Diät beim Arzt: Abnehmender Erfolg

29. November 2011
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Kommerzielle Diätprogramme sind effektiver als die unter ärztlicher Führung. Und nicht nur der Erfolg bekannter Anbieter wie Weight Watchers ist bemerkenswert, sondern auch die Kosten – zumindest im Vergleich zum Honorar für ärztliche Bemühungen.

Adipositas und Fettleibigkeit nehmen in allen Altersklassen weltweit kontinuierlich zu. Eine in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte Langzeitstudie von Majid Ezzati und Kollegen der Harvard School of Public Health in Boston, Massachusetts, zeigt den alarmierenden Anstieg des Körpergewichts Erwachsener in 199 Staaten unserer Erde über die letzten 30 Jahre. Pro Jahrzehnt steigt der Body Mass Index (BMI) bei Männern durchschnittlich um 0,4; bei Frauen um 0,5 an. Die Anzahl Fettleibiger hat sich seit 1980 mit einer halben Milliarde Menschen fast verdoppelt. Schwacher Trost: Deutschland erreicht im Vergleich zu anderen Staaten mit seiner Anzahl an Schwergewichten „nur“ Rang zehn bei Männern und Rang 17 bei Frauen. Spitzenreiter der Industriestaaten sind erwartungsgemäß die USA.

Von der globalen Problematik hin zur individuellen, überlegen sich viele Betroffene, welches die beste Strategie zur Gewichtsreduktion ist. Gescheiterte Diätversuche gehen häufig dem vermuteten kompetenten Rat von Arzt oder Apotheker voraus. Warum viel Geld und Energie in sinnlose kommerzielle Programme oder Konzepte stecken, wenn der Erfolg nicht garantiert ist?

Abnehmen auf alle Art

Tatsächlich ist der Erfolg wissenschaftlicher und ärztlich begleiteter Abnehmprogramme nicht besser als der der Programme von Weight Watchers und anderen kommerziellen Anbietern, ergab eine im British Medical Journal veröffentlichte Untersuchung von Forschern der University of Birmingham. Im Gegenteil: Sie sind weniger erfolgreich, aber dafür teurer.

Die sogenannte Lighten up-Studie, finanziert vom National Health Service (NHS), zeigt den Erfolg verschiedener Abnehmstrategien an insgesamt 740 britischen Teilnehmern. In Großbritannien gilt annähernd ein Viertel der Bevölkerung als fettleibig. Die Gewichtsreduktionsprogramme wurden zwölf Wochen lang durchgeführt. Drei Gruppen nahmen an den Abnehmprogrammen der kommerziellen Anbieter Weight Watchers, Slimming World und Rosemary Conley teil. Eine Gruppe erhielt ein gruppenbasiertes Diätprogramm, das vom NHS entwickelte Size Down Programm mit wöchentlichen Treffen. Zwei weitere Gruppen nahmen an einmal wöchentlichen Einzelgesprächssitzungen bei einem Arzt und Apotheker teil. Eine weitere Gruppe konnte sich für eines der Konzepte frei entscheiden und eine Kontrollgruppe erhielt zwölf Gutscheine für ein Fitnessstudio.

Schlusslicht: Arzt und Apotheker

Nach den zwölf Wochen konnten alle Verfahren mit einem signifikanten Gewichtsverlust punkten. Doch zeigten sich bereits früh Unterschiede. Den geringsten Gewichtsverlust wiesen Abnehmwillige mit einer fachkundigen Betreuung durch Arzt oder Apotheker auf, nämlich 1,37 kg bzw. 2,11 kg. Der einmal wöchentliche Besuch eines Fitnessstudios der Kontrollgruppe war aber mit 2,01 kg genauso wirkungsvoll. Spitzenreiter nach der Studienperiode waren Teilnehmer bei Weight Watchers, sie hatten – ohne wirklich hungern zu müssen, wie dies die Strategie des Konzepts ist – satte 4,43 kg abgenommen. Auch die anderen kommerziellen Anbieter konnten mit 4,23 kg und 3,32 kg ein paar Pfunde mehr bekämpfen als Arzt oder Apotheker.

In einer Kontrolluntersuchung nach einem Jahr zeigte der langfristigere Erfolg. Alle Gruppen hatten ein im Vergleich zur Ausgangslage signifikanten Gesichtsverlust zu verzeichnen – abgesehen von den Studienteilnehmern, die von Arzt oder Apotheker betreut waren worden. Nur bei Weight Watchers hatten die Teilnehmer auch langfristig statistisch relevant mehr Gewicht verloren als die der Kontrollgruppe. Die meisten der Teilnehmer, die nach den zwölf Wochen der Studiendauer ihr Programm fortführten, gehörten dem Size Down Programm und den Weight Watchers an. Die Teilnehmer aller Gruppen waren körperlich aktiver, am wenigsten jedoch diejenigen des Programms von Ärzten und Apothekern.

Teuer und ineffektiv

Arzt- und Apothekerbehandlungen waren mit den höchsten Kosten verbunden. Während die Kosten für die fachliche Betreuung dort 90 Pfund betrugen, waren dies bei kommerziellen Anbietern nur 50 bis 55 Pfund. Die Studienautoren vermuten, dass die Häufigkeit der Teilnahme und die Motivation der Teilnehmer entscheidend für den Erfolg der Gewichtsabnahme. Die Teilnehmerrate war bei den Weight Watchers am höchsten, bei Arzt und Apotheker am geringsten. Sie bewerten die Programme von Arzt und Apotheker als unwirksam und teuer. Eine andere Frage, die sich stellen könnte, ist eine Kostenübernahme von erwiesen erfolgreichen kommerziellen Anbietern von den Krankenkassen. Denn die Abnehmprogramme der Krankenkassen sind ebenfalls teuer, aber auch wirksam?

70 Wertungen (4.39 ø)
Medizin, Pharmazie

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18 Kommentare:

Ärztin

@ kollege Lehr

Sie scheinen der leptosome Typ zu sein und gehen ganz unwissenschaftlich, wie die meisten Menschen von sich selbst aus. Soviel zu Ihrer Nabelschau!

#18 |
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paraumbilikales fettgewebe (beidseits des nabels zusammendruecken; darf nur daumenbreit sein)da braucht man nichtmal eine waage

#17 |
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Diätassistentin

Der Volksmund versteht unter Diät etwas ganz anderes als der diätologische Medizinbereich.
Diät ist nicht gleich Diät. Landläufig bedeutet Diät bestimmte Lebensmittel zu reduzieren oder ganz zu meiden, also rigider Verzicht. Unzählige Diäten zum Schlankwerden werden propagiert, aber nicht jede Idee bzw. Diät ist sinnvoll oder gar empfehlenswert für jedermann.
Es wird differenziert zwischen im konkreten Einzelfall medizinisch induzierten Diätformen sowie der Frage einer grundsätzlichen Überprüfung, ggf. Änderung des allgemeinen Essverhaltens.
Übergewicht ist das sichtbare Resultat vieler mannigfaltiger Störungen.
Essverhalten und Abnehmen stehen in ihrer Wechselbeziehung unter einer Vielzahl von Einflussfaktoren, sind somit eine komplexe Angelegenheit. Diät bedeutet also nicht nur (schnelles) Abnehmen. Ein falsches Konzept birgt Gefahren: Gegenregulation mit Denkfallen, landläufig als ¿Jo-Jo-Effekt¿ bekannt, Verfestigung riskanter Verhaltensweisen, Fehl-Mangelernährung, Beeinträchtigung von Leistung und Befindlichkeit, Beginn einer Essstörung bzw. Gewichtszunahme mit den Folgeerkrankungen. Erfolgreich ist eine Diät dann, wenn das ganze Konzept nachhaltig Essverhalten und Lebensführung positiv beeinflusst.

#16 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Im Mai 2011 bewußt begonnen mit der Gewichtsreduktion.
Veränderung von 92 Kg auf 82 kg.
Bin aleinstehend, mehr als vollzeitberufstätig, 63 Jahre alt und esse was mir schmeckt. Morgens Müsli, Mittags was auf den Tisch kommt (Kantine) mit Suppe und Dessert.
Abends gibt es allerdings nur einen Almaseddrink, 1 Eßlöffel Walnußoel, 50 gr. Almasedauf 300ml Wasser. Ich leide nicht unter Hungergefühl oder dem Gefühl verzichten zu müssen.
Mein HbAc1-Wert sank von 7,4 auf 5.7. Netter Nebeneffekt.
Jeder muss seinen eigenen Weg finden, dann kostet es auch nichts, im Gegenteil.

#15 |
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Ernährungswissenschaftlerin / Ökotrophologin

Bei dieser Diskussion wird vergessen, dass es in Deutschland neben Weight Watchers und Ärzten/Apothekern auch Fachpersonal für das Thema Ernährung und Abnehmen gibt. Von den Fachorganen zertifizierte Ernährungsberater (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Verband der Oecotrophologen und Verband der Diätassistenten). Hier werden auch die Zuzahlungen der Krankenkassen ggf. wirksam und es kann individuell bzw. in der Gruppe abgenommen werden. Namen und Adressen findet man über die Hompages der Verbände. Und was die Kosten angeht – ein Installateur ist teuer! Wir arbeiten außerdem nach dem Nachhaltigkeitsprinzip – also kein Kalorien zählen und verlorene Pfunde in der Gruppe befeiern, sondern reflektieren des Lebensstils und einen – vor allem gesünderen – neuen finden. Diäten – egal welcher Art – führen i.d.R zu keinem nachhaltigem Erfolg, wie es hier auch schon richtig erwähnt wurde.

#14 |
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Hier schließe ich mich meinem Vor”schreiber”, dem Kollegen Korth an. Die Kassenleistung des Arztes ist auch in den augen der Patienten, wenn es um Prävention geht, nichts wert.So haben auch wir in unserer Praxis ein entsprechendes “industrielles” Programm, das Gewichtskontrolle über eine tatsächlich Spaß-machende Verhaltensänderung rsp. Änderung des sog. “Life Style” erreicht. Der einzige Weg, wie dauerhaft “Gewichtskontrolle”, oder besser: “Gewichtsmanagement” möglich ist. Denn nichts ist auf lange Sicht schwerer als “Verzicht” und “Durchhalten”, wenn es denn überhaupt möglich ist, soll das Leben auch noch Spass machen!

#13 |
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Dipl.Sportlehrer Joerg Tomczak
Dipl.Sportlehrer Joerg Tomczak

Im Ernährungsverhalten spiegelt sich die Komplexität der gesamten Persönlichkeit. Eine Beratung im Sinne einer Verhaltensänderung muss logischerweise sehr individuell sein können.
Neben den vielfältigen Mängeln der aktuellen, insbesondere auch der medizinischen Therapieansätze ist ein Aspekt besonders fatal für den “Abnahmewilligen”. Eine Zielorientierung auf ein zu erreichendes Gewicht oder modernmedizinisch als BMI präsentiert, ist inhaltlich, also biologisch schlichtweg falsch. Solange, wie selbst einem Arnold Schwarzenegger der Weg in den deutschen öffentlich Dienst, etwa als “Briefträger oder Polizist” wegen “Übergewichts” oder BMI>30 verwehrt wird, solange wird es keine brauchbare “medizinische” Orientierung für eine gesundheitsorientierte körperliche Entwicklung geben. Eine Körperstrukturanalyse ist eine der notwendigen Voraussetzungen für eine sinnvolle Therapie. Dabei ist der Fokus auf die ¿Substanz¿ zu legen, nicht auf das Fettgewebe. Ein muskulär und organisch gut trainierter Körper ¿spielt¿ mit seinem Fettgewebe.

#12 |
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Karin  Pieper
Karin Pieper

Hallo an alle ;o)))

wie sagt man so schön?? ohne Fleiß kein Preis…es muss doch jeder für sich selber probieren was für ihn das Richtige ist…was man haben muss ist der Wille etwas in seinem Leben zu verändern…natürlich muss das von Dauer sein!!! sonst nimmt man wieder zu!! Weight Watchers ist induviduel!!! ich bin begeistert davon weil es mich in meinem Alltag nicht einschränkt..im Gegenteil durch zusätzliche Bewegung bekommt man wieder Lust am Leben und am Ausprobieren…man wird neugierig was man alles schaffen kann..und die Gruppentreffen beflügeln geradezu…weil die anderen Teilnehmer sich dafür interessieren..dieses Gefühl wichtig genommen zu werden..ich denke das fehlt sehr vielen Menschen und deswegen stürzen sie sich in die Ablenkung

Mit freundlichen Grüßen
;o))

#11 |
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Ärztin

Das Ergebnis dieser Studie verwundert nicht. Beim Arzt sitzen und reden hat noch niemenden abnehmen lassen und die unter ärztlicher Kontrolle häufig stattfindeneden Formula-Diäten sind als langfristig erfolglos bekannt. Auch der zeitliche Rehmen von einem Jahr für eine Erfolgskontrolle ist ungünstig gewählt, nach 5 Jahren haben selbst weight watcher Kunden häufig ihr Ausgangsgewicht wiedererlangt.
Das Problem liegt bereits im Ansatz.
Die altersabhängige Entwicklung des BMI geht nicht in die Definition der Adipositas ein, obwohl man weiß, dass im Alter Muskelgewebe in Fettgewebe umgebaut wird. Was ist in diesem Zusammenhang überhaupt “fettleibig” und was ist normal, wenn per definitionem übergewichtige Personen die höchste Lebenserwartung haben. Bei allen Diäten, egal ob Reduktionsdiät oder Bewegungsorientierem Ansatz wird die Enzyminduktion und die damit erfolgte Anpassung des Körpers in Hunger- und oder Leistungsstoffwechsel nicht berücksichtigt. Daneben ist es vielen Menschen neben ihrem Beruf gar nicht möglich über einen längeren Zeitraum ein für ihren Körper adäquates Bewegungspensum einzuhalten. Der berühmte Jo-Jo-Effekt stellt sich sofoert ein, wenn das Programm nicht weiter verfolgt wird oder werden kann. Auch berufliche Anforderungen an Zeit-Ess- und Schlafmanagement ist nicht berücksichtigt. Wir Ärzte wissen genau was das bedeutet, wenn man den ganzen Tag im OP steht und danach im Nachtdienst nicht ausreichend zum Schlafen kommt
Schon alleine deshalb müssen die Weigt-Watchers einen größeren Erfolg haben, denn ihr Programm läuft neben dem Alltag und ist in diepersönlichen Lebenssituation des Einzelnen intergiert.
An Alter, Gesundheitszustand, Lebenserwartung und Fettverteilungsmuster angepasste BMI-Werte und Definition für Übergewicht und Fettleibigkeit würde die Adipositas-Statistik erheblich beeinflussen und die Erfolgsquote für Gewichtsreduktionsprogramme erhöhen, denn die wirklich adiösen Patienten haben erfahrungsgemäß auch die höchste Erfolgsquote, sofern sie ausreichend motiviert sind.

#10 |
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Mitarbeiter Industrie

Motivation, Empowerment, Eigeninitiative, begünstigendes soziales Umfeld -> diese Faktoren spielen in vielen “Therapieformen” eine große Rolle. Sicher können Ärzte einen wichtigen Beitrag leisten, aber eben keinen hinreichenden. Dafür sind die Einflussfaktoren von Adipositas und Fettleibigkeit einfach auch zu komplex. Ein Maßnahmenpaket, das möglichst viele Ebenen abdeckt, und damit der Mehrdimensionalität des Problems gerecht wird, halte ich für am wirksamsten.

#9 |
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Ernährungsberaterin DGE Christine Köhler-Theißen
Ernährungsberaterin DGE Christine Köhler-Theißen

Seit 30 Jahren arbeite ich sowohl ambulant (Krankenkasse, VHS etc.) als auch in Rehakliniken in der Adipostiasbera-tung. Größere Erfolge hatten Teilnehmer in ambulanten Gruppen, die länger andauerten. Aber der eigentliche Erfolg lag nach meiner Beobachtung in der regelmäßigen “Kontrolle” mittels schriftlicher Selbstbeobachtung der Teilnehmer. Das ist in einer 4wöchigen Reha nicht möglich.
Selbstbeobachtung ist für die meisten Patienten, die ich kennengelernt habe, äußerst lästig. Doch verändern kann ich nur, was mir bewußt wird und wenn ich dazu eine Lösung finde. Das kostet Geduld, Selbstkritik und viel Arbeit an sich selbst. Es braucht nicht ständig neue Programme, sondern viel mehr kostengünstige Langzeit-angebote für Übergewichtige, um tatsächlich eine dauerhafte Veränderung des Lebenstils zu erreichen.

#8 |
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Rettungsassistent

Also ich bin selbst betroffen und wundere mich immer wieder ,das es selbst in Fachgremien wie hier nicht wirklich Ansätze gibt, wie und wo man wirklich Hilfe bekommt .Waight Watchers ist schon was ganz solides ,hilft aber auch nicht wirklich auf Dauer.Die Variante Ärztl Unterstützung versuche ich gerade,mal sehen was es wird. Tatsächlich bleibe ich aber wohl eher ein “Einzelkämpfer” der aufpassen muß, das seine Brieftasche nicht zu sehr “abspeckt”.Man steht schon echt alleine Da ,mit die Kilos. Schöne Diskusion noch.

#7 |
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Altenpfleger

Darf ich aus der Löschung meines Textes entnehmen, dass DocCheck für geistige Reduktionsdiät plädiert? Oder handelt es sich nur um eine technische Panne?

#6 |
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Altenpfleger

Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass es in keiner anderen Disziplin so viele (selbsternannte) “Experten” gibt, wie im Bereich der Ernährungsberatung. Für den Hilfesuchenden ist es nicht einfach, kompetente Beratung zu finden, die seinem Stoffwechselprofil entspricht. Auch im medizinischen Studium erwirbt man dafür kaum die nötigen Kompetenzen. Nicht nur für die Hilfesuchenden, sondern auch für die Berater ist es eine Frage der Motivation, sich tiefgründig mit diesem Problemfeld zu befassen. Ich selbst habe meinen Fokus schon mehr als 20 Jahre darauf gerichtet und weiß daher, wovon ich rede.

Fast jeder richtet sein Augenmerk auf Gewichtskontrolle. Da ein Kilo mehr – oh Schreck – dort ein Kilo weniger. Dabei ist das (von extremen Bereichen abgesehen) völlig irrelevant. Für den gesundheitlichen Aspekt ist vor allem der Anteil intraabdominalen Fettes von evidenter Bedeutung. Weil dieses Fett in besonderem Maße den Stoffwechsel (negativ) beeinflusst. Grob lässt sich der Status am Bauchumfang ermitteln. Doch in welchen wissenschaftlichen Statistiken findet diese wichtige Komponente Berücksichtigung? Ich denke, da ist noch so Einioges an Aufklärungsarbeit zu leisten.

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Heilpraktiker

1 mal die Woche ins Fitnessstudio – das halte ich doch für etwas wenig … .

#4 |
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Stefan Kelter
Stefan Kelter

Ich habe in einer Rehaklinik gearbeitet und kann nur sagen, dass ich dort auf die meisten Patienten keine 5 Euro gewettet hätte, dass sie das reduzierte Gewicht halten. Meine Erklärung: in die Hände von Ärzten / Therapeuten sich begeben, macht passiv. (Mach du mal Fachmann /-frau.) Weight Watchers macht dagegen aktiv.

#3 |
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Dr. med.  Annemarie  Koch-Holch
Dr. med. Annemarie Koch-Holch

Hallo liebe Diskussionsteilnehmer

ich möchte Herrn Kollegen Korth zustimmen. Die Motivation, Erfolg bzw. Disziplin ist grösser, wenn es selbst bezahlt werden muss und es in einem Lifestyle-Center angeboten wird. Es reut einen das Geld, wenn man “versagt”. Und was billig ist, hilft ja sowieso nicht.

Grüsse aus der Schweiz A. Koch-Holch

#2 |
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Hallo Frau Hofmann,
das ist doch ein alter Hut, diese Studie bringt keinerlei neue Erkenntnisse.
Dis “Kosten” beim Arzt (zumindest in Deutschland) wären nicht vergleichbar, weil es den Arzt ja sozusagen “kostenlos” auf “Krankenschein” gibt, und das haben viele Ärzte schon vor 20 Jahren erkannt. Daher haben sich viele Kollegen neben der Praxis eine gewerbliche Ernährungsberatung zugelegt, und ich habe selbst die “Erfolge” erlebt (BCM-Programm, also mit BIA-Messung kontrollierte Gewichtsreduktion unter Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln.) Auch langfristig bei 25% der Teilnehmer gute Erfolge, im Schnitt knapp 1 Kilo Gewicht pro Woche bei kontrollierter vollwertiger Ernährung.

Freundliche Grüße Claus Korth, Allgemeinarzt i.R, Ernährungsberater

#1 |
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