Schlafapnoe schädigt Pumpe

9. Oktober 2009
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Ein unbehandeltes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) geht mit einer Beeinträchtigung der Pumpfunktion der Herzkammern einher. Solch unbemerkte Atemstillstände während steigern das Risiko einer manifeste Herzinsuffizienz.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung (Sleeping-Heart-Study) von 174 Patienten, die Dr. Christoph Hammerstingl (Medizinische Klinik und Polyklinik II, Universitätsklinikum Bonn) auf der 33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der gleichzeitig stattfindenden Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie in Dresden präsentierte. Es sei zwar bekannt, dass ein unbehandeltes schweres OSAS die systolisch und diastolische linksventrikuläre Herzpumpenleistung negativ beeinflusst, so Dr. Hammerstingl, die Auswirkungen eines OSAS auf die rechtsventrikuläre Performance sei jedoch weitestgehend unklar.

Mit zunehmendem Schweregrad des OSAS verschlechtern sich die echokardiografisch messbaren Funktionsindizes beider Herzkammern signifikant. Im Verlauf der Studie soll geklärt werden, ob diese negativen Effekte durch eine Hochdruck-Sauerstofftherapie (CPAP-Therapie) gebessert wird.

Quelle:
C. Hammerstingl et al; Einfluss eines Obstruktiven Schlafapnoesyndroms auf die Links- und rechtsventrikuläre myokardiale Performance. Rationale und Patientencharakteristika der Sleeping-Heart- Study; P368; Clin Res Cardiol 98, Suppl 2, Oktober 2009

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3 Kommentare:

Dr. Anton Safer
Dr. Anton Safer

Zum Glück ist die obstruktive Form des SAS zumeist gut “behandelbar” mit cPAP/biPAP-Geräten.

Aber die Zentralapnoen sind immer noch eine schlecht behandelbare Form. Atemschrittmacher könnten die Lösung sein, aber damit gibt´s noch kaum Erfahrung. Auch Cardiac Resynchronization mit Herzschrittmacher kombiniert (“overdrive Pacing”). Dazu gibt´s auch eine Studie NCT00551499, gelistet auf ClinicalTrials.Gov. Doch leider, leider enthält der Sponsor Medtronic die Ergebnisse seit 2 Jahren zurück, was “legal” ist. Doch das lässt für die Therapie nichts Gutes ahnen, denn sonst sind die Herrschaften doch sehr fix, wenn´s ums Geschäft geht. Die Serve-HF-Studie von ResMed lässt noch etwas auf sich warten: bis 2015; aber immerhin, es ist eine große Outcomes-Studie, die Servo-Ventilationsgeräte an 209 Zentren prüft; und sie sollte als Phase-III-Studie auch ausreiche3nde Power besitzen, somit Aussagekräftig sein.
Dann gibt´s da noch eine wegen ungenügender Rekrutierungsgeschwindigkeit abgebrochene Studie mit Fenofibrat von Solvay, und die Ergebnisse sind nicht Aussagekräftig.
Fast alle Studien befassen sich mit OSAS, nur sehr wenige mit CSAS oder gemischten Apnoen. Leider!
Dabei ist die Behandlungs”lücke” mehr bei den Zentralapnoikern.

#3 |
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Hoppla, war wohl nicht korrekt eingeloggt. Der anonymous von Kommentar 2 war ich.

Dr. Wolfgang Randelshofer

#2 |
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Brigitte Rohse
Brigitte Rohse

Der Artikel trifft voll und ganz zu .Mein Ehemann hat eine sehr Schwere Form von Schlafapnoe .Er hat dadurch schon Herzprobleme und ist deshalb in Behandlung

Mit freundlichen Gruß

Brigitte Rohse

#1 |
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