Sinusitis: Die neue Höhlentherapie

27. Januar 2012
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Unter einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen leiden etwa 15 Prozent der Bevölkerung der westlichen Industrieländer. Hinter Beschwerden wie verstopfte Nase, Kopfschmerzen und Fieber verbirgt sich häufig eine Sinusitis.

Die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie hat 2011 die S2k-Leitlinie Sinusitis verabschiedet. Ziel ist „die Förderung einer qualitativ hochwertigen fachärztlichen Versorgung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit entzündlichen Erkrankungen im Bereich der Nasennebenhöhlen“. Die Leitlinie differenziert zwischen der akuten und chronischen Rhinosinusitis.

  • Die akute Rhinosinusitis ist als Entzündung der Nasennebenhöhlen von maximal 12 Wochen Dauer mit komplettem Abklingen der Symptome definiert. Unter der akuten Rhinosinusitis wird gemäß Leitlinie ein entzündlicher Prozess verstanden, der bei gestörtem Abfluss und gestörter Ventilation der Nasennebenhöhlen infolge einer nasalen Infektion entsteht.
  • Die chronische Rhinosinusitis ist über eine Beschwerdedauer oberhalb von 12 Wochen ohne vollständiges Abklingen der Symptome festgelegt. Für die Entstehung der chronischen Rhinosinusitis wird eine allmähliche Obstruktion durch vermehrte Gewebebildung im ostiomeatalen Komplex sowie verschiedene Konzepte der mukosalen Entzündung angenommen.

Bei der chronischen Sinusitis schwellen die oberen Schleimhautschichten infolge der Entzündung an. Die Ausführungsgänge der Nebenhöhlen verengen sich. Dies führt zu einer mangelhaften Belüftung und Drainage, die Folge ist ein Sekretstau. Entzündetes Gewebe ist saures Gewebe. Durch dieses saure Milieu kann die Selbstreinigungstätigkeit der Schleimhäute nicht mehr richtig funktionieren. Die Schleimhautflora verändert sich. Es entwickeln sich immer mehr krankhafte Keime, die schließlich die Schleimhäute weiter anschwellen lassen und zu einem kompletten Verschluss der Ausführungsgänge führt.

Therapie im Wandel der Zeit

Die Therapie hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Eine wichtige Säule der Therapie war bisher die Gabe von Antibiotika. Es lag nahe, eine durch Bakterien verursachte Entzündung mit bakterientötenden Arzneimitteln zu behandeln. Neue Erkenntnisse belegen jedoch, dass lange Zeit die „falschen Täter“ gejagt worden sind: für die Entzündung sind häufig nicht Bakterien, sondern Viren die Hauptverantwortlichen.

Eine Sinusitis sollte ganzheitlich und nicht als isolierte Erkrankung betrachtet werden. So leiden 25-30 % der Allergiker, 43 % der Asthmatiker, 37 % der Organtransplantierten und 54-68 % der AIDS-Patienten an einer mehr oder weniger ausgeprägten chronischen Sinusitis. Anamnestisch geben Patienten häufig auch Darmbeschwerden an. Für die Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen und Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn werden fast dieselben homöopathischen Arzneien angewendet.

Cortison statt Antibiotika

Die europäischen Leitlinien schieben Antibiotika in die hinterste Ecke. Therapieziel bleibt dennoch auch weiterhin, die Entzündung einzudämmen und den Sekretstau zu beseitigen. Nur die Waffen haben sich geändert. Es ist die Entzündung, die dem Patienten Beschwerden bereitet und weniger die Infektion. Die Therapie mit einem Kortison-Nasenspray ist den bisherigen Therapien deutlich überlegen. Der Wirkstoff Mometason ist wirksamer und verträglicher als eine Antibiotikatherapie mit Amoxicillin. Lediglich bei hohem Fieber und starken einseitigen Kiefer- oder Stirnhöhlenschmerzen und Zeichen einer Augen- und Hirnbeteiligung ist der Einsatz von Antibiotika gerechtfertigt. Selbst bei längeren Beschwerden einer „normalen“ Sinusitis sind Antibiotika nicht notwendig. Die Zurückhaltung mit Antibiotika ist das sicherste Mittel, einer Resistenzentwicklung von Bakterien vorzubeugen. Wenn doch ein Antibiotikum verordnet wird, dann muss dies ausreichend lange und hoch dosiert verabreicht werden. Keinesfalls sollte der Patient auf eigene Faust das Mittel absetzen. Die Gabe von Mometason-Nasenspray kann die Anwendung von Antibiotika unterstützen. Selbst bei einer 10fachen Überdosierung wandert der Wirkstoff nicht von der Nasenschleimhaut ins Blut. Die Befürchtung, den Körper mit Kortison zu belasten und die typischen Nebenwirkungen zu bekommen, ist demnach unbegründet.

Die Autoren der S2k-Leitlinie Sinusitis sind sich einig: obwohl mehr als 2.000 Studien über die antibiotische Therapie der akuten Rhinosinusitis veröffentlicht sind, erfüllten nur ca. 57 Studien die im Rahmen einer Analyse durch das Cochrane-Board festgelegten Kriterien der Placebo-Kontrolle, Randomisierung, statistischen Auswertung, ausreichenden Fallzahl (>30 Teilnehmer) und der Beschreibung klinischer Verbesserungs- oder Erfolgsquoten.

Indikationen zur Antibiotikatherapie bei akuter Rhinosinusitis nur bei:

  • starken Beschwerden
  • Fieber >38,3°C
  • einer Verstärkung der Beschwerden im Laufe der Erkrankung
  • einer drohenden Komplikation
  • Patienten mit chronisch entzündlicher Lungenerkrankung
  • immundefizienten bzw. immunsupprimierten Patienten
  • Patienten mit schweren Grundleiden oder besonderen Risikofaktoren
  • Amoxicillin ist Mittel der ersten Wahl.

Bei chronischer Rhinosinusitis Antibiotika in Kombination

Eine längerfristige antibiotische Therapie der chronischen Rhinosinusitis kann in Kombination mit Steroiden als Alternative zur chirurgischen Therapie erwogen werden, so die Leitlinien. Es wird angenommen, dass für die akute Exazerbation der chronischen Rhinosinusitis ein ähnliches Keimspektrum wie bei der akuten Rhinosinusitis verantwortlich ist. Die Therapie der akuten Exazerbation der chronischen Rhinosinusitis richtet sich daher nach den Empfehlungen für die Therapie der akuten Rhinosinusitis. Mittel der Wahl ist Aminopenicillin plus ein beta-Lactamase-Inhibitor.

Abschwellende Nasentropfen lindern ohne zu verkürzen

Nasentropfen mit Wirkstoffen wie Naphazolin, Xylometazolin und anderen Substanzen erleichtern deutlich die Nasenatmung des Patienten. Bei der Behandlung einer Sinusitis kommt es darauf an, die Nasenschleimhaut, insbesondere den Verbindungsgang vom Nasen- zum Rachenraum (Choanen) abschwellen zu lassen. Das Sekret soll abfließen und der Überdruck beseitigt werden. Insgesamt besteht jedoch kein Nachweis ihrer Wirksamkeit im Sinne einer Krankheitsverkürzung oder einer Reduzierung der Nasennebenhöhlensymptome bei akuter oder chronischer Sinusitis. Diese Ansicht vertritt die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Sektion HNO, in ihren aktuellen Leitlinien. Wenn abschwellende Präparate eingesetzt werden, dann sollten Dosiersprays anstatt Tropfen verwendet werden. Ganz wichtig ist, dass die Zubereitungen frei von Konservierungsmitteln wie Benzalkoniumchlorid sind. Dieses trocknet die Schleimhäute zusätzlich aus und schädigt bereits nach kurzer Zeit das Flimmerepithel.

Schleimlöser: Pflanze schlägt Chemie

Schleimlösende Mittel, sog. Expektorantien, wie Ambroxol, Bromhexin und Acetylcystein haben eine festen Stellenwert bei der Therapie der Sinusitis. Doch auch für diese chemisch definierten Substanzen fehlt ein Nachweis, dass die Krankheitsdauer und –heftigkeit bei einer Stirnhöhlenentzündung verkürzt wird. Dies geht ebenfalls aus den Leitlinien hervor. Erstaunlich und bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese neutralen und kritischen Empfehlungen einem pflanzlichen Mischpräparat mit 5 Bestandteilen eine Wirksamkeit zuerkennen.

Nicht alle pflanzlichen Mittel sind jedoch den chemischen überlegen. “Bei der chronischen Sinusitis ist die Studienlage nicht ausreichend. Für zahlreiche Phytotherapeutika wird aus offenen Studien oder anekdotisch ebenfalls von positiven Wirkungen bei der Sinusitis berichtet, ohne dass jedoch ein Nachweis nach wissenschaftlichen Maßstäben erbracht wurde. Erkenntnisse zu dem/den eigentlichen Wirkstoff/en oder zur Dosis-Wirkungsbeziehung liegen nicht vor“ so die o.g. Fachgesellschaft in den Leitlinien zur Therapie der Sinusitis.

Myrtol – wirksam und verträglich

In der Behandlung der akuten und chronischen Bronchitis, aber auch der Sinusitis bewährt hat sich das ätherische Öl Myrtol. Das Muko-Sekretolytikum enthält diesen pflanzlichen Wirkstoff, der das Krankheitsgeschehen auf vielerlei Weise günstig beeinflußt. Myrtol regt nicht nur die Zilientätigkeit der Bronchialschleimhaut an, es wirkt auch sekretolytisch und -motorisch. Ferner lassen sich antimikrobielle, antioxidative, immunmodulierende sowie antiphlogistische, schleimhaut-abschwellende Effekte nachweisen.

Wie sich diese Eigenschaften in der Praxis auswirken, zeigte eine Multizenterstudie von J. Pellar et. al.

Das Hauptinteresse während der 14tägigen ambulanten Behandlung mit 676 Patienten galt der Wirksamkeit und Verträglichkeit des pflanzlichen Muko-Sekretolytikums. Verglichen wurden 4× 300 mg Myrtol standardisiert gegen ein modernes Cephalosporin, ein Acetylcystein-Präparat und Placebo. Eindrucksvoll fiel der Vergleich der Abbruch-Raten aus, wenn sich die Symptome der akuten Bronchitis nach 7 und nach 14 Therapietagen nicht gebessert hatten. Die Antibiotika-Therapie beendeten etwa ebenso viele Patienten vorzeitig wie die Behandlung mit dem pflanzlichen Präparat. Unter Placebo betrug die Zahl der Studienabbrecher das Dreifache.
Im Vergleich weiterer Kriterien hielten sich die positiven Ergebnisse in der Myrtol- und der Cephalosporin-Gruppe ebenfalls die Waage. Das galt nach Aussage von Pellar für die pathologischen Auskultations-Befunde ebenso wie für die Hyperreagibilität des Bronchialsystems, das Ausbleiben von Hustenattacken bei Tag und bei Nacht und für das subjektive Wohlbefinden der Patienten. Bei allen Kriterien war die Überlegenheit gegenüber Placebo eindeutig.
 Magensaftresistente Myrtol-Präparate müssen mindestens eine Stunde vor den Mahlzeiten eingenommen werden, um optimale Wirksamkeit und Verträglichkeit zu erzielen.

Statement der aktuellen Leitlinie: „Durch den Nachweis der Wirksamkeit von Myrtol standardisiert bei der akuten, nicht komplizierten Rhinosinusitis konnte in gewissen Fällen auf die Behandlung mit Antibiotika verzichtet werden. Es bestehen daher Hinweise für symptomlindernde und kurative Wirkungen von Myrtol und Cineol, bei akuter, nicht bakterielle Rhinosinusitis.

Bromelain – boostet Antibiotika

Schon seit längerem ist bekannt, dass Bromelain nach oraler Gabe die Gewebspermeabilität von Antibiotika (Penicilline, Tetracyline) erhöht. Dies steigert die Resorption und führt bei subkutaner oder intramuskulärer Applikation der Antibiotika zu einer Verbesserung der Diffusion. Es lassen sich höhere Serum- und Gewebespiegel erzielen und die Nebenwirkungen einschränken. Ryan et al. fand in einer randomisierten, doppeltblinden, klinischen Studie zur Behandlung von akuter Sinusitis, dass 83% der Patienten, die Bromelain erhalten hatten, eine komplette Heilung einer Nasenschleimhautentzündung gegen 52% der Placebo-Gruppe zeigten.

Meerrettich und Kresse als starkes Duo

Ein Kombinationspräparat aus Kapuzinerkresse und Meerrettich wird seit Jahren mit Erfolg zur unterstützenden Therapie bei Infektionen der Harn- und Atemwege angewendet. Wirksame Bestandteile sind Senföle (Isothiocyanate), die in vitro eine breite antibakterielle Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien aufweisen. Die Kombination aus Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel wirkt bei Atemwegs- und Harnwegsinfektionen vergleichbar gut wie Antibiotika und hat dabei weniger Nebenwirkungen. Dies belegt eine Anwendungsbeobachtung von 1.654 Patienten, die entweder an einer akuten Sinusitis, Bronchitis oder Blasenentzündung litten. In der Prüfgruppe traten lediglich bei 7 von 412 Patienten im Indikationsgebiet akute Sinusitis-Nebenwirkungen auf, während unter Antibiose 6 von 122 Patienten über Nebenwirkungen berichteten.

Nasenspülungen – hyper besser als hypo

“Täglich ein- oder mehrmalige Nasenspülungen mit Kochsalz oder Emser Salz helfen, fest sitzenden Schleim zu lockern. Zudem sind sie eine preiswerte und effektive Prophylaxemethode. Die Lösung sollte nicht hypoton sein. Für eine reinigende Spülung sollten isotone Salzkonzentrationen verwendet werden. Ist hingegen eine Reizwirkung und eine Rhinorrhoe gefragt, fertigt man eine hypertone Lösung an (ca. 3% Kochsalz). Die Nasenschleimhaut toleriert derartige hypertone Abweichungen mit Brennen und Schmerz. Hypertone Lösungen werden besser toleriert, wenn sie zusätzlich alkalisiert werden. Hierzu eignet sich Natriumhydrogencarbonat (eine Messerspitze auf 250 ml Lösung).”

379 Wertungen (4.16 ø)
Medizin

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34 Kommentare:

Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Danke Herr Suchomel,
durch Ihre gute Auskunft konnte ich mir viele Rückfragen bei den mir in Schweden bekannten Söhnen der Herren Sören
ersparen!
Scherz beiseite: Als engagierter Laien-Medizinhistoriker
habe ich auf Reisen oft die Denkmäler berühmter Kollegen,
die Krankheitsnamensgeber waren aufgesucht oder sogar
fotografiert.-
Nochmals Dank
Tremblau

#34 |
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Hallo Hr. Bastigkeit,

Überarbeitet klingt der Artikel schon besser. Nichtsdestotrotz finde ich die Aussage zu Myrtol in der Leitlinie etwas zu verhalten, um hier in Begeisterung auszubrechen. Meine Pat. berichten mir in etwa gleich häufig dass es wirke als auch das es nicht gewirkt habe.

Ich bleibe weiter skeptisch. Mein Regiment sieht abschw. Nasenspray für maximal 1 Woche, ggf. auch hohe Einlagen mit Xylometazolin vor, dazu in 5-10 min. Abstand die Anwendung der Nasendusche und ein Bedarfs-Rp. Amoxicillin. Bei Persistenz dann ein Pricktest und auch Budes NS. Warum Nasonex so gepusht wird, weiss ich nicht, vllt. wegen Beraterverträgen? Wir nehmen hier wegen Regressdruck jedenfalls immer Generika von Budes.

Bei der Nasendusche rate ich den Pat. auch wegen der Kosten von den überteuerten Päckchen ab.

#33 |
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Medizinjournalist

Liebe aufmerksame Leser, danke für die konstruktive Kritik. Frau Dr. Gründemann hat natürlich Recht, der Verbindungsgang ist nicht die Eustachische Röhre sondern die Choanen. Auch Herrn Dähn kann ich in dem Punkt zustimmen, dass der pH-Wert nicht mit der Teilchenkonzentration zu tun hat. Der Abschnitt war sinnentstellend ausgedrückt. Gemeint war, dass die Pufferung einer hypertonen Lösung diese verträglicher macht. (http://www.nasespuelen.de/pdf/gebrauchsinfo.pdf)

Zu dem Hinweis mit Myrtol: Die Leitlinien empfehlen Myrtol. Zitat: ¿Durch den Nachweis der Wirksamkeit von Myrtol standardisiert bei der akuten, nicht komplizierten Rhinosinusitis konnte in gewissen Fällen auf die Behandlung mit Antibiotika verzichtet werden. Es bestehen daher Hinweise für symptomlindernde und kurative Wirkungen von Myrtol und Cineol, bei
akuter, nicht bakterielle Rhinosinusitis (Empfehlung).¿

Matthias Bastigkeit

#32 |
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Thomas Suchomel
Thomas Suchomel

@ Hr. Dr.Tremblau:

Es gibt keine dummen Fragen :-)
Bei “Sörensen” handelt es sich um einen Puffer, betehend aus Kaliumdihydrogenphosphat und Dinatriumhydrogenphosphat-Dihydrat. Zusammensetzung z.B. hier:
http://www.aeisner.de/rezepte/puffer2.html

#31 |
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Mutter Natur hat wieder einmal mehr die bessere Medizin.

#30 |
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Nichtmedizinische Berufe

Liebe Leser,

vielen Dank für den Hinweis bezüglich der S2k-Leitlinie. Wir haben den Fehler behoben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DocCheck News-Team

#29 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Dumme Frage an Herrn Apotheker Erhart :

Bitte was ist SÖRENSEN ?

Danke
Tremblau

#28 |
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Dr. med. Rafael BALOGH
Dr. med. Rafael BALOGH

Als oto-rhino-laryngologe stimme ich voll zu.
Inhaltlich sehr gut.
Dr.med.Rafael Balogh

#27 |
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Herr Kollege Stute hat zu Recht das Problem der möglichen dentogenen Ursachen aufgezeigt,welches m.E. nicht zu unterschätzen ist. Eine Reihe von Entzündungen der KH zeigen insbesondere nach DVT Analysen deutliche Zusammenhänge mit apikalen Osteolysen devitaler Zähne und cystischen Veränderungen an den Wurzelspitzen. Auch sogenannte Restostitiden die jahrelang unentdeckt in unmittelbarem Kontakt zum sinus liegen, werden häufig nicht diagnostiziert. Selbst bei interkollegialen Konsultationen mit HNO Kollegen wird dieser Thematik häufig ein nicht ausreichender Stellenwert zugeordnet. Aufgrund zunehmender Sinusboden Augmentationen im Zusammenhang mit zahnärztlichen Implantationen sind gesunde Nebenhöhlenstrukturen eine unabdingbare Voraussetzung für die komplikationslose Einheilung von Implantaten.Ein intensiverer kollegialer Austausch in der unterstützenden medikamentösen Therapie der häufig multikausalen Zusammenhänge von Nebenhöhlenerkrankungen wäre sicher hilfreich.

#26 |
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Arzt
#25 |
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Apotheker

Mometasonhaltiges Nasengel mit Sörensen gepuffert ist durch die erhöhte Viskosität nachhaltiger, als die Spray- Galenik. Unterstützende Sekretolytika, die , entgegen der obigen Darstellung, keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern apothekenpflichtige Arzneimittel sind, verringern das Ansiedeln pathogener Keime, somit kann der Einsatz von Antibiotika reduziert werden.

#24 |
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Rettungsassistent

Ich habe seit mind 30 J immer wieder Nasennebenhöhlenentzündung mit Kiefer beteiligung.
Mir hilft sinfrontal und ich benötige kein Antibiotika.
Manchmal nehme ich Ibuprofen

#23 |
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” Für eine reinigende Spülung sollten isotone Salzkonzentrationen verwendet werden. Ist hingegen eine Reizwirkung und eine Rhinorrhoe gefragt, fertigt man eine hypertone Lösung an (ca. 3% Kochsalz). Die Nasenschleimhaut toleriert derartige pH-Abweichungen mit Brennen und Schmerz, deshalb sollten hypertone Lösungen alkalisiert werden.”

Das ist natürlich Käse.

Herr Bastigkeit hat das Prinzip von hyperton vs. pH nicht verstanden: NaCl ist nicht HCl. Deswegen ist Salzwasser nicht saurer oder alkalischer als normales Wasser: http://www.wissenschaft-technik-ethik.de/wasser_ph.html#300 Punkt 3.3.4.

Bitte nehmen Sie diesen superschlechten, in sich unlogischen Artikel schnellstmöglich aus dem Netz. Hierdrunter posten doch nur die glaubensseligen Naturheilverfahren-Anhänger Tipps für Akkupressur etc. Mit Wissenschaft hat das alles gar nichts mehr zu tun :-(

#22 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

eine der wichtigsten Ursachen sollten nicht vergessen werden , sonst greifen die schönen Mittel nicht durch ::WURZELGEFÜLLTE,TOTE u.ENTZÜNDETE ZÄHNE ,störende Wurzelfüllmaterialien u. irritierende Zahnersatzmaterialien,massive Zahnfleischerkrankungen

#21 |
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Neuraltherapie ist eine Standartherapie bei chronischer Sinusitis und das Zeit Jahren.

Dieser Einfluß auf die Regelkreise unseres Körpers erstreckt sich auf das nervale, hormonelle, muskuläre, zirkulatorische (Blutkreislauf) und das lymphatische System, ebenso auf Skelett und Stützapparat, Verdauungs- und Ausscheidungsorgane. Das breitgefächerte Einsatzgebiet ermöglicht es dem Arzt regulatorisch auf funktionelle Schäden einzuwirken. Häufig kann schon mit 2-3 Behandlungen eine erhebliche Verbesserung oder Lösung des Problems erreicht werden. Gelegentlich kann die Suche nach dem eigentlichen Störgeschehen 10 ¿ 15 Behandlungssitzungen nötig machen, denn häufig gibt es zahlreiche Hinweise aus Krankengeschichte und Voruntersuchung des Patienten. Vom naturheilkundlichen Ansatz her handelt es sich um eine ursächliche Therapie, wobei die Störung direkt behandelt und reguliert wird.

Die Anwendungsgebiete der Neuraltherapie sind sehr vielfältig: Es können Beschwerden vom Kopf- bis Fußbereich sowie Haut- und Organbeschwerden behandelt werden.

Im konventionellen medizinischen Bereich wird die lokale Betäubung jedoch hauptsächlich bei Schmerzen des Bewegungsapparats, Weichteilrheumatismus, Nervenschmerzen und Kopfschmerzen eingesetzt.

#20 |
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Habe schon vor Jahren mit Hilfe meines Physiotherapeuten meine, regelmäßig durch Rhinitis hervorgerufene, Sinusitis durch Anwendung von Akupressur der Punkte V2, F14, Ex1 und Ex3 in den Griff bekommen. Seither kein Nasenspray mehr gebraucht und keine Antibiotika. Wichtig ist nur, dass man zum Zeitpunkt der Akupessur kein Fieber hat und durch vorherige, leichte Massage der Carotis den Lymphabfluss induziert.

#19 |
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Und wenn man die zitierte Leitlinie mal liest, merkt man auch, dass Herr Bastigkeit sie eben NICHT verstanden hat. Da steht aber rein gar nichts davon, das Myrtol oder Cineol eine nachgewiesene Wirkung haben. Mal abgesehen davon, dass der Link im Fliesstext nicht zur Leitlinie sondern ins Leere führt.

#18 |
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Was für ein wirrer und unsachlicher Artikel, in dem die Nahrungsergänzugsamittel Myrtol, Bromelain etc. sowie auch einmal kurz Homöpathika gepusht werden – ohne Sinn und Verstand. Einzig die Tatsache das zu häufig sinnlos Antibiose gegeben wird, kann ich vorbehaltlos unterschreiben.

#17 |
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Dipl.-Päd. Karl-Heinz Krieger
Dipl.-Päd. Karl-Heinz Krieger

Als langjährig Betroffener: Hauptursache waren notwendige Augentropfen mit Konservierungsstoffen. Nach Umstellung auf Tropfen ohne Konservierungstropfen habe ich inzwischen “normale” Schnupfen. Immer hilft Nasenspülung mit hinreichend genügend leichte Salzwasserlösung mit der Lotta: Glaskolben mit 0,5 l Volumen. Das gibt den notwendigen Wasserdruck.
Zusatz: Bei ersten Anzeichen eines aufziehenden Schnupfens oder Rachenentzündung nehme ich mehrfach Symbioflor 1 lokal. ( Einziehen durchdie Nase). Meist komme ich so ohne Erkältung davon.

#16 |
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Dipl.-Päd. Karl-Heinz Krieger
Dipl.-Päd. Karl-Heinz Krieger

Als langjährig Betroffener: Hauptursache waren notwendige Augentropfen mit Konservierungsstoffen. Nach Umstellung auf Tropfen ohne Konservierungstropfen habe ich inzwischen “normale” Schnupfen. Immer hilft Nasenspülung mit hinreichend genügend leichte Salzwasserlösung mit der Lotta: Glaskolben mit 0,5 l Volumen. Das gibt den notwendigen Wasserdruck.

#15 |
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Apothekerin

Ich habe letztes Jahr eine schwere Erkältung gehabt und da ich arbeiten musste, das erste Mal in meinem Leben regelmäßig ein abschwellendes Nasenspray benutzt. Und das erste Mal in meinem Leben hat mich dann auch nach ein paar Tagen Nasenspray-Gebrauch eine schmerzhafte Nasennebenhöhlenentzündung ereilt. Der Kiefer tat mir so weh, dass ich dachte, ein Zahn wäre entzündet. Ich habe Gelomyrtol genommen, Wick WapoRub von außen auf die schmerzenden Stellen aufgetragen und auf das Nasenapray verzichtet, und nach ein paar Tagen war der
Schmerz weg und der Schleim (giftig grün sah er aus!) gelöst. Meine These: Abschwellende Nasensprays fördern Nasennebenhölenentzündungen, da der produzierte Schleim nicht abfließen kann. Jeder, der ein Nasenspray anwendet, kann die Erfahrung machen, dass der Schnupfen gestoppt wird, das heißt, es kommt nichts mehr aus der Nase raus. Ergo: Der Schleim setzt sich in den Nasennebenhöhlen fest!

#14 |
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Die Sinusitiden meiner Patienten und meine eigene chronische habe ich anfangs mit Gelomyrtol, neuerdings mit Eukalyptuskapseln, manchmal auch einfach nur mit Eukalyptustropfen mehrmals täglich in warmem Wasser behandelt. In sehr seltenen Fällen wird ein Antibiotikum benötigt. Ein Antihistaminikum zusammen mit “Abflußlagerung des Kopfes” bewirkt in schwierigen Fällen Wunder.

#13 |
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Bisher nicht erwähnt wurde die Lagerungsdrainage, die ich selbst mit gutem Erfolg anwende und meinen Patienten erfolgreich empfehle.
Vorgehen: ca 20 Minuten Kopfdampfbad mit GeloDurat, Kamille o.ä nach “Omas Art” Schüssel mit heißem Wassser und Zusatz, Handtuch über den Kopf.
Anschließend auf den Bauch legen, den Kopf über sie Sofakante nach unten hängen lassen und ca. jeweils 6 Minuten nach rechts und nach links schauen.

#12 |
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Ärztin

Freue mich über diesen Artikel, da ich selbst seit inzwischen fast 35 Jahren an einer chronischen Sinusitis leide, betroffen sind auch die Keilbeinhöhlen, inzwischen Resistenzen gg. fast alle Antibiotika…… Ich habe leider nie eine Besserung ohne Antibiotika erzielt, habe wochenlang vereiterte Nebenhöhlen gehabt mit Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nacken- u. Kopfschmerzen, bis ich trotz fehlenden Nachweises einer Allergie, zunächst 1, dann 2 u. jetzt 4 Tbl.Cetirizin pro Tag nehme u. seither fast durchweg keine Sinusitis mehr hatte in den verg. 18 Monaten. Vermutlich steckt hinter meiner Krankheitsgeschichte eine Histamin-Intoleranz, … Ich hoffe, daß noch viele Betroffene mit einer ähnlich verzweifelten Krankengeschichte von den neuen Erkenntnissen profitieren. !!!!!

#11 |
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Eine chronische Sinusitis ist in aller Regel KEINE Ursache von Kopfscchmerzen und es entsetzt mich bei ganz eindeutiger Studienlage immer wieder, wie viele Migräne- und sonstige Kopfschmerzpatienten mit erfolglosen Nasen-Nebenhöhlen-Operationen versorgt werden und dies häufig mehrfach, ohne dass irgendeine Besserung eintritt – ein primärer Kopfschmerz hat nichts mit den NNH zu tun. Anders sieht es bei akutem Sekretverhalt mit Druckanstieg in den NNH aus, der ist schmerzhaft. Die Symptome von chronischer und akuter Sinusitis unterscheiden sich, leider kommt das in diesem Artikel nicht zur Darstellung.

#10 |
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Zahnarzt

ASS-Intoleranz kann per Panpolyposis und Pansinusitis zu einem sinubronchialen Syndrom führen – symptomatisch wie Asthma.
Hat jemand Erfahrungen damit (eine Hyposensibilisierung war in dem mir bekannten Fall nicht erfolgreich)?

#9 |
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Jens Edrich
Jens Edrich

Geriebener Meerrettich als heiße Auflagen auf die beiden Kieferhöhlen oder auch die Stirnhöhlen helfen in Kombination mit vorherigen Spülungen mit Emser Salz oft Wunder bei Sinusitiden!

#8 |
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Dr. Stephanie Gründemann
Dr. Stephanie Gründemann

Die Eustachische Röhre ist nicht die Verbindung von der Nase zum Rachen sondern die Verbindung vom Nasenrachen (Epipharynx) zum Mittelohr! Sie hat mit dem Abfluß der Nebenhöhlen nichts zu tun. Richtig ist allerdings, daß im Rahmen von Rhinosinusitiden auch Tubenventilationsstörungen auftreten können.

#7 |
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Dr. med. Winfried Mästele
Dr. med. Winfried Mästele

Wer hat Erfahrung mit NNH-Stenting oder Ballonkatheter bei chron. Sinusitiden? Welche Klinik ist da führend?

#6 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Anfeuchten zu trockener Heizungsluft durch Aerosol-Wasserzerstäuber !
Diese Empfehlung vermisse ich !
In Mzseen springen Furniere an historischen Holzarbeiten.-
Es gibt da genaue Vorschriften zum Schutz von Kunstgegensänden, die auch von (teueren) Verasicherungen
z.B. bei Versand zu fernen Museen verlangt werden!
Menschen sollten wohl gleichen Wert haben !

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Hans  Müller
Hans Müller

Bei starken Beschwerden nehme ich 100 mg Diclofenac retard und bin innerhalb weniger Stunden nachhaltig beschwerdefrei.
Ansonsten hilft häufig NaCl-Spray.

#4 |
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Dr. med. Thomas Stania
Dr. med. Thomas Stania

Habe sehr gute Erfahrungen mit Bromelain, Myrtol, ggf. Mometason-Spray. Amoxicillin nur in ganz seltenen Fällen notwendig.

#3 |
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Dr Tatjana Penniston
Dr Tatjana Penniston

Habe ebenso sehr gute Erfahrungen mit Bromelain ,Sinusitis ( Herwert) und Myrtol im Wechsel gemacht.

#2 |
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Habe seit Jahren änlich gut bechriebene Wirkung von Bomelain, Myrtol und besoders den tägichen Spülungen mit hpertonem NaCl-ösung fetgestellt, empfehle dies ehr häufig, bei guten Ergebnissen meinenPatieten

#1 |
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