Impfteilnahme: Masernrati ohne PS

24. Februar 2015
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Die Masern galten als ausgerottet, doch die aktuelle Masern-Welle und der Tod eines Kindes in Berlin bestätigen, was Schuleingangsuntersuchungen andeuten: Die Impfbereitschaft in Deutschland reicht nicht aus, um die Masern dauerhaft zu eliminieren.

Im Jahr 2000 erklärten die USA Masern als eliminierte Krankheit. Im Jahr 2014 kam es jedoch zu 644 gemeldeten Erkrankungen durch das Virus – verteilt über 27 Staaten der USA. Zuletzt erwischte es zahlreiche Menschen, die im Dezember den Vergnügungspark Disneyland in Kalifornien besucht hatten. Ende Januar erreichte die Zahl der dort infizierten Menschen knapp 60. Sie waren zwischen sieben Monaten und 70 Jahren alt. 34 dieser Personen hatten einen dokumentierten Impfstatus. 28 von ihnen hatten keine Mumps-Masern-Röteln-Impfung erhalten, eine Person lediglich eine Impfdosis und fünf Personen hatten zwei oder mehr Impfdosen erhalten. Vier infizierte Kinder waren jünger als 12 Monate – zu jung für eine Immunisierung. Auch nach Deutschland schwappen immer wieder Masernwellen, die letzte größere im Jahr 2013. Damals erkranken über 1.800 Menschen an Masern. Einige von ihnen hatten mit schweren gesundheitlichen Folgen zu kämpfen.

Eine Impfdosis des Kombinationsimpfstoffs gegen die Erreger von Mumps, Masern und Röteln gilt als zu 95 Prozent effektiv. Die Stiko empfiehlt diese erste Immunisierung bei Kindern zwischen dem 11. und dem 14. Lebensmonat. Eine zweite Impfdosis erhöht den Schutz auf über 99 Prozent – empfohlen wird sie zwischen dem 15. und dem 23. Lebensmonat.

Impfmüde Süddeutsche

Die Durchimpfungsrate in Deutschland liegt im Durchschnitt bei 92,4 Prozent, allerdings mit starken regionalen Schwankungen, wie Daten der Schuleingangsuntersuchungen von 2012 zeigten. Für die Herdenimmunität reicht dieser Wert nicht aus. Dieser ist erst dann erreicht, wenn 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Dann ist davon auszugehen, dass sich eine Infektionskrankheit nicht mehr in der Bevölkerung ausbreiten kann. Diesen Status hat in Deutschland bisher nur Mecklenburg Vorpommern erreicht. In allen anderen Bundesländern gibt es mindestens einen Landkreis, in dem eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent nicht erreicht wird. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg leben zahlreiche Impfverweigerer. Dort gibt es Regionen, in denen nur 75 bis 80 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft sind. In Sachsen haben sogar weniger als 75 Prozent der Bevölkerung die Grundimmunisierung gegen Masern abgeschlossen.

Impfraten durch Erinnern erhöhen

Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will nun aktiv gegen die Impfmüdigkeit im Land vorgehen. Ende letzten Jahres sprach er sich für eine obligatorische Impfberatung für alle Eltern aus, die ihr Kind in einer öffentlichen Betreuungseinrichtung versorgt haben möchten. Bei der Kita-Anmeldung sollen Eltern in Zukunft einen Nachweis vorlegen, dass sie ärztlich über die notwendigen Impfungen beraten wurden. „Wir wollen damit die Sorgeberechtigten an die Impfempfehlungen erinnern und die Impfraten erhöhen“, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Eine Impfpflicht wird es jedoch nicht geben. „Das wäre ein erheblicher Eingriff in die Rechte der Eltern und Kinder“, erklärte Gröhes Sprecherin. Da immer mehr sehr junge Kinder in Kitas und Krippen betreut würden, sei diese Maßnahme notwendig, um auch diese Kinder vor Masern und anderen Viruserkrankungen zu schützen.

Umstrittene Masern-Partys

In Deutschland gelten rund zehn Prozent der Eltern als Impfskeptiker, zwischen drei und fünf Prozent der Eltern als strikte Impfgegner. Sie sind überwiegend Anhänger naturheilkundlicher Verfahren und halten insbesondere die Adjuvantien in den Impfpräparaten für schädlich. Manche Eltern setzen sogar auf Masern-Partys, um ihre Kinder den gesundheitlichen Vorteilen auszusetzen, die das natürliche Durchleben von Infektionskrankheiten mit sich bringen kann. „Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass eine Mutter ihrem Kind freiwillig die Masern wünscht“, so die Kinderärztin Katja Schneider aus Bonn gegenüber der Welt. „Masern sind eine äußerst schwerwiegende Erkrankung, können unwiderrufliche Schäden hervorrufen und in Einzelfällen sogar tödlich verlaufen.“

Selbstauskünfte gegen Vorwurf der Interessenskonflikte

Doch nicht nur die Nebenwirkungen von Impfungen und insbesondere die von Mehrfachimpfungen sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Denn seit der Einführung der Kostenübernahme der von der Stiko empfohlenen Impfungen in der Gesundheitsreform am 1. April 2007 haben die Stiko-Empfehlungen einen noch größeren Einfluss auf die Kosten des Gesundheitssystems und den Umsatz von Arzneimitteln. Seit einigen Jahren füllt sich der Impfkalender der Stiko stetig: 2004 wurde die Windpocken-Impfung für alle Kleinkinder aufgenommen, 2006 die Pneumokokken– und Meningokokken-Impfung. 2007 kam die kostenintensive HPV-Impfung für 12- bis 17-jährige Mädchen dazu. In diesem Zusammenhang ist auch die Unabhängigkeit der Stiko-Mitglieder immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Darauf hat das RKI bereits reagiert. Auf der Webseite des Instituts lassen sich die möglichen Interessenskonflikte, die die 17 Stiko-Mitglieder als Selbstauskunft erteilt haben, nachlesen.

Ohne Alternativen

Die weit überwiegende Zahl der Kinder- und Jugendärzte sieht Impfbedenken als unbegründet an; die heute eingesetzten Präparate seien wissenschaftlich gründlich erforscht und böten als einzige einen sicheren Schutz vor Krankheiten. Spätestens alle fünf Jahre prüft das Paul-Ehrlich-Institut zudem, ob ein Impfstoff noch dem neuesten medizinischen Standard entspricht. „Damit gehören Impfstoffe zu den sichersten Medikamenten, die wir in Deutschland haben. Die modernen Kombinationsimpfstoffe für Kinder, die hierzulande verwendet werden, sind zudem inzwischen quecksilberfrei“, heißt es auf der Webseite des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Alternativen zu den empfohlenen Impfungen gäbe es nicht.

127 Wertungen (3.98 ø)
Medizin, Pädiatrie

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114 Kommentare:

Sehr geehrte Frau Fischer, die Möglichkeit anonymer Kommentare haben wir auf Wunsch vieler Nutzer eingeführt. Nicht jeder will hier unter seinem Namen publishen. Wir haben 2 besonders fragwürdige Beiträge aus dem Thread gelöscht. DocCheck bietet keinen Platz für Heckenschützen.

#114 |
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Zahnärztin

Und noch ein Off topic Nachtrag:
Warum darf hier eigentlich anonym geschrieben werden? Dadurch eröffnet sich einigen Leuten die Möglichkeit, in Heckenschützenmanier inhaltlich substanzlose Beiträge loszuwerden und/oder ihre gute Kinderstube zu vergessen.

#113 |
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DocCheck News Redaktion
DocCheck News Redaktion

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.
Bitte beachten Sie jedoch die Netiquette und diskutieren Sie auf einem sachlichen Niveau.

Ihre DocCheck News Redaktion

#112 |
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Zahnärztin

@ Frau Hoppe
“…Gast
Studien zum Thema” Emotionale und kognitive Reifung nach Infektionserkrankungen” ? Vielleicht sollte man ein Ministerium darum bitten. Solange hinter einer Studie kein wirtschaftliches Interesse steht, wird sich kaum jemand finden, der sie bezahlt. Aber Sie haben mich gerade auf einen Gedanken gebracht, vielen Dank :-)

Ich empfehle, Eltern und Erzieher/innen zu studieren, die oft an ihren Kindern nach dem Durchleben einer Kinderkrankheit einen Reifungsschub bemerken. Und Kinderärzte und Heilpraktiker zu befragen, wie z.B. Allergien (nicht nur) bei Kindern längerfristig gelindert werden nach einem fieberhaften Infekt…..”
Als Mutter von 4 Kindern( und Stiefmutter von 3 weiteren) kann ich Ihnen sagen, daß es sich nach Infektionen nicht um ” Entwicklungsschübe” handelt, sondern um den Gegensatz zwischen “krank” und ” gesund”. Dem Kind fehlen vor und während der Erkrankung schlicht die körperlichen und geistigen Kapazitäten,um sich mit etwas anderem als sich selbst zu beschäftigen. Kinder sind- anders als Erwachsene, die sich trotz Krankheit häufig ” ihren Pflichten widmen”- in der Lage, sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren.

””….Entstehung von Neurodermitis durch Impfung” ist so nicht richtig. Richtig ist, dass das schlafende Immunsystem eines Säuglings, vor allem durch Mehrfachimpfung, gestört wird, bevor es natürlicherweise aktiviert würde. Während der Impfstoff allein in den meisten Fällen keine Ursache für Folgeerkrankungen ist, ist sie bei familärer Vorbelastung oft Auslöser für, z.B., eine Erkrankung aus dem atopischen Formenkreis….”
Und das ist nicht richtig. Werfen Sie einen Blick auf die Studie, die ich als Link eingestellt habe und Sie werden feststellen, daß die Prävalenz solcher Erkrankungen bei Geimpften NICHT höher ist.

“…Die impfbegleitende Stoffe wie Quecksilber und Aluminium sind auch nach Jahren noch im Körper nachzuweisen, und können Ursache oder Auslöser schwerwiegender Erkrankungen sein….”
Natürlich sind diese Stoffe in höheren Konzentrationen keine Wohltat für die Gesundheit, aber sie kommen erstens in so geringen Mengen darin vor und zweitens fehlt jeglicher Nachweis dafür, daß sie tatsächlich aus Impfungen stammen( und nicht beispielsweise aus Fisch, der teilweise erhebliche Mengen methylierten Quecksilbers enthält oder aus Joghurtverpackungen( Al),…..).

“…Gerade die hier versammelte Mediziner müssten doch, wenn auch nur der kleinste Zweifel an der völligen Harmlosigkeit von Impfungen bestehen würde (und der besteht, zumindest bei Teilen der Bevölkerung, die ja auch nicht unbedingt einfach grundweg beschränkt sind), leicht in der Lage sein, die vielen Blutbilder ihrer Praxis auf diese Stoffe zu untersuchen. Bei Patienten mit chronischer Erkrankung, deren Quecksilber-oder Aluminium-Werte weit über den Höchstgrenzen liegen, könnte ein Zusammenhang bestehen. Das würde Forschungsarbeit erfordern….”
Die tägliche Belastung durch die von Ihnen angesprochenen Stoffe wird- wie ich schon oben erwähnte- größtenteils durch Kosmetikartikel,Deos, Verpackungen, Nahrung,Energiesparlampen,…hervorgerufen. Wenn diese Belastung reduziert werden sollte( was mit Sicherheit wünschenswert ist), dann sollte man an dieser Stelle ansetzen. Im Gegensatz zu Impfungen haben Industrieabgase nämlich keinen praktischen Nutzen.

“…Aber bevor man etwas bemerken kann, muss man erst einmal für möglich halten, dass es überhaupt etwas zu bemerken gibt. Wo niemand hinschaut (und Zeit und Geld investiert), gibt es auch keine Studien und Beweise…..”
Kritik an Impfungen sind so alt wie die Impfungen selber. Nur bislang haben sie sich immer als haltlos erwiesen( s. beispielsweise die Debatte “Autismus durch Impfungen”), aber selbstverständlich bin ich auch dafür, daß man jeden einzelnen der Verdachtsfälle prüft. Das Bessere ist eben der Feind des Guten…. Zum jetzigen Zeitpunkt überwiegen die Vorteile von Impfungen bei Weitem ihre Nachteile.

#111 |
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Claudia Hoppe
Claudia Hoppe

@ Dr. rer.nat. Stefan Graf schreibt in #107 :
Ähnliches “Schicksal” musste Frau Eva-Julia Fischer vom anonymen “Gast” #102 ja auch erfahren. – Entschuldigung für diese persönlichen, nicht sachorientierten Worte!
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Bevor sich jetzt noch mehr Kommentatoren über #102 aufregen:

Wer jemandem “Placebokügelchen”, “Erdstrahlen” und den “Mond” an den Kopf wirft, deren Sohn nach der Säuglingsimpfung 2 Jahre lang alle halbe Stunde schreiend aus dem Schlaf aufwachte, was durch Homöopathie geheilt wurde (und die ihn seither durch alle Erkrankungen homöopathisch erfolgreich begleitet hat), muss sich nicht wundern, wenn “Projektion” und “Urteil” als Antwort kommt. Es ist unsachlich und abwertend.

Bevor die Bundesregierung eine gesetzliche Impfpflicht einführt (was zu Klagen vor dem Verfassungsgericht führen müsste, denn es widerspricht dem Recht auf körperliche Unversehrtheit), fordere ich Gesundheitsministerium und Forschungsministerium auf, zu beweisen, dass Impfen tatsächlich völlig unschädlich ist.

Dazu sollten nicht nur Pharmaindustrie und Ärzte in die Untersuchung einbezogen werden, sondern auch Heilpraktiker, die in Deutschland, neben Ärzten, die zweite Berufsgruppe bilden, die eine gesetzliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde haben (denn diese bekommen die Fälle, bei denen Ärzte keinen Zusammenhang sehen und effektiv weiterhelfen können).
Es wäre auch nicht dumm, eine tatsächlich repräsentative Auswahl von Eltern und Erzieher/innen zu befragen, denn diese sind es, im Gegensatz zu den Kinderärzten, die das Kind täglich erleben und Veränderungen am deutlichsten feststellen können.

___________

@ Christian Becker #108:

Quecksilber und Aluminium nehmen wir durch die (leider sehr belastete Umwelt) in kleinen Mengen auf, korrekt. Wenn ein Säugling durch Impfung einer mehr als 1000fachen höheren Dosis ausgesetzt wird, als die Umwelt sie für ihn bereit hält, soll das vollkommen unschädlich sein? Garantiert?
Bei einer solchen Untersuchung wäre natürlich genaustens darauf zu achten, wie stark erhöht diese Werte gegenüber den üblichen Grenzwerten liegen. Alzheimerpatienten z.B. zeigen meist einen überhöhten Aluminiumwert.

#110 |
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Tierärztin

Hallo Herr Staudenmaier, danke für Ihr feedback!
Ich bin ja kein Humanmediziner und kein medizinscher Jurist, daher kann ich zum Inhalt des Gesetzes nich viel beitragen!
Ich weiß nur, dass darin die Maßnahmen geregelt sind.
Die Paragraphen über die Kriegsopfer beziehen sich, wenn ich es richtig gelesen habe, darauf, welche öffentliche Kasse für diese Menschen zuständig ist.

Ärzte sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, Impfnebenwirkungen an das Gesundheitsamt zu melden. Die Daten werden vom Paul-Ehrlich-Institut gesammelt und ausgewertet.
So viel Ermessensspielraum gibt es da nicht, der Arzt muss alles melden, was über ein übliches Maß an Nebenwirkungen hinausgeht. Die Symptome müssen zeitlich mit der Impfung zusammen hängen.
Wenn tatsächlich ein Verdacht besteht, dass durch die Impfung eine Erkrankung ausgelöst wurde, wird ein Gutachter eingeschaltet. Es muss eine Erkrankung sein, nicht nur eine vorübergehende Störung. Das muss sehr sorgfältig abgeklärt werden.
Wie groß der Ermessensspielraum der einzelnen Personen, die dann darin involviert sind ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, auch nicht, wie solche Fälle in der Mehrzahl ausgehen.
Zahlen über gemeldete Nebenwirkungen bei Imfungen werden meines Wissens nach auf der Homepage vom PEI veröffentlicht.
Liebe Humankollegen, bitte korrigieren Sie mich, wenn ich hier etwas Falsches berichtet habe!

#109 |
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Diätassistent

Hallo Herr Becker,
auch wenn bedauerlicherweise Aluminium und Quecksilber in der Nahrungskette angekommen sind, kann das nicht als Signal gesehen werden unbedarft noch mehr draufzusatteln.

#108 |
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Apotheker

@106 Claudia Hoppe

Solche Studien wären tatsächlich mal interessant. Vielleicht finden sich auch Dokoranden, die darüber promovieren möchten. Einen Versuch wäre es wert.

Der Teil des Beitrags über Hilfsstoffe ist meiner Meinung nach aber typischer Impfgegnerblödsinn.
Natürlich kann man im Blut geimpfter Personen nach Jahren noch Quecksilber und Aluminium nachweisen. Das kann man auch im Blut von Nichtgeimpften. Diese Stoffe nehmen wir täglich mit der Nahrung und dem Trinkwasser auf. Man kann also nicht sicher sein, dass diese Stoffe dieselben sind, die bei der Impfung (evtl.) verabreicht wurden. Es enthalten ja auch nicht alle Impfstiffe Aluminiumhydroxid oder Quecksilberverbindungen.
Und es ist ja auch nicht so, als bestünden die Impfdosen aus Quecksilber, in dem die Antigene suspendiert vorliegen. Thiomersal als Konservierungsmittel wird in Größenordnungen von 0,0002% eingesetzt.

#107 |
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Blick über den Tellerrand: Ich habe mich mit einem Kollegen, der seit 1985 in Idonesien tätig ist, zum Thema Masernimpfung ausgetauscht. Hier seine Worte:

“Masern flackern hier immer wieder mal auf.
Als ich nach Indonesien kam, war es eine der gefürchtesten Kinderkrankheiten mit 25% Mortallität !
Heute durch Impfungen und verbesserte medizinische Versorgung ist das viel besser geworden.
xxxxx ist natürlich geimpft. Und xxxxx wird geimpft, wenn sie 12 Monate alt ist.”
(xxxxx sind seine Kinder – 5Jahre und 2Monate alt)

Ich kann hier auf die schnelle keine Evidenzbasis für diese Werte liefern, aber der Kollege ist weder Pharmalobbyist noch als Arzt tätig – hat also keinerlei materielle Interessen an einer Masernimpfbefürwortung. Er hat aber genügend Sachverstand und zwei kleine Kinder, so dass er den Wert der sicheren MMR-Impfung zu schätzen weiß. Überhaupt ist die Dankbarkeit der indonesischen Bevölkerung und sicher auch in anderen Entw./Schwellenländern mit vergleichsweise hoher Kindersterblichkeit sehr groß, wenn ihnen die Möglichkeit zur sicheren Impfung geboten wird. Auch hier kann ich adhoc keine gesicherten Daten liefern, aber ich habe da keine Zweifel.

Hier meine klare Position: Ich plädiere voll und ganz FÜR die Standardimpfungen: DPT, Polio, MMR (hoffe, ich habe nichts vergessen). Ich selbst bin gegen DPT+Polio (damals auch noch gegen Pocken) geimpft und regelmäßig aufgefrischt- gegen MMR einzig wegen meines Alters nicht, habe aber als Kind M, M und R glücklicherweise ohne schwere Verläufe durchgemacht und jetzt meinen Masernschutz prüfen lassen. Hätte ich jetzt kleine Kinder, würde ich sie unbedingt MMR impfen lassen.

Bei anderen Impfungen wie der alljährlichen Influenza und Reiseimpfungen lasse ich mich individuell beraten (bei Reisen für etwa 20Eur im Centr. f. Reisemed., vom Tropeninst. oder einem Facharzt/-apotheker) und entscheide dann für mich von Fall zu Fall.

Zur MMR-Impfpflicht: Prinzipiell halte ich es für besser, Impfcompliance durch Überzeugung statt “per order de Mufti” zu erreichen, was zweifelsohne ein schwierige Aufgabe ist (Das ist kein Vorwurf an die gute Aufklärungsarbeit leistenden Ärzte/Apotheker etc!!). Ich fürchte, eine gestztliche Impfplicht hätte eine Klagewelle zur Folge, da sich Menschen nicht gern bevormunden lassen. Andererseits war ja erfeulicherweise das Aufbegehren uneinsichtiger Raucher gegen das Rauchverbot auch nur von kurzer Dauer.

Ich vermute, wegen meiner Aussage zur Influenza- und zu Reiseimpfungen nun wieder seitens provokanter, anonym agierender Schwarz-Weiß-Denker als verkappter genereller Impfgegner diffamiert und im Hinblick auf meine 100%ige BEFÜRWORTUNG der Standardimpfungen (incl. MMR) als Lügner dargestellt zu werden. Aber das nehme ich in Kauf. Ähnliches “Schicksal” musste Frau Eva-Julia Fischer vom anonymen “Gast” #102 ja auch erfahren. – Entschuldigung für diese persönlichen, nicht sachorientierten Worte!

#106 |
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Gast
Gast

@Eva Julia Fischer: #103
Studien zum Thema” Emotionale und kognitive Reifung nach Infektionserkrankungen” ? Vielleicht sollte man ein Ministerium darum bitten. Solange hinter einer Studie kein wirtschaftliches Interesse steht, wird sich kaum jemand finden, der sie bezahlt. Aber Sie haben mich gerade auf einen Gedanken gebracht, vielen Dank :-)

Ich empfehle, Eltern und Erzieher/innen zu studieren, die oft an ihren Kindern nach dem Durchleben einer Kinderkrankheit einen Reifungsschub bemerken. Und Kinderärzte und Heilpraktiker zu befragen, wie z.B. Allergien (nicht nur) bei Kindern längerfristig gelindert werden nach einem fieberhaften Infekt.

”Entstehung von Neurodermitis durch Impfung” ist so nicht richtig. Richtig ist, dass das schlafende Immunsystem eines Säuglings, vor allem durch Mehrfachimpfung, gestört wird, bevor es natürlicherweise aktiviert würde. Während der Impfstoff allein in den meisten Fällen keine Ursache für Folgeerkrankungen ist, ist sie bei familärer Vorbelastung oft Auslöser für, z.B., eine Erkrankung aus dem Athopischen Formenkreis.

Die impfbegleitende Stoffe wie Quecksilber und Aluminium sind auch nach Jahren noch im Körper nachzuweisen, und können Ursache oder Auslöser schwerwiegender Erkrankungen sein.

Gerade die hier versammelte Mediziner müssten doch, wenn auch nur der kleinste Zweifel an der völligen Harmlosigkeit von Impfungen bestehen würde (und der besteht, zumindest bei Teilen der Bevölkerung, die ja auch nicht unbedingt einfach grundweg beschränkt sind), leicht in der Lage sein, die vielen Blutbilder ihrer Praxis auf diese Stoffe zu untersuchen. Bei Patienten mit chronischer Erkrankung, deren Quecksilber-oder Aluminium-Werte weit über den Höchstgrenzen liegen, könnte ein Zusammenhang bestehen. Das würde Forschungsarbeit erfordern.

Aber bevor man etwas bemerken kann, muss man erst einmal für möglich halten, dass es überhaupt etwas zu bemerken gibt. Wo niemand hinschaut (und Zeit und Geld investiert), gibt es auch keine Studien und Beweise.

Claudia Hoppe

#105 |
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Lisa Hammerschlag
Lisa Hammerschlag

Gast #102, der Übeltäter Sind Sie, kein Sachargument, nur einem der Mitschreiber persönlich was anzuhängen.
Hätte man sofort löschen sollen
Verräterisch gleich Ihr Rundum-Schlag auch auf Antibiotika und Chemotherapie.

#104 |
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Eva Julia Fischer
Eva Julia Fischer

@ Gast
Haben Sie auch einen Namen?
“….Ich finde es schade, dass diese Impfdiskussion von Ihnen und vielen Anderen dazu missbraucht wird, die eigenen Ängste aggressiv nach außen zu projezieren. Sie geben Andersdenkenden die Schuld daran, dass Sie sich unsicher und in Unfrieden mit sich selbst fühlen……”
Interessant finde ich Ihre Interpretation schon, denn SIE projizieren etwas in MICH( und andere) hinein. Meine Bedenken( Ängste sind etwas anderes) sind realer Natur. Und Ihre? Alles, das ich bisher in diese Diskussion habe einfließen lassen, läßt sich anhand harter Fakten beweisen und so funktionieren Diskussionen im naturwissenschaftlichen oder medizinischen Bereich ausschließlich: Man tauscht Sachargumente und aufgrund dieser kommt man zu Ergebnissen.Mit “Empfinden”und “Fühlen”kommt man dort nicht weiter.
Aus diesem Grund würden mich beispielsweise brennend Studien zum Thema” Emotionale und kognitive Reifung nach Infektionserkrankungen” oder ” Entstehung von Neurodermitis durch Impfung” interessieren. Ich bin ja jederzeit bereit Neues zu lernen!

#103 |
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Gast
Gast

@Eva Julia Fischer, Ihre Kommentare hören sich zumeist an, als stünden Sie im Boxring und müssten an jeden einen Schwinger austeilen, der kein Freund ist von Impfen, Antibiose, Chemotherapie und ähnlichem, überschütten Andersdenkende mit Polemik und Verurteilung dessen, was Ihnen “esoterisch” erscheint.

Ich finde es schade, dass diese Impfdiskussion von Ihnen und vielen Anderen dazu missbraucht wird, die eigenen Ängste aggressiv nach außen zu projezieren. Sie geben Andersdenkenden die Schuld daran, dass Sie sich unsicher und in Unfrieden mit sich selbst fühlen.

Bitte, liebe Leute, die ist kein Sparring, kein Boxring, kein Krieg! Cool down!

#102 |
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Medizinphysiker

Kommentar98:
Und haben Sie eine Impfschädigung betreffend das Syndrom bei Ihrem Sohn und die erste Impfung geltend gemacht? Haben Sie auf die nicht auszuschließende Möglichkeit eines ursächlichen Zusammenhangs der Krankheit Ihre Sohnes und der Impfung hingewiesen? Wahrscheinlich wäre so etwas aussichtslos, weil nicht sein kann was…

#101 |
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Gast
Gast

@Jan Schulze

In der Muttermilch sind tatsächlich (nur?) IgA, aber sie bilden ZUSAMMEN mit den IgGs, die placentagänging das Baby im Mutterleib (!) erreichen, den Nestschutz.

#100 |
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Zahnärztin

@ Kommentar 98,
Sie bzw Ihr Sohn sind ein gutes Beispiel dafür, daß man alle impfen sollte, die geimpft werden können, denn dadurch sinkt das Risiko für diejenigen, die man nicht impfen kann….

#99 |
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Gast
Gast

Liebe Diskussionsteilnehmer,
ich persönlich finde er sehr schade, wie sich hier Halbwissen und persönliche Vorlieben mischen. Schön wäre eine wissenschaftlich belegte, bereichernde und informative Diskussion unter gebildeten Menschen…
Ich selbst bin Kinderärztin. Mein Sohn hat das Dravet-Syndrom (immer wieder wird die Impfung als Mitauslöser der Erkrankung in Betracht gezogen). Er hat gerade die erste MMR-Impfung mit langdauernden Krämpfen bezahlt. Da die Erkrankungen in meinen AUgen aber schlimmer sind als die Impfungen, habe ich dennoch impfen lassen. Diese ENtscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Die Variellen-Impfung hat er nicht bekommen und ich hoffe, dass er die Erkrankung überlebt. Gerade Masern wäre für uns eine Katastrophe…

#98 |
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Eva Julia Fischer
Eva Julia Fischer

@ Frau Clausen
Vielen Dank für Ihren Beitrag! Ich finde es immer sehr beruhigend, wenn im sich Rahmen solcher Diskussionen aus den Reihen der Heilpraktiker Stimmen wie Ihre melden.
Wie man auf die Idee kommen kann, daß Masern einen Sinn haben, ist mir schleierhaft und ich würde es für eine Form magischen Denkens halten. Wenn man den Teller leer ißt, scheint die Sonne nicht zwingend und eine überstandene Maserninfektion garantiert auch keine ” Entwicklungssprünge” oder ” Reifung”. Wir werden wohl damit leben müssen, daß wir zwar als Einzelne als auch als Gesamtheit nur ein winziger Teil des Ganzen sind und daß uns niemand ( auch nicht DIE Natur!)Krankheiten oder Gesundheit als Bewährung, Strafe oder Chance zuteilt. Sie sind einfach da und glücklicherweise haben wir als Menschen ,dank unserer Intelligenz ,die Möglichkeit etwas dagegen zu tun. Brutkästen, Zentralheizung, Chemotherapie und Antibiotika sind einige Beispiele dafür. So ist Erwachsensein.
Die Kiggs Studie zum Impfen gibt einen schönen Überblick darüber, daß Nichtimpfen keine Vorteile bringt:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/80866/Impfstatus-und-Gesundheit-von-Kindern-und-Jugendlichen-Ergebnisse-des-Kinder-und-Jugendgesundheitssurveys-(KiGGS

#97 |
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Medizinphysiker

Danke für die Übermittlung der Gesetzesgrundlagen, Frau Roßnagel!
“Zur Anerkennung eines Gesundheitsschadens als Folge einer Schädigung im Sinne des § 60 Abs. 1 Satz 1 genügt
die Wahrscheinlichkeit des ursächlichen Zusammenhangs. Wenn diese Wahrscheinlichkeit nur deshalb nicht
gegeben ist, weil über die Ursache des festgestellten Leidens in der medizinischen Wissenschaft Ungewissheit
besteht, kann mit Zustimmung der für die Kriegsopferversorgung zuständigen obersten Landesbehörde der
Gesundheitsschaden als Folge einer Schädigung im Sinne des § 60 Abs. 1 Satz 1 anerkannt werden. Die
Zustimmung kann allgemein erteilt werden.”
Allerdings läßt die sich auf einen Impfschaden und dessen Anerkennung beziehende Sequenz doch einen gewissen Ermessensspielraum zu, ich hätte fast geschrieben, eine gewisse Willkür. Geheimnisvoll für mich ist auch, was die Kriegsopferversorgung damit zu tun haben soll! Interessant wären Zahlen: wieviel gemeldete potentielle Imschäden, welche Anerkennungsquote? Und dass die Ständige Impfkommission als Gutachterin nicht unbedingt an anerkannten Impfschäden interessiert ist dürfte wohl klar sein!
Aber ich bin trotzdem kein Impfgegner, rein statistisch dürfte die Schadensquote durch Impfung kleiner sein als durch die Krankheit, gegen die geimpft wird. Trotzdem ist es für einen Impfgeschädigten kein Trost!

#96 |
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Heilpraktikerin

“Wenn Kinderkrankheiten unsinnig wären, hätte die Natur sie nicht hervorgebracht…” was ist das denn für ein Blödsinn? Und wo ist der Sinn von Krebs? Was wollte die Natur mit HIV? Wie wäre es mit einem Grundkurs in Evolutionsbiologie? Also, Claudia Hoppe Gast, Selbstdisqualifizierung. Und lesen Sie mal in “Grundlagen der Statistik” über den Unterschied zwischen zeitlichen und kausalen Zusammenhängen nach.
Mich schüttelt’s.
Und dann wundert man sich in HP-Kreisen, (und allen voran die Homöopathen) das die bösen Schulmediziner so gemein sind und bestenfalls über solche Ansichten lachen.

#95 |
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Gast
Gast

Auch wenn es in der massiv ideologisch aufgeladenen Diskussion wahrscheinlich keinen interessiert, der scheinbar niedrige Impfstand in Sachsen ist nur vorgetäuscht – abweichende Empfehlung der Sächsischen Impfkommission: zweite MMR-Impfung erst im 6. Lebensjahr. Wenn also vorher untersucht wird, sind viele Kinder (angeblich) unvollständig immunisiert.

#94 |
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Herr Langemeier (#83): Danke für die Darstellung. Noch eine Frage: Befürworten Sie Durchimpfungen nur bei vergleichsweise “mutationsarmen” Erregern wie Masern oder auch bei hochmutativen Influenza Viren? Ausrottung ist bei letzteren ja kaum möglich. Danke.

#93 |
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Diätassistent

Vielen Dank für diesen Artikel und die zahlreichen Kommentare, wieder einmal konnte ich bei doccheck einiges „mitnehmen“:-)

#92 |
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Gast
Gast

Die Impfung und die natürliche Erkrankung scheinen sich im Risiko nur in der Schwere der auftretenden Symptome zu unterscheiden. Sterben muss ja glücklicherweise fast niemand mehr in Deutschland und an der Impfung wohl schon gar nicht. Oder wie deutet ihr diesen anderen Beitrag auf doccheck? Hier der Link: http://news.doccheck.com/de/blog/post/2194-impfpflicht-bei-masern-keine-frage/

#91 |
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Arzthelferin

Ich, als einfache Krankenschwester frage hier mal: Wollen wir denn eigentlich jetzt alle Krankheiten wieder durchmachen um Abwehrstoffe auf normalem Weg auszubilden? Polio, Diphterie, Pocken, alles was es so gibt? Ich kann mit diesen Diskussionen mancher , sicher sehr kluger Menschen überhaupt nicht umgehen!

#90 |
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Gast
Gast

Es gibt einen interessanten Artikel der Arbeitsgemeinschaft IMPFormation, der auch Ergebnisse des Paul-Ehrlich-Instituts in die Betrachtung zieht: http://impformation.org/de/blog/impfschaeden/tod_nach_masern/2015-02-23/51
Impfen, ja, nein? Für mich gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und für Babies: so spät wie möglich.
@Eva Julia Fischer
: Sie haben Recht, noch vor 100 Jahren war die Mortalität bei an Masern erkrankten Kindern hoch genug, die Gesamtstatistik zu verändern. Sie war es nicht mehr in den 60er und 70er Jahren, als die Impfwelle begann. Damals waren die Statistiken schonrückläufig, und die Krankheit hatte in der westlichen Welt viel Aggressivität verloren.

Mein eigenes Kind, das Zeit seines Lebens (abgesehen von Impfung) nur mit „Placebokügelchen“ behandelt wurde (nach ausgiebigen Studium der Arzneimittelprüfungen, welche eine umfassende wissenschaftliche Grundlage bieten, wie es sie für die meisten heut verordneten Medikamente nicht gibt), ist kerngesund, bis auf gelegentliche Symptome an seiner Schwachstelle, die sich bei Stress zeigen. Sein Impfschaden, der aus einem immer friedlich und still aufwachenden Säugling ein Nervenbündel machte, das alle halbe Stunde schreiend aus dem Schlaf aufschreckte, wurde nach 2 Jahren Leiden endlich durch Homöopathie geheilt.

Antibiose heben wir uns für Gelegenheiten auf, zu denen sie wirklich benötigt wird, denn sie kann Leben retten, wenn sie vorher nicht missbraucht wurde. Ich stimme Ihnen zu, Leiden ist nicht der Weg zur Erlösung. Deswegen schmerzt es mich auch immer sehr, wenn ich erlebe, wie schon die Allerkleinsten an Allergien leiden, Neurodermitis, Asthma und weiteren Autoimmun-Erkrankungen, die möglicherweise hätten vermieden werden können, wenn man nur etwas später geimpft hätte.

Sie schreiben: „Man möge mir doch bitte mal diesen unsinnigen Reifebegriff erklären! WAS ” reift”? Und was heißt das im Umkehrschluß? Geimpften fehlt ein Teil des Reifeprozesses?“
Das stimmt. Geimpften fehlt ein Teil des Reifungsprozesses. Es ist das Immunsystem, das reift, auf seine Aufgabe im Leben trainiert wird, und damit der ganze Mensch. Wenn Kinderkrankheiten unsinnig wären, hätte die Natur sie nicht hervor gebracht. Und haben Sie mal bemerkt, welchen Wachstumsschub ein Kind auch mental und emotional hinlegt, während es eine Kinderkrankheit durchmacht? Das ist kein unnötiges Leiden, das ist ein wesentlicher Lernprozess des Immunsystems, das es befähigen soll, später mit großen Gegnern fertig zu werden.

@Jan Schulze
Nestschutz wird nicht nur durch Muttermilch, sondern auch schon im Mutterleib gebildet. Der Masern-Nestschutz hält etwa 1 Jahr, das reicht meist aus, um die schwierigste Zeit weitgehend abzusichern. Da wir in der Gesellschaft Masern kaum noch begegnen, ist auch eine durchgemachte Erkrankung nicht unbedingt ausreichend, um lebenslangen Schutz zu gewährleisten (weil die Antikörper nicht ab und an aktiviert werden). Das zeigt sich am Beispiel des Berliner Charité-Arztes, der kürzlich zum zweiten Mal Masern bekam und damit leider einen Säugling ansteckte.

@ Dr. Bertram Staudenmaier
Es wäre höchst unverantwortlich, aus der Ferne beurteilen zu wollen, an was dieses Kind nun tatsächlich verstorben ist. Tatsache ist, es war vorbelastet, schon vorher erkrankt, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass es nicht stark genug war für die Masern. Es für eine Masernhysterie heran zu ziehen ist Missbrauch. Missbrauch an diesem Kind, und Missbrauch an der Psyche all der Menschen, die dadurch in die Panik gerissen werden und sich keine freie Meinung mehr bilden können.

Ich bin kein grundsätzlicher Impfgegner, aber ich fordere alle Menschen dazu auf, sich gut zu informieren und nicht in die von den Medien geschürte Hysterie zu verfallen.
Wenn wir selbst Kinderkrankheiten durch Impfung verhindern, jeden Infekt durch Antibiose unterdrücken (und damit die Darmflora, sprich 80% des Immunsystems, schädigen), jede Schwellung mit Cortison wegspritzen, jedes Fieber absenken, verwundert es nicht, dass die psychischen und mentalen Krankheiten immer mehr zunehmen, und schon Kinder chronisch krank sind. [Kommentar von der Redaktion eingekürzt.]

#89 |
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Arzt
Arzt

Hallo, Frau @Dr. Irmgard Roßnagel, muss man nicht so ernst nehmen,
es war schon immer so dass Laien ausgerechnet Fachausdrücke der “Schulmedizin” verwenden, um die “Schulmedizin” mit ihrem eigenen Unwissen anzugreifen.
Ist doch schon in#52 von Dr.Bayerl wunderbar erklärt worden.
Gerade mehrfaches Impfen trainiert das Immunsystem sogar unspezifisch,
so dass auch andere Erkrankungen (Leukämie) abnehmen.

#88 |
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Martin Schiebel
Martin Schiebel

Als unsere Kinder klein waren, (geboren 1992 – 97) riet unser Kinderarzt sie zu impfen. Er meinte, er wäre lange Zeit nicht für das Impfen gewesen. Er habe aber nach schweren Verläufen vor allem bei gesundheitlich schwächeren Kindern seine Meinung geändert und möchte nun alle normal gesunden Kinder impfen um gerade die anderen durch den Herdenschutz zu schützen.
Gleichzeitig habe ich in meinem Bekanntenkreis mehrere Männer die durch eine Mumpserkrenkung schwere Folgeschäden haben (Schwerhörigkeit, Zeugungsunfähigkeit), die durch eine Impfung nicht aufgetreten wären.
Gleichzeitig ist mir in meinem Bekanntenkreis udn in meinem Arbeitsumfeld (seit über 25 Jahren Altenpfleger) erst ein Mensch mit einem Impfschaden begegnet (Impfung gegen Ende des II Weltkriegs im Alter von 2 Jahren).
Vor diesem Hintergrund halte ich es mit unserem Kinderarzt und befürworte Impfungen bei allen Kindern, bei denen es möglich ist.

#87 |
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Tierärztin

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/ifsg/gesamt.pdf

Herr Staudenmaier, in diesem Gesetz sind die Maßnahmen im Falle eines Impfschadens geregelt. Abschnitt 12, Paragraf 60.

#86 |
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Tierärztin

Kann mir bitte jemand erklären, warum ein Immunsystem ausgerechnet durch eine Maserninfektion trainiert werden soll?
Fnktioniert es sonst nicht so gut?

#85 |
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Oh Herr Schulze, ich dachte, Frau Hoppe meinte die Leihtiter mit Nestschutz, also die diaplazentar übertragenen IgG, die den Säugling in den ersten 3-4 Monaten schützen….

#84 |
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Herr Graf,
um auf ihre Frage einzugehen: selbstverständlich meine ich nicht die Organisation des Genoms im Sinne der “höheren” Organisation, sondern spielte lediglich auf die bei Influenza vorhandene Segmentierung hin, die gemeinsam mit dem Spezies-übergreifenden Topismus für eine “Neudurchmischung” im Sinne eines Antigen-Shiftes sorgen. Das sind in der Welt der RNA-Viren schon sehr beachtliche Unterschiede. Ferner arbeitet die Influenza-Polymerase wesentlich lasziver als z.B. die Masernpolymerase, wodurch Punktmutationen in höherem Grade begünstigt werden. Dazu kommen noch einige mechanistische Aspekte, die ich hier nicht alle aufgreifen möchte, da das am Thema vorbeigeht. Die Gesamtheit der Mutationsbegünstigenden Momente fasste ich als “Genomorganisation” zusammen, da hier (glücklicherweise) auch Menschen mitdiskutieren, die sich vielleicht unter Segmentierung nur wenig vorstellen können, bei allen anderen ging ich davon aus, dass das klar wäre.
Frau Hoppe: Das Immunsystem der Kinder reift auch durch die Impfung, da es sich gerade bei Masern um einen Lebendimpfstoff handelt, der ebenso replikationsfähig ist, so dass es auch im Rahmen einer Impfung zu einer ungehemmten Replikation in bestimmten Arealen der Milz kommt, in denen nahezu die gesamte Antigenvielfalt ausgeschöpft wird. Das ist das tolle an Lebendimpfstoffen: In bestimmten “Zonen” der Milz wird eine ungehemmte Virusreplikation “erlaubt” wie eben bei einer “echten” Infektion. Dabei entstehen auch sehr virulente Partikel, die dem Maser-Wildtyp ähneln (Man konnte ein ähnliches Phänomen bei der Polio-Schluckimpfung beobachten). Das tolle ist nur, dass die Primärreaktion sich gegen das attenuierte Virus richtet, so dass die – ich nenne sie einmal “Pseudoinfektion” – schwächer verläuft. Deswegen hat man nach Lebendimpfungen einen guten Schutz.
Das Argument, der Krankheitsgipfel verschoben ist, stimmt, nur in das höhere und nicht das niedrigere Lebensalter. Sie können natürlich argumentieren, dass es an der Impfung liegt und haben damit auch recht. Damit vernachlässigen sie allerdings, dass es vorwiegend nicht-geimpfte sind, die an Masern erkranken. In einer teilweise durchimpften Population erkranken natürlich die nicht-geimpften und dann in einem höheren Lebensalter, weil sie als Kinder mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit exponiert waren. Der Nestschutz ist auch nach Impfung vorhanden, da es sich hierbei um IgG-Antikörper handelt, welche auch nach einer Impfung von der Mutter gebildet werden. Es stimmt auch, dass die Letalität gestiegen ist, jedoch hat die Mortalität deutlich abgenommen. Auch das ist mit der Infektion im höheren Lebensalter zumindest teilweise zu erklären. Wie sie allerdings daraus den Rückschluss ziehen, dass Impfen nutzlos sei, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn Masern entsprechend ihrer Erkenntnis dann “gefährlicher” sind, als vor einigen Generationen, müssten sie doch zu einer Impfung raten….
Der Impfung jedoch die “Schuld” für eine steigende “Gefahr” zu geben, ist absurd…. (Die Masern sind jedoch nicht “gefährlicher” geworden, die exponierte Population ist lediglich anfälliger)

#83 |
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Apotheker

Hallo Frau Hoppe,

Ihr Beitrag ist ein tolles Beispiel für Impf-Gegner-Argumentationen die sich in sich selbst vollkommen widersprechen…
Sie sagen, dass durch die (anscheinend wirksame Impfung, welche mit der Bildung der entsprechenden Antikörper einhergeht) die Masern aus unserem Alltag verschwunden sind und die Menschen deswegen nicht in der Lage sind ihr Immunsystem gegen Masern zu “trainieren”. Weil nicht in der Muttermilch? In der Muttermilch finden Sie IgA…nicht IgG (welche nach durchgemachter Erkrankung, gegen diese schützen würden). Also selbst eine “natürlich erworbene” Immunität kann nicht über die Muttermilch weitergegeben werden.

Übrigens: “10 von 10 Viren Stimmen zu: Impfen verursacht Autismus.”

#82 |
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Eva Julia Fischer
Eva Julia Fischer

Man möge mir doch bitte mal diesen unsinnigen Reifebegriff erklären! WAS ” reift”? Und was heißt das im Umkehrschluß? Geimpften fehlt ein Teil des Reifeprozesses? Was muß ein Kind eigentlich alles ertragen?! Durch Leiden zur Erlösung? Mag im religiösen Kontext funktionieren, ein physiologisches Prinzip ist das nicht.Interessanterweise kommen solche Haltungen überdurchschnittlich oft bei Menschen vor, die ihren Kindern bei jeder Banalität irgendwelche Placebokügelchen oder Wässerchen geben.
Und wenn man lesen kann, zeigen die Statistiken des letzten Jahrhunderts, daß die Mortalität durch Masern im Kindes(!)alter so hoch war, daß sie die Gesamtmortalität beeinflußt haben. Aber wahrscheinlich gab es dafür auch ganz plausible Gründe: abnehmender Mond oder Erdstrahlen…….
Und: Ja, jemand, der seinen Kindern die Impfung verweigert, ist asozial.
Eine Diskussion ist dennoch sinnlos, denn bei Impfgegnern gilt( wie bei Pippi Langstrumpf):” Ich mach mir meine Welt wie sie mir gefällt.”

#81 |
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Medizinphysiker

Also Frau Hoppe, ist jetzt bei dem Säugling der Tod als “Impfschaden” zu bezeichnen, starb der Säugling durch Impfen (wie auch immer zu verstehen sein soll, dass der Impfstoff mit dem Insulin “kollidierte”), oder ist der Säugling an Diabetes gestorben? Oder ist es vielleicht sogar grob fahrlässig gewesen, einen Säugling mit Diabetes zu impfen? Oder ist der im nachhinein festgestellte Insulinmangel erst Endergebnis des Organversagens? Wie ist ein Impfschaden definiert? Eine orientierende Blutzuckerbestimmung bei einem Säugling müsste doch im Rahmen der ersten Untersuchung nach der Geburt gemacht worden sein? Das mit dem “Nestschutz” ist ja nicht abwegig, aber in den 70ern war die Mobilität und damit die Ansteckungsgefahr noch bei weitem nicht so ausgeprägt.

#80 |
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Heilpraktikerin

Das beste Verhütungsmittel gegen Masern bei Säuglingen ist der Nestschutz durch die Mutter. Der war vor dem Beginn der ersten Impfwelle in den 70er Jahren bei etwa 90 % aller Kinder gegeben, und das durchschnittliche Erkrankungsalter für Masern lag bei 3-7 Jahren. Die Quote an Komplikationen war gering, und trat vor allem auf bei Heimkindern, schlechten sozialen Verhältnissen und Vorerkrankungen.

Durch die Verdrängung von Masern aus unserem Alltag nahmen wir nicht nur Millionen von Kindern die Möglichkeit, dieses notwendige Training für das Immunsystem zu absolvieren und Antikörper zu bilden (die dann wiederum ihre Babies schützen, denn Impfung der Mutter bietet keinen ausreichenden Nestschutz), wir verlegten auch das Erkrankungsalter nach vorn und hinten, genau dorthin, wo die meisten Komplikationen entstehen.

Masern sind eine Kinderkrankheit, Kinder stecken sie meist gut weg und reifen extrem dadurch. Erwachsene dagegen, die keinen Impfschutz mehr haben (oder einen Impfversager) und Säuglinge erkranken oft schwer.

Wenn man sich diese simplen Tatsachen anschaut, ist unschwer zu erkennen, dass es das weitgreifende Impfen ist, das ursächlich dafür Verantwortung trägt, dass Masern in Deutschland, inzwischen quer durch alle sozialen Schichten, heute gefährlicher ist (Letalität 1:1000) als Tuberkulose in der 3.Welt (1:1233).

Wie man solche Zusammenhänge nicht erkennen kann, und heute Menschen, die sich dem Impfwahn nicht ergeben wollen, als asozial angreift („Ihr Ungeimpften seid Schuld, wenn mein Säugling Masern bekommt!“), ist mir schleierhaft.

Der in Berlin verstorbene Säugling, der jetzt benutzt wird, um eine Massenpanik zu schüren, hatte, wie inzwischen bekannt wird, schwere Diabetes, und wurde zudem ca. 2 Tage vor seinem Tod geimpft. Der Impfstoff kollidierte vermutlich mit dem Insulin, und das Kind verstarb durch Insulinmangel.

#79 |
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Medizinphysiker

Mich würde interessieren, wie ein “Impfschaden” festgestellt wird. Es gibt ja keine Krankheit, die so heißt! Vielleicht kann mir jemand helfen, das zu klären?

#78 |
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masernstory
masernstory

ich
habe selbst im erwachsenenalter leztes jahr die masern durchgemacht ich
hatte zuvor gedacht, ich sei geimpft-mein jahrgang war jedoch einer der
Impflücken und ich kann wirklich nur zur impfung raten. der verlauf war
sehr schwer nicht zuletzt, weil sie zwar verdachtsdiagnostiziert waren,
und dann an entscheidender Stelle bezweifelt wurden. so hätten mich die
masern fast mein Leben gekostet!

#77 |
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Zahnärztin

@ Frau Heinrich
Ich bin sprachlos!
Wo ist Ihre Grenze?! Ist jede Krankheit, jede Verletzung in Ihren Augen “Chance zu emotionalem Wachstum”? Wir als Erwachsene sind verpflichtet( und das sowohl in juristischer als auch moralischer Hinsicht!)Kinder vor potentiellen Schäden zu bewahren. Einer Mutter, die ihrem Kind erlaubt auf einer dicht befahrenen Straße Ball zu spielen oder aus dem 3. Stock zu springen, wird mit Recht vorgeworfen, ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht zu verletzen, weil das Kind Schaden nehmen könnte. Die Erfahrungen, die das Kind dabei sammeln könnte, spielen für die Beurteilung der Situation keine Rolle. Was sagen Sie den Eltern des Maserntoten? Daß es immer ein wenig Schwund gibt?! Daß das Kind gestorben sei, WEIL es soviele Geimpfte gibt? Daß alles einen Sinn hat?! Nein, liebe Frau Heinrich, manches ist SINNLOS und LEIDVOLL. Eine derartige Ignoranz und Arroganz gegenüber dem Leid anderer( die Sie durch Nichtimpfen ihres Kindes ebenfalls in Gefahr bringen), kann ich mir nur durch eine absolut egozentrierte Haltung erklären. Kindergesundheit ist nicht die Projektionsfläche esoterischer ” Ganzheitsphantasien”.
Ich würde den Ausschluß nicht Geimpferter aus Kitas begrüßen und wäre dafür, daß im Falle von unterlassener Impfung die daraus resultierenden Schäden nicht durch die Krankenkassen getragen werden.
Letztlich tragen Sie als Mutter nichtgeimpferter Kinder eine Teilschuld am Tod des Kindes, das an Masern gestorben ist.
Noch etwas Persönliches zum Schluß: Diese ” natürliche” Haltung ist nicht neu und ich als Kind einer ” Impfgegnerin” kann Ihnen versichern, daß es nicht schön ist, wenn der eigene Bruder fast erstickt, weil man ihn nicht gegen Pertussis hat impfen lassen. Fast ebenso unschön sind meine Varizellennarben. Genutzt hat es alles nichts: Wir haben dennoch zahlreiche Allergien und jeweils beide eine Autoimmunerkrankung…..

#76 |
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Gast
Gast

Die ständige Impfkommission empfiehlt bekanntlich vorbehaltlos das Impfen. Wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist, legt genau dieselbe Kommission per Gutachten auch fest, ob wirklich ein Impfschaden vorliegt oder nicht. Mitglieder dieser Kommission sind übrigens teilweise auch mit der Pharma verbandelt was aber immerhin offengelegt werden muss. Da dürfen doch schon Zweifel geäußert werden?

#75 |
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Sehr geehrter Herr Oskamp, halten Sie sich bitte an die Netiquette und werden Sie nicht persönlich. Der inhaltliche Wert ihres Beitrags ist dünn.

#74 |
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Heilpraktiker

…..na das würde mich mal interessieren, ob Frau Schmitzer eigentlich eigene Kinder hat. Wenn dem nicht so ist, dürfte dieser Artikel wohl ziemlich unverschämt sein, ohne Vorkenntnisse solch gravierende Behauptungen aufzustellen.

#73 |
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Tierärztin

Wahrscheinlich wird so wenig über die Impfnebenwirkungen gesprochen, weil es verhältnismäßig wenige Fälle gibt.
Die heutigen Impfstoffe sind besser verträglich als die früher verwendeten.
Dadurch dass die Gesamtpopulation grundsätzlich geschützt ist, ist auch das Risiko, in eine bereits bestehende Infektion hinein zu impfen und dadurch Komplikationen auszulösen, sehr gering.

#72 |
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Gast
Gast

Schade, dass so wenig über Impfschäden gesprochen wird! In meinem Nachbarort befindet sich eine Behinderten Einrichtung mit Menschen die durch Impfungen schwerste geistige Schäden erlitten haben! Wer berichtet diesen Sachverhalt? bestimmt nicht die Pharmaindustrie und auch nicht die die Impfungen so empfehlen. Ich und auch meine Geschwister hatten 1959 nacheinander die Masern, wir wurden gut ernärt und gepflegt und somit überstanden wir diese Erkrankung ohne Schaden. Es wird zu wenig über Nebenwirkungen gesprochen! Warum?

#71 |
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Michael Rotter
Michael Rotter

….zu den sichersten Medikamenten – so wie Waffen… für den Frieden – sie können nicht schaden – nur nutzen – der Eid von Hippokrates….

#70 |
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Hallo Herr Buldak: Mehrfachimpfungen haben den Vorteil, das der Gesamtgehalt an “Zusatzmitteln” deutlich geringer ist als bei mehreren Einzelimpfungen. Und was die Belastung des Immunstystems anbelangt, sind die modernen Impfstoffe derart gut aufgereingt, dass die Säuglinge auch bei Mehrfachimpfungen wesentlich weniger Antigene injiziert bekommen als bei früheren Einzelimpfungen. Ein Säugling wird zudem ab dem ersten Atemzug mit einer Unzahl von Antigenen konfrontiert, die sein Immunsystem schulen.
Die Stiko liefet hier Informationen (-> link). Und ein weiteres Argument: je weniger “Piekse” für das Kind, desto weiniger Leid.

http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutung/Schutzimpfungen_20_Einwaende.html#doc2378400bodyText11

#69 |
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cem buldak
cem buldak

Mich würde Ihre Meinung zu folgendem interessieren:
Einige der Impfscheuen Eltern scheuen sich vor den Vielfachimpfung(vor allem schon mit 6 Monaten) und stehen
Einzelimpfstoffen weniger kritisch gegenüber.
Warum wird das nicht angeboten? Zu teuer? Warum nicht Zuzahlen lassen?

Was hat es mit dem Zusatzmittel wie Alu. auf sich? Warum werden nicht diese
Argumente besprochen?

#68 |
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Ärztin

Es ist ein Alptraum, wenn eine Mutter mit ihrem Säugling im Wartezimmer neben einem Masernkind sitzt…
Übrigens ist interessant, dass sich ausländische Mitbürger gegenüber Impfungen in der Regel sehr aufgeschlossen und dankbar zeigen. Sie kennen in ihren Ländern noch die schweren und tödlichen Krankheiten, die wir bei uns mit unseren Impfungen verhindern können.

#67 |
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Medizinphysiker

Abgesehen von der Ansteckung durch andere Kinder, d.h. wenn die Masern schon ausgebrochen sind, wie bekommen Kinder überhaupt Masern?
Ein Kind muss doch das erste in der Kette mit Masern sein: Bekommt dieses Kind schon von der Mutter die Viren, ggf. bei der Geburt, wird es durch andere (symptomlose?) Erwachsene angesteckt? Oder wie?

#66 |
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Biologin

@ #57: Herr Neumaier, lassen sie doch einfach Ihren Maserntiter bestimmen, das kostet um die 20 EUR und verschafft Ihnen Klarheit über Ihren Status und die Notwendigkeit einer Impfung.

#65 |
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Tierärztin

Gast, ich habe nicht mit der Tollwut angefangen.

#64 |
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Liebe Frau Etzold, niemand behauptet, dass eine Impfung 100% Schutz bietet. Ich habe auch bei der Aufklärung vor den Impfungen meiner Kinder nicht den Eindruck bekommen, es gehe um Angstmache. Gerade Letzteres muss ich, mit Verlaub, zuweilen in Dikussionen von sogenannten Impfskeptikern feststellen. Da werden diffuse Ängste geschürt und Zusammenhänge mit Gesundheitsstörungen dargestellt, die größtenteils längst widerlegt sind.
Schade.

#63 |
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Rose-Marie Mobers
Rose-Marie Mobers

Hallo Arno, einfach mal drauf klicken…

#62 |
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Arno Müller
Arno Müller

Sorry, aber der Titel zieht einem die Schuhe aus

#61 |
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Kerstin Etzold
Kerstin Etzold

Um die Hysterie ein bisschen abzukühlen, empfehle ich folgenden Link:

http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/aktuelles-mainmenu-42/105-sz-und-andere-hochansteckende-masern-Hysterie

Desweiteren gebe ich zu bedenken, dass man sich vor blinder Impfgläubigkeit hüten sollte, eine Impfung garantiert nicht in jedem Fall auch einen Schutz vor der Krankheit. Es wäre auch wunderbar, wenn die Impfberatung der Kinderärzte nicht auf “Angstmachen” basieren würde, sondern auf einer vernünftigen Aufklärung, die auch Sorgen und Wünsche der Eltern akzeptiert, und sie nicht automatisch in den Topf “verantwortungslos, esoterisch, egoistisch u.s.w.” verfrachtet und möglichst noch mit der Bemerkung entlassen werden “Wenn Sie Ihr Kind nicht impfen, kann ich die Verantwortung für die Betreuung nicht weiter übernehmen!”

#60 |
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@57: Lebenslange Immunität bedeutet nicht, dass man kein zweites Mal infiziert werden kann. Auch bei Masern ist eine Zweitinfektion möglich, nur dass das Immunsystem aufgrund der gebildeten Gedächtniszellen die Antikörperproduktion schneller hochfahren kann, so dass die Infektion “stumm”, also ohne Symptome verläuft. Symptomatische Zweitinfektionen sind laut CDC bei Masern extrem selten. Der Grund für die widersprüchlichen Emfehlungen dürfte eher darin liegen, dass “als Kind Masern gehabt” keine besonders sichere Aussage ist. Andere Kinderkrankheiten können ähnliche Symptome auslösen, die dann als “Masern” erinnert werden.

#59 |
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Solange noch auf s.g. Gesundbeter gehört wird und die Überzeugungskraft der Ärzte
zu gering ist, lässt sich die Impflücke nicht schließen. Selbst in den Medien kamen schon Ärzte als Impfgegner zu Wort. Da ein gesetzlicher Impfzwang wohl jahrelang auf sich warten lassen wird, wenn überhaupt, dann kommen nur Einzelmassnahmen in Betracht, wie Kitabesuch und Einschulung nur mit vollständigem Impfstatus.
Andere Länder geben gute Beispiele, nicht zuletzt die verflossene DDR.
Habe selbst viele Jahre Mütterberatungen in mehreren Orten mit Impfungen durchgeführt und nie eine Komplikation erleben müssen, aber einige Masernencephalitiden bei Eingeimpften.

#58 |
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Peter Neumeier
Peter Neumeier

Wie verhält es sich mit Erwachsenen, die nachweislich als Kind eine Masernerkrankung durchgemacht haben? Früher hieß es, das verleihe lebenslange Immunität. Gilt das noch oder sollte man sich jetzt dennoch impfen lassen. Dazu habe ich von Ärzten gegensätzliche Empfehlungen gehört – was ist richtig??

#57 |
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Die %-Angaben bei der Herdenimmunität basieren auf der Basisreproduktionszahl, d.h. der Angabe, wieviele andere Personen ein Infizierter im Mittel ansteckt. Da Masern hoch kontagiös sind, wird eine hohe Durchimpfungsrate benötigt, um die Herdenimmunität erreichen.

#56 |
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Peter Neumeier
Peter Neumeier

Im Text heißt es, 92.4% Durchimpfung reichen für Herdenimmunität nicht aus, wohl aber 95%. Machen diese 2,5% wirklich den entscheidenden Tropfen aus? wie erklärt sich die 95%-Marke?

#55 |
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Gast
Gast

@Dr. Irmgard Roßnagel: Mein Gott – es geht hier um Masern. Verschonen Sie uns doch jetzt mit persönlichen Animositäten.Frau Tierärztin

#54 |
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Tierärztin

Natürlich ist Tollwut eine Zoonose.
Fragen Sie mal einen Tierarzt, Herr Dr. Graf. Die kennen sich damit aus.
Oder lesen Sie mal ein Fachbuch, bevor Sie sich hier über andere erheben.

#53 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

#39@Thomas, RS-Virus ist KEIN Masern-Virus, klinisch eher dem Grippe-Virus ähnlich und selbstverständlich kein Folge von Masern-Impfung der Mutter:
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_RSV.html

Es handelt demnach um eine sehr häufige Infektion der Atemwege, die trotzdem erst rel. neu diagnostziert worden ist!
Man könnte es die Virusgrippe der Kleinkinder nennen, bisher (noch) ohne verfügbare Impfung dagegen.
Zur Mutter daraus:
“Es besteht kein vollständiger Nestschutz. Neugeborene und junge Säuglinge können jedoch in den ersten 4–6 Lebenswochen durch diaplazentar übertragene Antikörper vor einer RSV-bedingten Erkrankung geschützt sein, während Frühgeborene durch eine geringere Versorgung mit maternalen Antikörpern auch in den ersten Lebenswochen bereits schwer an einer RSV-Infektion erkranken können.”

Ein Zusammenhang mit Masern könnte möglicherweise damit bestehen, dass die Mutter durch die Masern-Impfung im Gegenteil einen gewissen Ansteckungsschutz hat,
und daher weniger Antikörper gegen den RSV, ganz sicher aber mehr gegen Masern, das für Säuglinge besonders gefährlich ist, die noch nicht geimpft werden können.
Da ist sicher das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Wichtig ist aber auch, dass Mütter generell älter geworden sind und z.B. auch die Rate von Frühgeburten etc. (Rauchen, Alkohol) zugenommen hat!
Entsprechen ist die RSV-Infektion eine Gefahr besonders für diese geschwächten Kinder, was sich auch in dem Mortalitätsrisiko niederschlägt:
“Eine Übersichtsarbeit zur Letalität schwerer RSV-bedingten Erkrankungen der unteren Atemwege bei hospitalisierten Kleinkindern (≤ 2 Jahre) analysierte die Daten aus mehreren Primärstudien. Es zeigte sich, dass im Mittel 0.2% der Fälle bei Kindern ohne bekanntes erhöhtes Risiko, 1,2% bei Frühgeborenen, 4,1% bei Kindern mit bronchopulmonaler Dysplasie und 5,2% der Fälle bei Kindern mit angeborenem Herzfehler tödlich verliefen.”

Generell kann man schon sagen, dass einerseits das Immunsystem sicher auch trainiert werden muss, was allerdings bei einem Neugeborenen noch nicht geht,
hinzu kommt ja auch heute die frühere Trennung von der Mutter,
aber andererseits das Training nicht brutal mit gefährlichen Erkrankungen durchgeführt werden sollte.
Ganz ohne Infekte und ohne Impfung lässt sich nämlich eine höhere Krebsrate bei Kindern nachweisen (Leukämie). Diese sinkt tatsächlich auch mit mehreren Impfungen, eine reicht nicht.
Also auch Impfungen “trainieren” das Immunsystem in positivem Sinne.

mfG

#52 |
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Dr. med. Antje Pauly
Dr. med. Antje Pauly

Eine Impfpflicht gegen Masern müffte für alle Kinder, die eine öffentlcihe Kita besuchen sollen, eingeführt werden zum Schutz der Säuglinge, die noch zu jung zum geimpft werden sind. Säuglinge komme oft in Kitas als Krippenkinder oder als Geschwisterkinder beim Bringen und holen. Die Impfgegner können ihre Kinder ja privat betreuen, ungeimpfte Kinder ( außer mit vom Gesundheitsamt bestätigter Impfkontraindikation) haben in öffentlichen Kitas nichts zu suchen.

#51 |
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Gast
Gast

Auch wenn es sicher politisch inkorrekt ist… aber in der DDR war das alles kein Problem. Es gab eine Impfflicht. Manchmal muß man die Leute einfach zu ihrem Glück zwingen um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden.

#50 |
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Gesundheitsökonom

Warum werden so wenig Nebenwirkungen z.B. bei Impfschäden gemeldet? Als Pharmareferent ist man gesetzlich verpflichtet, JEDE vom Arzt oder sonstwie(über Medien) angedeutete Nebenwirkung (NW) zu melden (bei Androhung einer Strafe von bis zu 50.000 €/ Fall). Wenn mir in meiner Tätigkeit als Pharmaberater ein Arzt eine NW nannte, habe ich ihn aufgefordert, mit mir eine NW-Meldung an das zuständige Ministerium/ über meinen Arbeitgeber auszufüllen. NIEMALS in 25 Jahren hat das je ein Kunde/Arzt getan. Aus Bedenken/Angst vor dem Verwaltungsaufwand bzw. Konsequenzen hat JEDER “den Schwanz eingezogen”. Sinngemässe Zitate:” Na ja, so war es doch nicht! Das habe ich zu übertrieben geschildert” usw. Daraufhin musste/habe ich als verantwortungsvoller Pharmaberater eine persönliche NW-Meldung über den Arbeitgeber/Pharmafirma geschrieben. NIE in 25 jahren bekam ich eine Rückmeldung über die Weiterleitung an die bzw. Resonanz von der Behörde!!!
Und auf diesen NW-Statistiken beruhen viele Aussagen der “Impfbefürworter”. Das kann man ihnen nicht vorwerfen. Es gibt nur falsche Statistiken!! Churchill”ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe”!

#49 |
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@Noch ein Gast: Gut, dass das jetzt schlich war.

#48 |
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Liebe Frau Wallberg: Ich verstehe Sie doch vollkommen und habe auch ihren Link gelesen, kenne daher auch die Aussage der jungen Frau und mir tut das kleine Kind maßlos leid. Ich verstehe nur nicht, warum auch Sie mich offensichtlich als notorischen Masernimpfgegner und Ärzteopponenten ansehn. Und dieses nicht persönlich nehmen ist ja schön und gut. Aber bitte verstehen Sie auch, dass ich gerne weiß, mit wem ich diskutieren und dass ich bstimmte Anstandsregeln voraussetze. Sie beachten diese doch auch. Ich nehme mir die Freiheit, nicht mit anonymen Klägern zu diskutieren. Entschuldigung, aber solche Menschen sind kein fairen Gesprächspartner und das muss auch hier mal gesagt werden dürfen.
Freundliche Grüße

#47 |
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Noch ein Gast
Noch ein Gast

Herr Graf, sie könnten Ihr Wissen über Zoonosen auch mal bei Wikipedia auffrischen. Möglicherweise ist das Bio-Buch, aus dem sie hier so vorwurfsvoll zitieren, ein bisschen älter. Den Artikel können Sie dabei gleich mitlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

#46 |
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Dr. Sabine Forck
Dr. Sabine Forck

Über die Folgeerkrankungen der Masern wird viel zu wenig informiert. Wüssten mehr Eltern etwas oder mehr darüber, würde die Impfbereitschaft sicher gefördert.

#45 |
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@Gast: Sie sollten wirklich schweigen, denn jetzt blamieren Sie sich maßlos. Tollwut ist keine Zoonose. Zoonosen sind Krankheiten die durch eukaryotische Einzeller (Organismen mit echtem Zellkern) ausgelöst werden (Bsp: Plasmodium – Malaria). Erreger der Tollwut ist aber das RhabdoVIRUS. Und zudem muss man keineswegs gebissen werden. Der Speichel tollwütiger Tiere (99% wild lebende Hunde) ist hochinfektiös und findet über kleinste Hautverletzungen (müssen nicht Bissfolge sein) und sogar über intakte Schleimhäute (Augen, Nase, Mund) Zugang zum menschlichen Körper. Das Belecken durch ein tollwütiges Tier reicht also aus.
Ich kann nur hoffen, dass Sie kein Arzt sind, aber der Grund für Ihre Anonymität ist mir jetzt klar.

#44 |
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Gesundheitsökonom

Sehr geerte Frau Wallberg, vielen Dank für den Querverweis auf Diphterie!
Bei meiner Geburt (Kaiserschnitt) 1950 hat sich meine Mutter in Hoya/Weser eine Diphterie-Infektion eingehandelt. Auch ich erkrankte daran. Väterlicherseits habe ich eurasiche, kaukasische, arabische und afrikaniche Genome in mir (Vorfahren waren bremer und hamburger Kaufleute :-)) )Ich habe die Infektion als Baby/Kleinkind in wenigen Wochen überstanden. Meine Mutter habe ich erst mit 5-6 Jahren nach ihren langen Klinik- und Sanatorien-Aufenthalten kennengelernt. Sie stammte aus einer “elitären” Inzucht Dynastie. Ich bin kein 100% Impfgegner! Wenn ich beruflich in Weltregionen reisen musste, auf deren Mikroorganismen mein Körper nicht konditioniert war (Gelbfieber usw.) habe ich mich (freiwillig!)impfen lassen. Thema Tetanus-Impfung: Ohne tetanus-Impfung habe ich als Kleinkind im Dreck gespielt, später als Hobby-Gärtner, Pilzsammler und andere naturverbundene Aktivitäten mit “Dreck” zu tun gehabt, mich andauernd verletzt. Ich habe 2x eine Tetanus-Impfung (erlitten) bekommen. Einmal (1972) hatte ich danach einen rechtsseitigen nervalen Total-Ausfall wie nach einem Schlaganfall. Danach habe ich mich “tausendfach” verletzt, jedesmal sicherlich meine Abwehr gestärkt. Noch mal lasse ich keine Tetanus-Impfung zu. Ausserdem (philosophisch): Ich bin 65, habe alles erlebt und gelebt, was ich erleben wollte und konnte. Wenn ich heute gehe, dann gehe ich. Das ist das Risiko des Lebens. Nur wer nicht geboren wird, kann nicht sterben! Sobald wir unsterblich werden, unsterbliche (Krebszellen) entwickeln, müssen wir sterben. Beugen wir uns doch einfach nur demütig der Natur! Und Masern sind seit anbeginn der Menschheit unser Begleiter!

#43 |
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Claudia Wallberg, Ärztin
Claudia Wallberg, Ärztin

Verehrter Herr@Dr. rer.nat. Stefan Graf, ich muss dem “Gast” recht geben, Sie müssen nicht alles auf Ihre Person beziehen, insbesondere nicht Schattengefechte durchführen. Dass “die Ärzte” Schuld seien, hat ungeimpfte “die Heldin” aus Hessen selbst gesagt, wenn Sie meinen Link überhaupt gelesen haben. Wörtlich:
“Mama Mirella: “Das macht mich sehr wütend. Man hätte das Leben meiner Tochter retten können. Wenn man einen Schuldigen suchen will, dann sind das die Ärzte, die müssen deutlicher aufklären, das ist so verdammt wichtig.”
Hier wird also eine vernünftige “Durchimpfung” gefordert und ausgerechnet “die Ärzte” als Schuldige hingestellt, dass da in Deutschland nicht klappt, wo Ärzte schon längst die Impfpflicht fordern!
Können Sie nicht nachvollziehen, dass diese Prügel aus aus beiden Richtung einen Arzt nicht besonders erfreut???

mit Kopfschütteln.

#42 |
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Mitarbeiter Industrie

An alle wohlgeschätzten Impfgegnern, wann wurde erkannt, daß eine Impfung mit Kuhpocken die humanen Pocken erst gar nicht so schlimm werden läßt? Ich empfehle den Leuten mal die Originalliteratur von Herrn Behring, Herrn Ehrlich und vielleicht sollte auch mal nach den Pocken in England im Internet gesucht werden. Zu dieser Zeit gab es noch keine raffgierige Pharmaindustrie. Komisch, wird aber ignoriert!

#41 |
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Apothekerin

an #13: In Süddeutschland treten sehr wohl Maserninfektionen auf, siehe auch
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/gesundheitsbehoerde-masern-infektionen-sprunghaft-angestiegen-1.1937722

#40 |
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Thomas
Thomas

Die Welt vom 15.11.2005
http://m.welt.de/print-welt/article177842/Spaetwirkung-nach-Masernimpfung.html
Ein Studie belegt den Zusammenhang zwischen Masernimpfungen und schweren Atemwegserkrankungen.

#39 |
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Gast
Gast

@Dr. rer.nat. Stefan Graf, es geht nicht um ihre Person! Äußern Sie sich einfach zu meine Argumenten und nicht zu meiner Person, das steht Ihnen nicht zu, ich bin hier Gast!
Hier geht es um Masern, nicht um Schweinegrippe und nicht um Tollwut, eine Zoonose, da muss man wirklich lachen,
das kommt nicht durch die Luft geflogen, Herr Biologe, da müssen Sie schon gebissen werden. Diese Impfung gibt man wegen ihrer Problematik eher NACH dem Biss.
Wenn hier selbst Ärzte (Dr. med. Norbert Disterheft) äußern, Masern kommt durch Masernimpfing,
dann sollte man hier wirklich Farbe bekennen,
auf welcher Seite man inhaltlich steht.

mfG

#38 |
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Claudia Wallberg, Ärztin: Ich weiß wirklich nicht, warum Sie Ihren Beitrag an mich richten. Was habe ich mit dem “klugen Biologen” zu tun, der offenbar in Ihrem Umfeld tätig zu sein scheint. Nur weil derjenige auch Biologe ist, muss ich doch nicht mit ihm einer Meinung sein. Ich schere doch auch nicht alle Ärzte/Ärztinnen über einen Kamm.
Wer bitte hat denn DEN Ärzten vorgeworfen, sie seien schuld daran, dass die junge Frau nicht geimpft war. Aber sind DIE Biologen etwa schuld daran? Nur weil Ihr Bekannter villeicht so denkt, müssen Sie mich nicht in “Sippenhaft” nehmen. Habe ich gesagt, gegen die Masernimpfung zu sein? Jetzt frage ich Sie mal, warum man VOR 1970 geborenen, die nicht an Masern erkrankt waren und nicht geimpft sind, jetzt nicht die Impfung empfielt, sondern sie in Sicherheit wiegt. Als Ärztin werden Sie ja wissen, dass diese Oldies jetzt genauso gefährdet sind. Ich habe mich bei zwei Impfärzten, die ich jetzt nicht namentlich nenne, weil sie hier nicht mitdiskutieren, erkundigt. Sie sagten, dass die Impfung dieser “Alten” sich wirtschaftlich nicht lohne, da es nicht so viele wären. Wenn ein Mitfünfziger jetzt an Masern stirbt, was sagen Sie dann? Ist ja nur ein Alter?

#37 |
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Gesundheitsökonom

Liebe Diskussionspartner, vor allem sehr geehrter Herr Langemeier, mein Diskussionsbeitrag mit Bezug auf Sie hatte nur einen Grund: Ich brauchte einen Diskussions-Bezugspartner. In den 70ern habe ich u.a. auch Mikrobiologie – speziell Mykologie studiert. Das hat zwar direkt nichts mit Virologie zu tun. Doch gibt es grundsätzliche Verbindungen. Wie können Mikroorganismen agieren und reagieren auf Veränderungen der Umwelt/”Fortpflanzungspartner” usw. ? Später habe ich diese Kenntnisse in der Pharmaindustrie weiterentwickeln und beruflich nutzen können. Noch später habe ich u.a. “Impffirmen” als “Consultant” beraten.
Als ex-Pharmamitarbeiter und späterer Marketing-/Vertriebsberater weiss ich, wie pharmapositive Studien entstehen, durchgeführt und verkauft werden. Auch wie Pharma- Lobbyisten diese Studien und Statistiken an “Volksvertreter” verkaufen, damit die in ihrer sachlichen Unkenntnis dieses als ihr Sachwissen vor der “Volksvertretung” verkaufen können. Es sind Millionen und Milliarden € “im Spiel”!

#36 |
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Claudia Wallberg, Ärztin
Claudia Wallberg, Ärztin

@Hans-Georg Bock, Sie haben die Frage an Sie nicht beantwortet.
Ärgern Sie sich so über die Pharmafirmen, dass Sie lieber Kinder sterben lassen?
Wissen Sie noch wie das mit Diphterie in Deutschland lief, das unbehandelt eine Mortalität von ca.25 % hat, mit Behandlung immer noch 10%?
Es gab TAUSENDE TOTE jährlich in der Nachkriegszeit.
Jetzt ist Diphtherie in Deutschland “ausgestorben”, nur durch Impfung,
wofür es einen Nobelpreis gab, heute wahrscheinlich auch unmöglich.
aber nur in Deutschland.
Wenn Sie ins Ausland fahren, Herr @Hans-Georg Bock, Sie sind todsicher nicht ausreichen geimpft, können Sie sich das einfangen.
Auch der Masernausbruch in Berlin ist ja eingeschleppt aus ehem. Jugoslavien, jahrelange Kriegsregion, keine Durchimpfung entsprechend viel mehr Fälle und auch Tote.
Lesen Sie nach in der WHO

mfG

#35 |
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@Gast (#31): Gewisse Anstandsregeln sollten auch Sie hier wahren – insbesondere, wenn Ihnen das Rückgrat fehlt, mit Ihrem Namen zu Ihrer Meinung zu stehen und mich mit einem “heraus mit der Sprache” provozieren zu wollen. Ich habe betont, kein Impfgegner zu sein, aber von Krankheit zu Krankheit informiert werden zu wollen. Ein Beispiel: Tollwut ist bereits in Südeuropa eine Gefahr, erst recht in weiten Teilen Asiens. Dennoch gibt weder das CRM noch das Tropenistitut ein generelle Impfempfehlung (durch Ärzte) für Reisen in diese Gebiete, sondern rät zu individueller Beratung. SInd diese Ärzte in Ihren Augen auch prinzipielle Impfgegner?
Bevor sich mich quasi einen Lügner nennen, da sie meine Beteuerung, kein Impfgegner zu sein, ignorieren, überlegen Sie sich bitte einmal Ihren Umgang mit Ihren Mitdiskutanten und lesen SIe noch einmal aufmerksam meinen Text. Da steht auch, dass ich Biologe (Molekularbiologe, wenn Sie es genau wissen wollen) bin. Ich verrate Ihnen auch noch, dass ich auch Medizin studiert, aber nie praktiziert habe. Ich bin weder Heilpraktiker noch Vegetarier, finde Ihre generelle Verunglimpfung dieser Gruppen aber unverschämt. Das sind alles individuelle Menschen, darunter vernünftige und weniger vernünftige – wie in jeder Bevölkerungsgruppe. Immerhin stehen die hier mit diskutierenden zum überwiegenden Teil mit Ihrem Namen hinter ihrer Meinung.
Ich verrrate Ihnen auch noch, dass mir von Heilpraktikern und von Ärzten schon sehr geholfen wurde. Daher werde ich weder die einen noch die anderen über einen Kamm scheren, sondern nur die einzelnen Menschen beurteilen.
Sofern Sie an einem weiteren Austausch mit mir interessiert sind, geben Sie sich zu erkennen. Wer anonym anklagt, hat etwas zu verbergen, also stehen Sie bitte zu Ihrer Meinung oder schweigen Sie.

#34 |
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Claudia Wallberg, Ärztin
Claudia Wallberg, Ärztin

Dr. rer.nat. Stefan Graf:
“Das ist die mutigste Frau Hessens: Mirella Kunzmann (27) aus Bad Hersfeld.”
Eine Nicht-Geimpfte!
Sie hat ihre eigen Tochter mit Masern angesteckt, die jetzt daran sterben wird.
Schuld sind natürlich die Ärzte, dass nicht 95% geimpft sind,
das sind immer die Prügelknaben,
natürlich niiiiiiieeeeecht die Impfgegner und Verharmloser wie unser kluger Biologe

http://www.ffh.de/on-air/die-ffh-morningshow/themen/toController/Topic/toAction/show/toId/33174/toTopic/alina-4-aus-bad-hersfeld-todkrank-wegen-masern.html

Und auch jetzt sind die Behörden zu feige eine Impfpflicht einzuführen.
Eigentlich verlangt es das IfSG, ein neues Gesetz ist nicht erforderlich,
auch Tbc-Erkrankte müssen sowohl isoliert werden und MÜSSEN sich behandeln lassen. Also Einschränkung der persönlichen Freiheit UND der körperlichen “Unversehrtheit” (Grundgesetz).
das hat sich alles seit Jahren angekündigt.

mfG

#33 |
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Gesundheitsökonom

Noch mal… Welcher “schulmedizinische” Therapeut ist hier bereit zu berichten, dass auf Grund seiner Impfempfehlung ein Kind schwerwiegende kurz-, mittel- langfristige Folgen erlitt oder sogar starb? Wie hat er das den Eltern erklärt (Pech gehabt ;-} ?) Für mich als neutraler “Statistiker/Nicht Therapeut” sieht das so aus, dass sich alle (schulmedizinischen?) Impfbefürworter aus Angst vor Regressansprüchen hinter den Argumenten der Impf-Lobbyisten und der Politik verstecken.

#32 |
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Gast
Gast

@Dr. rer.nat. Stefan Graf natürlich sind Sie ein Impfgegner, da nützt es überhaupt nichts, sich anders zu nennen.
Impfgegnerschaft ist so militant und beratungsresistent wie Vegetarismus.
Um die unschuldigen Kinder zu schützen, hilft daher nur Impfzwang und entsprechende Sanktionen gegen die Eltern zu Schutz der Kinder.
Dass hier Todesfälle heruntergespielt werden ist schon erstaunlich. Im letzten Jahr ist auch ein “normales” Kleinkind gestorben, angesteckt durcxh die eigene Mutter.
Na klar nur die härtesten überleben.
Schiller war leider auch nicht hart genug, ihn hat die Tbc sehr früh dahingerafft.

Es ist doch haarsträubend was hier gegen die Masern-Impfung vorgebracht wird und Sie als medizinischer Laie unterstützen das, auch mit Hinweis auf die Schweinegrippe, an der ebenfalls Menschen gestorben sind, auch in Deutschland, aber kein einziger an der Impfung!
Verdienen Sie auch ihr Geld als Heilpraktiker?
Mal raus mit der Sprache.

#31 |
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Gesundheitsökonom

Sehr geehrter Herr Langemeier, als ex-Pharmareferent/-berater, Gesundheitsökonom, langjähriger interner und später auch externer Mitarbeiter (Consultant) der Pharmaindustrie (jetzt im Ruhestand) möchte ich hier zu einer realistischen Diskussion beitragen. Es gibt immer 2 Seiten – das macht die ganze Diskussion so spannend! Einerseits kann man sich auf Zahlen/Statistik berufen oder Emotionen. Man sich auf Statistik zurückgreifen (z.B. wieviele Kinder/Erwachsene sind seit ersten Erhebungen über Maserninfektionen und ihren Folgen und der Einführung der Masernimpfung an Spätfolgen der Masern bzw. der Masern-Impfung gestorben – dazu gibt es keine Zahlen – nur interpolierte und hypothetische Rückberechnungen. Andererseits ist jeder Todesfall emotional tief berührend. Man liesst auch hier bei DocCheck, dass Therapeuten beschreiben, wie schwer es fällt, Eltern mitzuteilen, dass das ihr Kind als Spätfolge der Masern und ev. fehlender Impfung gestorben ist. Welcher Therapeut schreibt, dass es ihm schwerfällt, Eltern zu sagen, dass seine Empfehlung zur Impfung zu Spätfolgen und/oder Tod geführt hat? Die europäische und angloamerikanische Medizin ist im Gegensatz zu anderen medizinischen Kulturen historisch bedingt sehr “Alchemie-Lastig”. Es werden “schulmedizinisch” meistens mit Hilfe von synthetischen Substanzen Auswirkungen/Symptome von Grunderkrankungen behandelt. Unser Gesundheitssystem (GKV, PKV) belohnt nicht die Erruierung der Grundursachen für die Erkrankung beim Menschen z.B. mangelnde Immunschwäche. Ich breche hier ab, weil ich/man seiten- und stundenlang darüber referieren könnte. Ich freue mich auf jeden weiteren Diskussionbeitrag und -Anregung!

#30 |
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Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt
Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt

Interessant in dieser Dikussion, dass sie sehr emotional, aber wenig faktenortiert geführt wird. Impfbefürworter – wie Impfgegner sollten sich einfach einmal ein paar Statistiken anschauen z.B.

Statistisches Bundesamt Wiesbaden – Anstieg der Sterbefälle bei Keuchhusten nach Impfung 1946 – 1998;

TENNESSEE 1958: 119 Fälle von Polio vor der Pflichtimpfung 1959: 386 Fälle von Polio nach der Pflichtimpfung;

OHIO 1958: 17 Fälle von Polio vor der Pflichtimpfung 1959: 52 Fälle von Polio nach der Pflichtimpfung;

CONNECTICUT 1958: 45 Fälle von Polio vor der Pflichtimpfung 1959: 123 Fälle von Polio nach der Pflichtimpfung;

NO-CAROLINA 1958: 78 Fälle von Polio vor der Pflichtimpfung 1959: 313 Fälle von Polio nach der Pflichtimpfung;

Oder die amtliche Impfstatistik zur Kinderlähmung der Städte Düsseldorf(1961/62), Monschau(1962), Meschede(1970), hinsichtlich Erkrankungs- und Todesfälle bei geimpften und nicht geimpften Kontaktpersonen 1. Grades.

Weiterhin die Maserstatistik des http://www.naturalnews.com/images/US-Measles-Healthsentinel-1156.jpg, die zeigt, daß die Imfpung gegen Masern mit dem Rückgang der Erkrankungen bzw. Todesfälle praktisch nichts zu tun haben.
Diesen Link sollte sich ganz besonders Dipl.-Biol. Boehm anschauen, die angeführte Statistik in Wikipedia, zeigt nur einen kleinen Ausschnitt und unterschlägt damit die Hauptaussage oder führt zu irreführenden Interpretationen.

Jeder mag die Statistiken selbst interpretieren, mir jedoch scheinen sie den Impfgegnern recht zu geben.

PS.: ich selbst bin ein Betroffener. Als ich als (vollkommen gesundes) Kind gegen Pocken geimpft wurde, entzündete sich als erstes die Impfstelle, was man mit “die Impfung schlägt an!” begrüßte, danach allerdings wurde ich sehr krank, war mehrere Wochen bettlägerig und mußte sowohl Gehen als auch Sprechen (!) neu erlernen! Nicht auszudenken – wenn die Impfung schädigender gewesen wäre!

Also wenn der saubere statistische Nachweis geführt würde, daß Impfen der Rückgang für Seuchen oder Infektionskrankheiten ist, dann bin ich dafür. Aber ich habe längst aufgehört, gebetsmühlenartig vorgetragenen Glaubensbekenntnissen – faktisch nicht unterlegt – zu folgen.

#29 |
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Gast
Gast

Ich finde diese ganzen “schlauen” Kommentatoren hier als guten Durchschnitt unserer Gesellschaft. Bei keinem anderen Thema als dem Impfen werden die Menschen derart aggressiv.
Und mal ganz ehrlich: bei einer aufgezwungenen Masernimpfung bleibt es doch nicht! Dann gibt es die nächsten Seuchen oder Gefahren. Es wird Tür und Tor geöffnet, um Menschen zu bevormunden etc.
Was haben denn meine Vorfahren eigentlich gemacht – ohne Impfung? Die sind nicht alle ausgestorben, die sind auch alle nicht behindert, etc! Und in Afrika sterben tausende Menschen mehr an Hunger und Mord, als an irgendeiner Seuche.
Bleiben Sie mal alle (egal welche Seite) auf dem Teppich!

#28 |
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@Jörg Langemeier #22: Was meinen Sie mit “massiv unterschiedlichen Genom-Organisationen”, die Auswirkungen auf die Mutationsraten haben? Masern und Influenzaviren sind humanpathogene ES-RNA-Viren, die den zuellulären menschlichen Replikations- und Proteinsyntheseapparat nutzen. Welche Genomorganisation meinen Sie? Virale NS haben keine eukaryotische Histonverpackung – die NS-Struktur (natürlich nicht die Sequenz)von Masern und Influenzaviren ist prinzipiell gleich.

#27 |
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Dagmar Felder
Dagmar Felder

@Sabine Heinrich :
ich hoffe, Ihr Kommentar ist ironisch gemeint ! Sollte es allerdings Ihr ernst sein, derartiges zu publizieren kann ich nur den Kopf schütteln über eine derartige Ignoranz! Als Kinderkrankenschwester sollten Sie wissen, dass 0,1% der Maserninfektionen in einer akuten postinfektiösen Enzephalitis enden, an der 10-20% der Patienten versterben und bis zu 30% schwere dauerhafte neurologische Schäden erleiden. Auch die Subakute sklerosierende Panenzephalitis ( SSPE ) – eine Spätkomplikation die nach Jahren nach Maserninfektion auftreten kann – hat eine infauste Prognose. ( Inzidenz : 4-11 Fälle/ 100000 Masernerkrankten, bei Kinder unter 5 Jahren 20-60 Fälle/100000 ). Die Eltern der erkrankten oder sogar verstorbenen Kinder würden derartige Erfahrungen sicherlich gerne missen. Als Kinderkrankenschwester haben Sie in Ihrer Klinik doch sicher Zutritt zu einer Kinder-Intensivstation. Die dort beschäftigten Pädiater werden Ihnen sicherlich gerne die Folgen einer derart verheerenden Erkrankung und die ” seelisch und körperlich gestärkten” Kinder präsentieren. Ihren eigenen Kindern wünsche ich von ganzem Herzen niemals eine so tolle Erfahrung machen zu müssen!!!

#26 |
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@ Dr. Antwerpes (#9);Mit Zynismus bekommt man Probleme auch nicht in den Griff. Ehrlicherweise sollten Sie auch erwähnen, dass der kleine Berliner bereits wegen einer anderen schwerwiegenden Erkrankung in der Klinik lag und sein Immunsystem mit der zusätzlich erfolgten Masernvirusinfektion nicht fertig wurde. Tragisch ist das ohne Frage.
Ich bitte auch eines zu bedenken, was die Impfskepsis vieler (älterer) Erwachsener befördert. Für die allermeisten über 50-jährigen, die in prä-MMR-Impfzeiten aufgewachsen sind, gehörte Masern neben Windpocken, Röteln und Mumps zu den typischen “Kinderkrankheiten”, die “jeder” undramatisch durchgemacht hat. Die ungewollte “Masernparty” war die Schulklasse, wo alle Kinderkrankheiten die Runde machten. Zieht man dazu noch die unglückliche Hysterie um die Schweinegrippe, BSE und nicht zuletzt den momentan nicht wirksamen Grippeimpfstoff ins Kalkül, kann die mangelde Masernimpfmotivation nicht verwundern, denn die heute über 50-Jährigen sind die Eltern der jetzt vor der Impfentscheidung für die selbst und ihre Kinder stehenden.
Da ich auf diesem Portal entgegen meiner Beteuerung schon als notorischer Impfgegner bezeichnet wurde, nur weil ich Verständnis für verunsicherte Menschen aufgebracht habe, die sich aus Angst infolge schlechter Informationspolitik nicht gegen Schweinegrippe impfen ließen, betone ich hier, dass ich keine prinzipieller Impfgegner bin (DPT-Auffrischung gerade erfolgt), sondern für sachlich-verständliche Aufklärung eintrete und die Impfbedenken der Menschen ernst zu nehmen wünsche. Impfängstliche zu “kriminalisieren” ist nicht der richtige Weg – schafft nur noch mehr Konfrontation.
Hätte ich in den 1960ern nicht sämtliche Kinderkrankheiten durchgemacht und wäre heute nicht geimpft, hätte vielleicht noch kleine Kinder und wäre zudem ein völliger immunologischer Laie – ich wäre gerade auch am Grübeln und hätte mich längst eingehend beraten lassen – von jemandem, der weder zynisch noch anklagend meine Ängste ernst nehmen würde.

#25 |
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Dr. med. Constanze Speth
Dr. med. Constanze Speth

Dr.C. Speth, Ärztin

Entsetzlich, dass es immer noch solche Kommentare wie der von Frau Heinrich gibt. Die Beobachtung, dass Kinder nach durchgemachten Masern vermeintlich einen “Sprung” in ihrer Entwicklung machen, ist der Tatsache geschuldet, dass während der Bekämpfung der Krankheit der Körper und Geist vorübergehend auf Sparflamme kochen, danach dann Entwicklungsschritte rasch nachholen, weil der Körper nicht mehr nur ums Überleben kämpfen muss. Das ist allerdings schon ewig lange bekannt.
Traurig, dass manche Eltern ihre unkorrigierbaren Überzeugungen auf dem Rücken der Kinder ausleben

#24 |
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Nichtmedizinische Berufe

Immer diese hausgemachten Probleme! Als meine Kinder klein waren, haben wir im Ausland gelebt und da galt: “Kein Kindergarten- und kein Schulbesuch ohne austreichende Impfung!” Der Kinderarzt hier war erstaunt, als er das komplette Impfschema meiner Töchter gesehen hat. Sie hatten sogar die Impfung gegen Windpocken, was in Deutschland noch unüblich war ( 2000). Von Impfschäden habe ich nichts gehört und Eltern, die der Auffassung waren, nichts geht über einen durchgemachten Infekt waren vermutlich eine schweigende Minderheit.

#23 |
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Herr Bock,
entschuldigen sie, aber die von ihnen präsentierte Rechnung mitsamt ihrer Prämissen führt zu einem nicht repräsentativen Ergebnis. Mit ihrer aktuellen Erkrankungsquote gehen sie von einer zum Grossteil durchimpften Bevölkerung aus, somit sind die Ergebnisse nicht aussagekräftig. Wenn sie Mortalität vergleichen wollen, sollten sie eine gar nicht durchgeimpfte mit einer voll durchimpften Bevölkerung vergleichen. Dann werden sie sehen, dass die Mortalitätsrate bei einer nicht durchimpften Population um ca. 3 Zehnerpotenzen höher ist.
Zum zweiten versuchen sie mehr oder weniger subtil darzustellen, dass eine Maserninfektion mit Spätfolgen bei besonders prädisponierten Individuen auftritt. Dies ist zum einen richtig (auch wenn Immundefekte eher nicht durch Masern, sondern durch andere Krankheiten auffallen – auch hier ist also mehr bekannt, als sie anführen, eine echte Immunschwäche wäre in den allerallermeisten Fällen dokumentiert; diese Prädisposition fällt also unauffälliger aus, als sie es vermutlich annehmen), zum anderen vernachlässigen sie aber zunächst die Faktoren, die das Virus “mitbringt”. Später gehen sie darauf ein, indem sie die Mutationsraten einbringen, jedoch nicht, um diese Punkte zu relativieren, sondern um einen weiteren Einwurf zu machen, in dem sie die Nutzlosigkeit dieser Impfung hervorheben (Der Vergleich mit Influenza bezüglich der Mutatiuonsrate ist hier übrigens nicht zulässig, da sich die Genomorganisationen massiv unterscheiden, wenn wir einen Schritt weiter gingen, könnten wir auch gleich für jedes Virus die Mutationsrate von HIV zugrunde legen, damit wäre jedes medizinische Bestreben bezüglich Viren fast für die Katz….). Impfungen können nur dann erfolgreich durchgeführt werden, wenn im Mindesten sog. essentielle Bestandteile des Virus existieren, also Bestandteile, die sich nicht verändern dürfen, weil das Virus sonst nicht replikationsfähig wäre. Bei Masern nutzt man bezüglich ihrer Virulenz und Infektiösität “abgeschwächte” Partikel, welche jedoch weiterhin (wenn auch eingeschränkt) replikationsfähig sind.
Damit sagen sie, dass eine Impfung eher schadet, als hilft. Schauen wir uns nun aber Populationen an, die den Masern nicht seit vielen Generationen ausgesetzt waren, in denen es entsprechend der “Red-Queen-Hypothese” also keine coevolvierende gegenseitige Adaptation gab, wie z.B. die nordamerikanischen Eingeborenen zum Zeitpunkt der Kolonialisation Nordamerikas: Hier wurden ganze Landstriche mit unseren “Kinderkrankheiten” ausgedünnt.
Wo wir bei einem anderen Einwurf wären: Sie hiessen Kinderkrankheiten, weil die Kinder sie bekommen sollten (“sie gehören zur Kindheit”). Das ist Quatsch. Sie heissen Kinerkrankheiten, weil die Durchseuchungsrate und Übertragungsfähigkeit dermassen hoch ist, dass sie vorwiegend im Kindesalter auftreten. Ursprünglich waren es eher Zoonosen, die mit der Domestizierung von Tieren zum Menschen übergetreten sind. In einigen Teilen Afrikas sehen wir gerade wieder, was passieren kann, wenn ein auf den Menschen adaptiertes Virus auf eine (im Sinne der Red-Queen-Hypothese) “unvorbereitete” Population trifft.

#22 |
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Gast
Gast

@Hans-Georg Bock können Sie uns erklären mit welchem Ziel Sie hier posten?
Mehr Infektionkrankheiten oder weniger Infektionskrankheiten?
Sind Sie vielleicht auch Vegetarier?

#21 |
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Christian Kapretz
Christian Kapretz

Auf eine – wie ich finde spannende Frage – habe ich bisher keine Antwort gefunden und seltsamer Weise wird das in keiner Nachricht erwähnt: Sind die erkrankten Kinder in Berlin mehrheitlich geimpft oder nicht geimpft ?
Eine zweite Frage: Wer treibt die aktuelle Medienkampagne ? Die Redaktionen bestimmt nicht, da gäbe es aufregender Nachrichten.
Übrigens – ich bin kein Impfgegener.
Christian Kapretz (Heilpraktiker)

#20 |
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Gast
Gast

Der erste Todesfall in Berlin scheint die Impfgegner geradezu zu entzücken.
Manche Grünen halten ja auch die Menschen für Schädlinge, die vernichtet werden müssen.

#19 |
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Juergen Schwertner
Juergen Schwertner

Evolutiv gesehen, gibt es keine Einwände dagegen, wenn sich Dummheit und Borniertheit selbst selektieren – wäre da nicht die große Gefahr epidemischer Ausbreitung durch die genannten Erreger.
Die Erkenntnisse unserer naturwissenschaftlichen Forschung sollten uns doch eigentlich vom Joch dumpfer mittelalterlicher Anschauungen befreit haben.

email: JSchwertner@t-online.de
Jürgen Schwertner
Biologe

#18 |
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Zahlen und Fakten: Vor der Impfära waren die Bevölkerung mit Masern durchseucht, d.h. wer das Erwachsenenalter erreichte, war immun – dadurch traten Masern vorwiegend bei Kindern auf … Kinderkrankheit ja, bezogen auf das Alter des Auftretens …
Auf Grund der Symptomschilderungen muss davon ausgegangen werden, dass die von Thukydides um 430 v. Chr. geschilderte Epidemie, die ca. 1/4 der Bevölkerung von Athen und Piräus das Leben kostete … durch MASERN ausgelöst war … Kinderkrankheit??? Die Epidemie die Rom und Umland 165-180 n.Chr. heimsuchte, waren die Pocken … aber 251-266 richteten Masern einen mindestens ebenso großen Schaden an. Die Masern kamen von Süden und breiteten sich immer weiter nach Norden aus. Zwischen 526 und 1087 gab es in England mindestens 49 schwere Epidemien mit jeweils unzähligen Toten, von denen ein Teil auf Pest, ein Teil auf Pocken, ein Teil auf Influenza, aber auch ein guter Teil auf Masern zurück zu führen ist!
Die Entdeckung der Neuen Welt brachte auch diesen die Masern. 1520-1600 sterben in Guatemala zwischen 550.000 und 2.8 Mio Menschen – Masern sind nach Pocken der zweithäufigste Grund.
Ende des 19./Anfang des 20. Jh. starben in Wien nicht weniger als 580 Kinder/Vierteljahr an Masern!
1923 sterben mehr Kinder an Masern, als an Scharlach, Diphterie oder Keuchhusten – die Masernmortalität beeinflußt die Kindergesamtmortalität ganz wesentlich!
Ende der 1980er Jahre wird die Anzahl von Masernopfern weltweit auf ca. 2 Mio. geschätzt Innerhalb von 20 Jahren gelang es durch die Impfung, diese Zahl auf ca. ½ Mio. zu verringern.
Die MASERNLETALITÄT liegt in hoch entwickelten Industrieländern derzeit bei ca. 1:10.000 – 1:20.000 (nicht die Letalität nach Impfung!!!!!) das Risiko, eine zum Tode führende SSPE zu entwickeln bei ca. 0.01%, das einer postinfektiösen Enzephalitis bei 0,1% mit einem 10-20%igen Letalitätsrisiko und einem 20-30%igen Risiko für neurologische Bleibeschäden …
Aus meiner Sicht widerspricht es der Charta für das Kind, diesen Schaden von einem Kind nicht abzuwenden! Ein Kind hat Anspruch auf Unversehrtheit – und wir die Pflicht, ihm diese so gut wir irgend können zu garantieren … u.a. durch sinnvolle Impfungen wie die Masernimpfung!

#17 |
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Gesundheitsökonom

Für die Politik (gesundheitsökonomisch, populär) und die Pharmaindustrie sind nur Themen interessant, die a. populistisch Stimmen fangen und b. monitär interessant sind (Lobbyismus). Sobald die Pharmaindustrie/Forschung einen Impfstoff z.B. gegen EBV (siehe unten) entwickelt hat, wird auch dieser Markt “eröffnet”. Z.B. sind Methoden, Substanzen nicht von Interesse, wenn man sie nicht patentieren lassen und damit Geld verdienen kann.
Virologie – Beispiel Epstein-Barr-Virus. Wenn sich die Poltik und die Schulmedizin diesem Thema ernsthaft zuwenden würde, entstehen extrem hohe Kosten. Gleichzeitig hat die Pharmaindustrie bis heute keine therapeutische Antwort, mit der man Geld verdienen kann. Doch:
” Die Infektion mit dem Virus erfolgt zumeist im Kindesalter. Während in diesem Falle in der Regel keine Symptome auftreten, kommt es bei jugendlichen oder erwachsenen Infizierten in 30–60 % aller Fälle zum Ausbruch des Pfeiffer-Drüsenfiebers (infektiöse Mononukleose). Ab dem 40. Lebensjahr sind ca. 98 % der Menschen mit EBV infiziert”(Quelle u.a. Wikipedia). Mögliche Komplikationen sind: Entstehung von verschiedenen seltenen Krebserkrankungen, Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs), Burkitt-Lymphom sowie weiteren Lymphomen und der posttransplantativen lymphoproliferativen Erkrankung, Multipler Sklerose, systemischem Lupus erythematodes, rheumatoiden Arthritis, Chronische Erschöpfungssyndrom, Encephalitis lethargica, EBV-assoziiertes Burkitt-Lymphom.
Literatur u.a.
M. A. Epstein, B. G. Achong, Y. M. Barr: Virus particles in cultured lymphoblasts from Burkitt’s lymphoma. In: The Lancet. 1964, Bd. 283, Nr. 7335, S. 702-3.
M. A. Epstein, G. Henle et al.: Morphological and biological studies on a virus in cultured lymphoblasts from Burkitt’s lymphoma. In: J. Exper. Med. Nr. 121, 1965, S. 761-70.
D. H. Crawford: Biology and disease associations of Epstein-Barr virus. In: Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci. Bd. 356, 2001, S. 461–473.
W. Amon, PJ. Farrell: Reactivation of Epstein-Barr virus from latency. In: Rev Med Virol. Mai-Juni 2005, Bd. 15, Nr. 3, S. 149–56, PMID 15546128.
Quellen:
E. Maeda et al.: Spectrum of Epstein-Barr virus-related diseases: a pictorial review. In: Jpn J Radiol. Bd. 27, Nr. 1, 2009, S. 4-19. PMID 19373526.
M. K. Ghandi: Epstein-Barr virus-associated lymphomas. In: Expert Rev Anti Infect Ther. Bd. 4, Nr. 1, 2006, S. 77-89. PMID 16441211.
S. A. Rezk, L. M. Weiss: Epstein-Barr virus-associated lymphoproliferative disorders. In: Hum Pathol. Bd. 38, Nr. 9, 2009, S. 1293-1304. PMID 17707260.
M. Roweet al.: Burkitt’s lymphoma: the Rosetta Stone deciphering Epstein-Barr virus biology. In: Semin Cancer Biol. Bd. 19, Nr. 6, 2009, S. 377-388. PMID 19619657.
D. Martin, J. S. Gutkind: Human tumor-associated viruses and new insights into the molecular mechanisms of cancer. In: Oncogene. Bd. 27, Nr. 2, 2008, S. 31-42. PMID 19956178.
E. Toussirot, J. Roudier: Epstein-Barr virus in autoimmune diseases. In: Best Pract Res Clin Rheumatol. Bd. 22, Nr. 5, 2008, S. 883-896. PMID 19028369.
B. A. Bagert: Epstein-Barr virus in multiple sclerosis. In: Curr Neurol Neurosci Rep. Bd. 9, Nr. 5, 2009, S. 405-410. PMID 19664371.
D. Pohl: Epstein-Barr virus and multiple sclerosis. In: J Neurol Sci. Bd. 286, Nr. 1-2, 2009, S. 62-64. PMID 19361810.
Julia Rautenstrauch: IDW. In: Informationsdienst Wissenschaft. 14. September 2009; abgerufen am 20. Dezember 2009.
Erste Internationale CFS/ME-Fachtagung am 25./ 26.September 2010 in Dortmund, insbes. Prof. Carmen Scheibenbogen, Charité Berlin, mit ihrem Vortrag über Chronische Virusinfektionen als Ursache von CFS
F. Alarcón: Encephalitis lethargica due to Epstein-Barr virus infection. In: Mov Disord. 2011. PMID 21611982

#16 |
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Heilpraktiker Steffen Jurisch
Heilpraktiker Steffen Jurisch

keiner bestreitet, dass eine Krankheit immer ein Test und eine Belastung des Immunsystems ist. Und dann spielen immer die von Hans-Georg Bock, dem ich im wesentlichen zustimme, erwähnten Begleitumstände eine große Rolle. Und wenn den Politikern, Ärzten und Wissenschaftlern, die hier so laut und vehement nach einer Impfpflicht schreien um Schlimmeres zu verhüten, dann sei doch genau an diese Menschen die Frage berechtigt warum es in Deutschland kein Alkoholverbot gibt, kein Tabakverbot, kein Tablettenverbot und kein Fleisch- und Milchprodukteverbot – denn an den Folgen dieses Konsums sterben nachweislich in Deutschland derzeit die meisten Menschen…
Ah, ich vergass noch, die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen zu begrenzen ;-)

#15 |
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Mitarbeiter Industrie

Nur gut wenn in diesem Fall kein Timerosal und Squalen MF59 als dirty little secret eingesetzt wird, aber Aluminium scheint auch nicht ohne zu sein. Logisch, wenn eine Substanz die Immunantwort auf ein Agens unspezifisch hochfährt muß das auch Auswirkungen auf die Immunantwort zu Allergenen und anderen Substanzen haben. Aluminium gilt zudem als neurotoxisch und die Verwendung als Kochgeschirr bei Bundeswehr und Katastrophenschutz ist nicht umsonst klammheimlich ausgesetzt. Impfungen sind ein Segen, aber das heißt nicht, daß die Impfstoffhersteller verantwortungsbewußt arbeiten und sichere und gut untersuchte Adjuvantien bereit stellen….

#14 |
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Gesundheitsökonom

Heute kann man in der Presse nachlesen: In Süddeutschland (unterdurchschnittliche Masern-Impfquote) treten (fast) keine Maserninfektionen auf. Wie kann man das erklären? In China sind zwangsweise >99% der Bevölkerung gegen Masern geimpft. Trotzdem gibt es dort immer wieder Masern-Epidemien. Wer erinnert sich noch an die “Hysterie” wegen BSE, Schweinegrippe usw. aus den letzten 30 Jahren? Bei allen Veröffentlichungen/Studien zu Nebenwirkungen und (möglicher) Todesquote nach Maserninfektionen findet man keine Hinweise auf A.) Vorschädigungen/Vorerkrankungen/genetische Immunschwäche. B.) Wie war/ist die Abwehrlage? Gesundes Umfeld?gesunde Ernährung? soziologische Daten? Armut? hohe Bevölkerungsdichte? C.) Wieviel % der Bevölkerung in Deutschland sind ungeimpfte Zuwanderer (in Städten sicherlich mehr als auf dem Land)? D.) Viren können sich genetisch verändern (siehe Grippeviren). Gibt es Untersuchungen, die die Masernstämme von z.B. 1950, 1960, 1970 usw. verglichen hat? Wer garantiert, dass nicht morgen ein mutierter Masern-Stamm auftritt?
E.) statistisch sind im Januar ca. 500 von 3.5 Mio Berlinern an Masern erkrankt (ca. 0.015%). Statistisch werden davon 20-30 % schwerwiegende Stätfolgen erleiden (= ca. 0.004%) (ohne Berücksichtigung der unter B.) genannten Faktoren. Auf die Bundesrepublik hochgerechnet (ohne Berücksichtigung der soziologischen Grunddaten – siehe B.) werden ca. 0,015% von 80.000.00 an Masern erkranken = ca. 12000 Einwohner, 20-30% werden Stätfolgen erleiden = ca. 3600, ca. 1% stirbt = 120 (traurig, aber Leben ist und bleibt ein Risiko!)
Nächste Rechnung: 80 Mio werden gegen Masern geimpft. Nebenwirkungen maximal 98% (Exanthem), minimal Letalität 1/10.000 bis 1/20.000. D.h. ca. 4000-8000 Menschen sterben als Folge der Impfung. Damit ist eine Impfung risikoreicher als eine Masernerkrankung!!!

#13 |
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Ärztin

Jeder der meint, Masern sind harmlos und wir brauchen keine Impfpflicht sollte sich vielleicht mal mit den Familien unterhalten, die ein Kind durch SSPE verloren haben oder mal in Länder der dritten Welt schauen, wo die Kinder massenweise an den von den Wohlstandsländern (also uns) exportierten Masern sterben.
Ich kann mich nur Herrn Dr. Antwerpes und Frau Wallberg anschließen.
Ich habe keinerlei Verständnis für Gegner der Masernimpfung.

#12 |
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Gast
Gast

Impfmüdigkeit hat einen Namen: SCHLECHTE Informationspolitik!
Über alles (Un-) Mögliche wird informiert, debattiert, diskutiert – nur das WIRKLICH Wichtige bleibt dabei auf der Strecke. Warum? Haben die Verantwortlichen, sprich: Politik, Pharmas & Co., STIKO etwa etwas zu verbergen z.B. bzgl. der zu verwendeten Impfmittel?? Verbraucher, hier: Eltern wollen wissen, WORAUF sie sich bzw. die nachhaltige Gesundheit ihrer Kinder einlassen. Sicher ist: Impfen ist wichtig; keiner möchte, daß die “Biester” der Vergangenheit wieder kommen. Doch Gesundheit NACH der Impfung UND darüber hinaus ist auch wichtig – für die Eltern, das betroffene Kind UND sogar für die (für den Fall des Schiegehens, dann die zahlende) Gesellschaft, denn Pharmas & Co drücken sich, dank Politik, zumeist von ihrer Verantwortung. PRIMA!!

#11 |
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Dr. med. Andreas Rutz
Dr. med. Andreas Rutz

Stimme Herrn Kollegen Antwerpes vorbehaltlos zu. Habe selbst Fälle von SSPE gesehen: Subakute Sklerosierende Pan-Encephalitis, Masern-Spätfolge, Siechtum mit Todesfolge, in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Empfehle, bei Wikipedia nachzulesen.
Dr. med. Andreas Rutz, Kinder- und Jugendarzt

#10 |
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Ja Frau Heinrich, besonders schön finden Sie es sicher auch, wenn die Kindheit – wie im Berliner Fall – dann durch Masern frühzeitig beendet wird. Da wurde das Immunsystem erfolgreich geschult und das Kind in der Tat in eine andere seelische und körperliche Ebene versetzt. Ich glaube, die Impfpflicht ist die einzige Methode, Masernromantikern wie Ihnen das Handwerk zu legen.

#9 |
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Tobias Sprenzinger
Tobias Sprenzinger

ganz nach dem Motto: “alles was uns nicht umbringt macht uns härter”.
Mann, sind wir denn noch im Mittelalter?

#8 |
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Sabine Heinrich
Sabine Heinrich

Sabine Heinrich: Traurig wäre es, die Masern zu eliminieren wie es angestrebt wird und höchstes Ziel im Sinne der Kindergesundheit zu sein scheint. Masern SIND eine Kinderkrankheit, gehören zur Kindheit. Sie schulen das Immunsystem des Kindes und fördern die Entwicklung der Kinder. Wer Kinder durch diese Krankheit begleitet hat, wird erlebt haben wie gestärkt auf seelischer und körperlicher Ebene die Kinder aus dieser Erkrankung hervorgehen. Ich möchte als Mutter und Kinderkrankenschwester diese Erfahrung für die Kinder nicht missen. Für mich ist das entscheidende Thema wie wir mit Krankheit umgehen, erlauben wir uns noch Krankheit? Wichtig ist, dass ein Kind in liebevoller und der Krankheit angemessenen Pflege diese Krankheit durchleben kann. Dann wird es diese natürliche Form der Herausforderung mit unserer Unterstützung gut bewältigen können.

#7 |
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Wenn man nur die 50er Jahre anschaut, sieht das toll aus. Wie ist der Verlauf seit Beginn der Statistik?

https://childhealthsafety.files.wordpress.com/2009/01/0707275measleslog.jpg

#6 |
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@ Dr. Disterheft:
Was meinen Sie denn mit “konstitutionell” gefährdeten Kindern

#5 |
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Sebastian Niedermayer
Sebastian Niedermayer

@Dr. med. Norbert Disterheft: Es tut mir wirklich sehr leid, Ihre These entkräften zu müssen. Hier die offizielle Statistik zu den Masernfällen in den USA mit Einführung der Impfung:
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Masern-Faelle_USA.png

#4 |
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Claudia Wallberg, Ärztin
Claudia Wallberg, Ärztin

@Dr. med. Norbert Disterheft sagt tatsächlich: Nach meiner Erfahrung treten die Infektionen auf weil (!!) die Menschen geimpft sind.
Wie wäre es, wenn Sie das publizieren, vielleicht winkt der Nobelpreis.
Vielleicht ist aber auch Ihre Approbation in Gefahr.
Die schwierige wissenschaftliche Frage wäre dabei zu beantworten,
hat Masern seit Einführung der Impfung zugenommen
oder abgenommen.

#3 |
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Könnten Sie das bitte mit Quellen belegen, das Geimpfte die Erkrankung bekommen haben. Die Aussage “Nach meiner Erfahrung treten die Infektionen auf weil (!!) die Menschen geimpft sind” spiegelt Ihre Erfahrung wider, aber widerspricht “leider” der Studienlage. Viele Grüße

#2 |
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Sie schreiben zum Masernausbruch in Kalifornien : “34 (von 60) dieser Personen hatten einen dokumentierten Impfstatus”. Ergo: Ein Hoch auf die Impfpflicht ???
Nach meiner Erfahrung treten die Infektionen auf weil (!!) die Menschen geimpft sind und keine natürliche Infektion durchgemacht haben. P.S.: es gibt natürlich immer wieder auch mal die Notwendigkeit der Impfung bei gefährdeten (konstitutionell, gesundheitlich oder sozial) Kindern – aber nicht generell !

#1 |
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