E-Zigaretten: Der Dampf ist raus

17. April 2015
Teilen

Gesundheitspolitiker arbeiten mit Hochdruck an einer Gesetzesnovelle, um den Verkauf von E-Zigaretten einzuschränken. Ihre Maxime: Kinder und Jugendliche sollen künftig außen vor bleiben. Ein Regelwerk ist schnell gemacht. Exakte Risikobewertungen gibt es aber nicht.

Bereits im letzten Jahr forderten Ländervertreter, das Nichtraucherschutz- sowie das Jugendschutzgesetz zu überprüfen. E-Zigaretten und E-Shishas sollten nicht mehr an Minderjährige verkauft werden, da gesundheitliche Risiken momentan nicht absehbar seien. Ihre Resolution war mit dem Auftrag an die Bundesregierung verbunden, für mehr Klarheit zu sorgen. Experten sollten auf Basis von wissenschaftlichen Daten klären, inwieweit elektronischen Zigaretten der Gesundheit schaden.

Ein Kessel Buntes

Als Grund für ihre Forderung wiesen Politiker auf unterschiedliche Inhaltsstoffe hin. Sie wollten wissen, inwieweit neben Nikotin auch andere Substanzen zu Gesundheitsschäden führen. Davon seien besonders E-Raucher unter 18 betroffen, hieß es weiter. Liquids mit Erdbeere und Schokolade zielen Krebsforschern zufolge auf Jugendliche ab. Ob es sich bei E-Zigaretten respektive Flüssigkeiten zur Befüllung eindeutig um Tabakprodukte handelt, erschien juristisch ebenfalls unklar zu sein. Ein Abgabeverbot für Kinder und Jugendliche gab es bislang nicht. Momentan greifen lediglich Selbstverpflichtungen von Branchenverbänden.

Verbot in Arbeit

Jetzt gab eine Sprecherin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bekannt, ihr Haus wolle das Jugendschutzgesetz verschärfen. Als Grund gab sie an, E-Zigaretten und E-Shishas seien „wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nicotin mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden.“ Sie dürften deshalb nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) plant, das Jugendschutzgesetz zügig zu novellieren. Dazu arbeitet ihr Haus gerade an einem Referentenentwurf. Unterstützung erhält sie von Marcus Weinberg (CDU). Der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion sagt, E-Zigaretten seien für erwachsene Raucher gedacht, die sich das Rauchen abgewöhnen oder ihren Konsum reduzieren wollen. Für Kinder und Jugendliche seien sie ungeeignet und gefährlich. Aus wissenschaftlicher Sicht sind Weinbergs Äußerungen etwas schwierig. Studien ergeben bei der Frage, ob sich E-Zigaretten zum Ausstieg eignen, kein klares Bild. Zuletzt hatte Derek Yach, ehemaliger Direktor und Gründer der Framework Convention on Tobacco Control der WHO (FCTC), E-Zigaretten einen großen Stellenwert zur Bekämpfung von Krankheiten eingeräumt, welche durch Tabakkonsum entstanden sind. Die Kontroverse geht weiter.

9 Wertungen (4.22 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

23 Kommentare:

Gast
Gast

ja ja der dr. bayerl,
anstatt auf jeder plattform seinen senf dazuzugeben und genau soviel ahnung vom dampfen zu haben, wie die Monika, ähh entschuldigung Martina P-L
sollte er sich lieber erstmal einlesen
seit dem ich dampfe hat sich mein raucherhusten komplett zurückgebildet, ich bekomme besser luft, dies wurde mir auch durch meinen arzt bescheinigt, der mir sagte das meine lunge fast der eines nichtrauchers entspricht
angefangen habe ich mit 18 mg nikotin und bin mittlerweile bei 3 mg nikotin angelangt und strebe jetzt 0 mg an
seit der entscheidung das rauchen einzustellen und den schritt mit dem dampfen zu wagen hat sich alles verbessert
nikotinpflaster und kaugummis hatte ich auch probiert, unter aufsicht, jedoch ohne erfolg
als ich mich dann in die materie des dampfens eingelesen habe und mich für ei einsteigerset entschieden haben, ging es in einen dampfershop
dort wurde ich nochmals sehr gut beraten, meine fragen wurden sehr zufriedenstellend beantwortet, nach dem kauf des einsteigerset’s nach hause gecahren
liquid eingefüllt und gedampft, seitdem nie wieder eine zigarette angegriffen, noch irgendwelches verlangen danach verspürt

#23 |
  0
Gast
Gast

Ich (Prof. Bernd Mayer) poste als Gast, weil ich mich nicht auf jeder Plattform registrieren mag, auf der Sie, Herr Dr. Bayerl, Ihre Hasstiraden auf mich ablassen. Das von ihnen zitierte Gutachten stammt aus dem Jahr 2006. In der Zwischenzeit habe ich die Fachliteratur gelesen anstatt wie Sie nur unreflektiert nachzuplappern, was mir andere vorsagen. Ja, Nikotin ist ein weitgehend harmloser Stoff, mit moderaten negativen aber auch postivien Wirkungen. Es gibt keinen Hinweis, dass Nikotin in Abwesenheit von Tabak Sucht erzeugt. Raucher sterben definitiv nicht an den Wirkungen von Nikotin. Darüber besteht Einigkeit unter Fachleuten. Erstaunlich, dass Ihnen das entgangen ist. Vielleicht sollten Sie doch ab und zu einen Blick in die Literatur werfen.
Zur von der WHO und damit der Pharmaindustrie diktierten Position der medizinischen Fachgesellschaften und anderen Aspekten verweise ich auf meinen Blog und die in den diversen Beiträgen zitierte Literatur: [Link wurde von der Redaktion entfernt]

WHO-gesteuerte Nichtraucher-Aktivisten wollen offenbar nicht erkennen, dass E-Zigaretten von Rauchern bzw. Ex-Rauchern statt Tabakzigaretten konsumiert werden. Sie sind keine medizinischen Entwöhnungspräparate sondern Genussmittel. Und als Genussmittel dürfen sie auch schädlich sein, wie das bei Kaffee und Alkohol der Fall ist. Nachdem Tabak und E-Zigaretten Nikotin enthalten, ist die Diskussion über die Wirkungen von Nikotin sekundär.
Es ist in der Tat ein gesundheitspolitischer Skandal, Raucher zu verunsichern und vom Umstieg auf eine weniger schädliche Alternative abzuhalten.

#22 |
  0
Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Sie wollten es ja so:
Prof. Dr. Bernd Mayer schreibt in seinem eigenen Gutachten von 2004 FÜR die E-Zigarette über Nikotin:
http://www.aerzteinitiative.at/RuyanGutachten.pdf
“…. beruht die wesentliche gesundheitsschädliche Wirkung von Nikotin auf einer durch Stimulierung sympathischer Ganglien bewirkten Verengung von Blutgefäßen und daraus resultierender arterieller Hypertonie, Thrombosen und signifikant erhöhtem Risiko für Myokardinfarkt und ischämischen Insult (Schlaganfall).”

und bezeichnet aber 2015 im Ärzteblatt die zurückhaltende Stellungnahme von 9 (neun!!) Fachgesellschaften einschl. WHO wörtlich als “ein Skandal”.
Als ich ihm das nun vorgehalten habe,
bringt es als “Beweis” für die Harmlosigkeit eine zitierte 60-seitige Meta-Analyse,
in der aber folgendes steht:
“electronic cigarettes or e-cigarettes are a relatively new, and unregulated, approach to nicotine delivery. Consequently, the safety of these products and their use for quitting cigarette smoking have not been well evaluated. At this time, they are not considered cessation devices, and their contents and risk profiles are just beginning to be explored.”

beachten Sie das Wort “beginning”

wer mehr darüber lesen will:
http://tinyurl.com/kudlklh

#21 |
  0
Gast
Gast

@Norbert Zillatron, wieso “ein starkes Stück”?
oder meinten Sie ein starkes Stück von Prof. Dr. Bernd Mayer, dass er Nikotin an anderer Stelle als völlig harmlos bezeichnet hat, wie #16 ja hier bestätigt hat.

#20 |
  0
Norbert Zillatron
Norbert Zillatron

Herr @Dr.Bayerl

Ich finde es schon ein starkes Stück, dass Sie den Leiter der Pharmakologie und Toxikologie der Universität Graz der Lüge bezichtigen.

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00204-013-1127-0/fulltext.html

#19 |
  0
Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Hallo Frau Megan, das war wenigstens sehr ehrlich. Mit der fehlenden Schädlichkeit von Nikotin sind Sie schlicht auf dem Holzweg, ein Prof. Dr. Bernd Mayer hat das leider nur behauptet und zwar wider besseres Wissen, seine Literaturbelege bezogen sich nicht auf die E-Zig. sondern andere medizinischen Entwöhnungsmethoden, wobei nicht überraschend der Nikotineinsatz gesundheitlich am schlechtesten abgeschnitten hat. Ich bin als dienstleistender Arzt tolerant zu der individuellen Entscheidung jedes “Volljährigen” bezüglich seiner Lebensführung, allerdings fühle ich mich beruflich VERPFLICHTET, wenn gefragt, sie über die gesundheitlichen Konsequenzen aufzuklären und das sehr häufige Wunschdenken wie bei den Alkoholikern NICHT mitzumachen.
Beim Rauchen kommt das passiv-Rauchen hinzu, hier geht es eindeutig um Rücksichtslosigkeit, besonders schlimm gegenüber dem eigenen Kind.
Das fällt z.B. für Coffein weg, womit ich mich schon als Medizinstudent beschäftigt habe. Hierzu sagte der renommierte Pharmakologe wörtlich Coffein ist die einzige gesundheitlich unbedenkliche Droge, was sich in der riesigen Literatur der letzten 20 Jahre nicht nur bestätigt hat, sondern etliche positive Effekte herausgestellt wurden. Interessanterweise ist ja deshalb auf der Dopingliste, weil es tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil verschafft, nicht weil es gesundheitsschädlich ist!
Alkohol und noch viel mehr der Zucker sind wie das meiste (AUßER Nikotin) nur unter Dosis-Berücksichtigung zu betrachten, also nicht vergleichbar.
mfG

#18 |
  0
Daniel Schmahl
Daniel Schmahl

@Megan, du sprichst nur für dich und nicht für all die anderen Millionen von Rauchern, die schon als Kinder von der Tabakindustrie angefixt worden sind und somit nicht mit vollem Bewusstsein und einer klaren Risikoabschätzung ins offene Messer der lebensgefährlichen Zigarettensucht hineinspaziert sind.
Ob ein Zigarettenabhängiger Mensch überhaupt eine Wahlmöglichkeit zwischen Rauchen und einem dauerhaften Rauchstopp hat, dass wage ich mal ernsthaft zu bezweifeln. Das fatale ist, dass es der WHO primär um Verhaltensänderung und nur sekundär um den Rauchstopp geht. Du kannst die Dinge benennen wie du möchtest, Wölkchen, Nikotiniker und und und, es ändert nichts an der Tatsache, worum es denen im Grunde geht. Im Grunde ist es ein Glaubenskrieg und nur über das Leid sollst du dein Laster abschwören. Der Weg der WHO ist alles und du bist nichts. Erst wenn du den beschwerlichen Weg genommen hast, darfst du dich Nichtraucher nennen, Halleluja und Ahmen.

#17 |
  0
Gast
Gast

Was macht ihr eigentlich mit den Jugendlichen, die jetzt immer noch an den Schulhöfen Zigaretten rauchen.Wer verkauft Tabak -Zigaretten immer noch an die Kinder.Ihr wist genau das die Tabak -Zigarette Krebs erregend sind sind, warum wird sie dann noch verkauft.

Hier geht es nur um Geld oder !!!!

#16 |
  0
Megan
Megan

Zitat: “Exakte Risikobewertungen gibt es aber nicht. ”

Sehr fein:
Diese und weitere Feststellungen kann schon jeder E-Raucher anfangen zu sammeln….als Beweismittel eines Tages vor dem EuGH und sonstigen Gerichten.
Die Sprecherin des Ministeriums verhilft mit zu einer Freigabe aller E-Zigaretten und Liquids, die heute am Markt sind…ich zitiere:
“wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nicotin mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden.”

Als ich vor 5 Jahren die E-Zigarette gekauft habe als nichtaufhörwillige Raucherin, wollte ich mir NICHTS damit “ab- oder entwöhnen” oder gar “Entzugssymptome lindern”.
Ich wollte damit WEITERMACHEN Nikotinwolken zu generieren (und das klappte sehr gut) und ich dachte, sie ist wohl genauso schädlich wie meine gewohnten Tabakzigaretten:
Es war doch das “böse” Nikotin drin….und MEIN Wissen beim Kauf als “durchschnittlich informierte mündige Bürgerin” (WICHTIG VOR GERICHT!) war, dass Nikotin sehr schädlich ist.
Dieses Wissen hat auch noch Frau Dr. Pötschke-Langer und weitere hochrangige Experten und Politiker (Dr. Bayerl übrigens auch).

Da ich nicht aufhören wollte, Nikotinwolken zu generieren, war ich also mit gesundheitlichen, bis hin zu TÖDLICHEN RISIKEN einverstanden neim Kauf der E-Zigarette.
“Risiken” bedeutet ja nicht, dass Schäden auftreten müssen….aber ich habe tödliche RISIKEN akzeptiert durch mein bewusst gewolltes dauerhafte Fortführen meines “Risikoverhaltens Nikotinwolken generieren”.
ERST SPÄTER habe ich erfahren, dass Nikotin per se mir nicht einmal schadet…..juristisch relevant ist aber mein Wissen beim KAUF.
Nachdem ich sogar durch mein falsches Wissen tödliche Risiken (Herzinfarkt, Schlaganfall) akzeptiert habe, brauche ich auch keinerlei weiteren “Reinheitsgebote” bei ..ich zitiere Prof. Dr. Bernd Mayer.. “50 Mio Dampferjahren ohne dokumentierte Krankheitsfälle”.
Ich akzeptiere ALLE Schadstoffe, die in E-Zigaretten oder Liquids sein oder produziert werden KÖNNEN.

Wenn ich in 20-30 Jahren krank werden SOLLTE, ist das meine Sache:
MEIN RISIKO, das ich BEWUSST eingehe, da ich weiss…es gibt noch keine Langzeitstudien.
Wenn ich als mündiger Bürger kein Risiko mehr will, muss ich AUFHÖREN zu E-Rauchen (das steht jedem frei……).
Ich traue jedem E-Raucher zu, bei dem Händler seines Vertrauens zu kaufen…wie bei anderen Dingen auch.
ICH brauche keine “Reinheitsgebote” mehr: Sie sind der TOD der E-Zigarette in funktionierenden Form…und der von vielen Millionen Nikotinikern in der Zukunft.

Gerichte fangen nun an, einen “hohen Gesundheitsschutz” zu verlangen und sichere Produkteigenschaften WIE bei einem Nikotinersatzprodukt.
Das können sie gar nicht…nicht für MICH mündige Bürgerin, die eh risikobereit war und weiterhin ist.
Ich zitiere nochmal die Sprecherin des Bundesministeriums:
“E-Zigaretten und E-Shishas seien „wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nicotin mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden.“ ”

Von so einem “Nervengift “mit deutlichen GesundheitsRISIKEN verlangen Gerichte und auch die EU-TRL einen “hohen Gesundheitsschutz”??
Ab hier schalten wir mal wieder den gesunden Hausverstand dazu:
In der EU-Tabakrichtlinie werden ausschliesslich schädliche Nikotinprodukte reguliert.
Zweck:
Nachdem Nikotintabakprodukte IMMER schädlich sind (alleine wegen dem Nikotin), soll der mündige Nikotiniker (so nannte man “Raucher” früher) vor NOCH mehr Risiken geschützt werden.
Es soll also die Gesundheit des “Nikotinikers” geschützt werden, worauf er auch ein Recht hat , solange er NICHT AUFHÖREN WILL…und das tun die Wenigsten.
Lt einer Umfrage unter 19000 E-Rauchern hörten nur 0,6% (!!) ganz auf zu Dampfen und nur 3,6% dampften nikotinfrei…

Mündige Bürger haben Handlungsfreiheit und sie haben ein RECHT auf ein Risikoverhalten.
Ein Risikoverhalten ist Essen, trinken, Sex, Fahrrad fahren….alles, was ein Bürger sichtbar macht.
In Sachen “E-Zigarette” ist das Risikoverhalten eindeutig das “Wolke generieren mit Nikotin”….denn…ich zitiere nochmal:
“”Exakte Risikobewertungen gibt es aber nicht. ”
” „wegen des enthaltenen Suchtstoffs und Nervengifts Nicotin mit deutlichen Gesundheitsrisiken verbunden.”

Nach allen Umfragen dampfen ca. 95-97% MIT Nikotin.
Also hat die Mehrheit der E-Raucher weiterhin ein potentielles RISIKOverhalten alleine durch Nikotin. Hier einen “hohen Gesundheitsschutz” als Richter zu verlangen, ist Blödsinn.
Die E-Raucher wissen inzwischen, dass ihnen Nikotin per se körperlich nicht schadet. Ob sie den Nikotinkonsum aufhören WOLLEN, ist ihre Sache.
Gewollt haben Viele….aber: Fast alle konsumieren es jadauerhaft, egal was sie wollten.

@Herr Dr. Bayerl
nein, ich wollte davon nicht “runterkommen”…genauso wenig wie ich von Koffeinkonsum oder Zuckerkonsum “runterkommen” will.
Das “Rauchverhalten” ist auch das Gleiche: Wolken generieren…egal ob mit Rauch oder Dampf.
Ich trinke jeden Tag Kaffee….wie ca. dreiviertel Bundesbürger.
Koffein steht als “Suchtstoff” schon im ICD-10.
Wenn er es offiziell wird….sind dreiviertel der Bundesbürger “Koffeinsüchtige”.
Kein Problem, solange sie NICHT aufhören WOLLEN damit.
Es gibt ja gsd noch keine “Zwangsentwöhnungstherapie”.
Bei Kaffee hätte da sicherlich die Kaffeeindustrie etwas dagegen, wenn alle aufhören, das “Naturprodukt” Kaffee zu trinken und sich “zum Entwöhnen” Energy Drinks kaufen (da wäre das “Trinkverhalten” auch das gleiche).
So in etwa ist der Wahnsinn vergleichbar vom Umstieg von Tabakzigaretten auf E-Zigaretten.
Prof. Dr. Bernd Mayer hat Ihnen ja schon gesagt, dass Nikotin per se wirklich nicht schadet und praktisch nicht einmal suchterzeugend ist.
Schwer zu glauben..aber wahr.
………………………………..

Es reicht…..wie heisst es so schön in Krimis?
“Alles was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden”
Dann fangen wir mal an…..von der Warte “Riskoverhalten Nikotinwolken generieren” aus wird jeder Negativ-Bericht gegen die E-Zigarette ein FEST für Zitate-Sammler…als Beweis vor Gericht eines Tages:
Wir mündigen Bürger haben ein RECHT auf ein Risikoverhalten wie Nikotinwolken generieren….und zwar solange, wie es Tabaknikotinzigaretten auf diesem Planeten gibt!
Die Jugend dürfen sie davor schützen und Nichtraucher…aber UNS bekennende NICHT AUFHÖRWILLIGEN “Nikotiniker” die besten Dampfsachen zu nehmen, ist ethisch nicht vertretbar, da ALLE wieder Nikotinwolken mit Tabakzigaretten generieren würden, die TAUSENDFACH risikoreicher sind!

(Robin Williams hatte Recht im Film “Club der toten Dichter”…als er sich auf den Tisch stellte und alle aufforderte, alles einmal von einer anderen Perspektive zu betrachten…auf einmal sieht man viel mehr: https://www.youtube.com/watch?v=953UQ6w-gyA )

#15 |
  0
Daniel Schmahl
Daniel Schmahl

@Dr. Bayerl, wie N. Zillatron schon geantwortet hat, lässt der Suchtdruck rapide nach und das nach kurzer Zeit.

Nach einer rund 38Jährige Raucherkarriere, als elfjähriger Angefangen und davon mind 20 Jahre lang mit steigender Tendenz bis zum Schluss mit bis zu über 50 Zigaretten/Tag, wovon die meisten Selbstgedrehte waren, ohne Probleme den Wechsel zum Dampfen geschafft.
Mit der COPD hab ich ja schon erwähnt, gell? Und wie mein finales Ende ausgesehen hätte, das glaube brauch ich Ihnen nicht zu erklären.
Wenn die E-Zig nicht entwickelt worden wäre, oder gewissen Leute die in verantwortlichen Positionen sitzend Beachtung und Glauben geschenkt hätte…ich darf nicht an diese Leute denken, dann macht sofort mein Blutdruck Radau :(.

Wissen Sie, ohne es zu wollen habe ich auch meine Nik. Dosis von anfangs 25mg/ml, binnen eines halben Jahres auf 5mg/ml abgesenkt. Alles über 8mg/ml an Nikotin beim Dampfen, empfinde ich persönlich als unangenehm.
Und wissen Sie was ich auch noch festgestellt habe, das mir bei Stresssituationen das Verlangen nach einer Dampfe völlig fehlt, was zu Raucherzeiten undenkbar war. Selbst wenn ich meine Dampfe morgens Zuhause liegen lassen und zur Arbeit gehe renne ich nicht zurück um sie mir zu holen und das kommt nicht einmal selten vor, oder mir das Liquid ausgeht, oder mir der Akku versagt (leer ist) und ich kein Ladekabel habe.
Wissen Sie was, das geht mir dann völlig am Allerwertesten vorbei und wenn ich dann wieder Zuhause bin kann es sein, dass ich das Dampfen völlig vergessen habe bis ich das Ding dann am PC friedlich vor sich “hindösen” sehe ;).
Sucht sieht anders aus Herr Dr.. Und ans Aufhören hatte ich auch schon gedacht, aber warum sollte ich mir alle Genüsse verwehren solange sie mir nicht schaden? Vielleicht habe ich ja wenn der ganze Zirkus mit der Bäsche gegen das Dampfen vorbei ist, dann wirklich kein Interesse mehr und gebe es dann auf.

#14 |
  0
Gast
Gast

@ Dr. Bayerl, Sie fragten, für mich sinngemäß, ob sich mein Rauchverhalten durch die E-Zigarette nachhaltig geändert hat.
Diese Frage kann ich nur mit einem klaren Ja beantworten.
27 Jahre habe ich zwischen 25 und 30 Zigaretten pro Tag konsumiert. Seit Anfang Februar diesen Jahres dampfe ich ausschließlich und fühle mich um Längen besser. Nicht nur das mein morgendlicher Raucherhusten nicht mehr existiert; auch meine häufig auftretenden Kopfschmerzen sind auf ein erhebliches Maß zurück gegangen.
Selbst mein Hausarzt (FA Internist) hat mich zu meiner Entscheidung beglückwünscht.

#13 |
  0
Achim
Achim

” Sie wollten wissen, inwieweit neben Nikotin auch andere Substanzen zu Gesundheitsschäden führen. ”
Zu welchen Gesundheitsschäden führt denn Nikotin, gibt es da schon gesicherte Informationen ?

#12 |
  0
Norbert Zillatron
Norbert Zillatron

@Dr.Bayerl

Das soll einfach jedem selbst überlassen bleiben. Es handelt sich hier ja nicht um eine medizinische Behandlung sondern um ein alternatives Genussmittel, das zufälligerweise ähnlich wie NRTs genutzt werden KANN.

Ich zum Beipiel wollte gar nicht aufhören (mit Rauchen) und habe es bis jetzt (mit Dampfen) auch nicht vor. Ich plane nicht mal, den Nikotingehalt zu reduzieren.

Die meisten Dampfer, die ich kenne, reduzieren den Nikotingehalt im Laufe der Zeit stark. Einige verzichten mittlerweile sogar ganz auf Nikotin, dampfen aber immer noch. Andere wiederum haben komplett aufgehört. Sowohl mit Rauchen als auch mit Dampfen.

Im Übrigen habe ich – wie viele andere Langzeitdampfer – festgestellt, dass der Suchtdruck beim Dampfen erheblich niedriger ist gegenüber dem Rauchen. Selbst wenn man wie ich hohe Nikotinkonzentrationen konsumiert.

Zum Beispiel war ich auch im letzten Dezember bei der Tabakkontrollkonferenz im DKFZ. In meiner Zeit als Raucher wäre ich spätesten nach eine Stunde rausgeschlichen. (2 Schachteln am Tag, die erste vor dem Aufstehen.) Jetzt konnte ich 3 Stunden Vorträge verfolgen ohne mehr zu empfinden als den Wunsch nach einer entspannenden Tasse Tee (Koffein). Und eine gewisse Gereiztheit, die aber auch von den Inhalten herrühren konnte. Bevor ich mir die Entspannung nach den Vorträgen gegönnt habe, war mir die Gelegenheit mit ein paar Teilnehmern und anderen Besuchern zu sprechen wichtiger.

Sicher, nur eine Anekdote ohne wissenschaftliche Aussagekraft, aber ich bin da nicht allein und das könnte durchaus ein Ansatzpunkt für eine richtige Studie sein.

Meine Gedanken dazu etwas ausführlicher in meinem Blog:
https://nzillatron.wordpress.com/2014/11/01/dimishing-dependency/
(Die 2 Stunden, die ich dort erwähne waren bei der TKK 2013.)

#11 |
  0
Gast
Gast

also ick dampfe seit 2 jahren und habe mit 20 mg nikotin angefangen, bin aber mitlerweile auf 3 mg nikotin runter und dampfe eigentlich nur noch weil es mir spaß macht und das ritual mich beruhigt… ick überlege auch bei den 3 mg zu bleiben nur als hobby, denn ick hatte weder vor ganz aufzuhören zu rauchen noch zu dampfen also deine frage ob man da auch wieder runter kommt, kann ick nur mit ja beantworten allerdings gehört da auch ein wille zu wie bei allem im leben… lieben gruß janne aus berlin

#10 |
  0
Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Frage an die E-Z.-Befürworter,
kommt man da auch wieder runter,
oder SOLL man das gar nicht?

#9 |
  0
AlexTM
AlexTM

Liquids mit Erdbeer- und Schokoladengeschmack werden genauso wie alle anderen Liquids hauptsächlich von erwachsenen Dampfern konsumiert, denen die sogenannten Tabak-Geschmäcker in der Mehrzahl schlicht nicht schmecken – oder die sie erst gar nicht vertragen.

#8 |
  0
Norbert Zillatron
Norbert Zillatron

Vielen Dank für die nüchterne und ausgewogene Darstellung!

Ich bin vor gut 3 Jahren aufs Dampfen umgestiegen. Ich wollte gar nicht aufhören mit Rauchen. Mich hatte nur der Medienrummel neugierig gemacht, den Frau Steffens und Frau Pötschke-Langer damals veranstalteten. Ich hab’s probiert und bin dabei geblieben. Einfach weil’s viel angenehmer ist. Als netter Nebeneffekt ist auch mein Raucherhusten komplett verschwunden und grippale Infekte sind seltener geworden und ziehen sich nicht mehr wochenlang hin. Ich habe das ausführlich in einem offenen Brief an die Leiterin der WHO-Kollaborateure dargelegt:
https://www.facebook.com/notes/norbert-zillatron/betreff-cop6-an-mpoetschke-langerdkfzde/1507605042814763

Ich bin sicher, dass ich hier für die Mehrzahl der Dampfer spreche, wenn ich sage, dass wir durchaus für Jugendschutz und entsprechende Verkaufbeschränkungen sind. Auch sinnvollen Regulierungen stehen wir keineswegs ablehnend gegenüber. Im Gegenteil! Wir mahnen selbst den Verkauf nur an Erwachsene, kindersichere Verschlüsse und aussagekräftige Beschriftungen an. Nicht nur bei den Branchenverbänden, sondern auch bei der Vielzahl der kleinen und kleinsten unorganisierten Hersteller und Händler. Das ist ein Teil der ehrenamtlichen Tätigkeit des Verbrauchervereins IG-ED
http://ig-ed.org/
Dort bekommen Sie auch weitere Informationen.

Wogegen wir uns aber vehement wehren sind die unsägliche Propaganda gegen das Dampfen. Ihr Artikel ist da eine wohltuende Ausnahme. Nur eine Kleinigkeit stört mich:
“Liquids mit Erdbeere und Schokolade zielen Krebsforschern zufolge auf Jugendliche ab”

Das kommt von der WHO-Kollaborationsstelle, die sich zwar im DKFZ eingenistet haben, aber mit der eigentlichen Krebsforschung haben die nichts zu tun. Genaugenommen führen sie überhaupt keine eigenständige Forschung durch, wie Frau Pötschke-Langer auf Nachfrage sagte.

Ich habe mir die entsprechenden Vorträge auf der Tabakkontrollkonferenz angehört und kann jedem nur raten, alle Aussagen auf die Goldwage zu legen und die präsentierten Quellen/Studien selbst sehr kritisch zu betrachten. Sogar auf “Peer Review” ist bei diesem Thema offensichtlich kein Verlass mehr.

Wer mehr über mich und meine subjektiven Gedanken zu Wissenschaft und Dampfen lesen möchte, kann das in meinem Blog tun (auf Englisch):
https://nzillatron.wordpress.com/

#7 |
  0
Gast
Gast

doccheck, es gibt kleine “Kontroverse”, sondern permanente Reklame für Nikotin-Stengel,
ekelhaft

#6 |
  1
kai
kai

ein artikel der von unkenntnis zeugt. die stufien der uni graz und diverser anderer institute belegen die unbedenklichkeit und das große potential der e zigarette

#5 |
  0
Gast
Gast

Auch ich bin nach 45 Jahren Rauchen und vielen erfolglosen Versuchen aufzuhören vor 3 Jahren bei der E Zigarette gelandet. Ich habe schwere COPD, und die E Zigarette hat mir laut meinem Lungenfacharzt schlicht und einfach das Leben gerettet.

#4 |
  0
Gast
Gast

“Liquids mit Erdbeere und Schokolade zielen Krebsforschern zufolge auf Jugendliche ab”

Dem kann ich nicht zustimmen!!!
Ich war 20 Jahre lang Raucher und nutze nun seit 3 Jahren ausschließlich die elektronischen Verdampfer.
Seit dem ging es mir gesundheitlich auch wieder entscheidend besser, da nach kürzester Zeit der Geschmacks- und Geruchssinn zurück kehrte, der Raucherhusten komplett weg ist, Treppen steigen auch ohne Sauerstoffzelt wieder möglich ist.

Warum sollte ein fruchtiges Liquid auf jugendliche abzielen???
Mögen Erwachsenen keine leckeren Geschmäcker?

Ich finde es traurig wie die Gegner der E-Zigarette argumentieren egal ob WHO, DKFZ & Co.

Den meisten Dampfern ist klar das die E-Zig nicht gesund ist, wohl aber eine weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette und so sollte sie auch behandelt werden. Das ständige gebetsmühlenartige verteufeln von sogenannten “Experten”, allen voran Frau Dr. M.P. Langer, welche ständig mit neuen Theorien aufwartet, diese aber nur im Konjunktiv ablässt da kein wissenschaftlicher Beweis ihre Aussagen untermauern kann, nervt allmählich!!!

Die E-Zig ist nicht für Kinder oder Jugendliche unter 18, so soll das auch sein, aber für Raucher ein akzeptable Lösung mit überschaubaren Risiken.

#3 |
  0
Daniel Schmahl
Daniel Schmahl

“… Zuletzt hatte Derek Yach, ehemaliger Direktor und Gründer der Framework Convention on Tobacco Control der WHO (FCTC), E-Zigaretten einen großen Stellenwert zur Bekämpfung von Krankheiten eingeräumt[…]” Ja das ist schon ne Hausnummer für die Gegner der E-Zig, die sie nicht so ohne weiteres übergehen können.
Mittlerweile bröckelt auch die Mär vom dem ach so süchtig machenden Nikotin und auch immer mehr Mediziner die COPD und Asthma Patienten behandeln stellen plötzlich fest, dass diejenigen die vom Rauch auf Dampf mit Nikotin umsteigen, die gleichen gesundheitlichen Verbesserungen aufzeigen, wie diejenigen, die mit anderen Methoden den Rauchstopp erreichen und ohne das die “Dampfer” die bedauerlichen Endzugsprobleme dabei aufweisen. Ich selbst als betroffener COPDler GOLD II, der seit mehr als drei Jahre dampft, habe keinerlei Probleme mehr mit der Sucht oder einer Einschränkung meiner Gesundheit. Klar ist man nicht mehr so fit wie einst, aber Wanderstrecken von mehr als zehn Kilometer sind auch für mich kein Problem mehr, dies war vor drei Jahren für mich absolut unmöglich.
Ich habe eine FB Gruppe mit Asthma und COPDlern gegründet, die vom Rauchen aufs Dampfen umgestiegen sind und noch wollen und alle berichten das gleiche und das egal bei welcher Stufe sie umgestiegen sind. Deutliche Verbesserungen aller Vitalfunktionen haben alle erlebt. Ob Asthma oder COPD, keiner der es schafft hat mit dem Dampfen Probleme, eher das Gegenteil ist der Fall.
Das sollte uns doch alle zu denken geben, oder nicht?

#2 |
  0
Gast
Gast

18 Jahre lang habe ich Tabak geraucht und ich habe etliche Versuche unternommen mit dem Rauchen aufzuhören. Mit der E-Zigarette hab ich es endlich geschafft. Weder Nikotinkaugummis, noch Nikotinpflaster haben mir dabei helfen können. Es gibt genügend Studien wie z.B. in dieser Übersicht, die deutlich zeigen, dass E-Zigaretten die weit aus weniger schädliche und im Verhältnis zum Tabak sogar eine eher harmlose Variante darstellt. http://www.red-kiwi.de/vergleichsstudien-ueber-e-zigaretten/ Seit 8 Monaten bin ich nun komplett vom Rauchen weg und auf E-Zigaretten umgestiegen. Gesundheitlich hat sich vieles zum Positiven verändert. Es ist einfach mehr Lebensqualität. [Anmerkung der Redaktion: Werblicher Link entfernt.]

Jeder Raucher sollte sachlich und von KOMPETENTEN Personen über die E-Zigarette aufgeklärt werden. Ich bin glücklich und Dankbar, dass ich diese Chance für mich nutzen konnte.

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: