Der kleine Praxis-Knigge

7. November 2011
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Das Wohlfühlen der Patienten in der Arztpraxis hängt vielfach auch von der Form ab, wie mit den Menschen umgegangen wird. Leider ersetzt in manchen Praxen ein kurzes, scharfes "Bitte" eine freundliche Anrede der Patienten, die vor der Anmeldung stehen.

Mit ein paar “Benimm – Regeln” können sich Ihre Helferinnen nicht nur den Arbeitsalltag erleichtern, sondern auch der Praxis ein positives Image verschaffen. Dale Carnegie stellte einmal fest, dass der Name das schönste und wichtigste Wort für einen Menschen ist. Daraus lassen sich schon zwei Regeln für den Patientenumgang ableiten:

1. Sprechen Sie alle Patienten mit Namen an und verlangen Sie das auch von Ihren Helferinnen.

2. Stellen Sie sich neuen Patienten mit Ihrem Namen vor.

Auch wenn Sie oder Ihre Helferinnen ein Namensschild tragen, wirkt ein “Ich bin Susanne Müller” sehr viel persönlicher.

Ein erworbener Titel wird üblicherweise bei einer Selbstvorstellung weggelassen. Apropos Titel: Hat ein Patient mehrere Titel, sollte davon nur der höchste Titel verwendet werden.

Lassen Sie sich über erworbene Titel oder Adelstitel informieren und benutzen Sie diese, solange der Betroffene nichts anderes sagt. Funktions-, Berufs- oder Beamtentitel werden im normalen Umgang eigentlich nicht mehr verwendet.

Zwei Drittel der Patienten entscheiden auf der Verhaltenskontaktebene, ob Sie ein guter Arzt sind oder nicht und geben dieses Urteil auch so weiter.

Bei den Arzthelferinnen ist Freundlichkeit an oberster Stelle in der Patientengunst. Einer freundlichen Helferin verzeiht man eher einen zweiten Stich bei der Blutabnahme als einer misslaunigen Fachkraft.

Wenn sich Ihr Praxisteam dieses Wissen zunutze macht, dann werden sich Ihre Patienten in Zukunft noch besser bei Ihnen aufgehoben fühlen und Ihre Praxis weiterempfehlen.

15 Wertungen (3.47 ø)
Allgemein

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2 Kommentare:

Student der Humanmedizin

Die Aussagen mögen zwar oberflächlich sein, ja, aber selbst ich, der ich erst im 3. Semester studiere und somit gar keine Erfahrung in Bezug auf das Praxisleben habe, kann sagen, dass gerade diese Oberflächlichkeiten sehr oft vergessen werden, gerade vielleicht weil sie so banal sind. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass Oberflächlichkeiten ja das sind, was eine menschliche Interaktion im Rahmen des Praxisbetriebs ausmacht. Wir reden hier nicht von medizinischen Untersuchungen oder Befragungen, nur von der interindividuellen Kommunikation, die keinen Tiefgang braucht. Sicher, die ÄrztInnen müssen sich auf die PatientInnen einlassen können, aber primär kommt der Patient weil er unsere Hilfe benötigt und nicht weil er sich emotionalen Tiefgang in Gesprächen erhofft. Dankeschön, dass auf diesen Umstand wieder einmal hingewiesen wurde. Over and out :)

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Christian Kuhring
Christian Kuhring

wennn es nur so einfach wäre. Ich finde diese Aussagen sehr schwach und oberflächlich.

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