Zoonosen: Keime Hunde bitte!

16. Juni 2015
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In hiesigen Haushalten leben rund 12 Millionen Katzen, 7 Millionen Hunde und 6 Millionen Kleintiere – mit gesundheitlichen Folgen für die Halter. Forscher fordern nicht nur mehr Hygiene, sie zeigen auch: Bei der Sanierung von MRSA-Patienten spielen Vierbeiner eine große Rolle.

Von der Wiege bis zur Bahre: Haustiere unterstützen Patienten in vielerlei Hinsicht ein Leben lang. „Als gesundheitsfördernd gelten eine höhere Lebenszufriedenheit durch das Gefühl des Gebrauchtwerdens, Stressabbau durch Tierkontakt und Beobachtung, vermehrte körperliche Bewegung und mehr Sozialkontakte“, schreiben Forscher am Robert-Koch-Institut (RKI). „Bei älteren und chronisch kranken Menschen verbessert sich nachgewiesenermaßen dadurch nicht selten der subjektive Gesundheitszustand, was auch zur Folge hat, dass Ärztinnen und Ärzte weniger häufig aufgesucht werden und der Medikamentenverbrauch geringer ist.“ Damit nicht genug: Wer schon früh mit Tieren im Stall Kontakt hat, aber auch Rohmilch konsumiert, entwickelt seltener Asthma und Allergien, berichtet Erika von Mutius, München. Bei Kleinkindern, die mit einem Hund im Haus leben, vermuten Wissenschaftler ähnliche Effekte. Und in Hospizen oder Palliativstationen setzen Ärzte bereits seit Jahren tierische Therapeuten ein. Einer Umfrage zufolge bieten drei von vier Häuser gezielt Kontakte zu Tieren an. Die überwiegende Mehrheit lässt auch eigene Tiere zu. Bei aller Euphorie sind auch kritische Aspekte relevant.

Kuscheln mit der Bakterienschleuder

Haustiere übertragen verschiedene Krankheitserreger auf Menschen. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Jason Stull, Forscher an der Ohio State University, USA, warnt jetzt vor diversen Gefahren. Hunde und Katzen übertragen beispielsweise Campylobacter jejuni, einen Durchfallerreger. Katzen haben mitunter Bartonella henselae oder Bartellona clarridgeiae im Körper. Bei immunsupprimierten Patienten führen die Keime zur bazillären Angiomatose beziehungsweise zur Peliosis hepatis. Toxoplasma gondii ist speziell für ungeborene Kinder gefährlich. Junge Katzen, vor allem Freigänger, scheiden Oozysten des Parasiten in größerer Menge aus. Diese reifen nach 48 bis 72 Stunden zu infektiösen Toxoplasmen heran. Im Maul von Hunden oder Katzen fanden Mikrobiologen auch Pasteurella multocida sowie Capnocytophaga canimorsus. Sie werden durch intensiven Speichelkontakt und durch Bisse übertragen. Die Folge: vielfältige Entzündungen. Hundespulwürmer (Toxocara) gelangen bei Kindern schnell in den Körper. Dort führen sie zu unspezifischen gastrointestinalen beziehungsweise grippeähnlichen Symptomen. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Hunde und Katzen aus Tierheimen häufiger Bakterien, Würmer oder Einzeller in sich tragen als Tiere, die von renommierten Züchtern kommen.

Mehr Hygiene

Reptilien beziehungsweise Amphibien gelten als Überträger von Salmonellen – Terrarienbewohner sind für schätzungsweise elf Prozent aller sporadischen Infektionen bei Patienten unter 21 Jahren verantwortlich. Stull schätzt, allein in den USA gingen 74.000 Infektionen auf das Konto dieser Tiere. Was steckt dahinter? Viele Tierhalter befolgen banal anmutende Hygieneregeln nicht. Wichtig sei, schreibt Jason Stull, sich nach jedem Tierkontakt die Hände zu waschen. Auch das Futter ist als kritisch einzustufen. Beim Reinigen von Katzentoiletten oder Aquarien bieten sich Einmalhandschuhe an. Und nach schweren Erkrankungen wie Krebs sollte mit der Anschaffung von Tieren lieber ein paar Monate gewartet werden.

Resistentes Getier

Michael David, Atlanta, sieht bei Haustieren noch ganz andere Gefahren. Weltweit nimmt die Zahl an Infektionen durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Kolonien (MRSA) zu. Nicht immer erwischt es Patienten im Krankenhaus. MRSA außerhalb von Kliniken oder Pflegeheimen (CA-MRSA, Community-Acquired MRSA) gewinnen zunehmend an Relevanz. In den Staaten steht der Klon USA300 an erster Stelle. Doch welche Reservoire wurden von Ärzten bislang übersehen? Dazu eine ältere Erkenntnis: Erkranken Menschen an CA-MRSA, lassen sich auf der Haut ihrer Mitbewohner resistente Erreger in jedem zweiten Fall nachweisen. Für seine aktuelle Studie entnahm David zusammen mit Kollegen Proben aus 21 Haushalten mit bekanntem Krankheitsgeschehen. Aus den Isolaten wurden 146 USA300 MRSA im Labor komplett sequenziert. Resistente Keime, die innerhalb eines Haushalts auftraten, waren – wenig überraschend – genetisch eng miteinander verwand. Sie kamen jedoch nicht wie ursprünglich angenommen mit der erkrankten Person an den Ort des Geschehens. Berechnungen zufolge waren die MRSA bereits zwei bis acht Jahre vor einem Ausbruch zugegen. David vermutet, dass Haustiere MRSA übertragen, wobei hier noch zusätzliche Studien erforderlich sind. Um Patienten erfolgreich zu sanieren, müsste das ganze Umfeld mit einbezogen werden, inklusive vierbeinigen Mitbewohnern.

189 Wertungen (2.98 ø)

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54 Kommentare:

Gast
Gast

Zum Nachdenken. Ich komme gerade von einem längeren Sonntagsspaziergang, Feldwege, schönes Wetter, leider etwas Gestank durch giftige Landwirtschaft.
Dabei zeigt sich, dass die Hundebesitzer in der ganz überwiegenden Mehrheit sind. Ich war sogar die einzige mit Kleinkind. Hunde müssen bewegt werden, deshalb bewegt sich Herrchen (überwiegend) oder Frauchen pflichtgemäß mit, was Ihnen sicher nicht weniger gut tut. (Klein-)Kinder benötigen weniger Bewegung??? Wo sind hier die pflichtbewussten Eltern? Oder sind die inzwischen Raritäten geworden?

#54 |
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Chirurg
Chirurg

zur Ergänzung, eine Nachfrage am Hygiene-Institut Münster wird Ihnen bestätigen, dass praktisch alle Bauern im Münsterland MRSA-Träger sind.

#53 |
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Chirurg
Chirurg

@Dr. med . vet. Christina Wolf zur info von einem Hygienebeauftragten, so heißt das heute.:
MRSA ist kolonisiert, das ist keine Infektion, ebenso wie nicht resistente Staphylokokken auf Haut und “äußeren Luftwegen” kolonisiert sind. Die werden dann bei den massenhaft eingesetzten Antibiotika vom Tier auf den Bauern übertragen, wo sie ebenfalls kolonisiert sind und nur erkannt werden, wenn der Bauer “zufällig” beim (Human-)Dr. “gescreent” wird, warum auch immer;
es sei denn er verletzt sich, denn in eine Wunde gehört kein Staphylokokkus aureus egal ob resistent oder nicht. Im übrigen benötigt man auch für einen typ. Staphylokokken-Abszess kein Antibiotikum wenn er den bekannten Regeln entsprechend eröffnet wird.
Kommt er allerdings irgendwie in die Lunge eines künstlich beatmeten Intensivpatienten, sieht die Situation völlig anders aus.
Ein konsequentes Verbot bestimmter Reserveantibiotika für die Tierzucht (+Nahrungsmittelbearbeitung) ist daher das Mindeste, was man fordern muss.
Zur Provokation für den Mensch sind die gleichen Mittel für das Tier sogar noch billiger.

#52 |
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Tut mir leid wenn es harsch klingt, Herr Heuwel: das ist eine Wischi-waschi-ich -muss-mal-schnell-was-zusammenschreiben-Recherche. Wie wäre es denn stattdessen mal mit harten Fakten statt Vermutungen?
Und dann ohne Grundlage zu propagieren man solle sich nach jedem Kontakt mit einem Tier die Hände zu waschen. Mangelnde Hygiene? Da sollte man sich bitte vorher angewöhnen sich nach jedem Berühren einer Türklinke oder gar einer Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln die Finger zu waschen, das würde mehr Infektionsschutz bringen.
Und bitte, natürlich kann auch ein Tier MRSA tragen und daran erkranken. Das braucht man medizinischem Fachpersonal nun wirklich nicht zu erklären.
Aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf: tatsächliche Infektionen durch Tiere sind selten.
Übrigens: nach wie vor tauchen in den Antibiogrammen die ich zur Sicherung von antibiotischen Behandlungen regelmäßig veranlasse fast nie MRSA auf. In diesem Jahr noch kein einziger Fall. Wer ist also gefährlicher: Mensch oder Tier?

@Kollegin Lebert: Die Zähne des alten Hundes kann man sanieren lassen. ;-)

#51 |
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Arzt
Arzt

@Stephan Engelhardt bei erwachsenen Frauen scheint das Mode zu sein,
hygienisch eine Katastrophe, ein Laie sieht einfach nicht genug Kranke.
Habe Sie mal Toxoplasmose im Gehirn gesehen oder Echinokokkus in der Leber?
Wächst dort wie Krebs (E.alveolaris).
Alles hier in Deutschland möglich. Richtung Süden gibts noch viel ekeligere Dinger.

#50 |
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Ärztin

Nicht nur die verschiedenen Tierarten sondern auch die einzelnen Individuen sind höchstwahrscheinlich sehr unterschiedlich intensiv keimbelastet. Allgemeiner Gesundheitszustand der Tiere, Alter (z.B. meine alte Hündin mit den ebenso alten Zähnen), Fütterungsarten (Aufbruch des Wildes, den manche Jagdhunde fresse dürfen) und sicher auch der Pflegezustand. Manche Hunderassen riechen schon deutlich stärker als andere, so dass man sich gerne mal öfter die Hände wäscht, bei manchen hilft zweimal jährlich shampoonieren Wunder. Und die jüngere unserer “haushaltsnahen” Hunde ist leider ein rechter “Saubeutel”, so dass sie regelmäßig shampooniert werden muss, (und sich auch gerne die Zähne putzen lässt), so dass ich mir sicher bin, dass die Keimbelastung sowohl innen wie auch außen geringer ausfallen würde, als bei irgendeinem der Zwinger-Dorfhunde hier. Was das für unser kompetentes Familienimmunsystem für Vorteile bringt, sei nochmal dahingestellt, aber verbessert das Zusammenleben als mit muffelnden Tieren.
Die individuelle Ekelschwelle ist halt sehr unterschiedlich. Es soll ja auch Eltern geben, die noch die etwas selbst gegessen oder ihren Kindern gegeben haben, weil es auf den Boden gefallen war…

#49 |
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Stephan Engelhardt
Stephan Engelhardt

Wo ist beim küssen das Problem? Sollen die Haut Staphylokokken des Hundes sich mit den Haut Staphylokokken des Menschen bekriegen? Ich kenne einige Menschen die teils extrem intensiv Köperkontakt mit ihren Hunden / Katzen / Pferden haben.
Küssen kommt bedeutend häufiger vor als sie glauben. (Vor allem bei Kindern).
Solange die Hunde / Katzen entsprechend entwurmt sind und die entsprechenden Personen nicht immunsupprimiert (grad die Knochenmarkstransplantation hinter sich haben) halte ich es auch für komplett ungefährlich.
Es handelt sich dabei auch nicht unbedingt nur um Kinder. Ich kenne Rechtsanwälte die Ihre Hund regelmässig küssen.
Im übrigen sollte man sich grad im Kindesalter darüber klar sein, daß das Immunsystem grad dabei ist kompetent zu werden. Wie es das werden soll wenn die Aufzucht quasi keimfrei stattfindet ist mir ein Rätsel.
Dazu gehört übrigens auch der übermässige Putzfimmel im Haus.

#48 |
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Dr. med. vet. Susanne Kaul
Dr. med. vet. Susanne Kaul

Selten einen schlechteren Artikel gelesen. Alles weitere haben meine Vorschreiber schon erwähnt.

#47 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

wichtig ist daher, alle Seifenreste sorgfältig (mit Wasser) entfernen, und die Hände möglichst gut abzutrocknen. Ein bischen (Eigen-)Fett benötigt die Haut natürlich auch. Chirurgen machen das mehrmals täglich ein Leben lang.
Wer ein Ekzem bekommt (selten) muss u.U. den Beruf wechseln.
Die Lehrerin würde ich selbstverständlich auch kritisieren, ebenso, wie ich es (hygienisch) ablehne, dass privat Desinfektionsmittel genommen werden.
Auch über Duschen von Hunden und Katzen kann man sich streiten.
Küssen kann ich allerdings (hygienisch) nicht mehr nachvollziehen.

#46 |
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Ärztin

Hallo Herr Khan,
die überparfümierte, grell-pinkfarbene Schulseife hatten wir bereits gegen unsere heimische, bisher gut verträgliche Seife ausgetauscht. Verbunden mit den Anweisungen zur Häufigkeit des Händewaschens war auch die, die Seife vor dem Abspülen der Hände 20 bis 30 Sekunden einzureiben, einschließlich der Interdigitalfalten (es klebte irgendein offizieller Aufkleber mit detaillierten Anweisungen am Waschbecken). Zählen Sie nach ihrem nächsten Patienten mal Ihre Waschzeit mit). Wir kamen bis zum Nachmittag auf 11 Handwaschungen ohne Post-Naseputz-Waschungen. Das macht keine unverhornte Kinderhaut mit. Die Ekzeme sind nach der Rückkehr zu “normalen” Umständen (nach Toilette, bei grober Verschmutzung) und trotz Rückkehr zur Schulseife bei keinem der Kinder wieder aufgetreten.
Ich bin mir auch relativ sicher, dass sich die inzwischen Sechstklässler vor der Einkehr in der Mensa nicht die Vorderpfoten waschen. Zu Hause werden sie gelegentlich auch mal vor dem Mittagessen am Wochenende zum Waschen weggeschickt, um danach nochmal eines unserer (regelmäßig entwurmten und im Falle der Hunde auch regelmäßig geduschten) Viecher zu streicheln. Und? Wer wäscht sich denn die Hände, bevor er unterwegs was auf der Straße isst.

Intensivierte Hygienemaßnahmen da, wo sie hingehören. Aber zu Hause kann man auch bitte die Kirche im Dorf lassen. Es werden ganz sicher nicht junge Katzen auf der Neonatologie hausen, wobei mir hier einfällt, dass mir vor über 20 Jahren Katzen im Op-Bereich eines Krankenhauses in Gizeh (der durch eine simple offenstehende Tür vom öffentlichen Bereich abgetrennt war) begegnet ist. Der Doc meinte zu mir, dass sie kaum noch Probleme mit den ansonsten allgegenwärtigen Ratten hätten…

#45 |
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Gast
Gast

Der Artikel soll auf das real existierende Infektionsrisiko durch Tiere hinweisen.

#44 |
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Gast
Gast

Hallo Frau Lebert,

über die blutigen Handekzeme musste ich schmunzeln. Ich bin ein Hausarzt und wasche mir die Hände beinahe nach jedem Patienten. Und bei der Durchschnittsmenge von ca. 50-60 Patienten am Tag kommt auch entsprechende Anzahl des Händewaschens zusammen. Das sind ja ganz normale Hygienemaßnahmen. Über welche blutige Handekzeme sie da erzählen, bleibt mir ein Rätsel. Nicht die Anzahl des Händewaschens wäre für eine Hautreizung ursächlich, sondern die Seifenkomponenten.

Freundliche Grüße
Nicklas Khan

#43 |
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Dr. med. Wolfram Netzer
Dr. med. Wolfram Netzer

Ist das Internet eventuell auch durch tierische Zoonosen gefährdet?

#42 |
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Tierärztin

Es gibt durchaus auch Erkenntnisse aus der “alten Welt”!
Zwischen 2012 und 2014 haben ca. 50 anerkannte europäische und einige amerikanische Wissenschaftler und Verhaltensexperten auf Veranlassung der EU Kommission in Brüssel am so genannten CALLISTO – Projekt gearbeitet (Companion Animals multisectoriaL interprofessionaL Interdisciplinary Strategic Think tank On zoonoses). Dabei ging es um Risikoabschätzungen und die Unterscheidung von gefühlten und tatsächlichen Gefahren, die von Haustieren für Menschen ausgehen können. Wichtigste Erkenntnisse: 1) Vorsicht ist nie verkehrt, aber Panikmache ist völlig unangebracht. 2) Es fehlen belastbare Daten 3) Es wäre wünschenswert, verpflichtenden Haustierunterricht in die Kindergarten- und Grundschulcurricula zu implementieren, damit schon Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln und auch die notwendigen Prophylaxemaßnahmen nahegebracht werden. Das Abschlusspapier ist zu finden unter http://www.callistoproject.eu/joomla/index.php/publications

#41 |
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Gast
Gast

Ich sag dazu nur: was dich nicht tötet, macht dich stärker.

Mich ärgert der Artikel ebenso, auch wenn am Anfang doch die Vorteile der Haustierhaltung erwähnt werden.
Man muss aufpassen, was man im Internet publiziert und darüber nachdenken, dass einige Menschen alles glauben, was sie lesen. Der Artikel könnte bei einigen Lesern eine Haustiert-Paranoia auslösen.

#40 |
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Pia Friedrich
Pia Friedrich

Dieser Artikel ärgert mich sehr!!! Folgt nun eine allgemeine Massentötung aller Haustiere??? Bescheuert genug! Leider taugt dieser Artikel bestens Tierhassern als Stammtischparole.

#39 |
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Stephan Engelhardt
Stephan Engelhardt

Hallo Frau Lebert!!
Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele. Auch ich bin der Ansicht, daß ein Großteil unserer heutigen gesundheitlichen Probleme auf einen übermässigen Hygiene “Fimmel” zurückzuführen sind.
Ich interpretiere den obigen Artikel eher als Warnung an chronisch kranke Menschen mit suprimiertem Immunsystem, die sich an den oben genannten Zoonosen dann auch tatsächlich anstecken können.
Leider wird es heutzutage aber auch immer schwerer Menschen grundlegende Hygieneregeln zu vermitteln, da mit der zunehmenden Unkenntis über natürliche und biologische Zusammenhänge viele Personenen nicht mehr intuitiv dazu in der Lage sind zu verstehen welche Form von Kontakt bzw Haltung denn evtl ein hygienisches Probleme darstellt (-en könnte) oder völlig unproblematisch sind.
Evtl währe es auch sinnvoll gewesen die Vogelhaltung (Federmilben / -staub und Chlamydia Psittacii) im obigen Artikel grade im Zusammenhang mit (bereits) Lungenkranken Menschen anzusprechen. Meiner Erfahrung nach ist hier mit Abstand das größte Zoonotische Potential verborgen.

#38 |
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Ärztin

Neben zwei Kindern halten wir auch noch je zwei Katzen und zwei Hunde, einer davon hochbetagt mit schadhaften Zähnen, der ca. 2-3x jährlich zur Eindämmung der Parodontitis eine Antibiose erhält, was sich stets anhaltend erfreulich auf den Maulgeruch auswirkt, einer davon ein Müllschlucker, was Wurmkuren für alle 4 Tiere streng nach Plan erforderlich macht (die ja nicht protektiv sind). Alle Tiere haben einen sehr innigen Kontakt zu unseren 12-jährigen und uns, die ausgesprochen selten krank sind. Da muss schon mal meine Katze vom Kopfkissen geräumt werden, man schläft morgens kuschelnd auf einem Hundebett noch einmal glücklich ein und auch ein Leberwurstbrot wird mal geteilt.

Würmer hatte wir alle trotz gelegentlichem Befall der Tiere nie, für gelegentliche Flöhe sind wir nur ein kurzer Zwischenwirt (und jetzt im Sommer dank Zeckenschutz der Tiere sowieso kein Problem).

Eine Katastrophe war aber jenes Jahr, als an der Ganztagsschule die Klassenlehrerin Hygienemaßnahmen veranlasste, die beinhalteten, dass sich die Kinder die Hände nicht nur nach dem Toilettengang und bei grober Verschmutzung, sondern auch vor Beginn des Unterrichtes, vor und nach jeder Mahlzeit, nach den Pausen, nach dem Naseputzen waschen müssen. Blutige Handekzeme bis wir als Elternschaft diesem Tun ein Ende bereitet haben.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendein Tierbesitzer nach jedem Tierkontakt sich die Hände wäscht; dies ist mit dem normalen Leben unvereinbar, es sei denn, die Tierhaltung beschränkt sich auf einen Hund, der im Zwinger vegetiert, oder eine Draußen-Katze, der ein bißchen Trockenfutter hingestellt wird (und oft keine Entwurmung erhält), natürlich kein Freiflug-Wellensittich, der könnte unter seinen Sitzplatz auf der Wohnzimmertür auch mal was fallenlassen.
Tiere im Tierpark zu betrachten ist hygienischer, aber dann sollte man als empfindlicher oder immunsupprimierter Mensch Flächendesinfektionsmittel für die Absperrungen mitnehmen: Da haben nämlich Menschen hingefasst, die sich nach dem Toilettengang nicht die Hände gewaschen haben.

#37 |
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Kerstin Pick
Kerstin Pick

Die Studie kommt aus Amerika .Dort herrschen ganz andere Umwelteinflüsse und die Futtersorten sind anders .Zumal sich die Bennung bei einem der MRSA Stämme ausschliesslich auf den Amerikanischen Stamm bezieht ,der hier in Deutschland weitestgehend unbekannt ist .Gibt es so eine Studie auch von europäischen Tieren ,die aus europäischen Stämmen kamen ?
Ich denke ,das hier das Verhältnis der Keime bei den Tieren ,sowie auch die Hygiene der Tiere eine deutlich andere ist .Vorallen bei freilaufenden Katzen .
Gruss

#36 |
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Dr. Hans Stange
Dr. Hans Stange

Ich zitiere eine alte Bauernweisheit aus der bayrischen Gegend : A Guata hält’s aus, um an Schlechten is net schad !

#35 |
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Arzt
Arzt

Der Beitrag zeigt, dass Haustiere die Rolle von Kindern (fast) übernommen haben. Dieser Eindruck bestätigt sich als Spaziergänger. Hier sind Hundebesitzer deutlich “pflichtbewusster”. Küssen ist natürlich schwachsinnig. Aber Infektionsvorsorge (Impfungen, Wurmkuren etc.) werden scheinbar gewissenhafter durchgeführt als bei Kindern.
Hier kann man chronische “Rotznasen ” von Kleinkindern natürlich nicht immer zuhause lassen. Lieber öfter mal zum Antibiotikum greifen um den Kleine etwas zu helfen. Und Kleinkinder und Haustiere sind durchaus ein gewisses Infektionsproblem.
Insbesondere Verletzungen durch Tiere. Eine Bisswunde darf z.B. auf gar keinen Fall “zugenäht” werden.
“Emotional” ist Tierkontakt zweifellos ein Gewinn und dazu etwas “bequemer” als so ein autonomes “anstrengendes” Kind.
MRSA-Panik ist sicher nicht angebracht, und deshalb “Dekontamination” eher fragwürdig. Dass hier die “Landwirtschaft” MRSA-verseucht ist, sollte nun wirklich NICHT infrage gestellt werden!
Der Nachteil einer Milzentfernung ist (bei sonstiger Gesundheit) zeitlich begrenzt auf 2-3 Jahre!

mfG

#34 |
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Gast
Gast

Zimmerpflanzen, bzw. deren Erde sind auch nicht ohne in Bezug auf Keime. Vom Aufstellen in Schlaf- und Kinderzimmern wird ja abgeraten. Sehe ich auch ein. In Bezug auf Tiere überwiegen bei regelmäßiger Impfung und Entwurmung meiner Meinung nach die Vorteile, wie regelmäßiger Keimkontakt als “Training” fürs Immunsystem. Nicht umsonst sind Menschen die sich “in Watte packen” bei jeder Gelegenheit angeschlagen.
Was ich kritischer sehe, sind die Kids, die krank in Schulen und Kindergärten geschickt werden. Einmal für diese selbst (kranke Kinder gehören zum Auskurieren ins Bett und nicht in den Trubel) und dann für die anderen, die von Husten über Scharlach bis Durchfall auch noch alles mitnehmen in ihre Familien; muss doch nicht sein. Dass meine Kids sich vom Hund etwas eingefangen hätten, habe ich noch nicht erlebt.

#33 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Bislang habe ich drei ganz entzückende Infektionen erlitten. Eine Ornithose (Papageienkrankheit), eine Parvovirose (B19) und eine Borrelliose. Am besten gefallen hat mir die Ornitose, mit der war ich erst fünf Wochen krankgeschrieben und dann noch mal drei Wochen (weil die Lungenentzündung noch mal aufgeflackert war), zudem hatte ich ein Beschäftigungsverbot, weil diese Infektion/Erkrankung meldepflichtig war. Die Parvovirose B19 liess mich aussehen wie ein Michelin-Männchen…Notaufnahme, vierzehn Tage Krankenhausaufenthalt mit anschliessender AU-bescheinigung für vier Wochen. Diese Erkrankung
heisst im Volksmund “Ringelröteln”.
Die Borrelliose ähnelte in der Symptomatik der Papageienkrankheit, übertrumpfte diese jedoch mit neurologischen Beschwerden, die sich in Form eines elektrischen linken Armes mit Taubheitsgefühl, insbesondere des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers bemerkbar machten. Ouvertüre jedoch waren starke Schmerzen in der rechten Schulter… aber nur beim Liegen auf der linken Seite. Nach drei Monaten dasselbe contraleteral… und noch mal mit Wiederholung auf der rechten Seite. Die Schmerzen in den Schultern schlichen sich aus, über einen Zeitraum von neun Monaten hinweg. Die neurologische Elektrisierung schlich sich in einem Zeitraum von 3,5 Monaten aus. AU in diesem Fall: Vier Wochen. Cave: Differentialdiagnose Karpaltunnelsyndrom! (Ausschluss erfolgte durch eine Neurologin).
TROTZ ALLEDEM… bekommt mein Jagdhund jeden Abend wenn ich nach Hause komme seinen Bussi. Zu meiner Rechtfertigung bezüglich dieser Vorgehensweise muss ich sagen: Alle durchlittenen Infektionserkrankungen erwarb ich vermutlich im Umgang mit Fallwild und/oder durch zu leicht(e)/sinnige Bekleidung im Sommer in Wald und Flur.
UND NICHT DURCH DEN HUND!!!
So!… Alles wird gut! Ein gesunder Körper bedingt einen gesunden Geist (meine Interpretatation) Und meine Omma sagte immer: Dreck scheuert den Magen.

#32 |
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Gast
Gast

was ich lese, ist insofern alarmierend, als es erkennen lässt, wie gross die Wissenslücken auf den Gebieten der Mikrobiologie und der Parasitologie sogar bei Medizinern sind: Also vor dem Alarmschlagen in diesem und anderen Foren lieber nochmal im Fachbuch nachlesen…und dann differenzirt argumentieren!

#31 |
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Keine Panik auf der Titanic
Keine Panik auf der Titanic

So so…. es wird vermutet dass Haustiere und MRSA…. ehrlich gesagt finde ich die hier genannten Fakten ein wenig dünn um sowas schon öffentlich zu behaupten. Mir fehlen hier Hinweise, wie Daten gewonnen wurden und Vermutungen zustande kamen.

Wir hatten schon MRSA im Haushalt. Eingeschleppt nachweislich vom Krankenhaus (Test bei Ankunft im Khs negativ, bei Entlassung positiv). Nach Sanierung nachweislich nicht mehr vorhanden (Test mehrmals negativ). Haushalt mit insgesamt 4 Hunden, 7 Katzen und 3 Pferden, die allesamt nicht saniert wurden. Ach ja, Menschen gibt es hier auch noch. Außer dem Ehepartner wurden auch die nicht saniert. Der Keim ist trotzdem nicht mehr nachweisbar. Weder beim Patienten noch bei Mitbewohnern, die bei späteren Krankenhausaufenthalten negativ getestet wurden. Ich kann die Behauptung, die Erreger würden sich im Fell der Haustiere halten, deshalb nicht nachvollziehen.

Bezüglich der Ansteckungsgefahren… ja, die Erreger finden sich im Hundespeichel usw. Aber heißt das, dass wir davon krank werden? Nein, nicht unbedingt. Die meisten Menschen können ganz gut mit den Erregern, die sie täglich umgeben. Die Keime der eigenen Umgebung, denen man täglich ausgesetzt ist. Der Körper hat gelernt, damit umzugehen und das ist sehr wesentlich auch für den Umgang mit anderen Erregern.

Ich habe einen recht engen Kontakt mit unseren Tieren. Und keine Milz mehr. Wie Tierhalter es schaffen, sich nach jedem Tierkontakt die Hände zu waschen, ist mir unbegreiflich. Da hätte ich schon Exzeme vom Waschen, so oft wie ich eines unserer Tiere berühre. Ob es nun sinnvoll ist, den natürlichen Schutz, den die Haut bietet, durch ängstliches Dauerwaschen zu zerstören? Vor dem Essen halte ich Händewaschen für wichtig und natürlich wenn Kontakt mit Ausscheidungen hatte. Aber jedesmal, wenn man den Hund gestreichelt hat? Mein Wasserversorger würde denken ich leide an Waschzwang :-D

Die einzige zusätzliche Hygienemaßnahme, die ich wegen des Verlustes der Milz einhalte, ist dass ich mir nach dem Einkaufen und vor allem nach dem Besuch von Arztpraxen die Hände desinfiziere. Fertig. Auch ein Schlabberkuss des Hundes haut mich nicht um. All diese Bakterien hatten offenbar trotz des im Artikel genannten erhöhten Bakerienaufkommens keine Chance in meinem Körper. Denn ich hatte im letzten Jahr keine Infektion. Keine einzige. Keine Grippe als alles schniefte, keine Entzündungen der Haut, kein garnix. Mein Immunsystem ist auf zack. Und das, obwohl ich mich gerade erst von einer schweren Erkrankung vor eben diesem Jahr erhole und damals im Krankenhaus von einer schweren Infektion in die nächste fiel. Dort hat das Immunsystem offensichtlich nicht so gut funktioniert. Neben dem Training des Immunsystems durch unsere ständig anwesenden Haus- und Hofbakterien (das, worin Bauernhofkinder spielen, ist auch nicht gerade keimfrei und die waschen sich auch nicht ständig die Hände) scheint Glück ein nicht zu unterschätzender Faktor zu sein, wenn es um das Immunsystem geht. Und glücklich bin ich inmitten all der vierbeinigen Bakterienschleudern. Natürlich gibt es ein Risiko, dass man sich an seinem vierbeinigen Freund infiziert, aber wenn man gewisse gesundheitliche Standards einhält (wie z.b. Kontrolle auf Wurmerkrankungen und bei Befall durchgeführte Entwurmung) erscheint es mir nicht sonderlich hoch zu sein und wenn man sich infiziert, dann liegt es sicherlich nicht nur daran, dass der Hund so gefährliche Bakterien mit sich trägt, sondern man muss sich auch fragen, warum fängt man sie? (ausgenommen Bisswunden). Dass Bakterien übertragen werden können gibt es beim zweibeinigen Partner ganz genauso. Hat schon einmal jemand die Bakterien aufgelistet, die man in der Mundhöhle von Menschen findet? Was wäre die Konsequenz daraus? Zähneputzen und Munddesinfektion nach jedem Küssen? Solange bis die Mundschleimhaut im Eimer ist und dadurch ein erhöhtes Risiko besteht? Und auch der Salat aus dem Supermarkt (=gesunde Ernährung) punktet ganz sicher mit so einigen Bakterienstämmen. Die Anwesenheit von Bakterien aller Art wird man wohl kaum vermeiden können. Die Frage ist doch nicht, ob der eine oder andere Erreger an der einen oder anderen Stelle vorhanden ist. Wir sind nunmal mit Erregern aller Art umgeben und davon macht nur ein kleiner Teil wirklich ernsthaft Ärger. Eine Auflistung ist aber immer wieder eindrucksvoll, bin da jedesmal voller Hochachtung vor dem Körper, was er sich eben NICHT einfängt. Für mich persönlich ist es weniger spannend, wo sich die Bakterien aufhalten, sondern eher die Frage, was man tun muss, damit der Körper den Erreger erfolgreich bekämpft. Ähnlich wie mit all den vielen entarteten Zellen, die unser Körper produziert. Nur bei einigen Menschen wird daraus eine ernsthafte Erkrankung. Diese Mechanismen wären die, die mich interessieren würden.

Ich kann die meiste Panik in dem Bereich nicht wirklich nachvollziehen, außer bei immunsupprimierten Patienten oder speziellen Fällen wie z.b. Katzenkot in der Schwangerschaft, wo sicherlich eine gewisse Vorsicht geboten ist je nach Sachlage. Persönlich fahre ich mit einem entspannten Umgang mit dem Thema bisher sehr gut. Obwohl ich zu der Personengruppe gehöre, der gewisse Bakterien gefährlicher werden könnte als anderen Menschen. Bisher hat es sich als richtig herausgestellt.

Einzig an einer Stelle bin ich vorsichtig geworden: kranke Wildtiere werden nur noch notfallmässig aufgenommen und dann an Fachleute weitergereicht. Früher habe ich sie selbst betreut, aber Wildtiere haben eben nicht unsere Haus- und Hofkeime und Kratz- oder kleine Bisswunden sind bei der Versorgung dieser Tiere doch relativ häufig im Vergleich zur Versorgung von Haustieren. An dieser Stelle halte ich es für vernünftig, als Mensch mit erhöhtem Risiko mein Verhalten dem Risiko anzupassen, da ein Wildtierbiss mit Sicherheit mindestens eine Antibiotikaprophylaxe nach sich ziehen würde und ich möchte das ja möglichst wirksam halten. Die normale Haustierhaltung jedoch schätze ich (für mich zumindest) als ziemlich ungefährlich ein.

#30 |
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Montry
Montry

Wenn alles schon oft, in etlichen Formen, immer wieder neu gebracht und erfunden wurde. Wenn man schon nicht mehr weiß, wie etwas Aufmerksamkeit erringen kann. Wenn immer mehr Neuigkeiten nur noch Altag sind.
So muss die gesuchte Ebene als Zugang zu den Menschen emotionalisiert werden.
Ängste und Liebe passt halt wunderbar auf ein Katzen- oder Hundefell zusammen.
Auch dieser Artikel ist nur ein Produkt das gut verkauft werden muss.
Holzauge sei wachsam und denk immer daran:” wem nützt es am meisten, wenn es so ist …!”

#29 |
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Gast
Gast

Man muss auch keine “Ganzkörperkondome” benutzen,
es genügt schon Hände Waschen vor dem Essen,
sagte früher schon meine Mamma, Gott hab sie seelig,
und nicht so verrückt sein,
Tiere unbedingt zu küssen.
Mit dem Rest hat das Immunsystem keinerlei Probleme.
Tierärzte sollten mindestens so zurückhaltend mit Antibiotika umgehen, wie diese dummen Humanärzte, die ja immer an allem Schuld sind.

#28 |
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Gast
Gast

aber aber Herr Tierarzt @Reinhardt Rausch
Frisches Fleisch ist NIEMALS steril, das wäre unbezahlbar.
Es ist nur keimarm (mit einigen Tricks).
Und es ist auch kein Geheimnis welches,
abgesehen von Wurmkuren ,
die beiden häufigsten Medikamente des Tierarztes bei Erkrankungen der lieben Haustiere sind:
Antibiotika und Cortison :-)

#27 |
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Dr.med Friedrich Schuster
Dr.med Friedrich Schuster

Da wurde allerdings Einiges vor allem Parasitosen, die typischen Zooanthroponosen und Virenerkrankungen, auch ganz üble Sachen, die in letzter Zeit zunehmend eine Rolle spielen, nicht erwähnt. So z.B. die Leishmaninose (mit mehreren Untergruppen) die hauptsächlich vom Hund, oft aus dem Ausland mitgebracht, als Reservoir-Träger verbreitet werden kann, denn die Vektoren sind inzwischen auch schon da. Psittakose und TBC (Rinder TBC), EHEC, und auch alte Bekannte wie Bang, Listeriose bis zur Echinokokkose, die natürlich auch von Katze und Hund an den Menschen weitergereicht werden kann.
Den ganzen Katalog,- es dürften mehrerer Dutzend z.T. auch potentiell tödliche Erkrankungen sein, die man sich durch zu innigen Kontakt mit dem lieben “Zamperl” oder “Mizi” holen kann, mach keinen Sinn. Dafür gibt‘s Fachbücher und,- wer es schnell haben wil,-l Wikipedia. Etwas umfassender hätte es schon sein können.

#26 |
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Ärztin

Bitte nichts Nichts anfassen

#25 |
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Gast
Gast

Ich empfehle das Benutzen von Ganzkörpewrkondomen bei der Tierhaltung.
Wird hier nicht das Pferd am Schwanz aufgezäumt?
Hat sich die Medizin nicht in eine Sackgasse manövriert?
Wie soll überhaupt eine MRSA-Sanierung aussehen?
Wieder mit “noch wirksamen” Antibiotika?

#24 |
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Tierarzt

Soweit mir bekannt ist, ist Fleisch steril. Wenn auf dem Fleisch Erreger zu finden sind sollten sich einige mal die Finger waschen. Der letzte Salmonellen Fall in der Görlitzer Ecke hat dies wieder einmal gezeigt. Zuerst waren die bösen Buben der Landwirt und der Tierarzt. Allerdings musste man dann feststellen, dass 2 Schlachter Dauerausscheider waren, die auch von Hygiene nur wenig hielten

#23 |
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Christian Philippi
Christian Philippi

Zumindest wird erwähnt, dass Haustiere auch positive Aspekte haben. Lange ist bekannt, dass unsere “Nutztiere” mit an der MRSA-Problematik beteiligt sind. Vielleicht sollte erst mal in den Schweine- und Putenbeständen gesucht werden, bevor es an die Haustiere geht.
Auch fand ich den Bericht letzte Woche im Fernsehen ganz spannend, wo über die (nicht so positiven) Erfahrungen einer Reinigungskraft im Krankenhaus berichtet wurde.
Zum Weiterlesen empfiehlt sich auch die Studie:
(Steinlechner C et al.: Microbes on ties: do they correlate with wound infections. Ann R Coll Surg Engl (Suppl) 84:307-309 (2002)) hier untersuchte man die Bedeutung von Krawatten in der Orthopädie hinsichtlich der Möglichkeit der Verursachung von Wundinfektionen. Gerade in angelsächsischen Ländern sind Krawatten bei Leitenden Ärzten oftmals Bestandteil der Standeskleidung. Die Studie zeigte, dass sich auf Krawatten vielfach genau das gleiche Keimspektrum fand wie dies bei Wundabstrichen zu erwarten gewesen wäre.
Also: hüte dich vor allem vor Krawattenträgern

#22 |
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Die Frage ist woher der MRSA-Befall der Haustiere stammt?
Könnte der Grund nicht die Fütterung von MRSA-haltigem Frischfleisch sein?
Bei meinen zwei Katzen trat nach Fütterung von frischem Putschfleisch vom Discounter eine starke Zahnfleischentzündung auf, bei der ich mich frage, welche Keime diese verursacht haben. Dass insbesondere Hackfleisch aus konventioneller Haltung fast durchweg mit MRSA und ESBL-bildenden Keime belastet ist, sollte auch Tierhalter zur Vorsicht mahnen und daher nur abgekochtes (Biofleisch) verfüttert werden.

#21 |
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Gast
Gast

Wenn Sie einen naturbelassenen Salat essen kann man auch Würmer bekommen. Hört sich an wie ein Werbespot der Putzmittelindustrie.

#20 |
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Gast
Gast

Also Hr.van den Heuvel, für mich ist das Wort Hygiene und alles es damit zusammenhängt ausschlaggebend. Mehr brauche ich nicht zu schreiben.

#19 |
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Dr. med. emad sawalha
Dr. med. emad sawalha

jetzt geht es los um unsre Lieben Zuhause.

#18 |
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Christian Mahler
Christian Mahler

Toller Artikel!
Und nun?
Nette Berechnugen!!!
Eben handgemachte Theorie aus USA. Es würde mich interessierten, wieviel Wahrheit dahinter steckt……..

#17 |
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Weil infektiös sind unsere Haustiere -wenn man diesem Artikel glauben darf – geradezu lebensgefährlich. Davon können wir Tierärzte ein Lied singen, denn es ist die Berufsgruppe mit der höchsten (auch MRSA-)Infektionsbelastung. Ständig haben wir berufsbedingte Verletzungen und Kontakte zu unseren infektiösen Patienten und deren Besitzer/innen. Ich bin seit 1971 praktizierender Tierarzt und habe in dieser Zeit noch kein einziges Antibiotikum einnehmen müssen! Wenn ich Infektionen hatte, so waren es meist Virusinfektionen, die ich von anderen Menschen übernommen hatte. Bekanntlich helfen hier Antibiotika ohnehin nicht. Ich kann nur an die Kollegen aus der Humanmedizin appelieren, nicht bei jeder Kleinigkeit mit dem Hammer draufzuschlagen. Dann können sich Antikörper gegen die meist banalen Bakterien bilden. Außerdem regt man das Immunsystem an, sich gegen Krebszellen zu wehren. Besonders effizient sind Salmonellen, die aber nicht unbedingt empfehle.

#16 |
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Ich behalte meine Mieze trotzdem

#15 |
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Thomas Krekel
Thomas Krekel

Ja natürlich Herr David. Würden Ärzte sowie Krankenhäuser und die Verantwortlichen Organe MRSA wirklich ernst nehmen, müsste nicht in den Krümeln gesucht werden und unseriöse Studien auf den Weg gebracht werden. Tiere sind nun mal nicht steril, genau wie Ober und Chefärzte. Einfach mal die “normalen” Hygieneregeln beachten und gut ist. Solche Berichte sind nicht hilfreich!!!!

#14 |
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Sonstige

Haustiere machen nicht krank, sie bereichern unser Leben und stärken unser Imunsystem.

#13 |
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Siegfried Armbruster
Siegfried Armbruster

Ein bisher übersehenes und vollkommen unterschätztes Reservoir für (multi)rsistente Erreger ist der Ferntourismus aber scheint bisher ein Tabuthema zu sein. Natürlich können Haustiere MRSA übertragen, aber ich denke in unseren Alten- und Pflegeheimen mit all den ungenügend behandelten chronischen Urinwegsinfekten, die einfach auf Gutdünken mit Breitbandantibiotika behandelt werden, lauern größere Gefahren. Unsere Katzen haben in den letzten 5 Jahren keine Antibiotika erhalten, warum sollte sich bei ihnen mit einer größeren Wahrscheinlichkeit ein MRSA finden als bei irgendwelchen Menschen, die für jeden Sch… Antibiotika erhalten?

#12 |
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Dr. med.vet. Beat Bigler
Dr. med.vet. Beat Bigler

Der Hauptkeim beim Hund bez. Staphylococcus ist der S. pseudintermedius und nicht der S. aureus. Es ist in den erwähnten Publikationen nicht ersichtlich, wie genau die Abklärung bez. Staph. gemacht wurde.
Ob wieder einmal die Tiere für alles Böse und Gefährliche hinhalten müssen, ist dahingestellt. Das Leben ist per se gefährlich. Von Tieren übertragene Krankheiten sind sicher möglich, doch bez. Häufigkeit müsste dies noch evaluiert werden. Bei unklaren Erkrankungen fragen die Humanmediziner immer wieder, ob Haustiere vorhanden seien und schon hat man einen möglichen Grund gefunden.
Vermutlich ist der Strassenverkehr aber viel gefährlicher.

#11 |
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Sabine Weber
Sabine Weber

” Mehrere Studien haben gezeigt, dass Hunde und Katzen aus Tierheimen häufiger Bakterien, Würmer oder Einzeller in sich tragen als Tiere, die von renommierten Züchtern kommen.”

Wenn ich so etwas lese…..logischerweise verbreiten sich Bakterien und Würmer eher in Tierheimen, genauso wie in Krankenhäusern und Altenheimen. aber wenn man den Kot regelmäßig untersucht, weiß man, ob die eigenen Tiere Parasiten in sich tragen und nicht alle Parasiten sind pathogen. Jedes renommierte Tierheim entwurmt seine Tiere vor der Abgabe, bei Tierzüchtern bin ich mir da nicht so sicher…..
Außerdem ist eine Übertragung von Mensch auf den Hund in den oben genannten Einrichtungen leider wesentlich häufiger, als umgekehrt und die Tiere stecken sich leider oft erst dort mit resistenten Keimen an.

#10 |
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Anne-Cathrin Wirth
Anne-Cathrin Wirth

Sommerloch?

#9 |
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Lehwald Andrea
Lehwald Andrea

Dass Hunde Würmer haben sollte es heißen

#8 |
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Gast
Gast

Also das Menschen ihre Haustiere infizieren ist doch schon länger bekannt. Zumindest den Tierärzten. ;-)

#7 |
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Lehwald Andrea
Lehwald Andrea

Dass Katzen Toxoplasmose übertragen können und Hundewürmer haben können ist ja nichts Neues. Und dass Hygiene sowohl in Kliniken und Heimeinrichtungen als auch im privaten Bereich wichtig ist sollte auch jedem klar sein. Ich weiß nicht ob man jeder Studie Glauben schenken sollte.

#6 |
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Dr. Silke Glage
Dr. Silke Glage

Sicherlich ein Schreibfehler, da kurz vorher von Terrarienbewohnern gesprochen wurde, sollte die Empfehlung zum Tragen von Einmalhandschuhen wohl eigentlich für die Säuberung von Terrarien gedacht sein und hier ist es auch sehr sinnvoll! Bei der Reinigung von Aquarien ist davon jedoch dringend abzuraten, da die in den Handschuhen enthaltenen Weichmacher die Bewohner ziemlich zuverlässig umbringt.
Dafür gilt der Tipp: hinterher Hände waschen.

#5 |
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Peter Michael Kohn
Peter Michael Kohn

Beim Kuscheln mit Zweibeinern droht durchaus Ähnliches bis hin zu psychischen Problemen.

#4 |
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Weitere medizinische Berufe

@Gast: was soll diese Bemerkung uns sagen?

#3 |
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Tierheilpraktikerin

Wenn jeder sich häufiger die Hände waschen würde ( z.B. nach dem Toilettengang- was oft nicht gemacht wird ) dann wäre es besser um unsere Gesundheit bestellt. Und Tiere sollten natürlich regelmäßig entwurmt und entfloht werden, was in Tierheimen genauso an der Tagesordnung ist wie hoffentlich auch bei den Züchtern. In Tierheimen geht es um das Wohl der Tiere, einige Züchter sehen in dem Tier nur die Ware und wollen sowenig wie möglich investieren:-(. Ich desinfiziere z.B. auch den Griff des Einkaufswagen im Supermarkt mit einem Desinfektionstuch.

#2 |
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Gast
Gast

Zweifellos gibt es mehr Haustiere als Kinder,
das ist wichtiger als diese Mikroben.

#1 |
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