Ebola: Mausmodell überprüft Erreger

4. März 2015
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Der aktuelle Ebola-Ausbruch wirft viele Fragen auf. Ein neues Mausmodell ist anfällig für die Wildtyp-Variante des Ebola-Virus und entwickelt nach einer Infektion die typischen Symptome. Somit liegt ein optimiertes Mausmodell vor, welches die Ebola-Forschung verbessern kann.

Der aktuelle Ausbruch in Westafrika hat verdeutlicht, welche verheerenden Folgen eine Ebola-Epidemie mit sich bringt und wie wenig bisher über Symptome und Verlauf der Erkrankung bekannt ist. Um Gegenmaßnahmen und Therapien entwickeln zu können, ist das Studium an geeigneten Kleintiermodellen erforderlich. Bisher stellte dies ein Problem in der Ebola-Erforschung dar, da die im Labor verwendeten Mausmodelle unempfindlich gegenüber dem Ebola-Virus sind und nur mit speziell an sie angepassten Virusformen infiziert werden konnten.

Infizierbares Mausmodell mit menschlichen Blutstammzellen

Der Arbeitsgruppe um den Hamburger Wissenschaftler Dr. César Muñoz-Fontela vom Heinrich-Pette-Institut ist nun jedoch ein Durchbruch für die weitere wissenschaftliche Arbeit mit dem Ebola-Virus gelungen: Sie transplantierten Mäusen humane hämatopoetische Zellen und konnten auf diese Weise ein Mausmodell entwickeln, das auch durch das natürlich vorkommende Wildtyp-Virus infiziert werden und so zur besseren Analyse der Krankheit und ihrer Therapiemöglichkeiten genutzt werden kann.

„Das von uns erzeugte Mausmodell wird die Ebola-Forschung in Zukunft sehr erleichtern und hoffentlich schnell zu Ergebnissen führen, durch die weitere Epidemien vermieden oder eingeschränkt werden können“, freut sich Muñoz-Fontela vom Heinrich-Pette-Institut.

Typische Symptome im neuen Mausmodell

In einer aktuellen Veröffentlichung zeigen die Wissenschaftler, dass eine Infektion mit dem Ebola-Erreger in dem von ihnen optimierten Mausmodell zu typischen Symptomen wie Virämie, Leberschäden, Blutungen und einer hohen Letalität führt. Damit eignet sich das neue Kleintier-Infektionsmodell für weitere Studien mit dem Virus.

Originalpublikation:

Ebola virus disease in mice transplanted with human hematopoietic stem cells
César Muñoz-Fontela et al.; Journal of Virology, doi: 10.1128/JVI.03546-14; 2015

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2 Kommentare:

Arzt
Arzt

zu#1 und#2 Viren kann man nur in lebendem Gewebe kultivieren.
Sie müssen sich schon zwischen Mensch und Tier als Versuchskaninchen entscheiden.
Ich bin erstmal für Tier.

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Gast
Gast

Es ist bekannt, dass Tiere bei Versuchen nie so reagieren, wie ein Mensch. Auch gibt es leider immer noch Leute die dies glauben. Wie viele Tiere müssen noch für solche Versuche sterben, bis dies auch der Allerletzte verstanden hat? Wie viele Menschen, bei denen dies oft im Ausland erprobt wurde, müssen dann noch gesundheitl. Volgeschäden davon tragen? Warum hört dies nicht endlich auf u. wird verboten? Wie kann es sein, dass sich Forscher immer noch zu solch einer Rohheit hinleiten lassen?

#1 |
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