Cannabis: Kommt das GKV-Gras?

9. März 2015
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Cannabis kann bei einer Vielzahl von Indikationen nützlich sein. Doch nur in Ausnahmefällen tragen die Krankenkassen die Behandlungskosten. Ein neues Gesetz könnte einer medizinischen Zweiklassen-Gesellschaft entgegenwirken.

Am 23. März 2015 werden sich die Mitglieder des Petitionsausschusses des Bundestags in einer öffentlichen Sitzung zur Petition von Dr. Franjo Grotenhermen beraten. Der Mediziner fordert die Kostenübernahme für cannabishaltige Medikamente sowie den Verzicht auf eine strafrechtliche Verfolgung von Patienten, die im Rahmen einer ärztlich bescheinigten Therapie Cannabisprodukte verwenden. Diese besitzen nämlich notwendigerweise deutlich mehr als nur die geringen Mengen, bei denen ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen § 31a des Betäubungsmittelgesetzes eingestellt werden darf.

Mehr als 33.000 Personen unterschriebenen die im Mai 2014 erstellte Petition – zu wenige für das nötige Quorum von 50.000 Stimmen. Die Beratung im Petitionsausschuss findet trotzdem statt. Sicher auch deshalb, weil das Thema endlich in der Politik angekommen ist. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), gab Anfang Februar bekannt, dass die Bunderegierung noch in diesem Jahr ein Gesetz durch den Bundestag bringen wolle, das es schwer kranken Patienten ermöglichen soll, Cannabis auf Kosten der Krankenkassen zu erhalten. „Diese Neuregelung“, meint Mortler, „hätte ich lieber gestern als morgen.“ Warum also ist sie nicht bereits Realität? „Es ist nicht ganz einfach, eine Abgrenzung hinzubekommen, die wirklich nur denjenigen hilft, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen“, erläutert die Drogenbeauftragte.

Breite Einigkeit auf allen Seiten

Die CSU-Politikerin steht mit dieser Meinung nicht alleine da – auch prominente Vertreter anderer Parteien äußerten sich positiv zum Kiffen auf Kassenkosten. „Cannabis auf Rezept bedeutet, dass betroffene Patienten nicht stigmatisiert werden, jedem unabhängig vom Geldbeutel der Zugang ermöglicht wird und die Qualität der Arznei gewährleistet ist“, sagte beispielsweise die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis. Und auch Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, erklärte: „Es ist gut, dass die Bundesregierung ihre harte Haltung bei Cannabis aufgibt.“

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), befürwortete ebenfalls die geplante Gesetzesänderung, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass zudem „die Zulassung von cannabinoidhaltigen Arzneimitteln auch für andere Indikationen sinnvoll und wünschenswert“ wäre. Das hierzulande einzige Cannabis-haltige Fertigarzneimittel, das Sublingual-Spray Sativex, ist nämlich nur zur Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Spastik aufgrund von Multipler Sklerose zugelassen, die nicht angemessen auf eine andere antispastische Arzneimittel-Therapie angesprochen haben und die eine klinisch erhebliche Verbesserung von mit der Spastik verbundenen Symptomen während eines Anfangstherapieversuchs aufzeigen.

No money, no dope

Wer bisher einen schwerkranken Patienten mit Cannabis behandeln möchte, kann dies zwar legal tun, doch die organisatorischen und finanziellen Hürden sind hoch. Wenn der eigene Patient in die eng gefasst Kategorie passt, für die Sativex zugelassen ist, bekommt der Patient sein Cannabis von der Krankenkasse bezahlt. Will man als Arzt auch andere Patienten an der heilsamen Wirkung von Cannabis teilhaben lassen, kann man im Rahmen eines individuellen Heilversuchs ein Betäubungsmittelrezept für Sativex oder eines der synthetischen Cannabinoide Dronabinol oder Nabilon ausstellen, welches dann in der Apotheke als Rezeptur hergestellt wird – die Kosten übernimmt die Krankenkasse aber in der Regel nicht. Bei einem Bedarf von 500 mg Dronabinol im Monat schlägt das Medikament für den Patienten mit etwa 400 bis 500 Euro zu Buche – eine Summe, die sich manch chronisch Kranker nicht leisten kann.

Alternativ kann der Patient bei der Bundesopiumstelle des BfArM einen Antrag auf eine – selbstverständlich gebührenpflichtige – Ausnahmeerlaubnis zum therapeutischen Einsatz von Cannabis-Blüten oder Cannabis-Extrakt im Rahmen einer ärztlich betreuten und begleiteten Selbsttherapie stellen. Diese wird aber nur erteilt, wenn der Antragsteller zusammen mit dem behandelnden Arzt schlüssig darlegen kann, dass alle anderen Therapieoptionen ausgeschöpft wurden, beispielsweise weil andere Medikamente unwirksam sind oder ausgeprägte Nebenwirkungen verursachen.

Zurzeit besitzen 358 Personen eine solche Ausnahmeerlaubnis. Die Kosten für die Cannabis-Blüten oder den Extrakt, die dann zur nächsten Apotheke geliefert und von dort an den Patienten abgegeben werden, muss der Patient aber trotzdem aus eigener Tasche bezahlen. 1 Gramm Cannabis-Blüten kosten zwischen 15 und 25 Euro. Bei einem Tagesbedarf von 0,5 Gramm führt dies zu monatlichen Kosten zwischen 225 und 375 Euro. Der Anbau von Cannabis zur Deckung des Eigenbedarfs ist bisher illegal, auch wenn im Juli vergangenen Jahres das Kölner Verwaltungsgericht der Klage von drei Patienten gegen ein behördliches Anbauverbot stattgab. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, da das BfArM Berufung am Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt hat. Zudem ist der Eigenanbau aus medizinischer Sicht problematisch, da keine gleichbleibende Wirkstoffkonzentration sichergestellt werden kann. „Eine Legalisierung des Besitzes und der Anbau für den medizinischen Eigenbedarf sind deshalb nicht zielführend“, erklärt Montgomery.

Wunderwaffe Weed

Cannabinoide besitzen ein breites Anwendungsspektrum. Am häufigsten werden sie zur Linderung folgender Beschwerden eingesetzt:

Weiterhin gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Cannabinoide auch zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, Fibromyalgie und entzündlich bedingter Schmerzen (z. B. bei rheumatoider Arthritis) sowie zur Milderung von Ticks beim Tourette-Syndrom geeignet sind. Zur Wirkung bei Epilepsie gibt es dagegen bisher keine ausreichenden Daten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Cannabis-Produkten zählen Müdigkeit und Schwindel, zudem kann es zu Appetit- und Stimmungsschwankungen, Gedächtnisstörungen sowie Verdauungsbeschwerden kommen. Bei Jugendlichen ist außerdem ein Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und psychischen Erkrankungen wie Depression, Psychose und Schizophrenie festgestellt worden. Aus diesem Grund sollten Kinder und Jugendliche nicht mit Cannabinoiden behandelt werden.

Körpereigenes High: Das Endocannabinoid-System

Die Cannabis-Pflanze enthält zahlreiche Wirksubstanzen; die pharmakologisch bedeutsamsten sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Daneben enthält Cannabis aber auch noch andere Cannabinoide sowie Terpenoide und Flavonoide. Die Wirkung der Cannabinoide wird u.a. über das Endocannabinoid-System (eCB-System) vermittelt. Die Bedeutung dieses körpereigenen Systems für Gesundheit und Krankheit ist bisher unzureichend untersucht – der erste physiologische Ligand für einen Cannabinoid-Rezeptor, Anandamid (AEA), wurde erst 1992 entdeckt. Der Cannabinoid-Rezeptor 1 (CB1) ist einer der am stärksten im zentralen Nervensystem exprimierten G-Protein gekoppelten Rezeptoren, während der Cannabinoid-Rezeptor 2 (CB2) hauptsächlich in Zellen und Geweben des Immunsystems nachweisbar ist.

Aufgrund des Rezeptor-Expressionsmusters ist es wenig überraschend, dass das eCB-System bei einer Vielzahl physiologischer Prozesse eine wichtige modulatorische Rolle spielt, beispielsweise bei neuronaler Plastizität und Neuroprotektion, Immunität und Inflammation, Apoptose und Karzinogenese, Schmerz und Gedächtnis sowie im Energiemetabolismus. Immer mehr Wissenschaftler gehen davon aus, dass so diverse Krankheiten wie Migräne, Fibromyalgie, Reizkolon und pathopsychologische Zustände eine gemeinsame Ursache haben: Das sogenannte eCB-Defizienzsyndrom. Die therapeutischen Effekte von Cannabis und seinen Komponenten beruhen danach einerseits darauf, dass die enthaltenen Cannabinoide als CB1- und CB2-Agonisten wirken und so fehlende Endocannabinoide substituieren. Zudem scheinen Cannabinoide das gesamte eCB-System zu modulieren, beispielsweise indem sie die AEA-Biosynthese ankurbeln und die RezeptorExpression regulieren. Eine chronische Administration hoher Cannabinoid-Dosen führt dagegen zu einer starken Desensitisierung und verminderter Rezeptor-Expression sowie Toleranz gegenüber der Substanz.

Es ist höchste Zeit sicherzustellen, dass schwerkranke Patienten unabhängig von den eigenen Finanzmitteln angemessen mit Cannabinoiden versorgt werden können. Zudem sind aber auch mehr Forschung am eCB-System und weitere RCT-Studien, die unvoreingenommen die Wirksamkeit von Cannabinoiden beim Menschen untersuchen, dringend notwendig, um das therapeutische Potenzial dieser Substanzklasse voll ausschöpfen zu können.

123 Wertungen (4.76 ø)

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39 Kommentare:

Dr.med. Markus König
Dr.med. Markus König

docchek löscht Beiträge gegen Drogen? und lässt so einen Satz unkommentiert stehen, gegen einen Arzt der vor unkritischem Drogenkonsum Jugendlicher warnt?

“Mit Ihren übertriebenen und größtenteils falschen Behauptungen, die Sie hier öffentlich machen, nehmen Sie in verantwortungsloser Weise, womöglich, den Tod von Tausenden jungen Menschen in Kauf !” [Anmerkung der Redaktion: Der entsprechende Kommentar wurde mittlerweile gekürzt.]

Und nachdem das mit der NICHT neuroprotektiven Wirkung von THC nun wirklich in #33 (CBD als Antidot zu THC!!!) klar gestellt wurde ,
muss sich doccheck schon fragen lassen,
wie es denn mit redaktioneller Verantwortung steht wenn es um Drogenverharmlosung geht. (Leser #38)
THC ist NEUROTOXISCH und nicht neuroprotektiv!!!
Ein nicht unwesentlicher Unterschied zitiert aus einer sehr seriösen wissenschaftlichen Literaturanalyse vieler Arbeiten!
WIEDERHOLUNG:
“CBD may lower the risk for developing psychosis that is related to cannabis use. ”

#39 |
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Leser
Leser

@Arzt
Da steht Neuroprotection und “Dr. Raphael Mechoulam” in einem Satz dieses Abstracts. Sie können gern Gegenstudien starten.
@alle anderen: Prof. Raphael Mechoulam ist der Entdecker des THC und der Pionier in der Erforschung der Cannabinoide.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19969019
Neurotoxicology. 2010 Sep;31(5):562-71.

Die Hanfpflanze und Produkte davon wie Marihuana und Haschisch werden seit Jahrhunderten wegen ihrer psychoaktiven Eigenschaften genutzt … Dr. Raphael Mechoulam gab als erstes einen Überblick der Erforschung exogener und endogener Cannabinoide und ihres Potentials der Neuroprotektion unter unterschiedlichen Bedingungen.

#38 |
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Gast
Gast

@Arzt

Ihr Zitat: “…quatsch mich nicht von der Seite an.”

Ich nehme an, sie kommunizieren mit Ihren Patienten nicht mit dieser depressiv verstimmten Retorik!? Gerade bei einer schwierigen Lösungssuche sollte man doch sachlich bleiben – auch oder gerade bei Laien…

#37 |
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Nichtmedizinische Berufe

@ Arzt

ZITAT von Ihnen:

“Allerdings haben USAmerikanische Psychiater früher mit allerhand psychotropen Substanzen experimentiert wie Meskalin oder LSD, was inzwischen wegen ernsten irreparablen Zwischenfällen verboten ist.”

Also, ich bin wahrlich kein Freund von LSD, Meskalin, …, man soll nichts verharmlosen, aber was Sie behaupten stimmt nicht.

Da kann ich ihnen nur das zur Antwort geben:

“Angesichts der Erfolge dieser Therapien muss man sich aus heutigem Blickwinkel sehr wundern, dass die Behandlungsformen in Richtung der 70er Jahre abgebrochen wurden und schließlich in den meisten Ländern heute verboten sind (Leuner 1981).
So ist heute selbst in ärztlichen Kreisen weitgehend unbekannt, dass die psycholytische Therapie eine wissenschaftlich fundierte Methode mit tiefenpsychologischer Grundlage und entsprechenden Behandlungserfolgen war. Diese Entwicklung ging parallel zur Tabuisierung der Halluzinogene in den 60er Jahren.
Groteskerweise waren sie vorher während der 50er Jahre als eine Art von Missbrauch im Rahmen von CIA- Programmen (MK Ultra) zur gezielten Beeinflussung von Personen getestet und vorgesehen wurden, auch als chemische Kampfstoffe (Lee & Shlain 1985), ohne, dass darüber etwas bekannt wurde im Sinne von einer Aufdeckung und eines Aufschreies in den Medien.
Stattdessen entdeckten diese eine beginnende Verwendung der Substanzen und auch „der Fall T. Leary“ führte dann schnell zu sensationellen, meist erlogenen oder stark übertriebenen Geschichten („LSD – die Teufelsdroge oder Wasserstoffbombe für die Seele“).
Die Substanzen waren ein Symbol der Hippiebewegung, von „love and peace“ und auch die politische Opposition zum Vietnam- Krieg spielte dann eine große Rolle. Bis heute ist keine objektive soziologische Aufarbeitung dieses Prozesses im Hinblick auf die Bewertung der Substanzen und vor allem von LSD erfolgt, die schließlich das Kürzel „LSD“ als Sinnbild einer Angst- und Teufelsdroge zurückließ.”

Da können Sie sich ein bischen über LSD informiren:

http://psychotropicon.info/fruhere-medizinische-verwendung-von-lsd/

[Kommentar von der Redaktion gekürzt.]

#36 |
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Nichtmedizinische Berufe

@ Arzt
Niemand fordert hier, Kindern und Jugendlichen Zugang zu Cannabis zu verschaffen, oder eine Legalisierung. Aber eine REGULIERUNG von Cannabis, vor allem in der Medizin ist längst überfällig.

Die Stigmatisierung dieser Medizinalpflanze muss weg fallen, Sie tragen dazu nicht bei.

Bei Ihrer Haltung müßten Sie auch für eine Alkoholprohibition sein,
sehen Sie dazu:

Die 20 häufigsten Hauptdiagnosen bei
Vollstationär behandelten Patienten (Männern), einschließlich Sterbe- und Stundenfälle, in Krankenhäusern nach der ICD-10 im Jahr 2013

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/DiagnosenMaennlich.html;jsessionid=732CF770E5E38F018556338F0D2EB938.cae2

Auf Platz eins, Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol ! Und das bei erwachsenen Männern.

Was ist mit Ritalin bei Kindern und Jugendlichen?

Aspirin, ca. 1000 – 5000 Todesfälle in DE, jährlich!

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/mythosaspirin107.html

#35 |
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Arzt
Arzt

[Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.]

#34 |
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Arzt
Arzt

@Leser#30 wenn hier schon “Wissenschaftlichkeit” reklamiert wird und auf medline verwiesen wird, dann sollte hier bitte nicht von “Neuroprotektion” von Cannabis gesprochen werden, das zu Gehirnschäden führt.
Exakt handelt es sich hier um eine Substanzgruppe, ähnlich der Opiatgruppe, bei der es mit Naloxon ein Antidot gibt, dass die Morfinwirkung aufhebt.
Es gib bei Cannabis also das schädliche wichtigste psychoaktive Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) und eine analoge Verbindung Cannabidiol (CBD), die offensichtlich in der Lage ist antagonistische Wirkung zu entfalten, also die Schäden von Cannabis (Schizophrenie) zu reduzieren.
Die Euphorie auch Schizophrenie anderer Genese zu beseitigen teile ich nicht, das ist noch experimentell.
Hier gibt es eine ganz aktuelle Review:
Schizophr Res. 2015 Mar;162(1-3):153-161. doi: 10.1016/j.schres.2015.01.033. Epub 2015 Feb 7.
A systematic review of the antipsychotic properties of cannabidiol in humans.

Darin steht ganz nüchtern:
“CBD may lower the risk for developing psychosis that is related to cannabis use. ”

mfG

#33 |
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Gast
Gast

bin seit 30 jahren cluster-kopfschmerzpatient, habe seit 2 jahren meine bfarm befreiung, kann mir aber nur sporadisch mein cannabis leisten, aber oxicodon, ect., wird von der kass bezahlt?

#32 |
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Nichtmedizinische Berufe

@Arzt
Sie schreiben sich aber nicht Thomasius, oder?
[Kommentar von der Redaktion gekürzt.]

ZITAT vom Arzt:
“In Skandinavien werden schon Urinpflichkontrollen für Schwangere ernsthaft diskutiert, da diese Droge das Embryo ähnlich schädigt wie normaler Tabakkonsum.
Bei Kontrollen in Dänemark kam es zu positiven Befunden im %-Bereich (3,6% von denen, die einer Urinkontrolle zustimmten).
Besonders bei Jugendlichen steigt das Risiko von dauerhaften Psychosen (Schizophrenie!) vom “cognitive impairment” (Verblödung) ganz7 abgesehen…”

Verlinken Sie doch dazu eine seriöse Studie.

Warum posten Sie hier eigentlich nicht mit Ihrem Namen, Herr Arzt? Na ja, bei dem was Sie hier verbreiten, würde ich meinen Namen aber auch nicht öffentlich machen (schäm).

#31 |
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Leser
Leser

@Arzt Risiken bei Cannabis bei Jugendlichen – voll einverstanden: Das Gehirn ist in dieser Phase noch in Entwicklung, die neuroprotektische Wirkung der Cannabinoide behindert diese Entwicklung.

Wenn Sie den Gebrauch von Cannabis bei Jugendlichen eindämmen wollen – dann bitte nicht über ein Allgemeinverbot. Das haben wir bereits und das funktioniert NICHT. Eine Legalisierung verbunden mit Jugendschutz und Aufklärung ist da die bessere Chance: In Ländern mit Tolerierung (Niederlande), Entkriminalisierung (Portugal) oder Legalisierung (Colorado) steigt das Einstiegsalter bzw. ist der Anteil Cannabis konsumierender an High School Schülern gesunken.
Ansonsten: Resolution der Strafrechtsprofessoren oder Richter Andreas Müller, Bernau.

@Gast#28 bei Führerscheinvergabe gelten schon strenge Regeln: Da wird sogar Taxikundinnen, die in Besitz von Cannabis waren, der Führerscheinentzug angedroht (Mainz letztes Jahr).

#30 |
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Ärztin

@Arzt
Natürlich soll vernünftig und therapeutisch gezielt mit der Substanz umgegangen werden, das meinte ich ja im zweiten Teil meines Beitrags. Ich habe genug junge Patienten gesehen, die an einer drogeninduzierten Psychose oder einem amotivationalen Syndrom litten.
Allerdings auch einige Tramadol-Abhängige, wo kein BTM-Gesetz greift. Ich bin auch gegen eine Freigabe und hätte kein Problem mit einer BTM-Pflicht für Cannabis-Präparate.

#29 |
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Gast
Gast

zu # 2
Gleichzeitig soll Gesetz für Führerscheingenehmigung verschärft geändert sein!

#28 |
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Arzt
Arzt

@Sylvia Robinson was wollen Sie dem Leser sagen?
Morphin und moderne Derivate für die Anästhesie sind sicher wirksam und unverzichtbar, fallen aber selbstverständlich unter das Betäubungsmittelgesetz!
Darum geht es doch nur.
Hier kämpft man um die komplette Freigabe einer Droge unter dem Deckmäntelchen der med. Indikation.
Der Blick in die medline-Datenbank ist immer nützlich und sei auch
doccheck empfohlen.
Hier handelt es sich ja angeblich um eine website für Ärzte.
Eher geht es hier um Kritik an Ärzten!!!
Wer “Nebenwirkungen” komplett ausblendet ist immer unseriös!

Die starke Verbreitung als Droge ist eher eine Gefahr als eine Beruhigung.
In Skandinavien werden schon Urinpflichkontrollen für Schwangere ernsthaft diskutiert, da diese Droge das Embryo ähnlich schädigt wie normaler Tabakkonsum.
Bei Kontrollen in Dänemark kam es zu positiven Befunden im %-Bereich (3,6% von denen, die einer Urinkontrolle zustimmten).
Besonders bei Jugendlichen steigt das Risiko von dauerhaften Psychosen (Schizophrenie!) vom “cognitive impairment” (Verblödung) ganz7 abgesehen und beim Rauchen natürlich wie beim normalen Tabak das Lungenkrebsrisiko.
Hier eine medizinische Beurteilung:
Rev Chil Pediatr. 2014 Apr;85(2):229-37. doi: 10.4067/S0370-41062014000200014.
[Pros and cons of legalizing marijuana].
“It is concluded that there is a serious risk, especially for teenagers, associated to chronic marijuana use due to the presence of more frequent psychotic and schizophrenic episodes, which can be permanent, while consumption during pregnancy results in brain damage to the fetus, similar to fetal alcohol syndrome. Scientific research also indicated that smoking marijuana produces an even more severe bronchial damage than tobacco, with risk of lung cancer. In conclusion, the notion that marijuana is a risk-free soft drug is a serious mistake, based on the available conclusive scientific research that shows the opposite.”

#27 |
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Ärztin

Nicht vergessen, auch die so zahlreich verordneten und in vielen Fällen überaus hilfreichen Opioidanalgetika kamen irgendwann mal vom Schlafmohn her- und regt sich darüber noch jemand auf?
Es kommt doch auf die Zubereitung und Dosierung zum Erzielen des therapeutischen Effektes an, um die Verwendung als Rauschmittel geht es hier doch gar nicht.

#26 |
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Leser
Leser

@Arzt

wissenschaftliche Studien zu Cannabis finden Sie hier (IACM):

http://www.cannabis-med.org/studies/study.php und hier (Pubmed)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=cannabis
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=cannabinoid usw.

Anerkennung von Cannabis als Medizin in Australien
http://www.smh.com.au/national/australian-national-council-on-drugs-takes-a-deep-breath-on-cannabis-20140825-108923.html

Was den Bezug zur Morphin-Kritik betrifft (Missbrauch):
Offensichtlich enden in den USA Opioid-Therapien abrupt, wenn das Symptom (Schmerz) nicht mehr existiert, aber die (physische!) Abhängigkeit nach dem Schmerzmittel ist jetzt da. Dann wird nach Ersatz gesucht und der Straßenmarkt gibt Heroin her. THC hat kaum physisches Abhängigkeitspotential, aber es kann bereits die Dosis von Opioiden reduzieren:

Degenhardt L, et al. Experience of adjunctive cannabis use for chronic non-cancer pain: Findings from the Pain and Opioids in Treatment (POINT) study. Dezember 2014, Abrams DI, et al.. Cannabinoid-Opioid Interaction in Chronic Pain. November 2011.

Die therapeutische Breite (Index) von THC ist übrigens sehr groß, der von CBD sollte noch größer sein.

Was das Verbot der Forschung mit psychotropen Substanzen betrifft, da gibt es einen Beitrag von Prof. D. Nutt dazu:
http://www.deutschlandfunk.de/psychedelische-substanzen-fuer-die-forschung.676.de.html?dram:article_id=249640

#25 |
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Arzt
Arzt

@Ulrich Koch wer Cannabis so über den grünen Klee lobt –
ohne eine einzige seriöse wissenschaftliche Studie als Beleg nennen zu können,
noch nicht einmal einen “Produktwaschzettel” – und andererseits offensichtlich dem Laien @thomas blutcshek zustimmt bei seiner Morfin-Kritik, die für nur illegalen Missbrauch zutreffen kann –
kann wirklich nicht ernst genommen werden.
Auch Ihre Behauptung “vor 80 Jahren” ist grottenfalsch.
Allerdings haben USAmerikanische Psychiater früher mit allerhand psychotropen Substanzen experimentiert wie Meskalin oder LSD, was inzwischen wegen ernsten irreparablen Zwischenfällen verboten ist.

#24 |
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Ulrich Koch
Ulrich Koch

@Arzt
Hier geht es weder um Drogenreklame noch um laienhafte Begeisterung für eine Substanz für die es ihrer Meinung nach keine Indikation gibt.
Habe in den letzten Jahren bei sehr unterschiedlichen Indikationen wie z.B. Tumorassoziierter Kachexie, Spastik bei MS und Querschnittslähmung, Migräne, komplexen Schmerzsyndromen und vereinzelt psychischen Störungen eingesetzt und dabei einerseits deutliche Zustandsverbesserungen beobachten können und andererseits deutlich weniger Nebenwirkungen und Beeinträchtigungen als die zuvor eingesetzten Medikamente. Cannabis als Medizin hat mit Drogenverherrlichung nichts zu tun, sondern stellt in vielen Fällen ein risikoarmes Behandlungsverfahren dar, mit dem Patienten mit oft langen Vorbehandlungsgeschichten oftmals gut geholfen und deren Lebensqualität deutlich verbessert werden kann. Gerade als Ärzte sollten wir uns für die Möglichkeit dieses Therapieverfahrens einsetzen und nicht nur undifferenziert überholte Drogenpolitik wiederkäuen, sondern gerade schauen, wo wir vielleicht denen, denen sonst nur schwer geholfen werden kann professionell medikamentöse Alternativen anbieten können.
Übrigens war vor 80 Jahren die Behandlung mit Cannabis das häufigste und durchaus effiziente Medikament in der Behandlung von Depressionen. Hier können wir vielleicht aus der Medizingeschichte lernen anstatt Kranke zu kriminalisieren.

#23 |
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Arzt
Arzt

Nun ja, der große Auftritt der Nichtmediziner,
alle wollen Canabis

#22 |
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Gast
Gast

So wie Herr Blutcshek, jedoch etwas weniger auf der emotionalen Ebene, wollte ich es im Posting #15 und #19 ausdrücken. Es sollte am Nutzen von (natürlichem) Cannabis dringend geforscht werden – “Chemie-Bomben” git´s bereits genug…

#21 |
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Nichtmedizinische Berufe

@Arzt (mit Ahnung!)

An Opiaten kann man sterben-an Cannabis nicht!

Opiate machen physisch abhängig-Cannabis nicht!

Bei Opiaten muss die Dosis immer wieder erhöht werden-bei Cannabis nicht!

Opiate verursachen Verstopfung-Cannabis nicht!

Opiate verursachen Juckreiz-Cannabis nicht!

Opiate verursachen Schweißausbrüche-Cannabis nicht!

Opiate verursachen psychische Reizzustände(Aggressivität)-Cannabis nicht!

Opiate verursachen ………-Cannabis nicht!

Da könnte man noch Stunden lang weiterschreiben.

Und mein lieber Arzt, SIE dürfen sich von mir aus, wenn Sie Schmerzen haben, Opiate reinpfeifen. Ich bleibe lieber bei meinem med. Cannabis, weil das auch noch besser gegen meine chronischen Schmerzen hilft, als alle Opiate, die ich vormals je einnehmen musste.

PS:
Kindern, deren Gehirn noch nicht entwickelt ist, RITALIN zu verschreiben, geht in Ordnung, oder wie, Herr ahnender Arzt!?

#20 |
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Gast
Gast

@Arzt

Das NW-Profil von Morphin beinhaltet außer somatische doch auch psychische Reaktionen, wie Benommenheit, Schwindel und Somnolenz – auch retardiert… Nicht umsonst werden Vigilanztests zur Feststellung der Fahrtüchtigkeit eines Patienten durchgeführt. Und: Nur bei bei sorgfältiger Einstellung lässt sich eine Atemdepression verhindern; Wechselwirkungen mit Benzodiazepinen u.a. mal außer Acht gelassen! Außerdem ist eine symptombezogene Behandlung bei Migräne, Fibromyalgie,
muskulären Schmerzen etc. derzeit sowieso nicht indiziert.

Daher finde ich, ist der Ansatz einer (kontrollierten) Cannabis-Therapie zukünftig eine Alternative…

#19 |
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DocCheck News Redaktion
DocCheck News Redaktion

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre vielen Kommentare.
Bitte bedenken Sie jedoch die Netiquette und kommentieren Sie sachlich und themenbezogen.

Ihre DocCheck News Redaktion

#18 |
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Arzt
Arzt

@Jochen Kleinschmidt ihre Schilderung zeigt schon, dass Sie keine Ahnung von Schmerztherapie haben.
Ein oral mit Depot-Morfin eingestellter Patient ist NICHT high. Die einzige “Nebenwirkung” ist Obstipationsneigung wofür evtl. Bifiteral o.ä. erforderlich ist.
Ich wiederhole daher, dass es keine seriöse medizinische Indikation gibt,
egal, was dazu zusammenfabuliert wird.

#17 |
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Ralf Maly
Ralf Maly

Wenn unsere Drogenbeauftragte meint „Es ist nicht ganz einfach, eine Abgrenzung hinzubekommen, die wirklich nur denjenigen hilft, die das Cannabis auch tatsächlich dringend brauchen” übersieht sie da nicht das es für eine Genehmigung der Bundesopiumstelle Cannabis als Medizin nutzen zu dürfen auch heute schon erforderlich ist nachzuweisen das es keine Alternative dazu gibt, es die Patienten also wirklich dringend brauchen?
Ich meine das es lange Zeit überhaupt nicht im Interesse der Bundesregierung war und es nur an der Beharrlichkeit der vor den Gerichten klagenden Menschen liegt das sich unsere Regierung millimeterweise bewegt.

Näheres hier
http://www.huffingtonpost.de/franjo-grotenhermen/cannabis-eigenanbau-bundesregierung_b_6652830.html

#16 |
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Psychologisch-Technischer Assistent

@Arzt

Es geht hier doch nicht um “Drogenreklame”, wie Sie es schreiben!
Mit Sicherheit sind nicht alle Befürworter Kiffer, die legal stoned im Sessel fletzen wollen!

Und, wie bitte? “Es gibt keine einzige vernünftige MEDIZINISCHE Indikation!” ???

Bei meinen bereits 12-jährigen Muskelschmerzen haben weder die “rezeptlosen” noch auf BTM-Rezept verordneten Analgetika geholfen! Und wenn doch ein wenig, dann habe ich mich nicht unter die Leute getraut, da ich aber sowas von neben der Mütze stand! Haben sie sich schon mal Tramadol, Katadolon oder Amitriptylin und noch härtere pharmazeutische “Meilensteine” über Tage, Wochen, Monate eingeworfen”?

Nein? Ich schon und zwar das komplette Programm, über Jahre… Glauben Sie mir, es ist nicht schön, ständig high, in Derealisationszuständen durch die Welt zu stapfen!

Nur zur Info: THC (und wahrscheinlich noch andere Inhaltsstoffe der besagten Pflanze) sind in der Lage, diverse Schmerzformen (fast) komplett auszuschalten, bei gleichzeiger Relaxation entsprechender Muskelgruppen! DAS IST FAKT! OHNE unerwünschte Nebenwirkungen!

Achja: Das passiert im Übrigen bereits BEVOR es zu einer psychotropen Veränderung der Wahrnehmung (Rausch, Schwindel etc.) kommt! Voraussetzung und deren Einhaltung wäre halt eine “Soviel wie nötig, so wenig wie möglich” – Supplementierung!

Aber ist ja nun mal illegal – noch…

Mit schwankenden Grüßen,
ein Leidender

#15 |
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Arzt
Arzt

doccheck, bitte die endlose Drogenreklame einstellen:
“Vielzahl von Indikationen ” ist grotesk falsch.
Es gibt keine einzige vernünftige MEDIZINISCHE Indikation!

#14 |
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Herr Gino Reichert
Herr Gino Reichert

Einzig und allein eine Legalisierung hilft hier

#13 |
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Gast
Gast

Es wird Zeit, dass das Cannabis insgesamt freigegeben wird. In vergangenen Jahrhunderten war der Cannabisanbau in Bayern durchaus verbreitet.
Warum nicht wie früher den Menschen ein Mittel gegen Schmerzen und andere Leiden an die Hand geben, dass ohne große Kosten angebaut werden kann. Aber an allem will die Pharmaindustrie und die Ärzteschaft verdienen und die Patienten in Unmündigkeit halten.

#12 |
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Wie bei allen Medikamenten kommt es auch bei pharmazeutischen Cannabis-Präparationen auf Qualität, Standardisierung, exakte Dosierung und Galenik an. Damit wird ausschließlich auf medizinisch-schmerztherapeutische Effekte fokussiert. Weil es nicht um Permissivität oder Förderung von Drogenkarrieren (“legalize it”) geht, sondern um die Erweiterung palliativ-, schmerzmedizinischer und sonstiger Handlungsoptionen.

In meiner hausärztlichen Praxis habe ich in Einzelfällen mit Tetrahydrocannabinol (THC) als Dronabinol® (ATC A04AD10) und seinen antiemetischen, appetitstimulierenden, schmerzlindernden, entzündungshemmenden, muskelentspannenden, dämpfenden und psychotropen Eigenschaften als Heil- und Linderungsversuch gearbeitet, wenn Alternativen unwirksam waren. Als Nebenwirkung wirken Cannabinoide zentral sympathomimetisch. Damit sind sie nicht einfach für diese oder jene Indikation beliebig einsetzbar. Bei Dronabinol® setzt die Wirkung in ca. 60 Minuten ein. Psychotrope Effekte halten 4-6 Stunden, die Appetitstimulation bis zu 24 Stunden an. Ein Betäubungsmittelrezept (BTM) kann mit dem Rezepturarzneimittel Dronabinol® ausgestellt werden

Einzelheiten s. “Schätzlers Blog auf DocCheck – Cannabis mit medizinischem ‘Biss’?”
http://news.doccheck.com/de/blog/post/2115-cannabis-mit-medizinischem-biss/
vom 5.2.2015

#11 |
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ADHSLER
ADHSLER

Ich bin 32 und kämpfe seit fast 2jahren das ich eine Ausnahmegenehmigung für cannabis bekomme………LAktose, Fruktose, Gluten intolerant………..mit industriellen Lebensmittel auf kriegsfuß……Schmerzen und Enzündungen Genick und Schulter…..abwechselnd…….Fragt nicht wie oft ich beim ARTZT war. Aspirin… Ritta…MEdik….Atomoxetin…………alles durch…….Nebenwirkungen 3Seiten lang, wobei reicht nicht. Und so was billiges grünes was die Kuh auch fressen kann und noch keiner davon gestorben ist. Ist das beste mittel um meine Probleme in den griff zubekommen……..auf ritalin getraue ich mich nicht mal vor die Tür, geschweige den auf ein AMT……………Als Jugendlicher probiert aber naja machte immer müde war nicht so meins. Habe bevor ich angefangen habe die Ausnahme… zubekommen ….1 Jahr pur cannabis konsumiert……..5-10 ganz kleine sticks….komisch leben alles wunderbar……das kann ich jetzt mir den Medikamenten nicht behaupten…..Und die Welt hat es schon lange erkannt, aber wer ist wieder das schlußlicht?

#10 |
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Dr. med. Franz-Josef Ganz
Dr. med. Franz-Josef Ganz

Wer hat Erfahrung im Umgang mit Cannabis bei in kurzen Sprüngen chronisch rezidivierender Migräne?

#9 |
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Gibt es nicht zahlreiche Substanzen,
die in der Medizin verwendet werden,
die unters Suchtmittelgesetz fallen?
Und solche, die auch dort hin gehören
müssten?

#8 |
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Gast
Gast
#7 |
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Gast
Gast

Teufelszeug Todesdroge und jetzt kommt schön langsam die Wahrheit ans Tageslicht. Mir ist ein Mann mit Psychosen wenn er sie bekommen würde 1000 mal lieber als ein Mann der mich je nach Alkoholrausch zusammen schlägt. Und warum bekommt ein Alkoholiker dann noch die EU-Rente in den Rachen geworfen?

#6 |
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Guter Artikel. Zur Ergänzung der interessenspolitischen Hintergründe empfehle ich die WDR-Quarks Dokumentation vom 2.12.14 unter https://www.youtube.com/watch?v=_yT5cb5PdAE .
Man wundert sich warum es heute immer noch so schwierig ist, Cannabis einfach zu legalisieren. Wenn unsere Gesellschaft reif genug ist mit der Droge Alkohol umzugehen, warum sollte sie es nicht auch für den Umgang mit der vergleichsweise sanfteren Droge Cannabis sein?

Zudem gäbe es offenbar sehr viele Vorteile eines “normalen” Umgangs mit Hanf, nicht zuletzt als Rohstoff, u.a. für Textilien und Papier. Der Hanfanbau wurde durch das Betäubungsmittelgesetz von 1982 erst komplett verboten und später durch strenge Auflagen extrem eingeschränkt. Und das alles unter der unhaltbarer Gleichsetzung von Cannabis mit Opiaten.
Ich finde es enttäuschend, dass der eigenverantwortliche Umgang mit der eigenen Gesundheit durch Cannabis Einnahme, Besitz und Selbstanbau fortgesetzt kriminalisiert wird – zugunsten alter Interessen.
Eine Korrektur ist dringend nötig.

#5 |
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Flashbacks? Wieso nicht gleich grüne Nase oder lepröse Geschlechtsteile? Ist weltweit auch nur irgendein Fall medizinisch medizinisch dokumentiert, bei dem ein Konsument Flashbacks bekommen hat??? Nein, den Fall gibt es nicht und es handelt sich doch eher um das typische Totschlagargument der Verweigerer, wenn ihnen gar nichts mehr anderes einfällt. Deshalb betrüblich, dass dieses Argument auf Doccheck auch noch auftaucht

#4 |
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Das Hauptproblem am Cannabis ist wohl, das es zu einfach , zu gut und zu billig ist…

#3 |
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Stichwort “flashbacks”. Wie sieht es aus mit der Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und wie wird diesem Gefährdungspotential rechtlich Rechnung getragen werden?

#2 |
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Toller Artikel, das Thema Schwerkranke muss in dieser Diskussion mehr Raum bekommen. Cannabis bringt bei meinen chronischen Nervenschmerzen eine sehr hohe Linderung. Bis zu 90% der Schmerzen sind Weg. Herkömmliche Medikamente erreichen nur 30-40% Schmerzfreiheit und haben hohe Nebenwirkungen.
Ein Bekannter nahm Cannabis gegen seinen Reizdarm, ein anderer weil er Kopfschmerzen hatte! Allen half ohne Nebenwirkungen Cannabis!

#1 |
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