Praxis mit Benzodiazepin-Kiosk

19. Februar 2015
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Überstrahlt von der gesellschaftlichen Präsenz der Nikotin- und Alkoholsucht führt die Schlafmittelsucht hierzulande seit Jahrzehnten ein Schattendasein. Die unsachgemäße Anwendung von Benzodiazepinen gedeiht oft auf lückenhaftem Wissen vieler Ärzte und Patienten.

Gemäß einer Übersichtsarbeit von Janhsen et al. beläuft sich die Zahl der Benzodiazepin-Abhängigen in Deutschland auf bis zu 1,6 Millionen und rangiert damit laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) noch vor der Alkoholabhängigkeit. „Da Benzodiazepine ebenso wie Alkohol ihre Hauptwirkung über den GABA-Rezeptor entfalten, könnte von den Kollegen genauso gut Alkohol als Therapeutikum für die psychische Erkrankung empfohlen werden! Der einzige Unterschied liegt darin, dass Benzodiazepine wesentlich schneller eine Abhängigkeit hervorrufen als Alkohol“, kritisiert Dr. Rüdiger Holzbach, Chefarzt der Abteilung Suchtmedizin in Warstein und Lippstadt.

Insgesamt lag das jährliche Verschreibungsvolumen von Schlafmitteln an GKV-Versicherte im Jahr 2013 in schwindelerregenden Höhen von 230,1 Millionen Tagesdosen und damit noch deutlich vor der Gesamtsumme der Onkologika. Darunter entfiel knapp die Hälfte auf Benzodiazepine und ein Drittel auf die sogenannten Z-Drugs wie Zolpidem und Zopiclon, deren Abhängigkeitspotenzial weiterhin unterschätzt wird. Bei einer Befragung deutscher Hausärzte hielten 80,4 % der Befragten Z-Drugs für effektiver und nebenwirkungsärmer, obwohl die WHO bereits vor rund zehn Jahren keine wesentlichen Unterschiede im Suchtpotenzial beobachten konnte. Auch neuere Studien attestieren den Analoga ein ähnlich hohes Abhängigkeitsrisiko wie den Benzodiazepinen selbst.

„Mother’s Little Helper“

Rasch nach ihrer erfolgreichen Synthetisierung in den 1960er Jahren erlangten die Benzodiazepine aufgrund der ausgeprägten Wirksamkeit und Verträglichkeit einen außerordentlichen gesellschaftlichen Stellenwert als Beruhigungs- und Schlafmittel. Der Missbrauch und das enorme Abhängigkeitspotenzial blieben jedoch schon damals nicht verborgen und wurden popkulturell aufgegriffen. Heutzutage zählen Benzodiazepine und ihre Analoga weltweit zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. Mit rund 42 % nennt der Großteil der Konsumenten weiterhin Schlafstörungen als primären Einnahmegrund. Dahinter folgen mit 12,5 % Angstzustände und Panikattacken, dicht gefolgt von Überforderung und Erschöpfung bei 10,3 %.

Nach Angaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhalten etwa 4-5 % der Versicherten jährlich mindestens eine Verordnung eines Benzodiazepins oder eines Benzodiazepin-Analogons. Bei 17,5 % der Anwender ergäben sich deutliche Hinweise auf eine problematische Einnahme, bei älteren Anwendern zeige sogar mehr als jeder Fünfte Zeichen einer Abhängigkeit. „Viele ältere Patienten müssen 18 Stunden am Tag irgendwie füllen, manche flüchten mit Tabletten schlicht und einfach in den Schlaf“, glaubt Holzbach.

Im Schatten der Wahrheit

Bei einem beträchtlichen Anteil verschriebener Schlaf- und Beruhigungsmittel handelt es sich um sogenannte Wunschverordnungen – die Patienten fürchten eine Rückkehr der initialen Symptome. Jeder achte Arzt gibt an, in diesem Zusammenhang den Forderungen des Patienten nachzukommen. Das hat dazu geführt, dass die Patienten die Substanzen im Mittel bereits seit etwa zehn Jahren einnehmen, 16 % der Patienten sogar zwanzig Jahre und länger. „Der Patient hat nicht das Gefühl, etwas falsch zu machen, schließlich bekommt er die Pillen ärztlich verordnet“, erklärt Holzbach. „Sein Arzt wiederum hat ein Erfolgserlebnis, weil es seinem Patienten offenbar besser geht durch die Behandlung.“

Gemäß den aktuellen Arzneimittelrichtlinien ist die erstattungsfähige Verordnung von Sedativa und Hypnotika jedoch lediglich für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen gestattet, vorbehaltlich begründeter Einzelfälle. Da Verordnungen auf Privatrezepten den Datenbanken und Kontrollen der GKV entgehen, füllen die Ärzte unabhängig vom Versichertenstatus für rund die Hälfte solcher Verschreibungen in Deutschland ein Privatrezept aus. „Laut Arzneimittelrichtlinie sollte die Ärztin, der Arzt genau überprüfen, ob die mehrfache Verordnung eines Benzodiazepins sinnvoll ist. Wer nicht auffällig werden will, nimmt dann eben ein Privatrezept“, erläutert Prof. Gerd Glaeske vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen.

Infolge dieser Verfahrensweise scheinen beträchtliche Dunkelziffern hinsichtlich der Anwendung und der Abhängigkeit im Verborgenen zu lauern: „Wir haben festgestellt, dass zwar laut Kassen nur noch halb so viele Schlaf- und Beruhigungsmittel wie vor zehn Jahren verschrieben werden. Die Verkäufe in den Apotheken sind jedoch unverändert hoch“, entlarvt Holzbach die Taktik der Privatrezeptierer. „Das Verordnungsgeschehen ist über die Daten zum Beispiel des jährlichen Arzneimittelreports nicht mehr transparent zu machen“, beklagt Glaeske. Die DHS geht daher davon aus, dass in Wahrheit 10-17 % der Bevölkerung im Verlauf eines Jahres ein Benzodiazepin-Präparat zu sich nehmen.

Missbrauch eindämmen

Angesichts des gesundheitlichen Gefährdungspotenzials wurden in der Vergangenheit zahlreiche Hürden installiert, um den Zugang zu diesen Substanzen zu erschweren. Bereits in den 1980er Jahren einigten sich Pharmaunternehmen und Zulassungsbehörden darauf, die Anwendungsdauer auf zwei bis vier Wochen zu beschränken. Überdies obliegt die Abgabe der meisten Benzodiazepine und Analoga mittlerweile den Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes.

Neuere Initiativen konzentrieren sich auf die Schulung und Aufklärung von Ärzten im Umgang mit den suchterzeugenden Mitteln. Zu diesem Zweck haben die Bundesärztekammer (BÄK) und die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg eine Handlungsempfehlung zur Verordnung von Benzodiazepinen und deren Analoga veröffentlicht. Ferner hat die BÄK gemeinsam mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) bereits vor einigen Jahren einen ausführlichen Leitfaden zum Thema Medikamentenabhängigkeit herausgegeben. Darin weisen die Autoren ausdrücklich auf den Stellenwert der Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten hin.

Vorsprung durch Wissen

Von außerordentlicher Notwendigkeit ist jedoch auch die Aufklärung der Patienten hinsichtlich der Risiken und des Suchtpotenzials: „Vielen Menschen ist das Suchtpotenzial der zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Benzodiazepine gehörenden Präparate nicht bewusst“, betont Andrea Jakob-Pannier, Suchtpräventionsexpertin bei der Barmer-GEK. In Kooperation mit der BÄK haben die Barmer-GEK und die DHS deshalb kürzlich eine Kampagne gestartet, die sowohl Ärzte als auch Apotheker und Patienten über die Gefahren und den richtigen Umgang mit Benzodiazepinen informiert: „Wenn Ärzte ein Benzodiazepin oder ein Benzodiazepin-Analogon verschreiben, ist es wichtig, dass sie nach der 4K-Regel verfahren – und deren Sinn auch dem Patienten vermitteln: Konkrete Diagnose, kurzfristige Einnahme, kleinste Packungsgröße, kein abruptes Absetzen“, rät Holzbach.

125 Wertungen (4.17 ø)

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38 Kommentare:

Sabine Urban
Sabine Urban

zu Heilpraktiker Dr.rer.nat. Rainer Wannemacher
Habe nun die Deutsche Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Mastozytose (mastozytose.net) durchgesehen, sowie webseiten von Selbsthilfeorganisationen (z.B. Selbsthilfeverein Mastozytose e.V., http://www.mastozytose.de/mastozytose.html), und vom Mastozytose Zentrum der Charite (www.mastozytose-centrum-charite.de) durchgesehen. Von einer Anwendung von Benzodiazepine als Therapeutikum ist nirgendwo die Rede. Geschweige denn als Mittel der Wahl!!!!
Genannt werden:
Erkennung und Vermeidung von Triggern, H1-Antihistaminika, H2-Antihistaminika, Mastzell-Stabilisatoren (z.B. DNCG), Leukotrien-Hemmer (Montelukast), Adrenalin (bei Anaphylaxie), Kortisonpräparate, Bestrahlung mit PUVA, UVA1 (nicht bei Kindern), in manchen Fällen auch Interferon alpha 2b oder Zytostatika, sowie Calcineurininhibitoren.
Ich finde es unverantwortlich eine medikamentöse Behandlung mit Benzodiazepinen zu propagieren, die eine schwere Abhängigkeit erzeugen und in keinster Weise etabliert bzw. ursächlich wirksam sind! Eine Wirkung dürften Sie lediglich in Bezug auf Sedierung und damit auf eine Besserung des Juckreizs erzielen. Dafür eine schwere Benzodiazepinabhängigkeit und möglicherweise auch noch gefährliche Überdosierungen zu riskieren ist obsolet! Flunitrazepam ist auch noch dazu eines der hochpotentesten Benzodiazepine überhaupt und war/ist sehr gerne genommen bei polytox. Abhängigen. Es ist mittlerweile, da das Mißbrauchpotential so hoch war nur naoch auf BTM Rezept erhältlich. In den USA ist Flunitrazepam nicht als Medikament zugelassen und gilt als illegale Droge. (www.wikipedia.de)
Ich frage mich welche Qualifikation Herr Wannemacher besitzt um den obig genannten Therapiekonsens, der schließlich das Ergebniss von langjährigen Erfahrungen und Forschungen von nicht nur einem Experten ist zu widersprechen!
Dieser Beitrag sollte wieder mal eine Warnung vor Heilmethoden und deren selbsternannten Heilern sein, die sich ausserhalb einer wissenschaftlichen und überprüfbaren Medizin leider zu Hauf tümmeln und Patienten verunsichern bzw. mit wirklosen und unter Umständen gefährlichen Therapien zusammenbringen. Sogennannte Therapeuten, die hahnebüchene Anschauungen in Umlauf bringen ohne auch nur den Anspruch zu haben diese zu objektivieren bzw. diese durch eine nachvollziehbare Quellenangabe hinterfragbar machen zu lassen.
Und noch ganz kurz eine Benzodiazepinabhängigkeit kann schon nach 2 Wochen regelmäßiger Einnahme entstehen. Vor einem abrupten Absetzen nach längerer Einnahme ist unbedingt abzuraten. Es können schwere Entzugssymptome (epileptische Anfälle) auftreten! Ist eigentlich auch Konsens….

#38 |
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Dieses Medikament kann über Lebenskrisen hinweghelfen, sollte aber, wenn die Krise überwunden ist, abgesetzt werden. Über die Gefahren des Mittels klärt der Beipackzettel ausführlich auf. Verspürt man, wenn die “Krise” überwunden ist, immer noch das Verlangen, das Medikament weitereinzunehmen, kann eine Gewöhnung, vielleicht, weil es so bequem ist, entstanden sein. An dieser Stelle sollte man versuchen, aus eigener Kraft und Willen, das Mittel abzusetzen. Gelingt dies nicht, bahnt sich eine, aus der Gewöhnung kommende Abhängigkeit an und man sollte ggfs. professionelle Hilfe in Anspruch nehmen…..

#37 |
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Bernd Reich
Bernd Reich

Ich würde gern darüber aufgeklärt werden, welche “Gefahren” bei der
Benzodiazepin-Medikation bestehen, ausser, daß die Präparategruppe
gut anxiolytisch wirkt, gut verträglich ist und dem Patienten mit Begleit-
therapien gut über Lebenskrisen hinweghilft. Ist die gesundheitlich
wenig problematische Verordnungshäufung schon Sucht im strengen Sinne?
Bernd Reich

#36 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Obwohl mit 50 auch schon an der Schwelle zum alten Mediziner möchte ich den jungen Arzt in Schutz nehmen. Ein wenig quer denken und an Basics wie kritische Einnahmeprüfung zu denken schadet auch einem alten Hasen nicht. Bsp. dazu: 60 jährige Frau vor ca. 15 Jahren einmalige schizophrene Phase getriggert durch fam. Überlastung. Seither vom Psychiater einmal verordnet, nie wieder auf Notwendigkeit überprüft, vom HA kontinuierlich ohne nachzudenken weiterverordnet auf Lithiumpräparate eingestellt (15 Jahre! Trotz oder wegen bester psychischer Stabilität, aber dauergedämpft). Jetzt zufallsartig vor geplanter Gyn- OP festgestellte toxische Knochenmarksschädigung mit massiver Thrombopenie. Behandlung mit hochdosiert Cortison, dann Milzextirpation. Jetzt zum Glück leidlich stabil. Nebeneffekt des absetzen von Lithium: wieder ganz die Alte in Bezug auf Lebensfreude und Teilnahme.
Das nächste wäre dann eine Knochenmarktransplantation gewesen. Psychopharmaka sind keine bunten Glückspillen und gehören regelmäßig, kurzfristig auf Notwendigkeit, Wirksamkeit und Nebenwirkungen überprüft. Auch bei Hochbetagten im Altersheim. Wir brauchen keine Benzos um unseren Pflegenotstand zuzudecken, sondern mehr Personal und bessere Betreuungskonzepte. Sonderindikationen bleiben davon selbstverständlich unberührt.
Es gibt wesentlich bessere Konzepte für einen erholsamen Schlaf als Benzos. Die können das nicht leisten! Hypnotika sind keine erholsame Schlaf anregende Substanzen sondern Betäubungsmittel und damit bis auf extreme Einzelfälle NIE als Schlafmittel indiziert.

#35 |
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djmattke
djmattke

also dann wie erbeten ein schulmediziner:
Mattke, D.J.:Mißbrauch von Arzneimitteln unter besonderer Berücksichtigung der Stimulanten, Tranquilizer, Schlaf- und Schmerzmittel; Internist 13, 201, 1972
Das ist 40 Jahre her, so ist das mit der Schulmedizin, gehört zum Kanon de Wissens der Schulmediziner!
Trotzdem halte ich diesen lebhaften Diskurs für wirksam, aufklärend und anregend,auch für Schulmediziner!

#34 |
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Arzt
Arzt

Ich kenne (in der Klinik) eher den gegenteiligen Effekt (früher Valium) bei sehr alten Menschen, die nachts nicht schlafen konnten,
sie wurden dadurch erst richtig wach. (paradoxe Wirkung).
Ein durchaus ernsthafter Hinweis kam ja schon von unserer vorlauten Heilpraktikerin bzw. Gast #16. Die Menschen mit Schlafprobleme “machen” oft am Tag zu wenig.
Ganz engagierte Geriater haben dafür ein sog. “Altenkassino” eingerichtet, in dem die alten Herrschaften so richtig einen drauf machen konnten mit Tanz und Musik aus ihrer Zeit. Und siehe da, die konnten dann (spät natürlich) wunderbar und ganz ohne Chemie schlafen.
Nur muss das einer organisieren.
Eine Pille ist einfacher.

#33 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Es gibt ja wohl noch mehr als M.Cushing und NNR-Probleme.

#32 |
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Wolfgang Riedlinger
Wolfgang Riedlinger

….uns dazu die Werbung für Targin im nächsten Artikel………sehr passend zum Thema

#31 |
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Nichtmedizinische Berufe

@ C. Tsirigiotis
Welchen Grund könnte es geben, bei alten, hinfälligen, dementen Langzeitabhängigen an einen Benzodiazepin-Entzug auch nur zu denken? Das erinnert an die Anfänge der Palliativmedizin, als man todgeweihten Schmerzpatienten mit dem Hinweis auf Suchtgefährdung das Morphium vorenthielt.

#30 |
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Wieso “fitte”75jährige?
Das Problem sind m.E. eher langjährig auf Benzos eingestellte alte PatientInnen, die bereits so hinfällig oder dement sind, dass man ihnen keinen Entzug mehr zumuten kann. Das jedenfalls ist mir schon oft begegnet, sowohl auf der gerontopsychiatrischen Abteilung als auch ambulant.

#29 |
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Dr. M. Wegener
Dr. M. Wegener

Der Beitrag Nr. 22, “Alter Arzt”, beschreibt genau das Problem. Wenn angehende Ärzte eine derart naive Einstellung zu hochkomplexen Problemen haben, darf es einem um die Qualität künftiger Heilberufler sehr bange werden. Das betrifft im Kern auch den eigentlichen Ausgangsbeitrag des jungen Kollegen. Denn es wird daraus nicht klar erkennbar, welche Position er aus der Innenperspektive bezieht und welche Konsequenzen er für seine alltägliche Arzttätigkeit ableitet. Salopp gesagt: Ein paar Jahre praktische ärztliche Tätigkeit haben schon so manchem Empiriker seine juvenilen Flausen ausgetrieben ;-).

Klar und unstrittig ist allenfalls, dass man als Arzt verantwortungsvoll und leitliniengerecht bei der Medikation vorzugehen hat. Im Allgemeinen müssen Hausärzte aber eben nicht von den Kostenträgern darüber nachgeschult werden, welches Gefahrenpotenzial in Benzodiazepinen schlummern kann. Und im Allgemeinen sind Arztpraxen eben keine “Benzodiazepin-Kiosks”, sondern haben einen sehr komplexen Kontext zu berücksichtigen, der sich Schreibtischtätern freilich nicht unmittelbar erschließt.

Ungeachtet dessen ist eine selektive Diskussion über Gefährlichkeit und Suchtpotenzial von Benzodiazepinen immer eine auch etwas scheinheilige Diskussion. Denn die mit z.B. “alten” Antihistaminika vollgestopften rezeptfreien Schlafmittel oder die “nicht suchterzeugenden” Alternativen mit niedrigpotenten Neuroleptika haben zwar nicht das Benzo-typische Abhängigkeitspotenzial, können aber in Sachen Toxizität, UAW und AM-Interaktionen locker gegen die neuen Benzodiazepine anstinken. Da sind, mangels ausreichender Erkenntnisse, noch nicht einmal die möglichen neuronalen Langzeiteffekte mit eingerechnet.

Und Suchtpotenzial hin oder her: Einen Patienten, der sich Jahrzehnte lang mit “suchtfreien” Anticholinergika oder mit zwei Gläschen Schnaps in den Schlaf geschickt hat, bekommen sie von seinem Schlafmittel normalerweise auch nicht ambulant entwöhnt. Solange die Mittel problemlos und nicht mal teuer im Supermarktregal erhältlich und gesellschaftlich toleriert sind, muss man konsequenterweise resümieren, dass eine (kontrollierte und zeitlich begrenzte)Benzodiazepin- bzw. Hypnotika-Therapie oft noch “gesundere” Wahl ist. Die hohe Kunst, den Patienten nicht in eine neue Abhängigkeit zu treiben, oder wenigstens damit umgehen zu können, sollte freilich beherrscht werden. Das lernt man nicht an der Uni.

#28 |
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Medizinjournalistin

Zitat von Dr. Rüdiger Holzbach: „Da Benzodiazepine ebenso wie Alkohol ihre Hauptwirkung über den GABA-Rezeptor entfalten, könnte von den Kollegen genauso gut Alkohol als Therapeutikum für die psychische Erkrankung empfohlen werden!”
Was heißt das? Sollen sich die Patienten lieber betrinken?

#27 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Heilpraktikerin Brigitte Gotter, Größenwahn?
wollen Sie einen Cushing mit Homöopathie behandeln?

#26 |
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Was (muss) doch die Gesellschaft, oder zumindest große Teile davon krank sein, wenn es alleine 1,6 Millionen Benzodiazepin Abhängige gibt und der Dunkelbereich wohl noch höher liegen dürfte. Gäbe es ein gutes Mittel gegen die Ursachen dieser Sucht……?

#25 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Zu Gast # 16 – wenn man nichts davon versteht, sollte man sich doch besser heraus halten!

#24 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Zu Gast # 16 es gibt sogar Heilpraktiker die eine Spezialausbildung in Bezug auf Hormone haben und auf dem neuesten Stand sind! Und gespielt wird damit schon gar nicht, sondern durch Laboruntersuchungen unterlegt! Dürfen zwar nur hom.Mittel dazu verodnen – die helfen aber wenigstens das System wieder in Ordnung zu bringen.

#23 |
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alter Arzt
alter Arzt

Student @Björn Kersting beachte einfach nur Dein eigenes Rückgrat bevor du in den Chor der irratinalen Ärzte-Kritikern einstimmst, ein Vorgeschmack auf das was dich beruflich erwartet.
Das Thema ist für Ärzte alle andere als neu, “Schlafmittelabusus” (Barbiturate) gab es früher noch mehr (auch im Krankenhaus), nicht weniger und sie waren ein bevorzugtes Mittel für Selbstmordversuche. Es gab und gibt auch Menschen, die eine ganze Brotscheibe gedeckt mit Nicht-Steriod-Schmerzmittel vertilgen, daher kommt z.B. die “Phenacetin-Niere”.
Dagegen sind moderne (kurzwirkende) “Benzo´s” ein echter Fortschritt.
In der heutigen Zeit wird allerdings im Gegensatz zu früher nie der unvernünftige Bürger, sondern der Arzt attakiert, auch mit dem nun wirklich irrationalen Trommelfeuer Drogen endlich “freizugeben” mit dem verlogenen Deckmäntelchen der “medizinischen” Indikation, die es dafür NICHT gibt.
Einerseits werden angebliche “Therapeutika” ganz ohne Wirkungsnachweis offiziell zugelassen, andererseits dürfen Laien mit hochwirksamen Hormonen herumspielen.
Das ist der Zeitgeist, man muss sich schämen. Der Arzt wird zum Knecht von Laien degradiert!

#22 |
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Gast#16
Gast#16

@Heilpraktikerin Brigitte Gotter bei “Hormonstörung” empfehle ich einen Arzt zu fragen, das ist Gott sei Dank recht selten und etwas für Spezialisten.
Mit Hormonen darf man nicht spielen.

#21 |
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Student

BMB – Benzos machen blöd!
So der bekannte Ausspruch eines bekannten Klinikleiters.

Benzos sinnvoll eingesetzt sind gut und nützlich, der lasche Umgang resultiert
noch aus den Zeiten, als man Valium als normales Medikament sah.

Wie immer gilt, dass Nutzen und Risiko abgewägt werden müssen.
Die Ärzte brauchten auch mehr Rückgrat, denn oft ist wie bei der Alkoholsucht nur ein anderes Problem darunter gelagert.

Aber auch die Apotheken sollten mehr aufpassen, denn oft kommen Stammpatienten mit ihrer Dauermedikation dorthin.

Wurde man Benzos auf BtM-Rezept verschreiben, hätte man eine sinnvollere Überwachung.

#20 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Zu Gast # 16 – die Ursachen liegen viel tiefer begründet. Denken Sie mal an Alter und Hormonstörungen oder jung und Hormonstörungen etc., flascher Tagesrythmus usw.

#19 |
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Gast
Gast

Das Problem wurde vom GBA nicht richtig erkannt. wohl auch von der Pharmaindustrie (die gegen Melatonin ist) absichtlich befördert: Denn bis heute zahlen Krankenversicherungen und Kassen nichts für Melatonin.

Dabei hat bei mir – wie wohl in vielen Fällen – Melatonin seit vielen Jahren schon super gewirkt, als Einschlafhilfe und, genau: Als Ersatz für die mir früher verschriebenen Benzodiazepine.

#18 |
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Heilpraktiker

Über einen Neurostresstest der inzwischen in etlichen Laboren angeboten wird, können die Stresshormone ünber den Speichel / Urin gemessen werden.
Durch Medikamente welche oft nur aus pflanzenstoffen, B- Vitaminen und Aminosäuren bestehen können die Stresshormone häufig recht gut ausgeglichen werden.
Beispiel
Medikament zum Einschlafen
Um hier keine Werbung zu machen nur die Inhaltsstoffe:
l- Glutamin, l- Glycin, Cholin, Pssionsblumenextrakt, l-Taurin, 5 Htp, B6, Folsäure.
Erstaunlich gute Ergebnisse!

#17 |
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Gast
Gast

Heilpraktikerin Brigitte Gotter gute Frage,
vielleicht noch wichtiger als die Schlafstörung,
ich fang mal an:
Langeweile

#16 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Also ich habe eine Patientin, die unter Mastozytose leidet. Sie benötigt aber kleinerlei Benzodiazepine (die Dame ist zufällig Apothekerin!)!
So viel zu Beitrag # 8.

#15 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Warum sucht man nicht mal nach den Ursachen der Schlafstörungen? Ich glaube die sind schon vielseitig – Vorschläge hätte ich hierzu schon!

#14 |
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Apothekerin

Warum postet kein Apotheker? Wir haben die Verpflichtung AM-Missbrauch entgegen zu wirken und sogar anzuzeigen. Sowohl Arzt und Patienten. Aber macht es mal einer??? Nein. Geld geht halt vor, ne liebe Kolleginnen und Kollegen? Wir leben von alten süchtigen Menschen!

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Frau Creson, da haben Sie sicher eine schlimme Zeit gehabt.

Man sollte sich vor Einnahme von Psychopharmaka ganz generell natürlich bewusst sein, dass Abhängigkeiten entstehen können. Wie gesagt, hängt dies in hohem Maße von bestimmten Rezeptoren im Gehirn ab, wie schnell man süchtig wird. Interessanterweise läuft offenbar bei allen Süchten (auch z.B. nicht substanz-vermittelten Süchten wie Spielsucht) im Gehirn ähnliches ab.

Man sollte sich insgesamt bei Medikamenten, die man über einen längeren Zeitraum einnimmt, selbst informieren. Dies ist ja heutzutage kein Problem mehr. Wichtig ist auch, immer, den Rat des Facharztes einzuholen und sich nicht auf den Hausarzt zu verlassen.

Ich denke, es ist wie bei allen Medikamenten eine Nutzen-Risiko-Abwägung, wie ein Gast hier um 19:52 hier kommentiert hat. Wozu einer fitten 75-jährigen Patientin das Beruhigungsmittel wegnehmen, wenn sie es seit Jahren nimmt und damit gut zurecht kommt?

Es geht ja auch um Lebensqualität und es gibt Erkrankungen, vor allem psychischer Natur, wo eben Benzodiazepine tatsächlich am meisten Erleichterung bringen, häufig in Kombination mit anderen Psychopharmaka. Über die genauen Zusammenhänge, warum das eine Medikament bei einem Menschen so, bei einem Menschen so wirkt, weiß man natürlich insgesamt noch viel zu wenig.

#12 |
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Gast
Gast

Bei Übernahme einer Hausarzt-Praxis habe ich auch mehrere Pat. “übernommen”, die Bezodiazepin-abhängig sind. In den meisten Fällen handelt es sich um ältere Damen, mit denen ich immer wieder das Thema Abhängigkeit, mgl. Entzugsbehandlung, Alternativen etc. lange und ausführlich bespreche (und ich meine hier mehrfache Gespräche von 20min und länger). Was soll ich nun nach Meinung des Autors, der BÄK, der Barmer oder wie alle Vielwissenden aber Praxisfernen sonst heißen mögen machen, wenn dies alles abgelehnt wird?
Der 75jährigen sonst fitten Pat. die alle o. g. Vorschläge ablehnt kein Benzo mehr verschreiben, damit sie in den Entzug kommt?
Ich habe mehrere dieser Pat. mit der Bitte um Beurteilung/Mitbetreuung bei benzodiazepin-Abhängigkeit zu Neurologen/Psychiatern überwiesen. Alle kamen bislang zurück mit dem Statement, die Patienten könnten ihre “Therapie” so fortführen wie bisher…
Und ja, ich verordne diesen Pat. ihr Benzo auf Privatrezept, da ich nicht einsehe, das alle anderen Versicherten mit ihren Beiträgen die Kosten der Sucht der Pat. tragen.

#11 |
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Annette Creson
Annette Creson

@ Frau Stern- da haben Sie aber großes Glück gehabt, ich habe nach nur 5monatiger Einnahme von Bikalm (über 8 Monate verteilt) einen Höllenentzug durchlebt, der sich über ein halbes Jahr zog. Mit allen Zutaten wie Derealisationsgefühlen, Panikattacken, Herzrasen, das mit Höchstdosis Betablocker nicht in den Griff zu bekommen war. Die ersten Wochen nie mehr als eine Stunde geschlafen, nachts nur rumgelaufen, man kann das überleben, aber schön ist’s nicht. Und das bei vorheriger Einnahme jeweils einer einzigen Tablette vor dem Einschlafen, nach der Beruhigung durch meinen Doc: “Die machen nicht süchtig, sind keine Benzos.” Wissensstand 2000 halt, da wurde den Ärzten das von den Pharmafirmen so erklärt, heute weiß man es besser. Hätt man aber damals schon denken können, denn die gehen auch über die Gabas, wie Benzos und Alk.
In mich bekommt nie wieder irgend jemand auch nur die berühmte Beruhigungspille vor OP rein. Anfangs hab ich noch gedacht, dass man in Extremfällen vielleicht eine Einnahme rechtfertigen könnte (Kind gerade gestorben oder so), aber inzwischen würde ich in keiner Situation solche Mittel für angebracht halten.

#10 |
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Andreas Schnabl
Andreas Schnabl

Der Artikel warnt. Aber wovor? @Frida Stern: dito

#9 |
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Es gibt Erkrankungen wie die Gruppe der Mastzellüberaktivitätserkrankungen/ Mastozytose die in praxi ab einem bestimmten Schweregrad neben u.a. hochdosierten Antihistaminika (die oft nicht vertragen werden) nur noch mit Benzodiazepinen behandelt werden können. Insbesondere Flunitrazepam/Rohypnol ist hier das Mittel der Wahl da es oft als Einziges noch hinreichend wirkt und gut vertragen wird. Es ist leider kaum bekannt dass gerade bei diesen nicht seltenen Erkrankungen die Benzodiazepine (bis zu einer gewissen Dosis) eben nicht über die GABA-Rezeptoren wirken da sie bereits vorher bis zu einem individuellen Maß und vermehrt quantitativ und an die Benzodiazepinrezeptoren der Membran überaktiver Mastzellen binden und so “abgefischt” werden. Die Diskussion darum hat viele betreuende Ärzte derart verunsichert dass schwer Betroffene nun nicht mehr wie bisher diese hier lebenswichtigen Medikamente erhalten. Sie rennen dann mit einem Stapel einschlägiger Publikationen von Arzt zu Arzt um dann mit viel Glück und gelegentlicher Überzeugung gnadenhalber weniger wirksame Benzodiazepine verschrieben zu bekommen und sie dann auch noch selbst bezahlen. Auf der Jagd nach dem Medikament führt dies zwangsläufig zu einer erhöhten Einnahme deutlich weniger wirksamer Benzodiazepine. Es soll hier nicht bestritten werden dass auch hier Abhängigkeiten entstehen aber ohne diese Medikamente könnten derart Betroffene definitiv nicht existieren. Als einziger Ausweg kommen dann nur noch Immunsuppressiva oder die Gabe des ultrateuren Omalizumab in Betracht, die aber von den Kassen nicht übernommen werden und daher schon manchen finanziell ruiniert haben. Die Nebenwirkungen der Benzodiazepine sind im Vergleich geradezu marginal.

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

Also: 4-5 % der Versicherten erhalten Benzodiazepine, bei 17,5 % DAVON

“ergäben sich deutliche Hinweise auf eine problematische Einnahme”.

Das ist ja ein ungeheures Drogenproblem. Verglichen damit ist ja Alkohol geradezu harmlos, ja es wird im Artikel sogar noch erwähnt, dann könnten diejenigen ja auch Alkohol zu sich nehmen. Wie bitte?

Menschen, die unter ärztlicher Kontrolle Benzodiazepine einnehmen tun dies häufig, um dem Berufsalltag noch Stand zu halten. Wollen wir statt dessen unkontrollierten Alkoholgenuss und Leute, die mit 2,5 Promille zur Arbeit oder zur Arbeitsagentur fahren?

Hier wird mal wieder maßlos übertrieben. Viele nehmen solche Medikamente nur in besonderen Stress-Situationen ein und wenn das ein paar mal im Jahr der Fall ist und man sich mit dieser Hilfe auch psychologisch gestärkt fühlt, dann ist das durchaus sinnvoll. Jedenfalls besser, als den Job zu verlieren und abzustürzen.

Es gibt auch viele Fälle, wo über Jahre die Dosis niedrig und konstant bleibt, nicht jeder wird gleich zum Benzo-Junkie. Hier gilt das gleiche wie bei Alkoholsucht: Die Gene spielen eine große Rolle. Nicht jeder ist ein Suchttyp.

Lasst die Kirche mal im Dorf.

Hinzu kommt, dass viele Antidepressiva viel massivere Nebenwirkungen und ein ebenso hohes körperliches Abhängigkeitspotential haben und darüber hinaus häufig nicht die gewünschte Wirkung, nämlich Entspannung und Schlaf bringen. Hier sind Benzodiazepine in geringen Dosen wesentlich wirksamer und verträglicher.

Zudem: Das Absetzen vieler SSRI gelingt ebenfalls oft nur sehr schwer und nur über einen sehr langen Zeitraum. Die Entzugserscheinungen sind heftig: Schwindel, Desorientiertheit, gesteigerte Unruhe, Schlaflosigkeit und vieles mehr. Viele benötigen wiederum Benzodiazepine, um erfolgreich abzusetzen.

Was die Z-Produkte betrifft, so habe ich eigene Erfahrungen. Ich habe über drei Jahre Zopiclon eingenommen und es von einem Tag auf den anderen abgesetzt, nachdem sich eine schwierige Situation verändert hatte. Ich hatte keinerlei Entzugserscheinungen und konnte wieder schlafen.

#7 |
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Nichtmedizinische Berufe

Trotz dieser Gefahren gibt es durchaus eionige ( wenige!) Mediziner und eine wachsende Anzahl von psychiatrischen Patienten, die während einer akuten Psychose die Kombi ” Benzodiazepin plus Reizabschirmung” der Behandlung mit Neuroleptika vorziehen. Der Grund sind die vielen unerwünschten Wirkungen von Neuroleptika. Wen es interessiert eine Diskussion über die Erfahrungen von Patienten nachzulesen:http://psychiatrietogo.de/2012/03/14/nach-welchem-algorithmus-wahle-ich-aus-welches-neuroleptikum-ich-gebe/ Ich selbst habe in einer Patientenverfügung festgehalten, dass ich Tavor zur Behandlung wünsche ( habe es aber bisher immer nach höchstens 6 Wochen wieder ausgeschlichen und niemals auf Dauer genommen.) Bei katatonen Zuständen ist die Kombi Haldol/ Tavor sogar Standard ( zumindest in der Klinik, in der ich war.)

#6 |
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230 Millionen Tagesdosen, Wahnsinn!

Da nimmt ja jeder Deutsche fast 3 Tage pro Jahr eine Benzo!

Klingt furchtbar viel! Im Vergleich zu den 6 Millionen Metformin-Süchtigen!
Die nehmen das 365 x im Jahr! Das sind 2.190.000.000 Tagesdosen!

Die Ärzte alles Dealer! Mein Gott! Heilpraktiker und Journalisten!

#5 |
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Die Wirkungsweise und das Suchtpotential sind mir als Arzt sehr wohl bekannt und entsprechend handele ich auch. Ärztebashing, besonders durch Gast HP, ist weder angebracht noch verbessert es den Stellenwert des Meinungsgebers.

#4 |
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Die Schulmediziner sind alle in der Sprechstunde und behandeln für wenig Geld viele Kassenpatienten, haben erst abends Zeit, in’s Internet zu gehen ;-)
-und jetzt schnell weiter zum nächsten Patienten, was mache ich hier tagsüber?!

#3 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Heilpraktiker, der Beitrag IST zufällig von einem Arzt.

#2 |
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Gast
Gast

Als Heilpraktiker bin ich eher passiv betroffen. Allerdings habe ich mit Benzo-Abhängigen gelegentlich einige Probleme. Eine Nebenwirkung ist z. B. verminderte Ausdrucksfähigkeit. Bei psychischen Problemen ist dann therapeutische Kommunikation schwierig. Aber allein schon die Einsicht, daß ihr Arzt quasi als Dealer fungiert hat ist schwierig zu vermitteln. Nichts gegen Patientenbindung – aber nicht so.
Warum postet hier kein Schulmediziner?

#1 |
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