Herpes: Hauptsache schmieren

9. April 2013
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Neun von zehn Menschen sind von ihm befallen: dem Herpes-simplex-Virus (HSV). Ist der Wirt einmal infiziert, verbleibt das Virus lebenslang in latentem Zustand in den Nervenzellen. Was für therapeutische Maßnahmen können also ergriffen werden?

Aktuell sind acht verschiedene humane Herpesviren bekannt, die in drei Subfamilien unterteilt werden. Verursacher für Lippenherpes ist meist Typ 1 (HSV-1), seltener, aber zunehmend häufiger auch HSV-2, das lange Zeit ausschließlich als Erreger des Herpes genitalis galt. In Deutschland lassen sich bei etwa 88 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen HSV-1 nachweisen. Bei 20 bis 40 Prozent der Betroffenen kommt es als Folge einer Reaktivierung des Virus zu rezidivierenden Herpesinfektionen. Das Herpesvirus ist absolut anhänglich: Ist der Wirt einmal infiziert, verbleibt das Virus trotz der gebildeten Antikörper lebenslang in latentem Zustand in den Nervenzellen. Einen Trost gibt es: jenseits des 35. Lebensjahres werden die Rezidive im Allgemeinen seltener.

Wieder so eine Phase

Bemerken wir ein Jucken, Schmerzen oder Brennen, ist es meist schon zu spät. Die Infektion läuft in sieben Phasen ab:

  1. Prodromalphase: Schmerzen, Kribbeln, Brennen, Spannungsgefühl bei noch intakter Haut. Tritt nicht bei allen Patienten auf.
  2. Erythemphase: Die Haut rötet sich.
  3. Papelphase: Schmerzhafte Papeln erscheinen.
  4. Vesikelphase: Papeln “blasen” sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen (Vesikeln) auf. Das Sekret enthält Millionen von Viren und ist bei Kontakt hochinfektiös.
  5. Ulzerationsphase: Aufbrechen und Verschmelzen der Vesikel, Bildung schmerzhafter, nässender Wunden.
  6. Verkrustungsphase: Bildung stark juckender Krusten und Schorf.
  7. Abheilungsphase: Abheilung restlicher Rötungen und Schwellungen ohne Narbenbildung

Je nach Literaturangabe werden diese Phasen teilweise auch in fünf Phasen zusammengefasst. Ernst wird es, wenn bei der Erstinfektion der Erreger aufwärts wandert und die Meningoenzephalitis herpetica auslöst.

Stress lässt Bläschen blühen

Ekel, Erkältung, Fieber, UV-Strahlung, Menstruation, die Auslöser von Lippenherpes sind vielfältig. Besonders bedeutsame Trigger sind jedoch Stress und Erschöpfung, dies belegen auch neuere Studien eindrucksvoll. In einer französischen Studie gaben bis zu 60 Prozent der 2056 Patienten diese beiden Faktoren als Auslöser für ihre Herpesrezidive an. Stressgeplagte haben eine doppelt so große Wahrscheinlichkeit, Lippenherpes zu bekommen, als Entspannte. Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin sowie Cortisol steigern die virale Replikationsrate. Außerdem hemmen die Stresstransmitter die Aktivierung von Makrophagen durch Interferone und die Migration von natürlichen Killerzellen. Dadurch wird die spezifische Erkennung und Vernichtung virusinfizierter Zellen durch Zytotoxine und Apoptose reduziert.

In einer Pilotstudie untersuchten die Psychologinnen Pfitzer und Clark an der Universität Tübingen die Effektivität der Hypnosetherapie bei rezidivierenden Lippenherpesinfektionen. Nach fünf Therapiesitzungen trat der Herpes signifikant seltener und weniger intensiv auf als in der Kontrollgruppe. Vermutlich liegt die Ursache für den Erfolg in der Stressreduktion durch die Hypnose.

Blätter, Öle, Wurzeln als Virenkiller

In der Laienpresse kursieren Dutzende von Hausmitteln. Sogar eine selbst gemachte Knoblauchpaste wird empfohlen. Ob die desinfizierenden Schwefelverbindungen oder die dadurch verursachte Kusskarenz den Erfolg bringen soll, wird nicht erwähnt. Auch Zahnpasta ist fraglich. Sie trocknet zwar aus und kann mild desinfizierend wirken, aber eine virustatische Wirkung ist sicherlich nicht nachweisbar. Die Krusten können sich zwar früher lösen, dadurch kann aber auch die Besiedelung mit anderen Keimen begünstigt werden.

Melissenblätterextrakt

Bei antiviralen Screenings mit Pflanzenextrakten wurden über tausend Pflanzen mit antiviralen Eigenschaften identifiziert. Phenolische Verbindungen wie Saponine, Anthranoide wie Hypericin und Aloe-Emodin, Flavonoide wie Quercetin, Phenolcarbonsäuren wie Rosmarinsäure und Gerbstoffe sind nur eine kleine Auswahl. In einer weiteren randomisierten Studie von Koytchev, Alken und Dundarov wurden 66 Patienten mit mindestens vier Herpesepisoden jährlich mit einer Creme mit Melissenblätterextrakt (Lomaherpan ®) behandelt. Die Probanden mussten viermal täglich für fünf Tage cremen. Die Autoren bescheinigen der Zubereitung eine signifikante Wirksamkeit. Weitere Studien von Wölbling et al. zeigten, dass die Melissencreme die Abheilungszeit der Herpesepisode verkürzt und die rezidivfreien Intervalle signifikant verlängert.

Teebaumöl

An einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 20 herpesgeplagten Patienten wurde die Wirkung von Teebaumöl untersucht. In der Verumgruppe wurde ein 6%iges Teebaumölgel verwendet, der Rest erhielt eine Placebozubereitung. Bis zum Eintreten der Re-Epithelisierungsphase vergingen in der Ölgruppe neun und in der Placebogruppe 12,5 Tage. Wegen der geringen Patientenzahl kann sicherlich nicht von einer Signifikanz gesprochen werden. Außerdem ist fraglich, ob die Studie den Stempel “placebokontrolliert” tragen kann. Teebaumöl ist derart geruchsintensiv, dass das Placebogel sicherlich sofort identifiziert werden kann. Auch das relativ hohe Allergierisiko von Teebaumöl macht es sicherlich nicht zu einem Herpeshit.

Rhabarber und Salbei gegen Aciclovir

In einer randomisierten Substanzvergleichsstudie von Büechi wurde an 145 Patienten mit Lippenherpes die Wirkung von Aciclovir, Salbei-Extrakt oder Rhabarber- und Salbei-Extrakt (Phytovir ®) getestet. Eine andere Studie mit Rhabarberextrakt versus Virustatikum wurde wegen der unzureichenden Wirkung des Phytopharmakons abgebrochen. Die Studie begann mit einem Screening am virologischen Institut der Universität Zürich. Dabei zeigten Salbeiblätter und Rhabarberwurzel eine antivirale Wirkung gegen HSV-1. Rhabarber mit Anthranoiden und Gerbstoffen war potenter als Salbeiblätter mit ätherischem Öl und Gerbstoffen. Die Kombi aus Rhabarber und Salbei (je 23 mg Extrakt/g) zeigte sich in der Studie als ebenso wirksam wie die Aciclovir-Creme.

Die mittlere Dauer bis zur Krustenbildung und die Zeit bis zur Heilung unterscheiden sich in den drei Gruppen nicht signifikant. Die Heilungszeit betrug bei der Salbei-Creme durchschnittlich 7,6 Tage, bei der Rhabarber-Salbei-Creme 6,7 Tage und bei der Aciclovir-Creme 6,5 Tage. Die Patienten in der Aciclovir-Gruppe zeigten eine geringere Schwellung, in der zweiten Folgevisite gaben die Rhabarber-Salbei-Probanden verglichen mit Salbei-Probanden weniger Schmerzen an. Beim Vergleich Aciclovir versus Rhabarber-Salbei zeigte sich kein signifikanter Unterschied. Von der Therapie von AIDS-Patienten ist bekannt, dass die Kombination unterschiedlicher Substanzen stärker wirkt als eine Monotherapie.

Virustatika

Therapiestandard und im Leitfaden der ABDA zur Selbstmedikation empfohlen sind die Nukleosidanaloga Aciclovir und Penciclovir, beide rezeptfrei erhältlich. Sie hemmen die virale DNA-Polymerase und die Replikation von Herpesviren. Beide Pharmaka wirken auch dann noch, wenn das Virus bereits in die Zelle eingedrungen ist. Die Krankheitsdauer wird um etwa ein bis zwei Tage verkürzt und die Krustenbildung beschleunigt. Die Salben werden alle zwei bis vier Stunden mit einem Wattestäbchen aufgetragen. Dem Patienten solle geraten werden, sich danach gründlich die Hände zu waschen um eine Virusverschleppung zu vermeiden.

Nach 10 Jahren Stagnation auf dem Markt der virustatischen Herpeskiller wurde im Jahr 2008 der langkettige, gesättigte Alkohol Docosanol zugelassen. Er ist zugelassen zur Therapie des Lippenherpes im Stadium 1 und 2. Als Wirkmechanismus wird angenommen, dass Docosanol die Fusion zwischen lipidumhüllten Viren und der Plasmamembran hemmt und so deren intrazelluläre Aufnahme und Replikation verhindert. Bei gemeinsamer Auswertung beider Studien beträgt die mittlere Zeit bis zur Heilung unter Docosanol 4,1 Tage gegenüber 4,8 Tagen unter Placebo (Differenz 17,5 Stunden). Gleiches gilt für die Begleitsymptome wie Schmerzen, Kribbeln oder Brennen, die etwa einen halben Tag früher nachlassen, so das Ergebnis einer Studie von SACKS, S.L. et al.:

Das Arzneitelegramm (a-t 2008; 39: 58-9) sieht erhebliche Mängel im Studiendesign und gib ein Negativurteil ab: Statistisch lässt sich ein Unterschied zu Placebo nur in einer der beiden Einzelstudien nachweisen. Drei weitere unveröffentlichte Negativstudien begründen Zweifel, dass selbst der dokumentierte magere Nutzen Zufall sein könnte. Wir raten von Docosanol ab. Das ebenfalls als Salbe zugelassene Pyrophosphatanalogon Foscarnet-Natrium ist rezeptpflichtig. Im Rahmen eines Off-Label-use wird es auch teilweise bei Lippenherpes angewendet. In einem älteren placebokontrollierten Vergleich von Lawee t al. mit 143 Patienten hat eine 3%ige Zubereitung keinen nachweisbaren Effekt auf die Heilungsdauer.

Zink oral zur Prophylaxe

Auch Zinksalze wie Zinksulfat oder Zinkhistidin hemmen das Eindringen der Viren in die Wirtszellen durch dissoziiertes Zink. Sie fördern zudem die Wundheilung durch Austrocknung der Bläschen. Dieser Effekt ist nicht mit dem von Zinksalbe oder Paste zu verwechseln. Bei diesen galenischen Zubereitungen liegt das Zinksalz zwar in hoher Konzentration vor, jedoch als anorganisches Zinkoxid. Dieses wirkt physikalisch austrocknend, dissoziiert jedoch nicht und besitzt deshalb keine virustatische Eigenschaft. In einer Studie von Femiano et al. wurde untersucht, welchen Einfluss die Gabe von 2 x 22,5 mg Zinksulfat pro Tag auf die Erkrankungshäufigkeit hat. Eingeschlossen wurden Patienten, die mehr als 6 Herpesattacken pro Jahr haben. Die Probanden erhielten pro Jahr für zweimal zwei Monate die Zinkkur. Nach einem Jahr ergab sich eine Attackenreduktion um 3 Attacken, auch die Erkrankungsdauer pro Episode wurde reduziert. In Anderen Studien erwiesen sich ebenfalls Zinkgluconat und Zinklactat als wirksam gegen HSV 1 und 2.

Ein orthomolekularer Ansatz ist eine orale Therapie mit Lysin. Die Aminosäure verhält sich als Antagonist zu Arginin, das das Wachstum von Herpesviren fördert. Lysin verdrängt Arginin von dem gemeinsamen Transportsystem durch die Intestinalwand. Das Virus baut fälschlicherweise Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird. In einer Studie von Griffith, Norins und Kagan wurde die Wirkung von 312 bis 1200 mg Lysin auf die prophylaktische Wirkung von Lippenherpes untersucht. Die Episodenhäufigkeit und –dauer wurde verkürzt.

Bläschentarnung

Ebenfalls als Medizinprodukt zugelassen sind wirkstofffreie Herpespflaster. Sie decken die Bläschen ab, wirken nach dem Prinzip der feuchten Wundheilung durch Okklusion. Lippenbläschen belasten den Patienten auch psychisch, was wiederum eine Neuinfektion fördert. Ein abdeckender kosmetischer Effekt könnte so zumindest theoretisch einer neuen Episode entgegenwirken.

278 Wertungen (4.13 ø)
Medizin

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48 Kommentare:

Meine Erfahrung als Herpesleidender ist:
Essigsauretonerdensalbr erleichtert die Beschwerden erheblich,
verhindert Verkrustungen und ist hygrokopisch – nimmt den Druck aus dem Ödem und wirkt abschwellend.

#48 |
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Dr. rer. nat. Malte Kokoschka
Dr. rer. nat. Malte Kokoschka

Der Artikel ist ja wirklich interessant, nur wenn ich dann am Ende einen Satz lese wie: “Das Virus baut fälschlicherweise Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird.”, dann überlege ich doch, ob ich diese Artikel überhaupt noch lesen sollte!

#47 |
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Ich habe mit der Bestrahlung mit dem Softlaser die
besten Behandlungsergebnisse erzielt

#46 |
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Dr. Silke Münz
Dr. Silke Münz

Dieses Virus ist in der Tat faszinierend: Das Lesen des Artikels ging ja noch, aber als ich bei dem Bild ankam, dachte ich nur “Ohoh” und drei Minuten später fühlte ich die ersten Anzeichen… Mittlerweile ist es zu vollem Leben erblüht.
Wenn schon so eine Kleinigkeit soviel psychischen Stress auslöst, dass Freund Herpes direkt ein Schlupfloch im Immunsystem findet, dann zeigt das doch wieder mal eindrucksvoll, welch immensen Einfluss Stress auf uns hat.

#45 |
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Dr. Othmar Kubin
Dr. Othmar Kubin

Die zahlreichen völlig unterschiedlichen Therapieempfehlungen wie auch die Berichte über Therapieversagen bei Standardpräparaten wie Aciclovir sprechen dafür,dass jeder Patient seine individuelle Methode finden sollte. Ich selbst habe seit der Kindheit leidliche Erfahrungen sammeln müssen und zahlreiche Misserfolge mit Standardpräparaten bis hin zu der in den Sechzigerjahren als Patentrezept angepriesenen “Impfung ” mit Lupidon G erlebt. Schließlich bin ich auf Empfehlung einer Patientin auf den Echinacin-Lippenstift gestoßen, der bei täglicher Anwenduung seit über 10 Jahren eine sichere Prophylaxe bot. Offenbar spielt dabei auch der Lichtschutzfaktor 20 eine Rolle. Jedenfalls kann ich seither ohne zusätzlichen Lippenschutz im Hochgebirge Skiurlaub machen. Wenn dennoch sporadisch z.B. in Zusammenhang mit einem grippalen Infekt ein Rezidiv “aufblüht” verhindert der Echinacin-Lippenstift die Entstehung von Bläschen und Ulzerationen. Selbstverständlich habe ich auch Auslassversuche gestartet mit dem kläglichen Erfolg , dass die Rezidive so heftig waren wie vor Beginn meiner Dauerprophylaxe. Eine Reihe meiner Patienten sind meiner Empfehlung gefolgt mit recht unterschiedlichen, überwiegend aber positiven Rückmeldungen.

#44 |
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Annika Krispin
Annika Krispin

Frischer Ingwer, lokal aufgetragen, hat mir in diesem Jahr bereits mehrfach das sowohl physische als auch psychische Leiden verkürzt. Anzuwenden und vor allem wirksam in jeglicher Phase.

#43 |
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Wie ist es zu erklären daß die Herpeserkrankung ab dem 35.Lebensjahr nachläßt?

#42 |
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Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

manchmal lässt sich die heilungszeit zwar nicht verkürzen,aber die in der Zeit auftretenden unannehmlichkeiten lindern,was sehr wertvoll ist -manchmal hilft melissenöl manchmal ein antibiotikum manchmal auch etwas anderes,ist wohl unterschiedlich und nicht immer gleich, armbruch ist auch nicht genauso wie der beinbruch und doch auch da ist man dankbar für linderung also behandlung der schmerzenn und unannehmlichkeiten,wie verband zur stützung oder gips oder schiene, oder ….

#41 |
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Prof. Dr. Winfried  Hinrichs
Prof. Dr. Winfried Hinrichs

“Das Virus baut fälschlicherweise Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird.”

Natürlich, wenn das Virus so dumm ist, dass es eine Aminosäure in die DNA einbauen sollte, dann gehört es “gestoppt”.

Für so eine Bemerkung fliegen Biochemie-Studenten aus jeder Prüfung.

#40 |
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Bei allen Erkrankungen ist das Ziel einer Behandlung immer, dass ein Patient sich (schnell) besser fühlt, und die Betonung lieg auf fühlen. Bei einer klar überlegenen Therapie bleiben da meistens nur wenige Fragen offen. Bei der Therapie des Herpes labialis bleiben für den Betroffenen aktuell noch viele Fragen und Wünsche offen. Von daher ist für den Fragenden dieser Artikel eine riesige Bereicherung. Für den Suchenden ist er eine Fundgrube. Für den Wissen-Wollenden führt er zu der Erkenntnis, dass die Pharmaindustrie mit den Virustatika bisher erst eine “kleine” – aber wirksame – Hilfe anbieten kann, und es bislang noch keine statistisch sigifikant gut nachgewiesenen Alternativen gibt, die hier erheblich bessere Ergebnisse bietet . Für den Theoretiker kann gesagt werden, dass eine der hier angeführten Einzel- und Mehrfacherfahrungen bei Anwendung in einem großen Kollektiv sich theoretisch als deutlich überlegene Behandlung herauskristallisieren könnte. Für die meisten Betroffenen gilt auf grund eines in den Menschen weit verbreiteten Bedürfnis, bei einem Problem etwas sinnvolles zu unternehmen: Probieren Sie einfach eine der dargelegten und in Ihren Augen am ehesten überzeugenden Therapievorschläge und Sie werden sehen, häufig werden Sie eine positive Erfahrung machen, so wie es viele der Kommentare ja auch zeigen. Und vielleicht war es ja auch eine kausal überlegen wirksame Therapie, für die in der Zukunft eien Überlegenheit naturwissenschaftlich nachgewiesen weren kann.

#39 |
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Journalist

Auch bei Jucken und Brennen….
Wollen sie den Ausbruch verhindern oder kompensieren ?

Refobacin ist eine Möglichkeit !

Es ist eben auch ein kosmetisches Problem wenn die Lippen betroffen sind.

#38 |
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Ich kann Dr.Dr. Kölzsch nur zustimmen.

Bei einer Blasenbildung an den Lippen verringere ich den Innendruck durch mutiges Aufstechen der Blase(n) (schmerzhaft) und tupfe sie ab. Danach trage ich Salbe mit Aciclovir auf – und der Spuk ist meist am nächsten Tag verschwunden, nur die Abheilung beträgt ein paar Tage.
Herpes an anderen Körperstellen stellt natürlich höhe Ansprüche und meine Methode wendet nicht einmal meine Frau an.

#37 |
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dr.dr. Juergen Koelzsch
dr.dr. Juergen Koelzsch

die beiträge zeigen: jeder hat sein eigenes mittel und seine eigenen erfahrungen,sie lassen sich leider nicht auf andere übertragen-man muss s e i n mittel austesten und dann ist es das beste- rät der Hautarzt

#36 |
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Jürgen Tobias
Jürgen Tobias

Beim ersten Jucken trage ich Zostrum, Mittel gegen Gürtelrose, auf und es bilden sich keine Bläschen.
Da das Mittel die Haut durchdringt entsteht kurzzeitig ein
leichtes Brennen, eine Entstehung der Bläschen wird so sicher verhindert. Das Mittel hat noch nie versagt wenn es rechtzeitig aufgetragen wird.

#35 |
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BI Bernd Rathgeber
BI Bernd Rathgeber

So viele Diskussionen über Lippenherpes.
Mein Vorgehen: Einfach ignorieren, dann verschwindet er meistens innerhalb von 3-4 Tagen.
Es gibt wichtigeres auf das man sich konzentrieren sollte.
:)

#34 |
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Medizinjournalist

Zum Beitrag von Herrn Mielordt: wie im Beitrag erwähnt handelt es sich bei der Angabe der Heilungsrate in Tagen um unterschiedliche Studien. So erklaert sich die Differenz.

#33 |
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Dipl. Med. Angelika Speda-Hübsch
Dipl. Med. Angelika Speda-Hübsch

Ich behandle seit mehreren Jahren in der Prodromialphase den Lippenherpes mit Laser. Eindeutig(Selbstversuch) verkürzt sich die akute Phase, die Bläschenbildung wird ( fast) immer verhindert. Vor der Laserzeit habe ich gute Erfahrungen mit Lomaherpan gemacht.

#32 |
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Dr. med Andrea Mann-Rentz
Dr. med Andrea Mann-Rentz

Ich schließe mich eindeutig als Patientin der “Oral-Fraktion” an. Unsere Famile hat alle – alle – Heil- und Zaubermittel durchprobiert. Unser Fazit: Ohne Creme 7 Tage bis zur Heilung, mit Creme nur 1Woche. Obige Studien haben das offensichtlich belegt. Wenn man bedenkt, dass der Zeitpunkt der Heilung von jedem unterschiedlich bewertet wird sind Unterschiede von 6,7 zu 7,5 Tagen vernachlässigbar. Dafür würde ich mir nciht die Mühe machen zur Apotheke zu gehen, Geld auszugeben und 5 mal täglich zu schmieren. Orale THerapie mit Aciclovir läßt den Herpes als Prophylaxe oder im Frühstadium gar nciht erst ausbrechen, bzw. nur in abgeschwächter Form. Das ist sinnvoll und lohnt die Geldausgabe.

#31 |
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Das alles mag ja beim Lippenherpes zutreffen, allerdings kann HSV buchstäblich auch “ins Auge gehen” und hier auch einen wirklich gefährlichen Verlauf nehmen. Wenn sich Symptome zeigen, dann hilft nur noch die Einnahme von 3×400 mg Aciclovir pro Tag. Placebos oder irgendwelche homöopathischen Mittelchen kann man hier vergessen. Ich weiß aus Erfahrung, wovon ich rede!

#30 |
  1
Juergen Schwertner
Juergen Schwertner

Zunächst:
Herr Mielordt sollte sich mit dem Anwendungsbereichen der Epigenetik beschäftigen:http://www.ra.cs.uni-tuebingen.de/lehre/ws06/sem_inferenz/Microarrays_CDreischer.pdf.
Desweiteren:
Warum wird der Wirkstoff Foscarnet, enthalten im Triapten, welcher meiner Ansicht nach hervorragend auch prophylaktisch schon bei ersten labialen Spannungserscheinungen wirkt, also eine Lyse der Zielzellen des Virus und damit eine Bläschenbildung verhindert, nicht genannt?

#29 |
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Carolin Schulz
Carolin Schulz

Ich empfehle meinen Kunden zur Rezidivprophylaxe eine 2-monatige Zinkkur mit einer organischen Zinkverbindung (Unizink mit Wirkstoff Zinkgluconat). Übrigens empfehle ich dem Autor eine Fortbildung in Chemie. Zinksulfat ist wie Zinkoxid eine anorganische Verbindung (Basiswissen Gymnasium).
Empfehlenswert ist ebenso die Vorbeugung mit Lomaprotect Lippenpflegestift mit konzentriertem Melissenextrakt. Effektivität im Selbstversuch erfolgreich bestätigt.

#28 |
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Die absolut effektivste Therapie ist in der Tat, wie Herr Schuster (Artikel 15) zutreffend schreibt, die ORALE Therapie. Die lokale Behandlung, auch mit Virostatika, ist nicht wirklich hilfreich.
Beim Auftreten der ersten Prodromi, die jeder Betroffene genau kennt, eingenommen, wird der Ausbruch entweder ganz verhindert oder der Verlauf ist deutlich abgeschwächt. Zahlreiche meiner Patientinnen/Patienten sind begeistert, die (wie auch die Psoriatiker) vorher alle möglichen lokalen Behandlungsmöglichkeiten exerziert haben. Zudem habe ich einige Bergsteiger-Patienten, bei denen regelhaft meist am 2.Tag in den UV-belasteten Höhen Lippenherpes auftrat. Allen konnte mit prophylaktischer Gabe von 2x400mg Acilovir am Tag vor Exposition und weiterer Einnahme der selben Dosis über 4 Tage geholfen werden. Auch wenn der Höhenaufhalt länger dauerte, zB. 14 Tage, trat kein Herpesrezidiv mehr auf. Keiner berichtete von irgendwelchen Nebenwirkungen.

#27 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

zu 29 Photodyn. Therapie , dh.
Farbstoff + Laser hilft akut sehr gut , ebenso OZON

#26 |
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Ich kann nur allen zustimmen , die adstringierende Mittel anwenden ! Ich selbst bevorzuge Alkohol( Kodan ) , aufzutragen mehrfach , bevor die Bläschen auftreten . Zweitens sollte man das Immunsystem stimulieren : Hier hilft erfahrungsgemäß ( ” nicht kleckern , sondern klotzen ” und sofort handeln ) einfach und billiges Multivitamin-Brause aus den Supermärkten …
Auch bei Zoster ist diese Therapie im Frühstadium hilfreich .

#25 |
  3

Ich behandle in meiner Praxis seit Jahren den Lippenherpes mit dem Diodenlaser. Vorteile dieser Methode sind:
– keine Medikamente
– Bläschen treten entweder gar nicht erst auf oder- falls
es zu spät war- die Dauer verkürzt sich stark
– es wird eine weiterer Ausbruch an der behandelten
Stelle verhindert
– die Beschwerden verschwinden sofort nach der ersten
Anwendung.

#24 |
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Nuclosidanalago sind sicherlich die bestmögliche Therapie, gerade bei schweren, rezidivierenden Verläufen auch oral, auch über längeren Zeitraum unter entsprechender Nierenwert-Kontrolle. Das meiste hier genannte klingt schon ein wenig “experimentell”. Für einfache Fälle sind sicherlich auch Gerbstoffe (Tannine) zu nennen. Gibt es in der Natur (oben genannte Blätter) oder in sauberer Form von der Industrie in günstigen Cremes ;-)

#23 |
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Dr Gerald Mohr
Dr Gerald Mohr

Habe mit Erfolg Herpotherm angewandt.Entwickelt zwar mörderische Hitze, hat bei mir aber den Ausbruch von Herpes verhindert.

#22 |
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Ärztin

Man kann es auch gut mit Haus- d.h. Gartenmitteln behandeln: Man pflücke sich ein frisches Blatt Zitronenmelisse (im Winter befeuchtet man ein getrocknetes Blatt), quetsche es ein wenig und lege es aufs Lippenbläschen. In kurzer Zeit ist das Bläschen eingetrocknet und heilt ab. Das ist einfach und praktisch (wenn man denn einen Garten hat).

#21 |
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Sven Mielordt
Sven Mielordt

Recht wirrer Artikel…

1.) Lysin (Aminosäure!) wird in die DNA eingebaut????? “Ein orthomolekularer Ansatz ist eine orale Therapie mit Lysin. Die Aminosäure verhält sich als Antagonist zu Arginin, das das Wachstum von Herpesviren fördert. Lysin verdrängt Arginin von dem gemeinsamen Transportsystem durch die Intestinalwand. Das Virus baut fälschlicherweise Lysin in seine DNA-Strukturen ein, wodurch sein Wachstum gestoppt wird….”

ALSO, in die DNA werden nur die 4 Nucleotide A,C,G,T eingebaut!

2.) mal heilt die Placebo-Gruppe nach 4,8 Tagen: “Bei gemeinsamer Auswertung beider Studien beträgt die mittlere Zeit bis zur Heilung unter Docosanol 4,1 Tage gegenüber 4,8 Tagen unter Placebo (Differenz 17,5 Stunden)…”

dann sind es (nicht placebokontrolliert) mit Verum zwischen 6,5 und 7,6 Tage: “Die Heilungszeit betrug bei der Salbei-Creme durchschnittlich 7,6 Tage, bei der Rhabarber-Salbei-Creme 6,7 Tage und bei der Aciclovir-Creme 6,5 Tage…”

??????????

Interpretation: Datenmüll!

#20 |
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Elisabeth Mirlach
Elisabeth Mirlach

Ich bekomme auch hin und wieder Herpes labialis.Am besten hilft mir Virudermin, welches sich wie eine Film über die Bläschen verbreitet und somit zu schnelleren Heilung führt.Habe schon Injektionen, Tabletten und diverse Salben ausprobiert, aber nichts half mir so gut wie Obengenanntes,

#19 |
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Marie Herrmann
Marie Herrmann

Ich hörte von einem Arzt folgendes (und probierte es aus):

Sobald das erste Kribbeln auftritt, ein Wattestäbchen in kochendes Wasser tauchen und dies so heiß wie gerade noch erträglich auf die Stelle halten. Das mehrmals wiederholen. Das Bläschen kommt gar nicht erst zum Ausbruch und nach ca. 24 Stunden ist nur noch eine kleine rote Stelle sichtbar. Seit ich diese “Methode” anwende, sind die Bläschen viel seltener geworden.

#18 |
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Volker Haupt
Volker Haupt

Die schon oben erwähnten Ursachen wie Stress etc. sind als momentaner Auslöser schon möglich. Bei rez. Herpesinfekten ist jedoch sehr häufig eine Immunschwäche mit ausschlaggebend. Daher erst einmal nach entspr.Anamnese evtl.antimykotisch dann mikrobiolog.Ther.enteral, vaginal. Zusätzlich können Eigenblutbeh. mit Herpes Nosoden hilfreich sein. Aber wie schon gesagt, die Anamnese ist der “Pfad”finder.

#17 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

alles bisher Aufgeführte wirkt je nach individueller Konstitution mehr oder weniger gut .
leider wird selten der Immunstatus geprüft :
im Vordergrund der Diagnose u. daraus abgeleiteter Therapiestehen spezif. NUKLEINSÄUREN , ggf auch Zytokine,Interleukine, mRNA . Wichtig EBV ? oder CMA ? – Belastung abklären .
in Kombination mit Autovakzinen,RNS, DNS,SNA-HLA 1 , HLA 2 lassen sich tiefergreifende , langzeitige Erfolge erzielen erzielen

#16 |
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Renate Dinkat
Renate Dinkat

Betupfen mit Echinacin, bei den ersten Anzeigen.

#15 |
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Anja Kipp
Anja Kipp

Ich betupfe den Herpes von Anfang an mit Eigen-Urin. Meistens kommt es gar nicht erst zur Bläschenbildung, blüht gar nicht erst auf und verschwindet relativ schnell wieder.

#14 |
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In der Veterinärmedizin wird beim Bovinen Herpesvirus seit vielen Jahren die Impfung von Virusträgern erfolgreich gegen eine klinische Erkrankung und gegen eine Weiterverbreitung des Herpesvirus eingesetzt. Nicht infizierte Rinder werden gleichzeitig vor einer Infektion geschützt. Ich frage mich schon seit langem, warum dieser Ansatz in der Humanmedizin offensichtlich nicht verfolgt wird. Die im Beitrag genannten Mittel lindern zwar hier und da die Auswirkungen beheben das Problem aber ja nicht wirklich gut.

#13 |
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Emilio DrBontá
Emilio DrBontá

Bei mir hilf immer Listerine !

#12 |
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Hubert Becker
Hubert Becker

Octenisept lokal 3 Minuten einwirken lassen hat bislang beste Ergebnisse gebracht.

#11 |
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Astrid Poensgen-Heinrich
Astrid Poensgen-Heinrich

Leider wurde in dem Artikel und auch nicht in den Kommentaren auf den genitalen Herpes eingegangen, der sehr quälend ist – alleine schon durch seine Position, der genital und anal auftreten kann. Da geht kein Lakritz (höchstens oral…) und kein Pflaster etc.

#10 |
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Manfred Schulte
Manfred Schulte

Warum benutzt keiner Herpotherm? [Kommentar von der Redaktion gekürzt]

#9 |
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bei meinen Patienten und in der Familie hat am zuverlässigsten viele jahre Lomoherpan geholfen.

#8 |
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Diätassistent

Lakritze enthält Süßholz und Süßholz enthält Phytokortison möglicherweise liegt es daran.

#7 |
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dr.dr. Juergen Koelzsch
dr.dr. Juergen Koelzsch

alles hilft-placebo auch!da die Viren thermolabil sind,hilft manchmal eben wie die anderen heiß-kalt auf die Herpes-Lokalisation, wechselnd auftragen am besten bevor die bläschen kommen, dann kann man die Eruption vermeiden(auch im Selbstversuch wirksam)

#6 |
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Dr. med. Karl Peter Martin
Dr. med. Karl Peter Martin

Nicht zu dünne Honigauflagen auf die Lippen haben ebenfalls die Heilzeit verkürzt, aber nicht doppelblind-randomisiert untersucht.

#5 |
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Ja, herpes ist eine lästige Erkrankung und alles was geschrieben und kommentiert wurde ist genau so!
Aber ich behandle seit Jahrzehnten Herpes mit Laser “Frequenz A” nach Nogier; die Attacken werden seltener und bleiben oft Jahrelang aus. Seit einigen Jahren bevorzuge ich die Yin-Yang-Neutralisation nach Dr. Alfred Schneider. Durch energetische Wirkung sind alle Viren im Körper schlagartig inaktiviert. Das Immunsystem erhält einen Vorsprung, falls sich die Vieren wieder regenerieren.
Diese Methode funktioniert bei allen Viren, auch bei Influenza, HIV etc.
Nun liebe Kollegen jetzt fragt Ihr wieder nach Fallzahlen, Studien etc……
Das müsst Ihr schon selbst machen. Ich höre jetzt mit 70 Jahren auf und will nicht mehr berühmt werden!!
Ihr jungen Kollegen seid alle zu faul und zu ängstlich meine Praxis weiterzuführen. Meinem Nachfolger hätte ich alle Entdeckungen freigegeben und ihm geholfen auf breiterer Basis alles zu beweisen. chemische
Jetzt macht es selbst oder bleibt bei der immer auch schadenden chemischen Therapie.

#4 |
  6
Manfred Naegele
Manfred Naegele

Kein Hexenwerk, aber hilft vielen : echte Lakritz Plättchen ( meist ital.)schon vor Ausbruch beim ersten jucken auflegen ! Warum dies die Viren killt, ist nicht ganz klar. Nur dies ist eines der billigsten Heilmittel.

#3 |
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Medizinische Dokumentarin

Bei mir geht es eher umgekehrt als bei #1, Lomaherpan wirkt bei mir fast gar nicht (bei meiner Mutter dagegen auch wieder sehr gut), ich fahre aktuell mit Penicivir ganz gut.
Was bei den Pflastern, von denen ich ein sehr großer “Fan” bin, leider keine Erwähnung fand: Die Pflaster wirken nicht nur kosmetisch – sie verringern auch die Gefahr der Übertragung. Dadurch dass die Herpesblase abgedeckt ist, verteilt man den Virus nicht sofort weiter, wann man mal versehentlich (oder unbewusst z.B. in der Nacht) an die Stelle fasst.

#2 |
  1
Gesundheits- und Krankenpfleger

meiner persönlichen Erfahrung nach wirkt tatsächlich Lomaherpan am zuverlässigsten. Alle anderen Mittel, einschließlich Aciclovir, haben dagegen, zumindest bei mir, lediglich kosmetischen Effekt. Lomaherpan in der Erythemphase mehrmals täglich angewandt, drängt bei mir den Ausbruch so gut wie immer zurück

#1 |
  3


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