Die krieg ich, die mach ich.

DrEd.com: Online-Diagnose aus London

7. Dezember 2011

Dank geschickter Öffentlichkeitsarbeit und einer ungewöhnlichen Idee hat eine neue Online-Sprechstunde aus London in der vergangenen Woche deutsche Medien und das gesundheitspolitische Deutschland auf den Plan gerufen. Diagnose: Die Reflexe funktionieren.

Am besten war Pro 7. Als in dem für eher seichte Unterhaltung bekannten Fernsehkanal am Montagabend letzter Woche ein kurzer Clip zu dem deutschsprachigen Onlineportal DrEd.com gesendet wurde, gingen die Zugriffszahlen noch während der Sendung von 150 auf über 5000 nach oben. Deutschsprachige Ärzte, die von einer Praxis in London aus per Internet zu konkurrenzfähigen Preisen (unter anderem) sexuelle Störungen behandeln? Diese Mischung zog.

Nur wer sich behandeln lässt, zahlt

Mit dem Launch von DrEd.com hat das deutsche Gesundheitswesen seinen Dezemberaufreger gefunden. BILD, Spiegel Online, Frauenzeitungen: Alle üblichen Verdächtigen haben berichtet. Doch worum geht es? Über das Portal DrEd.com bieten zwei deutsche Ärzte, die in Großbritannien ansässig sind und dort seit vielen Jahren innerhalb des National Health Service (NHS) arbeiten, zu einer Reihe von genau festgelegten Indikationen eine Online-Beratung an, die in der Verordnung eines entsprechenden Medikaments münden kann, aber nicht münden muss. Zu den Indikationen gehören einige klassische „Selbstzahlerindikationen“ wie die erektile Dysfunktion, die Schwangerschaftsverhütung, die Verordnung einer Malariaprophylaxe, die Rauchentwöhnung, der männliche Haarausfall oder die Prophylaxe von Reisedurchfall. Es sind aber auch Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Blasenentzündungen der Frau sowie eine Foto- beziehungsweise Urindiagnostik von sexuell übertragbaren Erkrankungen dabei.

Die Sache funktioniert so, dass sich Patienten einmalig registrieren und die Indikation, für die sie sich interessieren, anklicken. Es öffnet sich ein ausführliches Anamneseformular, das ausgefüllt und übertragen wird. Innerhalb einer gesicherten Online-Akte treten Arzt und Patient dann miteinander digital in Kontakt. Können die Ärzte auf Basis der online zur Verfügung gestellten Daten eine Diagnose stellen, teilen sie das dem Patienten mit. Lässt sich keine sichere Diagnose stellen, wird der Besuch eines „leibhaftigen“ Arztes empfohlen. Bis hierhin ist die Beratung kostenlos. Erst wenn der Patient sich an dieser Stelle entscheidet, dass er sich auch behandeln lassen möchte, stellen die Ärzte eine Rechnung über die Behandlung und übermitteln parallel ein Privatrezept. Es wird entweder direkt an den Patienten geschickt, der es dann in einer Apotheke seiner Wahl einlöst und bezahlt. Alternativ kann das Rezept elektronisch an die kooperierende Versandapotheke apo-rot weitergeleitet werden, die direkt nach Hause liefert.

Reflexartige Ablehnung beim Establishment

Die Reaktionen auf DrEd.com waren genauso vehement wie vorhersehbar: „Diagnose und Behandlung allein über das Internet können nicht im Interesse des Patienten sein“, polterte die Bundesärztekammer postwendend. Telemedizin, so die BÄK, müsse der Patientenversorgung dienen „und nicht der Erschließung neuer Absatzmärkte für die Industrie“. Auch die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTELEMED) sieht DrEd-com „äußerst kritisch“, wie sie in einer Stellungnahme schreibt. Untersuchung und Behandlung seien keine Fachdienstleistung, die genauso gut aus der Ferne erbracht werden können, sondern erforderten auch soziale Beziehung und persönliche Kommunikation.

Der Untergang des Abendlandes also? Wer in London anruft, und sich mit Dr. med. Jasper Mordhorst, dem Ärztlichen Direktor der Online-Klinik unterhält, der hat einen Arzt am Telefon, wie er geerdeter kaum sein könnte. Studiert und promoviert in München im Fach Urologie ging er im Jahr 2001, als im deutschen Gesundheitswesen landauf, landab eigentlich nur gejammert wurde, nach London. Dort Medizin zu machen war attraktiv. Und so blieb er, machte eine Facharztausbildung in Innerer Medizin, spezialisierte sich auf Sexual Health und HIV. Später sattelte er dann auch noch eine Facharztausbildung in Allgemeinmedizin drauf. Er arbeitete erst im Krankenhaus und ging später als „GP“ in eine Praxis in Südlondon. Nicht das einfachste soziale Umfeld. Keine Kuschelmedizin, sondern das volle Programm.

„Wir nehmen niemandem etwas weg“

Irgendwann kam Mordhorst mit Online-Sprechstunden in Kontakt, die es in Großbritannien schon einige Jahre gibt. Ein paar andere deutsche Ärzte interessierten sich auch dafür. Und so entstand die Idee, ein entsprechendes Angebot für Deutschland zu starten: „Ich fand das von Anfang an aufregend, und als sich die Möglichkeit bot, das umzusetzen, habe ich ja gesagt.“ Unärztlich findet er diesen Karrieresprung nicht, im Gegenteil. Er arbeitet weiter in Teilzeit in seiner GP-Praxis. Und er hat nicht die Illusion, die Mehrheit der Patienten künftig online behandeln zu können: „Es ist überhaupt keine Frage, dass die meisten Patienten vom Arzt gesehen werden sollten. Es ist aber auch so, dass es bei manchen Patienten nicht nötig ist, sie zu sehen.“

Dass diese Patienten über eine geschickte Auswahl der Indikationen und einen sinnvoll entworfenen Online-Fragebogen identifizierbar sind, ist die Grundthese von DrEd.com und ähnlichen Portalen, die es mittlerweile in einigen Sprachen gibt. „Seien wir doch mal ehrlich: Wer eine Malariaprophylaxe benötigt, der braucht und will keine holistische Konsultation“, so Mordhorst im Gespräch mit DocCheck. Auch im Bereich der sexuell übertragbaren Infektionen (STD) seien die Diagnosen häufig sehr eindeutig: „Da lässt sich durchaus mit relativ simplen und im Übrigen leitlinienbasierten Algorithmen arbeiten, die in einer Online-Sprechstunde abgebildet werden können.“ Hinzu komme, dass gerade viele STD-Patienten die Anonymität schätzten, in der eine Online-Beratung stattfindet. „Wir nehmen niemandem etwas weg. Wir behandeln überwiegend Patienten, die nicht oder nur sehr viel später zum Arzt gegangen wären. Und dadurch, dass die Patienten selbst bezahlen, sparen die Krankenkassen sogar Kosten.“

ED und vorzeitiger Samenerguss sind die Renner

In den Scharmützeln der letzten Woche wurde DrEd.com unter anderem vorgeworfen, dass nicht klar kommuniziert werde, für welche Patienten die Online-Sprechstunde nicht in Frage komme. Kein Zufall, wie Mordhorst betont: „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, um nicht eine Blaupause zu liefern, wie eine Anfrage aussehen muss, damit wir sie bearbeiten.“ Wie groß der Anteil der Anfragen ist, die abgewiesen werden, lässt sich im Moment noch nicht genau sagen. Das Interesse der Patienten jedenfalls hat alle Erwartungen übertroffen: „Wir haben innerhalb weniger Tage über 1000 Anfragen bearbeitet. Wir haben im Moment sehr lange Schichten und werden unser Ärztekontingent in Kürze auf vier Ärzte aufstocken“, so Mordhorst.

Was die Indikationen angeht, ist tatsächlich die Sexualmedizin der große Renner. Erektile Dysfunktion und vorzeitiger Samenerguss werden im Moment am häufigsten nachgefragt. Gerade bei diesen Indikationen könne ein Portal wie DrEd.com durchaus auch die Versorgungsqualität verbessern, ist Mordhorst überzeugt: „Da wird unheimlich viel bei dubiosen Quellen eingekauft, weil die Patienten nicht zum Arzt gehen wollen. Deswegen ist es auf jeden Fall besser, eine ärztliche Online-Beratung zu machen als gar keine.“ Ob der Service von Behandlungsportalen in Deutschland auf Dauer sogar Teil der regulären Versorgung werden könnte? Das weiß niemand. Tatsache ist allerdings, dass es in der Schweiz mit Medgate ein Telemedizinzentrum gibt, an das sich Versicherte einiger Krankenversicherungen ganz regulär wenden können, bevor sie zum Arzt gehen. Dort scheint es zu funktionieren.

85 Wertungen (4.38 ø)
Allgemein

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18 Kommentare:

Nun letztlich möchte der Patient einen 24 h Service, immer ein ärztlicher Notdienst der in der Nähe ist , tagsüber 12 h einen Arzt für alle Lebenslagen zur Verfügung haben , ohne viel zu zahlen+++Das wird so nicht gehen. !!!
Wann wird nun jedem klar dass Medizin nicht zum Nulltarif zu haben ist. Durch diese Telemedizin werden die Probleme vielleicht grösser dadurch dass der Arzt nicht mehr auf seine Umsatzzahlen kommt vor allem in der Stadt. wenn dies überall die Zukunft ist wird man in Zukunft wohl auch vom computer reanimiert und teleoperiert. Gute Nacht Medizin—aber die Mediziner haben es selbst in der Hand und versauen alles seit Jahren ( siehe Abstimmung Hoppenthaler) .
Gruss aus der Schweiz

immer noch besser, online einen echten Mediziner zu konsultieren, als wie üblich die Sprechstundenhilfe

“10.12.11 – 18:13
Dr. Peter Matschke
Naturwissenschaftler/in

Dann sollten die Doctores eben mal ihren Vertretern in den Standesorganisationen einheizen, damit sich etwas ändert.”

Gute Idee. Wie wäre es mit Qualitätskontrolle? Das wäre hyperultrarevolutionär; das wäre die 2. Kontinentalverschiebung seit Händewaschen und Semmelweiss.

“Wem die Internetkommunikation mit einem Arzt reicht, der ist damit sicher gut bedient, das muss der Patient selbst entscheiden, wer sonst.”

Erfindige Doctores sind da schon längst weiter: die wohnen an Orten mit hohem Freizeitwert, man nennt Mallorca und Forteventura, sind da weitab der deutschen Obrigkeit, und praktizieren was immer plaisirt. Wer genug Geld hat den weiten Weg zu ihnen zu kommen, der hat auch genug Geld für die Consultationes. Und wer nicht zu ihnen kommt, den kann der Teufel holen. In Spanien, da ist gut Sein.

“Es ist nicht bekannt, daß der Gesundheitszustand der britischen Bevölkerung schlechter wäre als der der deutschen, eher umgekehrt.”

Und das, obwohl das britische System deutlich schlechter ist als das deutsche. Vielleicht fehlt in Großbritannien etwas, etwas, das NOCH schlechter ist? Wie wäre es mit Heilpraktikern?

Naturwissenschaftler

@ #19:

Na ja, DrEd hat überhaupt nichts mit Krankenhausalltag zu tun, bei DrEd geht es weder um Operationen noch Narkosen.
Bei mit dem Anamneseformular nicht eindeutig abklärbaren Fällen wird von DrEd das persönliche Gespräch mit einem Spezialisten empfohlen.
Ist doch alles i.O., oder nicht?
Die Aufregung eines Teils der deutschen Ärzteschaft resultiert ausschließlich daher, daß deutscher ärztliche Standesdünkel so etwas wie DrEd in Deutschland nicht zuläßt, es sind als pecuniäre Interessen, die da zum Vorschein kommen.
Dann sollten die Doctores eben mal ihren Vertretern in den Standesorganisationen einheizen, damit sich etwas ändert.
Jeder deutsche Feld-, Wald- und Wiesenmedicus darf Viagra et al., um bei dem hier immer wieder angesprochenen Beispiel zu bleiben, verschreiben, und er tut es auch, in der Regel ohne Befundabklärung oder gar körperliche Untersuchung.
Wem die Internetkommunikation mit einem Arzt reicht, der ist damit sicher gut bedient, das muss der Patient selbst entscheiden, wer sonst.
Es ist nicht bekannt, daß der Gesundheitszustand der britischen Bevölkerung schlechter wäre als der der deutschen, eher umgekehrt.
Aber: Am deutschen Wesen …..

Ärztin

Ein gut ausgefüllter Anamesebogen, eine juristsisch einwandfrei ausgearbeitete Informationsbroschüre und ein persönliches Gespräch gehören im Krankenhausalltag zum Standard eines Aufklärungsgespräches für Eingriffe, Operationen und Narkosen. Das persönliche Gespräch ließe sich uch schriftlich komunizieren.
Eigen- und Fremd-Befunde wie auch körperliche Untersuchung vervollständigen das Bild der klinischen Diagnostik um therapüeutisch tätig werden zu können.
Unter standardisierten Bedingungen lassen sich medizinische Beratung, wie z.B eine Aufklärung zur geburtshilflichen PDA auch online erklären. Im Fall der Therapie sind allerdings Befunde und körperliche Untersuchung unerlässlich. Eine Verordnung verschriebungspflichtiger Substanzen ohne Befunde ist nicht fachgerecht.

Naturwissenschaftler

@ #16 u, #17, Herrn Dr. med. Schröter:

1. Da es sich um eine britische Webseite, in englischer Sprache, handelt, wären ¿deutsche Rechtsvorschriften” schon einmal ziemlich irrelevant. Es wird ja niemand gezwungen, sich aus Deutschland dort einzuloggen.
2. Auf Grund welchen Gesetzes sollte die “Onlineberatung” in Deutschland übrigens verboten sein?
3. Den mündigen Patentien sehen manche Ärzte gar nicht gern.
Das ist in erster Linie ein kommerzielles Argument. Nicht wahr Herr Dr. med.?
5. Wer sich Viagra oder andere Medikamente ohne ärztliche Konsultation beschaffen will kann das auch ohne Verschreibung eines DrEd tun, das geht auch so, und wäre wohl noch viel kostengünstiger als DrEd.
6. Sexualmedizin ist nur ein Aspekt des DrEd-Angebots, eben eines unter anderen.
7. Der DrEd-Anamnese-Fragebogen geht über das hinaus, was die meisten (deutschen) Feld-, Wald- und Wiesen-Ärzte abklären.
8. Ja sicher, es geht um Einkommenserzielung, Sie nennen das ¿Geld- und Geschäftemacherei¿, aber bei welchem (deutschen) Arzt ist das anders? Den möchte ich noch kennenlernen.
9. Warum sollte das Berichten über interessante ärztliche Geschäftsmodelle nicht statthaft sein?
10. Der Herr Antwerpes zittert sicher schon, nachdem er nun erfahren hat, daß Sie in Kontakt mit der Ärztekammer Nordrhein stehen, wenn Sie ihn ¿rechtsgültig¿ auffordern, wenn Sie ¿juristisch überprüfen¿ lassen?.

Könnte es sein, daß Sie sich einfach zu wichtig nehmen, Herr Dr. med.? Medizinale Selbstüberschätzung?

Naturwissenschaftler

@ #13 und #14:

Das kann der mündige Patient schon selbst entscheiden, ob ihm eine Internetkonsultation ausreicht oder ob er – zusätzlich – evtl. noch einen warmen Händedruck seines Medicus braucht.

Dem Arzt als “Wissenschaftler” möchte ich noch begegnen.
Ja, es gibt sie, aber das sind ganz wenige Ausnahmen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir als Studenten einer naturwissenschaftlichen Fachrichtung etlichen angehenden Ärzten gegen gutes Honorar zu einer Promotion verholfen haben.
Das ist, falls es strafbar gewesen sein sollte, längst verjährt, und wird hier nur erwähnt um den Arzt als “Wissenschaftler” zu relativieren.
Die meisten sind übrigens ganz passable Ärzte geworden, aber keine Wissenschaftler.

Beamter im Gesundheitswesen

Ich halte die Ferndiagnose für bedenklich und problematisch.
Auch die Kosten für diese “Diagnose” werfen die Frage auf, ob die Krankenkassen diese zum Tarif refundieren.
Die Behandlung von Errektionsstörungen, vorzeitigen Samen-
erguss etc. gehört in die Hände von ausgebildeten Fachleuten wobei der persönliche Kontakt wichtig ist, um zwischen Arzt und Patient eine Vertrauensbasis aufbauen zu können.

Wilfried Fröhlich
Wilfried Fröhlich

Um online eine “gute Beratung” stattfinden lassen zu können, benötigt man zunächst eine Diagnose.Die ist ohne persönlichen
Kontakt mit dem Patienten NICHT ZU ERSTELLEN!!
Ich verstehe nicht, wie professionelle Wissenschaftler ( und das sollte ein Arzt in jedem Fall sein!) sich auf das Niveau eines/r “Briefkastenonkels/tante” begeben können….
Pisa ist überall…..

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber solange in Deutschland “Ärzte” noch praktizieren dürfen, die wissentlich und willentlich Kinder mißhandeln durch vorsätzliche, in jahrelanger Feinarbeit ausgetüftelte MANGELVERSORGUNG, so lange ist selbst Telefondiagnose sinnvoller.

Was aber noch nicht in voller Konsequenz bedacht wurde: Die “Beratung” muß ja nicht aus Deutschland erfolgen – die Telefongedanken sind frei. So wie schon seit 2 Jahrzehnten im IT-Bereich Outsourcing made in India betrieben wird, kann das in Deutschland auch geschehen.

Sieht man sich die Zustände an gewissen Hochschulen an,

http://www.eurasianet.org/node/64644

[*quote*]
————————————-
MUK¿s International Medical School has over 1,000 students, mostly from India and Pakistan. The courses are taught in English and many students live in designated dormitories in downtown Bishkek. Best of all, admission does not require top grades or impressive exam results, only a few thousand dollars a year¿less than many Indian universities. But the quality of the training raises major concerns. After the Soviet Union fell apart, Kyrgyzstan¿s education and healthcare standards plummeted. A report released in February by the International Crisis Group (ICG) points to a ¿human resource catastrophe¿ in healthcare, with ¿many older professionals regard[ing] most of those trained in the past 15 years as unqualified.¿
————————————-
[*/quote*]

könnte einen das kalte Grausen packen, wenn man es nicht schon hätte angesichts verheerender Zustände in Deutschland:

Ankündigung:

http://www.geomantie-zentrum.de/40948.html?entry_id=ae253e20afde9f06cd05c36fb36532c8#blogstart

[*quote*]
————————————-
Geomantie an der Hochschule

Ab dem Wintersemester 2011 hat die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
(Freising) für den Fachbereich “Landschaftsarchitektur” das Wahlfach
“Landschaftsästhetik & Geomantie und Feng Shui in der Landschaftsarchitektur” eingerichtet.
Dipl. Ing. Stefan Brönnle erhielt den Lehrauftrag für Geomantie & Feng
Shui. Gemeinsam mit Prof. Dr. F.Luz , der den Bereich “Landschaftsästhetik” abdecken wird, startet Stefan Brönnle ab dem 4.Oktober seine Vorlesung. Inhalte sind u.a.:
Radiästhesie, Ätherwissenschaften, Geomantie & Feng Shui in der
Stadtplanung, Geomantische Landschaftsinterpretation, Geomantie und Feng Shui in der Gartengestaltung u.a.
————————————-
[*/quote*]

“Radiästhesie, Ätherwissenschaften, Geomantie & Feng Shui” an einer deutschen Hochschule? Wer meint, daß es solchen Blödsinn nur auf dem Acker gibt, irrt sich gewaltig. In der Medizin ist das schon vorhanden, siehe die “Viadrina”, eine privatisierte Unversität in Frankfurt/Oder.

Wo bleibt die Qualitätssicherung in der Medizin!?

Rettungsassistent

Wenn man die medizinische Versorgung in London betrachtet, wo man Probleme bekommt sich überhaupt bei einem GP anmelden zu können, glaube ich das Dr.ED nur eine logische Weiterentwicklung ist. Ich würde das System nicht vorschnell in den Himmel loben aber die typische Deutsche Ablehnungshaltung ist denke ich auch fehl am Platze. Bezüglich der Apotheke sind die Patienten ja nicht gezwungen, die Versandapotheke zu nutzen.

Auch wenn es nicht Allen gefallen wird, nach wie vor gilt: “Am Telefon und durch die Hose stellt man keine Diagnose. Nur per EDV ist viel zu ungenau”. Vgl. http://blog.doccheck.com/de/archive/3062-Dreadful-wwwdredcom.html

Weitere medizinische Berufe

zu Dr. med. Donata von Dellingshausen
Ihre Feststellungen “Absatzmärkte der Industrie der Industrie
zu schaffen”
Dazu gibt es eine Menge Aussagen, das viele Ärzte zuviel verschreiben z. B. 20 Tabletten und man nimmt nur 8!
Die Thailander gehen zuerst (meist) zur Apotheke, da werde diese echt beraten und teils sogar kleine Behandlungen durchgeführt und aus der großen BAYER Dose eben nur 8 Tabletten gegeben anstatt 20. Meist reicht das, sonst komm der Kunde wieder Das Kostet alle Beteiligten viel weniger und der Arzt hat mehr Zeit für die größeren Fälle.
Das ist wohl typisch Deutsches Denken?

Für mich ist es DrEd wie eine Apotheke, die verschreibungspflichtige Medikamente übers Internet verkauft und vorher anstandshalber noch die Kontraindikationen abfragt. Es werden ausschliesslich Krankheiten bzw. Bedürfnisse behandelt, denen mit Medikamenten beizukommen ist. Ich hab es nicht ausprobiert, aber ich denke nicht, dass bei über 1000 Anfragen in wenigen Tagen noch eine Beratung oder irgend eine Form des Kontaktes stattfindet. Am Ende des Fragebogens wird man wohl eine Diagnose erhalten und das entsprechende Medikament. Wer garantiert hier, dass nicht Viagra en masse geordert wird und auf dem Schwarzmarkt verkauft wird? Ob DrEd auch Buch darüber führt bzw sich dafür interessiert, wie viel jemand bestellt in welcher Zeit? Keine Frage, man muss nicht wegen jedem Pillenrezept zum Frauenarzt laufen. Trotzdem hat das Angebot von DrEd für mich ein gewissen “Geschmäckle” und ich gebe der Bundesärztekammer Recht, Telemedizin sollte nicht dazu dienen, neue Absatzmärkte für die Industrie zu schaffen.

Rettungsassistent

Es gibt Erkrankungen, bei denen online zumindest eine gute Beratung erfolgen kann. Und manchmal wird es angenehmer sein, den Gegenüber nicht zu sehen. Und bei Unklarheiten wird eben der richtige Arztbesuch empfohlen.

“soziale Beziehung? persönliche Kommunikation?”
Bei eigener Neuvorstellung KHK (Bypass, Stents, stab Ap und Hxypertonus zur Aufnahme in DMP:
gesamt etwa 15 Minuten für Anamnese “kpl.Untersuchung im Sitzen, Hemd an, Strümpfe an eingige durchaus nicht unfreundliche Worte..später Öabot und EKG.das war`s
kein Einzelfall, wie rundum erzählt wird..
und nun noch Konkurrenzängste?
Beste grüüße Dr.B 8o Fa f Allgmed

Es sind wie immer die alten reflexartigen Gegenargumente die aufgeworfen werden, nur keine Änderungen zulassen, sich nur keine Gedanken machen, welche Alternativen wir selber unseren Patienten geben müssen. Ich finde das Konzept gut, sicher nicht für jeden geeignet, aber unter bestimmten Umständen eben schon.

Medizinjournalist

Ich denke, dass DrEd.com eine gute Alternative zu den bestehenden Diagnose-Möglichkeiten ist. Nur weiter so!

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