Cannabis: Keine breite Zustimmung

27. Februar 2015
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Geht es nach dem Willen der Regierung, sollen schwerkranke Patienten ab 2016 Cannabis auf Rezept und als Kassenleistung erhalten. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand – bei Politikern, Ärzten und Apothekern. Sie kritisieren die fehlende wissenschaftliche Herangehensweise.

Grünes Licht von Schwarz-Rot: Marlene Mortler (CSU), ihres Zeichens Drogenbeauftragte der Bundesregierung, hatte sich dafür eingesetzt, Schwerkranke besser mit Cannabis zu versorgen – auf Rezept und als Kassenleistung, versteht sich. Gegenüber der „Welt“ sagte Mortler, sie wolle sich für ein entsprechendes Gesetz stark machen. Hilde Mattheis (SPD), gesundheitspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, begrüßte derartige Pläne ihres Koalitionspartners. Und Jens Spahn (CDU) äußerte Zustimmung aus Sicht der Christdemokraten. Damit reagieren Gesundheitspolitiker auf akute Probleme bei der Versorgung.

Reine Geldsache

Zum Hintergrund: Ärzte können Cannabis-Präparate zwar verordnen; Patienten müssen die hohen Kosten selbst schultern. Ihnen hilft das oft zitierte „Nikolausurteil“ zur Kostenübernahme nicht, da es meist therapeutische Alternativen gibt beziehungsweise keine unmittelbare Lebensgefahr droht. Bleibt noch, selbst aktiv zu werden. Der zustimmungspflichtige Eigenanbau ist Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Das Verwaltungsgericht Köln hatte mehreren Klägern gestattet, Cannabis selbst anzubauen. Gegen alle Entscheidungen legte das BfArM Berufung beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen ein.

Geschicktes Gesetz

CDU/CSU und SPD könnten dem Disput durch staatliche Regelungen schnell ein Ende bereiten – Mortler plant, noch in 2015 ein Gesetz durch den Bundestag zu bringen. Neuregelungen wären frühestens ab 2016 möglich. Umfragen zufolge steht auch ein Großteil aller Bürger hinter Novellierungen. Ein weiteres Argument: Gute Erfahrungen kommen aus anderen Ländern. Kürzlich hatte Chile staatlich kontrollierte Hanfplantagen angelegt, um Schmerzpatienten zu versorgen. Während die Koalition von ihren Plänen überzeugt ist, äußerten sich Heilberufler skeptisch.

Therapie mit System

Das beginnt mit der Frage, wer Cannabis-Präparate überhaupt erhalten soll. In der Literatur gelten neben starken Schmerzen auch ADHS, das Tourette-Syndrom, Depressionen und Spastiken bei multipler Sklerose als mögliche Indikationen. Suchtexperten kritisieren die schlechte Datenlage und fordern weitere Studien. Ihre Befürchtung: Eine allzu laxe Verordnungspraxis könnte Patienten in die Abhängigkeit treiben. Als Möglichkeit bleibt, Leitlinien und Behandlungsschemata zu aktualisieren. Bei Opioiden etwa hat sich das WHO-Stufenschema bewährt. Das Prinzip lässt sich auf weitere Krankheitsbilder übertragen.

33 Wertungen (1.97 ø)

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39 Kommentare:

Arzt
Arzt

man braucht halt eine Ausrede für Drogenkonsum.
Vom Ministerium kommt das garantiert NICHT.

#39 |
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Leser
Leser

Ich gehe davon aus, dass das BMG die Liste der Krankheitsbilder bzw. -symptome geliefert hat, bei denen Ausnahmegenehmigungen für Cannabisblüten erteilt wurden; also bitte an das Ministerium wenden. Ich habe die Liste auf alternative drogenpolitik unter den obigen Stichworten gefunden. Sie ist auch in der neuen Ratgeberbroschüre für Patienten beim Deutschen HanfVerband zu finden. MdB Frank Tempel hat auch Anfragen an das BMG gestellt, aber da sind in der Antwort nur die TOP5 Krankheitsbilder aufgeführt. Aber ich kann auch gern noch einmal nachfragen.

Erstaunlich, dass Cannabis-Flos auch bei unklarer Indikationsstellung helfen, nicht?

#38 |
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Arzt
Arzt

zu #36 Lieber@Leser, Sie springen aber mächtig,
ich vermute mit “Kopf und Kragen” meinen Sie die früher erwähnten Pseudoindikationen wie Kopfschmerzen und HWS-Syndrom?

#37 |
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Leser
Leser

@Gast jetzt haben Sie sich aber um Kopf und Kragen geschrieben.

@other Dr. Grotenhermen hat Fachvorträge zur Funktionsweise des Endocannabinoid-Systems gehalten, z.B. Drogenhilfe Hildesheim 14.5.2014 oder bei der Fraktion DIE LINKE 17.12.2014 – davon existieren Videos und Vortrags-Folien.
Man kann davon ausgehen, dass das Stand der Forschung auf populärem Niveau vorgetragen ist.

Wer es kürzer möchte, Schmerztherapeut Dr. Müller-Schwefe in frontal21 “Cannabis als Medizin 2014” ab 1:00 für 1:00 min.

Und: THC besitzt im Gegensatz zu CO und zu vielen Medikamenten eine extrem hohe therapeutische Breite zwischen 1.000:1 und 20.000:1 (Dr. Grotenhermen).

#36 |
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Gast
Gast

@Leser, ich weis, das ist ja das schlimme an diesem Cannabis.
Auch für CO gibt es solche “Rezeptoren” besonders am Hämoglobin.
Deshalb stirbt man an CO.

#35 |
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Leser
Leser

@Gast: Erstaunlicherweise hat unser Körper so etwas eigenes wie ein Endo-Cannabinoid-System. Dazu gehören die Rezeptoren CB1 (in Nervenzellen) und CB2 (im Immunsystem) und die Stoffe Anandamid, 2-Arachidonylglycerol, Virodhamin und weitere. Die Cannabinoide der Hanfblüte können ebenfalls an die Rezeptoren andocken. Je nach Ausrichtung können sie die Rezeptoren aktivieren oder blockieren: Delta-9-THC bindet agonistisch vorwiegend an den Rezeptor CB1 an. Cannabidiol (CBD) bindet an die Rezeptoren CB1 und CB2 agonistisch, jedoch kann es deren Aktivität auch blockieren und ist Antagonist zur phychoaktiven Wirkung von THC.

Alles erst gut 20 Jahre bekannt (schrieb der Entdecker Raphael Mechoulam selbst). USA: Ja da ist wie in Israel ein großes Versuchsfeld, vor allem Kalifornien, wo Cannabis nur für den medizinischen Gebrauch ausgegeben wird, dafür dort aber sehr locker. Sollte man Veränderungen dort sehr sorgfältig registrieren.

#34 |
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Gast
Gast

Alkoholikern fehlt auch manchmal das Geld für Schnaps.
Das Bundessozialgericht hat ja selbst den “Alkoholismus” 1968 zur Krankheit erklärt,
die natürlich von der gesunden Solidargemeinschaft zu bedauern ist.
Früher wurde auch Alkohol sowohl als Medizin wie als Stärkungsmittel angesehen.
Jetzt wird Cannabis zuerst erlaubt
und vermutlich später die Nutzung selbst wie bei Alkohol auch zu Krankheit erklärt.
USA und ihre Geschäftsleute lassen grüßen.

#33 |
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Leser
Leser

Ehe sich Politiker zu Gesetzen zugunsten von Patienten durchringen könnten, entscheiden Gerichte wieder einmal zu ihrem Gunsten:

Das Bundesverfassungsgericht erlaubt Patienten unter bestimmten Voraussetzungen, Cannabis in der eigenen Wohnung selbst anbauen

Cannabispflanzen, die von Schwerkranken zur Selbsttherapie in den eigenen vier Wänden angebaut werden, dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nicht von der Polizei beschlagnahmt werden. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht in einem wegweisenden Beschluss (AZ: 2 BvR 1694/14) über die Verfassungsmäßigkeit der Hausdurchsuchung bei einem Schmerzpatienten aus Hessen. Dieser hatte aufgrund seines schweren Leidens im Juni 2013 von der Bundesopiumstelle eine Ausnahmeerlaubnis zum Erwerb von Cannabisblüten in der Apotheke erhalten.

Wegen seiner geringen finanziellen Mittel war er jedoch nicht in der Lage, seinen täglichen Bedarf an Cannabis auf legale Weise zu decken und begann deshalb, Cannabis selbst anzubauen. Dies teilte er der Staatsanwaltschaft durch ein Schreiben seines behandelnden Arztes mit.

#32 |
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Leser
Leser

@Gast und @Arzt: Wenn ich nach Coffein recherchiert hätte, hätte ich es dazugeschrieben.

Pubmed dot org: The potential therapeutic effects of THC on Alzheimer’s disease. Cao C, Li Y, Liu H, Bai G, Mayl J, Lin X, Sutherland K, Nabar N, Cai J. Journal Alzheimers Diseases 2014;42(3) –

Bei 40 Patienten mit schwerer Alzheimer-Erkrankung und anderen Formen der Demenz war die Behandlung mit oralem THC mit einer signifikanten Abnahme der Erregung sowie Verbesserungen der Schlafdauer und des Appetits verbunden.
IACM-Informationen vom Mai 2013, Woodward MR, Harper DG et al.

Mehr übrigens in obiger Bibliotheksrecherche (Pubmed). [Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt.]

#31 |
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Gast
Gast

@Leser sie verwechseln Canabis sicher mit Coffein, kann ja mal vorkommen bei cerebral-kognitiven Funktion.

#30 |
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Leser
Leser

@”Arzt” #28 Ich kann nicht dafür, dass Sie daran leiden, denn Ihnen ist offensichtlich letztes Jahr eine Mitteilung (und nicht die erste zum Thema) entgangen, die es sogar bis Focus, RTL und diverse Printmedien geschafft hat: Forscher des Health Byrd Alzheimer’s Institute der Universität South Florida haben nachgewiesen, dass Marihuana Alzheimer bekämpfen kann (Anf. September). In israelischen Altersheimen gehört die Gabe von Cannabisblüten an Demenzerkrankte und -gefährdete bereits zum Alltag: ARD-Weltspiegel v. 2013 aus dem Kibbutz Na’an. THC und CBD wirken neuroprotektisch und bitte den Spiegel-Artikel v. 48/1963! wegschmeißen oder als historisch einstufen: “Einige Mediziner – so der deutsche Professor Hesse – befürchten eine “zunehmende Verblödung” des Haschisch-Dauerkonsumenten”. Damals waren die Mechanismen noch völlig unbekannt und THC unentdeckt.

#29 |
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Arzt
Arzt

zu #24 Am schönsten finde ich die Indikation “Demenz” , da Haschisch ja unbestritten verblödet, pardon zur cerebral-kognitiven Funktionseinschränkungen führt, was das Gleiche ist.
Wer sollte daran ein Interesse haben?

#28 |
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Leser
Leser

Welche Schmerztherapie sollte angewandt werden? Schmerztherapeut Müller-Schwefe nannte Folgendes u.a. in einem Deutschlandfunk-Interview vor 3 Jahren: “Wir machen alles bis auf Exorzismus. Da gehört Akupunktur, Reizstrom dazu, da gehören Übungsbehandlungen, auch Medikamente, auch Nervenblockaden, wir implantieren auch Pumpen mit Morphin …” und derselbe zum Einsatz von Cannabis in frontal21 vor einem Jahr: “Das ist kein Rauschgift, was wir verschreiben, sondern das sind Medikamente, deren Wirkmechanismen wir kennen und die bei richtigem Einsatz nicht süchtig machen sondern die die Schmerzkontrollmechanismen ansprechen. Darauf haben Patienten ein Recht. – Das Verbot ist unbegreiflich.”

Dr. Müller-Schwefe ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. und Vizepräsident der Deutschen Schmerzliga, Bundesverdienstkreuzträger.

#27 |
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Gast
Gast

Es gibt bisher hunderte Indikatoren für den Einsatz von Cannabis. Das Problem ist nur, dass die klinischen Studien hierzu fehlen, weswegen auch ein Vergleich mit konventionellen Medikamenten schwierig ist. Aber daraus zu schlussfolgern, es gäbe keine Einsatzgebiete, ist schlicht irrsinnig. Der verschreibende Arzt muss davon überzeugt sein, dass Cannabis im zu behandelnden Fall sinnvoll einsetzbar ist. Nicht der Politiker oder Apotheker von nebenan. Es folgt daraus ja keine Verschreibungspflicht… Im Rahmen der Regulierung muss natürlich jede beteiligte und fachspezifische Instanz mitwirken!

#26 |
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Leser
Leser

Eine Legalisierung bedeutet mitnichten eine Erhöhung des Konsums und noch weniger eine Vermehrung der Probleme mit Drogen:
Portugal hat bereits seit 14 Jahren nahezu sämtliche Drogen entkriminalisiert mit folgenden Effekten (gern bei der EMCDDA, der UNCOD, in Reitox- u.ä. Berichten nachlesbar): Starker Rückgang bei HIV-Neuinfektionen und von riskanten Konsummustern, weit unterdurchschnittliche Zahl an Drogentoten (im Vergleich mit Deutschland oder Europa).

Umgekehrt ist die Prohibition kontraproduktiv:
Das Ziel, den Schutz der Gesundheit durch Verminderung des Drogenkonsums, wird völlig verfehlt. Frankreich, bekannt für besonders rigides Vorgehen, hat anteilig mehr Cannabis-Konsumenten als die Niederlande, auch das Einstiegsalter ist dort niedriger. Wer mehr wissen möchte, lese den Bericht der EMCDDA von 2011, (dt.) S. 53 um die Grafikbox – oder kurz und treffend von Dr. Gaßmann, Leiter der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, formuliert: “Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Drogengesetzgebung und den Cannabis-Konsumzahlen” – an den Deutschen Bundestag gerichtet.

In Deutschland führt die Cannabis-Prohibition im Gegensatz zum -Konsum sogar zu Todesopfern, 2 innerhalb eines halben Jahres in Bayern – in Burghausen und Würzburg, jedesmal hatte die Polizei ihre Finger mit drin.

#25 |
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Leser
Leser

An die sog. “Ärzt”e hier in den Kommentaren: Sie sind wohl Ihres Endo-Cannabinoid-Systems beraubt worden, weil Sie solch einen Unsinn “ees gibt keine einzige seriöse medizinische Indikations gibt keine einzige seriöse medizinische Indikation” behaupten? Ich frage mich, wieso die Bundesopiumstelle dann an bisher 500 Patienten Genehmigungen erteilt hat mit folgenden Indikationen (Stand Januar 2015) und wünsche Ihnen mindestens 5 solche an den Hals!: Mehr als die Hälfte bei chronischen Schmerzen, bei etwa jedem Fünften mit Multipler Sklerose, jeweils etwa zwei Dutzend mit Tourette-Syndrom, depressiven Störungen oder ADHS, weitere (Mehrfachnennungen z.B. zusammen mit Schmerzen): Blasenkrämpfe nach mehrfachen Operationen im Urogenitalbereich, Blepharospasmus, Borreliose, Chronische Polyarthritis, Chronisches Schmerzsyndrom nach Polytrauma, Chronisches Wirbelsäulensyndrom, Epilepsie, Fibromyalgie, Hepatitis C & HIV-Infektion, Hereditäre motorisch-sensible, Neuropathie mit Schmerzzuständen und Spasmen, HWS- und LWS-Syndrom, Kopfschmerzen, Lupus erythematodes, Migraine accompagnée, Migräne, Mitochondropathie, Morbus Bechterew, Morbus Crohn, Morbus Sudeck, Posner-Schlossmann-Syndrom, Posttraumatische Belastungsstörung, Psoriasis, Reizdarm, Rheuma, Sarkoidose, schmerzhafte Spastik bei Syringomyelie, Systemische Sklerodermie, Tetraspastik nach infantiler Cerebralparese, Thalamussyndrom bei Zustand nach Apoplex, Thrombangitis obliterans, Tinnitus, Urtikaria unklarer Genese, Zervikobrachialgie, Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma.
Und wenn ich nach Israel schaue, wird Cannabis dort gegen viele Altererkrankungen (neben einem Teil der Obigen noch Appetitlosigkeit, Arthritis, Krebs, Demenz) gegeben, z.T. sogar prophylaktisch. Bei einem solchen Heilmittel und Leidensminderer, kein Wunder, dass dann die Leute “süchtig” darauf sind. (ARD-Weltspiegel 2013)

#24 |
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Arzt
Arzt

Das mediale Trommelfeuer auch hier in vielen völlig unsachlichen Kommentaren, Drogen zuzulassen unter SCHEINHEILIGEN Begründungen,
ist schon eindrucksvoll.

Natürlich ist Opiat-Missbrauch schlimmer, gerade deshalb fällt es unter das “Betäubungsmittelgesetz”, hier ist es auch unentbehrlich (Routine Vollnarkose).
Ebenso in der fachärztlichen Schmerztherapie, wo es weniger Nebenwirkung hat,
als Aspirin, nur etwas Obstipation,
also weder Sucht noch cerebrale Verblödung wie Canabis, das den Opiaten in der Schmerzwirkung nicht das Wasser reichen kann.
Canabis ist daher überflüssig und macht auch den Konsument verkehrsuntüchtig.
Ich weis durch Prof. Zenz Bochum,
von einem Londoner Doppeldecker-Busfahrer der von einem Arzt schmerzfrei (schrittweise) auf 600mg Morfin eingestellt wurde, ohne seine verantwortungsvolle Tätigkeit zu unterbrechen oder süchtig zu werden.
Angeblich arbeitet man auch an Derivaten, die nur peripher (ohne Darm) wirken sollen.
Canabis ist medizinisch dagegen völlig unbrauchbar
und erinnert an psychiatrische Experimente die z.B. auch mit LSD (USA!) durchgeführt wurden.
Überwiegend geht es aber um GESCHÄFT mit Drogen bzw. den Einstieg dazu!
Wehret den Anfängen!
mfG

#23 |
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Arzt
Arzt

@Dr. neuro, nein! es gibt keine einzige seriöse medizinische Indikation!!!
Gast#20 mit Ihrem Schlagwort dokumentieren Sie nur, dass Sie von moderner Schmerztherapie keinen blassen Schimmer haben.

#22 |
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Gast
Gast

In der Politik und den Krankenkassen gehts doch eh nur ums Geld. an den Bürger wird nicht gedacht. “Pumpen wir ihn lieber mit irgendwelchen Giften voll als das wir ihm ein paar gramm Cannabis geben.” Naja kokst euch da oben noch schön zu im Kanzleramt irgendwann machts der kleine Bürger eh nicht mehr mit.

#21 |
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Gast
Gast

Opioiden statt Cannabis! Genau richtig!…..

Gebt Ihnen was woran man an den Nebenwirkungen sterben kann (so selten ist das nicht), anstatt ein Medikament wo keine Überdosierung zum Tod führen kann.

#20 |
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Dr. neuro
Dr. neuro

Ich bin mit unter so schockiert von den Aussagen einiger “Gutmenschen”. Jeder kompetente Mediziner, sollte in der Lage sein zu erkennen dass diese Aussagen völlig für die Tonne sind.
Seriöse Indikationen gibt es genug für Cannabinoide.
Ist es besser einem Menschen von dem 0-115Lebensjahr optimier zu verordnen?
Soll einem 18 jährigem Patienten, mit einem Vorfall in der lws, lieber Tilidin, oxy und Co verordnet werden oder doch ein Schmerzmittel ohne die Gefahr eingehen zu müssen dass ich ihm eine Abhängigkeit anerziehe.
Ich habe schon 16 jährige erlebt, die ohne weiteres niederpotente Opioide/Opiate verschieben bekommen und dass auch noch aus keinerlei akut oder Langzeitschmerzen. Nein, die Günter waren oft banale Sportverletzungen oder einfach Migräne (Tramadol).
Die Wahrscheinlichkeit einer Abhängigkeit von Cannabis ist so verschwindend gering, dass es ohne große Überlegung eingeführt/genehmig werden sollte.
Aus objektiver medizinischer Sicht, müsste man es mit sofortiger Wirkung für alle Schmerzpat. zugänglich machen. In einer Psychotherapie, mit dem entsprechend geschulten Personal, sollte es auch keine Probleme geben, da man hier die Möglichkeit hat, Menschen mit gewissen Depressions und Belastungs- Reaktionen zu helfen. Für Betroffene anderer Krankheiten wie MS, Glaukomen und Epilepsie, sollte natürlich auch einen Behandlungsplan erstellt werden.

#19 |
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Arzt
Arzt

Wir wollen bitte nicht jeden Blödsinn der Amerikaner nachmachen!
Ein Volk von Abhängigen?
Legalize it NOT!

#18 |
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Dr. Schulte-Schlaps
Dr. Schulte-Schlaps

Legalize it- aber gut kontrolliert! Ich kenne aus meiner Praxis viele Pat., denen (illegaler selbständiger) Cannabiskonsum besser geholfen hat bei ihrer Problematik (Unbeeinflußbarer neuropath. Schmerz/ADHS/ Depressionen/MS), als man es mit anderen Med. hätte erreichen können – und diese anderen Med. haben durchaus ein höheres Suchtpotential! (Amphetamine, Methylphenidat, Benzodiazepine-um nur einige zu nennen)!Letztlich ist Cannabis im jahrhundertelangen Gebrauch wohl besser empirisch beforscht als viele neue, chemisch hergestellte Medikamente, deren fatale NW sich erst nach Langzeitgebrauch zeigen. NW gibt es immer….und Überdosierung ist fast immer schädlich- und bei vielen derzeit legalen Med. dtl. schneller tödlich!

#17 |
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Arzt
Arzt

Ich bin auch dagegen!
Es gibt bis heute keine seriöse Indikation dafür.
Es ist verdeckte Reklame der Drogendealer!

#16 |
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Axel Junker
Axel Junker

(Zitat) >> Ihre Befürchtung: Eine allzu laxe Verordnungspraxis könnte Patienten in die Abhängigkeit treiben

#15 |
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Werner
Werner

[Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.]

#14 |
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Gast
Gast

Geradezu traurig schlecht recherchiert dieser artikel und voller unwahrheiten.

#13 |
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caro
caro

Wer zuletzt kommt bestraft das Leben. Das jammernder Apotheker wird große sein wenn durch TTIP das Cannabis in Deutschland Einzug hält und es dann nicht die Apotheker verkaufen sondern irgendein Hanfshop der die Lizenz hat.Statt alles jetzt schon vorzubereiten was kommt werden die Apotheker die Verlierer sein Das kommt wenn man stockkonservativ bleibt bis zum bitteren Ende

#12 |
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Louis
Louis

[Kommentar von der Redaktion gelöscht.]

#11 |
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Legalize it!
Legalize it!

Der Artikel ist so schlecht wie die aktuelle Drogenpolitik!

Liebe Suchtexperten gerade von Tabletten ist die Abhängigkeitswahrscheinlichkeit um ein vielfaches höher von den Nebenwirkungen ganz zu schweigen.

Nicht immer nur Chemie der Liebe Gott hat uns Heilpflanzen geschenkt und die Politik verbietet sie uns wieder – kranke Welt

#10 |
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Karsten Pankonin
Karsten Pankonin

“Sie kritisieren die fehlende wissenschaftliche Herangehensweise…”
Dann sollten sie vielleicht endlich mal aufhören, jeglichen Umgang mit Cannabis zu unerbinden und damit die meisten wissenschaftlichen Forschungen auf dem Gebiet “Cannabis” zu unterbinden.
Dann kommen auch ganz schnell fundierte, wissenschaftliche Erkenntnisse.
Leider ist wohl davon auszugehen, daß viele wissenschaftliche Erkenntnisse vom unserer Reierung “gekauft” werden, weil sie Angst vor der Wahrheit und ihrem eigenen Versagen haben.

#9 |
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Gast
Gast

Wo sind denn jetzt die Verweise zu Suchtexpert_innen, die den erleichterten Zugang zu medizinischem Cannabis sehen? Keine Quellenangaben, kein_e Verfasser_in des Artikels genannt. Was soll man davon halten?

Wer sich mit der Thematik Cannabis als Medizin etwas differenzierter beschäftigen möchte, dem ist die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin zu empfehlen, in der sich Ärzte und andere Personen zusammengeschlossen haben, um die Öffentlichkeit über dieses Thema zu informieren. [Anmerk. der Redaktion: Kommentar aufgrund werblicher Verlinkung eingekürzt.]

#8 |
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Gast
Gast

Leute mit schwerer Epilepsie werden nicht mit eingerechnet aber sowas lächerliches wie ADHS ich bin selber Epileptiker und das ist definitiv nicht lustig.
Vor allem wenn Medikamente gar nicht bis mittelmäßig anschlagen.

Viele Eppileptiker rauchen regelmäßig und sind komplett frei von Anfällen.
Auch Leute nach schweren Sht 3 Unfällen hilft Cannabis durch die stark dämpfende Wirkung bei der Heilung.

Ich hab das gesehn und erfahren.

Adhs wie lächerlich und jemand mit Depprissionen sollte sich erstmal an Lamotrigin versuchen statt an Cannabis einem unstabilen Geist verschreibt doch kein normaler Cannabis.

Übrings kommt es je nach Krankheitsbild auf die Sorte an ein starkes Sativa wird beim Epileptiker nicht so gut wirken wie ein gutes indica.

#7 |
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Julian B
Julian B

Es wäre schön, wenn der “zunehmende Widerstand” etwas weiter ausgeführt würde, sei es in ihrer Argumentation, als auch in der Quantität. Der Staat sollte sich womöglich mal ein paar Dinge dazu in Israel, oder noch näher, in den Niederlanden abschauen. Auch wenn ich Befürworter einer generellen Legalisierung bin – geht es um eine reine medizinische Legalisierung, wären die USA wohl kein Land an dem man sich ein Beispiel nehmen sollte, dort it der Umgang mit Cannabis zu medizinischen zwecken nämlich recht frei gehandhabt. Natürlich sollte man auf eine Individuelle Dosierung achten, und auch das geht bei gekauften oder selbstangebauten Blüten, man muss nur den Wirkstoffgehalt des Endproduktes kennen. Ein ganz gravierendes Argument jedoch ist denke ich, dass sich THC als auch CBD und CBN in den normalen Konsumeinheiten nicht überdosieren lassen, dazu ist ein 100-Faches der normalen Konsummengen erforderlich. Hat man jedoch mal ‘ne Aspirin zu viel genommen und verletzt sich, ist das geschrei groß, mal abgesehen davon, dass man sich mit Aspirin recht schnell umbringen kann.

#6 |
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Johanne M.
Johanne M.

Cannabis hat mir sehr viel besser geholfen, die Nebenwirkungen von Chemotherapien zu überstehen. Kein Vergleich zu den üblich verabreichten Medikamenten, die starke Verstopfungen und Benommenheit verursachen, was irrsinnigerweise wieder zu Übelkeit führt.
Unakzeptabel, dass man sich kriminalisieren muss, für ein bisschen mehr Lebensqualität – ein absolut indiskutabler Zustand.

Wieso ist Cannabis eigentlich verboten?
Wer ist überhaupt der Geschädigte beim Cannabiskonsum?

Ein opferloses ‘Verbrechen’ dürfte gar nicht geahndet werden!
Zeitgemäße Politik sollte den mündigen Bürger fördern, nicht dessen Verfolgung. Habe seitdem mein Verständnis für Politik verloren.

#5 |
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PRO HANF @ Facebook
PRO HANF @ Facebook

Der Einwand der sogenannten “Suchtforscher” ist totales Schwachsinn, da z.B. bei jedem Blödsinn Opiate verschrieben werden. Cannabis hat nicht mal annähernd das Suchtpotential von Opiaten, welches schwere körperliche und psychische Abhängigkeit verursachen kann. Darüberhinaus schadet Cannabis nicht den inneren Organen und ist praktisch nebenwirkungsfrei.
Daher kann ich diese scheinheilige Diskussion nicht nachvollziehen, vor allem nicht hinter dem Hintergrund, dass es rezeptfreie Medikamente gibt die weitaus schwerere Gesundheitsschäden (sofern bei Cannabis überhaupt vorhanden) hervorrufen können…

#4 |
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Gast 59
Gast 59

@ Elke von Ehr
Es gibt genügend Fälle in denen alle verfügbaren Schmerzmittel versagen. Produkte auf Basis von Cannabis weisen im Vergleich zu den üblichen Mitteln fast keine Nebenwirkungen auf. Bei jedem Medikament besteht die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung. Die Verschreibungspflicht stellt eine wirksame Zugangsbarriere dar um Missbrauch entgegen zu wirken. Für andere Heilfplanzen, die in der Natur wachsen, besteht auch kein Anbau- oder Ernteverbot. Heimisch sind in Deutschland auch Pflanzen die Wirkstoffe mit berauschender Wirkung enthalten, welche bei falscher Dosierung durchaus zu kritischen Kreislaufzuständen bis hin zum Tode führen können.

#3 |
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Ludwig Riedl
Ludwig Riedl

Handelt es sich um ein Arzneimittel oder ein Genussmittel?
Im Falle von einem Arzneimittel bestehen entsprechende Zulassungsverfahren in denen Wirksamkeit und Sicherheit eingehend durch Studien belegt sein müssen. Nach Verbringung in den Markt wird weiterhin die Arzneimittelsicherheit überwacht durch die so genannte Pharmakovigilanz.
Wieso findet das AMG hier keine Anwendung? Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Discussion nicht.

#2 |
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Elke von Ehr
Elke von Ehr

Da es genügend gut wirksame Schmerzmittel in definierten Stärken gibt,
spricht nichts dafür, zumal die Gefahr der missbräuchlichen Verwendung
gegeben ist.

#1 |
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