeld gezahlt werden. Der Reissack, der in China umfällt, geht uns eben doch etwas an (siehe die Börsennachrichten von gestern). Dennoch führt kein Weg daran vorbei, wenn die globalisierte Welt nicht vollends aus den Fugen geraten soll: wenn wir Griechenland fallen lassen, wird es uns nur umso heftiger auf die Füße fallen. Europa und die Griechen sollten den Casus Griechenland als Chance begreifen, endlich in übergeordneten Zusammenhängen zu denken und zu handeln. Wenn wir das in Europa nicht hinkriegen, brauchen wir es in Afrika oder sonstwo gar nicht erst versuchen – und uns über eine Flüchtlingsinvasion nicht wundern.

#40 |
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Gast
Gast

Wie lange noch wird über den Verbleib der Griechen in der Eu diskutiert. Sie haben sich in ihrer Abstimmung entschieden u. waren sich allebewusst, sowohl Politiker, als auch die Bevölkerung, was dies später für Folgen hat. Immer wieder zeigt sich, dass nicht nur die Bevölkerung in Griechenland, sondern auch in Deutschland, wenn sie zu uns kommen, große Probleme mit F’olgen von ihrem Tun haben. Manche Staaten möchten einfach nicht die Folgen ihres jahrelangen Tuns einsehen u. schieben nun die Fehler auf die anderen EU Staaten. Wie lange gibt man solchen Staaten noch Geld. In Deutschland würde se dringender selber gebraucht. Auch bei uns steigt die Armut u. die Not der alten Menschen immer mehr. Hier schaut die deutsche Regierung immer nur weg. Man müsste ja mal im eigenen Staat was ändern, dies betrifft auch bei uns das Gesundheitssystem. Auch bei uns wartet man monatelang auf wichtige u. notwendige Arzttermine, erhält oft notdürftige Behandlungen, wenn man nicht zu der gut verdienenden Bevölkerungsschicht gehört. Es wird Zeit, dass unsere Regierung sich erst mal darum kümmert, bevor sie ständig anderen Staaten hilft, die uns bisher jahrelang versucht haben auszutricksen.

#39 |
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Kyriakos Karakas
Kyriakos Karakas

Die Troika als Finanzkontrolle der Eu hat kein Indresse für Lösung der Krise von anfang an gehabt.Sie war nur daran inderesiert die Kredite zurück zubekommen.
Sie denkten nur Betriebswirtschaftlich.Auch Deutschland hat bei der Krise sehr gut verdient.Allein durch den niedrigen Leihzins der EZB 160milliaden verdient(Wirtschaftinfo Kiel).Viele Privatbanken haben auch Milliaden verdient und viele Milliaden wieder gut gemacht ,die sie 2007 verloren haben.Griechenland hat bodenschätze,die sind bekannt.Auf diesen Bodenschätze habe sich der Finanzmarkt gestürzt.Sie wollen in für ein Apfel und Ei bekommen. Wenn man die Kuh melken will dan sollte man sie auch füttern.Wo ist die demokratische Idee der Eu ?

#38 |
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Nichtmedizinische Berufe

Neulich im Taxi, griechischer Fahrer. Natürlich wurde über Griechenland gesprochen. Einer seiner Kommentare: “Von jeher gab es Korruption/Steuerbetrug in Griechenland, dass liegt in der Mentalität der reichen Griechen und deren Helfershelfer tief verankert. Die durchschnittliche Bevölkerung hat -um zu überleben- teilweise auch diesen Weg eingeschlagen. Es wird gespielt, gepokert und gelogen und verschoben, dass sich die “Balken biegen”. Sie werden sehen: wenn alles auf “Reset” gestellt wird (also Griechenland raus fliegt…), ist das die einzige Chance zu einer Veränderung. Ein Umdenken wird allerdings Jahrhunderte!!!! dauern!” – Wie gesagt, es war ein Statement eines griechischen Taxifahrers und man kann eine Parallele zu #32 ziehen….

Zitat:
“Der Betrug am Staat liege in der „DNA des Landes, zu der der Steuerbetrug gehört“.” -Zitat Ende.

#32 | 7. Juli 2015 um 17:10

#37 |
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Dr. Volker Stigge
Dr. Volker Stigge

Die Äußerungen vieler Kommentatoren gegenüber Frau/Herrn Papadopoulo sind unerträglich!

Jahrelang wurden die Konservativen Regierungen in Griechenland unterstützt, ohne dass mit der jetzigen ultimativen Konsequenz Reformen eingefordert wurden.
Jetzt, bei einer moderat linken Regierung wird erwartet, dass die zweifellos notwendigen Reformen innerhalb eines halben Jahres nach Amtsantritt gegen den heftigen Wind aus dem deutsch-dominierten konservativen Europa realisiert sind.

Welche deutsche Regierung hat innerhalb ihres ersten halben Jahres kleine Reformen bewältigt, geschweige denn derartig gravierende? (abgesehen von Diätenerhöhungen der Abgeordneten)

Also bitte etwas bescheidener, liebe deutsch-nationale Besserwisser!

#36 |
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Gast
Gast

@Papadopoulou
Die Griechen haben im Referendum abgestimmt und den Geldgebern Europas eine schallende Ohrfeige verpasst. Reformen nein, sparen nein, im Euro bleiben ja, was letztlich heißt,
Frische Hilfen, aber ohne! Bedingungen. Da haben wir den Salat: All die solidarischen Gutmenschen werden nun im Ring an der Nase durch die Manege geführt – Hellas hatte nie vor, sich zu einem modernen Staate zu entwickeln.

Letztlich stecken wir also in der Dauerrettung fest. Das ist das mittelfristige Szenario, von dem wir ausgehen: Die Geldgeber werden einmal mehr auf Griechenland zugehen und dem Land frisches Geld überweisen. Niemand in unserer Polit-Elite will es darauf ankommen lassen, als Totengräber des Euro gebrandmarkt zu werden. Griechenland wird Jahre brauchen, um auf die Beine zu kommen, falls überhaupt. Und wir werden neue Kredite und einen erneuten Schuldenschnitt für Hellas sehen. Und das ist Variante B: Die Geldgeber zeigen doch einen Rest Rückgrat, schreiben die Schulden ab und stellen die Hilfen für die griechischen Banken ein – worauf Griechenland zur Drachme zurückkehrt.

#35 |
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Gymnasiast
Gymnasiast

[Kommentar von der Redaktion entfernt.]

#34 |
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Gymnasiast
Gymnasiast

[Kommentar von der Redaktion entfernt.]

#33 |
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Gast
Gast

@Papadopoulou
Merkels Parteifreund Samaras war es auch, der die Steuereintreibung verhinderte – und zwar in einer unglaublich brutalen Weise. Der Telegraph berichtete vom unglaublichen Schicksal des obersten griechischen Steuereintreibers, Harry Theoharis. Er war auf Drängen der Gläubiger eingesetzt worden – und warf schon Monate später das Handtuch. Ihm war zum Verhängnis geworden, dass er sich die griechischen Oligarchen vorknöpfen wollte. Er erhielt Drohbriefe und Drohanrufe. Man ließ seine Sekretärin wissen, dass es nur 5.000 Euro kosten würde, um Theoharis „die Beine zu brechen“, wenn er sich weiter an den führenden Seilschaften versuchen würde. Als er sich nicht beeindrucken ließ, schritt die Merkel-Partei Nea Dimokratia zu Werke und forderte ihn auf, einen „mehr populistischen Ansatz“ bei der Steuereintreibung zu praktizieren. Die Regierung von Samaras übte Druck auf ihn aus, er möge seine Finger von prominenten griechischen Steuerhinterziehern lassen. Wenig später gab Theoharis auf. Er ist heute bei der To-Potami-Partei und bescheinigt Alexis Tsipras das ehrliche Bemühen, dem korrupten System der griechischen Eliten ein Ende zu berieten. Theoharis bezweifelt, dass sich der linke Robin Hood durchsetzen werde: Der Betrug am Staat liege in der „DNA des Landes, zu der der Steuerbetrug gehört“.

#32 |
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Unternehmensberater

@Papadopoulou
Die Meinungsäußerung von Frau Meropi Papadopoulou vom 06.07.2015 ist starker Tobak (habe das erst jetzt bis da runter geschafft). Derartiger Deutschenhass ist in der heutigen Zeit keinen Kommentar wert. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass es das ach so allumfassend beschenkte und beglückte Deutsche Volk im Sinne dieser diffamierenden Meinungsäußerung so nicht gegeben hat. Den “Ossis” wurde nichts geschenkt, im Gegenteil! Was noch halbwegs verwertbar war an Maschinen, Anlagen, Bahngleisen und vielem mehr, wurde von der dort stationierten Siegermacht Sowjetunion als Reparation dorthin verbracht, flankiert von jahrzehntelangen Warenlieferungen der DDR zu “Sondertarifen”. Es gab schlicht keinen Marshallplan oder dergleichen. Und ja, wir Deutschen waren selbst daran schuld. Was wir angerichtet haben, hätte nie passieren dürfen. Das ist aber noch lange kein Grund, uns unser Existenzrecht als Nation mit eigenem Nationalstaat abzusprechen. Es gab solche Bestrebungen seitens der westlichen Siegermächte, aber Stalin, von dem ich sonst nicht viel halte, hat das verhindert. Das sollte Frau Papadopoulou vielleicht einfach mal zur kenntnis nehmen.

#31 |
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Heilpraktiker

@Dr. Dr. Banik Norbert #2
Vielen Dank für die, im Gegensatz zum Artikel selbst, sachliche und unaufgeregte Einschätzung der Situation in Griechenland: in wenigen Worten auf den Punkt gebracht.

#30 |
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Naturwissenschaftler

Ehrlichgesagt….
ich vertrete die Meinung vom Herrn Dr. J. Lyncker ganz und voll.

Hierzu: stellt sich die Frage mit dem Vergleich zw. 1 u. 2.:

1.Wenn eine Bank in Deutschland einem normalen Bürger einen einfachen Kredit gewähren Soll!
welche Sicherheitsmaßnahmen verlangt die Bank von dieser Person? damit die Bank mit dem Geld herrückt?……………Antwort:
Ganz strenge & umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen zur Person (wie Einnahmen & Ausgaben, Arbeitgeber, Hypothek auf eigene Immobilien, Bürgschaft…etc.), damit die Bank das Geld dem Kreditempfänger gibt.
Hierfür:
hätte die Bank dem geringsten Zweifel an die Solvenz-Lage der Person festgestellt, hätte diese Bank bestimmt und niemals einen kleinen o. großen Kredit gewährt.
——————
2. Was machte die EU bzw. Deutschland dem hochverschuldeten Land GRIECHENLAND?
Seit 2010 2-Rettungsprogramme in Höhe von 240 Milliarden EUR (davon 53 Milliarden nur von Deutschland) . Das Griechische Volk hat bis jetzt definitiv nur 11% von den Rettungsprogrammen, alles andere ging zu den Griechischen Banken.
und immer noch kein Ende im Horizont…..
Post, Zoll, Häfen, Beamten, Gesetzgebende- und ausführende Verwaltungen, Gesundheitssysteme & Versicherungen alles Korrupt dazu kommt die Ineffizienz in öffentlichen Diensten Steuersystemen, Rentensysteme…etc:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/korruption-in-griechenland-paradies-des-schmierens-a-788116.html

Wie könnte die EU / Deutschland dem Griechenland Kredite mit solcher Wirtschaftsbasis und solchen Höhen gewährleisten??? Ist das Verantwortung vor dem Griechischen oder deutschen Volk bzw. EU-Völkern?
Kann man dies & alles noch verstehen?

#29 |
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Ach, diese leidige Begriffsstutzigkeit! Muss wohl an der Hitze liegen. Es ist weder meine Theorie noch behaupte ich etwas (Quellen gefällig?). Nix für ungut, Gymnasiast, aber Sie glauben doch nicht im Ernst, dass ich Ihrer pseudodialektischen Scheinlogik auf den Leim gehe. Mein Tipp: gehen Sie doch einfach in eine gute Universitätsbibliothek (die ist hervorragend klimatisiert) und recherchieren Sie Quellen aus der Geschichtswissenschaft, Linguistik, Religionsgeschichte, Archäologie etc. Das ist ein prima Training für´s vielleicht ins Auge gefasste Studium.

#28 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.

Bitte beachten Sie in Ihren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutieren Sie vorallem sachlich und themenbezogen.

Ihre DocCheck News Redaktion

#27 |
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Gymnasiast
Gymnasiast

@Dr. rer. nat. Jürgen Boxberger

Ok ich verstehe was Sie sagen wollen, also Ihre Theorie ist:
ein Hesse ist dann auch kein Deutscher, er wurde dann nur spaeter durch Deutschland, BRD vereinnahmt?
Genausowenig ein Bayer?

Ich sehe das ganz anders, denn ich hatte Leistungskurs Geschichte, und zwar Note 1.

#26 |
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“Durch seine beispiellosen militärischen Erfolge wurde Alexander schließlich als Grieche anerkannt.”

Ich sollte besser sagen: vereinnahmt.

#25 |
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@ #22
Nicht alles, was in den Geschichtsbüchern steht, entspricht der Wahrheit. (Es sind ganze Bücher über Geschichtsirrtümer geschrieben worden).
Alexander war kein Hellene, also kein ethnischer Grieche, sondern Makedone. Die Makedonen sind wie andere Bergstämme im Norden Griechenlands von den “echten” Griechen immer ein wenig als Barbaren betrachtet worden. Kein Grieche hätte die makedonische Sprache erlernt, so wie später kaum ein Römer die etruskische oder keltische Sprache gelernt hätte.
Alexanders Vater Philip, ein Bewunderer der griechischen Kultur, hat viel unternommen, um diesem Makel abzuhelfen und deswegen für seinen Sohn den besten griechischen Lehrer engagiert, der damals für Geld zu haben war: Aristoteles. Der Rest dürfte bekannt sein. Durch seine beispiellosen militärischen Erfolge wurde Alexander schließlich als Grieche anerkannt. Wäre er gescheitert, wäre er den griechischen Historikern keine Zeile wert gewesen.

#21
Lieber Gast, die heutigen geopolitischen Verhältnisse 1:1 auf die Antike zu übertragen ist in etwa so sinnvoll wie die Annahme, die heutige Landmassenverteilung mit all ihren geografischen Strukturen und klimatischen Merkmalen sei zur Zeit der Dinosaurier dieselbe gewesen wie heute. Der römische Kaiser Julian wurde in Konstantinopel geboren. Machte ich mir Ihre Argumentation zu eigen, wäre er Türke gewesen. So simpel ist es nun doch nicht.

P.S. Es gibt eine hervorragende Alexander-Biografie, die ich nur empfehlen kann. Bei Interesse nenne ich Titel und Autor.

#24 |
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Gast
Gast

#20 Guter Vorschlag!

#23 |
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Gymnasiast
Gymnasiast

@Dr. rer. nat. Jürgen Boxberger

Lieber Herr Dr. Biologe, dies nur
Zu Ihrer Information:

Alexander wurde in Pella geboren, das liegt ganz in der Nähe von der Chalk. Halbinsel, wo viele Deutsche urlauben.
Sie waren wohl noch nie dort bzw. in Griechenland. Das lernt man auch an jeden dt. Gymnasium im Geschichtsunterricht. Wieso schreiben Sie sowas?

#22 |
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Gast
Gast

@Dr. rer. nat. Jürgen Boxberger
Biologe
So ein Unsinn! Noch nie Geschichtsunterricht gehabt?
Natuerlich war Alex d Groesse Grieche.
Geboren in Pella:

[Kommentar wurde aufgrund der Verwendung von Fremdmaterial durch die Redaktion bearbeitet. Untenstehend der Link.]

https://de.wikipedia.org/wiki/Pella_%28Pella%29

#21 |
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Nichtmedizinische Berufe

Schon mal einen normalen Menschen getroffen…? Und? Wie war’s??

Vielleicht hilft ja ein weiteres Referendum? Allerdings auf Seiten der Geldgeberländer.

#20 |
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@ #16
Alexander der Große war kein Grieche. Die Parallele in der jüngsten deutschen Geschichte ist rein zufällig…

#19 |
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Gast
Gast

@ Papadopoulou
So stimmt das nicht. Denn
Erst ist G. zum Euro durch ‘Schummelei’ gekommen d.h. Zahlen wurden von G und GS=Goldmann Sachs krass gefaelscht damit man ueberhaupt in den Euroclub kommt. Dann hat G. billiges Geld geliehen, Zinsen waren runter durch Euro, dadurch Immobilien boom und RiesenPrassparty, nun ist alles weg und die Euro-Steuerzahler hauptsaechlich D und F sollen nun fuer die Party zahlen. Keine Reformen in G aber Reformen in anderen Eurostaaten, So geht das nicht. Da ist keine Solidaritaet von eurer Linken Regierung. Es kann nicht sein, dass wir eure Renten zahlen und den zigfachen Beamten auf demselben Arbeitsplatz. Kassiert bei euren Reedereien. Und was hat bitte der 2 Weltkrieg mit dem Prassparty der Griechen zu tun? dies gehoert nicht zur Diskussion. Eher die Faelschung der Zahlen um durch Vorspiegelungen falscher Tatsachen in den Euro zu kommen. Haetten G das nicht gemacht dann waeren sie jetzt auch nicht im Club. Dann haette es aber auch das bisherige Wirtsch.wachstum nicht gegeben.

#18 |
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Gast
Gast

@ Papadopoulou #15

“Naja man sieht so unterschiedlich sind wir Ja doch nicht.”

Doch.. Hellas ist pleite.. wir nicht (so sehr wie Griechenland)

vae victis! ihr habts verockt, als habt auch soviel Rückgrat uns steht dazu, statt die Schuld auf die anderen abzuwälzen (die sicher auch mit dazu beigetragen haben!!).. und mit einem eselssturen “weiter wie bisher” – stillstandskurs vor sich hinzudümpeln..

und mit dem Finger auf andere zu zeigen, und dabei zu sagen.. Ihr wart noch schlimmer etc mag ja moralisch gesehen richtig sein – löst es Probleme wie Fakelaki, fehlendes Katasterwesen, eine “interessante Steuermoral”, Verrbbarkeit von Pensionen..
Da ja immer abstrusere historische “Kaninchen” aus dem Hut gezogen werden.. viele italiensche Städte sind ja griechische Gründungen.. da könnte doch auch noch ein melkversuch gestartet weden..

#17 |
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Gast
Gast

@Papadopoulou
Wir sind hier freundlicherweise bereit, die Gesundheitsmisere in ihrem Land zur Kenntnis zu nehmen und veruchen, uns konstruktiv darüber auszutauschen.
Von Ihnen dagegen kommen nur Stänkerei und Vorwürfe und man fragt sich warum?

Dieser Verweis auf das dunkle Kapitel in der Vergangenheit Deutschlands wird doch ständig aus dem Hut gezogen um uns heutigen Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden, wenn es Leuten wie Ihnen nicht nach Wunsch geht. Ist das wirklich unsere Schuld?
Bitte nehmen Sie doch mal zur Kenntnis, dass die heutige Generation keinen Anteil an dieser Zeit hatte, und auch schon deren Eltern nicht. Die Großeltern der meisten waren kleine Leute ohne politische oder sonstige Einflussmöglichkeit.
Mein perönliches Fazit: Die heutige Generation hat nichts zu büßen oder abzudienen.
Sie wiederum haben nichts zu fordern.

#16 |
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Gast
Gast

@Papadopoulou

Und was hat Alexander der Grosse gemacht?
Sollen alle Voelker wo er Krieg fuehrte mordete nun von G. Reparationen erhalten?

#15 |
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Meropi Papadopoulou
Meropi Papadopoulou

@Gast
Zur deutschen Korruption
CDU-Schwarzgeldaffäre von Helmut Kohl

Steffi Grafs Vater wegen Steuerhinterziehung im Knast

Die Siemens Affäre über die nichts berichtet worden war in den Leitmedien

Wieviele Deutsche hatten ihre Geldeer in der Schweiz untergebracht?

Naja man sieht so unterschiedlich sind wir Ja doch nicht.

#14 |
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Zahnärztin

NATÜRLICH muß es tiefgreifende politische Änderungen geben und NATÜRLICH sind die Probleme Griechenlands ” hausgemacht”, aber das entbindet uns nicht von der Pflicht hinzuschauen und zu helfen, wenn wir Kenntnis davon enthalten, dass Menschen leiden, dass generalisiert Zugang zu medizinischer Versorgung und Medikamenten fehlt. Gesundheit ist ein Menschenrecht! ” Erhöhte Kindersterblichkeiten” ist ein abstrakter Begriff, doch dahinter verbergen sich grausame Einzelschicksale, ebenso wie hinter der Tatsache, daß es mehr HiV Neuinfektionen gibt. Was heißt es für den Einzelnen, daß er monatelang auf eine OP warten muß?! Wer nur ein Mindestmaß an Empathie besitzt, kann diese Entwicklung nicht gutheißen.

#13 |
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Gast
Gast

@papadoupulou

Sie wissen wohl selber nicht wie OFT Griechenland schon bankrott war und wieso?

Bei mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und der Korruption in Griechenland da kann auch kein Fiat-Geld auf Dauer helfen. Tip: Vom Stolz kann man nichts abbeissen, d.h. der Magen wird nicht voll. Also Aermel hochkrempeln.

Michael Sturm Boerse:

“Die EZB und die nationalen Notenbanken erwarben seit Programmstart am 9. März inzwischen öffentliche Schuldtitel für insgesamt 193,9 Milliarden Euro. Damit nahm die EZB im Vergleich zur Vorwoche für etwa 11,7 Milliarden Euro zusätzliche Papiere in ihre Bücher. Damit drückt die EZB die Zinsen und erleichtert den Südstaaten die Schuldenaufnahme. Das soll die Konjunktur anschieben und die Inflation antreiben. Anders ausgedrückt: Die Investoren sollen gezwungen werden, zu investieren und mehr Kredite an Firmen vergeben. Bis mindestens September 2016 soll das Programm laufen und insgesamt ein Volumen von 1,14 Billionen Euro haben.

Ein Geldstrom ins Nichts

Viel von diesem Geld wird nach Griechenland fließen – wo es in einem undurchsichtigen Geflecht verschwinden wird. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg versickerten die Hilfen aus dem Marshall-Plan. Auch in den vergangenen fünf Jahren seit Ausbruch der Griechenlandkrise hat das Land unverdiente Liquidität von außen bekommen. Darüber hinaus wurden Griechenland Schulden erlassen und günstige Stundungen gewährt. Wir halten fest: Fehlendes Geld ist nicht das Problem des Landes. Sondern die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und die Korruption. Und die werden auch durch die EZB nicht beseitigt.”

#12 |
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Meropi Papadopoulou
Meropi Papadopoulou

@gast

Wirklich blöd wenn Mann so unwissend über die eigene junge Geschichte ist Herr Gast! Lesen sie sich das mal durch und dann Mund zu über die Trümmerfrauen und deren harte Arbeit!!!!! Das ich nicht lache.

[Kommentar wurde aufgrund der Verwendung von Fremdmaterial durch die Redaktion bearbeitet. Untenstehend der Link.]

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krise-deutschland-ist-der-groesste-schuldensuender-des-20-jahrhunderts-a-769052.html

#11 |
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Gast
Gast

@Papadopoulou
Kann man niemals vergleichen. Griechenland war schon so oft in der Geschichte bankrott und nichts am griech. Problem ist nun gelöst. Denn Griechenland ist wieder bankrott und will sich nicht selbst retten. Will keine Reformen, aber will den Kuchen essen den andere backen. So geht das nicht. Die Konkursverschleppung zeigt nun auch Blinden, dass die Eurozone mit massiven Konstruktionsfehlern ausgestattet wurde. Ein erpresserisches Land, das nicht die Mindestanforderungen eines funktionierenden Staates in Sachen Bekämpfung der Korruption, Steuern, Blockieren der Kapitalflucht erfüllt, kann den anderen ungestraft auf der Tasche liegen und sich bedienen. Denn die Euro-Verträge sehen keinen Rausschmiss von Störenfrieden vor. Dt Renter die nach dem Krieg alles in D. aufbauten Truemmerfrauen und anderen sollen Renten gekuerzt werden aber Griechen gehen ganz jung in Rente..-das geht alles nicht. Ihr muesst halt die Sonne die Schifffahrt das Olivenoel besser vermarkten, denn die Hightech Industry ist schon nach CN abgewandert. No chance. bzw. zum eig Geld zurueckkehren und dann so hart mal arbeiten wie die Truemmerfrauen, dann wirds sicher was.

#10 |
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Dietlinde Richter
Dietlinde Richter

Tsipras hat genau das gemacht was er vor den Wahlen versprochen hat, er hat Integritaet das ist etwas was die dt. Pollies nicht kennen. Ausserdem ist ein Ref. Demokratie pur. Wieso gibt es in D. keines? schliesslich zahlen wir die Rechnung.

Alle sogenannten Umfragen vorher waren wieder ‘manipuliert’ aber das Volk hat gewaehlt. Ein NEIN. Aber egal wie das Ref ausgefallen waere Deutschland zahlt so od. so ca. 87 Mia Euro-alles was uns GROKO erzaehlt hat war falsch. Jens Weidmann, IFO Chef Sinn, AFD Professoren alle warnte schon immer. Manchmal reicht ein kl Kieselstein wie Greece der die Lawine ins Rollen bringt. …wenn Draghi nicht wieder was Grosses verspricht alle EU Mastr. Vertraege wieder bricht und dazu noch das OK des EUGH bekommt.
Tsipras hat nun bessere Karten in der Hand zu verhandeln, aber nur wenn er zurueck zur Drachme geht und entwertet koennte das was werden…wenn es dann Greece damit besser geht, dann folgen die anderen PIIGS wie Dominosteine und der Euro traum der EU Buerokraten ist aus und den Griechen gehts dann besser. Was machen dann Schulz &co?

#9 |
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Meropi Papadopoulou
Meropi Papadopoulou

Die Fehlinformation der deutschen Leitmedien ist wirklich bedauerlich.
Ich habe auch eine Meinung und möchte sie in diesem demokratischen Staat kundtun.

Man hätte dem deutschen Volk nach dem Scheitern und der Kapitulation des deutschen Reiches nichts Schenken und Verzeihen dürfen. Das Land hätte aufgeteilt werden müssen in mehrere kleine Teile. Es hätte kein Deutschland mehr geben dürfen.
66 Jahre später will dieses unverschämte Volk ( ich weiß,nicht alle zählen dazu, aber ich pauschalisiere mal – ist ja gängig in solchen Foren) nun Griechenland sagen was es zu tun hat.
Das deutsche Volk hat Hitler unterstützt und gegen die ganze Welt Krieg geführt. Menschen vergast und zu Seife verarbeitet. Menschen für Experimente verwertet.
Achtung vor dem Leben, oder Menschenwürde gab es nicht .
Die Gelder die nach Kriegsende in dieses undankbare Volk investiert wurden, waren immens, so dass es zu einem Wirtschaftswachstum kommen konnte. Alle Kriegsgewinner haben Menschlichkeit gezeigt.

Menschlichkeit ist ein Fremdwort in diesem kapitalistisch versautem oberflächlichem Volk.
Denken sie , liebe Deutschen, mal darüber nach wo sie heute als Kriegsverlierer sein würden, ohne die gesamten Kriegsgewinner, die sie wieder aufgebaut haben.

Noch ein zweiter Punkt. Der Deutsche hat Griechenland gar nichts geschenkt. Deutschland holt Staatskredite für 2% und verleiht sie an Griechenland mit 7%.
So und wenn das ihr Nachbar bei Ihnen privat machen würde, würden sie ihn doch auch als Kredithai bezeichnen oder?
Nur das er ihnen dann auch noch vorschreiben würde, was sie mit dem geliehenen Geld bei ihm kaufen müssen.

Mir wird richtig schlecht. Das sind Mafia Methoden.

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

@Dr. med Herbert Hagen
“… und der deutsche Steuerzahler die Zeche bezahlt.”
Korrekt sollte es heißen Steuerzahler in Deutschland. Ca. 10 % der Steuerzahler dürften nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

#7 |
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Wir wissen schon lange, dass die Verwaltung als Wasserkopf nicht funktioniert, dass das Gesundheitssystem kaput ist, das Rentenswystem europ. Standarts nicht entspricht. Wir wissen seit langem, dass die Forderungen der Troika diesem Lanbd nicht genützt hat, dass der Schaden noch größer wurde.
Wie wäre es denn jetzt mit europäischer Solidarität wie es sie in Deutschland nach der Wende gab: Beamte, Lehrer in die neuen Bundesländer, jetzt also: Beamte, Ärzte, Gesundheitsarbeiter aus der EU nach Griechenland, Investitionshilfeprogramme der großen EU-Länder nach Hellas, alles teuer, klar, aber sicher sehr lohnend. Über alle spolche Initiatibven gab es bisher keinne Verhandlungen!
Dr. J. Lyncker

#6 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Griechenland ist und bleibt ein souveräner Staat und kann und muss selbst entscheiden welchen Weg es gehen will. Die Situation der Menschen im Land ist sehr unterschiedlich. Schlimme Bilder aus den Städten mit übervollen Suppenküchen und zusammenbrechendem Gesundheitswesen, während es auf dem Land und den Inseln oft wie gewohnt ruhig und beschaulich zugeht und vor allem sehr gastfreundlich. Was können wir für die Menschen tun? Ein Schuldenschnitt hilft in erster Linie den Banken. Die deutschen Großbanken haben an der griechischen Schuldenkrise bislang gut verdient. Also doch Schuldenschnitt? Ja , gerne 50 %, wenn verhindert wird das das Geld bei deutschen und griechischen Banken verschwindet und der deutsche Steuerzahler die Zeche bezahlt. Weitere Kredite sind bei einem Forderungsausfall dann ausgeschlossen. Weder Herr Tsipras noch Frau Merkel haben dazu bisher ein Konzept vorgelegt. Und die unerträglichen Äußerungen einiger Volksverhetzer in GR einschließlich des unsäglichen Finanzminister erfordern eine klare Voraussetzung für jegliche weitere Hilfen: Verzicht GR auf alle Altforderungen wie z.B. Reparationen etc. Dann freuen wir uns auf unseren geplanten Besuch bei unseren griechischen Freunden im September und werden wie jedes Jahr bei Ouzo und Hammel am Spieß einen schönen Spätsommerabend ausklingen lassen

#5 |
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Heilpraktikerin

@Dr. Banik: schön geschrieben.
Wie es bei Günter Jauch gestern ein bisschen durchkam: Wir wissen nur das, was uns erzählt wird und das muss nicht immer die ganze Wahrheit sein.
Die Frage bleibt, ob man mit mehr Krediten die Situation nur um ein wenig hinausgezögert hätte und es dann noch schlimmer hätte werden können.
Eine Krise wird es werden, die Menschen werden es schwer haben und hoffentlich ihren eigenen Weg daraus finden.

#4 |
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Weitere medizinische Berufe

Solche Leute gehören vor den Europäischen Gerichtshof gestellrt als
Verbrecher gegen das eigene Volk

#3 |
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Nichtmedizinische Berufe

Leider vermischt Ihr Artikel – wie so oft in deutschen Publikationen – Fakten, Analyse mit politischer Einschätzung. Viele der genannten Fakten sind zutreffend – aber die erste Schlussfolgerung: “Monate später erkennt Europa, dass der Linkspolitiker mit seiner Strategie auf ganzer Linie gescheitert ist.” ist einfach losgelöst davon. Dieses Zitat zeigt leider, dass sich zu solchen Einschätzungen jemand nicht aufschwingen sollte, der die Lage im Land, den Vorgängen wenigstens der letzten 6 Jahre – und noch viele weitere Informationen nicht kennt. Genug mit diesen unangebrachten Generalisierungen aus fragwürdiger Perspektive! Eigenartig, dass unter den Jahren der “Nea Dimokratia”-Regierung von Herrn Samaras, der alle Troika-Vorgaben brav umgesetzt hat, dazu gar keine Kritik oder “Warnung” kam…
Wie eine Regierung ein Gesundheitssystem reformieren könnte, wo jeder Ihrer Schritte durch fehlende Finanzmittel, Reglementierungen á la Troika und weitere schwerwiegende Probleme verhindert wird – und das noch in 6 Monaten – kann der Autor wohl auch nicht beantworten. Deutschland löst mit reichen Pfründen minimale Probleme im Gesundheitswesen über Dekaden nicht – vielleicht wäre das auch mal einer politischer Analyse über “Das Scheitern…” wert? Der Abschnitt “Allein auf weiter Flur” rückt das Ganze dann wieder in etwas zutreffenderes Licht…

#2 |
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Astrid Poensgen-Heinrich
Astrid Poensgen-Heinrich

Die Menschen mussten doch wissen, was sie mit ihrem “Nein” sich selbst antun; jeder logisch denkene Mensch weiß, wenn ich etwas ablehne, kommt niemand der sagt: ach bitte, bitte, nehme alles, was du willst, ich schenke es dir. Da wird sich einfach darauf verlassen, dass schon “irgend jemand” oder ein Land hilft.

#1 |
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