Melatonin: Neues vom Sandmännchen-Hormon

13. Februar 2015
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Ein wahrer Jungbrunnen soll es sein, vor einem Herzinfarkt schützen und Krebs heilen. Die Rede ist von Melatonin. Dass das körpereigene Hormon eine wichtige Rolle bei der Regulation zirkadianer Rhythmen spielt, ist unbestritten. Doch was bringt eine Therapie mit Melatonin wirklich?

Melatonin ist ein starkes Antioxidans. Soweit, so richtig. Dass es allerdings freie Radikale abfängt, so den Alterungsprozess aufhält, und dabei auch gleich noch Krebs heilt und vor Herzinfarkten sowie Schlaganfällen schützt, gehört ins Reich der zahlreichen Mythen und Legenden, die sich um diesen Stoff ranken. Von Anorexie über Haarausfall bis hin zu schlechten Cholesterinwerten sowie Zyklusbeschwerden reicht das Spektrum an Krankheiten, die Melatonin lindern oder gar heilen soll – das zumindest behaupten die zahlreichen Hersteller des angeblichen Wundermittels. Doch lediglich die Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Schlafstörungen und Jetlag ist wissenschaftlich gut gesichert.

In Deutschland sind melatoninhaltige Arzneimittel grundsätzlich verschreibungspflichtig. Es gibt zurzeit aber nur ein Medikament auf dem Markt: Circadin – es enthält 2 mg Melatonin in retardierter Form. Zudem gibt es lediglich eine einzige Indikation, für die Melatonin hierzulande zugelassen ist: Zur kurzzeitigen Therapie der primären Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren.

Als diätetisches Lebensmittel deklariert, hat Melatonin jedoch einen anderen Weg in den Handel gefunden, sodass Kapseln mit bis zu 5 mg Melatonin rezeptfrei für jeden erhältlich sind. Laut EU-Verordnung dürfen melatoninhaltige Produkte lediglich mit den Hinweisen „Melatonin trägt zur Linderung des subjektiven Jetlag-Gefühls bei“ und „Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen“ beworben werden. In anderen Ländern dagegen ist Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen und erfreut sich dort stetig wachsender Beliebtheit. Innerhalb von fünf Jahren hat sich beispielsweise der Umsatz in den USA fast verdreifacht, von 90 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 auf 260 Millionen US-Dollar im Jahr 2012.

Wie viel ist zu wenig?

Dabei kann die Bioverfügbarkeit bei der oralen Aufnahme von Melatonin sehr unterschiedlich sein – in einer Studie schwankten die Werte der Probanden zwischen 10 und 56 % mit einem Mittelwert von 33 %. Eine andere Studie kommt sogar nur zu einer mittleren Bioverfügbarkeit von 15 % nach oraler Aufnahme. Nach der Einnahme steigt der Melatoninspiegel schnell an und erreicht nach etwa 60 Minuten ein dosisabhängiges Maximum. Einer Studie zufolge führen 3 mg oral verabreichtes unretardiertes Melatonin zu einem Serumspiegel von 2400 pg/ml. Nach ca. 4 Stunden ist keine erhöhte Serumkonzentration mehr nachweisbar. Doch wie viel ist das im Vergleich zur physiologischen Konzentration?

Diese Frage zu beantworten, ist gar nicht so einfach. Zum einen ändert sich die Melatoninkonzentration im tageszeitlichen Rhythmus: Tagsüber ist die Konzentration gering, abends steigt sie an. Ein typischer Tageswert liegt unter 10 pg/ml, nachts steigt die Konzentration auf bis zu 100 pg/ml an. Allerdings gilt dieser Durchschnittswert nur für junge, gesunde Menschen, da die Ausschüttung von Melatonin mit zunehmendem Alter sinkt. Im Gegensatz zu anderen Hormonen wie Kortisol und ACTH wurde für Melatonin bisher kein Serum-Grenzwert definiert, und Melatoninmangel gilt nicht als anerkanntes Krankheitsbild der Endokrinologie.

Melatonin: Risiken und Nebenwirkungen

Melatonin ist auch in sehr großen Mengen ungiftig und wird in der Regel gut vertragen. Das heißt allerdings nicht, dass es auch harmlos ist. Neben Tagesmüdigkeit und Magenbeschwerden können auch noch andere Nebenwirkungen auftreten, die gerne von den Melatonin-Advokaten verschwiegen werden. Bei der Einnahme von Melatonin treten nämlich gelegentlich auch Reizbarkeit und Nervosität auf, ebenso Rastlosigkeit, Insomnie, Migräne, Lethargie und Hypertonie. In seltenen Fällen kann es sogar zu Leukopenie, Thrombozytopenie, Hämaturie, Angina Pectoris, Schwindel, Sehstörungen, Synkope und Depressionen kommen.

Außerdem kann es auch bei Melatonin zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Da Melatonin in der Leber vor allem durch Enzyme des Cytochrom P450-Systems metabolisiert wird, haben Medikamente, welche die Leberfunktion beeinflussen, auch einen Effekt auf den Melatoninspiegel und umgekehrt. Vorsicht ist auch bei Patienten geboten, die an einer Niereninsuffizienz, einer Leberfunktionsstörung oder einer Autoimmunerkrankung leiden. Melatonin ist also keineswegs das harmlose Naturheilmittel, als das es in der Werbung angepriesen wird.

Wann und wie lang?

Da Melatonin die innere Uhr steuert, ist der Zeitpunkt der Melatonin-Gabe entscheidend. Wer Melatonin tagsüber statt vor dem Schlafen einnimmt, riskiert Müdigkeit und Benommenheit, die bis zur Untüchtigkeit beim Bedienen von Maschinen und Fahrzeugen führen können. Bei anderen Krankheitsbildern scheint Melatonin abhängig von der Tageszeit unterschiedliche Wirkungen zu entfalten: Studien konnten zeigen, dass eine Melatonin-Injektion am Morgen das Wachstum experimenteller Tumore stimulierte, am Nachmittag oder Abend dagegen zu einer Hemmung des Tumorwachstums führte. Ein ähnlicher Effekt wurde auch bei depressiven Störungen beobachtet: Eine Melatonin-Gabe am Tag verschlimmerte die Beschwerden einer bipolaren Störung oder einer Depression.

Es scheint zwar sicher, dass eine kurzfristige Einnahme meist ohne negative Auswirkungen bleibt, doch die Folgen einer längerfristigen Einnahme sind bisher nur unzureichend erforscht. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sich Melatonin negativ auf die Fruchtbarkeit von Mann und Frau auswirken könnte: Eine (kontrovers diskutierte) Studie zeigte, dass die Spermienqualität bei manchen Männern nach regelmäßiger Einnahme von Melatonin abnimmt. In einer anderen Studie wurde sogar die Wirkung von hochdosiertem Melatonin als Kontrazeptivum für Frauen untersucht.

Ganz Ohr für neue Indikationen

Obwohl Melatonin nur zur Insomnie-Therapie zugelassen ist, gibt es Hinweise darauf, dass es auch noch bei anderen Erkrankungen nützlich sein könnte. Zwei Reviews aus dem Jahr 2012 kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Melatonin als Adjuvans bei der Therapie von Festkörpertumoren einen positiven Effekt auf Tumorremission, Überlebensrate und Nebenwirkungen einer Strahlen-/Chemotherapie hat. Die genaue Wirkung von Melatonin scheint allerdings stark von der Art des Krebses abzuhängen. Dass die Einnahme von Melatonin Krebs sogar vorbeugen kann, ist dagegen bisher nicht ausreichend belegt, und es gibt zahlreiche Studien, die keine onkoprotektive Wirkung zeigen konnten.

Melatonin könnte sich aber auch für eine völlig andere Indikation als hilfreich erweisen: Tinnitus. Es gibt bisher zwar nur zwei randomisierte kontrollierte Studien, doch beide kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass Melatonin bei der Therapie des unliebsamen Ohrensausens wirksamer ist als ein Placebo. Der genaue Wirkmechanismus konnte bisher allerdings nicht aufgeklärt werden.

Da Melatonin schlaffördernd, antinozizeptiv und sedierend wirkt und außerdem einen verstärkenden Effekt auf die Wirkung von Hypnotika, Sedativa und Anästhetika hat, könnte es außerdem beispielsweise als anästhesiologisches Adjuvans Einsatz finden. Außerdem wurde Melatonin bereits erfolgreich bei solchen Untersuchungen von Kindern verwendet, die normalerweise eine Sedierung oder Anästhesie erfordern, z. B. MRT und EEG. Der Einsatz als vollwertige Alternative zu Midazolam für die anästhesiologische Prämedikation wird dagegen kontrovers diskutiert.

Schmerz lass nach – dank Melatonin?

Ein analgetischer Effekt von Melatonin wurde bisher nur bei der Behandlung von Krankheiten mit chronischen Schmerzen nachgewiesen, beispielsweise bei der Fibromyalgie und dem Reizdarmsyndrom. Die Datenlage ist jedoch noch so dünn, dass Melatonin in den entsprechenden deutschen Leitlinien bisher nur am Rande Erwähnung findet. Der Einsatz bei der Migräne-Prophylaxe ist ebenfalls umstritten, da es sowohl Studien gibt, die eine prophylaktische Wirkung bestätigen, als auch solche, die dagegen sprechen. In der Leitlinie zur Prophylaxe von Clusterkopfschmerz wird daher nur erwähnt, dass Einzelberichte bzw. offene Studien einen positiven Effekt von Topiramat und Melatonin beschreiben.

In der postoperativen Schmerztherapie gibt es zwar bisher nur wenige Erfahrungen mit Melatonin, ein Review von 2014 kommt jedoch zu dem Schluss, dass Melatonin anscheinend postoperative Schmerzen verringert, wenn auch eine große Heterogenität in den Studiendaten die Aussage erschwerte. Und auch Kinder könnten von Melatonin profitieren: Eine Pilotstudie zur Beatmung Neugeborener mittels endotrachealer Intubation konnte zeigen, dass Melatonin in Kombination mit den normalen Sedativa und Analgetika wirksamer gegen Schmerzen ist als Sedativa und Analgetika alleine.

Fazit: Mehr Daten, bitte!

Melatonin ist bisher zwar nur zur kurzfristigen Behandlung der Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren zugelassen, allerdings gibt es durchaus auch für die Behandlung des Jetlags ausreichend Evidenz. Für weitere Indikationen gibt es bisher zwar vielversprechende Hinweise auf eine therapeutische Wirkung, doch noch existieren zu wenige randomisierte kontrollierte Studien, um eine Empfehlung auszusprechen. Hier besteht also großer Forschungsbedarf. Durch den Melatoninhype der 90er Jahre gelangte das Thema in das öffentliche Bewusstsein und es wurden große Hoffnungen geweckt. Dass sich Melatonin in der Folge nicht als das erhoffte Wundermittel erwies, sollte einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema jedoch nicht im Wege stehen.

306 Wertungen (4.29 ø)

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23 Kommentare:

Gast
Gast

@#21:
Ich nehme den Betablocker Metoprolol zur Migränebehandlung und habe auch sofort extreme Schlafstörungen bekommen. Habe mir daraufhin Circadin (2 mg Melatonin) verschreiben lassen und konnte beudeutend besser schlafen. Nehme Melatonin seitdem regelmäßig. Richtig gut durchschlafen tue ich damit zwar auch nicht wirklich, aber bedeutend besser schon.

#23 |
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Gästin
Gästin

Wenn der Gast einen jatrogenen Mangel hat,
würde ich die betablocker mal versuchsweise weglassen,
damit der Doktor aus dem Blut verschwindet.

#22 |
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Gast
Gast

Ein sehr gut recherchierter Artikel. Vielen Dank dafür. Als Herzpatientin nehme ich regelmäßig hoch dosierte Betablocker (Metoprolol) und leide (vermutlich) daher an starken Einschlaf- aber vor allem Durchschlafstörungen. Vor kurzem habe ich folgenden Artikel im ncbi entdeckt: (Auda Fares 2011) “Night-time exogenous melatonin administration may be a beneficial treatment for sleeping disorders in beta blocker patients”. Gibt es dazu irgendwelche Forschungsergebnisse/Statistiken/Zahlen? Oder auch andere Erfahrungen? Ich überlege nämlich tatsächlich, Melatonin zu substituieren, wenn bei mir iatrogen tatsächlich ein Mangel vorliegt.

#21 |
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Sabine Schaar-Sökefeld
Sabine Schaar-Sökefeld

Da die genaue Dosierung sehr schwierig ist – und von sehr vielen Faktoren abhängt – Stress, Allgemeinzustand, Immunsystem, Säure-Basen-Haushalt u.a. – setze ich auf die Selbstheilungskräfte des Körpers über Biophotonen-Impulse. Ohne hier Werbung für ein Produkt machen zu wollen, halte ich dennoch das Silent Night Pflaster von lifewave für eine sehr gute Möglichkeit, dies zu erreichen .. Diese Patches sind nontransdermal und senden eine Impuls auf Zellebene – auf die es ankommt – ohne einen Wirkstoff in den Körper zu schleusen. Das Proukt hat Einstufung nach EU- Medizinproduktgesetz Kl1 und ist in Deutschland zugelassen .. es gibt zahlreiche klinische Studien dazu – ein Versuch lohnt, wenn man bereit ist, über den Tellerrand zu schauen.

#20 |
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Gast
Gast

hier wird offensichtlich Reklame für illegale Medikamenteneinnahme gemacht.
Illegal für Deutschland.
Amerikanischer Kommerz schreckt vor nichts zurück,
auch nicht vor Krieg.

#19 |
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Arzt
Arzt

Man kann bei einem teilberenteten 45-jährigen nicht von einer normalen gesunden Person ausgehen. Hier ist sicher nicht der Ort einer individuellen medizinischen Therapiebesprechung. Trotzdem hoffe ich, dass Sie bei Ihrer Therapie den Rat oder die Kontrolle eines Endokrinologen gesucht haben.
Mit ihrer DHEA Einnahme betreiben Sie jedenfalls eine komplette Substitution der gesunden NN-Tagesproduktion.
Es gibt jedenfalls von der verbotenen Doping-Substanz DHEA auch bei gesunden älteren Menschen über 60 genügend Untersuchungen, die hier KEINEN Benefit erbracht haben.
Eine Indikation besteht daher nur bei einer echten NN-Insuffizienz, bzw. bei Entfernung der Nebennieren wegen Tumor, wobei da ggf. noch eine Feineinstellung für die mineralocorticoide Wirkung beachtet werden muss.

#18 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

zu#15, zur “Winterdepression” mit erhöhten Melatoninspiegeln, hilft interessanterweise ja die Lichttherapie.
Ich habe ganz pers. eher das Problem, abends rechtzeitig ins Bett zu kommen und hier auch reichlich künstliches Licht durch meinen lap-top Monitor :-)
Hilfreich ist auch ein bischen “romantische” Musik, einschl. Kinderschlaflieder, zur Umschaltung Sympathikus -> Vagus,
auch für meine kleinen hyperaktiven Sohn. :-)
An Pillen denke ich weniger.

#17 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Ich habe hier auch etwas mehr Literaturrecherche betrieben,
dabei wird auffällig, wie viel Tierexperimente existieren und wie wenig (gar nichts!) für DAUERTHERAPIE bei Menschen.
Zudem gibt es bereits zahlreiche Analoga, das ist das typische Bestreben der Pharmaindustrie, hier durch “Modifikationen” eine Patentierbarkeit zu erlangen, die bekanntlich kommerziell ganz im Vordergrund steht.
Man muss die physiologische Funktion kennen, um hier “therapeutische” Überlegungen anstellen zu dürfen.
Wie bei allen körpereigenen Hormonen, ist bei KURZFRISTIGER Gabe in der Regel keine Negative Wirkung zu erwarten (jet-lag). Melatonin beeinflusst die Balance Vagus/Sympathikus in Richtung Vagotonus, beruhigt also und stellt zweifellos eine Einschlafhilfe dar, Aufwachphasen in der Nacht wurden allerdings nicht reduziert.
Bei Klein-Kindern die wegen Epilepsiediagnostik sediert werden mussten, wurde Melatonin sogar mit Dormikum verglichen und hat da besser abgeschnitten.

Wie schon erwähnt produziert das der Körper selbst und es gibt sogar den Befund der erhöhten Melatoninspiegel bei Hypertonikern als möglicherweise Selbstgegenregulation eines zu starken Sympathikotonus.
Eine unkritische Einnahme erscheint trotz der offensichtlichen guten Verträglichkeit bei kurzzeitiger Gabe gerade wegen der zweifellos vorhandenen (komplexen) Wirkung eher leichtsinnig.

#16 |
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Arzt
Arzt

siehe #13, richtig, der Körper produziert das Melatonon selbst, im Winter (Dunkelheit) teilweise zu viel davon, bzw. der Abbau durch die kurze Helligkeitsphase ist unzureichend, was eher die Depression begünstigt.
Bekanntlich kommt es nicht auf die Länge des Schlafes an, sondern auf die Qualität, dafür gibt es inzwischen bei uns genügen “Schlaflabore”. Das effektivste Mittel gegen Defizite ist immer noch der SCHLAFENTZUG!
Das sollte nachdenklich machen. Sobald der “Organismus” den konzentrierten “Tiefschlaf” wieder gelernt hat, kann man die Schlafdauer wieder schrittweise normalisieren.
Es geht daher bei Melatonin eher um Kommerz und illegale Hormontherapie, ein ähnliches Theater wie die Jahrzehnte lang betriebene und ÜBERTRIEBENE “postmenopausale Östrogenersatztherapie” die mehr geschadet als genutzt hat.
Auch Männer sollen keine Testosterontherapie ohne Nachweis einer eigenen Unterproduktion erhalten.
Diese kann man übrigens mit etwas Muskeltraining selbst beeinflussen :-)

#15 |
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Allgemeinmediziner
Allgemeinmediziner

Der Streit um die Wortwahl erscheint doch recht lächerlich.
Viel wichtiger ist, weitere Daten über Wirkung und Nebenwirkung zu erhalten.
Ist zum Beispiel bekannt, ob die körpereigene Melatonin Produktion durch längere Einnahme beeinflusst wird?

#14 |
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Arzt
Arzt

Verehrte @Gabriele Matthey, umgekehrt,
Melatonin ist noch NICHT ausreichend erforscht, insbesondere bezgl. möglicher Nebenwirkungen.
Dagegen ist Vit.D nun wirklich wissenschaftlich genügend erforscht, es wurde nur lange Zeit zu niedrig dosiert. Gebremst hat vor allem die DGE, warum auch immer.

mfG

#13 |
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Gabriele Matthey
Gabriele Matthey

Spannend ist doch, daß dieser preiswerte Stoff soviel Aufregung erst hat. Das gerade in Mode gekommen Vitamin D

#12 |
  1
Arzt
Arzt

@Michael Düsing, non credo.

#11 |
  4
Arzt
Arzt

Eingriffe in den normalen Hormonhaushalt sind prinzipiell falsch.
Nur Kranke mit nachgewiesenen Defiziten o.ä. stellen eine Indikation dar.
Hormone sind keine Lutschbobons.

#10 |
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Michael Düsing
Michael Düsing

Der Kommentar unten stammt von meiner Frau!

#9 |
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Michael Düsing
Michael Düsing

Da Tausende Frauen unter wechseljahrsbedingter Schlaflosigkeit leiden, gegen die ausschließlich Hormone verordnet werden, ist nicht verständlich, dass Melatonin in Deutschland noch nicht einmal als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen ist, obwohl es hilft – ich nehme es seit 3 Jahren täglich, nachdem ich zuvor 2 Jahre nur etwa 3-4 Stunden/Nacht geschlafen hatte. Seitdem geht es mir gut.
Ist natürlich keine cashcow der Pharmaindustrie. Glücklicherweise kann man es per Internet aus dem benachbarten Ausland bestellen. Eine entsprechende Beratung wagt allerdings kein Gynäkologe, also heißt es für deutsche Frauen entweder jahrelang leiden oder Hormone nehmen. Ich finde das unethisch.

#8 |
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Kann es sein dass sich die Pharmaindustrie nicht für Melatonin interessant , weil kein Patent und damit kein Gewinn damit zu holen ist?
Diese Diskussion ist schon ziemlich alt

#7 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich bin entsetzt über was hier gestritten wird und mit welchem Eifer. Es wurde verstanden. Gibt es nicht wichtigeres in Medizinerköpfen?

#6 |
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Dr. Wolfgang K. Ernst
Dr. Wolfgang K. Ernst

Nur zur Korrektur: Circadin war bei der Einführung ab 55 Jahren zugelassen, – seit längerem ist dies auf 18 Jahre “heruntergefahren” worden…

#5 |
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Aber meine Herren!
Sich so über “anästhetisch” aufzuregen ist doch eher un-ästhetisch ;-) ……

Melatonin ist toll, wirklich wirksam zur Sedierung/Einschlafhilfe z.B. behinderter Kinder für ein EEG, allerdings in ordentlichen Dosen (je nach Gewicht 4 – 10 mg). Im Selbstversuch bei Jetlag war Circadin mit seinen 2 retardierten mg leider überhaupt nicht wirksam…..

#4 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Was soll das….Herr Dr. siehe Duden u. DOCCHECK…
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anästhetisch

Adjektiv – 1. den Schmerz ausschaltend; 2. mit Unempfindlichkeit gegen bestimmte Reize, …

Zum vollständigen Artikel klicken Sie hier.

DOCCHECK
Anästhetisch

Anästhetisch bedeutet “die Anästhesie betreffend” bzw. “taub” oder “gefühllos”.

Fachgebiete: Terminologie

#3 |
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Wieso gibt es das nicht?
Es gibt doch auch das Anästhetikum. Warum soll es dann nicht auch das Adjektiv dazu geben? “Anästhesiologisch” bezieht sich eher auf die Wissenschaft während “anästhetisch” sich auf die Wirkung bezieht, dachte ich.

#2 |
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“Anästhetisch” gibt es nicht. Schreiben Sie doch korrekt “anästhesiologisch”.

#1 |
  28


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