HPV: Die deutsche Nadelscheu

12. Februar 2015
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Bei Frauen ist Gebärmutterhalskrebs weltweit die zweithäufigste Krebstodesursache. Hierzulande kommt es jedes Jahr zu 1.500 Todesfällen. Viele Studien belegen, dass der HPV-Impfstoff sicher und gut verträglich ist. Doch die Impfquote ist weiterhin viel zu niedrig. Warum?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung derzeit für Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren. Mädchen, die bis zum 18. Lebensjahr noch nicht geimpft wurden, können die Impfung aber nachholen, so die STIKO. Doch wie erfolgreich wird die Empfehlung der STIKO umgesetzt? Laut einer 2014 veröffentlichten Befragung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in der Gruppe der 14- bis 17-jährigen Mädchen nur 39,5 % vollständig gegen HPV geimpft, d.h. sie haben mindestens drei Impfdosen erhalten. Weitere 13,1 % haben weniger als drei Dosen erhalten oder keine Angabe zur Anzahl der Dosen gemacht. „Das sind zu wenige“, räumt Dr. Yvonne Deleré von der Abteilung für Infektionsepidemiologie am RKI ein. „Wenn man die Anzahl an Fällen von Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen in der Bevölkerung senken möchte, wäre eine Impfquote von wahrscheinlich 80 Prozent notwendig.“

Impfquote: Deutschland hinkt hinterher

Während Deutschland von dieser Quote noch deutlich entfernt ist, sind andere Länder schon wesentlich weiter. In Australien und Teilen Kanadas liegt die Impfquote bei etwa 70 %, in England sogar bei 87 %. Allen drei Ländern ist gemeinsam, dass dort ein Schulimpfungsprogamm existiert. In Deutschland spielen dagegen die niedergelassenen Ärzte eine Schlüsselrolle bei der Durchsetzung der Impfempfehlungen. Aus diesem Grund sollte jeder Patiententermin dazu genutzt werden, den Impfstatus zu überprüfen und zu vervollständigen.

Doch auch ohne Schulimpfungen können hohe Impfquoten erreicht werden, wie das Beispiel Dänemark zeigt. Eine vor der Einführung der Impfung durchgeführte Kampagne zur Entscheidungsfindung, begleitet von ausführlichen Informationen für Gesundheitsfachpersonal, Eltern und Kinder, sowie einer Kopplung der öffentlich finanzierten Impfung an einen bestehenden Routine-Impftermin führte hier zu einer Impfquote von 79 %. Und auch Portugal schafft es ohne Schulimpfung auf eine Impfquote von 81 %.

Angst beeinflusst die Impfbereitschaft

Es gibt viele Faktoren, die die Entscheidung für oder gegen eine HPV-Impfung beeinflussen. Ein Grund könnte mangelndes Wissen sein, doch eine im Oktober 2014 veröffentlichte Studie zeigt, dass weder das Wissen der Eltern noch das Wissen der Kinder einen Einfluss darauf hat, ob das Kind später gegen HPV geimpft wird. Mehr Wissen geht also anscheinend nicht automatisch mit einer höheren Impfquote einher.

Doch welche anderen Gründe kann es für die mangelnde Akzeptanz der HPV-Impfung geben? Ein Blick auf die Fragen, die Patienten und Eltern ihrem Arzt bei der Impfberatung stellen, fördert Erstaunliches zutage: Neben der Sicherheit und den möglichen Nebenwirkungen der Impfstoffe interessiert Eltern offensichtlich auch die Frage, ob die Impfung Mädchen ein falsches Gefühl von Sicherheit gibt und sie zu risikoreicherem Sexualverhalten verführt, beispielsweise zum Verzicht auf Kondome oder zu gesteigerter Promiskuität.

Unbegründete Bedenken

Um zu klären, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen HPV-Impfung und Sexualverhalten gibt, werteten Forscher nun die Daten von mehr als 260.000 jungen Mädchen aus Ontario, Kanada, aus. Die Mädchen waren im Durchschnitt zu Beginn der Studie 13,2 Jahre alt und wurden über einen Zeitraum von 4,5 Jahren beobachtet. Etwa die Hälfte (128.712) erfüllte die Bedingungen für eine kostenlose HPV-Schulimpfung, die andere Hälfte (131.781) erfüllte die Bedingungen nicht. In der ersten Gruppe erhielten zwar nur 51 % der Mädchen alle drei Dosen der HPV-Impfung, in der zweiten Gruppe waren es jedoch weniger als 1 %. Dies ermöglichte eine klare Trennung der zwei Gruppen.

Im Beobachtungszeitraum kam es in der Kohorte zu 10,187 Schwangerschaften und 6.259 Infektionen mit STDs (sexually transmitted dieseases) – das Risiko für eine Schwangerschaft oder eine STD-Infektion war dabei für beide Gruppen nicht signifikant unterschiedlich. Die Studie lässt daher den Schluss zu, dass die HPV-Impfung keinen Einfluss auf das Sexualverhalten junger Mädchen hat. Die Sorge, dass eine HPV-Impfung zu erhöhter Promiskuität führt, ist also unberechtigt.

Doch die HPV-Impfung soll nicht nur das Sexualverhalten beeinflussen. Impfgegner behaupten auch immer wieder, dass die Impfung eine Vielzahl von Krankheiten fördere, von Autoimmunerkrankungen über Autismus bis zur Alzheimer-Demenz. Belastbare Daten für diese Behauptungen gibt es zwar keine, dafür erscheinen regelmäßig neue Studien zur Unbedenklichkeit der Impfung. Ein Beispiel: Eine im Januar 2015 veröffentlichte Kohorten-Studie an knapp 4 Millionen Mädchen und Frauen aus Dänemark und Schweden bestätigt nun, dass eine HPV-Impfung nicht mit dem Auftreten demyelinisierender Krankheiten wie Multipler Sklerose, Optikusneuritis, Neuromyelitis optica und Querschnittmyelitis korreliert.

Neuer Impfstoff bietet mehr Schutz – auch für Männer

99 % aller Zervixkarzinome sind durch onkogene HPV-Typen verursacht, die meisten davon (70 %) durch die Hochrisiko-Typen 16 und 18. Um eine HPV-Infektion zu verhindern, gibt es zurzeit zwei Impfstoffe auf dem deutschen Markt: Gardasil und Cervarix. Beide schützen vor den HPV-Typen 16 und 18, Gardasil beugt zusätzlich Erkrankungen durch die HPV-Typen 6 und 11 vor, die 90 % aller Genitalwarzen verursachen. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat nun im Dezember 2014 dem neuen Impfstoff Gardasil 9 die Zulassung erteilt. Er schützt zusätzlich vor fünf weiteren HPV-Typen, welche zusammen 20 % der Zervixkarzinome verursachen. Der Impfstoff ist genau so wirksam wie Gardasil, und schützt zusätzlich effektiv vor Zervix-, Vulva– und Vaginalkrebs, der durch die HPV-Typen 31, 33, 45, 52 und 58 verursacht wird. Die am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen waren Schmerzen, Schwellung und Rötung an der Injektionsstelle sowie Kopfschmerzen.

Ein kontroverses Thema ist die HPV-Impfung bei Jungen und Männern. Humane Papillomviren verursachen nämlich nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sie spielen auch eine Rolle bei der Entwicklung von Anogenitalwarzen, Oropharynxkarzinomen und Peniskarzinomen. Mehr als die Hälfte der Oropharynxkarzinome in den USA sind mit einer HPV-Infektion assoziiert, und Schätzungen zufolge könnten humane Papillomviren 2020 mehr Oropharynxkarzinome als Zervixkarzinome verursachen. „Selbstverständlich sollten auch Jungen und junge Männer geimpft werden“, betont Prof. Matthias W. Beckmann, Direktor der Frauenklinik am UKM Erlangen. Der HPV-Impfstoff Gardasil ist in Deutschland auch für Jungen und Männer zugelassen – trotzdem rät die STIKO bisher nur Mädchen zur Impfung.

HPV-Test: Zulassung als Primärscreening-Instrument?

Die HPV-Impfung ersetzt natürlich keineswegs die Krebsvorsorge, auch wenn manche Patientinnen das so zu sehen scheinen. Und auch hier tut sich etwas: In Deutschland ist der zytologiebasierte PAP-Test bisher das Maß aller Dinge bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Doch einer im Sommer 2014 veröffentlichten Einschätzung des IQWiG zufolge könnte der HPV-Test Vorteile gegenüber dem PAP-Test bieten. Es gibt Hinweise darauf, dass mit dem HPV-Test Vorstufen des Zervixkarzinoms früher erkannt und behandelt werden können.

Allerdings gibt es bisher noch zu wenige Studien, um abschließend zu beurteilen, ob der HPV-Test den PAP-Test als Instrument des Primärscreenings ergänzen oder ihn gar ersetzen sollte. Aus diesem Grund bleibt der HPV-Test in Deutschland weiterhin eine IGe-Leistung. Die amerikanische FDA hat dagegen im Frühjahr 2014 die Zulassung für den HPV-Test erweitert: Bereits seit 2011 als Ko-Instrument zum PAP-Test zugelassen, darf der HPV-Test dort nun zusätzlich auch als alleiniger Screening-Test eingesetzt werden.

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56 Kommentare:

Gast
Gast

Generelle Impfgegner sind ebenso wie fanatische Vegetarier eine Gefahr für die Gesellschaft.
Besonders gefährlich, wenn es um unschuldige Kinder geht, bei denen die Eltern meinen, Experimente machen zu dürfen,
die dann auch mal tödlich enden.:
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/recht/?sid=879182

#56 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Abschließend möchte ich noch einen Artikel aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hier rein stellen:
http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Wie-Masern-die-kleine-Aliana-toeten
Einen Satz aus dem Artikel möchte ich zitieren:
“Die vierjährige Aliana aus Bad Hersfeld in Hessen wird bald sterben – an der Maserngehirnentzündung SSPE, einer Spätfolge einer Maserninfektion.”

Ich empfinde es als ziemlich egoistisch, wenn einige Eltern die Impfung für ihre Kinder verweigern wegen vermeintlicher Nebenwirkungen und gleichzeitig davon profitieren, dass Erkrankungen wie Kinderlähmung, Masern, Röteln-Missbildungen bei Neugeborenen und Diphtherie in unserem Land sehr selten geworden sind. Ohne selbst dazu beizutragen!
“Wozu impfen? Sollen doch die anderen ihre Kinder pieksen lassen! Die Krankheiten sind doch so selten (und Strom kommt ja aus der Steckdose).”

#55 |
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Sehr geehrter Herr Kollege Steinhaus,
Ihre Anmerkung zu dem Thema hat durchaus ihre Berechtigung.Stilistisch ist sie aber
so miserabel und mit den Orthografiefehlern ( “durchstehen”! , “mitnichten” !, “zynisch”!) eines Mannes Ihrer Schulbildung nicht würdig!!!
MfG ,Dr.R.Mösch

#54 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

@Dr. rer. nat. Christian Abraham (Beitrag 51):
Können Sie eine Quelle für Ihre Behauptungen benennen?
Ohne Quelle sind solche Beiträge – wie hier schon von verschiedenster Seite geäußert – völlig wertlos.
Danke, F. Bollig

#53 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Tiroke,
ich muss mich bei Ihnen entschuldigen für eine falsche Interpretation der Angaben in Ihren ersten beiden links (Beitrag 43).
Allerdings muss ich anmerken, dass es
1. ungewöhnlich ist, mit Aufnahme die Menge zu bezeichnen, die den Mundraum passiert. Meistens (v. a. in der Pharmakologie, aber auch bei Spurenelementen) wird die Aufnahme (in den Körper) mit der Bioverfügbarkeit gleichgesetzt. Hier ein Beispiel für Eisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen-Stoffwechsel
2. dass Sie in Ihrem letzten Beitrag aus einem völlig neuen link zitieren. Die hier aufgeführten Werte waren in den beiden links in Ihrem ersten Beitrag (#43) nicht enthalten.
Im Endeffekt spielt es aber auch keine Rolle. Gehen wir von 0,5 mg i. m. injizierten Aluminium (3+) aus.
Gehen wir mal näherungsweise davon aus, dass im menschlichen Körper 1 mg/kg Aluminium gespeichert sind, also bei einem 5 kg schweren Säugling ca. 5 mg. Weiterhin ist davon auszugehen, dass der überwiegende Teil der injizierten 0,5 mg wieder über die Niere ausgeschieden wird (wenn das Baby nicht Dialyse-pflichtig ist, dann hat es aber ganz andere Probleme als die hier diskutierten).
http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium
Der Säugling hat also für EINEN TAG eine geringfügig erhöhte Belastung, wenn überhaupt. Ich meine, von welcher putativen Nebenwirkung reden wir denn überhaupt?? Von der Enzephalopathie durch CHRONISCHE Aluminium Belastung?? Bei geimpften Säuglingen? Oder Alzheimer??
Die Enzephalopathie durch chronische Aluminium Belastung tritt vor allem bei Dialyse-Patienten auf mit mehr als 10fach erhöhten Plasmaspiegeln nach JAHRELANGER erhöhter Exposition.
Im Übrigen wird in denen von Ihnen zitierten Broschüren des BfR herausgestellt, dass es keine wissenschaftlich belastbaren Hinweise für eine Alzheimer Entstehung durch Aluminium gibt. Von Autismus ist erstmal garnicht die Rede (wohl zu abwegig). Wenn Sie schon das BfR zitieren, dann bitte vollständig!
Wie Sie sehen, ist das Thema komplex (Toxikologie, Nierenfunktion, Statistik, Chemie, Neurologie, etc.). Von daher bleibe ich dabei: Mir fehlt die Zeit und Ihnen das Know-how um die Vielzahl an Studien und Daten zu sichten und eine vernünftige Risikobewertung vorzunehmen. Dafür gibt es zum Glück Experten beim RKI und BfR, die ein mehrjähriges Studium absolviert haben UND ihre ganze Zeit darauf verwenden.

#52 |
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Dr. rer. nat. Christian Abraham
Dr. rer. nat. Christian Abraham

Der HPV Impfstoff steht im Verdacht schwere Nebenwirkungen zu haben. In Bogota Kolumbien läuft derzeit eine Klage gegen die Regierung. Mädchen, die mit den Impstoff erhalten haben, sind von diesen Nebenwirkungen betroffen. Zwei Mädchen liegen derzeit auf der Intensivstation.
Herr Prof. Shoenfeld wurde diesbezüglich zu einem Round Table eingeladen und hat wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig die Patientenanamnese ist.

#51 |
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Heilpraktiker

#48 Sehr geehrter Herr Dr. Bolling,
ich muss Ihnen noch ein weiteres und letztes Mal widersprechen. ICH habe die Artikel sehr wohl verstanden (und dies sogar ohne mehrjähriges Universitätsstudium;-)). Natürlich ist mit ORALER Aufnahme der Gehalt in der Nahrung gemeint.
Oral bedeutet über den Mund.
Wäre die Resorption über die Darmschleimhaut gemeint, hieße es INTESTINALE Aufnahme!!!
Damit sie dies auch wirklich verstehen, hier ein weiterer Link vom BfR:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumhaltige-antitranspirantien-tragen-zur-aufnahme-von-aluminium-bei.pdf

Ich zitiere noch einmal: “Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm (mg) Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung abgeleitet. In ihrer gesundheitlichen Bewertung gibt die EFSA für alle Aluminiumverbindungen, die über die Nah-
rung aufgenommen werden, eine mittlere Bioverfügbarkeit von 0,1 % an. Dies entspricht einer systemisch verfügbaren täglich tolerierbaren Menge von 0,143 Mikrogramm (μg) je Kilogramm (kg) Körpergewicht. Für einen 60 kg schweren Erwachsenen gilt damit eine systemisch verfügbare Dosis von 8,6 μg pro Tag als unbedenklich.”
Haben Sie es nun verstanden?
Bitte lesen und verstehen…

#50 |
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1. Die sogenannte “Schulmedizin” ist die einzige sich selbst reflektierende Heilkunst.
2. Sowohl Pseudojournalisten, Lobiisten der “Versicherungen” und auch selbst ernannten “Heilern” fehlt es an Grundlagenwissen (Biologie, Physik, Chemie, Statistik, Anatomie, Physiologie, Biochemie, Pharmakologie……)
3. Mit einigen Wochenendkursen kann dieses Wissen nicht angeeignet werde.
Uniformes plakatives wiederholen von Worthülsen kann dieses Defizit nicht kompensieren.
4. Sicherlich können diese selbst ernannten Heiler die Hoffnungen von chronisch Kranken (Neurodermitis, Arthrose, Tumorerkrankte….)
für ihre Zwecke mit Unterstützung der Beiträge des Pseudojournalismus nutzen.
Doch es ändert nichts an der Tatsache, dass ein Studium der Medizin essentiell ist um sich durch zusätzliche Informationen eine Meinung zu Krankheit und Therapie leisten zu können.

#49 |
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Dr. Frank Bollig
Dr. Frank Bollig

@Herr Tiroke
Wenn Sie die von Ihnen selbst verlinkten Artikel des BfR nicht verstehen, dann tut es mir leid.
Ich zitiere noch mal:
“Nach einer Abschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2008 liegt die Aufnahmemenge über die Nahrung für einen 60 kg schweren Erwachsenen bei 1,6 bis 13 mg Aluminium pro Tag – das entspricht 0,2 bis 1,5 mg/kg Körpergewicht pro Woche”
Bitte lesen und verstehen!!!!
Was ist hier mit AUFNAHME gemeint? Der Gehalt in der Nahrung???????

#48 |
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Heilpraktiker

#45 Sehr geehrter Herr Dr. Bollig,
natürlich ist in dem von mir genannten Artikel das in der Nahrung enthaltene Aluminium gemeint, nicht das resorbierte Aluminium. Die Resorptionsquote ist variabel von Mensch zu Mensch und auch von der Aluminiumkonzentration abhängig.
Daher ist es durchaus sinnvoll und zulässig, diese Quote mit einzubeziehen. Und dann sind 0,5mg für ein Baby gar nicht mehr so wenig.
Schade, dass Sie gleich unter die Gürtellinie schießen…

#47 |
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Heilpraktiker

#44 Herr Arzt ;-), wenn Sie mir nicht glauben, dass Aluminium in HPV-Impfstoffen enthalten ist, schauen Sie doch hier:
http://www.zervita.de/share/Informationen/Cervarix-Fachinformation-2013-12.pdf
Warum sind meine Dosis-Berechnungen falsch?
Natürlich sind in Tonerde und Antacida teilweise große Mengen an Aluminium enthalten. Aber was beweist das? Dass Antacida gesund sind?
Wie in dem unten genannten Link erklärt reduziert sich die Resorptionsquote bei hoher Aluminiumzufuhr drastisch.
Und dass die Aluminiumspiegel im Blut nicht mit Gewebespiegeln korrelieren, wissen Sie ja vermutlich…
Haben Sie so viele ungeimpfte Patienten???;-)

#46 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Tiroke,
meine Aussage:
“(1) In Ländern mit der höchsten Autismus Rate werden am meisten Homöopathika eingesetzt. (2) Der Anstieg des Autoverkehrs in den letzten zwei Jahrzehnten korreliert mit dem Anstieg der Autismus Fälle. Stimmt auch beides.”
war eigentlich ironisch gemeint. Stimmt zwar wirklich beides, es besteht aber kein direkter ursächlicher Zusammenhang. So wie das Beispiel mit den Störchen und den Babys. Pure Koinzidenzen sind wertlos. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.
Ich kann Sie und auch andere nur auffordern mal nach “Scheinkorrelation + Beispielen“ im Internet zu suchen.
Zum Thema Aluminium:
Ich habe kurz mal die von Ihnen verlinkte Broschüre des BfR überflogen und mal einen Ausschnitt von Seite 2 hier rein kopiert:
“Welche Menge an Aluminium kann ein Leben lang ohne ein Gesundheitsrisiko aufgenommen werden?
Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm (mg) Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung abgeleitet.
Welche Menge an Aluminium nehmen Verbraucher durchschnittlich über die Nahrung
auf?
Nach einer Abschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2008 liegt die Aufnahmemenge über die Nahrung für einen 60 kg schweren Erwachsenen bei 1,6 bis 13 mg Aluminium pro Tag – das entspricht 0,2 bis 1,5 mg/kg Körpergewicht pro Woche.“
Warum Sie das alles noch unzulässigerweise mit einer Resorptionsquote multiplizieren ist mir schleierhaft und geht aus dem Artikel des BfR auch nicht hervor. Die angegebenen AUFNAHME Mengen schließen das schon mit ein (die Aufnahme ins Blut ist gemeint).
Ihre Angabe mit dem 0,5 mg Aluminium in einer Impfdosis habe ich nicht überprüft. Wenn die Angabe stimmen sollte, zeigt der Vergleich mit den o. g. Aufnahmemengen über die Nahrung sehr schön, wie komplett vernachlässigbar die Menge ist.
Bitte nehmen Sie mir es nicht übel, aber Ihre Beiträge offenbaren einen derart fundamentalen Mangel an Kenntnissen über Physiologie und Statistik, dass mir eine weitere Diskussion nicht sinnvoll erscheint.
Vielleicht hat es ja doch einen Grund, warum man auf die Beschäftigung mit solchen Sachen durch ein mehrjähriges Studium vorbereitet wird.
Mit freundlichen Grüßen, F. Bollig

#45 |
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Arzt
Arzt

Herr @Markus Tiroke, HPV-Impfung ist doch ohne Al-Adsorbat!
Sie scheinen auch so ein prinzipieller Impfgegner zu sein,
Ihre oralen Dosis- Berechnungen sind bereits falsch, wahrscheinlich von einer Impfgegner-website abgeschrieben
Normale Tonerde IST Aluminium-Magnesium-Silikat und in Antacida wie Gelusil-lac und Maloxaan ist das grammweise enthalten.
Arbeiten ohne Blutspiegelmessungen sind daher unseriös, ich habe das getan aus ganz anderem Anlass wissenschaftlich neben anderen Spurenelementen, keiner von denen war geimpft, aber fast 50% hatten einen Al-Spiegel, der oberhalb des Normwerts des Labors lag.
Das scheint also so selten nicht zu sein, Impfungen eignen sich nicht als Erklärung.

mfG

#44 |
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Heilpraktiker

#40 Herr Dr. Bollig,
die Links bezogen sich auf das Statement von Herrn Tabrizi “Auch sind diese sogenannten Adjuvantien in derart geringen Dosen nicht toxisch.”, was ich etwas weit her geholt finde…
Fakt ist nun mal: Aluminium ist neurotoxisch, embryotoxisch und hat negative Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel. Je weniger davon im Körper, desto besser. Da sind wir doch bestimmt einer Meinung?
Bezüglich der Kausalität haben Sie Recht. Aber wenn die Datenlage zeigt, dass es dort viele Autismusfälle gibt, wo viele aluminiumhaltige Impfungen verabreicht werden, dann macht es doch Sinn, ernsthaft darüber nachzudenken, ob nicht vielleicht doch ein kausaler Zusammenhang besteht, oder?
Sie schreiben: “(1) In Ländern mit der höchsten Autismus Rate werden am meisten Homöopathika eingesetzt. (2) Der Anstieg des Autoverkehrs in den letzten zwei Jahrzehnten korreliert mit dem Anstieg der Autismus Fälle“.
Stimmt auch beides.”
Wenn es tatsächlich so sein sollte, bin ich auch dafür zu untersuchen warum das so ist, um gegebenenfalls auch hier eine Kausalität zu finden und abzustellen!

#41 Natürlich geht es um die Dosisfrage!
Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (tolerable weekly intake, TWI) von 1 Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht für die orale Aufnahme über die Nahrung abgeleitet. D.h. rund 0,14 mg pro Tag.
Laut BfR beträgt die intestinale Resorption zwischen 0,01% (bei hoher Aluminiumzufuhr) und 1%, d.h. durchschnittlich etwa 0,1%, was eine tolerierbare Resorption von rund 0,00014mg pro Kg Körpergewicht und Tag macht.
Wenn nun eine 40 kg schwere Teenagerin eine Impfung mit Cervarix bekommt, werden auf einmal 0,5mg Aluminium verabreicht. Die tolerierbare Menge liegt aber bei ihrem Gewicht bei 0,0056mg. Ihr wird also die 89-fache Tagesdosis injiziert!
Noch schlimmer bei einem 5 kg schweren Baby: Die Boostrix-Impfung enthält ebenfalls 0,5mg Aluminium. Hier ist es die 714fache Menge!!! Und es ist nicht die einzige Impfung mit Aluminiumzusatz…
Falls dann noch die Ausscheidung über die Nieren nicht gut funktioniert, sind solche Zufuhren sehr wohl bedrohlich…
http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-aluminium-in-lebensmitteln-und-verbrauchernahen-produkten.pdf
http://www.bfr.bund.de/cm/343/keine_alzheimer_gefahr_durch_aluminium_aus_bedarfsgegenstaenden.pdf

#43 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Frohn,
vielen Dank für Ihren Nachtrag und das Benennen der Quelle (mit Quelle kann ich die Studie auch selber lesen;-)).
Sie schreiben:
“Immerhin werden Zahlen für “Lesions associated with any HPV-Type”, womit vermutlich HPV 16/18/11/6 gemeint ist, genannt. Diese Zahlen zeigen in der Studie nur noch einen geringen Vorteil für die Gardasil-Gruppe im Vergleich zu Placebo.“
Und weiter…….
“Wie gesagt, sogar die in der FUTURE-Studie unter “ferner liefen” gezeigten Zahlen “with any HPV-Type”, welche kaum noch einen Vorteil für die Gardasil-Gruppe zeigen, weisen, oder wiesen zumindest damals, in diese Richtung. “
In dem von Ihnen erwähnten Abschnitt der Tabelle 3 beträgt der Unterschied zwischen Impfstoff und Placebo 17 %. Sie ziehen aber in Ihren beiden Beiträgen den falschen Schluss, dass dieser relativ geringe Effekt primär dadurch zustande kommt, dass alle Neoplasien berücksichtigt werden, unabhängig vom Virusnachweis. Die wichtigste Ursache für die geringe Effektivität ist aber sicherlich, dass sich die Angabe auf alle Studienteilnehmerinnen bezieht (sogenannte “intention-to-treat population“). Das heißt hier sind auch die Teilnehmerinnen eingeschlossen, die schon vor der Vakzinierung HPV-16 oder -18 positiv waren bzw. bei denen schon Auffälligkeiten in der Zytologie zu sehen waren. Im ersten Teil der Tabelle 3 (HPV16/18-positive Neoplasien) sieht man eindrucksvoll den Unterschied zwischen der per-protocol Gruppe (98 % Effizienz) und der intention-to-treat Gruppe (44 % Effizienz).
Ich teile in gewisser Weise Ihre Kritik und vermisse in Tabelle 3 eine Auskunft über die Anzahl ALLER Neoplasien (“Lesions associated with any HPV-Type“) in der PER-PROTOCOL GRUPPE, welches für mich eigentlich das interessanteste Ergebnis gewesen wäre.
Als Ergebnis der Studie kann man festhalten, dass die Vakzinierung nicht therapeutisch wirkt, sondern nur prophylaktisch (wie auch im Diskussionsteil erwähnt). Daraus lässt sich ableiten, dass die Impfung am Effektivsten ist, wenn sie sicher VOR dem ersten sexuellen Kontakt durch geführt wird. Hieraus resultiert auch die neuste Empfehlung der STIKO aus 2014, dass Impfalter herab zu setzten von 12-17 Jahre auf 9-14 Jahre.
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2014/35/Art_02.html?nn=2375548
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Frank Bollig

#42 |
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Arzt
Arzt

Schade, dass die Diskussion von HPV, die doch recht sachlich war, wieder in eine allgemeine recht nebulöse und sicher auch unsachliche generelle Impfkritik abgleitet.
Zum Aluminium, das in der Tat neurotoxisch ist,
sollte man wissen, dass es hier wieder um Dosisfragen geht, da eine völlig Aluminium-freie Umgebung auf der Erdoberfläche nicht möglich ist.
Das was man z.B. über aluminiumhaltiges Kochgeschirr zu sich nimmt ist sicher höher als der Impfadsorbat-Anteil.

#41 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Er mag die Sonderzeichen aus dem Abstract der Studie nicht………
Ein weiterer Hinweis für die Qualität der zitierten Studie ;-))

Hier der Rest:
Im Abstract steht unter anderem: “Our results show that: (i) children from countries with the highest ASD prevalence appear to have the highest exposure to Al from vaccines; (ii) the increase in exposure to Al adjuvants significantly correlates with the increase in ASD prevalence in the United States observed over the last two decades”.
Übersetzt etwa: “(1) In Ländern mit der höchsten Autismus Rate gibt es auch die höchste Impfrate. (2) Der Anstieg der Impfungen in den letzten zwei Jahrzehnten mit Aluminium Adjuvanz korreliert mit dem Anstieg der Autismus Fälle“.
Man hätte auch schreiben können: “(1) In Ländern mit der höchsten Autismus Rate werden am meisten Homöopathika eingesetzt. (2) Der Anstieg des Autoverkehrs in den letzten zwei Jahrzehnten korreliert mit dem Anstieg der Autismus Fälle“.
Stimmt auch beides. Beschrieben wird schlichtweg das Auftreten bestimmter zahlenmäßiger Phänomene in den westlichen Industriestaaten. Der darin beinhaltete Beweis für eine Kausalität: NULL KOMMA NULL!!
Schönes und bekanntes Beispiel hierzu auch:
“Die Geburtenrate in Regionen, in denen es viele Störche gibt, ist höher als in anderen Gebieten.“ Das stimmt sogar!! Nur welchen Schluss ziehen wir daraus?
Siehe hierzu auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinkorrelation
Weiterhin gibt es deutliche Hinweise darauf, dass sowohl die Zunahme der Autismus Prävalenz in den letzten Jahrzehnten, als auch die höhere Autismus Prävalenz in westlichen Industriestaaten vor allem durch eine höhere Diagnose Häufigkeit (teilweise Überdiagnose) bedingt ist und nicht durch eine “echte“ Zunahme der Erkrankung bzw. erhöhten Erkrankungsrate in westlichen Industriestaaten.
Interessanter Beitrag dazu:
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49712/Ueberdiagnose-von-ADHS-und-Autismus
Jetzt sind Sie am Zug! Was sind Ihrer Meinung nach die Argumente in der zitierten Studie, die auf eine KAUSALITÄT zwischen Vakzinierung und Autismus hinweisen? Zugegebenermaßen habe ich auch nur den Abstract gelesen, der mich in keinster Weise überzeugt hat. Da Sie ja vielleicht das komplette Manuskript gelesen haben, könnten Sie mich darauf hinweisen, wenn ich etwas Wichtiges übersehen habe.
Ich freue mich auf eine anregende Diskussion,
F. Bollig

#40 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Da ist bedauerlicherweise beim Hochladen etwas schief gelaufen.
Hier der zweite Versuch:

@Herr Tiroke (Beitrag 34 und 35)
Hätten Sie Lust, mit mir den Inhalt der von Ihnen zitierten Beiträge zu diskutieren oder geht es Ihnen nur darum, einfach mal undifferenziert zwei Quellen hier rein zu stellen, ohne den Inhalt studiert zu haben?
Wie dem auch sei, ich mache einfach mal den Anfang:
Studie 1 (Beitrag 34)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22099159
Im Abstract steht unter anderem: “Our results show that: (i) children from countries with the highest ASD prevalence appear to have the highest exposure to Al from vaccines; (ii) the increase in exposure to Al adjuvants significantly correlates with the increase in ASD prevalence in the United States observed over the last two decades (Pearson r=0.92, p

#39 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

@Herr Tiroke (Beitrag 34 und 35)
Hätten Sie Lust, mit mir den Inhalt der von Ihnen zitierten Beiträge zu diskutieren oder geht es Ihnen nur darum, einfach mal undifferenziert zwei Quellen hier rein zu stellen, ohne den Inhalt studiert zu haben?
Wie dem auch sei, ich mache einfach mal den Anfang:
Studie 1 (Beitrag 34)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22099159
Im Abstract steht unter anderem: “Our results show that: (i) children from countries with the highest ASD prevalence appear to have the highest exposure to Al from vaccines; (ii) the increase in exposure to Al adjuvants significantly correlates with the increase in ASD prevalence in the United States observed over the last two decades (Pearson r=0.92, p

#38 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Tabrizi,
ich möchte Ihnen ausdrücklich für Ihre hervorragenden Beiträge danken. Ich hoffe, Sie bewahren sich Ihre kritische, intelligente, logische und engagierte Herangehensweise.
Anknüpfend an Ihren Beitrag möchte ich auch noch einmal heraus heben, dass es hier zur gängigen Diskussionskultur gehören sollte,
1. mit seinem Namen für seine Meinung einzustehen
2. seine Behauptungen mit Quellen zu belegen
3. kurz und logisch dar zu legen, warum und in welcher Weise die Quelle die eigenen Aussagen unterstützt (bei Studien, z. B. Teilnehmerzahl, Studiendesign, Interessenskonflikte, etc.)
Anekdotisches Hingeschreibsel oder fantasiereiches Fabulieren sind in diesem Zusammenhang nicht nur nutzlos, sondern auch unethisch und verwerflich, weil schlichtweg zusammen gelogen und in hohem Maße gesundheitsgefährdend (z. B. Beitrag 1 von Frau Tüffel, Beitrag 11 von Herrn Dr. Steinhaus, Beitrag 30 von ‘Gast‘).

#37 |
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Student der Humanmedizin

Herr Tiroke,
derartige Studien sind mir auch bekannt. Es gibt jedoch vielfache Studien, die Gegenteiliges behaupten (und auch nicht von der Pharmaindustrie gesponsort sind). Leider ist die Datenlandschaft sehr unübersichtlich.
Aber nur weil Sie hier 2 Abstracts gepostet haben, die Ihre Aussagen unterstützen, heißt es nicht, dass die mehreren hundert anderen Studien, die vom Studienumfang weitaus größer waren, falsch oder unzutreffend sind.
Wie gesagt man sollte hier in den Dialog treten.
Einfach aus PubMed irgendein Abstract zu ziehen und damit seine persönliche Meinung zu rechtfertigen, ist höchst gefährlich und kann fatal enden. Daher bitte ich Sie auch hier, differenzierter an die Sache heranzutreten.

#36 |
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Heilpraktiker
#35 |
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Heilpraktiker
#34 |
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Carola Kübrich
Carola Kübrich

Es gilt tatsächlich zu klären: ist die Impfung unbedenklich oder ist tatsächlich an den Ergebnissen und Veröffentlichungen von Impfschäden “was drann” Bitte um Info´s
Danke

#33 |
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Student der Humanmedizin

Sehr geehrte Damen und Herren,
vorallem aber sehr geehrte Frau Heilpraktikerin Ursula Tüffel,

ich bin entrüstet, was sie hier für Aussagen in den Raum werfen. Sie als Heilpraktikerin werfen mit ihrem leider nicht richtigen Wissen ein dermaßen schlechtes Licht auf ihre Heilpraktiker-Kollegen, sodass ich mich trotz innerem Widerstand entschieden habe, Ihre Aussage zu kommentieren.

Vorab: Jede Form der Medizin, ob Schul-, Alternative, ja sogar die Glaubensmedizin hat seine Existenzberechtigung. Im Zentrum steht die Gesundheit eines jeden Kranken.
Nicht nur Impfungen, auch Medikamente und andere Eingriffe in den menschlichen Organismus sollten ständig hinterfragt und bewertet werden. Man sollte ehrlich und fair den ungeheuren Nutzen dieser Methoden erwähnen, aber auch die negativen Folgen berücksichtigen. Impfung bedeutet nicht gleich Impfung. Es gibt Impfungen, die sich seit Jahren bewährt haben und zu einer sogenannten Herdenimmunität geführt haben. Es gibt Impfungen, die neu auf den Markt gekommen sind, und hinterfragt werden müssen.

Aber was Sie, Frau Tüffel, erzählen, entspricht leider nicht der Wahrheit.
Bitte informieren Sie sich.
Es gibt Impfungen mit Tot- und Lebendimpfstoffen.
Den Totimpfstoffen sind sogenannte Adjuvantien beigefügt, z.B. Aluminumverbindungen etc., damit die Antwort des Immunsystem auf den Impfstoff verstärkt wird, da die Partikel der toten Erregerpartikel nicht ausreichen, um eine Antikörperproduktion zu gewährleisten.
Diese Adjuvantien sind weder der von ihnen benannte Stoff noch irgendwelche Quecksilberverbindungen. Auch sind diese sogenannten Adjuvantien in derart geringen Dosen nicht toxisch.

Ich bitte Sie, im Namen aller Heilpraktiker, Ärzte, Naturwissenschaftler:

Informieren Sie sich über die gängigen Impfstoffe und Impfverfahren. Belegen Sie stets Quellen zu Ihren Angaben. Schleudern Sie keine falschen Informationen in den Ihren Patientenkreis. Damit verlieren Ihre Patienten nicht nur das Vertrauen in Sie, sondern auch in Ärzte.

#32 |
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Kurze Replik an Herrn Bollig (s.u.):

ich beziehe mich auf die “FUTURE II”-Studie, New England Journal 356/2007.
Diese Arbeit, welche der damaligen Einführung der allgemeinen HPV-Impfung für Mädchen im wesentlichen zugrunde lag, zeigt, wie von mir erwähnt, als Ergebnis in erster Linie die Zahl der HPV 16 und 18-positiven Dysplasien, deren Reduktion durch die Impfung mit Gardasil sehr eindrucksvoll ist. Die Zahl aller Dysplasien wird nicht eindeutig erwähnt, obwohl diese ja den Autoren bestimmt bekannt war und die Zahl ist, auf die es am Ende ankommt.
Immerhin werden Zahlen für “Lesions associated with any HPV-Type”, womit vermutlich HPV 16/18/11/6 gemeint ist, genannt. Diese Zahlen zeigen in der Studie nur noch einen geringen Vorteil für die Gardasil-Gruppe im Vergleich zu Placebo.
Nun mag einer argumentieren, das sei rein akademisch, da doch jeder wisse, daß die Risiko-HPV-Typen für Zervixkarzinom verantwortlich sind.
So einfach ist es aber nicht – auch wenn das gerne so dargestellt wird.
Durchaus möglich, daß eine primäre genetische Veränderung die Zelle entarten lässt, HPV als Kofaktor dazu kommt und die Progression nur beschleunigt. Auch möglich, daß primäre entartete Zellen einfach eine erhöhte Suszeptibilität für HPV zeigen. Weiterhin könnte es sein, daß andere HPV-Typen die Typen 16 und 18 ersetzen können und deswegen eine Imfung gegen einen Teil des HPV-Spektrums weniger nützt, als ursprünglich erwartet.
Eine Antwort können nur Studien geben, welche alle Zervixdysplasien betrachten, und diese haben zumindest zum damaligen Zeitpunkt nicht vorgelegen. Wie gesagt, sogar die in der FUTURE-Studie unter “ferner liefen” gezeigten Zahlen “with any HPV-Type”, welche kaum noch einen Vorteil für die Gardasil-Gruppe zeigen, weisen, oder wiesen zumindest damals, in diese Richtung.
Die Arbeit ist frei im www verfügbar, lesen Sie selber!

Dr C. Frohn

Zitat:
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Dr. Frohn,
die meisten Zervixkarzinome werden doch durch HPV 16 und 18 verursacht.Von dem her verstehe ich Ihre Argumentation nicht wirklich.
Können Sie die Studien, die Sie meinen, zitieren und Ihre Kritik konkretisieren?
#23 | 12. Februar 2015 um 23:50
PD Dr. med Christoph Frohn
PD Dr. med Christoph Frohn
Arzt

Die Studien, welche die Euphorie für die HPV-Impfung begründeten, hatte ein großes Problem: Endpunkt waren lediglich Neoplasien, welche die Viren beherbergten, gegen die geimpft worden war. Die traten natürlich nach der Impfung kaum noch auf. Der entscheidende Endpunkt aber- das Verhindern von Neoplasien mit egal welchen Viren oder auch gar keinen Viren darin- war nicht im Blick der Studien.
Daß dieser offensichtliche Schwachpunkt auch von hochkarätigen Experten noch nicht einmal ansatzweise diskutiert wurde, hat auch mich – obwohl es für mich keine rational begründbaren grundsätzlichen Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gibt – stutzig gemacht. Hier wurde eine extrem teure Maßnahme vor einer abschließenden wissenschaftlichen Bewertung mit gewaltigen propagandistischen Aufwand durchgedrückt – sicherlich nicht hilfreich in der-wie man hier wieder sieht- immer wieder irrationalen und sehr emotionalen Impfdiskussion.
Aber immerhin einen deutschen Nobelpreis hat es dafür gegeben!

#31 |
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Gast
Gast

Diese Darstellung ist nicht ganz korrekt!!!
Die Anzahl an verstorbenen Mädchen nach HPV Impfungen ist sehr schnell in die Höhe gegangen. Weiterhin treteten bei geimpften Patientinnen Aborte und leider auch eine ernstzunehmende Unfruchtbarkeit auf.
Diese Tatsachen halte ich auch sehr relevant den Patienten mit auf den Weg zu geben damit sie eine Möglichkeit haben selbst zu entscheiden, ob unter den Optionen eine Impfung wirklich sinnvoll ist.
So wenig sind dies Impfstoffe tatsächlich erforscht

#30 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Das war ausdrücklich kein prinzipieller Appel GEGEN eine sinnvolle Impfmaßnahme, zu der ich auch die jährliche Grippeimpfung rechne, egal ob sie nun “nur” zu 50% wirksam ist. Man ließt ja gerade, dass es andernorts (Indien) wieder viele Tote durch “Schweinegrippe” (H1N1) gibt, ein Stamm, der bereits länger Teil der Routine-Impfung bei uns ist und daher hier nicht mehr allzu viel Unheil anrichten kann.
Die bekannte Nachlässigkeit bei Risikopersonal Lehrer, Kindergärtnerinnen, etc. kann ich hier (Grippe-Impfung) nicht nachvollziehen.
off-topic:
Auch den Menschen in Madagaskar geht es viel schlechter, hier gibt es vermehrt Pestfälle, die bei uns “ausgestorben” ist.

#29 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Wenn man diese (noch zu teuere) Maßnahme in den Kontext allgemeiner Krebsvorsorge stellt, so kann man bei den vergleichsweise wirklich wenigen Todesfällen in Deutschland durchaus den Kopf schütteln.
Dabei ist unbestritten, dass die bereits bestehende gynäkol. Krebsvorsorge, die bereits mit der Pupertät beginnt diese geringe Zahl erst ermöglicht.
Der Aufwand auch ohne Impfung bleibt trotzdem unverhältnismäßig hoch verglichen mit der Meckerei gegen einige Koloskopien, auch der zweifellos sehr leistungsfähigen Mammographie und der völlig grotesken Kritik am PSA-Test für das Prostata-Ca.

Eine WIRKSAME HPV-Impfung macht daher nur Sinn wenn sie in der Lage wäre, die geschilderte gynäkologische Prophylaxe ganz zu ersetzen.
Das soll sie erst mal nachweisen.

#28 |
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Josephine Bailis
Josephine Bailis

Es gibt viele Faktoren, die die Entscheidung FÜR eine HPV-Impfung beeinflussen.
Ein Grund könnte MANGELDES Wissen sein!!!

Der Artikel liest sich wie die immer furchteinflößenden Impfflyer- das ist kein Informationsgewinn für Ärzte und andere Mediziner.
In diesem Sinne großen Dank an alle (Orginale) Lesenden auch Nichtjournalisten. Z.B. Herrn Dr. rer. medic. Sven Tiews

Das ist leider kein interessanter Artikel- nur das übliche blabla….

#27 |
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Heilpraktikerin

Gibt es denn Aussagen der Cochrane-Gesellschaft zum Nutzen der Impfung?

#26 |
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Gast
Gast

Dazu auch noch ein, zugegeben sehr allgemein gehaltener, nicht auf die HPV-Impfung zielender Kommentar von Vince Ebert
(aus http://www.absatzwirtschaft.de/das-1×1-der-selbstvermarktung-35892/):
8. Verhältnismäßigkeiten ignorieren!
Eine Impfung, die Zehntausenden das Leben rettet? Drauf geschissen, solange es bei einer Handvoll Kindern eine Gluten-Intoleranz auslöst.

#25 |
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Sehr geehrte Frau Annukka Aho-Ritter,

ein interessanter Artikel. Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen und an einigen Stellen ergänzen. Sie sagen, dass “mit dem HPV-Test Vorstufen des Zervixkarzinoms früher erkannt und behandelt werden können”.
In der Tat ist es so, dass ein HPV-Test eine Infektion erkennt, die zu einer Erkrankungen führen kann, aber nicht zwingend muss, d.h. im eigentlichen Sinne kann er keine Erkrankung sondern nur eine Infektion erkennen. Dabei ist es so, dass die HPV-Infektion in mehr als 90% der Fälle innerhalb von 24 Monaten ohne Beschwerden zu verursachen ausheilt: Das menschliche Immunsystem erkennt die Infektion und schützt den Körper erfolgreich. Eine andauernde Infektion mit Hochrisiko-HPV (HR-HPV) kann zu einer krankhaften Veränderung (Krebsvorstufe) am Gebärmutterhals führen. Insgesamt entwickeln nur ca. 1-der lang anhaltend mit diesen Viren infizierten Frauen ein Zervixkarzinom. Die hierfür typischen Zellveränderungen sind jedoch bereits als Vorstufen im Rahmen der gynäkologisch-zytologischen Früherkennungsuntersuchen unter dem Mikroskop eindeutig erkennbar. Bleiben die Veränderungen unerkannt, so kann zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs führen. Damit bleibt festzuhalten, dass eine HPV-Infektion nicht mit einer Krebserkrankung gleichzusetzen ist, sie erhöht aber das Risiko, dass sich eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.
Für das Jahr 2011 wurden 4.665 Zervixkarzinome dokumentiert und 1.617 Frauen verstarben an einem Zervixkarzinom. Der Vergleich altersstandardisierter Mortalitätsraten einiger europäischer Länder weist für das Jahr 2000 für Deutschland 3,3 Sterbefälle pro 100.000 Frauen mit einem Rückgang in 2010 auf 2,5 Sterbefälle pro 100.000 Frauen aus. Damit liegt die altersstandardisierte Mortalitätsrate einerseits unter dem Durchschnitt der EU25 von 4,8 pro100.000 Frauen und andererseits auf dem Niveau von Großbritannien (2,3 pro 100.000 Frauen). Das deutsche opportunistische Vorsorgeprogramm ist äußerst erfolgreich: die Inzidenz und die Mortalität des Zervixkarzinoms sind seit der Einführung des Vorsorgeprogramms in 1971 um mehr als 70 % gefallen.

Hinsichtlich der HPV-Nutzenbewertung des IQWIG gilt festzuhalten: In 2010 beauftragte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) mit einer Nutzenbewertung des HPV-Testes im Primärscreening des Zervixkarzinoms. In der ersten umfangreichen bibliografischen Analyse zur Nutzung des HPV-Testes in Primärscreening wurden von 3245 Publikationen letztlich 29 Publikationen zu sieben Studien (Anttila 2010, ARTISTIC, NTCC1/2, POBASCAM, SWEDESCREEN und eingeschränkt und separat erfasst Sankaranarayanan 2009) vom IQWiG als relevant eingestuft. Bei den identifizierten Studien wurde bis auf Anttila 2010 bereits auf der Studienebene ein hohes Verzerrungspotential beobachtet. Ebenso zeigte sich für alle in die Auswertung eingeschlossenen Studien ein hohes Verzerrungspotential auf der Endpunktebene, so waren z. B. teilweise nur die Kolposkopiker, manchmal aber auch die Kolposkopiker und die Histologen/Pathologen nicht gegenüber der Gruppenzuteilung und den Testergebnissen verblindet.
Durch den ergänzenden Rapid Report S13-03 HPV-Test im Primärscreening des Zervixkarzinoms vom 14.05.2014 sollte eine Aktualisierung der S10-01 Nutzenbewertung erfolgen. Dieser neue Report berücksichtigt primär inzidente Fälle und basiert daher im Wesentlichen auf den Ergebnissen der zweiten Screeningrunde der berücksichtigten Studien. Obgleich sich verminderte Inzidenzen in der zweiten Screeningrunde bei der Analyse der berücksichtigten Studien nach Anwendung einer HPV-Diagnostik allein oder in Kombination mit einem zytologiebasierten Verfahren im Vergleich zur Anwendung eines zytologiebasierten Verfahrens allein für die beiden unterschiedlichen Endpunkte (CIN 3+, invasives Zervixkarzinom) einstellten, wurden die Ergebnisse auf Grund des hohen Verzerrungspotentials nur als Hinweis qualifiziert. Darüber hinaus gab es keinen Anhaltspunkt mehr für einen Effekt der HPV-Diagnostik bezüglich des Endpunktes CIN 3/CIS –Läsion. In einigen Fällen blieb unklar, wie viele der berichteten relevanten Läsionen im Rahmen der untersuchten Screeningstrategien bzw. wie viele außerhalb dieser identifiziert wurden.
Ebenso konnten die eingeschlossenen Publikationen keine Daten zu den patientenrelevanten Endpunkten – Gesamtüberleben, krankheitsspezifische Mortalität, unerwünschte Folgen der Screeningstrategie und Veränderung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität – liefern, so dass der Nutzen des HPV-Screenings unklar blieb. Ferner war die Durchführung einer vergleichenden Bewertung des Schadens einer HPV-Diagnostik allein oder in Kombination mit einem zytologiebasierten Verfahren im Vergleich zu einer ausschließlich zytologiebasierten Strategie nicht möglich.
Daher konnte das IQWiG wie im Abschlussbericht S10-01 auch im Abschlussbericht S13-03 „keine Empfehlung für eine bestimmte Screeningstrategie aussprechen“.
Es gibt also eine hinreichende Anzahl Publikationen, sie wiesen jedoch aus Sicht des IQWiG erkennbare Schwächen auf.

Auch die Verwendung der HPV-Diagnostik als primäres alleiniges Screeningverfahren scheint überprüfenswert. Im Rahmen einer FDA-Anhörung hat Quest Diagnostics, einer der größten Provider des US Gesundheitsmarktes mit mehr als 10 Millionen jährlichen HPV- und Pap-Testen, bedenken zur Einführung des HPV-Testes als first-line Primärescreening-Test basierend auf Screeningdaten von ca. 3,7 Millionen Frauen (30-65 Jahre), die in der Zeit von 2005-2007 an einem Co-Testing (HPV und Zytologie) teilnahmen, geäußert. Sie nehmen an, dass mit der Einführung eines HPV-Primäscreenings als alleiniger Suchstrategie gegenüber dem Co-Testing 13,5% der Zervixkarzinome unentdeckt blieben. Unter Berücksichtigung der Annahme der Amerikanischen Krebsgesellschaft, das in 2014 in den USA 12.360 Frauen an einem Zervixkarzinom erkranken werden , würden damit 1.670 Zervixkarzinome (13,5 %) bei der Verwendung der HPV-Diagnostik als primäres alleiniges Screeningverfahren nicht entdeckt werden.
Interessanterweise hatten 14,3% (533.088) der untersuchten Frauen eine CIN3+ Läsion. 4,6 % waren HPV negativ und 25% (6.100) der Frauen mit einer auffälligen Zytologie und negativem HPV-Test haben ein Zervixkarzinom innerhalb von 5 Jahren ausgebildet. Daher scheint eine HPV-only Triage nicht zwingend geeignet zu sein, um zu der angestrebten Reduktion bei der Inzidenz und der Mortalität des Zervixkarzinoms beizutragen.

Abschließend ein Hinweis zur HPV-Impfung: Grundsätzlich ist die Impfung als individuelle Maßnahme sinnvoll, jedoch kann es wie bei jedem Impfstoff sein, dass nicht bei allen Geimpften ein Schutz aufgebaut wird. Besondere Bedeutung bei der HPV-Impfung liegt darin, dass die zu impfenden Personen noch keine Exposition zum Virus hatten. Ansonsten sinkt der Benefit deutlich. Hierzu gibt es mehrere Publikationen.
Ergänzend möchte ich in diesem Zusammenhang gerne auf ein bereits in 2009 publiziertes Interview von Diane Harper verweisen. Sie war führende Forscherin bei der Erstellung der Impfstoffe Gardasil und Cervarix. Hier stellte Sie einerseits heraus, dass “the incidence of cervical cancer in the U.S. is already so low that “even if we get the vaccine and continue PAP screening, we will not lower the rate of cervical cancer in the US.” und ergänzte “Apparently, conventional treatment and preventative measures are already cutting the cervical cancer rate by four percent a year. At this rate, in 60 years, there will be a 91.4 percent decline just with current treatment. Even if 70 percent of women get the shot and required boosters over the same time period, which is highly unlikely, Harper says Gardasil still could not claim to do as much as traditional care is already doing.” Eine Kopie des Artikels findet sich unter http://www.davidrasnick.com/HPV_files/Harper%202009%20Gardasil%20Researcher%20Drops%20A%20Bombshell.pdf (letzte Zugriff 13.02.2015 09.20 Uhr).

Mit freundlichen Grüße
Dr. Sven Tiews

#24 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Dr. Frohn,
die meisten Zervixkarzinome werden doch durch HPV 16 und 18 verursacht.Von dem her verstehe ich Ihre Argumentation nicht wirklich.
Können Sie die Studien, die Sie meinen, zitieren und Ihre Kritik konkretisieren?

#23 |
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Die Studien, welche die Euphorie für die HPV-Impfung begründeten, hatte ein großes Problem: Endpunkt waren lediglich Neoplasien, welche die Viren beherbergten, gegen die geimpft worden war. Die traten natürlich nach der Impfung kaum noch auf. Der entscheidende Endpunkt aber- das Verhindern von Neoplasien mit egal welchen Viren oder auch gar keinen Viren darin- war nicht im Blick der Studien.
Daß dieser offensichtliche Schwachpunkt auch von hochkarätigen Experten noch nicht einmal ansatzweise diskutiert wurde, hat auch mich – obwohl es für mich keine rational begründbaren grundsätzlichen Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gibt – stutzig gemacht. Hier wurde eine extrem teure Maßnahme vor einer abschließenden wissenschaftlichen Bewertung mit gewaltigen propagandistischen Aufwand durchgedrückt – sicherlich nicht hilfreich in der-wie man hier wieder sieht- immer wieder irrationalen und sehr emotionalen Impfdiskussion.
Aber immerhin einen deutschen Nobelpreis hat es dafür gegeben!

#22 |
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Arzt
Arzt

@Marianne Koch
Juristin und Heilpraktikerin
sprechen Sie auch gegenüber Patienten so aggressiv über Ärzte?
Dann werden Sie es wohl auch nötig haben.

#21 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Nachtrag noch zu der von Dr. Schellenberg hier zitierten Studie:
Im Abstract wird noch ein interessanter Nebenaspekt erwähnt (leider wurde der Abstract von Dr. Schellenberg nicht vollständig zitiert).
Die Odd Ratio für das Guillain-Barré Syndrom ist nur 0,75.
Mit anderen Worten: Das Guillain-Barré tritt NICHT häufiger bei HPV Impfungen auf (möglicherweise sogar weniger).

#20 |
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Dr. med. Frank Bollig
Dr. med. Frank Bollig

Sehr geehrter Herr Dr. Schellenberg,
von den zitierten Studien scheint mir nur eine – mit Abstrichen – eine gewisse Substanz zu haben: “A case-control study of quadrivalent human papillomavirus vaccine-associated autoimmune adverse events”. von Geier et al..
Folgende Fragen zu dieser Studie hätte ich noch an Sie:
– Wie waren die Absoluthäufigkeiten der erwähnten Krankheitserscheinungen? Wenn z. B. ein SLE 5mal in einer Millionen auftritt (versus einmal ungeimpft) ergibt sich eine Odd Ratio von 5. Trotzdem ist die Gesamthäufigkeit äußerst gering.
– Wie wurden die Krankheitserscheinungen diagnostiziert? Vor allem Krankheitsbilder wie Gastroenteritis oder Arthritis sind ja von den Begrifflichkeiten her erstmal sehr vage (spezifische Serummarker, etc.?).
– Wie erklären Sie sich den Widerspruch bei den Odd ratios von Gastroenteritis (4,6) und Diarrhoe (1,0), einem Hauptsymptom der Gastroenteritis?
Vielen Dank und mit kollegialen Grüßen, Frank Bollig

#19 |
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Heilpraktikerin

Wieso wird mein Kommentar einfach gelöscht?
Ich empfinde das als eine Frechheit von der Redaktion!

#18 |
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Dr Stephan Heinrich Nolte
Dr Stephan Heinrich Nolte

Bei Frauen ist Gebärmutterhalskrebs weltweit die zweithäufigste Krebstodesursache – stimmt doch gar nicht! Das gilt nur für eine sehr kleine Altersgruppe 30-35 J, insgesamt ist er seltenerals das nun wirklich sehr seltene Pankreaskarzinom. ALso bitte kein Spiel mit falschen Zahlen, das ist die übliche Leserverdummung.

#17 |
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M.Sc. Christoph Mauder
M.Sc. Christoph Mauder

Hier ein interessanter Bericht von “monitor” zum Thema:

“Sie ist eine der teuersten Impfungen, die es je gab. Die neue HPV-Impfung, die junge Mädchen gegen Gebärmutterhalskrebs schützen soll. Den Impfstoffherstellern hat sie dank einer beispiellosen PR-Kampagne schon jetzt traumhafte Gewinne beschert – bezahlt von den Krankenkassen. Doch nach der Diskussion um die Nebenwirkungen gibt es jetzt ernsthafte Zweifel, wie wirksam die Impfung Gebärmutterhalskrebs tatsächlich verhindert. Die betroffenen Mädchen werden unterdessen weiter mit einfachen Wahrheiten überflutet – gerne mit finanzieller Unterstützung der Impfstoffhersteller.”

https://www.youtube.com/watch?v=sYqIngwaiao

#16 |
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Gast
Gast
#15 |
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Marianne Koch
Marianne Koch

Hr Dr. Aust,

Ihre Art der Kommunikation kann ich nur als niveaulos bezeichnen und Ihre Arroganz als mehr als peinlich.
Stellen Sie sich einmal vor, es gibt noch Menschen, die Ihren hochfavorisierten Studien keinen Glauben schenken, die sich nicht hinter englischen Studienzitaten verschanzen müssen und die die Meinung anderer Menschen nicht beleidigend verunglimpfen müssen, weil sie in der Lage sind ihrem eigenen gesunden Menschenverstand zu trauen. Ach, fast hätte ich es vergessen, Bachblüten können vielleicht hilfreich dabei sein…..vielleicht probieren Sie es mal aus….. es könnte Ihnen vielleicht helfen……

Viele Grüße von Marianne Koch
Juristin und Heilpraktikerin

#14 |
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DocCheck News Redaktion
DocCheck News Redaktion

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.
Bitte bedenken Sie jedoch die Netiquette und diskutieren Sie sachlich.

Ihre DocCheck News Redaktion

#13 |
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Sicher und wirksam…??? nur mal drei Artikel anbei…
bitte in Zukunft nicht so tendenziös recherchieren!
PS. eines ist jedoch wirklich sicher – der Umsatz der Firma Merck!!!

Curr Drug Saf. 2014 Mar;9(1):65-8.
Human papilloma virus vaccine associated uveitis.
Holt HD, Hinkle DM, Falk NS, Fraunfelder FT, Fraunfelder FW1.

Clin Rheumatol. 2014 Dec 23. [Epub ahead of print]
A case-control study of quadrivalent human papillomavirus vaccine-associated autoimmune adverse events. Geier DA1, Geier MR.:
reporting system (VAERS) database was examined for adverse event reports associated with vaccines administered from January 2006 through December 2012 to recipients between 18 and 39 years old with a listed residence in the USA and a specified female gender. It was observed that cases with the SAAE outcomes of gastroenteritis (odds ratio (OR) = 4.6, 95 % confidence interval (CI) = 1.3-18.5), arthritis (OR = 2.5, 95 % CI = 1.4-4.3), systemic lupus erythematosus (OR = 5.3, 95 % CI = 1.5-20.5), vasculitis (OR = 4, 95 % CI = 1.01-16.4), alopecia (OR = 8.3, 95 % CI = 4.5-15.9), or CNS conditions (OR = 1.8, 95 % CI = 1.04-2.9) were significantly more likely than controls to have received HPV4 vaccine

Immunol Res DOI 10.1007/s12026-014-8567-3
The epidemiological profile of ASIA syndrome after HPV vaccination: an evaluation based on the Vaccine Adverse Event Reporting Systems
Paolo Pellegrino • Valentina Perrone • Marco Pozzi • Carla Carnovale • Cristiana Perrotta • Emilio Clementi • Sonia Radice
…The commonest clinical manifestation observed were pyrexia (58 %), myalgia (27 %) and arthralgia or arthritis (19 %), and the estimated reporting rate was of 3.6 cases per 100,000 doses of HPV vaccine distributed (95 % CI 3.4–3.7). …

Dr. Christian Schellenberg, Kinderarzt

#12 |
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Dr Ludwig Steinhaus
Dr Ludwig Steinhaus

Sehr geehrte Frau Aho-Ritter
Haben sie schon mal junge Frauen gesehen, die nach einer HPV-Impfung von guten bis sehr guten Schülerinen keinen mittleren, geschweige denn Abitur machen konnten und dauerhaft gesundheitliche Beeinträchtigungen haben? Die Rechtsstreite mit den Pharmafirmen nicht durch stehen können, weil sie kein Geld mehr haben, obwohl vom Land ein Impfschaden anerkannt ist.
Es schmerzt sehr als Arzt solche Schicksale erleben zu müssen. Die Impfstoffe sind mit nichten sicher, wenn man nicht zünisch von Kollateralschäden sprechen will.
MfG
Steinhaus

#11 |
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Dr. Martin Aust
Dr. Martin Aust

Herr Guggenbichler, wenn Sie schon nachdenken und zitieren, dann bitte richtig:

“More than 23 million doses were administered nationally since the HPV vaccine was licensed in June 2006. There were a total of 12,424 reports to VAERS of adverse events following HPV vaccination through December 2008…. Of the 12,424 reports of adverse events, 772 (6% of all reports) described serious adverse events, including 32 reports of deaths. … The 32 death reports were reviewed and there was no common pattern to the deaths that would suggest they were caused by the vaccine. In cases where there was an autopsy, death certificate, or medical records, the cause of death could be explained by factors other than the vaccine. Some causes of death determined to date include diabetes, viral illness, illicit drug use, and heart failure.”

Bitte nachlesen: http://www.cdc.gov/vaccinesafety/Vaccines/HPV/jama.html

#10 |
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Arzt
Arzt

@Dr. Norbert Guggenbichler etwas genauer bitte!

#9 |
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In den USA alleine sind laut dem dortigen Meldesystem (VAERS) 35270 Nebenwirkungen registriert. Ebenso 150 Todesfälle und 4920 ernste Zwischenfälle.
Sollte da nicht ein Nachdenken einsetzen?

#8 |
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Dr. Martin Aust
Dr. Martin Aust

Frau Tüffel, Ihr Mitteilungsbedürfnis steht leider in diametralem Gegensatz zu ihrer Sachkenntnis. Könnten Sie bitte eine seriöse Quelle für die angeblich “vielen Todesfälle” benennen? – und bitte nicht die Januarausgabe der “Bachblüte”. Leider gibt es keine Impfung gegen neuronale Fehlfunktionen. Sonst würden Sie hier nicht so einen Quatsch verzapfen.

#7 |
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Gast
Gast

Die Qualität der Aussagen von Frau Tüffel spiegeln sich schon darin wider, dass sie Thiomersal als Adjuvans bezeichnet und darüber hinaus Thiomersal bei hier angewendeten Impfstoffen schon längst nicht mehr enthalten ist (http://www.pei.de/DE/infos/fachkreise/impfungen-impfstoffe/faq-antworten-impfkritische-fragen/impfung-quecksilber/impfung-quecksilber-thiomersal-node.html). Und die angeblichen Todesfälle, warum gibt es die denn nicht auch in Australien, wo die Impfung breit angewendet wird? Merkwürdig…

#6 |
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cem buldak
cem buldak

Bei wieviel Prozent der Erkrankten ist eigentlich bewiesen das HPV der Verursacher ist? Würde mich mal interessieren.

#5 |
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Gast
Gast

Wollen jetzt “Heilpraktiker” auch impfen?

Ich dachte bisher, die machen nur unwirksame Methoden.

#4 |
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Gast
Gast

#1:

Liebe Frau Tüffel,

Demnächst werden die Ärzte sich sicher und hoffentlich bei den Heilpraktikern beraten lassen, wenn sie etwas nicht wissen…

#3 |
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Arzt
Arzt

Es gibt da schon noch einige Probleme, auch wenn ich als Arzt ein prinzipieller Befürworter von Impfungen bin.

1) die Impfung ist sehr teuer

2) die Zeitdifferenz zwischen Impfung und voraussichtlichem Ca- Risiko ist so groß,
dass der eigentliche Wirkungsnachweis noch aussteht, insbesondere bei der sehr geringen Zahl der Portio-Carzinome in Deutschland (verglichen mit Mamma-Ca, Colon-Ca und Lungen-Ca)

3) epidemiologisch müssten selbstverständlich auch die Jungs, nicht nur die Mädchen geimpft werden,
ohne Sexkontakt keine HPV-Übertragung, auch Penis-Carzinom ist HPV-assoziiert.

Wenn man dann gleichzeitig immer die nicht endende Kritik an Mamma-Ca-sreening, Koloskopien und sogar dem lächerlichen PSA-Test für das viel häufigere Prostata-Ca hört,
kann man nur noch den Kopf schütteln.

mfG

#2 |
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Heilpraktikerin Ursula Tüffel
Heilpraktikerin Ursula Tüffel

Sehr einseitig recherchiert. Die vielen Todesfälle in der Schweiz und Deutschland sollen die Sicherheit dieser Impfung belegen? Wer führte die Studien durch und finanzierte sie? Die Impfstoffhersteller!

Impfmüde? Sicher, je mehr man sich mit Impfungen ganz speziell und allgemein informiert, umso weniger wird man sich impfen lassen. Die Gefahren werden auch von der STIKO stets klein geredet – zu 70% stammen die dortigen Entscheidungsträger aus der Impfstoffindustrie – was soll man also anderes erwarten?

Und noch schlimmer: auch die Ärzte werden von den sog. Pharmaberatern falsch informiert und wissen daher oft nicht um die Gefahren von Impfungen, kommen bei Folgeschäden vielfach gar nicht auf den Gedanken, die Impfung als Ursache in Betracht zu ziehen.

Desweiteren muß man sich fragen, warum die Impfstoffe nur dann Antikörper hervorrufen, wenn ihnen hochgiftige Adjuvantien hinzugefügt werden. Ohne diese steigt der Antikörpertiter nämlich nicht. Was sind das also für Impfungen? Gegen Adjuvantien wie Thiomersal usw.!!!

#1 |
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