Kooperationen sind wichtiger denn je

3. Februar 2012
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Die Personal- und die Raumkosten sind in Berufsausübungsgemeinschaften fast immer geringer als in zwei Einzelpraxen. So erwirtschaften Sie bei gleichbleibendem Aufwand einen höheren Gewinn. Oder auch andersherum: Um gleichbleibenden Gewinn zu erhalten, müssen Sie weniger Umsatz generieren.

Gerade jetzt, wo manchmal die Umsätze zurückgehen, denken viele Praxisinhaber über Kooperationen nach. Welche aber möglich und/oder sinnvoll sind, hängt sehr stark von äußeren Gegebenheiten ab.

Über eine Apparategemeinschaft kann man beispielsweise die Rentabilität eines Sonographie-Gerätes deutlich erhöhen. Hier sind jedoch einige Voraussetzungen zu erfüllen, damit die angestrebte Partnerschaft auch klappt. Denken Sie hier ruhig einmal über ungewöhnliche Wege nach.

Beispiel

In einem großen Ärztehaus haben sich zwei fachfremde Ärzte darüber geeinigt, ein Sonographiegerät anzuschaffen. Der eine nutzt das Gerät am Dienstag und Donnerstag, der andere an den restlichen Tagen. Das Gerät wird von den Helferinnen immer morgens abgeholt und abends gereinigt und zum „Umzug“ vorbereitet.

Das alles hat man in einem Vertrag haarklein geregelt, sowie auch die Kostenverteilung bei Schäden oder Wartungen. Dies ist ein wirklich vernünftiger „Deal“, von dem beide Parteien in Bezug auf Kostenreduzierung partizipieren.

Die Apparategemeinschaft ist noch die loseste Verbindung zweier oder mehrerer Ärzte. Je enger die Verbindung wird, desto genauer ist abzuwägen oder zu planen.

Führen Sie sich die Vorteile einer Gemeinschaft vor Augen

  1. 1. Die Partner ergänzen sich. Nicht nur von der fachlichen Seite können Sie das Wissen und die Kompetenz der Praxis erweitern, sondern auch auf der unternehmerischen Ebene ergeben sich Synergien, die wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten bringen. Dies gilt für Praxen, die einen Juniorpartner aufnehmen genauso, wie für „alt eingesessene“ Praxen, die sich zusammen tun.
  2. 2. Die Partner können sich gegenseitig vertreten. Die Praxis läuft während Urlaubs- oder Krankheitstagen weiter und senkt auch so die Kostenbelastung. Zusätzlich kann man durch geschickten Arbeitseinsatz auch die Praxis durch einen Ausbau der Sprechstundenzeiten für die Patienten interessanter machen.
  3. 3. Zwei können mehr als einer. „Vier Augen sehen mehr als zwei“ und die doppelte Anzahl der Verantwortlichen halbieren das unternehmerische Risiko.
  4. 4. Finanzierungen werden durch Gemeinschaften erleichtert. Eigenkapital kann durch zwei Partner leichter aufgebracht werden als durch einen. Zudem vertrauen viele Banken zwei haftenden Gesellschaftern mehr als einem.

Nächstes mal erfahren Sie, wie Sie einen passenden Partner finden.

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