Lyme-Borreliose: Würfelspiele mit ELISA

29. April 2013
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In Praxen und Labors tobt ein Krieg der besonderen Art. Jahr für Jahr übertragen Zecken Borrelia burgdorferi auf 200.000 Menschen, eine Impfung gibt es nicht. Tests haben mehr oder minder große Defizite – und so manche Infektion bleibt über Jahre unentdeckt.

Limettengrüne Lichtspiele: Am 10. und 11. Mai erstrahlen die Niagarafälle und der CN-Tower in ungewohntem Glanz, auch für Berlin sind Aktionen geplant. Dahinter steckt keine Kunst-Performance – vielmehr versuchen Patienten weltweit, Ärzte und Politiker auf die Lyme-Borreliose hinzuweisen. Der Aktionismus mag erstaunen, hat aber einen ernsten Hintergrund. Rechtzeitig erkannte, unkomplizierte Infektionen lassen sich mit Antibiotika gut behandeln. Ohne adäquate Therapie kommt es häufig zu Erschöpfungszuständen, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie kognitiven Defiziten. Im Spätstadium wird das zentrale und periphere Nervensystems in Mitleidenschaft gezogen (Neuroborreliose).

Mythen und Missverständnisse

Die Krankheit beginnt nach einem Zeckenbiss mit lokalen Infektionen inklusive Wanderröte (Erythema migrans), grippeähnlichen und teilweise gastrointestinalen Symptomen. John J. Halperin, Phillip Baker und Gary P. Wormser kritisieren in einem Übersichtsartikel, Ärzte würden bei ihrer Diagnostik zu stark auf entsprechende Hautzeichen achten. Tatsache ist, dass sich bei bis zu 50 Prozent aller Patienten keine Rötung ausbildet. Im Blutbild zeigen sich Antikörper – das kann aber mehrere Wochen dauern. Kommt es nach Therapieende wieder zum verräterischen Erythema migrans, befürchten Patienten einen Rückfall. Jetzt zeigten Wissenschaftler über Genanalysen, dass es sich – völlig losgelöst vom bereits therapierten Leiden – um eine neuerliche Infektion mit Borrelien handelt.

Viel Ärger mit Antikörpern

Bei entsprechendem Verdacht untersuchen spezialisierte Labors eine Blutprobe mit Enzyme Linked Immunosorbent Assays (ELISAs) auf Antikörper. Das Verfahren hat gleich mehrere Nachteile: Sensitivität, Spezifität und Standardisierung entsprechen nicht der Erwartung. Laut Dr. med. Armin Schwarzbach bleiben bis zu 70 Prozent aller ELISA-Untersuchungen trotz einer Infektion negativ. “Das Problem ist, dass in den ELISA-Tests zu wenige rekombinante Antigene und Lysate in den falschen beziehungsweise nicht vollständigen Mischungen eingesetzt werden. Wir wissen mittlerweile, dass es zahlreiche neue Borrelien-Subspezies gibt”, erklärt Schwarzbach. Problematisch ist die ausgeprägte Antigen-Variabilität und -Varianz einzelner Subspezies. Für Russland, Japan, Australien oder Europa wären damit verschiedene Nachweisverfahren erforderlich. Zurzeit gibt es rund 30 verschiedene ELISAs auf dem Markt – mit unterschiedlichen Antigenen.

Standards? Fehlanzeige!

Zwar schreibt das Medizinproduktegesetz keine Standardisierung von Tests vor. Labors sollten jedoch mit Erfolg an Ringversuchen teilnehmen, um auch externen Qualitätskriterien zu entsprechen. Schwarzbach: „In meinen Augen wäre die Standardisierung Aufgabe des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) für Borrelien. Seit sieben Jahren ist da nichts passiert.“ Sowohl die Antigene als auch die Referenzbereiche wären zu normieren. „Sie können nicht einen Referenzbereich für alle Borreliose-Stadien hernehmen. In den einzelnen Stadien sind völlig unterschiedliche Antikörperkonzentrationen im Serum sowie im Liquor“, gibt Schwarzbach zu bedenken. „Routinelabors können das nicht leisten, sie übernehmen den Referenzbereich des Testherstellers. Ärzte in der Praxis, die Untersuchungen in Auftrag geben, wissen das oft nicht.“ Je nach Veröffentlichung liegt die Sensitivität der Tests bei 30 bis 60 Prozent. Erst nach positivem oder zumindest grenzwertigem ELISA darf der Befund mit einem Immunoblot überprüft werden, ansonsten übernehmen Krankenkassen keine Kosten. „Immunoblots sind zwar sensitiver als ELISA-Tests, schließen eine Infektion jedoch nicht aus. Die GKV erstattet aber nur das „Würfelspiel“ ELISA und gibt folglich das Schicksal des Patienten in die Hand des verwendeten Testherstellers“, kritisiert
der Kollege. Selbst Immunoblots erreichen nur 60 Prozent Sensitivität. „Der letzte Ringversuch zur Neuroborreliose mit Liquor war eine ziemliche Katastrophe, Ergebnisse können um den Faktor acht variieren“, erzählt Schwarzbach.

 Antwort des NRZ

Auf Anfrage von DocCheck berichtet eine Sprecherin des NRZ über aktuelle Arbeiten zur Standardisierung der Lyme-Borreliose-Diagnostik: Momentan arbeite ihr Haus an der Verbesserung der Blots basierend auf rekombinanten Antigenen. Hinzu käme die Entwicklung, Austestung und Einführung von Nachweisen auf VlsE-Basis (Variable major protein like sequence Expressed) sowie die Austestung und Einführung des Line-Test-Formats. Dabei handelt es sich um ein System auf Basis von IgG-Westernblots. Als weitere Schwerpunkte nannte die Sprecherin Multiplex-Tests sowie Beratung zur Entwicklung und Validierung von Tests verschiedenster Formate. Das NRZ stelle Firmen auch Materialien – insbesondere verschiedene rekombinante Antigene, monoklonale Antikörper, Patientenseren und Borrelienstämme – zur Verfügung. Zusätzlich werde ein Serumpanel etabliert.

Neues aus dem Labor

Neben ELISA und Immunoblots haben sich methodisch anspruchsvolle  Lymphozytentransformationstests (LTT) etabliert. Labors isolieren Lymphozyten aus einer Blutprobe und bestimmen, inwieweit eine Reaktion mit spezifischen Antigenen erfolgt. „Meines Erachtens ist der Test hilfreich, aber ebenfalls nicht ausschließend oder beweisend“, so Schwarzbach. Bleibt noch die  Möglichkeit, über eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) bakterielles Erbgut in Punktaten, Gewebeproben oder Biopsaten aufzuspüren. Ein negatives Resultat bedeutet auch hier nicht zwangsläufig, dass Patienten borrelienfrei sind. Bei der Neuroborreliose gibt es mittlerweile interessante Arbeiten, die CXCL13 als Marker untersuchen. Bereits in frühen Phasen erhöht sich der Spiegel dieses Chemokins im Liquor und sinkt bei erfolgreicher Behandlung. Schwarzbach sagt, das Verfahren könnte als Ergänzung sinnvoll sein, da nur sieben bis neun Prozent aller Patienten mit chronischer Neuroborreliose einen positiven Antikörper-Index hätten. Alles in allem ist die Situation aber äußerst unbefriedigend. Deshalb wird die Forderung nach einer evidenzbasierten Diagnostik immer lauter.

Der lange Weg zur Leitlinie

Momentan existieren bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften nur zwei S1-Leitlinien, nämlich „Kutane Manifestationen der Lyme-Borreliose“  und „Neuroborreliose“. Hinzu kommt die Leitlinie „Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose“ der Deutschen Borreliose-Gesellschaft. Schwarzbach: „Leider werden wissenschaftlich schwache Empfehlungen immer wieder irreführend als Leitlinien verkauft. Kollegen glauben, dass diese der Wahrheit entsprächen und keine Defizite aufwiesen.“ Deshalb planen mehrere Fachgesellschaften, eine S3-Leitlinie zu verfassen. Ob das Papier aber frei von jedem Bias sein wird, ist fraglich. Das  Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland sieht bei Professor Dr. Sebastian Rauer, Freiburg, mögliche Interessenskonflikte durch Berater- und Gutachtertätigkeiten in der pharmazeutisch-diagnostischen Industrie. Rauer ist einer der Koordinatoren des Vorhabens. Das nächste Problem: „Es gibt ein paar ältere Studien – das war´s. Patienten-Daten wären da, allerdings müssen diese erst einmal ausgewertet werden“, so Schwarzbach.

Es gibt viel zu tun

Eine objektive S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Lyme-Borreliose würde Kollegen schon weiterhelfen. Schwarzbach verlangt auch Studien zu Antikörper-Cut-Offs bei verschiedenen Borreliosestadien. Fachartikel beziehen sich nicht selten auf veraltete Arbeiten aus den 1990er-Jahren. Zudem sollten Antikörpertests und Immunoblots „dringend durch das NRZ standardisiert werden“, und zwar „unter Berücksichtigung der drei Stadien, wenn man denn das dritte Stadium von NRZ-Seite her als Multisystemerkrankung akzeptiert.“ So oder so haben ELISAs technische Grenzen. „Wir brauchen Testverfahren, die auch etwas über die Krankheitsaktivität aussagen, dazu sind Antikörper nicht in der Lage“, sagt Schwarzbach. Darüber hinaus fordert der Arzt „Schulung, Aufklärung und Universitätsunterricht, dass es chronische Borreliose gibt.“ So lange keine geeigneten Nachweise existieren, bleibt nur der klinische, differentialdiagnostische Weg.

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80 Kommentare:

Beschwerer
Beschwerer

@K. Binder

Ich sehe die Existenz der Quacksalberei auf diesem Gebiet aehnlich skeptisch. Aber nun fragen sie sich doch mal, warum das so ist.

1. Regressforderungen der Krankenkassen: Viele Aerzte, die eine Behandlung wagen, bleibt nichts anderes uebrig, als sich von Kassenzugehoerigkeit zu verabschieden, da sie sonst Regressforderungen gestellt bekommen koennten und manchmal sogar ihre eigene Zulassung aufs Spiel setzen (siehe USA). Das Hauptmotiv vieler Aerzte, privat zu behandeln, ist in den meisten Faellen sicher nicht Geldgier, sondern der Versuch, in diesem schwierigen politischen Milieu eine lindernde, ja manchmal sogar heilende Behandlung anzubieten. Meist sind dies Aerzte, die entweder in ihrem eigenen privaten Umfeld die Folgen einer zu spaet erkannten Borreliose miterlebt haben oder eben mal genauer hinschauen.
Haetten Aerzte in Uebereinkunft mit den Patienten mehr Freiheit, welcher Behandlungsweg eingeschlagen werden soll, wuerden sich Patienten nicht mehr dazu veranlasst fuehlen, Loesungen ausserhalb der regulaeren Medizin zu suchen. Und wir sprechen hier nicht von teuren MS-Medikamenten die jeden Monat tausende von Eur kosten, sondern von generischen Antibiotika, die im Jahr vllt. auf einige hundert Euro kommen. Diese Kosten waeren schon wieder eingespart, wenn man sich die vielen Arztbesuche und Untersuchungen sparen wuerde, wo man dann doch wieder nichts findet oder nur Symptome behandelt. Zusaetzlich wuerde man sich noch die Behandlungskosten fuer Schaeden sparen, die eine chronische Infektion im Koerper anrichtet (Organe, Gelenke, Nervensystem usw.). Und ich rede hier nicht nur von Borrelien, sondern von dem Wust an bakteriellen Infektionen, die man sich mit einem Stich holen kann, aber deren Beschwerden man vllt. der Borreliose zuordnet.

2. Die Beobachtung, dass Beschwerden nach einer behandelten Borreliose andauern koennen, ist schon 30 Jahre bekannt. Vor 20 Jahren wurde dann versucht, diesen Zustand im sog. “Post-Lyme-Syndrom” zu beschreiben. Man sollte meinen dass man es 30 (!) Jahre spaeter schafft, eine formale Definition mit eindeutigen Biomarkern abzuleiten. Tja, leider Fehlanzeige. Ebenso wenig wird dafuer getan, dieses “Syndrom” genauer zu erforschen. Fuer Patienten ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand. Sie werden ignoriert und es werden ihne keine Alternativen geboten. Vor allem Behandlungen, die die *URSACHE* des Problems bekaempfen. Mit Antidepressiva heilt man bekanntlich leider keine keine chronische Infektion. Ob es sich dabei um eine chronische Borreliose handelt oder moeglicherweise um andere intrazellulaere oder persistierende Erreger (Mykoplasmen, Chlamydien, Rickettsien etc.) spielt fuer Patienten keine Rolle, sollte aber Gegenstand von Forschungen sein. Alleine die Tatsache, dass viele Leute mit Antibiotika vom PTLDS geheilt werden, spricht doch Baende dafuer, dass wir es mit Erregern zu tun haben, die wir a) entweder noch nicht kennen oder b) noch nicht nachweisen koennen oder c) vllt. kennen aber deren Ernsthaftigkeit unterschaetzen.

Dies ist ein hervorragender Naehrboden fuer Quacksalber, da Patienten verstaendlicherweise alles tun und ausprobieren, um wieder gesund zu werden, vor allem wenn sie von der Schulmedizin im Stich gelassen und nicht ernst genommen werden.
Also – wuerde die Wissenschaft anstaendige Alternativen / Behandlungen anbieten und aktiv auf diesem Gebiet forschen, waeren Patienten nicht dazu gezwungen, sich auf Scharlatane mit merkwuerdigen Heilsversprechen einzulassen.
Und solange das Problem des PTLDS nicht eindeutig beschrieben und die Erregerpersistenz nicht eindeutig widerlegt ist, sollte der Arzt (nicht der Heilpraktiker!) die Freiheit haben, die individuell beste Behandlung vorzuschlagen und dies in Uebereinstimmung mit dem Patienten entscheiden.

Also zusammenfassend stimme ich Ihnen zu, dass die Quacksalberei ein grosses Problem ist. Ich bitte Sie aber zu verstehen, dass dies nicht die Schuld der Patienten ist, sondern die der Wissenschaft, die scheinbar bewusst ernsthaft kranke Menschen ignoriert und sie zu solchen Verzweiflungstaten treibt, weil sie keine Alternativen bietet. Angebot und Nachfrage !

#80 |
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A. Vogel
A. Vogel

Und woher wollen Sie wissen, dass diese Ärzte den Patienten ein X für ein U vormachen, wenn sie nie eine Behandlung dort erlebt haben Herr Binder? Der LTT und auch der CD57 wird von diversen privaten Kassen noch immer übernommen. Und aus den Sparmaßnahmen der gesetzlichen Kassen die Wertigkeit eines Tests abzuleiten, ist doch nun wirklich nicht ihr Ernst oder?

Des Weiteren finde ich es hier in dieser Diskussion durchaus interessant, dass die “Borreliose-Aktivisten” als radikal, aggressiv und unbelehrbar betitelt werden, während diese sich hier sehr ruhig verhalten und nur die Gegenseite Worte wie “das Treiben” und “Quacksalber” in den Mund nehmen, die durchaus diffamierend anzusehen sind. ;-)

#79 |
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K. Binder
K. Binder

A. Vogel. Die Borreliose-Serologie ist keine Quacksalberei. Das habe ich nicht behauptet. Das Borreliose Centrum Augsburg bietet LTT und CD57 an. Die werden nicht von den Krankenkassen gezahlt.

#78 |
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Frau Holle
Frau Holle

Zynisch und unethisch, ist die Waffe derer, die keine Souveränität besitzen. Die Waffe derer, denen die Argumente ausgehen und von denen gibt es immer mehr.

Wenn Sie, liebe Ärzte, ernsthaft den Menschen helfen wollen, tun sie es bitte und treiben Sie die Patienten nicht in die Hände der “Quacksalber” und “Halsabschneider”, indem Sie die Patienten mit zweifelhaften Psycho-Diagnosen wegschicken und ihnen Hilfeleistungen versagen.

Hören Sie den Patienten zu, schauen Sie sich die Patienten an und wenn Sie all dies hier lesen und immer noch der Meinung sind, man müsse nur Leitlinien welcher Couleur auch immer befolgen, um ein guter Arzt zu sein, haben Sie womöglich ihren Beruf verfehlt.

Ich finde aus dem obigen Artikel daher den Satz:” So lange keine geeigneten Nachweise existieren, bleibt nur der klinische, differentialdiagnostische Weg”.

Also an die Arbeit……… Wer interessiert sich eigentlich für die anderen 20-30 Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden? Zum Teil dann gleich mit den Borrelien zusammen?

#77 |
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A. Vogel
A. Vogel
#76 |
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A. Vogel
A. Vogel

Sehr geehrter Herr Binder,

Quaksalberei liegt wohl immer noch im Auge des Betrachters oder? Ärzte die andere Ärzte ohne eigene Erfahrungen zum Beispiel in diversen Dokumentationen als Quaksalber bezeichnen sind meines Erachtens nicht ernst zu nehmen. Ein gewisser Respekt unter Kollegen sollte doch auch in Ihrer Branche angebracht sein oder? Und noch immer gilt: Wer heilt hat recht. Oder darf ich jetzt auch Neurologen als Quaksalber bezeichnen, weil sie eine PCR nicht von einem LTT oder ein Clarithromycin nicht von einem Claforan unterscheiden konnten? ;-)

Im übrigen wird die gesamte Serologie jeder Art in der Borreliendiagnostik von den privaten Kassen zum größten Teil übernommen, so quaksalberisch kann sie dann doch wohl nicht sein oder?

#75 |
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Carlota
Carlota

Ach Herr Binder,
da haben sie mich ja richtig beschäftigt.

Nur mal für die anderen Mitleser einige Sätze und Schlagworte aus dem Artikel, was sie nicht abhalten sollte, ihn ganz zu lesen:

” Patienten entwickeln illusorische Wahrnehmungen”
“18-20 Tage AB”
“Subjektive Beschwerden”
“Patienten haben keinen Beweis für Lyme Borreliose” wie wahr!
” die Zunahme der schnellen elektronischen Kommunikation…” scheint tatsächlich das Hauptärgernis zu sein
” Verschwörungstheoretische Ansichten…”
die sich inzwischen auf der politischen Ebene bemerkbar machen :” haben es tatsächlich geschafft, dass in 11 Staaten die längerfristige AB Behandlung erlaubt und somit straffrei bleibt”
soweit ich informiert bin, sind es inzwischen schon 18

” There just isn`t time to put up with this kind of nonsens!”

Sehr zweideutig dieser Satz

also, alles wie gehabt:

Ihr bildet euch das alles ein!
Ihr seid dabei eine Verschwörung gegen die Evidenzbasierte Medizin zu veranstalten.
Durch das Internet geht das heute leider.
Nehmt 20 Tg Ab und alles ist gut.
Der Rest ist eine weltweite Hysterie, die leider inzwischen von Teilen der Politik mitgetragen wird, siehe Blumenthal . Bis hierhin war den meisten das ja schon bekannt.
Aber:
M.Gershon aus New York möchte gern dies “Streuer” von Krankheiten kriminalisieren.” It seems to me that in your last slide that you put up, should that be an offense? ”

Eine gute Gelegenheit dafür sind der 10. und 11. Mai. Da sind alle diese Hysteriker auf der Strasse und zwar weltweit. Alle verhaften und das Problem mit der Testung ist Geschichte.

Es tut mir leid, dass ich jetzt hier unsachlich bin, aber ich verstehe einfach nicht, warum leidende Menschen nicht nur nicht ernstgenommen werden, sondern das ihnen Mißachtung und Spott entgegengebracht wird und ihnen Unwissenheit unterstellt wird.
Manchmal ist dieser Zustand für mich ohne ein gewisses Maß an Galgenhumor nicht zu ertragen.

#74 |
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K. Binder
K. Binder

A. Vogel. Ergänzung: Ärzte, die Quacksalberei betreiben und Patienten ein X für ein U vormachen, um sich eine goldene Nase zu verdienen, schaden dem Ansehen der gesamten Ärzteschaft. Ich finde es zynisch und unethisch, sowas mit der Wahlfreiheit von Patienten zu begründen. Docceck hat anschaulich demonstriert, wie das mit der Beeinflussung von Patienten läuft. Artikel über die Ansichten eines Arztes mit Privatpraxis und Labor plus Kritik an kassengezahlter Borreliose-Labordiagnostik plus Werbefilmchen des Arztes mit pseudowissenschaftlichen Begründungen für Kräuter einer bestimmten Firma. Leider dumm gelaufen: Die Schleichwerbung wurde bemerkt. Das Video wurde entfernt.

#73 |
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A. Vogel
A. Vogel

Liebe mitlesende Ärzte,

ich glaube allen hier ist klar, dass es so schnell bei dieser unsäglichen Diskussion zu keiner Einigung kommen wird. Ich bitte Sie nur um eins: gehen Sie einmal tief in sich, in eine Zeit zurück, in der Sie beschlossen Humanmediziner zu werden und denken Sie an die Gründe zurück, warum Sie diesen Beruf ergreifen wollten. Im besten Fall wahren es ambitionierte Gründe, wie Menschen zu helfen oder die medizinische Entwicklung auf bestimmten Gebieten voranzutreiben. Leider haben viele Ärzte einfach vergessen worum es geht, Patienten werden von vielen (nicht allen) Ärzten von oben herab behandelt und als unmündige Invidiun wahrgenommen. Dies sind wir aber nicht und die Zeiten als den “Göttern in Weiß” erfürchtig nickend alles mit “Ja Herr Doktor” bestätigt wurde sind auch vorbei. Viele Ärzte sind aus eigener Erfahrung garnicht zur Erklärungen und Diskussionen bereit, wenn nur alle in ihrem Berufen so “stur” wären, wo käme unsere Wirtschaft wohl hin? Denn nichts anderes ist das Arztdasein, es ist ein Beruf und in Berufen werden auch Fehler gemacht und man muss für Kritik und Verbesserungen offen sein. Ein sehr guter (nicht Borreliose-)-Arzt sagte mal zu mir: “Ich bin auch nur ein Mensch, ich kann nicht alles wissen und der heutige Stand der Wissenschaft muss noch lange nicht der Richtige sein, vielleicht wird in 25 Jahren komplett gegenteiliges behauptet”…. In diesem Sinne möchte ich noch an die Entdeckung der Relevanz von Helicobacter Pylori oder Semmelweiß erinnern und bitte Sie trotz Emotionen beiderseits, immer den Patienten im Auge zu behalten und den Mensch zu behandeln anstatt stur an aktuellen Wissenständen oder Leitlinien festzuhalten! Welcher Weg der richtige sein wird, weiß nach dem heutigen Stand der Infektologie noch keiner!

#72 |
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K. Binder
K. Binder

Carlota. Damit Sie wissen, für wen Sie demonstrieren, empfehle ich den Artikel.
Bullying Borrelia: When the Culture of Science is Under Attack http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3540629/

#71 |
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K. Binder
K. Binder

Carlota. Die Diskussion ist schwierig. Ich mache mir die Mühe, die Unterschiede zwischen deutscher und amerikanischer Diagnostik aufzuzeigen. Sie wiederholen trotzdem “Die Diagnostik der Lyme Borreliose ist aus den USA übernommen…”.

#70 |
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Carlota
Carlota

Ja, Herr Binder, da haben Sie mich!

Mit genauen Quellen kann ich leider nicht dienen. Wer hätte gedacht, dass ich sie jemals brauchen würde.
Ich bin ganz blauäugig davon ausgegangen, dass in unserem Gesundheitssystem auch diejenigen ohne spezielle Fachkenntnisse zu ihrem Recht kommen. Erst mit den Jahren habe ich festgestellt, dass dem nicht so ist. Seitdem notiere ich mir auch Quellen. Man lernt ja dazu!

Ihrer Anmerkung: ” Aber wir sollten uns mit der Sitution in Deutschland befassen!”, kann ich nur zustimmen.
Die Diagnostik der Lyme Borreliose ist aus den USA übernommen, desgleichen die noch bestehenden Leitlinien und damit einhergehend die Behandlung. Die Erkrankten wären dankbar, wenn wir uns hier in Deutschland ( sowie in allen anderen Ländern) mal selbst Gedanken machen würden.
Insofern ist Ihre Frage abstrus.
Wenn das alles nichts mit Deutschland zu tun hat, warum übernehmen wir dann 1:1 die amerikanischen Fehler?
Nicht ohne Grund demonstrieren 28 Länder weltweit, darunter auch die USA, in ein paar Tagen. Sie müsen doch irgendwann einmal zur Kenntnis nehmen, dass hier irgendetwas gewaltig in eine falsche Richtung läuft und die Menschen, die das erleben, immer mehr werden. Ich unterstelle vor Gegenbeweis keine böse Absicht , aber
hier ein schönes Beispiel, wohin es führt, wenn man mit Scheuklappen durch die Welt läuft:
Wenn Experten Tomaten auf den Augen haben.
mit Quellenangabe!
http://pr4punktnull.de/2013/02/05/wenn-experten-tomaten-auf-den-augen-haben/

“When the story of Lyme disease is written, it will be the story of patients standing up and being heard.” -Connecticut Senator Richard Blumenthal

wieder keine Quelle, aber mit ein wenig googlen werden Sie sie schon finden.

#69 |
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K. Binder
K. Binder

Carlota. Bitte angeben, wann und wo das im Ärzteblatt erschienen ist. Ich nehme an, die Aussage bezieht sich auf die Tests, nicht auf die Zweistufen-Testung.

Die diagnostiche Lücke im Frühstadium gibts bei vielen Infektionskrankheiten.
Die Zwei-Stufendiagnostik ist ebenfalls keine Erfindung für die Borreliose, sondern allgemein üblich.

Wikipedia ist nicht immer ok, gibt aber immerhin einen Überblick
http://de.wikipedia.org/wiki/Virologische_Diagnostik

Sie zitieren irgendeine Aussage eines Amerikaners, ebenfalls ohne Quellenangabe. Damit kann ich nix anfangen. Und was hat das mit Deutschland zu tun?

http://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/00038469.htm

“It was recommended that an IgM immunoblot be considered positive if two of the following three bands are present: 24 kDa (OspC) * , 39 kDa (BmpA), and 41 kDa (Fla) (1). It was further recommended that an that IgG immunoblot be considered positive if five of the following 10 bands are present: 18 kDa, 21 kDa (OspC) *, 28 kDa, 30 kDa, 39 kDa (BmpA), 41 kDa (Fla), 45 kDa, 58 kDa (not GroEL), 66 kDa, and 93 kDa (2).

http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/borreliose/lyme_diagnostik.htm

Ganz Zell Lysat Immunblot*: positiv, wenn >= 2 Banden der folgenden vorhanden sind: p83/100, p58, p43, p39, p30, OspC, p21, Osp17, p14
Rekombinanter Immunblot: positiv, wenn >= 2 Banden der folgenden vorhanden sind: p83/100, p58, p39, OspC, p41int, Osp17

Was ILADS, Igenex, Schaller, Stricker und Co. in Amerika verbreiten, ist ihre Sache. Aber wir sollten uns mit der Situation in Deutschland befassen.

#68 |
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Gast
Gast

Ich bin 25 jahre jung, hab eig alles was ich will- bin erfolgreich in meinem Beruf war Extremsportler im Boxen bin nicht auf den Mund gefallen usw- inzwischen kann ich langsam, gaaanz langsam wieder an Sport denken- inzwischen kann ich wieder klar denken und hab Tage, an denen ich nicht an Muskel-oder Gelenkschmerzen leide.

Sie können mir glauben liebe Ärzte- ich hab weitaus besseres zutun als 600 m nach Berlin zu fahren und an einer Demo teilzunehmen, das ich mal sowas machen werde ist mir nie in Sinn gekommen.
Aber dieser Missstand, m.M. gelenkt von Interessen verdonnert mich dazu.

Zur ganzen Diskussion von Labortests etc- will ich gar nicht viel sagen- ich kenne die Produkte nicht Detailliert und die Vorgehensweise.
Für mich ist nur klar 1. Diese sind nicht standartisiert und ausgereift 2. Viele wollen auch nur Geld damit machen.

Nach inzwischen 1 1/2 Jahren Dauerbehandlung mit versch. Antibiotikas und diese im Wechsel, nach theoretischen Grundlagen vom Lebenszyklus einer Borrelie die eine Spirochete ist usw usw. gehe ich allein nach klinischem Beschwerdebild.

Ich wünsche mir das dies bald ein Ende hat- aber da steckt inzwischen soviel Schuld und Geld dahinter, dass es nicht passieren wird zumindest nicht so schnell.

Aber wenn sich schonmal 20 versch. Länder zusammenschließen, tja….. wie lange wird man das Leiden noch überhören wollen?! ;-)

#67 |
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Carlota
Carlota

Dr. rer. nat. M. Dr. Samman Tahan

“ELISA-Labor Test ist in der Laboratoriums- Medizin eine gut etablierte Bestimmungsmethode und ziemlich mit hoher Kontrollgenauigkeit.”

Eine gut etablierte Bestimmungsmethode, ach so, auch bei Lyme Borreliose…?

“Umgekehrt ist nur etwa die Hälfte der Patienten mit Erythema migrans seropositiv. Und: Die serologischen Tests – sensitiver ELISA (Enzyme-Linked Immuno Sorbent Assay) oder Immunofluoreszenz als Suchtests, gefolgt vom Immunoblot bei positivem Befund – sind nicht standardisiert; verschiedene Labors können zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.”

Auszug aus dem Ärzteblatt.

“Damit waren beim Standard-Elisa, den die Kassen bezahlen und der als 1. Suchtest gilt, nur ca. 48 % als positiv erkannt, vom Westernblot/Immunoblott waren es ca. 60-65 % ”

oder:

“Der beschriebene zweistufige Test “ELISA + Western Blot” (“two-tiered testing system”) geht davon aus, daß der zuerst angewandte Testtyp (ELISA oder ähnlich) das Charakteristikum eines “screening”-Tests habe, d.h. so gut wie keine falsch-negativen Ergebnisse und zu viele falsch-positive Ergebnisse liefere. Das erscheint angesichts der vielen Fehler der ELISA nicht recht glaubhaft. Arthur Weinstein , Direktor des Diagnostic Immunology Laboratory und ehemaliges Mitglied des Kommittees, das den heute angewandten Standard für Lyme-Tests (“Dearborn criteria”, Two-Tiered Testing”) entwickelte, sagte, daß Western Blots unter anderem deshalb nicht sofort, sondern erst zur Bewertung eines ELISA angewendet werden, weil sie zu arbeitsintensiv und teuer seien (die Kosten der Reagenzien für einen Western Blot liegen bei etwa 15 Euro, als Laborserviceleistung für den Patienten kostet die Western Blots für IgM und IgG etwa 100 Euro), im Gegensatz zu ELISA, der als automatisierter Test den Patienten etwa 15 Euro kostet:(…) Es ist also denkbar, daß ELISA aus kurzsichtig wirtschaftlichen Gründen eingesetzt wird, kurzsichtig in dem Sinne, daß die volkswirtschaftlichen Folgekosten einer durch diesen Test nicht erkannten Borreliose unberücksichtigt bleiben. ”

Also bleiben ca. 60% der Borreliosen durch den ELISA unentdeckt und somit unbehandelt! Aus wirtschaftlichen Gründen!

Lieber Dr. Josef Emhofer,

eigentlich wollte ich mich hier nicht einmischen, aber Ihre Aussage:

“Der Leitartikel ist es eigentlich nicht wert, veröffentlicht zu werden.”,

zeigt die ganze Arroganz die diesem Thema von Teilen der Ärzteschaft entgegengebracht wird.

Ist denn weltweit eine Hysterie ausgebrochen, dass alle Lyme Borreliose haben wollen, weil sie nichts Besseres mit ihrem Leben anfangen können? Glauben Sie das wirklich? Und wenn ja, warum? Und was tut man dagegen?

Oder wirft es Ihr ganzes im Studium erlerntes Wissen um ( wobei erst ab 2003 wieder das Fach Infektiologie im Medizinstudium vorkommt), und Sie stehen plötzlich vor einem Phänomen, dessen sie mit dem üblichen ” Wird schon wieder” nicht mehr Herr werden?
Sind die Patienten, die inzwischen dank des WWW, Zugang zu Studien und Informationen haben, die zu lesen Sie in Ihrem Praxisalltag vielleicht keine Zeit finden, eventuell nicht immer so 7 Minuten praxisgängig?
Wie gut, dass es das Wort Internetborreliose gibt, da muß man sich nicht länger auf Inhalte einlassen.
Hier geht es nicht um ein bischen” Rücken” oder ” Knie”, hier geht es für viele um die Existenz wirtschaftlicher und privater Natur, von Lebensqualität mal ganz zu schweigen, und da erwarte ich mir etwas mehr von einem Arzt, als einfach eine unbequeme Meinung locker lieber unterdrückt zu sehen.
Wie gut, dass es auch Selbstdenker gibt. Ich bin an einen geraten, nicht auszudenken, was sonst passiert wäre.

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S. Platzer
S. Platzer

Sehr geehrter “Gast”, der es nicht wagte sich vorzustellen und schrieb:
“@ Dr. med. Stefan Platzer, wer hat hier eigentlich nicht gut recherchiert?
Sensivität/Spezifität der kommerziellen Zweistufen-Diagnostik auf Lyme-Borreliose”
und dann als Beleg die untenstehende Tabelle aus einem Anhang zu einem Lobby-Brief an das BGM kopiert hat (das nenn ich mal Recherche!):
1) die meisten Ihrer zitierten Studien sind für Antikörpertests, welche sich stetig entwickeln, sehr alt und es ist natürlich entscheidend ob der Test bei frühen Erkrankungen bei klin. Hinweisen auch nach 3-4 Wochen WIEDERHOLT worden ist!
2) Wie seriös diese Tabelle ist mag jeder selbst beurteilen, wenn er erfährt, dass die von ihnen zitierten 14,1% bei Wormser et al. Clin Vaccine Immunol. 2008;(10):1519‐22 gar nicht stehen!!
Da hat jemand flux 63 Patiente durch 9 Patiente aus der Tabelle dort geteilt, aber es kommt noch dicker:
bei den 63 und 9 ging es gar nicht um Sens./ Spez des dort beschriebenen Tests. es war einfach nur die Anzahl der Patienten aus Missouri (63) und New York (9) -SO FÄLSCHT MAN DATEN UND BIEGT SIE SICH ZURECHT UND VERUNSICHERT PATIENTEN-
Ihr suffisantes “na” bei angeblich 14,1% (“Wormser et al, 2008 [9] – 14,1% ‐na”) hat mich bewogen diesen Artikel zu lesen- nun sage ich
NA WOHL NUR COPY&PASTE UND NICHT RECHERCHIERT!

#65 |
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Gast
Gast

Dr. Emhofer bringts auf den Punkt.

#64 |
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Gast
Gast

Es ist leider zu einer Glaubensfrage geworden an die Borrelliose zu glauben (ohne profunden Labornachweis) oder eben nicht. Daneben gibt’s die Jünger der Labormedizin, die nur das für “Real” halten, was die Laborautomaten ausspucken. Tatsache ist, dass die Symptome die zur Diagnose führen (können) alles andere als eindeutig sind. Jeder kennt sie viele haben sie,- mal,- (Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen, extreme Müdigkeit, kognitive Störungen, wie etwa reduzierte Schnelligkeit in der Erkennung und Verarbeitung von Problemsituationen, Depressive Verstimmung ect. ect) . Wie auch im Artikel angegeben ist das auftreten der Wanderröte eher selten. Auch sollte nicht unterschlagen werden, dass die klassische Borelliose nur eine von mehr als einem Dutzend von Krankheiten ist, die durch Zeckenstich übertragen werden können!
Auch kann ich nicht sehen, dass das das Fehlen der klassischen Immunantwort (mit entsprechender Nachweismöglichkeit) der unumstößliche “Beweis” für das Fehlen einer Infektion sei! Eine ganze Reihe von Erkrankungen zeigen ebenfalls dieses Phänomen, zB Malaria (wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weis- Immuntest immer negativ, Mikroskopie eindeutig positiv) zB. Clamydien, zB Leishmania, zb TBC und Lepra.Diese Erkrankungen kann man jedoch meist mikroskopisch, mittels DNA Nachweis, oder Kultur,- meistens jedenfall,- eindeutig identifizieren (auch bei fehlendem Immunnachweis). Vor allem bei Erregern die sich sehr schnell intrazellulär verstecken, scheint das aufzutreten. Diese Erreger scheinen dann in der Lage zu sein, Krankheitsbilder zu erzeugen, die sog. Autoimmunerkrankungen erinnern.
Ein weites, mangelhaft erforschtes Feld!
Andererseits ist es ,- leider,- eine Tatsache, dass sich eine ganze Reihe von Geschäftemachern der Borelliose bemächtigt haben, um den Patienten nicht vorhanden Krankheiten aufzuschwatzen, um sie mit sinnlosen Kuren finanziell (wie eine Zecke) auszusaugen.
was beleibt :
1) Es ist erheblich mehr an Forschung nötig um größt-mögliche Klarheit zu schaffen.
Vor allen wäre die Einsicht schwer zu ertragen, dass sich eine Infektionserkrankung nicht labortechnisch nachweisen liese!!
2) Wenn es wahrscheinlich ist, aufgrund häufigen Zeckenbefalls und entsprechender Symptome (nach Ausschluss anderer Erkrankungen zB eine Form von Rheuma, MS, Depression ect.) würde ich, auch ohne Immun- oder Labornachweis für ein ausreichend lange Antibiose mit geeinigten Antibiotika stimmen.
Ich würde das jedenfalls so machen, wenn’s mich selbst beträfe.

#63 |
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Naturwissenschaftler

ELISA-Labor Test ist in der Laboratoriums- Medizin eine gut etablierte Bestimmungsmethode und ziemlich mit hoher Kontrollgenauigkeit.

Die Methode ist gut selektiv und weniger spezifisch für IgM.
Aus diesem Grund gibst es neben ELISA noch (LTT)
Lymphozytentransformationstests und (PCR) Polymerase-Kettenreaktion, welche eine hohe Spezifität nachweisen können.

Mit ELISA (Enzyme-linked immuno sorbent Assay) kann man eine enzymvermittelte Reaktion die Wechselwirkung von Antigen (z. B. Krankheitserreger) und Antikörper (Immunglobuline) nachweisen. Durch diesen Test kann man z. B. feststellen, ob und wie viele Antikörper ein Mensch gegen eine bestimmte Infektion gebildet hat.
MfG
Dr. M.Samman Tahan
Zulassungsarzneimittelprüfung

#62 |
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Das ist keine Diskussion, sondern das ist Streit zwischen Ideologien, Kirchen, Glauben … Es gibt linke und rechte Flügel, chronische Antibiotiker und Antibiotikaverdammer??.. Alternative und ergänzende Therapien, Nahrungsmittelzusätze und Photonenbehandlungen usw. Und Nixbehandler!
Ganz wenige der Kommentare sind auch begründbar und nachweisbar.
Der Leitartikel ist es eigentlich nicht wert, veröffentlicht zu werden. Und erst das Productplacement!! Vorwarnen ist in Ö notwendig!
Adieu Doccheck-Renommee.

#61 |
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Tamara
Tamara

Hallo miteinander,

hier noch einmal eine Anregung für Ärzte, die eine lang genug andauernde Antibiose verweigern. Sie haben natürlich auch überzeugende Argumente zur Hand. Erstens, die Nebenwirkungen. Zweitens die möglicherweise entstehenden Spätschäden; drittens die fragliche Dauerwirkung, sprich Heilung der Krankheit. Und nicht zuletzt – die eigene Haftung als Arzt spielt eine große Rolle. Von der kompletten Heilung habe ich mich persönlich gedanklich komplett verabschiedet. Nicht mit Grimm, nein, mit Einsicht, dass das Leben halt manchmal so ist. Selektion – klingt hart, ist aber als Teil der Arbeit der Natur zu sehen. Haben bei mir ja auch schon Jahre leben dürfen, die Viecher. Ich möchte mein Immunsystem nur in die Lage versetzen, mit den Spirochäten fertig zu werden und sie weitestgehend für eine längere Dauer in Schach zu halten. Dazu darf es nicht an allen Fronten gleichzeitig kämpfen müssen. Das heißt, wie so oft bei Borreliose, muss ich versuchen, andere zusätzlich belastende Faktoren und Zweitkrankheiten auszuschließen und notfalls auch auszuschalten. Welcher Arzt geht so überhaupt vor? Dann das erste und zweite Argument: Welche Nebenwirkung hat denn die Borreliose, bis auf die unbedeutende Tatsache, dass sie einen komplett aus der Bahn werfen kann und manche bis zum Selbstmord treiben kann?! Was ist das für ein Argument?! Spätschäden sind dann garantiert!! Wer trägt die?! Ich selbst! Und das soziale Netz, das, sofern noch existent, dafür aufkommen muss; also wir alle. Nicht, dass ich Antibiotika als Allheilmittel ansehe, ganz im Gegenteil. Hier in Deutschland wird zu viel und zu schnell verordnet. Aber wenn sie notwendig sind, bitte nicht geizen damit. Unser Nachbar, die Niederlande, sind uns da um Meilen voraus. Restistenzenprobleme sind dort fast kein Thema mehr. Und die vielseitigen MRSA und andere, noch gefährlicheren Erreger auch nicht so sehr wie bei uns. Komischerweise gibts da auch einen echten Markt für Alternativprodukte statt Antibiotika. Den gibts hier nicht. Die Gründe – siehe oben. Warum geht das da, was machen Pharmalobby und Politiker, (sollte ich besser sagen, unsere gesteuerten Marionetten?) mit uns? Ich persönlich fahre zweigleisig, pusche mein Immunsystem, vermeide Gifte und Belastungen, esse gut und ausgewogen und wichtig, wichtig- versuche mich so gut wie es geht und so objektiv wie es geht, zu informieren. Ach ja- wichtig für eine ausreichend lange Behandlung mit Antibiotika- die Teilung der Spirochäten erst nach 28 Tagen. Und weitere Zeitfaktoren spielen noch eine Rolle. Weitere Argumente gibts noch, was das immer wieder (dumm) verordnete Doxycyclyn betrifft, nehmt doch wenigstens, liebe Ärzte, das Minocyclyn: Das wirkt auch im Liquor und ist im Gegensatz zu der beliebten Methode, ins Krankenhaus zu müssen und da intravenös verabreichte Antibiotika zu bekommen, auch als orale Gabe möglich: Und !! Es wirkt zu 40% im Liquor, die “Ab ins Bett – Methode” nur zu 17%! Ist billiger, ohne Krankenhausaufenthalt möglich und wenn es genügend vom Arzt überwacht wird, auch mit Sicherheit die für die Gesellschaft beste und effektivste Methode. Die meisten Patienten wissen nicht, wie lange die Infizierung zurück liegt. Daher ist das das erste Mittel der Wahl. Wie viele Ärzte wissen das überhaupt?! Ich habe übrigens eine Heilpraktikerin gefunden, die mir einiges erklärt hat. Mit der baue ich meinen Körper wieder auf. Und betrachte die Sache mal mehr ganzheitlich. Trotz knappem Budget, gut investiertes Geld. Tut mal was, liebe Ärzte, sonst laufen euch letztendlich noch die lieben Privatpatienten weg und suchen Heilpraktiker auf, die ja nur von privat zahlenden leben und nicht noch ein zusätzliches Kasseneinkommen haben. Und sammelt weiter eure Weiterbildungspunkte, aber da, wo sie auch was bringen für den Patienten und wo es manchmal auch anstrengend ist und vermutlich auch teurer, weil nicht nur von der Pharmalobby bezahlt. Übrigens, bei der ganzen Meckerei über die Ärzte: Ich habe eine tolle Ärztin. Ohren steif halten ( und nicht die Finger)

#60 |
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Gast
Gast

“Deshalb planen mehrere Fachgesellschaften, eine S3-Leitlinie zu verfassen. Ob das Papier aber frei von jedem Bias sein wird, ist fraglich”. Soweit ich informiert bin, ist auch die Deutsche Borreliose-Gesellschaft einbezogen, obwohl sie keine Fachgesellschaft der AWMF ist. Herr Schwarzbach ist Mitglied der Deutschen Borreliose-Gesellschaft und kann somit bei den Abstimmungsprozessen auch seinen Argumenten Geltung verschaffen. Seine Forderung nach einer Standardisierung der Labordiagnostik ist richtig und nicht neu, aber erstaunlich. Denn Herr Schwarzbach verdient sein Geld mit dem CD57 und dem LTT, die nicht standardisierbar sind.

#59 |
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Nichtmedizinische Berufe

Lieber Gast,

vielen Dank für den Hinweis. Um Missverständnissen vorzubeugen, haben wir das Video aus dem Beitrag entfernt.

Viele Grüße

Ihr DocCheck News-Team

#58 |
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Gast
Gast

Ein Werbefilm für Nutramedix auf Doccheck, eingebettet in einen journalistischen Artikel. Riecht irgendwie nach Schleichwerbung.

#57 |
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Heilpraktikerin

@ 55
Auf jeden Fall macht es Sinn, das Immunsystem zu stärken (06031-6848500).

Wenn das Immunsystem der kleinen Tochter gegen Borrellien arbeitet, würde man die IgM-Antikörper erhöht erwarten (IgG bleiben sehr lange bestehen, können aber ebenso den Titer erhöht haben.) Auf die gleiche Labormethode achten!

TIPP etwas von den Serumproben einfrieren für später, wenn es neue Tests geben wird. Haut fotografieren; andere Symptome aufschreiben. Alles Gute!

#56 |
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K.Saxler
K.Saxler

Hallo, könntet ihr mir als auch Betroffene meine Fragen (siehe unten) beantworten? Ich bin echt ratlos und als Mutter macht mir das Ganze schon eine Weile Angst.
Ich habe noch 2 zusätzliche Fragen:
1. Heißt das, wenn die roten Flecken oder auch nur ein roter Fleck auftaucht, das das Antibiotikum nach Zeckenbiss nicht angeschlagen hat?
2. Macht es ohne Symptome Sinn eine Blutentnahme zu veranlassen um das Igg und IgM zu vergleichen? Oder erst wenn die Flecken wieder kommen? Oder macht es gar keinen Sinn unsere Tochter zu quälen?
Sie war knapp 2 als sie sich infiziert hat:(:(
Die anderen Fragen stehen unten.
Danke!!’

#55 |
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Janine
Janine

“Wenn sich zwei Streiten, lacht der Dritte.”

Ich gehöre mit einer “chronischen???” Borreliose auch zu den Betroffenen. Während meiner letzten Arbeitszeit habe ich alle möglichen Versuche gestartet, um meinem Körper irgendwie wieder auf Vordermann zu bringen. Leider vergebens. Differenzialdiagnosen wurden gestellt.

Die Ärzte zucken die Schulter. Arbeitsfähig bin ich nicht. Ich soll versuchen in meinem Alltag klar zu kommen, vom Arbeitsalltag könne man nicht sprechen.

Schöne Aussage!!!

Wer kommt für die Kosten auf! Wieder heben alle die Hände hoch! Jeder Arzt sagt, sie haben zuviel “Symtome”. (Das Budget!) Nicht nur bei den Ärzten dreht man sich im Kreis, es geht bei den Krankenkassen und Behörden weiter. Weitere Gutachter stellen in einer halben Stunde Begutachtung fest, das man doch arbeitsfähig ist. Letzendlich landet man vor Gericht.

Da ich alleinstehend bin, trifft es mich mit voller Härte. Private Gesundheits-Leistungen mit ALG2 sind nicht mehr möglich. Folgen der Erkrankung wie Stoffwechselstörungen oder Störungen im Immunsystem zählen bei der Behandlung zu den Igelleistungen. Also für mich Tabu.

Zum Glück habe ich einen kleinen Bekanntenkreis, die mir wenigstens mit Verständnis “helfen”. Das baut wenigstens die Sele etwas auf. Und auch ich werde solange wie möglich für eine Gerechtigkeit kämpfen.

Man muß sich nicht ewig streiten, wer Recht oder Unrecht hat, Fakt ist, das bei der Diagnose und Therapie einer Borreliose in der Spätphase oder chronischen Phase noch immer ein immenser Forschungsbedarf besteht und da sollte endlich angesetzt werden!

Hiermit schließe mich der Meinung von Tamara an, und kämpfe was das Zeug hält!!!
Den Rest hat Tamara schon gut beschrieben und andere Betroffene. Danke

#54 |
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A. Vogel
A. Vogel

Sehr geehrter Herr Gast,

zum einen haben ich nie behauptet, dass ich geheilt bin, sondern lediglich arbeitsfähig und symptomfrei (was die Zukunft bringt weiß keiner), zum anderen habe ich auch nie behauptet, meine Erfahrungen ließen sich verallgemeinern. Dennoch finde ich es durchaus wichtig, dass auch diese Erfahrungen in die Öffentlichkeit gehören, denn Menschen die durch die Langzeitantibiose durchaus profitiert haben (was Rauer und Konsorten ja regelmäßig verneinen), tauchen in den Medien leider nur selten auf. Was mir das bringt? Mir persönlich sicher nichts, aber vielleicht zeigt es diversen Ärzten auf dass zumindest der Versuch einer Langzeitantibiose (auch finanziell schwächer gestellten Menschen) ermöglicht werden sollte und kann. Dass diese vielleicht nicht jedem Patienten hilft oder bei dem einen oder anderen zu Nebenwirkungen verursacht habe ich nicht abgestritten, aber letzten Endes sollte doch jedem Patienten eine gewissen Eigenverantwortlichkeit zugesprochen werden und wenn dadurch 5 von 10 Menschen geholfen werden kann ist das schon viel. Der Patient muss mit den gesundheitlichen Konsequenzen durch eine Borreliose leben, kein Arzt oder Forscher. Es kann einfach nicht sein, dass man mit einer Akne über lange Zeit Minocyclin erhält und Borreliosepatienten für jeden einzelnen Tag Antibiose kämpfen müssen! Im übrigen muss ich nicht für Antibiotika werben, das lohnt sich für Generika nicht ;-).

#53 |
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G. Kienecker
G. Kienecker

An Frau Saxler und Tamara,
alles passt nach eigener Erfahrung. Die Erytheme Frau Saxler sind angioneurotisch und treten wie die lanzinierenden Schmerzen jahrzehntelang auf. Borrelein sind Cousins der Spirochäten und verhalten sich sehr ähnlich. Daraus ergibt sich auch die Therapie.
G. Kienecker

#52 |
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Tamara
Tamara

Hallo l,
oh – eine Differentiladiagnose?! Wie schön zu hören! Und noch besser, wie schön sie auch zu bekommen; wenn denn möglich. Dass das dritte Stadium als Multisystemerkrankung akzeptiert wird und es eine chronische Borreliose gibt, ist sowas von überfällig, festzustellen. Aber, wie sagen Sie so zutreffend, Herr van den Heuvel – es sind noch Schulungen, Universitätsunterricht und vor allem Aufklärung, Aufklärung notwendig. Bis dahin dämmern einige Patienten vor sich hin und hoffen, wenigstens einen menschlichen Arzt zu finden, der sie nicht als Symulant abtut. Es stellte sich mir schon immer alleine eine Frage in der Hinsicht: Warum ist die Borreliose in den neuen Bundesländern eine meldepflichtige Krankheit und in den alten nicht? Bayern ausgenomen. Was gibt mir das zu denken?! Worauf läßt das schließen?! und letztendlich verdeutlicht es das Dilemma in dem wir noch stecken. Gute Besserung

#51 |
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Tamara
Tamara

Hallo miteinander,
ich bin betroffene Patientin. Der ersten ! Infektion durch einen Zeckenstich als Kind folgte ein noch halbwegs machbarer Kampf gegen die Borrelien. Unbemerkt. Die Symptome, unter denen ich als junge Frau unerklärt litt, lassen sich aber heute im Nachhinein, wo die Borreliose einwandfrei nachgewiesen wurde, gut erklären. Von dem Zeckenbiss wußte ich damals als Kind auch schon. Als Erwachsene wurde ich während einer OP, bei der ein Abzess im Oberschenkel entfernt wurde, von einem Arzt gefragt, ob ich häufig wechselnde Geschlechtspartner habe. Man hatte schlicht die Syphillis mit der Borreliose, die sich immer weiter gehalten hatte, verwechselt. Und das in einer Klinik! Dieser Abzess schloss infiltriertes, zersetztes Gewebe rundherum mit ein. Eine Folge der Borreliose. Man behandelte daraufhin das Ganze, wie üblich mit einer dreiwöchigen Gabe von hochdosierten Antibiotika intravenös während des Krankenhausaufenthaltes. Auch wurde festgestellt, dass Strepptokokken und andrere unliebsame Besucher mittlerweile zu einem Problem geworden waren, die meinem Immunsystem zudem zu schaffen machten. Wie oft liegt lag eine Co – Krankheit vor. Drei Monate später wurde ich auf einer Urlaubsinsel, auf der ich mich zur Erholung aufhielt, von einer Bremsenart gestochen. Ich habe sie selbst gesehen. An der Stelle, die immer wieder schmerzte, bekam ich weitere vier Wochen später eine Wanderröte. Und heute leide ich unter den Folgen einer nicht ausreichend erforschten Krankheit, bei der sich die Parteien streiten, was wie richtig gemacht oder gesagt werden soll und muss. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Meinungen einer guten Behandlung. Dabei fehlt mir als Patient immer eins: Weder die eine, noch die andere Seite kann zugeben, dass man noch nicht in der Lage ist, über einen vernünftigen, sicher aussagefähigen Test zu verfügen, noch, dass man über ausreichendes Wissen z.B. allein über die Anzahl der Erreger / Burgdorfferi, deren Wandlungsfähigkeit, Krankheitsfolgen und Bekämpfungsmethoden weiß. Ich als Patient bin auf das Halbwissen der Ärzte angewiesen und muss oft genug einfach meinen gesunden Menschenverstand, (solange ich ihn noch habe), nutzen. Ich leide nämlich massiv unter allen möglichen Folgen, die mich fürchten lassen, eines Tages im Rollstuhl zu landen. Und ich bin absoluter Optimist! Ich kämpfe was das Zeug hält! Eines weiß ich sicher, auch als Nichtmediziner- die Bakterien sind uns um Meilen voraus, immer mindestens um eine Nasenlänge! Und da wäre es zu wünschen, wenn die Mediziner sich im Sinne der Patienten mal zusammen setzen würden und ein bischen mehr über den Tellerrand schauen würden. Zulassen, auch mal belehrt zu werden, ohne gleich beleidigt zu sein. Man kann nicht alles wissen. Da dürfen, wie so oft, keine finaziellen Interessen eine Rolle spielen. Und nur, weil es nicht sein kann, weil unvorstellbar, das jedes Symptom, das der Patient nennt, auch tatsächlich von der Borreliose herrührt, muss nicht zwangsläufig ein eingebildeter, psychisch bedingter Grund oder eine andere Krankheit vorliegen. So vielfältig wie das Leben ist, so vielfältig sind auch die Bakterien, der Inbegriff des Lebens. Lassen wir Standesdünkel, monetäre Interessen und gefährliche Oberflächlichkeit hinter uns, dann kann auch Patienten wirklich geholfen werden. Wenn das nicht geschafft wird, ob in Forschung oder auch nur in der Praxis des Arztes, dann überrollt uns (und damit meine ich die Menschheit bei dem Ausmaß) das ganze irgendwann. Und dann wirds teuer. Teurer und toter; ich leide schon unter Herxheimer, massiven neurologischen Ausfällen, Schmerzen ohne Endein allen möglichen Körperbereichen; Herzbeschwerden etc.. Und ich bin nur noch um eins bemüht – im sozialen Netz zu verbleiben.Mehr nicht! Familie, lebenswert leben etc., kaum dran zu denken. Und das allein ist aufgrund der Situation des Umgangs mit Borreliosekranken in Deutschland aus Unwissen und oben genannten Gründen schwer genug.

#50 |
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Kathrin Saxler
Kathrin Saxler

Hallo,
bei meine Tochter wurde vor etwa 1,5 Jahren von einer Zecke gebissen und positiv auf Borrelien getestet. Es erfolgte eine 5 wöchige Behandlung mit Cephalosporinen. Die Rötung damals zeigt sich am ganzen Körper. Unser Kinderarzt diagnostizierte Ringelröteln. Darauf habe ich mich 2 Wochen nach dem Biss nicht eingelassen u. auf eine Antibiotikagabe bestanden. Blutentnahme bei Boulder Diagnostics ist erfolgt u. war positiv. Nun meine Frage: im letzten 3/4 Jahr hatten wir zweimal diesen ringelrötelartigen Ausschlag der nach 12-24 Std wieder verschwindet. Sind das immernovh die Borrelien, wie haben wir uns zu verhalten? Immer wieder Antibiotikum geben? Da unsere Tochter weiter keine Beschwerden hat möchte der Kinderarzt auch nicht wirklich therapieren. Seit dem Zeckenbiss bin ich total verunsichert.
Ich freue mich über Antworten
K. Saxler (Hebamme)

#49 |
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Persistent
Persistent

Danke: Der Kommentar von gestern ist wieder aufgetaucht.

#48 |
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Dipl.-Biol. Claudia K.
Dipl.-Biol. Claudia K.

@ K.Binder: Zur Komplementierung Ihres Wissens: Bei der Photonen-Therapie können durch das applizierte längerwellige Infrarotlicht in den Mitochondrienmembranen lokalisierte Enzymsysteme stimmuliert werden, wieder Energieäquivalente zu bilden, die es dem Immunsystem ermöglichen, sich gegen die Erreger zu Wehr zu setzten. Wo liegt da das Verständnisproblem?
“Vorher werden mit einem obskuren Gerät Borrelien aus dem Versteck gelockt. (Unglaublich!!!) ” Derartige Äußerung werte auf der gleichen Ebene wie “Internet ist Teufelswerk.”

#47 |
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Petra
Petra

Sehr geehrter Herr van den Heuvel,
sehr gut!
Weiter so!

#46 |
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Petra
Petra

Sehr geehrte/r S. Platzer,

Zitat: „es ging mir durch Verweis auf die Doku, die journalistisch sich zumindest die Mühe macht beide (extremen) Seiten zu Wort kommen zu lassen,…“
Ich kenne zwei Patienten inzwischen persönlich, die in der von Ihnen genannten Doku nie vorkamen, obwohl sie mehrere Stunden interviewt wurden und stolz von ihrer durch Langzeitantibiose stark verbesserten Lebensqualität berichteten!
Auch wurde stundenlang bei einer Fortbildungsveranstaltung der Deutschen Borreliose Gesellschaft und einem Borreliose-Spezialisten gedreht. Doch diese Beiträge vielen der Zensur zum Opfer. Sie passten nicht in das vorgefertigte Meinungsbild der Macher. Soviel zu diesem Filmchen.
Es ist menschenverachtend Patienten ihrem Schicksal zu überlassen, nur weil man sich in der Wissenschaft nicht einig ist.
Patienten erleben noch immer bei Ärzten wahre Horrorgeschichten.
Veterinärmediziner verfügen über mehr Borreliose- und Infektionswissen wie die allermeisten Humanmediziner.
Patienten kämpfen nicht nur verzweifelt gegen ihre Erkrankungen, sondern müssen sich auch noch gegen ignorante Mediziner, Lobbyisten und Lei(d)linienverfasser auseinander setzen. Ein aus meiner Sicht unhaltbarer Zustand.
Es ist verwerflich wenn einem Apotheker, Ärzte und Neurologie-Professoren einem erzählen, dass sie prophylaktisch bei einem Zeckenstich AB schlucken „….weil man ja weiß was passieren kann.“, aber gleichzeitig uns kleinen dummen Patienten Antibiotika verweigert wird.
Diese ständige Predigt „Antibiotika sind schädlich, aber ich verschreibe ihnen gern Schmerzmittel, Rheumamittel und Antidepressiva so viel sie wollen!“ kann ich nicht mehr hören.
Wir Patienten sind zutiefst dankbar, wenn Ärzte über den Tellerrand schauen, sich nicht an Lei(dlinien festbeißen und uns behandeln. Und zwar so lange bis es uns besser geht.
Zitat Dr. Willy Burdorfer, Entdecker der borrelia burgdorferi und Ehrenmitglied der Deutschen Borreliose Gesellschaft :
„Die Kontroverse in der Lyme-Krankheitsforschung ist eine beschämende Angelegenheit. Die ganze Sache ist politisch verdorben. Das Geld geht an Leute, die in den vergangenen 30 Jahren immer das Gleiche hervorgebracht haben nämlich nichts.“
„Irrlehren der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie durch neue Erkenntnisse abgelöst werden, weil nicht nur die alten Professoren, sondern auch deren Schüler aussterben müssen!“
Max Planck
(Be)handelt endlich!

#45 |
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Persistent
Persistent

@ K.Binder,
Sie schreiben:

“Viele Studien aufzählen macht noch keine chronische Borreliose.
(…)
“http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19138559″

Die Studien sind gut, sagen aber nur, das komplementäre Immunsystem wird nicht immer mit Borrelia burgdorferi fertig. Da steht nix davon drin, die überleben auch Antibiotika.”

Steht in den folgenden Übersichten über peer reviewed Studien auch nix drin über die Persistenz von Borrelien trotz “adäquater” Antibiotika-Therapie?

http://www.lymeinfo.net/medical/LDPersist.pdf
http://lymerick.net/BbPersist.pdf
http://www.lymekick.com/chroniclyme.pdf

#44 |
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Gast
Gast

Sehr geehrter Regi,

Seit wann nehmen Sie Antibiotika? Welche? Sind Sie noch nicht geheilt? Warum nicht?

Sehr geehrter Interested

Hunde
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21908319
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11567763

Mäuse
selbst suchen, sind zuviele Studien, zudem Streit über bestes Mausmodell (Präparation). Mäuse und Ratten sind Zwischenwirte/Reservoirwirte für viele Pathogene. Die wären schon längst alle tod, wenn sie daran erkrankten.

Peer Review
Halten Sie Townsendletter für eine Wissenschaftsjournal?
Eva Sapi’s Studien
http://www.townsendletter.com/July2010/sapi0710.html

#43 |
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Heilpraktikerin

Danke, Frau Birgit Gey-Kemper,
schlimm diese Diskussionen.
Jeder versucht sein (besseres?) Wissen anzubringen.
Und der Patient bleibt auf der Strecke.

#42 |
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Regi
Regi

Sehr geehrter Herr Binder

Spätschäden durch Langzeit-Therapien soll ich selber bezahlen? Okay, dann setze ich das einzige Medikament ab, dass mich vor Pflegebedürftigkeit bewahrt. Wer bezahlt die Pflege? Ach ja, hab ich ganz vergessen. Borreliose ist ja keine Krankheit, die pflegebedürftig macht. Patienten kann man so getrost sich selbst überlassen, bis sie ihr unwürdiges Dasein selbst beenden.

Ob wohl einer der Hardliner eine Ahnung hat, wie es ist, wenn man froh sein muss, die Kraft zu haben, wöchentlich einmal zu duschen und die Zähne zu putzen?

Wir brauchen Lösungen. Wenn Antibiotika nicht die Lösung ist, was ist dann die Lösung? Immer nur herunterbeten, was man nicht machen sollte, ist einfach. Wirksame Alternativen präsentieren ist schon schwieriger. Wo sind die klinischen Studien zur symptomatischen Behandlung des Post Lyme Syndroms respektive der Chronischen Borreliose? Es gibt sie nicht. Wo sind die Einrichtungen, die chronische Patienten in medizinisch, psychologisch und sozialer Begleiten, sodass ein menschenwürdiges Leben möglich ist? Es gibt sie nicht. Man lässt und allein und behauptet, uns gäbe es nicht. DAS IST DAS PROBLEM.

#41 |
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Betroffener
Betroffener

@ H.Binder
sie sind doch ein Experte.
Können sie eine evidenzbasierte Studie nennen, ein der eindeutig nachgewiesen ist, dass durch 2-4 Wochen Antibiotika alle Borrelien eindeutig beseitigt sind?

#40 |
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Interested
Interested

Sehr geehrter Herr / Frau Binder,
zu Ihrem Kommentar vom 30.04.2013 um 18:56

da Sie offenbar ein/e echte/r Expertin/e sind, bitte ich um Beantwortung auch der folgenden Fragen:
1.) Woher wissen Sie, dass Mäuse nicht an einer sogenannten Borreliose erkranken und Hunde nicht an der sogenannten Lyme-Arthritis?
2.) Woher wissen Sie, dass die Reviews der Peers von einer neutralen übergeordneten Institution wissenschaftlich ordentlich überprüft werden?

#39 |
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K. Binder
K. Binder

Gast….

Viele Studien aufzählen macht noch keine chronische Borreliose.

Sensitivität/Spezifität: Bitte europäsiche Studien, keine amerikanischen. Oder kennen Sie die Unterschiede bei der Labordiagnostik nicht?

Tierstudien: Mäuse erkranken nicht an Borreliose. Hunde erkranken nicht an Lyme Arthritis. Zu der Affenstudie von Monica Embers und Kollegen hab ich schon was geschrieben.

“http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19138559”

Die Studien sind gut, sagen aber nur, das komplementäre Immunsystem wird nicht immer mit Borrelia burgdorferi fertig. Da steht nix davon drin, die überleben auch Antibiotika.

“http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3132871/” ????

Schlimmer gehts nicht. Die Wissenschaftlichkeit von Eva Sapi ist ein Kapitel für sich. Wer in Dovpress (kein ordentliches Peer-Review, man zahlt und schon wirds akzeptiert) und Townsendletter (völlig jenseits jeder Wissenschaftlichkeit) Studien veröffentlicht, folgt vielleicht andern Pfaden, aber nicht denen der Wissenschaft.

#38 |
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Gast
Gast

@ Dr. med. Stefan Platzer, wer hat hier eigentlich nicht gut recherchiert?

Sensivität/Spezifität der kommerziellen Zweistufen-Diagnostik auf Lyme-Borreliose

Studie/Jahr – Sensivität – Spezifität
Schmitz et al, 1993 [1] – 66% – 100%
Engstrom et al, 1995 [2] – 55% – 96%
Ledue et al, 1996 [3] – 50% – 100%
Bakken et al, 1997 [4] – 75% – 81%
Trevejo et al, 1999 [5] – 29% – 100%
Nowakowski et al, 2001 [6] – 66% – 99%
Bacon et al, 2003 [7] – 68% – 99%
Coulter et al, 2005 [8] – 18% ‐na
Wormser et al, 2008 [9] – 14,1% ‐na

>> Mittelwert – Sensivität 49% – Spezifität 96%

Referenzen:
[1] Schmitz et al. Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 1993; 12:419‐24
[2] Engstrom et al. J Clin Microbiol. 1995;33:419‐27
[3] Ledue et al. J Clin Microbiol. 1996;34:2343‐50
[4] Bakken et al. J Clin Microbiol 1997; 35(3):537‐543
[5] Trevejo et al. J Infect Dis. 1999;179:931‐8
[6] Bacon et al. J Infect Dis. 2003;187:1187‐99
[7] Coulter et al. J Clin Microbiol 2005;43:5080‐5084
[8] Wormser et al. Clin Vaccine Immunol. 2008;(10):1519‐22

#37 |
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Birgit Gey-Kemper
Birgit Gey-Kemper

Danke für diesen wohltuend gut recherchierten Artikel! Wer einmal erlebt hat, wie unmenschlich die Schmerzen einer nicht behandelten Borreliose sein können, verliert die Fixierung auf die teils sehr unzuverlässigen Laborwerte etwas. Die Borreliose ist immer noch eine KLINISCHE Diagnose. Im Zweifelsfall einfach mal mit einem wirksamen Antibiotikum anbehandeln. Da es Stand der Wissenschaft ist, Kinder über Jahre Penicillin zur Endokarditisprophylaxe und Jugendlichen monatelang Minocyclin gegen Akne zu verschreiben, sollte es bei den drohenden Folgen einer unbehandelten Borreliose ( Encephalitis mit Demenz, Lyme-Karditis mit Herzversagen, Arthritis bis hin zur Bettlägerigkeit u.s.w…) möglich sein, bei Verdacht und unklarem Laborbefund eine Antibiose zu beginnen. Die mögliche Herxheimer-Reaktion und eine nachfolgende Verbesserung der Symptome bestätigen dann zumindest, dass es sich um einen bakteriellen Infekt handelt, der behandelt werden kann. Um welchen Keim es sich handelt, wird man in einigen Fällen nie heraus bekommen.

#36 |
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Gast
Gast
#35 |
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Gast
Gast

Sehr geehrter Herr Vogel,

Schön, Sie sind geheilt. Können Ihre persönlichen Erfahrungen verallgemeinert werden? Nein. Ich könnte ihnen jetzt Gegenbeispiele nennen. Mich selbst, meine Tante oder meine Oma? Das beweist aber auch nix. Vielleicht sind Sie oder ich auch Fakes. Ich werbe für ???? Und Sie????

Führt das irgendwie weiter? Nein.

#34 |
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Christof Schürmann
Christof Schürmann

Diagnostische Verfahren und Erregernachweis
August von Wassermann und Mitarbeiter entwickelten 1906 ein Nachweis-Verfahren (Wassermann-Test), bei welchem bei …. in Blut oder Liquor cerebrospinalis auftretende Antikörper (Reagine) mit Cardiolipin reagierten, das aus Rinderherzen gewonnen wurde. Der Test stellt eine Modifikation der Komplementbindungs-Reaktion dar, die von Jules Bordet und Octave Gengou entwickelt wurde. Erstmals stand damit eine effektive Möglichkeit zur Verfügung, eine …….-Infektion zu diagnostizieren. Der Nachweis mit diesem Verfahren ist jedoch relativ unspezifisch und produzierte viele falsch-positive Ergebnisse. In den 1930er Jahren entwickelte William Augustus Hinton den Hinton-Test, der auf Flockung beruht und etwas spezifischer war. Beide Tests sind heute durch modernere Verfahren ersetzt.
Die …. wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem hochgiftigen Quecksilber behandelt, mit dem man den Körper des Erkrankten großflächig bestrich, was gewöhnlich zu einem vollständigen Ausfall der Körperbehaarung sowie sämtlicher Zähne führte und den rapiden Verfall sämtlicher Körperfunktionen einleitete (siehe auch Quecksilbervergiftung).

[Mal schauen, was unsere Urenkel zum Thema Borreliose in 100 Jahren
so drauf haben werden. Ich wette, die lachen sich über Unwissen und Dummheit heutzutage schlapp – so oder so]

#33 |
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A. Vogel
A. Vogel

“None of the non-human primates (NHPs) were described
as having objective clinical manifestations of infection (e.g.,
erythema migrans, neurologic dysfunction, or arthritis), either
during or after treatment.”

Hat man die Affen gefragt wie sie sich fühlen? Ob sie Missempfindungen oder Schmerzen haben?

#32 |
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K. Binder
K. Binder

Sehr geehrter Herr Gast…..

Das eine ist das Thema Labor. Nein, diese alten Studien besagen nix über den momentanen Wissensstand.

Etwas anderes ist die Frage, ob Borrelia burgdorferi sl. nach einer bestimmten Antibiotikabehandlung (60 Tage Ceftriaxon i.v., gefolgt von 30 Tagen Doxycyclin oral) persistieren kann. Monica Embers und ihre Kollegen haben sich dagegegen verwahrt, aus den Ergebnissen der Affen-Studie voreilige Schlüsse zu ziehen.

Kritik an der Studie
http://www.aldf.com/pdf/Critical_analysis_of_Embers_work_VBZD_paper.pdf

Die wichtigste Frage: Sind die verwendeten Methoden geeignet, eine Persistenz zu belegen?

#31 |
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A. Vogel
A. Vogel

Sehr geehrter Herr Binder,

als Patientin des BCA kann ich Ihnen versichern, dass meine Borrelien weder durch irgendein obskures Gerät hervorgelockt wurden, sondern meine Behandlung ausschließlich auf positiver Serologie sowie einer Wanderröte beruhte.

Des Weiteren: Ja, Antibiotka sind keine Zuckerkügelchen, aber Borrelien sind auch keine harmlosen Bakterien oder? Ich habe nach meiner Langzeitantibiose nachgewiesen wieder eine vollkommen normale Darmflora und stellen sie sich vor, als Bonus sind sogar meine jahrelangen Halsschmerzen, die zur Mandelentfernung führen sollten, verschwunden ;-). Was ich damit sagen will, ist dass Antibiotika sicher Nebenwirkungen haben, aber die Resistenzen werden wohl eher von Ärzten verursacht, die bei jedem Hüstelchen Antibiotika verschreiben, welche von den Patienten mangels Aufklärung oft nicht zuende genommen werden bzw. auch durch hohe überflüssige Antibiotikagaben im Krankenhaus.

#30 |
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A. Vogel
A. Vogel

Sehr geehrter Herr Platzer,

ich gebe in Ihnen in gewisser Weise recht, allerdings muss man dann auch zugeben, dass die Dokumentation von P. Hünerfeld in seiner Darstellung ebenfalls sehr subjektiv und keinesfalls objektiv war, und von vorneherein nur das Ziel verfolgte zu der Schlussfolgerung zu kommen, dass Langzeitantibiosen etc. wirkungslos seien. Dies ist nicht der Fall. Das Zusammenschneiden der Äußerungen der Gegenseite lässt aber sicher beim Laien den Eindruck erscheinen, dass beide Seiten ausreichend zu Wort kamen. Dies ist nicht der Fall.

Des Weiteren bringt diese unsägliche Darstellung wie die genannte Dokumentation(und sicher auch durch fanatische Vertreter der Gegenseite) Ärzte immer weiter dazu, jeden der auch nur das Wort Borreliose in den Mund nimmt als eingebildeten Kranken abzustempeln. So wie es mir erging, als ich nach der “leitliniengerechten” dreiwöchigen Behandlung noch immer eine voll ausgebildete Wanderröte hatte und mir die Behandlung trotz positiver PCR und Serologie versagt wurde, weil ich mir ja alles nur “einbilden” würde.

Interessant finde ich im Übrigen auch die Tatsache, dass bei der HIV- und Allergiediagnostik keiner die LTT-Testungen anzweifelt und auch die Tatsache, dass die hier bereits von jemandem genannte Studie mit Rhesusaffen von vielen Ärzten komplett ignoriert wird.

#29 |
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K. Binder
K. Binder

Sehr geehrte Regi,

Langzeitantibiosen als Wahlmöglichkeit? Wenn Sie die Behandlung und auch eventuelle Spätschäden selbst zahlen und mit den Kosten nicht die Gesetzliche Krankenkasse belasten, steht Ihnen das natürlich frei. Ich würde so eine experimentelle Therapie nicht machen. Risiko hoch und Wirksamkeit äußerst fraglich. Denn es gibt keinen Beweis der Wirksamkeit von Lanzeitbehandlungen bei Borreliose. Antibiotika sind aber keine Zuckerkügelchen. Sie können schon bei kürzeren Behandlungen zu schweren Nebenwirkungen, Superinfektionen und Antibiotikaresistenzen führen. Todesfälle wurden berichtet.

http://cid.oxfordjournals.org/content/31/4/1107.long

http://cid.oxfordjournals.org/content/51/3/369.full

Das Borreliose Centrum Augsburg führt Langzeitbehandlungen bei Borreliose durch, die nicht sicher diagnostiziert werden kann. Vorher werden mit einem obskuren Gerät Borrelien aus dem Versteck gelockt. (Unglaublich!!!) C. Nicolaus ist Leiter dieses Zentrums. Schwarzbach ist Leiter von Infectolab, das zu dem Zentrum gehört.

#28 |
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Gast
Gast

Bitte auch Borrelia afzelii und garinii nicht außer acht lassen, die leider auch nicht immer getestet werden!

#27 |
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S. Platzer
S. Platzer

Sehr geehrter Herr A Vogel,
mir ist klar dass ihre Eischätzung sehr von Ihren persönlichen negativen Erfahrungen geprägt ist, will deshalb auch nicht öffentlich hier mit Ihnen über Ihr Erleben diskutieren noch es gar bezweifeln. Aber Sie haben Recht eine SWR Doku ist kein wissenschaftlicher Beweis (habe ich auch nicht behauptet); es ging mir durch Verweis auf die Doku, die journalistisch sich zumindest die Mühe macht beide (extremen) Seiten zu Wort kommen zu lassen, klar zu machen welcher Seite Herr von den Heuvels Gesprächspartner wohl zuzurechnen ist, nachdem uns dies verschwiegen wurde! Das finde ich journalistisch hoch bedenklich. Beide Seiten auch die von Prof Rauer sind sicher nicht unparteiisch! Dies zu demaskieren war mein Anliegen mit dem Link- nicht mehr und nicht weniger. Und ja Herr Vogel ich brauche noch Fakten, aber es ist nicht so als gäbe es keine oder nur ganz vage Evidenzen wie uns hier weiß gemacht werden sollte. Es soll hier einfach in Abrede gestellt werden , dass die weit überwiegende Zahl an Borreliosen mittels IgG und IgM ELISA UND Westernblot gut zu diagnostizieren wäre (und das dies natürlich in einem tauglichen Labor mit entsprechender Expertise erfolgen muss, ist eine Binsenwahrheit und gilt für alle Labortests und insbesondere Antikörperbestimmungen). Aber sehr geschickt ist es und auch durchschaubar, denn ohne etablierte Test kann man flott behaupten “nur der klinische, differentialdiagnostische Weg” könne verlässlich sein. (Ich kenne nur ein klinisches Zeichen, dass eine Labordiagnose vernachlässigbar erscheinen lässt und eine sofortige AB-gabe rechtfertigt, die Wanderröte…) Und schon können zahlreiche sicher quälende Symptome zur chronischen Borreliose erklärt werden, Gegenbeweis unmöglich… so einfach sollte keiner durchkommen.. Zahlen,Fakten und (korrekte) Quellenangabe bitte- oder diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen
Vieleicht bequemt sich ja der Autor zu einer Stellungnahme.
Sehr lesenswert ist in der Tat der zitierte Artikel “Common Misconceptions About Lyme Disease” der hier frei erhältlich ist http://www.amjmed.com/article/S0002-9343(12)00875-3/abstract und vielem hier behaupteten deutlichst widerspricht!

#26 |
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Gast
Gast

Und das Alter der Artikel ändert was an dem Ergebnis, dass Borrelien in vivo überlebt haben? ;-)

Des Weiteren ist der Artikel über die Persistenz in Rhesus-Affen ist im Übrigen von 2012.

Können Sie mir denn vielleicht Evidenzen nennen, die belegen, dass es KEINE in-vivo-Persistenz von Borrelien gibt?

#25 |
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K. Binder
K. Binder

Sehr geehrer Herr Gast…

“http://link.springer.com/article/10.1007/BF01645543#page-1
(zum Thema Seronegativität)”

Ist von 1989!!!!!!!!!

“http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC257737/pdf/iai00037-0289.pdf
Wenn man schon mit Links um sich wirft, und diffamierende Worte wie “antiwissenschaftliches Treiben” benutzt, sollte man vielleicht wenigstens in der Lage sein, Google vernünftig zu nutzen.”

Ist von 1990!!!!!!!

Ich empfehle “wenn man schon mit Links um sich wirft”, nach neuen Studien in wissenschaftlichen Datenbanken zu suchen.

#24 |
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K. Binder
K. Binder

Sehr geehrter Herr HP Dirk-Rüdiger Noschinski: “B. burgdorferi und B. recurrens?” Letzere heißt Borrelia recurrentis und gehört zu den Borrelia-Arten, die das Läuse-Rückfallfieber verursachen.

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/L/Laeuserueckfallfieber/Laeuserueckfallfieber.html

Die Lyme-Borreliose wird durch Borrelia burgdorferi sensu stricto (im engeren Sinne) und Borrelia burgdorferi sensu lato (im weiteren Sinne verursacht).

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3167092/

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2871049/

Nicht alle bisher enteckten Borrelia-Arten verursachen Krankheiten beim Menschen. Falsch positive Ergebnisse gibt es, wenn das nicht berücksichtigt wird. Auch müssste bei jedem Borreliose-Test vorher eine Syphilis ausgeschlossen werden, da Treponema pallidum ebenfalls kreuzreaktiv mit Borrelia burgdorferi sensu lato-Komplex ist.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21485767

Behandeln Sie auch Borreliose-Patienten?

#23 |
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…Herxherimer Reaktion ist beweißführend für eine Borreliose – lieber Herr Schürmann, hier haben Sie sich aber weit aus dem Fenster gelegt.
Können Sie das belegen oder ist das Empirie?
Fragende und herzliche Grüße

Dirk-Rüdiger Noschinski

#22 |
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Jana Robertz
Jana Robertz

Vielen Dank, endlich mal etwas über Borreliose……

#21 |
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Christof Schürmann
Christof Schürmann

Jeder Arzt, der glaubt, er könne mit dem Feld-Wald-und-Wiesen-Tests “seines” Labors um die Ecke eine chronische Borreliose verifizieren oder falzifizieren liegt falsch und schmeißt Geld zum Fenster hinaus. Selbstverständlich gibt es jede Menge Scharlantanerie. Warum? Ganz einfach, weil 99,9% aller Ärzte sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen und die Richtlinien ein Witz sind. Das führt
a) zu einer nahezu kompletten Ignoranz des Themas von praktisch allen
Haus- und Fachärzten
b) zu einer Hysterisierung des Themas durch Selbsthilfegruppe
c) dazu, dass chronisch Borreliose-Kranke völlig allein stehen
d) auch nicht an Borreliose erkrankte krank gemacht werden

bei einigermaßen gesicherter Erkenntnis aus etwa Westernblot und
vor allem Klinik des Patienten ist eine längere Antibiose (Minimum
4 Woche hochdosiert) angesagt, meist sind einige Wiederholungen
und oder (bei Versagen) der Wechsel zu einem anderen Antibiotikum angesagt.
Herxheimer-Reaktionen unter Antiobiose sind dann im übrigen beweisführend
für eine vorliegende chronische Borreliose!
Nichts gegen Heilpraktik oder Diäten. Wer glaubt, mit einer Fliegenklatsche
einen Elefanten erledigen zu können, kann es ja versuchen….
Vielleich gibt es ja in diesem 140 Milliarden Euro schweren, korrupten
Gesundheitssystem mal mehr als 50000 Euro pro Jahr für die Borreliose-Forschung…. damit allen Betroffenenen und Nichtbetroffenen (!) geholfen werden könnte

#20 |
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Muss mich nochmal einmischen: Der Borrelien EIA zeigt AK gegen B. burgdorferi an. Alles schön und gut. Aber es gibt ja einen ganzen Haufen dieser kleinen Biester, und es scieht im Moment so aus, dass außer B. burgdorferi und B. recurrens noch einige mehr humanpathogen sind. Angezeigt werden die im Borrelien EIA aber nicht, den AK funktionieren nach dem “Schlüssel-Schloss-Prinzip”. Wir testen dann häufig den Westernblot, der AK gegen die OsP anzeigt, aber auch da hatten wir – wenn auch selten – falsch negative Befunde, wie sich aus dem weiteren Krankheits- und Behandlungsverlauf zeigte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Diskussion weniger emotional gefhrt wird, obwohl natürlich bei dem Einen oder Anderen Emotionen eine Rolle spielen. Aber das führt uns hier im Sinne einer konstruktiven Diskussion nicht weiter, oder?
Herzliche Grüße aus dem Vordertaunus

Dirk-Rüdiger Noschinski

#19 |
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Gast
Gast

Des Weiteren:

http://link.springer.com/article/10.1007/BF01645543#page-1
(zum Thema Seronegativität)

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC257737/pdf/iai00037-0289.pdf

Wenn man schon mit Links um sich wirft, und diffamierende Worte wie “antiwissenschaftliches Treiben” benutzt, sollte man vielleicht wenigstens in der Lage sein, Google vernünftig zu nutzen.

#18 |
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Gast
Gast

Erwiderung zum Eintrag von “Gast” um 8.07 Uhr, welcher keineswegs in irgendeiner Weise wissenschaftliche Belege darlegt, sondern widerum nur die subjektive Meinung diverser Personen:

Persistenznachweis von Borrelien in Rhesusaffen nach antibiotischer Behandlung:

http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0029914

#17 |
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Also – wer letztendlich recht hat , wissen wir noch nicht ….

#16 |
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DR peter matscheko
DR peter matscheko

man sollte bei den zecken als Überträger nicht vergessen dass auch andere gibt:
Die Kriebelmücken(beuns Staunzerl genannt), eine recht aggressive kleine Bremsenart.
Gestern erst war ein Kind mit einem Erythem am Oberschenkel nach solchen Bissen bei mir.
Meine Großmutter ist damals 87jährig einem unklaren Fieber nach ,,Staunzerl”bissen erlegen.
Dr Matscheko

#15 |
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Dr. Susanne Noske
Dr. Susanne Noske

S.Noske
Es existiert seit 1999 eine Impfung gegen Borreliose, die unter dem Namen LYMERix auf den Markt gekommen ist. Wegen des Verdachts, bei HLA-DR4 pos. Personen eine therapieresistente Arthritis auslösen zu können, hat sich diese Impfung nie durchgesetzt. Es ist natürlich möglich, exponierte Personen (Waldarbeiter ect.) auf HLA-DR4 zu testen, und falls diese neg. sind, eine Impfung durchzuführen.
In einigen europäischen Ländern existiert ein Schnelltest á la Schwangerschaftstest, mit dem sich eine zu Hause entfernte Zecke darauf untersuchen lässt, ob sie Borrelia-Träger ist. Wie sicher diese Tests sind, ist mir leider nicht bekannt, bei positivem Ausfall empfiehlt sich allerding wohl eine prophylaktische Therapie.

#14 |
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Gast
Gast
#13 |
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A. Vogel
A. Vogel

Ich gehöre zu den Personen, die durch die Behandlung unten abfällig genannten “Borreliosepäpste” mittlerweile wieder komplett arbeitsfähig und symptomfrei ist. Personen wie ich werden leider immer wieder von der Lobby um Rauer und Co verleumdet. Im übrigen habe/hatte ich auch keineswegs eine Internetborreliose, sondern wurde trotz von einer Uniklinik (von der im Film genannten “Koryphäe”, die lediglich einmal pro Woche nachmittags Borreliosepatienten behandelte) bestätigter Borreliose mit Wanderröte zu spät und unzureichend behandelt, sodass ich fast in eine Behinderung gerutscht wäre. Welche Fakten brauchen sie noch Herr Dr. Platzer? Eine subjektive Dokumentation ist noch längst nicht als Beweis anzusehen.

#12 |
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Regi
Regi

Sehr geehrter Herr Dr. Gauler

Sie schreiben: “Eine starke Behauptung ist immer noch besser als ein schwacher Beweis.”

Wie wahr! Die Hardliner unter den Experten dürfen behaupten, was sie wollen. Von den Patienten hingegen werden Beweise für ihre Krankheit verlangt. Beweise, die die Patienten nicht erbringen können, weil die Wissenschaft in 30 Jahren nicht fähig war, einen zuverlässigen Test hervorzubringen.

Meiner Meinung sollten die Experten ihren Streit untereinander ausmachen und nicht auf dem Rücken der Patienten. Bis dahin sollten die Patienten die Therapien erhalten, die ihnen die bestmögliche Lebensqualität erhalten – auch wenn das Langzeitantibiosen sind.

#11 |
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Regi
Regi

Danke Herr Dr. Platzer, dass sie den Link zur Doku eingestellt haben. Diese Doku hat uns chronisch Betroffenen sehr geschadet. Natürlich gibt es auch falsche Borreliose-Diagnosen. Das liegt in der Natur der Sache, weil die technische Diagnostik nichts taugt. Ich finde es allerdings schon sehr merkwürdig, dass kein einziger Patient in der Doku gezeigt wurde, der durch die Behandlung im BCA heute wieder gesund ist oder dem es zumindest besser geht. Es gibt diese Patienten und die wurden für die Doku auch interviewt, aber nicht gezeigt. Das zeigt doch deutlich die fehlende Neutralität der Doku.
Mangels zuverlässiger Tests gibt es im Moment nur einen gangbaren Weg: Man behandelt Patienten bei Verdacht auf Borreliose so rasch wie möglich, sofern andere mögliche Ursachen ausgeschlossen wurden. Man lässt den Patienten nach Aufklärung über Chancen und Risiken die Wahl, nach welchen evidenzbasierten Leitlinien sie behandelt werden sollen. Ja, man staune, auch die Leitlinien der DBG und ILADS sind evidenzbasiert. Kein Patient schluckt freiwillig über längere Zeit Antibiotika, wenn sie nicht helfen. Dafür sind die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Therapie zu gross.

#10 |
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#9 |
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Ich finde dass der Würde des Patienten nur durch sachlich richtig dargestellte und belgbare Fakten, und nicht durch besessene Eifer einer bestimmten Selbsthilfeorganisation und deren willfährigen ärztlichen und heilpraktischen Helfer gedient wird. Vieles in diesem “Beitrag” ist sachlich schlicht falsch, schlecht (oder gar nicht) recherchiert oder wird vom einschlägig bekannten Interviewpartner offenbar bewusst zweideutig und damit auch nicht richtiger oder gleich schlicht falsch vorgetragen. Auf seine “Heilmethoden” ist man gar nicht zu sprechen gekommen, wie die seines Praxis-Kompanions und die Patienten nach dieser Behandlung aussehen ist unlängst in einer ARD Dokumentation ausgiebig kritisch gewürdigt worden.
Herr v.d. Heuvel wollten sie tendeziös berichten? oder waren sie unfähig einmal zu googeln?

Dr. I. Ricinus (freie Interessengemeinschaft wider die pekuniär motivierte Borroneurose)

#8 |
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Gast
Gast

Dr.med.Georg Gauler falls Sie wirklich Arzt sind,darf ich Sie fragen,
weshalb Sie Arzt geworden sind? Um Menschen zu helfen, oder dem System zu dienen?

Von der Würde eines Menschen, kann hier keine Rede mehr sein.

#7 |
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Zeckenstich, Herr Kollege, Zeckenstich! … So viel Recherche sollte möglich sein. Wir dürfen alle gespannt sein, was bei dieser völlig undurchschaubaren Wissenschaftslage demnächst herauskommt. Bisher gibt es viel Emotionen und wenig Konsens. .. Und seit einem Experten-Konsensustreffen beim RKI 2008, wo erheblicher Forschungsbedarf festgestellt wurde, ist leider nicht viel passiert. Ich denke, man sollte bei obskuren Symptomenkomplexen immer an einer Borreliose denken. Was aber hier gar nicht angesprochen ist: Wie sieht denn die Therapie einer chronischen Borreliose aus? Langzeitantibiose? 4, 6, oder 8 Wochen? Da ist noch nichts klar.

#6 |
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Dr. med. Georg Gauler
Dr. med. Georg Gauler

Nach meiner Erfahrung werden mehr Borreliosen “entdeckt” als tatsächlich existieren ! jedes noch so dubiose Symptom wird fix einer sog. chron. Borreliose zugeordnet. Und -welch Wunder- die Tests versagen ! Da hilft nur die Selbstreferrentalität der selbsternannten “Borreliosepäpste”: Eine starke Behauptung ist immer noch besser als ein schwacher Beweis. So ähnlich geht es auch mit fliegenden Teppichen, deren Existenz auch nur von einer mäkeligen , unbelehrbaren Minderheit von Aerodynamikern in Frage gestellt wird. Sollte nicht auch diesen mit limettengrünen Lichtspielen übern den Niagarafällen endgültig heimgeleuchtet werden ?

#5 |
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Andreas Bruckmeier
Andreas Bruckmeier

das Youtube Video scheint gut eingebettet zu sein von Fa. Nutramedix. Welche Aussage ist wissenschaftlich gestützt und welche finanziell motiviert ? Product Placement von der schlechten Art.

#4 |
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FTLA Hans-Günter Schaffrath
FTLA Hans-Günter Schaffrath

Auch hier mal wieder interessante Vermischung zwischen Fakten und Vermutungen.
Selbstverständlich bleibt bei einigen Borreliose-Infektionen ein persistierendes IgM ua.a. bei – wegen zufälliger oder geplanter Antibiose – erfolgreicher Therapie.
Interessant ist, dass bei stratifizierten Studien die behandelten Patienten (einmalige Behandlung) die gleichen Folgebeschwerden haben wie diejenigen, die nie eine Borreliose hatten.
Und jetzt wird wieder die Borreliose-Lobby aus den Löchern kommen…
Wir haben über 50.000 extrem exponiertes Personal untersucht, auch im Verlauf, und können die Aussagen des RKI und des NRZ (auch die hier nicht zitierten) “ein wenig” stützen.
Interessanterweise wird in dem Artikel der schon fast asbachuralte Organotropismus der Subgenus unterschlagen (Honi soit qui mal y pense).

#3 |
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Eines der oben zitierten ‘Mythen’ (siehe Link) seien auch die falsch negativen Tests. Genau um diese geht es im Rest des Artikels. Da werd’ einer schlau draus…

#2 |
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Super guter Artikel, lieber Herr van den Heuvel, und man kann mir wirklich nicht nachsagen, dass ich häufig lobe :-)
Sehr mutig und sehr offensiv gehen Sie mit der aktuellen Leitlinie ins Gericht und Sie beschreiben eindrücklich, wie es mir in der täglichen Praxis oft widerfährt.
Vielen herzlichen Dank!!
Ergänzung: Wir kombinieren den Westernblot je nach Ausgangslage mit dem Borrelien T-Cellspot und der CD57 Expression. Das ist leider auch nicht immer der 100% Test, aber man kann sich damit der tatsächlichen immunologischen Situation gut annähern.
Aude sapere!

#1 |
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