ADHS: Wenn der Sandmann zappelt

23. April 2015
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Über 80 % der Kinder mit ADHS leiden unter Schlafstörungen. Die Unruhe am Abend lässt sie besonders schwer einschlafen. Eine Schlafintervention soll dabei helfen, die Schwere der Symptome, das Verhalten, die Lebensqualität und das Arbeitsgedächtnis zu verbessern.

Etwa 5 % der Kinder und Jugendlichen weltweit sind von ADHS betroffen. Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität kennzeichnen die Störung. Über 80 % der Kinder mit ADHS leiden zudem unter Schlafstörungen. Die Unruhe am Abend macht es ihnen besonders schwer, einzuschlafen. Viele betroffene Kinder gehen daher spät ins Bett und/oder ihr Schlaf ist häufig unterbrochen.

Wissenschaftler führen verschiedene Gründe für die Schlafstörungen an, insbesondere auch neurobiologische Vorgänge. Beispielsweise könnten Stimulanzien die Einschlafzeit verlängern. Auch komorbide Störungen wie Angststörungen können an der Schlafstörung der Kinder mit ADHS beteiligt sein. Es entsteht ein Teufelskreis: Kinder, die schlecht schlafen, sind während des Tages unruhiger und können sich schlechter konzentrieren. Sowohl die betroffenen Kinder als auch deren Eltern erscheinen unter Umständen zu spät in der Schule bzw. am Arbeitsplatz.

Melatonin hilft nur geringfügig

In früheren Studien hat man versucht, den Schlaf der ADHS-Kinder mit Hilfe von Melatonin-Gaben zu verbessern. Das Melatonin verhalf den Kindern tatsächlich zu einem schnelleren Einschlafen. Was jedoch nicht gelang, war eine allgemeine Verbesserung der ADHS-Symptome oder eine Verbesserung der Lebensqualität.

Ob eine kurze Schlafintervention den ADHS-Kindern aus ihrem Teufelskreis heraushelfen kann, untersuchten Harriet Hiscock und Kollegen des Royal Children’s Hospital in Parkville, Australien. Die Autoren entwickelten ein verhaltenstherapeutisches Schlafprogramm für ADHS-Kinder mit mäßigen bis schweren Schlafproblemen. Sie kommen zu positiven Resultaten, die jedoch einen faden Beigeschmack haben: Ein Großteil der untersuchten Kinder mit ADHS und Schlafstörungen wurde laut Studienangaben medikamentös behandelt. Viele von ihnen erhielten den gängigen Wirkstoff Methylphenidat, dessen häufige Nebenwirkung eine Schlafstörung ist.

Das Schlafprogramm von Hiscock nahm sich also potentiell vor, etwas zu behandeln, das möglicherweise keine ausschließliche Folge von ADHS, sondern eine Nebenwirkung des verabreichten Medikaments sein könnte. Daher sollten die Ergebnisse zur Schlafintervention – so positiv und wirkungsvoll sie sein mögen – immer auch in den Kontext zur ADHS-Therapie gesetzt werden.

Routinen helfen beim Einschlafen

Zur Schlafintervention gehörte die Aufklärung der Familie über den normalen Schlaf. Die Eltern sollten die Proteste des Kindes gegen das Zubettgehen ignorieren. Hingegen sollte das problemlose Zubettgehen mit einer Routine zur Schlafenszeit belohnt werden. Kinder, die lange zum Einschlafen brauchten, sollten nach und nach später ins Bett gebracht werden, während sie morgens immer zur gleichen Zeit geweckt wurden. Schlafstörungen aufgrund von Ängsten wurden mithilfe von Entspannungs- und Imaginationstechniken behandelt. Die Eltern führten in der Studienzeit ein Tagebuch über den Schlaf ihres Kindes.

In ihrer Studie mit 27 Kindern konnten Harriet Hiscock und ihre Kollegen bereits zeigen, dass die Schlafintervention zu einer höheren Lebensqualität bei den Kindern führte. Jetzt wurde in ihrer randomisierten Studie mit 99 betroffenen Familien und 97 Kontrollfamilien deutlich, dass die Schlafintervention die Schwere der Symptome, das Verhalten, das Funktionieren, die Lebensqualität und das Arbeitsgedächtnis verbesserte. Diese Ergebnisse waren sechs Monate nach Beginn der Studie noch nachweisbar.

Vier bis fünf Schlafzyklen sind normal

Die normale Schlafstruktur besteht aus wiederkehrenden Zyklen von vier Non-REM-Phasen und einer REM-Phase (REM = Rapid Eye Movement). Das Schlafstadium I ist wenige Minuten nach dem Einschlafen erreicht. Es zeichnet sich durch langsame Theta-Wellen im EEG aus. Es folgt das Schlafstadium II mit Beta-Wellen sowie typischen Schlafspindeln. Danach fällt der Schläfer in die Tiefschlafphasen III und IV, die durch besonders langsame EEG-Wellen gekennzeichnet sind (Slow Wave Sleep, SWS). Der Schläfer bewegt seine Augen nicht und der Muskeltonus ist sehr niedrig. Schließlich folgt der REM-Schlaf, der dem Stadium I des Schlafes ähnelt. Starke Augenbewegungen, ein niedriger Muskeltonus sowie Spontanerektionen sind typisch für diese Phase.

Während Neugeborene noch 16 Stunden Schlaf benötigen, kommen Erwachsene mit 7-9 Stunden pro Nacht aus. Allerdings gibt es auch Erwachsene, die mit 4 Stunden Schlaf auskommen, ohne, dass sie tagsüber beeinträchtigt wären. Das Wissen, dass manche Kinder von Natur aus weniger Schlaf benötigen, entlastet viele Eltern. Der Schlaf hat insgesamt wenig mit Training zu tun, sondern ist weitestgehend genetisch vorgegeben. Ein Schlafzyklus dauert zwischen 80 und 110 Minuten, wobei pro Nacht etwa 4-5 Zyklen vorkommen. Im Laufe der Nacht nimmt der Tiefschlaf ab und die REM-Phasen nehmen zu.

Die Schlafstruktur der Kinder mit ADHS wurde von den türkischen Wissenschaftlern Gulcin Akinci und Kollegen erforscht. Sie untersuchten 28 nicht-medikamentierte ADHS-Kinder und 15 gesunde Kontrollteilnehmer. Die ADHS-Kinder fielen durch einen schlechteren Schlaf und eine erhöhte Schläfrigkeit am Tag auf. Die Schlaf-Makrostruktur war bei ADHS-Kindern vergleichbar mit derjenigen von gesunden Kindern. Allerdings stellten die Wissenschaftler bei den ADHS-Kindern Veränderungen der Schlaf-Mikrostruktur fest: Die Schlafzyklen wiederholten sich langsamer als bei den Nicht-ADHS-Kindern.

Beängstigende Träume

Die Träume von ADHS-Kindern unterscheiden sich in ihrer Intensität und Bizarrheit nicht von Kindern ohne ADHS, aber sie sind negativer eingefärbt. ADHS-Kinder träumen häufiger von Bedrohungen und Aggressionen, die gegen sie gerichtet sind. Bei Alpträumen kann jedoch die Intervention namens „Imagery Rehearsal Therapy“ eingesetzt werden. Dabei gehen die Wissenschaftler davon aus, dass der Traum typische Angstphänomene des Alltags zeigt. Der Träumer schreibt den Traum auf und überlegt sich tagsüber neue Bewältigungsstrategien für seine Angst. Einige Male soll er am Tag die neue Bewältigungsstrategie durchgehen. Beim nächsten Angsttraum zeigt sich dann häufig, dass sich der Traum ebenfalls verändert hat.

Schlaf ist für viele Eltern und Kinder oft von Beginn des Lebens an ein schwieriges Thema. Viele Eltern leiden schon in der Babyzeit ihres Kindes darunter, dass es unruhig ist und schlecht schläft. Babys mit solchen frühen Regulationsstörungen zeigen auch später als Kinder häufiger Verhaltensauffälligkeiten. Die Unterstützung der Eltern ist von Anfang an essenziell. Wie die Studie von Harriet Hiscock und Kollegen zeigt, kann bereits das Wissen über die unterschiedlichen Schlafgewohnheiten, über Schlafhygiene und normalen Schlaf zur Entspannung der Situation führen.

Originalpublikation:

Impact of a behavioural sleep intervention on symptoms and sleep in children with attention deficit hyperactivity disorder, and parental mental health: randomised controlled trial
Harriet Hiscock et al.; BMJ, doi: 10.1136/bmj.h68; 2015

62 Wertungen (4 ø)
Medizin, Pädiatrie, Psychiatrie

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36 Kommentare:

Dr. Jana Präßler
Dr. Jana Präßler

Lieber Herr Zerull, ganz herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

#36 |
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Arzt
Arzt

Na ja, wenn das bei manchen Erwachsenen notwendig ist,
werden wohl auch einige Kinder in Ausnahmefällen mal ein “Beruhigungsmittel” benötigen.
Richtig ist aber ganz sicher, hier ganz besonders kritisch zu sein, weil auch ein “Beruhigungsmittel”, so bequem es auch ist, Nebenwirkungen hat.
Überwiegend sind Kinderprobleme “Elternprobleme”,
die müssen daher “therapeutisch” einbezogen werden, schon bei der Diagnose.
Kein anderes Säugetier hat bekanntlich eine so extrem lange Entwicklungszeit wie der Mensch,
bis es “selbständig” ist, sprich sich ohne Hilfe selbst ernähren kann.

#35 |
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Gast
Gast

Ich denke, die Antworten zeigen deutlich, dass die ADHS-Krankheitsdiagnose keineswegs von allen akzeptiert wird,
das spielt auch der leichte Rückgang des Ritalin-Umsatzes seit einigen Jahren wider,
nachdem dieser früher rasant zugenommen hatte.

mfG

#34 |
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Arzt
Arzt

Die “Schlafintervention” ist die gute alte “Gute Nacht-Geschichte”, das Schlaflied und die Wiege für die ganz Kleinen,
das Internet hat auch hier große Auswahl mit der Endlosschleife von
“la le lu, nur der Mann im Mond schaut zu, wenn die kleinen Babies schlafen …”
auf you tube von Disney oder auch klassisches, nur instrumental von Schumann bis Mozart …

#33 |
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Gast
Gast

Ausschlaggebend für die Wahl einer Therapie sollte doch immer die Frage sein, ob es einen Leidensdruck gibt (in erster Linie beim betroffenen Patient, doch auch, wenn eine Erkrankung bei anderen Leiden schafft – das ist jedenfalls ein Kriterium in der Psychiatrie).
Solange ADHD-Symtome durch einen strukturierten Alltag mit Balance zwischen Stimulibegrenzung und Abwechslungsreichtum samt Bewegung zu hantieren sind, sollten milieu-/ergotherapeutische und familientherapeutische Massnahmen im Vordergrund stehen.
Wenn die Symtome jedoch so ausgeprägt sind, dass obengenannte Massnahmen nicht ausreichen, es zu Problemen in der Schule und im Sozialleben kommt, dann ist eine medikamentöse Behandlung schlichtweg indiziert. Auch, um sekundäre Erkrankungen (Depression, Drogenmissbrauch) und antisoziale Verhaltensweisen, die als späte Komplikationen gesehen werden können, zu verhindern.
Entscheidend ist doch immer, sich differenziert über Behandlungsoptionen zu informieren und eine Behandlung der aktuellen Lebenssituation anzupassen (und da kann es einen Unterschied machen, ob wir über Vorschulkinder, Schulkinder und Kinder in den Ferien sprechen…)

#32 |
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Gast #29
Gast #29

zu#30 Sie haben richtig formuliert, “die Eltern” sind verzweifelt ….
… das Kind bekommt dann die “Sedierung”. Ich bin ein sehr alter Vater und Arzt und habe mehr Zeit als früher und bin gerade wegen dieser Diskussion sehr aufmerksam. Das Leben nur in einer Wohnung ist zu wenig für ihn, das Fernsehen bekanntlich eine mittlere Katastrophe, VIEL ZU AGGRESSIV! Das fängt schon mit Tom und Jerry an. Wie soll das denn auf einen 2-3-Jährigen wirken. Kloppen, Treten, Hauen, alles völlig normal und zum lachen? Irgendwelchen bösen Zauberer, alles Kindersendungen, führen ebenso nicht zu ruhigem Schlaf.
Das gab es früher nicht. Unsere Wohnung war in meiner Jugend viel zu klein. Das Leben spielte sich daher immer draußen ab, bis auf die Schule und die war halbtags.
Und ich habe dafür gesorgt, dass keines meiner Kinder in eine Ganztagsschule gekommen ist, wäre für mich als Kind ein Alptraum gewesen.
Ob das bei meinem Nachzügler noch möglich sein wird?
Dieser hyperaktive Junge will also auch raus, auch wenn ich nur kurz einkaufen gehe und ihn frage, ist er sofort dabei. Er kann dann mit seinem Laufrad üben, das beherrscht er schon verdammt gut, noch keine 3 Jahre.
Natürlich muss man auch “eingreifen”, ihn bremsen, korrigieren, sehr eindringlich,
dann natürlich auch wieder loben, ihm einfache Aufgaben geben.
Erziehen ist immer Einfluss nehmen, nicht nur “beobachten”, wie heute oft gepredigt wird. Das ist in so einem Fall unverzichtbar, sonst zerlegt er die Wohnung. Energisch “nein” sagen, ist einer seiner “Stärken”. Aber er hört auch zu, plappert nach, auch schwierige Worte. Er hat gerne Aufgaben. Seine Mutter muss ich beruhigen, dass er o.k. ist und sie lässt sich auch gerne beruhigen, besonders wenn er ihr eine Blume schenkt :-) (die bekommt er von mir).
Ich selbst leide überhaupt nicht. Körperlich ist er seinem Alter etwas voraus.
Ich sehe es positiv und bin neugierig, wie es weitergeht.

#31 |
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Gast
Gast

Dann ist wohl der Leidensdruck bei Ihnen nicht allzu hoch und ihr Sohn wird eher zu denen gehören, die (wie der Vorgänger schreibt) geringer ausgeprägte Symptome haben.
Aber es gibt sicher Eltern, die echt verzweifelt sind und denen die Pharma hilft.

#30 |
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Gast
Gast

…. ich “verweigere” auch bei meinem extrem aktiven Sohn, sicher etwas anstrengend
und ich denke, er wird mal ein Professor, kein stromlinienförmiger Mitläufer :-)

#29 |
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Medizinphysiker

Es gibt doch sicher graduell unterschiedliche Ausprägungen dieses Syndroms. Es ist sicher falsch, aus Bequemlichkeit schon bei geringer Auffälligkeit Ritalin zu geben, aber auch genauso falsch dürfte es sein, bei schwerer Symptomatik Ritalin zu verweigern.

#28 |
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#26
Dann habe ich vor zwei Wochen eine völlig unsachliche, private Einzelmeinung zur Krankheitsentität ADHS gehört. Der Mann ist Leitender Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Leiter der Sektion für Experimentelle Neuropsychiatrie an einer süddeutschen Universitätsklinik.

#27 |
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Ich möchte Bezug nehmen auf den Kommentar von Dipl.-Chem. Jürgen Zerull, es ist einfach unsäglich das heute genau wie im schönen gestern jeder eine Meinung hat, aber offensichtlich keine Ahnung von was überhaupt gesprochen wird. Man könnte jetzt auch sagen, dass das ja egal ist, aber letztendlich verunglimpft man die Eltern und die Kinder die sich ernsthaft mit dem Thema und den zum Teil gravierenden Problemen die daraus erwachsen auseinandersetzen müssen.
Ich bin froh dass neben Natursaft, einer Zeitmaschine die einen ist bessere gestern befördert, nicht auch noch Walgesänge auf den Tisch gekommen sind.
Es war bestimmt toll früher für die Zappelphilippe (es badarf also keinem weiteren Trivialbegriff wie “Hopsmopse”), von Lehrer und Eltern grün und blau geschlagen zu werden.
ADHS ist eine Erkrankung (die auch ein Physiologisches Korrelat hat, den gesteigerter Dopaminreuptake) keine Erfindung.
Wenn die Erkrankung in geringer Ausprägung vorliegt, kann wahrscheinlich durch Optimierung des Umfeldes und geziehlter Erziehungs- und Trainingsmaßnahmen geholfen werden, aber bei schon moderaten Fällen wird man um eine begleitende pharmakologische Therapie nicht umhin kommen (für die Kinder, nicht für die Eltern oder das Umfeld, denn diese sind nicht nur in der Schule schlecht, sonder sozial isoliert und damit wirklich gequält).
Auch die Geschichte um die Entstehung des Methyphenydat sollte, wenn schon angesprochen besser recherchiert werden. Pharmaindustrien versuchen natürlich sich zu positionieren, gute Ärzte sind in der lage das für die Patienten gewinnbringend einzusätzen.
Alle weiteren unsachlichen Verwässerungen der Krankheitsentität machen es den Betroffenen nur schwer und Gott sei Dank geht es in der modernen Medizin nicht mehr so viel um Meinungen einzelner, sonder Gesellschaften arbeiten an konstruktiven Strategien. Die Arbeit die oben beschrieben wurde bringt eigentlich keine neue Aspekte, ist halt ein weiterer Baustein.

#26 |
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..nicht missverstehen: “Nachschlagen” im Sinne von “Zurückblättern”, Auffinden den Berzugskommentars.

#25 |
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Eine Bitte an alle Kommentator(inn)en: Beim Bezugnehmen auf Kommentare von Mitdiskutanten erleichtert es das “Nachschlagen” sehr, wenn neben dem Namen auch die Kommentarnummer (#..) genannt ist – vielen Dank.

#24 |
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Dipl.-Chem. Jürgen Zerull
Dipl.-Chem. Jürgen Zerull

Ich bin für den Kommentar von Frau Ute Hild sehr dankbar.
Krankheiten sind nur deshalb Krankheiten, weil sie durch Abgrenzung zu anderen Zuständen „per definitionem“ so benannt werden. Man könnte ADHS auch „Hopsmopku“ nennen. Darunter kann sich dann niemand etwas vorstellen, und das wäre wahrscheinlich besser, als die Modedroge Methylphenidat. Die gesamte ICD ist deshalb nichts anderes als ein Katalog von Ab-, vor allen Dingen aber von Ausgrenzungen.
Ich bin Frau Hild deshalb dankbar, weil sie mit großem Einfühlungsvermögen an die Kinder denkt.
Ich bin Vater von 4 Kindern, die heute wahrscheinlich alle mit ADHS diagnostiziert würden, wenn ich so die Kriterien der Bundesärztekammer lese und in meiner Umgebung sehe, wer alles so diagnostiziert wurde. Heute ist unser Jüngster fast 31 Jahre alt und selbst Vater. Er hat nie solches Methylzeugs bekommen.
In der DDR gab es das Problem „ADHS“ in dem Maße auch nicht. Im Westen vor 30 Jahren übrigens auch nicht, erst mit der Erfindung von Methylphenidat wurde plötzlich auch die passende Krankheit (1993/1994) erfunden. Wir hatten eine exzellente Kinderärztin, die uns sehr gute Hinweise gab, aber keine süchtig machenden Drogen und schon gar eine obskuren Therapien.
Aber: es gab auch keinen Computer, keine Handy, keine „X-Box & Co.“, kein „rund-um die Uhr-Verblödungsfernsehen“ usw. Die Ernährung wurde von den Eltern klassisch im „Kochtopf“ zubereitet und kam nicht aus den Chemielaboren der Lebensmittel-Multis, die uns heute mit Hunderten von problematischen Zusatzstoffen beglücken, und uns als Kunden das sogar teilweise verschweigen. Als Getränke gab es Leitungswasser, oder selbst hergestellte Limonade, aber keine verdünnte braun gefärbte Phosphorsäure, deren Zutaten mit Gefahrstoffkennzeichen in die Getränkeindustrie geliefert werden müssen.
Nachmittags tobten wir auf der Straße (es gab eben kaum Autos), oder am Flussufer oder auf den Höfen der Häuser, sausten mit unseren Rollern durch die Gegend und hockten nicht stundenlang vor der Glotze. Wir spielten Federball, oder Völkerball, oder Kaiser, König, Edelmann…, changelten (kennt das überhaupt noch jemand?), murmelten, kletterten auf Bäume, beschossen Passanten mit Erbsen durch Blasrohre, versteckten uns und rannten zum Mal und und und… bis die Sonne unterging.
Udo Jürgen singt nicht umsonst das Lied: „…Ich will mit Dir einen Drachen bau‘n….!“
Komisch, ich war auch ein Chaoskind, aber hatte nach einem Nachmittag rumtoben keine Einschlafprobleme.
Meine Kinder tobten auch, waren auch unaufmerksam, hörten nicht auf das, was wir sagten, und fielen deshalb auch manchmal vom Baum… Doch dann schimpften wir nicht, sondern trösteten, verbanden die Wunden, und rannten nicht gleich zum Rechtsanwalt, weil die Stadt die Bäume nicht eingezäunt hatte….. Unser Kinder konnten sich häufig auch nicht konzentrieren, ganz schlimm beim „Einmaleins“, oder beim „Schönschreiben“, lachten sich gegenseitig in Stimmung an oder uns (als Eltern) aus.
Einmal in der Woche bestimmten die Kinder allein, was in der Familie gemacht und was gegessen werden sollte. Unsere Kinder konnten trotz „Aufmerksamkeitsdefiziten“ mit 14 allein einen Kuchen backen.
Aber: all diese Ungereimtheiten muss man als Eltern ertragen können. Kinder sind Kinder, keine Roboter, denen man mit Drogen beibringt, uniform zu sein. Wir sind nicht bei StarWars und den Klonkriegern. Nur weil Kinder nicht so sind, wie wir sie als Erwachsene haben wollen, muss man sie nicht mit Drogen abfüllen, damit sie funktionieren.
Und das Zappelphilipp – Bild aus dem Märchenbuch ist eher ein trostloses Eltern-Bild der damaligen Zeit, und ein Bild für das arme ungeliebte Kind, aber nicht für die Definition einer Krankheit. Betrachte ich allein die Wortwahl des Vaters: „Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will, also sprach mit ernstem Ton der Papa zu seinem Sohn…..“, krümmen sich bei mir die Nackenhaare: dritte Person, ernster Ton, usw.; „Und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum…“ – wie trostlos sieht die Kindheit dieses armen Jungen aus, der geschniegelt und gespornt am Tisch sitzen und eine Suppe löffeln muss. Und der Schluss: „Beide sind gar zornig sehr….“ Leute: es ist ein Kind!!! (Machen wir als Erwachsene keine Fehler mehr?)
Was soll er denn anders machen, um seine Eltern zu bewegen, endlich auf ihn aufmerksam zu sein?
Wir müssen endlich in der Gesellschaft umdenken, auch die Schule.
Wir brauchen keinen „lehrergerechten Unterricht“, sondern einen, der allen Kindern, entsprechend deren Wesen, eine adäquate Bildung bietet. Nicht alle müssen zu kleinen Professoren mit Einser-ABI werden, es gibt auch Kinder, die gute Handwerker werden, wenn wir sie nur lassen würden. Stattdessen stopfen wir Drogen in sie hinein, damit sie still sind und funktionabel.
Doch eine Veränderung würde bedeuten, dass die Politik etwas ändert. Das aber geht nur mit Fachleuten, die Kinder lieben, und nicht mit den heutigen Parteibuchversorgungsseilschaften in Ministerien und Behörden, wie wir sie leider überall finden.
Statt Kinderfürsorge bestellt die Bundesregierung nutzlose Drohnen, Panzer und neue Sturmgewehre für Milliarden EUR; statt in Menschen zu investieren, investieren wir in immer wahnsinnigere Gebäudekomplexe wie BER, Elbephilharmonie usw. Wir lassen zu, dass totes Kapital gefördert wird, und verabreichen dem lebenden Wesen lieber Drogen im Tonnenmaßstab.
Und da, denke ich, liegt das eigentliche Problem: Es ist einfacher, Drogen zu verabreichen, als die gesellschaftliche Situation zu verändern.
Lasst Kinder wieder Kinder sein, rumtoben, schreien, unaufmerksam, chaotisch, gebt ihnen keine braune Brühe in schicken Flaschen mehr zu trinken, sondern ordentliche Ernährung, ausreichende Bewegung und entspannt mit ihnen gemeinsam, kuschelt, tröstet, liebt Eure Kinder wieder, nicht die Medikamente!
Schaffen wir es z.B. wieder komplett autofreie Zonen einzurichten, in denen auch nicht geparkt werden darf, damit Kinder wieder Platz zum Spielen haben? Sind uns unsere Autos lieber oder unsere Kinder?
Die Entscheidung muss jeder selbst treffen.

#23 |
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Arzt
Arzt

@SMike, bitte eine spur sachlicher,
ich würde der Dame meinen kleinen Sohn sofort vertrauen,
wenn ich so lange auf ihn verzichten könnte.

#22 |
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SMike
SMike

@Ute Hild:
die ADHS-Kinder die mit ihnen ausgeliefert sind können einem leid tun!

#21 |
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Gast
Gast

@Philipp Lex, was ist bitte “unsinnig” an einer Diskussion über die Indikation eines Medikamentes mit Nebenwirkungen????

#20 |
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Heilpraktikerin

15 Minuten ein ADHS Kind zum zuhören zu bringen(geht nicht) ausserdem heisst es hinhören beim zuhören sind die Ohren zu. So einfach ist es nicht.
Ist auch nicht böse gemeint aber meine Meinung.

#19 |
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@ Kerstin Gericke
Die Tatsache, dass etwas vererbt wird, ist kein hinreichender Grund für Krankheit. Ich habe neulich mit einem Mann mit Tourette-Syndrom gesprochen. Ich hatte genauso wenig wie er den Eindruck, dass er “krank” ist. Er fühlte sich einfach nur behindert, sowohl durch seine Tics als auch durch die Gesellschaft, der es schon als todeswürdiges Verbrechen gilt, wenn man etwas anders ist, als es die Norm diktiert. Mehr Biodiversität zu akzeptieren würde letztendlich bedeuten, Krankheiten zu verringern-ganz ohne Medikamente und Drogen. Schweren Fällen sollte immer der Schritt zur Medikation offen stehen, aber die pauschale Pathologisierung von Hyperaktiven, Autisten und Tourettes erinnert an schlimme Zeiten und sollte der Vergangenheit überantwortet werden.

#18 |
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Kerstin Gericke
Kerstin Gericke

Als Heilpraktikerin habe ich während meiner Ausbildung auch immer wieder gehört, dass es die Erkrankung ADHS nicht gäbe und nur eine gute Marketingstrategie der Pharmaindustrie ist. Jetzt im meiner Praxis habe ich mehrfach Menschen kennen gelernt, die z.B. selbst Erzieher gelernt haben, selbst diese Aufmerksamkeitsstörung haben und leider auch an ihre Kinder “weitervererbt” haben. Die Schilderung ganz normaler Alltagssituationen, die die Kinder nicht erledigen können, da sie schnell kurze Anweisungen (Mach deine Schuhe zu!, Bring deine Wäsche mit herunter! u.ä.) einfach wieder “vergessen bzw. verdrängen”, da sie durch andere Sachen abgelenkt werden, haben mich umgestimmt. Ich denke, ja, es gibt diese Erkrankung, aber lange nicht in dieser Masse!
Ich frage mich auch immer wieder, warum nicht viel mehr Therapeuten mit dem Hörtraining arbeiten, bei dem nach einem Hörtest eine individuelle Musik-CD erstellt wird und das Kind diese täglich ca. 15 min. hören muss. Diese Musik ist sehr beruhigend, so dass man dies sehr gut in das alltägliche Abendritual aufnehmen könnte, die Kinder damit ruhiger werden und besser einschlafen können. Es sind keine langwierigen Sitzungen notwendig, denn das Hörtraining erfolgt zu Hause. Bei dem Hörtest kann ermittelt werden, ob eine zentrale auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung vorliegt. Dies ist bestimmt nicht bei jedem Kind, das ADHS diagnostiziert bekommen hat, der Fall, aber es sind eine Menge!

#17 |
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Dr. Sylvia Metz
Dr. Sylvia Metz

Danke, Philipp Lex für den Kommentar. Wer die Qualen eines betroffenen Kindes kennt, hat eine Vorstellung davon, wie sich ADHS auswirkt. Und es hat auch nichts mit der Unfähigkeit zu einer vernünftigen Erziehung zu tun. Ich habe sozusagen meine eigene kleine “Zwillingsstudie” im Haus und kann nur von einem real existierenden Problem sprechen, dass nicht nur die Umgebung betrifft, sondern auch den Betroffenen selbst. Jeder, der die Existenz von ADHS anzweifelt, sollte sich vielleicht die Mühe machen und die Menschen, die an dieser Verarbeitungsstörung leiden, ansprechen. Was die Kinder schildern, ist sehr eindrucksvoll und in vielen Fällen erschütternd reflektiert.

#16 |
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Wie ich gehört habe, ist jetzt auch die Doppeldiagnose ADHS/Autismus zugelassen. Ein gewisser Zusammenhang scheint also zu bestehen. Ich neige jedoch auch wie einige in diesem Forum zu der Ansicht, dass hier bis an die Grenze der Selbstverleugnung eine Pathologisierung betrieben wird, wo gar keine angebracht oder notwendig ist. Man sollte sich mal ernsthaft und objektiv die Frage stellen, ob ADHS (oder manche Formen des Autismus) wirklich alle klassischen Kriterien einer Krankheit erfüllen. Der Vorschlag, die oben genannten Phänomene wie die Linkshändigkeit oder die Homosexualität als Biodiversität zu begreifen, wird nun zumindest von einigen Fachleuten von Gewicht unvoreingenommen diskutiert.

#15 |
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Philipp Lex
Philipp Lex

wie immer beim Thema ADHS entsteht eine unsinnige Diskussion pro und contra Methylphenidat.

Über 4 Jahre haben wir nun alle Therapiemöglichkeiten bei unserem Sohn ausgeschöpft. Nun, wo Sozialprobleme in der Schule ein zu hohes Maß erlangt haben, haben wir in Absprache mit unserem Sohn Methylphenidat ausprobiert. Und nein, es verändert das Kind nicht in der Persönlichkeit. Die Wirkung kann das jeweilige Kind wohl immer besser beschreiben als die Eltern/Lehrer, aber es hilft – und das um ein vielfaches mehr als alle möglichen anderen Therapien/Maßnahmen.

Diese ständige Hetzerei gegen Methylphenidat ist gespickt von Vorurteilen und Halbwissen, hochdramatisiert dargestellt um möglichst viel Stimmung zu machen – auf beiden Seiten. Jedes ADHS-Kind sollte versucht werden ohne Medikamente behandelt zu werden – aber wenn das nicht geht oder die Sozialproblematik in der Schule zu groß wird, muss man medikamentös die Notbremse ziehen. Nur darf man dann auf keinen Fall andere Therapien vernachlässigen – denn so gut Methylphenidat auch hilft, heilen tut es nicht!

#14 |
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Dipl.-Ing./cand.M.Sc Ute Hild
Dipl.-Ing./cand.M.Sc Ute Hild

Es ist unfassbar, was unseren Kindern zugemutet wird. Lassen wir doch bitte endlich unsere Kinder wieder Kinder sein.
Wie lange will die Gesellschaft denn noch an das Märchen ADHS glauben?
Interessant ist, welch grosse Macht – auch und insbesondere auf Ärzte – die Pharmaindustrie hat.
Ich arbeite seit 15 Jahren mit Kindern,(nicht nur mal 1 Std. in dre Praxis, sondern 8 Stunden am Tag – betreuend und therapeutisch ) denen diese Diagnose von allen möglichen Fachärzten diagnostiziert wurde. Nicht in einem einzigen Fall konnte ich ein sogenanntes ADHS diagnostizieren.
Und warum dies? Weil ich mit ihnen kindgerecht umgehe, die Natur erforsche,
ihnen Hülle und Wärme gebe und vor allem Beziehung schaffe.
Grundsätzlich setze ich Methylphenidat sofort ab und wie erstaunt ich doch immer wieder bin, plötzlich werden die Kinder wieder sich selbst, sind an ihrem Umfeld interessiert, schlafen wieder gut und haben keine Alpträume mehr, die durch Methylphenidat hervorgerufen werden und wodurch selbstverständlich dann auch Schlafstörungen auftreten.
Und noch etwas: Kinder haben nicht zu funktionieren, wie unser System das so gerne hätte, sie sind kleine Menschen, die unserer Liebe und Hilfe bedürfen, sie sind keine sich anpassen zu müssenden Maschinen !!!

#13 |
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Heilpraktikerin

Der Beitrag von H. G. Peter sollte als Beispiel gelten . Genauere Diagnostik vor allem die Familienverhältnisse ein KPU Test usw. es gibt viele Möglichkeiten bevor man schnell zu Ritalin greifen muss. Aber warum viel zu schnell weil unsere Ärzte fast keine Zeit mehr haben und das Honorar auch zu wünschen übrig lässt!

#12 |
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Als psychiatrisch/psychologischer Laie interessiert mich, wie verlässlich die Diagnose-Kriterien für eine ADHS sind. Ich bin sehr erschrocken, wie viele junge Menschen heute mit diagnostizierter ADHS in Behandlung sind. Welchen Stellenwert hat die mehr und mehr an Gewicht gewinnende “Erziehung” zu möglichst bewegungsarmer Lebensweise. Lange Schultage, in denen jedes Abweichen von der ruhigen Sitzposition gerügt wird, ausfallende bzw. von vorn herein zu wenige eingeplante wöchentliche Schulsportsunden, zu wenig Freizeit für den Sportverein. Muss sich der “eingezwängte” natürliche Bewegungsdrang da nicht ein Ventil suchen?
Ist vielleicht zu einfach gedacht. Aber wo sollen die Kids mit ihren unterdrückten Energien hin? Wer keinen anderen Weg findet, wird dann krank.
Manchmal habe ich allerdings auch das Gefühl, dass Kinder, die man früher als “aufgeweckt, “Wildfang” oder “Ernergiebündel” bezeichnet hat, heute recht schnell zu ADHS-Patienten gemacht werden. Und der “zappelnde Sandmann”, also dass Kinder abends nicht leicht ins Bett und zum Shclafen zu bringen sind, ist doch wahrlich nichts Außergewöhnliches. Das kennen doch die meisten Eltern völlig gesunder Kinder auch. Aber wie gesagt, das sind alles nur meine Bauchgefühle – da ich kein Fachmann auf dem Gebiet bin.

#11 |
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Dr. Sylvia Metz
Dr. Sylvia Metz

Sehr geehrter Herr Schmidt,
Ihr Kommentar ist eine Verhöhnung der betroffenen Kinder und ihrer Familien!

#10 |
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Physiotherapeut Michael Schmidt
Physiotherapeut Michael Schmidt

Wann wird endlich verstanden, das es ADHS gar nicht gibt? Einzig allein die Pharmaindustrie hat es sich zu nutze gemacht mit dieser Scheinerkrankung Profit zu machen! Alle Forschungsarbeiten sind gefälscht und werden falsch interpretiert!

#9 |
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Gast
Gast

Einschlafstörungen sind nicht wirklich eine Nebenwirkung von Methylphenidat, sondern eine Folge des Nachlassens der medikamentösen Wirkung. 5-10 mg ( je nach Alter) nicht-retardiertes MPH kurz vor dem Schlafengehen helfen in vielen Fällen.
Darüber hinaus sind Rituale zum Einschlafen sowie Reduktion von Fernsehen und elektronischen Geräten (Smartphone etc.) sehr wichtig.

#8 |
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Dr. med. dent. Frank Seidel
Dr. med. dent. Frank Seidel

Studien zufolge haben Kinder mit erwiesener ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts/störung) deutlich mehr Zahn- und Zahnfleischprobleme als Kinder ohne diese neurologische Erkrankung. Dies hängt unter anderem auch mit der meist schwierigen Verhaltenssituation der ADHS-Kinder zusammen: Sie haben oft große Probleme, den üblichen Abläufen in der Zahnarztpraxis zu folgen: [Link entfernt – bitte keine Eigenwerbung. Da gibt es Google Adwords]

#7 |
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Gast
Gast

#Martin S., auf der verlinkten Seite fehlt das Impressum; von wem wird sie betrieben?

#6 |
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Martin S.
Martin S.

Ritalin verschlimmert den Zustand auf Dauer, ich finde da muss man das Problem eher ganzheitlich angehen. Schlafstörungen können die Angst- und Panikstörungen verstärken und können von ihnen verursacht sein. Das ist wirklich ein Teufelskreis. Gegen Angst und Panikattacken kann man selbst ganz schön viel tun, hier ist ein interessanter Artikel: [Link entfernt – self promotion]

Für besseren Schlaf bei Kindern müsste man heutzutage auf die modernen Geräte verzichten können – daran denkt kaum einer, aber genau diese können oft Probleme mit dem Schlaf bewirken (man denke an das spät aufbleiben mit Tablet bzw. Smartphone an unter der Schlafdecke bzw. Fernsehen).

Ich sehe keine andere Lösung dafür als Stress-Reduktion und Verzicht auf Smartphones/Tablets nach acht Uhr abends + mehr Zeit mit Kindern allgemein.

Hoffentlich wird das Problem in baldiger Zukunft besser gelöst.
LG
Martin

#5 |
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Gast
Gast

zu #1 Ritalin ist neurotoxisch.

#4 |
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Gast
Gast

Schlafbedarf für gesunde Erwachsene 6-8 Stunden, nicht 7-9 Stunden.
Und richtig, Schlafentzug ist das wirksamste Mittel, die Schlafqualität zu verbessern.
“Pädagogisch” sollte weder das Essen, noch das Schlafen “belohnt” werden.

#3 |
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Dr. G. Peter, FA für Allgemeinmedizin
Dr. G. Peter, FA für Allgemeinmedizin

Also ich finde es sehr erfrischend, wenn zu diesem Thema nicht-medikamentöse Alternativen besprochen werden. Aus meiner Praxiserfahrung habe ich den Eindruck, dass viel zu schnell medikamentös behandelt wird.

#2 |
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Gast
Gast

Es ist einfach fürchterlich bei jedem Beitrag von Frau Voss eine Abwertung der Medikation bei ADHS zu erhalten.

#1 |
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