Migräne: An der Nasenwurzel gepackt

1. Mai 2015
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Wird der Nervenknoten an der Nasenwurzel mit einem Lokalanästhetikum betäubt, kann das nicht nur den akuten Migräneschmerz dämpfen, sondern auch die Migräneattacken in den folgenden Wochen deutlich in ihrer Intensität abmildern.

Für Migränepatienten gibt es Hoffnung: Wie ein Ärzteteam vom Albany Medical Center (Bundesstaat New York, USA) kürzlich berichtete, könnte eine neue Therapieform Migräne-Kopfschmerzen in Zukunft deutlich abmildern. Dabei wird das Lokalanästhetikum Lidocain über eine etwa Spaghetti-große Nasensonde direkt an das Ganglion pterygopalatinum (Flügelgaumenganglion) gebracht. Dieser Nervenknoten an der Nasenwurzel wurde bereits mit Migräne in Verbindung gebracht. Neu an diesem Ansatz ist die Applikation des Betäubungsmittels. Denn bereits in früheren Studien konnte der Nervenknoten erfolgreich betäubt und so das Kopfschmerzempfinden von Migränepatienten gemildert werden. Bisher waren dazu aber Injektionen nötig, die für die Patienten unangenehm und mit einem höheren Risiko verbunden waren. Die neue Applikation via Nasensonde ist minimalinvasiv unter Kontrolle bildgebender Verfahren und kommt ohne Nadel und Narkose aus – das ist für die Patienten deutlich angenehmer und sicherer.

Schmerzreduktion um die Hälfte

An der Studie zur Wirksamkeit von Lidocain am Ganglion pterygopalatinum nahmen 112 erwachsene Patienten mit schweren Migräneanfällen oder Clusterkopfschmerzen teil. Vor der Behandlung litten die Patienten an mindestens 15 Tagen im Monat unter starken Kopfschmerzen, deren Intensität sie selbst durchschnittlich mit 8,25 von zehn Punkten einstuften. Bereits am Tag nach der Behandlung mit Lidocain (4 %) hatte sich das durchschnittliche Schmerzempfinden der Teilnehmer auf die Hälfte reduziert (4,10 auf der VAS Schmerz-Skala).

Lidocain wirkt nach

Auch 30 Tage nach der einmaligen Behandlung spürten die Patienten noch eine deutliche Verbesserung ihrer Kopfschmerzen. Das durchschnittliche Schmerzempfinden lag dann bei 5,25, das entspricht einer 36-prozentigen Verbesserung der Schmerzen verglichen mit dem Zustand vor der Behandlung. 88 Prozent der behandelten Patienten berichteten, vier Wochen nach der Behandlung mit Lidocain deutlich weniger oder gar keine Schmerzmittel mehr eingenommen zu haben. Bei sieben Patienten (6,3 %) schlug die Behandlung allerdings nicht an.

Reset-Knopf für den Migräne Schaltkreis

Doch warum wirkt das Lokalanästhetikum noch lange, nachdem seine betäubende Wirkung längst nicht mehr spürbar ist? „Die Applikation von Lidocain an das Ganglion pterygopalatinum wirkt wie ein Reset-Knopf für den Migräne Schaltkreis“, erklärt Studienautor Dr. Kenneth Mandato. „Selbst wenn die anfängliche Betäubung durch das Lidocain abklingt, hat der Migräneauslöser nicht mehr den gleichen, starken Effekt wie vor der Behandlung.“

Wiederholte Anwendung denkbar

Lidocain ist ein Natriumkanalblocker. Über die Blockade der potentialgesteuerten Na+-Kanäle hemmt der Arzneistoff die Schmerzauslösung. Ist der Migränezyklus einmal durchbrochen, erhalten die Patienten wieder mehr Lebensqualität zurück. Wie lange die Patienten tatsächlich von einer einmaligen Anwendung profitieren, soll eine Langzeitstudie nun klären. Da die Behandlung an sich minimalinvasiv und Lidocain im Allgemeinen gut verträglich sei, spräche grundsätzlich nichts dagegen, den Wirkstoff auch bei Bedarf wiederholt anzuwenden. Auch andere Lokalanästhetika will das Team aus Albany in einer zukünftigen Studie testen.

Hilfe für schwere Fälle

Trotz aller guter Hoffnungen, die diese Applikation für viele Betroffene mit sich bringt: Heilen lässt sich Migräne bisher nicht. Von der Betäubung durch die Nasensonde könnten aber diejenigen Patienten profitieren, bei denen herkömmliche Schmerzmittel nur unzureichende Linderung bringen und deren Lebensqualität durch die Migräneattacken erheblich eingeschränkt ist.

Insgesamt leiden in Deutschland etwa acht Millionen Menschen unter Migräne. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer. Doch auch Kinder zählen bereits zu den Migränepatienten: Bei fünf Prozent aller Betroffenen treten erste Attacken schon vor der Pubertät auf. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Migräne zu den 20 Leiden, die das tägliche Leben am meisten einschränken.

Quälende Clusterkopfschmerzen seltener

Die sogenannten Clusterkopfschmerzen sind durch extreme, streng einseitig auftretende Kopfschmerzattacken charakterisiert. Die Anfälle sind zwar meist kürzer als Migräneattacken, dafür aber umso heftiger. In Deutschland sind etwa 150.000 Menschen von immer wiederkehrenden Clusterkopfschmerzen betroffen. Die allermeisten Patienten sind während einer Clusterkopfschmerz-Attacke extrem unruhig. Das unterscheidet sie deutlich von den meist absolute Ruhe suchenden Migränepatienten.

504 Wertungen (1.78 ø)

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27 Kommentare:

R. Kumm
R. Kumm

90 Jahre Neuraltherapie nach Huneke – immer noch wird sie wiederentdeckt ;-) Also diese und andere Effekte sind Neuraltherapeuten wohl bekannt, mit einer erfolgreichen Migränetherapie 1928 fing es an. Nu gibt es Fachgesellschaften in etlichen europäischen Ländern und in Lateinamerika.

Das können diese Autoren nicht wissen ?!

#27 |
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Benjamin Marciniak
Benjamin Marciniak

Dann hoffen wir mal, dass diese Erkenntnisse schnell für die Patienten zu einem Benefit führen. Klingt ja so als könnten gut ausgetattete HNO Abteilungen dieses Verfahren schon anwenden.

#26 |
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@Herbert Trefz:
Na also, scheint doch zu funktionieren: die Applikation per Nasentropfen ist natürlich viel einfacher aber weniger gezielt! – Und gegenüber der klassischen Neuraltherapie (die es seit Jahrzehnten gibt @ #18: da gibt’s nix zu patentieren!) vermutlich weniger wirksam aber eben auch harmloser.
(Meint ein alter Praktiker, längst in Rente, der nie Neuraltherapie gemacht hat aber Mundakupunktur nach Gleditsch und Pulpitis-Heilnjektionen mit Hostacain, das es leider nicht mehr gibt; ganz gute Erfolge. – Doch andere Lokalanästhetica ohne Vasokonstriktor tun’s auch).

#25 |
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DocCheck News Redaktion
DocCheck News Redaktion

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.
Bitte beachten Sie jedoch die Netiquette und diskutieren Sie themenbezogen.
Sehen Sie bitte zudem von rein werblichen Kommentaren ab.

Ihre DocCheck News Redaktion

#24 |
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Herbert Trefz
Herbert Trefz

Prinzessin-Schnute

@Arzt..Das ist kein Kappes. Herbert Trefz hat völlig recht das Lidocain als Nasentropen bei Kontraindikation gegen Triptane eingesetzt werden. Ich kenne einige die das schon ausprobiert haben. Ist definitiv nicht mit Triptanen zu vergleichen aber einige schwören drauf.

#23 |
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Arzt
Arzt

@Herbert Trefz schreiben Sie hier einfach keinen Kappes!

#22 |
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Herbert Trefz
Herbert Trefz

Attackenkupierung aus den Therapieempfehlungen der DMKG zum Clusterkopfschmerz

Die nasale Instillation von Lidocain führt bei etwa 25–30% der Patienten innerhalb weniger Minuten zu einer Attackenkupierung

Lidocain. Nasale Instillation ins zum Kopfschmerz ipsilaterale Nasenloch von 1 ml 4iger Lidocain-Lösung bei um 45° rekliniertem und um ca. 30–40° zur betroffenen Seite rotier- tem Kopf führt bei etwa 25–30 der Patienten ebenfalls innerhalb weniger Minuten zu einer Attackenkupierung [43, 44, 45]. Zusammenfassend ist jedoch zu verzeichnen, dass im Schnitt die topische Anwendung von Lokalanästhetika wie auch die von Sauerstoff nur einem Teil der Patienten und auch nicht immer hilft. Trotzdem sollte jeder Cluster- Kopfschmerzpatient einmal im Leben diese Therapien ausprobiert haben, da bei Wirk- samkeit systemische Nebenwirkungen vermieden werden. Dies ist umso wichtiger, als die Attackenfrequenz 8–12 Attacken pro 24 h umfassen kann.

#21 |
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Herbert Trefz
Herbert Trefz

Der Artikel ist .. sagen wir “unscharf”.
Die Kommentarfunktion ist noch etwas schlimmer betroffen

#20 |
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Also zunächst mal: die Nasenwurzel liegt nicht “unten”, also im Bereich der Nasenflügel, wie der Laie vermuten könnte, sondern oben. – Aber nicht dort soll ja die Therapie ansetzen sondern offenbar durch eine flexible Sonde, die durch den unteren Nasengang bis in die Nähe der Flügelgaumengrube geschoben wird.
Was dort genau passieren soll ist (mir) nicht ganz klar. Sollte hier eine Injektion erfolgen, ähnlich der hier von den Neuraltherapeuten beschriebenen, so bestünde freilich ein erhöhtes Infektionsrisiko. – Ich lese das beschriebene Vorgehen so, dass hier – in einer Entfernung schätzometrisch 5 mm vom Ganglion – lediglich ein kleines Depot des Anästhetikums (nur auf die Mukosa? Oder in dieselbe?) gesetzt werden soll. Möglicherweise könnte da ja durch Diffusion in feinste sensibel-sensorische Nervenästchen doch eine gewisse Einwirkung auf das Ganglion selbst erfolgen. – Und wenn es nicht funktioniert, hat’s wenigstens nicht geschadet – während die klassische Neuraltherapie ja doch nicht ganz ohne Verletzungsrisiko ist. – Aber, wie gesagt: ganz klar ausgedrückt ist das in dem Artikel nicht.

#19 |
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Manfred Metzger
Manfred Metzger

Eine Lidocainapplikation für Migräne ist seit Jahren von einem Bekannten von mir patentiert. Er selbst läßt es sich in Kleinserie für seine Angehörigen produzieren.

Leider hat unsere pharmazeutische Industrie kein Interesse daran ein solches Produkt, mit welchem vielen Patienten geholfen werden könnte, weiterzuentwickeln, obwohl es sich um altbekannte Substanzen handelt.

Bei Interesse würde er dieses Patent mittlerweile verkaufen. Schade

#18 |
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Dr. med. Ernst Reimer
Dr. med. Ernst Reimer

Wer sich über Diagnostik und Therapie der Migräne informieren will, findet auf folgender website viele interessante Beiträge:
http://www.schmerzklinik.de

#17 |
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Dr. med. Erwin Kohler
Dr. med. Erwin Kohler

Danke lieber Hüseyin für die ausführliche Darstellung des neuraltherapeutischen Vorgehens bei Migräne. Zu ergänzen wäre noch, dass mittels dieser Methode immerhin noch bei 75 % der therapieresistenten Migränepatienten eine Heilung oder zumindest eine Besserung zu erreichen ist. Für Nicht-Neuraltherapeuten siehe IGNH.de, Dort erfahren Sie alles über Ausbildung und Therapiemöglichkeiten. und sie ist eine der preisgünstigsten Therapieformen, nix Kasse machen!

#16 |
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Ärztin

Wer darf denn diese Therapie durchführen? Alle Fachgebiete? Oder nur Neurologen und HNO-Ärzte?

#15 |
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“Jeder Bauer lobt seinen eigenen Mist und hat auch noch die dicksten Kartoffeln.”

Und alle heilen alles.

Die Ehrlichkeit und die Patienten bleiben auf der Strecke.

Hauptsache die Kassa stimmt.

#14 |
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Dr. med. Wolfgang Knüll
Dr. med. Wolfgang Knüll

Den Kollegen ist uneingeschränkt zuzutimmen. Das ist nichts al Neuratherapie, therapeutische Lokalanästhesie wie auch immer. Uralt und ins esoterische Niemandsland verbannt durch pharmainduzierte doktorale Amnesie, damit die Pillenabsatzmärkte ungefährdet bleiben. 30 Jahre habe ich das mit bestem Erfolg und mit dem gut verträglichen Lidocain gemacht. Erzählte ich bei Tagungen davon, so erntete ich erst ungläubige und dann mitleidige Blicke. Dieser Artikel wird daran wohl kaum etwas ändern. Vor der Neuraltherapie rangiert immer noch ein ums andere Mal die Pharmakotherapie. “Nil nocere” meint zeitgemäß, den Schaden von der Pharmabranche abwenden. Dabei will ich jene nicht so schlecht reden, wie es umgkehrt durch jene mit der Neuratherapie geschieht .

#13 |
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Barbara Brenner
Barbara Brenner

Das ist wirklich interessant: Alle haben Erfolge erzielt. Das heißt aber andererseits, dass man immer noch nicht die pathophysiologie der Migräne identifiziert hat. Oder?

#12 |
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DIESE ARTIKEL ENTSPRICHT DIE HALBE WAHRHEIT.
NEURALTHERAPEUTISCHE
MIGRÄNE INJEKTIONEN IST EINE THERAPIE DIE SEIT )= JAHREN ERFOLGREICH EINGESETZ WIRD….

Dafür braucht man keine großen Aufwand. Jeder der regulär einen Ausbildung in Neuraltherapie erhalten hat kann unter folgende Protokoll Migräne erfolgreich Therapien.
Beginn:

1. rein segmental an Maximalpunkte, Nervenaustrittspunkte
2. dazu immer die i.v. Injektion
3. dazu immer Injektion in und an die Schilddrüse
4. facultativ, wenn hyperton:. M supraspinatus, bzw. M. infraspinatus

Bei fehlender segmentaler Reaktion: übergeordnete Behandlung

1. Gaglion Stellatum
2. Fascetteninjektion C2/C3, C6/C7 oder C7/C8
3. Ganglion pterygopalatinum
4. Ganglion cervicale superior
5. Ganglion ciliare
6. Ganglion coeliacum

Bei fehlender Reaktion: Störfeldbehandlung:
1. Sinusitis
2. Plexus uterovaginalis
3. 4 M
4. Zähne
5. Tonsillen
6. periphere Narben

#11 |
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Dr. med. Erwin Kohler
Dr. med. Erwin Kohler

Für Neuraltherapeuten ist dies uralter Käse. Das Problem ist, dass Neuraltherapie in USA wohl ziemlich unbekannt sein dürfte. Und wenn ich da lese “bildgebende Verfahren” erforderlich. Eine Injektion ans Pterygopalatinum beidseits ist eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Und das Ganze als neue Therapieform verkaufen… da gehört schon was dazu!

#10 |
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Jost Wendt
Jost Wendt

Danke für diesen Artikel, Frau Schmitzer. Hinzufügen kann man zu diesem Thema noch, dass seit kurzer Zeit mit der Stimulation des Vagusnervs interessante Erfolge bei der Reduzierung von Migräneattacken erzielt wurden. Bislang zwar noch mit sehr geringen Fallzahlen (weltweit gerade einmal 100 Pat.), aber vielversprechend.

#9 |
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Heilpraktiker

In der Craniosacralarbeit ist eines der effektivsten Methoden einen Migräneanfall abzuschwächen oder sogar zu vermeiden, die anteriore Dekompression der Maxilla mit der Intention, etwas mehr Freiraum für das G. pterygopalatinum zu schaffen. Nicht neu, aber wirksam. Dies kann sogar vom Patienten selbst ausgeführt werden. Nach kurzer Einweisung in diese Technik.

#8 |
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Nun, meine Erfahrungen mit meinen Patienten sind ähnlich. Allerdings ist dieses Therapieverfahren keineswegs neu, noch bedarf es zu Lidocain (ich bevorzuge bsw. Procain wegen der geringeren Toxizität) und die Flügelgaumengrube hat auch nichts mit der Nasenwurzel zu tun. Man benutzt in der Regel auch keine Nasensonde, sondern eine Kanüle um das LA zu applizieren.

#7 |
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Gast
Gast

zu #4: Oh, dann gehöre ich wohl zu denen, die auf Placebo reingefallen sind und immer noch reinfallen. Dennoch bin ich sehr froh, dass mein Gehirn sooo doof ist und auf Cyclamen C 30/C 200 immer wieder hereinfällt und der Schmerz nachlässt oder die Migräne nach ersten Sehstörungen (Aura) und/oder Kribbeln an der Nasenwurzel garnicht oder sehr abgeschwächt kommt. Seit 6 Monaten habe ich mehr Magnesium in meine Ernährung gepackt und jetzt kann ich mich als Migräne-frei bezeichnen. Die Anfänge werden nun homöopathisch noch besser weggeblockt und ich kann meinem Alltag fast uneingeschränkt nachgehen. Es ist sicher einen Vesuch wert!

#6 |
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Das ist Neuraltherapie und ein ziemlich alter Hut.

#5 |
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Weitere medizinische Berufe

@Gabriele Strelau

begeben Sie sich doch einmal in ein Migräne-Forum und finden sie jemand, der dauerhafte Besserung durch Homöopathie erfahren hat.
Migräne spricht gut an auf Hoffnung versprechende neue Methoden ( ich spreche auch aus eigener Erfahrung ) die dann aber nicht halten, was sie versprochen haben.
Homöopathie sowieso nicht, warum sollte sie auch?

#4 |
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Au weia! Das ist eine experimentelle Studie, die sicher nicht zufällig in einer radiologischen Zeitschrift und nicht in einem einschlägigen neurologischen oder Kopfschmerz- Journal erschienen ist. Allein die Tatsache, dass hier einfach Clusterkopfschmerz- und Migraine- Patienten in einen Topf geworfen wurden, spricht für ein bescheidenes Niveau. Placebo- oder Sham- Applikation fanden anscheinend auch nicht statt. So einen Eingriff hier als wenig invasiv und “deutlich angenehmer und sicherer” anzupreisen erscheint mir sehr gewagt.
Es gibt sehr viele verschiedene Kopfschmerzformen, die meisten können sehr gut behandelt werden können. Voraussetzung ist die exakte Diagnose des Kopfschmerzsyndroms, die dann ein sehr differenziertes und individuelles therapeutisches Vorgehen erlaubt – das umfasst auch sehr viele nichtmedikamentöse, schonende Therapieformen mit gesicherter Wirksamkeit. Deshalb sollten Patienten mit Kopfschmerz von Kopfschmerz- Spezialisten untersucht und behandelt werden, nämlich von Neurologen (und nicht etwa “Heilpraktikern”, wie wieder mal gut an dem undifferenzierten Anpreisen von Zuckerkügelchen der Dame aus Beitrag #1 abzulesen ist). Die Wahrscheinlichkeit, dass dann noch solche hier zitierten invasiven Außenseitermethoden nötig sein könnten, ist gering.

#3 |
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Johannes
Johannes

In meinem Freundes und Bekanntenkreis haben alle ihre Kopfschmerzen, bzw. Migräne durch vollreifes Obst- und Gemüsekonzentrat durch tägliche Einnahme verbannt. Dazu stellten sich noch viele andere positiven Ergebnisse in deren Körper, bzw. Leben ein. Es bedarf so wenig, wenn man nur weiss wie!!

#2 |
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Heilpraktikerin

Migräne läßt sich nicht heilen? Schulmedizinische Mittel versagen da oder bringen nur Linderung, mit homöopathischen Mitteln geht es aber oft sehr gut.

#1 |
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