Magnetfeldtherapie: Bitte Vernunft abstoßen

22. Juni 2015
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Seit Menschengedenken versuchen „Heilkundige“, mit Magneten Wehwehchen zu kurieren. Dank evidenzbasierter Therapien haben es solche Behandlungen schwer. Vermeintliche Fachartikel und Experten helfen da nur wenig. Geringe Feldstärken gehen im Grundrauschen unter.

Bei nicht invasiven Magnetfeldtherapien (MFT) erzeugen Geräte statische oder pulsierende Felder unterschiedlichster Art. Generell sollen MFT Wunden schneller heilen lassen, Migräne lindern oder degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparats verbessern. Befürworter argumentieren vor allem mit physikalischen Änderungen auf molekularer Ebene, um den Zellstoffwechsel zu verbessern und Gewebe besser zu durchbluten.

Frag mal den Experten

Wer im Web zu Themen rund um Mikrozirkulation und MFT recherchiert, stößt immer wieder auf einen Namen: Professor Dr. med. Rainer-Christian Klopp. Seinem Lebenslauf zufolge war Klopp von 1983 bis 1990 Oberarzt am Institut für Kardiovaskuläre Diagnostik der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (Charité) und Leiter der selbständigen Universitätsabteilung für Mikrozirkulation. Kurz darauf gründete er das Institut für Mikrozirkulation an der Charité; seit 1992 ein selbständiges Forschungsinstitut. Sein Online-Auftritt liefert nur spärliche Informationen, ohne auf Details einzugehen: „Die Forschungstätigkeit des Institutes ist nicht von Geldzuwendungen der Wirtschaft abhängig. Zur Realisierung seiner Forschungsvorhaben verfügt das Institut über regelmäßige eigene Einnahmen […].“ Nach einem Impressum sucht man vergebens. Einige Angaben sind laut Telemediengesetz, Paragraph 5, verpflichtend. Zeitgleich äußert sich Klopp auf Websites kommerzieller Anbieter wie der „BEMER-Technologie“. Damit nicht genug: Wer bei PubMed nach Veröffentlichungen in medizinisch relevantem Kontext recherchiert, stößt tatsächlich auf einige Treffer. Nur handelt es sich ausnahmslos um Supplemente – nicht um Originalartikel – des „Journal of Complementary and Integrative Medicine“.

Ein Kreuz mit dem Kreuz

Obwohl Artikel in namhaften Fachzeitschriften größtenteils fehlen, bieten Ärzte MFT bei diversen Indikationen an. Kürzlich hat sich der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbands im „IGeL-Monitor“ mit der Thematik befasst. Experten fanden lediglich drei Reviews zu MFT und Schmerzen aus den Jahren 2005, 2007 und 2011. Speziell zu Kreuzschmerzen gab es drei randomisierte, kontrollierte Studien. An der gemäß Jadad-Score qualitativ hochwertigsten Arbeit hatten lediglich 20 Patienten teilgenommen. Es fand sich kein Anhalt für einen Nutzen des statischen Magneten mit 30 Millitesla Feldstärke. In einer als methodisch schlecht bewerteten Studie mit 41 Kreuzschmerzpatienten gab es ebenfalls keinen signifikanten Unterschied zwischen Verum und Scheinbehandlung. Nur in einer auf Japanisch publizierten Untersuchung sollen sich die Kreuzschmerzen verbessert haben, wenn der 180 Millitesla starke Magnet kontinuierlich über drei Wochen auf der schmerzenden Stelle getragen wurde, und zwar im Vergleich zu Patienten, die einen 10-Millitesla-Magneten bekommen hatten. Außerdem sei die Verblindung an keiner Stelle überprüft worden, kritisiert der MDS. Studiendaten von 146 Patienten mit Kreuzschmerzen seien generell zu gering für eine Aussage, heißt es weiter.

Müde oder Magnet

Bei anderen Indikationen sieht es zahlenmäßig ähnlich dürftig aus. Professor Dr. Joachim Piatkowsi, Dresden, hat 37 Patienten mit Multipler Sklerose und Fatigue in eine placebokontrollierte Studie aufgenommen. Sie legten sich zweimal täglich für je acht Minuten auf aktivierte (Verum) oder ausgeschaltete Magnetfeldtherapie-Matten (Placebo). Nach zwölf Wochen trat ein statistisch signifikanter Unterschied auf, gemessen anhand der Modified Fatigue Impact Scale. Der Wert sank von 32 auf 27 Punkte, unter der Scheinbehandlung verringerte er sich von 38 auf 37 Punkte. Dann folgten eine Crossover- und eine Langzeitstudie. Am Ende waren es 17 (Verum) versus 43 Punkte (Placebo) im MFIS-Score. Für eine Empfehlung reichen die Patientenzahlen jedenfalls nicht aus.

Vom Schlag getroffen

Alle bislang genannten Studien arbeiten mit vergleichsweise schwachen Feldstärken. Dass sich Magnetfelder generell therapeutisch einsetzen lassen, bezweifeln Ärzte und Physiker nicht. Bei der transkraniellen Magnetstimulation (TMS) erzeugen Spulen etwa drei Tesla: bis zu 15 Mal mehr als bei sonstigen Verfahren. Giacomo Koch aus Rom behandelte mit diesem Verfahren 20 Patienten [Paywall], die an einem linksseitigen Neglect litten. Alle Personen nahmen an einem Aufmerksamkeitstraining teil. Nach zwei Wochen erreichten Personen der TMS-Gruppe 190 Punkte im Behavioral Inattention Test. Bei der Gruppe mit Scheininterventionen waren es lediglich 175. Vor der Studie lag der Wert in beiden Gruppen bei 170. Schöne Zahlen – nur hilft die Verbesserung Patienten nicht, um besser im normalen Leben zurechtzukommen. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um einen tatsächlichen Mehrwert zu erzielen. Und die Moral von der Geschicht’? Große Feldstärken zeigen Effekte, die sich nicht nur diagnostisch, sondern auch therapeutisch nutzen lassen. Niedrige Feldstärken bewegen sich eher in der Größenordnung des allgegenwärtigen Elektrosmogs – und der wird nicht immer positiv bewertet.

256 Wertungen (3.04 ø)

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34 Kommentare:

Dr. Rüde
Dr. Rüde

Es ist schon putzig, dass hier manche Foristen das Schwanzwedeln ihres Vierbeiners als Beleg für die Wirksamkeit der Magnetfeldtherapie anführen. Da kann man nur sagen: Wau!

#34 |
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Sehr geehrter Herr Torkler,
Wenn sich Ihre Freunde mit einem Köder zum Tierarzt begeben, glaube ich nicht, daß dieser anbeißt, noch dazu wenn dieser Köder auch noch eine Arthrose hat !

Handelt es sich allerdings um einen “Köter”,habe ich auch schon Erfolge mit der Magnetfeldtherapie gesehen !

#33 |
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Gast
Gast

Seit über 20 Jahre therapiere ich Tiere mit Hilfe der pulsierenden Magnetfeldtherapie. Mit mehr Erfolg als tierärztliche Medikamentenverordnungen erreichen. Ich möchte auf diese Erfolge nicht verzichten! Meine vierbeinigen Patienten glaube ich auch nicht!

#32 |
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Die Diskussion ist manchmal interessanter als der Artikel! Ich sehe Parallelen zu den über 100 Kommentaren die kürzlich zur Homöopathie geschrieben wurden. Herr Wolfgang Ludwig hat recht: “Wer Magnetfeldtherapie infrage stellt, stellt damit auch Elektrotherapie infrage”. Jörg Fricke weist mit Recht darauf hin “…so ist doch die physikalische Seite vollkommen klar: Das sich ändernde Magnetfeld wird nur benötigt, um entsprechend rot E = -d B/d t ein elektrisches Wirbelfeld zu erzeugen, das seinerseits einen Wirbelstrom im Gewebe verursacht” Dazu sind aber eben starke Feldimpulse erforderlich, wie sie bei der TMS erzeugt werden. Bei Magnetmappen ist die Flußdichte viel zu gering und dB/dt=0 (statisches Magnetfeld wirkt auch, aber ab Flussdichten weit über 10 T, die so längst nicht erreichbar sind). Auch bei den angepriesenen Magnetpuls-Geräte reichen die erzeugten Wirbelströme bei weitem nicht aus um Effekte durch induzierte Wirbelströme zu erzielen. Man sollte zunächst die biophysikalischen Effekte klären, bevor man nach therapeutischen fragt. Fehlt das erste, dann ist das weitere auszuschließen und es bleibt ein Plazebo-Effekt, den man durch Erfolgsstudien kaum ausscheiden kann. Herr Ludwig hat recht: ähnlich wie bei der Homöopathie stimmen hier die Patienten mit den Füßen ab. Produzenten und Heiler profitieren davon. Bedauerlich, aber wahr. All das hab ich kürzlich in einem Buch auseinandergesetzt.

#31 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Wie sagte doch Dr. Ludwig (Zitat): „Die Behauptung mancher Wissenschaftler über ein unverstandenes Gebiet – “das gibt es nicht“ – ist völlig unwissenschaftlich. Man kann allenfalls sagen “ich weiß nichts darüber“.

Dr Ludwig arbeitete mit der Nasa zusammen. Seine Firma AMS stellte für die Nasa kleine Generatoren her, die auf Weltraumflüge mitgegeben wurden.
http://www.magneticfield.com.au/magneticfieldinfo.html
Gruß

#30 |
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Wolfgang Ludwig
Wolfgang Ludwig

Es gibt einige gute Geräte am Markt. Ob das Bemer dazu gehört, müssen die Anwender bewerten. Wer ein Bemer sucht, wird bei Ebay schnell fündig.

#29 |
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Oberpfälzer
Oberpfälzer

Haben das Bemer-Gerät (Wunderheilung per Knopfdruck) erworben und lange Zeit ausprobiert.
Haben das Bemer-Gerät wieder veräußert.
Fazit: Irgend eine Firma kann sich (leider mit unserer Unterstützung) Professoren kaufen.
Ohne RICHTIG GROSSE STUDIE (und die gibts komischerweise nicht, obwohl das Thema so interessant ist) ist das ganze eine unkontollierte Gelddruckgeschichte!

#28 |
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Prof. Dr. med. Christoph Schmitz
Prof. Dr. med. Christoph Schmitz

@ Dr. Bollig: Doch, die gibt es tatsächlich (http://search.pedro.org.au/search-results/record-detail/10638 bzw. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=9365349). Neun Punkte auf der PEDro Skala – diese Studie spielt in der internationalen Spitzenliga mit. Ich selber bin bisher auch nie über 9 Punkte auf der PEDro Skala gekommen (http://search.pedro.org.au/search-results/record-detail/26491 und http://search.pedro.org.au/search-results/record-detail/27577).

Generell: Man darf die o.g. Studie aber nicht verallgemeinern. Bei anderen Indikationen gibt es nämlich auch hervorragende Studien, die für die Magnetfeldtherapie keinen Benefit zeigen (z.B. http://search.pedro.org.au/search-results/record-detail/34371 bzw. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=19942103). Ob diese Studien in der PEDro Datenbank in der Mehrzahl sind, bedürfte einer separaten Überprüfung.

Ich selber habe in dieser Diskussion übrigens keinerlei Interessenkonflikt. Ich verdiene kein Geld mit Magnetfeldtherapie, weder direkt noch indirekt. In meiner Forschung an der Uni München spielt sie keine Rolle. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass es mittlerweile sehr gute internationale Standards gibt, um die Relevanz einer bestimmten Therapie zu bewerten – und diese Standards wurden von Herrn van den Heuvel leider nicht berücksichtigt. In vielen internationalen Journals muss man diese Standards mittlerweile einhalten, sonst darf man dort nicht publizieren (http://prisma-statement.org/endorsers.htm). Auch im Deutschen Ärzteblatt kommen diese Standards mittlerweile zum Tragen (z.B. http://www.aerzteblatt.de/archiv/169086/Zellassistierte-Eigenfetttransplantation-Eine-systematische-Literaturuebersicht-und-kritische-Bewertung-der-Evidenzlage). Vielleicht ja eine Anregung an DocCheck.

Ganz wichtig aber: man darf den Placebo-Effekt niemals vergessen, und ja, man sollte ihn auch maximal nutzen. Denn es gilt immer noch: “Wer heilt, hat Recht”. Im Bereich der physikalischen Medizin kann man den Placeboeffekt in guten klinischen Studien auch prima nachweisen, z.B. in dieser hervorragenden Studie hier zur Stosswellenbehandlung beim Fersenschmerz (eines meiner eigenen Forschungsgebiete mit Interessenkonflikt; ich bin aber nicht Autor dieser Studie): http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18832341. Wichtig ist halt, dann auch nachzuweisen, dass die Verum-Behandlung statistisch signifikant besser ist als der Placeboeffekt (in der zitierten Studie geschehen). Denn dann (und nur dann) kann man im klinischen Alltag beides nutzen: den Placeboeffekt (hauptsächlich in der Interaktion zwischen Ärztin/Arzt/Therapeutin und PatientIn) und den gleichzeitigen Verumeffekt der Methode.

Für mich als Arzt und Grundlagenforscher besteht der eigentliche Skandal darin, dass es nach der EU-Richtlinie 93/42/EWG des Rates vom 14. Juni 1993 über Medizinprodukte (bzw. ihrer nationalen Umsetzung im deutschen Medizinproduktegesetz) nicht erforderlich ist, für ein bestimmtes Medizinprodukt (dazu gehört die Magnetfeldtherapie) den Nachweis der Wirksamkeit dieses Medizinprodukts in randomisierten, kontrollierten Studien zu erbringen (ich weiss nicht, ob dies allgemein bekannt ist). Entscheidend für die Zulassung von Medizinprodukten in der EU sind interne Dokumente der Hersteller (u.a. die sogenannte “Clinical Evaluation”), die nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen. Und nein, eigene klinische Studien sind da nicht zwingend erforderlich. Wenn gewünscht, kann ein Hersteller morgen z.B. ein neues Magnetfeldtherapiegerät in der EU zulassen und vermarkten, ohne dass es jemals an einem Patienten getestet wurde. Man muss nur wissen, wie das geht; es ist völlig legal. Im Medikamentenbereich wäre so etwas absolut undenkbar.

Deshalb immer, immer, immer: egal, um welches Medizinprodukt es geht – bitte erst den Hersteller fragen, welche Studien zu seinem eigenen Gerät (!!!!!) vorliegen, die die Wirksamkeit bei einer bestimmten Indikation belegen. Dies gilt für mich sowohl für ÄrztInnen/TherapeutInnen wie auch für PatientInnen. Wenn diese Studien nicht vorgelegt werden können, ist das Gerät in meinen Augen zu teuer, ganz egal, welchen Preis es hat.

#27 |
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Dipl.-WJ. + HP Karl-Heinz Hanusch
Dipl.-WJ. + HP Karl-Heinz Hanusch

Danke Herr Prof. Schmitz. Ich kann Ihnen nur zustimmen.

#26 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

@ Prof. Christoph Schmitz
Sie haben ja einiges an Zitaten aufgefahren. Allein eine gute Studie oder Meta-Analyse, die eine über den Placebo Effekt hinaus gehende Wirkung zeigt, vermisse ich dabei.
Aus einem einfachen Grund: die gibt es nicht.
Sie können mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

#25 |
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Jörg Fricke
Jörg Fricke

@Prof. Dr. Schmitz: Bravo!

@Herrn van den Heuvel: TMS mit MFT zu vergleichen, erscheint mir sinnfrei: Auch wenn es zu den medizinischen Aspekten von TMS noch viel zu lernen gibt, so ist doch die physikalische Seite vollkommen klar: Das sich ändernde Magnetfeld wird nur benötigt, um entsprechend rot E = -d B/d t ein elektrisches Wirbelfeld zu erzeugen, das seinerseits einen Wirbelstrom im Gewebe verursacht. Nur dieser Wirbelstrom wirkt auf die Neuronen; auf das Magnetfeld könnte man verzichten, wenn man eine andere Methode fände, den Wirbelstrom nichtinvasiv zu bewirken.
Im Gegensatz dazu scheint es bei MFT nicht ausgeschlossen zu sein, dass das Magnetfeld direkt an der medizinischen Wirkung beteiligt ist.

#24 |
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Günter Krehan
Günter Krehan

Bitte Vernunft anziehen.
Am ersten Satz merkt man schon, daß Herr Michael van den Heuvel emotional negativ und sehr voreingenommen der Magnetfeldtherapie gegenübersteht. So kann man nicht auf eine objektive Aussage – wie auch immer – kommen.
Es verwundert daher nicht, daß er zunächst auf Prof. Klopp hinweist und im nächsten Absatz ein Ergebnis einer Studie zu Kreuzschmerzen zitiert, die in keiner Weise mit der von Prof. Klopp untersuchten Therapieform übereinstimmt (statischer Magnet, Feldstärken etc.). Auf Einzelheiten einzugehen lohmt sich bei einer solch schlechten Recherche nicht. Dies sollte der Autor des Artikels für seine Leser leisten.

#23 |
  1
Gast
Gast

Vielleicht muss man NUR wissen wie es man einsetzt?:-)

#22 |
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Edgar Torkler
Edgar Torkler

Edgar Torkler
mag sein das es so ist wie sie schreiben,aber wenn Freunde von mir mit ihrem Köder der einer Arthrose hat zum Tierarzt gehen wendet der Magnetfeldtherapie regelmäßig an und dem Viehs scheint es dadurch auch deutlich besser zu gehen. Ich glaube nicht dass die Biologie von anderen Säugetieren den von Menschen so gänzlich verschieden sein soll.

#21 |
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Ich nutze niederfrequente pulsierende Magnetfeldtherapie seit 2002, sowohl für mich_ MS seit 1985, Arthrose in Finger- und Zehengelenken, Gebärmutterkrebs 2006_ und meine Hunde, insbesondere für den Dackelrüden, 20 Monate _ Subluxation beider Schultergelenke, beginnende Omarthrose, Bizepssehnentendinose, angeboren!_ . Es erspart uns Schmerzmittel, sorgt für schmerzfreie Bewegung, erhöht den Immunstatus.

Ich bin froh, 2 Geräte im Haus zu haben!

#20 |
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Gast
Gast

Ich arbeite im Bereich der Tiermedizin und wende es vor allem bei Wundheilungsstörungen und Arthrose an.

Es gibt Tiere die das Magnetfeld nicht akzeptieren und es gibt Kunden mit Metallimplantaten (die trotz Hinweis sich sehr dicht an das Magnetfeld setzten) noch Stunden später eine Reaktion empfinden (ob eingebildet oder nicht), aber Hunde geben schnell ein positives Feedback, welches man im Gangbild erkennen kann. Ich finde MF ist eine tolle Ergänzung.

#19 |
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Prof. Dr. med. Christoph Schmitz
Prof. Dr. med. Christoph Schmitz

Meine Empfehlung für Herrn van den Heuvel für zukünftige Artikel (wie auch für einige der Kommentatoren auf dieser Seite): die PEDro Datenbank (www.pedro.org.au) ist die weltweit beste Datenbank für evidenzbasierte Medizin im Bereich der physikalischen und Rehabilitationsmedizin (in diese Kategorie gehört auch die Magnetfeldtherapie). Diese Datenbank ist völlig unabhängig von Firmen, Wissenschaftlern etc., und wird von einem Institut an der Universität Sydney in Australien bereitgestellt. Dort erfährt man z.B. auch, warum die Bewertungsskala von PEDro besser ist als die von Herrn van den Heuvel angeführte JADAD Skala zur Bewertung von randomisiert kontrollierten klinischen Studien (RCTs).

Sucht man in PEDro nach “magnetic” als einfachem Schlagwort, erhält man 358 Ergebnisse, davon 42 Übersichtsarbeiten. Von den verbleibenden 316 RCTs addressieren eine ganze Reihe Magnetfeldtherapie. Keine einzige dieser Studien stammt von Herr Prof. Klopp. Sieht man diese Arbeiten einzeln durch, ergibt sich ein differenziertes Bild als das von Herrn van den Heuvel skizzierte.

Als akademischer Gutachter in einem peer review Journal hätte ich das Manuskript von Herrn van den Heuvel aus den oben genannten Gründen abgelehnt. Sein Artikel folgt nicht den Kriterien des PRISMA Statement (vormals QUOROM) für Berichte von systematischen Reviews und Metaanalysen von RCTs (siehe z.B. http://www.ebm-netzwerk.de/was-ist-ebm/basics/methodik/reportingguidelines und http://www.prisma-statement.org/). Wenn sich Wissenschaftler heutzutage diese strengen Kriterien auferlegen, um zu objektiveren Schlussfolgerungen in Übersichtsarbeiten zu gelangen, sollte man dies für seriösen Wissenschaftsjournalismus auch einfordern.

#18 |
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Dieter Schlierf
Dieter Schlierf

Ich setze in meiner schulmedizinischen Praxis gerne und oft komplementär die physikalische Gefäßtherapie Bemer ein.
Wie von Ihnen im Artikel erwähnt, habe ich besonders gute Ergebnisse z.B. beim Fatigue-Syndrom der Multiplen Sklerose.
Leider ist der Artikel äußerst lückenhaft und erweckt den Eindruck, dass Prof. Klopp in irgend einer Form mit statischer Magnettherapie experimentiert. Das ist wohl eher nicht der Fall. Bereits im Jahr 2004 hat er, veröffentlicht in der Ärztezeitung unter dem Titel “Magnetfeldtherapie bessert Mikrozirkulation im Gewebe” eine Studie zur pulsierenden Magnetfeldtherapie vorgelegt. Seitdem ist einiges passiert.
Es gibt im Bereich der Magnetfeldtherapie sicher auch Scharlatanerie, eine Methode einfach nur abzulehnen, weil kein Medikament verordnet wird, für dessen Studie die Pharmaindustrie ohne weiteres Millionen an Forschungsgeldern ausgibt, erscheint mir zu platt.

#17 |
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Wolfgang Ludwig
Wolfgang Ludwig

Die Patienten haben längst mit den Füßen abgestimmt. Zehntausende Magnetfeldgeräte sind allein in Deutschland im Einsatz. In den meisten Fällen, sofern es sich um magnetische Wechselfelder handelt, nehmen Patienten einen Nutzen wahr. Das ist für sie entscheidend. Wären die Geräte nutzlos, würde sich das schnell herumsprechen, z.B. in Selbsthilfegruppen. Der Artikel ist auch sehr schlecht recherchiert, es gäbe über wesentlich mehr internationale Studien zu berichten. Im Buch “Die andere Medizin”, herausgegeben von Stiftung Warentest 2005 wird bereits festgestellt: “Neuere Studien zur Magnetfeldtherapie bei Osteoarthrose fanden jedoch positive Effekte auf den Schmerz. Ähnlich ermutigende Ergebnisse wurden bei diabetischer Neuropathie und chronischen Unterleibsschmerzen erzielt.” Inzwischen sind 10 Jahre vergangen und die Entwicklung ist weiter voran geschritten. Es gibt mittlerweile zum Thema eine umfangreiche Sachliteratur mit Verweis auf internationale Studien. Magnetfeldtherapie (Therapie mit magnetischen Wechselfeldern) ist eines der am Besten mit Studien belegten Naturheilverfahren überhaupt. Magnetfeldtherapie funktioniert wie Elektrotherapie, nur nicht mit Elektrodenanlage sondern mittels Induktion. Wer Magnetfeldtherapie infrage stellt, stellt damit auch Elektrotherapie infrage.

#16 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich habe mir vor ca. 3 Jahre über das BEMER System versucht schlau zumachen. Meine damaligen Ergebnisse: Finger davon lassen. In der Zwischenzeit hat sich die Seite der Hersteller geändert. Ein Pr. Dr. Klopp berichtet über das Gerät und vermittelt dabei, dass er an der Entwicklung beteiligt war. Die aufgeführten Referenzen wecken bei mit auch kein vertrauen. Die geringe Magnetische Feldstärke dürfte, trotz Verlauf der Impulsen auch nicht ein besonderen Effekt aufweisen, vor allem nicht in tiefere Regionen des Körpers (Die erzeugte Feldstärke verringert sich abhängig von der Entfernung).

#15 |
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Sehr geehrter Herr Michael van den Heuvel,
mein Dank und Lob für den ausgezeichneten Artikel.
Von der MFT kann auch ich keine überprüfbaren Erfolge melden. Aber es wird viel Geld damit verdient.

#14 |
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Mitarbeiter Industrie

Was der Autor noch vergessen hat zu erwähnen:

Bei der MFT verdienen immer drei. Der Verkäufer der Geräte, der Therapeut und die Anwälte.

#13 |
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Gast
Gast

Frau Hain. Andersrum wird ein Schuh daraus. Warum wird keine Studie gemacht, weil bestimmte Kreise nicht die Ineffizienz belegt sehen wollen. Dann machen Sie doch eine Studie. Hält sie keiner ab. Über einen langen Zeitraum kommen auch genügend Patienten zusammen. Viel Glück.

#12 |
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Herr van Heuvel mag zwar in einigen Punkten Recht haben aber sein Artikel ist alles andere als Objektiv; es erscheint mehr Effekthascherei bei seiner Recherche eine Rolle zu spielen. Mit einer seriösen Arbeit hat dies nichts zu tun.

#11 |
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Ayaxx ayaxx van hylst
Ayaxx ayaxx van hylst

“85-90% aller Krankheiten gäbe es nicht, wenn man von Säuglingsalter an, das REINE Aloe Vera GEL, das heißt ” Nur das Fruchtfleisch ” PUR verabreichen würde!”

Dürfte ich bitte mal die methodisch saubere Langzeitstudie sehen, die das belegt?
Falls Sie es es jedoch ausreichend finden, einfach mal ein paar beliebige Ideen in den Raum zu stellen oder jemanden zu zitieren, der dazu neigt, dann empfehle ich ein Religionsforum.

#10 |
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Heilpraktikerin

Abgesehen davon dass der Artikel langweilig ist:
Es wird wenigstens hier einen Grund geben warum die Kasse es nicht bezahlt. Andererseits könnte ja was dabei rauskommen wenn man es richtig untersucht, und das mögen manche Personenkreise halt nicht, weil man könnte ja weniger Medikamente brauchen…
Es gibt effektivere Therapien und Techniken, die auch nicht besser dastehen. Allgemein geht es anscheinend nicht darum dass der Patient was davon hat, ansonsten wäre es schon längst geklärt.

#9 |
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Mahony Tony
Mahony Tony

[Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.]

#8 |
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Dr. med. Carsten Nolte
Dr. med. Carsten Nolte

Schneidige Artikel lassen sich schnell schreiben.
Stellen wir aber einmal die Frage, wie FDA-korrekte Studien aussehen müssten, um die Effekte “integrativer” Untersuchungstechniken oder Therapieformen zu untersuchen. Wer würde Studien finanzieren ?

…. bitte jetzt weiterdenken und überlegen was dahinter steht.
Viele Grüße,

Carsten Nolte

#7 |
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Gast
Gast

@Ayaxx ayaxx van hylst: Volle Zustimmung. Eine Erweiterung der Untersuchung wäre wünschenswert.

Einige andere, weniger sachliche und zugleich faktenfreie Kommentare sprechen für sich. Ob das für die wissenschaftliche Diskussion, und damit im Weiteren auch für die Qualität der Patientenversorgung, hilfreich ist, sei mal dahingestellt.

#6 |
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heilpraktikerin Susanne Knapp
heilpraktikerin Susanne Knapp

Ermüdend.Gähnnn. Der Artikel passt zum Wetter.
Welches Honorar gibt es für solch ein Gekritzel?

#5 |
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Ayaxx ayaxx van hylst
Ayaxx ayaxx van hylst

“. Am Ende waren es 17 (Verum) versus 43 Punkte (Placebo) im MFIS-Score. Für eine Empfehlung reichen die Patientenzahlen jedenfalls nicht aus.”

Für eine Empfehlung vielleicht nicht, aber für eine Erweiterung der Untersuchung durchaus. Wenn erste Hinweise auf diese Weise eindeutig sind, spricht nichts dagegen, die Teilnehmermenge für weitere Forschung zu erhöhen. Man muss es nur wollen.

Also bitte, loslegen :)
Und ab N>200 reden wir nochmal über die Ergebnisse.
Jetzt ist´s zu früh.

#4 |
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Gast
Gast

Der Beitrag ist genauso schlecht recherchiert wie manche der zitierten Arbeiten.

#3 |
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Rettungsassistent

Mit Verunsicherung Betroffener, Patienten, die für die Linderung ihrer Krankheit viel einsetzen würden, mit fragwürdigen Forschungsergebnissen und dubiosen Berichten für das “Wunderheilmittel MFT” lässt sich vor allem eines sehr gut: Geld verdienen!

#2 |
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Markus Schlager
Markus Schlager

Unserem Schäferhund mit seiner HD hat das Magnetfeld immer sehr gut getan! :D)

#1 |
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