Muskulatur: Der Casus Crampus

9. Juli 2015
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Wer schon mal aus dem Tiefschlaf von den Schmerzen eines Wadenkrampfes geweckt wurde, sehnt sich nach Tipps zur Vorbeugung und Therapie. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn die drei wichtigsten Therapie-Säulen stehen bei genauerer Betrachtung auf wackligen Füßen.

Etwa ein Drittel aller Erwachsenen leidet mindestens einmal jährlich an Wadenkrämpfen. Zu den Ursachen nächtlicher Wadenkrämpfe gehören Durchblutungs- und Elektrolytstörungen, Diabetes, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen sowie orthopädische, neuromuskuläre und rheumatische Erkrankungen. Auch Medikamente, beispielsweise Diuretika oder Asthmamittel, können Wadenkrämpfe auslösen. Meist ist die Ursache jedoch unklar.

Die S1-Leitlinie „Crampi/Muskelkrampf“ betrachtet die Therapie mit skeptischer Zurückhaltung und mahnender Vorsicht. Entgegen den Lifestyle-Botschaften der Laienpresse wird dem Blockbuster Magnesium keine evidenzbasierte Wirkung zugesprochen. Unabhängig davon fokussiert sich die Leitlinie auf die folgenden Statements:

  • ausreichend belegt ist die Behandlung mit Chinin
  • Alle anderen Maßnahmen und pharmakologischen Therapien sind nur sehr schwach oder nicht ausreichend belegt.
  • Der Einsatz von Chininsulfat wird bei schweren Formen von gewöhnlichen Muskelkrämpfen weiterhin für angemessen gehalten.

Bittermittel gegen Krämpfe

Die Studie der American Academy of Neurology (AAN) untersuchte Veröffentlichungen zur Therapie von Muskelkrämpfen aus den Jahren zwischen 1950 und 2008. Die Datenlage ist sehr heterogen. Es existiert keine randomisierte Studie, die die Wirksamkeit einer nicht medikamentösen Therapie belegt. Zwei Klasse-I-Studien belegen die Wirksamkeit von Chinin mit einer Reduktion der Muskelkrämpfe um 25 bis 30 Prozent. Vier Klasse-II-Studien (n = zwischen 20 und 43) wurden wegen schwerwiegender methodischer Mängel abgewertet. Dennoch kommt die Gesellschaft zu dem Schluss, dass Chinin bei der Behandlung von Crampi wirksam ist. Angesichts der zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen sollte Chinin mit Zurückhaltung eingesetzt werden. Regelmäßige Kontrollen des Blutbildes sind notwendig. Durchgefallen ist auch Gabapentin. Vitamin B, Lidocain und Diltiazem kommen auch nicht besser weg.

Das BfArM verweist auf eine Cochrane-Übersichtsarbeit, wonach die Evidenz für die Wirkung von Chinin gegen nächtliche Wadenkrämpfe „eher limitiert“ ist. In einer Studie, die nicht in die Cochrane-Analyse eingeschlossen war, wurde eine signifikante Reduktion der nächtlichen Wadenkrämpfe erzielt. Deshalb bleibt Chinin zur „Therapie und Prophylaxe nächtlicher Wadenkrämpfe bei Erwachsenen“ zugelassen. Die Indikation wurde jedoch dahingehend eingeschränkt, dass sie „sehr häufig oder besonders schmerzhaft sind und behandelbare Ursachen der Krämpfe ausgeschlossen wurden und nicht-pharmakologische Maßnahmen die Beschwerden nicht ausreichend lindern können“. Ab April 2015 ist Chinin nur noch gegen Rezept erhältlich.

Blutbildschäden unter Chinin

Die UAW-Datenbank des BfArM verzeichnet seit 1978 lediglich Meldungen zu Thrombozytopenien. Erschwert wird die Bewertung durch einen Todesfall unter Chinin, bei dem das BfARM einen „Kausalzusammenhang als möglich“ einstuft. Symptome wie Haut- oder Schleimhauteinblutungen, Nasenbluten oder eine erhöhte Blutungsneigung deuten nicht zwangsläufig auf eine Thrombozytopenie hin. Das BfArM vermutet, dass Thrombozytopenien häufiger auftreten als gemeldet.

Die Food and Drug Administration (FDA) hat bereits im Jahr 1994 den OTC-Verkauf von Chininsulfat untersagt und im Jahr 2006 vor dem Off-Label-Use bei Wadenkrämpfen gewarnt. In den USA ist die Substanz nur zur Malariatherapie zugelassen. Auch die kanadische Behörde hat davor gewarnt, und die englische Arzneimittelbehörde hat bereits 2010 die Anwendung von Chininsulfat in der Therapie der nächtlichen Wadenkrämpfe erheblich eingeschränkt.

Eine weitere potenziell gefährliche Nebenwirkung sind Herzrhythmusstörungen. Dem BfArM liegen 40 Fallmeldungen zu Chinin in der Systemorganklasse „cardiac disorders“ vor. Todesfälle waren nicht darunter. Chinin kann das QT-Intervall verlängern. In Verbindung mit Medikamenten, die die QT-Zeit verlängern, besteht die Gefahr von Torsade de pointes, die ein tödliches Kammerflimmern erzeugen können. Die gemeinsame Gabe von Chinin mit solchen Arzneimitteln ist deshalb kontraindiziert.

Laut dem BfArM gibt es Hinweise auf ein Missbrauchspotenzial. Chinin wird in der Szene dazu benutzt, das Antidiarrhoikum Loperamid ins Gehirn zu schleusen, um so einen Rausch auszulösen. Unverständlich, warum dies als Begründung für eine Rezeptpflicht von Chinin gelten kann, da ja Loperamid die psychotrope Wirkung aufweist.

Magnesium – Datenlage dürftig

Sehr häufig wird zur Einnahme von Magnesium geraten. Die empirische Annahme Wadenkrämpfe = Magnesiummangel wird nicht selten als Tatsache aufgefasst. Das ist jedoch falsch. Die Datenlage, ob Magnesium wirklich bei nächtlichen Krämpfen hilft, ist sehr unzureichend. Allgemein gilt, dass Magnesium in Verbindung mit schwachen Säuren wie Citrat eher im sauren Magenmilieu gelöst und resorbiert wird, während dies für Basen wie Magnesiumoxid überwiegend im alkalischen Darmmilieu erfolgt. Auch wenn Mg-Oxid in saurer Umgebung schlecht resorbiert wird, verfügt es mit 63 Prozent Magnesium über wesentlich mehr an Wirkstoffion als beispielsweise das besser bioverfügbare Magnesiumglukonat mit 5,8 Prozent. Über die Bedeutung der Bioverfügbarkeit bei einer längerfristigen Therapie existiert kein wissenschaftlicher Konsens.

Eine Metaanalyse von Sebo et al. schloss sieben Doppelblindstudien zur Wirksamkeit von Magnesium gegen nächtliche Wadenkrämpfe ein. Keine der Studien attestierte Magnesium eine signifikante Wirkung gegenüber Placebo. Lediglich in der Untergruppe der Schwangeren schnitt das Mineral besser ab. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie von Garrison et al.

In einer Crossover-Studie erhielten 46 Personen mit Wadenkrämpfen über 6 Wochen Magnesiumcitrat (entsprechend 300 mg Magnesium täglich) bzw. Placebo. Obwohl Magnesium von mehr Personen subjektiv als wirksam eingestuft wurde, war die Frequenz der Wadenkrämpfe nur geringfügig rückläufig (nicht signifikant, p=0,07).

Ausgedehnt?

Die Leitlinie empfiehlt Dehnen als nichtmedikamentöse Therapie bei Wadenkrämpfen. Häufig wird auch dazu geraten, vor dem Sport Dehnübungen zu machen, um damit Krämpfen vorzubeugen. Eine Metaanalyse, die im skandinavischen Journal of Medicine & Science in Sports [Paywall] veröffentlicht wurde, hat untersucht, welchen Effekt statisches Dehnen vor dem Training auf die sportlichen Leistungen hat. Das Ergebnis überrascht: Statisches Stretching vor dem Sport reduziert signifikant die Muskelkraft, Explosivkraft und Schnelligkeit des Sportlers. Dynamisches Dehnen mit größer werdendem Bewegungsradius ist von dieser Negativaussage nicht betroffen.

Auch wenn gelegentliche, nächtliche Wadenkrämpfe lästig und sehr schmerzhaft sind, verbirgt sich selten eine ernste Erkrankung dahinter. Die Datenlage zur Substitution von Mineralien ist dürftig und die Gabe von Chinin nebenwirkungsträchtig. Davon abzugrenzen sind „sportliche“ Crampi und solche bei Schwangeren.

104 Wertungen (4.28 ø)

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26 Kommentare:

Dr GR
Dr GR

Ca und Mg-Brause Tbl in Wasser aufgelöst helfen mir bei Muskelkrämpfen verschiedener Lokalisation innerhalb Minuten. Auslöser sind Schlafmangel, Stress, starkes Schwitzen und Limonaden zB im Radler etc.

#26 |
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Dr.Peter Clarenz Orthopäde
Dr.Peter Clarenz Orthopäde

Vor dem zu Bett gehen eine kleine Brise Kochsalz in einem Getränk, den Versuch ist es wert.

#25 |
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@5, @ 8 @13
Mich wundert, dass Magnesium nicht als Orotat empfohlen wird. Mg-Citrat ist besser als MgOxid!
Als orthomolekulare Zubereitung ist Kupferorotat auch wirksam, sowohl oral als auch als Salbe ist es oft sehr hilfreich (da sieht man, dass Homöopathie, Schüssler-Therapie und OMT mitunter sehr eng beisammenliegen )

#24 |
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Nichtmedizinische Berufe

Gar nicht so selten stecken Rückenprobleme dahinter, Fehlsteuerung von Nerven und Muskeln, und das oft auch noch BEVOR eine Erkrankung bekannt ist.

#23 |
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Gast
Gast

Hallo, hier einmal ein Erfahrungstipp von mir.
Ich habe tatsächlich auch schon jahrelang ab und an unter nächtlichen
Wadenkrämpfen gelitten. Nach längerem Herumirren nach den Ursachen
bin ich bei Alkohol fündig geworden. Es ist bekannt, dass Alkohol den
Magnesiumspiegel im Blut senkt. Weniger bekannt ist, dass diese Senkung
tagelang nach Alkoholgenuss bestehen bleibt. Nach Untersuchungen zufolge
sind von Frau Dr. G.Späth diese sog. alkoholinduzierten Magnesiumverluste
verantwortlich für ziemlich viele Symptome, u.a. eben auch für die genannten
Wadenkrämpfe. Auf Seite 29 schreibt sie ” Zur medikamentösen therapie der alkoholinduzierten Hypertonie ist nachgewiesen, dass ….. Magnesiumzufuhr experimentell bei alkoholinduzierter Hypertonie die Elektrolytverschiebunen der Gefäßzelle antagonisiert und den Blutdruck senkt und nach klinischen Studien teilweise wirksam ist.” Zitat Ende.
Ich habe dieses Zusammenwirken tatsächlich bei mir festgestellt und auch die im Buch von Frau Späth dargestellten Zeiträume von bis zu 5 Tagen nach Alkoholgenuss (über das bei mir übliche Mass hinaus!) bemerkt. In diesem Zeitraum habe ich vermehrt Wadenkrämpfe. Magnesium hilft mir tatsächlich, um diesen Zustand zu überwinden. Vielleicht hilft das ja Diesem oder Jenem hier im Forum.
Das Buch hat den Titel “Magnesium-Alkohol Neue Aspekte zu einem alten Thema, G. Späth. ISBN 3-407-695-10-1 erschienen 1989 im Beltz-Verlag.

#22 |
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Michael Kacik
Michael Kacik

Keine ausreichende Datenlage

#21 |
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Ärztin

seltener aber noch stärker belastend sind Oberschenkelkrämpfe. Wer hat gute therapeutische Erfahrungen auf diesem Gebiet?

#20 |
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Angela Ritterswürden
Angela Ritterswürden

Ich möchte zu dem Teil “Ausgedehnt” meinen Kommentar abgeben. Endlich eine offizielle Bestätigung, dass das statische Dehnen der Muskulatur eher schadet als es vom Nutzen ist. Die Jahre meiner Erfahrung als Physiotherapeutin und Somatics Educator haben gezeigt, dass langfristige Muskellängeveränderung und die Spannungsreduktion nur durch das dynamische, behutsame Dehnen in funktionalen Ketten im schmerzfreien Bereich möglich ist. Wenn man den Patienten untersucht, stellt man fest, dass die isolierte Anspannung der Waden fast nicht vorkommt, sondern immer mit der Anspannung der ganzen Kette zusammenhängt. Da die Wadenmuskulatur neigen viel eher als andere Muskeln bei einer chronischen Überlastung zu Krämpfen, bleibt leider die Konzentration des Patienten und des Behandlers in diesem Gebiet hängen.

#19 |
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dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Mein erster Kontakt mit diesem Beschwerdebild war als Absolvent und jüngster Assistenzarzt, vollgestopft mit universitärem (theoretischem) Wissen wenige Tage nach Arbeitsaufnahme. Eine gesunde junge Frau und aktive Sportlerin hat nach einer Babypause wieder mit dem Training (Volleyball) begonnen und sich wohl als Überbelastungsphänomen wirklich “knüppelharte” Waden einschl. Krämpfe zugezogen. Der Chef fragte seine Assistenten nach Befund, Diagnose, Differentialdiagnosen und Therapievorschlägen – und erhielt nur dürftige Antworten. Solche “banalen” Beschwerden ohne eigentlichen Krankheitswert landeten und landen wahrscheinlich noch immer nicht in der Universitätsklinik – und werden somit nicht unterrichtet. Was nun kam, wurde auch nicht im Studium erwähnt: Der Chef nahm zwei Nadeln, platzierte sie im Unterschenkel und nach 15-20 min. waren beide Waden “butterweich”!!
Heute (über 30 Jahre später) weiss ich es besser. Das war
Akupunkturbehandlung an den Punkten “Blase 57” (am “Treffpunkt” von Caput mediale und laterale des M. gastrocnemius – dem sogn. “Kulipunkt” der Chinesen. Nicht benannt nach dem “Kugelschreiber”, sondern dem Rikschakuli, d.h. den Männern, die eine mehr oder weniger beladene Fahrradrikscha jeden Tag stundenlang laufend durch die Stadt bewegen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen – und harte Waden und auch Krämpfe bekommen können).
Wer Akupunktur ablehnt, kann gerne eine intra(!!)cutane Quaddel mit Procain, Xylocitin oder auch NaCl am gleichen Ort setzen, und wem auch die Neuraltherapie suspekt vorkommt, kann sich eine Lokalanästhesie setzen. Dann aber bitte den gesamten Stichkanal einschl. subcutan infiltrieren. Kurz warten und lange staunen :-)

#18 |
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wenn man bedenkt, wie viel Magnesium in Apotheken, Drogerien bis zum Spermarkt umgesetzt wird, obwohl es keine Wirkung hat, kommt einiges an Geldverschwendung zusammen. Aber der Werbung sei dank, dass jeder (sei es Patient oder Arzt) bei dem Wort “Krämpfe” zuerst an Magnesium denkt und auch daran glaubt…

#17 |
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Dr. med. Angelika Götz
Dr. med. Angelika Götz

Wenn das MG++ in natürlicher Form ( grünes Gemüse, Salat…) regelmäßig eingenommen wird , ist dies auch von Vorteil; Mutter Natur serviert uns die Mineralstoffe meist in gut resorbierbarer Form!!!!

#16 |
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Ein schon lange zurückliegender Artikel in der medical tribune hat mir und meinen Patienten eine kostenlose und leicht anwendbare Methode der Verhinderung von nächtlichen Wadenkrämpfen gebracht: Abends vor dem Schlafengehen ein 1/4 Liter (!) warmes (!) Leitungswasser trinken! Angeblich soll der Entstehung von Crampi eine Elektrolytverschiebung zugrunde liegen, welcher mit dem Wassertrinken entgegengewirkt werden könne. Vielleicht ist es ja nur ein Placeboeffekt, aber einen Versuch lohnt es allemal. Einzige eventuelle NW: Nykturie, na ja …
Bisher hat die Empfehlung noch nicht versagt. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich.

#15 |
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Gast
Gast

Bekannt ist auch dass ein schwaches Fußgewölbe zu Mehrbeanspruchung der Waden führt und somit nächtliche Wadenkrämpfe verursachen kann. Mir hat mal eine Hausärztin wegen meiner Plattfüße empfohlen jeden Abend vor dem Schlafengehen ein paar Minuten auf den Fußspitzen zu laufen. Ein sehr guter Tipp! Auch abendlicher Alkoholgenuss kann zu nächtlichen Wadenkrämpfen führen…

#14 |
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Erich Egermann
Erich Egermann

Natürlich hilft Magnesium, aber durch die schlechte Resorbtion peroral nur sehr dürftig. Optimal ist die i.v. Gabe, ( Magn.Glucon. -LH Amp. ) Dem Patienten oder der Patientin eine Serie von täglich oder jeden 2.Tag MAgnesium i.v. und die Sache ist behoben.

#13 |
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Mitarbeiter Industrie

Neben den o.a. Möglichkeiten Wadenkrämpfe zu bekommen, wurde vergessen, nicht zugedeckte Beine !!
Strecken der Beinmuskulatur beim aufwachen!

#12 |
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gast
gast

Interessantes Thema, das mich zum Glück nicht persönlich betrifft. Interessehalber: Hat eine(r) der Betroffenen auch schon mal Wärmecreme ausprobiert? Die soll doch die Durchblutung erhöhen, mechanistisch müßte das doch bei Krämpfen funktionieren, oder?

#11 |
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Tierheilpraktikerin

Ich hatte jahrelang bis zu 8 äußerst schmerzhafte Wadenkrämpfe pro Nacht. Magnesium hat überhaupt nicht geholfen. Erst als es nach der Entfernung der Schilddrüse zu einem offensichtlichen Calciummangel kam, bekam ich endlich die Erleichterung: mit hoch dosiertem Calcium + Calcitriol verschwanden die Krämpfe. Meine Mutter wurde ebenfalls falsch behandelt, die hatte dieselbe angeborene Nebenschilddrüsenschwäche. Schlimm, wie oft Schilddrüsenerkrankungen nicht erkannt werden in Deutschland.

#10 |
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Diätassistent

Ich nehme regelmäßig Magnesium und bin völlig entspannt.
Allerdings habe ich in den letzten Tagen meinen Erfahrungsschatz erweitern dürfen. Ungewöhnlich viel körperliche Arbeit bei hohen Temperaturen, meine Ernährung ist überwiegend Obstbasiert, vor zwei Tagen konnte ich mich nicht mehr bücken ohne Beinkrämpfe zu bekommen auch allgemeine Muskel und Rückenschmerzen, Magnesiumdosis erhöht keine Wirkung, erst als ich einen halben Teelöffel Steinsalz in Wasser aufgelöst habe war der Spuk relativ schnell verschwunden.

#9 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Magnesium, orthomolekular als citrat – super. Wenn das nicht geht, wirkt geradezu “umgehend” Schüssler Cuprum arsenicosum. Soll auch bei Nichtgläubigen wirken. Langjährige Erfahrung mit Cuprum als Krampfmittel, nicht nur bei Wadenkrämpfen

#8 |
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Prof. Dr. Hansjürgen Buhl
Prof. Dr. Hansjürgen Buhl

Auch ich litt viele Jahre nachts unter Wadenkrämpfen, die fast jede Nacht und mehrmals auftraten.
Das oft empfohlene Strecken machten bei mir die Schmerzen fast unerträglich.
Zunächst versuchte ich dann, die Krämpfe durch Einnahme von Magnesiumoxid zu lindern. Leider brachte das keine Erleichterung. Dann stieß ich zufällig auf ein Angebot von Magnesiumdicitratkapseln (pro Kapsel 100 mg elementares Mg). Davon nahm und nehme ich jede Nacht 2 bis 3 Kapseln, und zwar über die Nacht verteilt, wozu ich keinen Wecker stelle, da ich als “Hochbetagter“ sowies nachts 2 oder 3 mal zur Toilette muss. Seitdem sind meine nächtlichen Wadenkrämpfe fast völlig verschwunden! Das klappt schon seit einigen Jahren. Es mag nicht jedem helfen, aber einen Versuch ist es für jeden wert.

#7 |
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Stärker beanspruchte Muskeln habe die Tendenz sich zu verkürzen, besonders an den Waden, Oberschenkelhinterseiten und den Füßen. Genau diese Muskeln werden dann häufig durch Krämpfe auffällig, besonders wenn vielleicht noch Elektrolytstörungen und Mangeldurchblutung hinzukommen. Konsequentes Dehnen NACH der Belastung wirkt dem sehr gut entgegen und ist meist schon als alleinige Maßnahme wirksam. (Ich wüsste auch nicht, was das in der Studie untersuchte Dehnen VOR der Beanspruchung bewirken sollte)

#6 |
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Gast
Gast

Cuprum Metallicum bekehrt Waden-verkrampfte Homöopathie-Skeptiker.

Nota bene:
Es können vermehrt psychosomathische Nebenwirkungen
bei Menschen mit starkem Dr.-Med. Syndrom auftreten.

#5 |
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Tja, wenn ich im Gebirge ab 1.500 m und bei 2.800 m wandere, steile Hänge erklettere und vor allem gebückt arbeite (Steine von Pfaden lesen, Büsche schneiden etc.) bekomme ich oft nachts gewaltig schmerzhafte Wadenkrämpfe. Abends Magnesium einnehmen, verringert das Auftreten, nachts dann zusätzliche Einnhame hilft deutlich.
ABER bis dahin sind es höllische Schmerzen und völlig rigide, brettharte Beinuskeln! Vor allem Unterschenkel. Man kann sich nicht bewegen und schreit vor Schmerz!
ABER, dann mache ich Autogenes Training und konzentriere mich intensivst auf die Schwere-Wärme in den Beinen und vor allem in den betroffenen Bezirken.
Nach wenigen Minuten lösen sich die Krämpfe, ich spüre, wie hier und dort kleine “Muskelexplosionen” – Salven von Muskelzuckungen, den Krampf lösen!
Jeder reagiert unterschiedlich, mein nebenwirkungsfreies Rezept hilft mir enorm.
ABer auch die abendliche Einnahme von Diclofenac 75 mg verhindert das Auftreten von Krämpfen. Ich vermeide es allerdings und verlsse mich lieber auf das Autogene Training.
mfg RvM

#4 |
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Dr. Gerd Kruse
Dr. Gerd Kruse

Auch ich stehe unter Diureticum-Therapie. Seitdem traten bei mir verstärkt nächtliche Crampi auf. Seit ich abends ein simples Magnesium-Präparat einnehme, sind die Crampi weg. Habe ich 2 bis 3 Tage kein Magnesium genommen, sind die Crampi wieder da. So unwirksam kann Magnesium also nicht sein.

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Sehr gut recherchierter Artikel.
Nichts hinzuzufügen
Mit fr. Gr.
P. Glatthaar

#2 |
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Dr. med. Michael Traub
Dr. med. Michael Traub

Unter Therapie mit Diuretika nehme ich tgl. ein Kalium-Magnesium-Praparat zur
Vorbeugung gegen Crampi ein. Vergesse ich die Einnahme, treten vor allem in der
Nacht lang anhaltende äußerst schmerzhafte Wadenkrämpfe auf. Von einem Kollegen
habe ich gehört, daß es in diesem Zusammenhang zu einer tiefen Beinvenenthrombose
bei ihm gekommen war. Ist dies ein ernstzunehmendes Risiko?

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