Home Lab: Sensoren für Senioren

6. Februar 2015
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Möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben, ohne ständige Arztbesuche und stationäre Aufenthalte – das wünschen sich chronisch Kranke und Risikopatienten. Ein mobiles Überwachungslabor könnte das ermöglichen und den Alltag des Arztes erleichtern.

Gemeinsam mit der Berliner Charité sowie weiteren internationalen Forschungspartnern haben die Wissenschaftler ein mobiles Überwachungslabor entwickelt und getestet. Nur wenige Millimeter groß ist das mobile, drahtlose System, mit dem sich alle wichtigen Parameter zur Gesundheitsüberwachung von Risikopatienten messen lassen.

Umfassend überwacht

An das Gerät können verschiedene Mess-Sensoren angeschlossen werden: Ein mit einem Bluetooth-Modul ausgestattetes Pulsoxymeter zur Ermittlung von Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung. Oder ein Blutdruckmessgerät, das die ermittelten Werte von der Armmanschette über WLAN an das System übermittelt. Mit dem Nanopotentiostat, einem elektrochemischen Sensor, lassen sich der Glucose-, Laktat– oder Cholesterolwert bestimmen. Zudem liefert ein Fluoreszenzsensor durch optische Auswertung mit einer Laserdiode die Konzentrationen bestimmter Herz-Kreislauf-Marker.

Erfasste Vital-Parameter:

Verlässlich wie die Großen

Zur Überprüfung der Risikomarker im Blut nutzt der Patient spezielle Einmal-Kartuschen, in die er mit einem Finger-Pieks einen Bluttropfen bringt. Die Kartusche ist mit einem Mikrochip ausgestattet und so vorbereitet, dass die im Blut enthaltenen Marker nachgewiesen werden können. „Alles, was der Laborarzt im Großen macht, kann der Nanopotentiostat im Kleinen ermitteln – und das bei vergleichbarer Qualität“, erklärt Professor Harald Mathis, Leiter der Abteilung Biomolekulare Optische Systeme des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT.

Hausärzte skeptisch

Dass die Messergebnisse aus dem Mini-Labor vergleichbar präzise sind wie die aus großen Laboren, war den Entwicklern besonders wichtig. „Wäre das nicht so, hätte unser Heimlabor mehr Skeptiker als Befürworter“, so Prof. Mathis. Und Skeptiker gibt es ohnehin schon zur Genüge. „Viele Hausärzte, mit denen wir gesprochen haben, lehnen das Heimlabor von vornherein ab“, berichtet Mathis. Zu groß scheint die Angst, ersetzbar zu sein. „Unsere Mikro-Messstation für zu Hause wird die Arbeit des Hausarztes nicht ersetzen, sie wird sie lediglich vereinfachen“, betont der Wissenschaftler. Die Ängste der Hausärzte will Prof. Mathis mit seinen Kollegen in Zukunft durch Gespräche nehmen.

Direkter Kontakt unumgänglich

Das mobile Heimgerät wertet alle Messdaten aus und übermittelt diese über eine sichere Internetanbindung an den Arzt oder ein Medizinzentrum. Über eine Smartphone-App erhält der Patient die Messergebnisse und das Feedback vom Arzt, oder er verbindet sich direkt per Skype oder über ein anderes, digitales Kommunikationssystem mit seinem betreuenden Arzt. „Der direkte Austausch von Arzt und Patient ist dabei sehr wichtig. Denn alle Systeme, die versuchen, ohne eine direkte Verbindung auszukommen, sind bisher kläglich gescheitert“, berichtet Prof. Mathis.

Behandlungszentren und Krankenhäuser zeigten sich hingegen offen für die neue Technologie und hätten die Notwendigkeit der Gesundheitsüberwachung von Risikopatienten sofort eingesehen, wie Mathis berichtet. Ein weiterer möglicher Einsatzort des Gerätes wäre auch die Intensivstation. Dort müssten die Daten allerdings mit denen anderer Überwachungsgeräte kombiniert werden – eine Herausforderung, an der die Wissenschaftler momentan arbeiten.

Erste klinische Studie läuft an

Zusammen mit der Charité haben die Forscher eine Vorstudie durchgeführt, in der die physikalischen Parameter der Messstation evaluiert wurden. Die erste klinische Studie steht unmittelbar bevor. Auch die passende Smartphone-App ist bereits programmiert; natürlich gibt es sie nicht zum freien Download, sondern nur im Zusammenhang mit der Messstation.

Nichts für altmodische Rentner

Ein miniaturisiertes High-Tech-Diagnoselabor kombiniert mit einer App – taugt das System tatsächlich für Menschen, die an der Schwelle zur Unselbstständigkeit stehen? Zumindest die Entwickler sind zuversichtlich: „Die dauerhafte Überwachung könnte gerade älteren Menschen mit Vorerkrankungen zu mehr Sicherheit und Lebensqualität verhelfen“, erklärt Prof. Mathis. Profitieren würden vor allem IT- und Lifestyle-affine Menschen, die gerade an der Grenze zum Rentenalter stehen. Denn bis die Messstation marktreif ist, werden noch etwa drei bis fünf Jahre vergehen. Und wer noch gar keinen Kontakt zu Smartphones, Skype und WLAN hatte, für den wird die mobile Mikro-Gesundheitsstation im hohen Alter sicher mehr Verwirrung als Erleichterung bringen. Wie viel das Gerät einmal kosten wird, steht noch nicht genau fest. „Einige tausend Euro“, schätzt Prof. Mathis, und weiter: „Doch wenn sich dadurch teure Krankenhausaufenthalte vermeiden lassen, relativiert sich der Preis.“

59 Wertungen (4.53 ø)
Allgemeinmedizin, Medizin

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19 Kommentare:

Dipl.-Ing. Matthias Seidler
Dipl.-Ing. Matthias Seidler

Selbst wer ständig Kontakt zu Smartphones, Skype und WLAN hatte, für den wird die mobile Mikro-Gesundheitsstation im hohen Alter sicher täglich, stündlich mehr Verwirrung als Erleichterung bringen.
Als New-Ruheständler stell ich heute fest, ….man will Ruhe vor den sich ständig potenzierenden Netz-Strapazen haben !!!

” Wie viel das Gerät einmal kosten wird, steht noch nicht genau fest. „Einige tausend Euro“, ……….. „Doch wenn sich dadurch teure Krankenhausaufenthalte vermeiden lassen, relativiert sich der Preis.“ Für wen denn eigentlich?
Der Durchschnittsrenter geht doch gern ins Krankenhaus……

#19 |
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Arzt
Arzt

Ich halte ein solches Messystem für durchaus sinnvoll,

… für eine Intensivstation mit entsprechenden Risikopatienten.
Der Stundenurin fehlt noch und das EKG.
Nur, wie man auf die merkwürdige Idee kommt, man könnte diese Patienten, dann nach hause verlegen, fehlt mir ehrlich gesagt die Vorstellungskraft.
Denn wofür bitte soll man das denn alles messen ohne Therapie, oder Therapieänderung, wenn sich was an den Werten ändert,
VITALPARAMETER?
Wenn man erwartet, da wird sich nichts ändern, muss man das alles natürlich nicht messen. Und wenn einer schnell sterben soll, muss man das doch nicht so teuer machen und alles protokollieren.
Also wenn ich mir jetzt den Patient auf dem Land vorstelle und jetzt fällt da nur ein einziger Wert ab, z.B. die Sauerstoffsättigung,
bekommt man die jetzt per Telefon, wenn da immer einer sitzt, wieder hoch???

Erfasste Vital-Parameter:

Herzfrequenz
Sauerstoffsättigung
Blutdruck
Blutzucker
Laktat
Cholesterol
Troponin T und I
Myoglobin
pBNP
CK-MB

Oder was macht man am Telefon,
wenn der Lactat-Wert ständig steigt?
Das wissen sicher die Telemedizinexperten,
oder vielleicht doch nur ein Intensiv-Dr.,
denn viel Zeit bleibt da nicht bis zum Sterben.

mfG

#18 |
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Arzt
Arzt

Das mit der negativen Telemedizin kann ich bestätigen, betrifft im Wesentlichen die Radiologie,
letztlich muss sich der anfordernde (nicht-radiologische) Kollege das im Notfall selbst befunden, was weder rechtlich! noch fachlich ok. ist. Hier geht es nur um Geld sparen. Das Ergebnis ist deshalb nicht weniger Röntgenuntersuchungen, sondern eher mehr, das geht ja auch ohne Arzt, differenzierte Problemlösungen z.B. mit Kontrastmittel oder Durchleuchtung entfallen schlicht. Ich erinnere mich an einen simplen Rö-Thorax, der wegen länger bestehendem Husten durchgeführt wurde, bei dem dann irgend ein Anfänger einen Tumorverdacht äußerte, der schließlich zu weiteren Röntgenuntersuchungen führte. Ich hab mir dann alle Aufnahmen geschnappt und sie persönlich einem ausgewachsenen Radiologen vorgestellt, der sofort auf dem ersten Blick gesehen hat, dass schon das erste Bild keinerlei Tumorverdacht erkennen ließ und alles weitere Gott sei Dank überflüssig war, worüber ich natürlich etwas sauer war.
Auch die Beurteilung eines “alltäglichen” EKG´ ist doch schon eine Wissenschaft für sich, die damit beginnt ob man die Elektroden korrekt setzt.
Als Notarzt trau ich mir da nur zu zwischen 0-Linie und Herzflimmern zu unterscheiden, damit ich weis, ob ich einen Defibrillator brauche oder direkt mit der Herzmassage anfangen muss.
Deshalb bin ich extrem skeptisch über ein kleines Wundergerät, das wörtlich:
“alle wichtigen Parameter zur Gesundheitsüberwachung von Risikopatienten ”
nur korrekt “aufzeichnet”.
Der menschliche Robotertraum stirbt offenbar nie.

#17 |
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Gast
Gast

@ verehrte Linda Duncker, der einzig richtige Gedanke ist die erkennbare Priorität der Maschine gegenüber dem Mensch, im Sinne der Geld-verdienenden Maschinenherstellern.
Denn offenbar finden Sie das gut, oder gar “fortschrittlich”.
Ob sich das finanziell lohnt, ist auf den ersten Blick mehr als fraglich,
selbstverständlich gibt es auch in Deutschland Telemedizin, das beschränkt sich allerdings auf Kommunikation unter Fachleuten und soll wieder ärztliches Personal einsparen und sonst nichts, egal welche Wunderdinge der Laie damit verbindet.
Nach meiner persönlichen Erfahrung damit ist dadurch die Patientenbehandlung nicht besser sondern schlechter geworden, da der Arzt/Patientenkontakt dabei verloren geht.
Was das bedeutet ist wohl den meisten nicht klar, den Politikern schon gar nicht.
Es bedeutet auch einen tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex gegenüber menschlichen Fähigkeiten, oder entspr. Wunderglauben zum “Rechner”.

Ihre erstaunlichen Bemerkung zum Datenschutz sind dazu völlig daneben.
Hier haben Sie überhaupt nicht ansatzweise mitbekommen, wohin die Reise geht.
Auch die Krankenakte von Michael Schumacher, immerhin Millionär, ist schon im Internet aufgetaucht, GROßARTIGER TECHNISCHER FORTSCHRITT.
Wer hätte nicht auch Interesse an Ihrem gynäkologischen Befund?

mfG

#16 |
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Linda Duncker
Linda Duncker

Was würde so ein Gerät die Versorgung alter Menschen auf dem Lande erleichtern. Es wurden viele Bedenken geäussert, aber Tatsache ist
– Telemdizin gibt es bereits und funktioniert in anderen Ländern wie z.B. in den skandinavischen
– es gibt auch durchaus intelligente, lernfähige ältere Menschen und wie gesagt, bis das Gerät auf den Markt kommt und die Rechtslage geklärt ist, gibt es wahrscheinlich mehr Alte, die mit Smartphones umgehen können
– der Landarzt ist ausgestorben, denn alle wissen, Hausbesuche werden nicht anständig bezahlt. Darüberhinaus sollte man an der besseren und leistungsgerechten Bezahlung von Hausärzten arbeiten (besonders der Landärzte), denn sonst gibt es bald keine mehr. Aber da gibt es natürlich starke Lobbies, die dieses verhindern, denn der Kuchen ist ja bereits aufgeteilt zugunsten der bessere Bezahlung von Gerätemedizin. Was hängt da nicht alles dran….!!!
– eine Krankenschwester, die zu den Patienten fährt, ist mit Sicherheit billiger und könnte z.B. ein EKG abnehmen und auch schon mal nachschauen wie es den Patienten geht und mit dem betreuenden Arzt telefonieren. Der kennt dann sicher seine Pappenheimer und kann mit Sicherheit die Lage einschätzen. Auch eine Krankenschwester kann einen Patienten betüddeln, Nähe und Sicherheit vermitteln, mit Sicherheit sogar besser als der gestresste Arzt. Ohne einen Hausbesuch vom betreuenden Arzt geht es dann allerdings meistens doch nicht, zumindest in den Anfängen einer neuen Art von Betreuung.
– Häufig wird die Entscheidung, der Patient muss ins Krankenhaus, aus forensischen Gründen doch getroffen trotzdem Arzt vielleicht zu Besuch war, weil man Laborwerte eben nicht lokal abrufen kann. Wäre das nicht eine gute Entscheidungshilfe für den Hausarzt?
– neue Geräte werden mit der Zeit billiger, wenn sie in grösserer Auflage hergestellt werden und die Entwicklungkosten abgeschrieben sind. Man könnte durchaus darüber nachdenken, mit der Industrie bundesweit Verträge auszuhandeln, die eine Explosion der Kosten verhindert. Frei nach dem Motto – wir kaufen euer Gerät nicht, wenn der Preis nicht akzeptabel ist. Das ist nichts neues – nur in Deutschland. Auch wäre es eine denkbare Lösung, das Patient unter Umständen selbst das Gerät bezahlt. Oh Gnade euch Gott – welcher Aufschrei durch die deutschen Massen gehen wird! Wir müssen etwas zahlen! Diesmal zahlt die Krankenkasse nicht! Wir haben doch immer alle Krankenkassenbeiträge gezahlt! Es ist an der Zeit den deutschen Massen eine Rechnung vorzulegen – mit Soll und Haben usw. und das sind eure Wünsche und die kosten soundsoviel. Wo wollen wir Abstriche machen und wo nicht? Lasst das Volk mitbestimmen, dann können die Entscheidungen auch vom Einzelnen viel besser mitgetragen werden!
– liebe Frau Gehrling – wieviele Hausärzte fahren denn noch zu ihren Patienten, das es einen Unterschied machen würde – von wegen Verschreibung von Antidrepessiva? Und ist es wirklich der Hausarztbesuch, der dieses verhindert – und nicht mehr die fehlenden Angehörigen u.a. Bezugspersonen? Ja, die soziale Betreuung spielt eine grosse Rolle und ein Arzt kann EINE stabile Vertrauensperson sein – kommt aber in der Regel doch zu selten, um damit die Verschreibung von Antidepressiva verhindern zu können.
– Deutschland befindet sich im Datenschutzwahn. Der hat natürlich seine Berechtigung ganz klar! Siehe die NSA-Affären der letzten Zeit. Aber auch dies ist nur ein Problem, das es zu lösen gilt. Letztlich ist dies nur eine Kostenfrage und eine der Zeit. Aber welche Resoursen würden frei werden. Wieviel unnötige Arztbesuche, Röntgenuntersuchungen, doppelt bestimmte Laborwerte, usw usw könnten eingespart werden. Wieviel Zeit würde eingespart werden, wenn Arzt nicht jedesmal erneut eine Medikamenten- und Krankengeschichtenanamnese aufnehmen müsste – nur allein das wäre eine solche Erleichterung! Wieviel mehr Geld könnte in das Personal investiert werden, wenn man anderes einspart! In Skandinavien ist dies bereits Realität.
– liebe Frau Dr. Cornelius, ist eine erhöhte Strahlenbelastung von alten Menschen, die nur noch die Aufnahme in ein Altenheim vermeiden wollen, wirklich zu vermeiden? Sterben die nicht sowieso VOR Entwicklung eines Tumors an Altersschwäche?
– lieber Gast vom 7.2. 17:14: ich verstehe ihren Beitrag leider nicht, da ich diesem besonderen Ausländisch nicht mächtig bin. Wie schade!
– was spricht gegen die “automatische” Umlagerung und PEG-Pumpen, wenn ein Mensch mit deren Hilfe zu Hause sterben kann!? Wer kann denn die häusliche Pflege rund um die Uhr selbst bezahlen (welche da kostet: ca 20.000 Euro/Monat). Wie lange reicht da die Pflegeversicherung?
– es gibt durchaus eine ganze Reihe von Menschen die sich selbst Blut abnehmen und/oder spritzen – die Diabetiker und mit Marcumar behandelte (zeitweise low-dose-Heparin)! Müssen die deswegen alle hospitalisiert werden? Und zu denen, die kollabieren, muss man halt hinfahren.

#15 |
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Gast
Gast

Hasznos lenne, de megfelelő complience nélkülözhetetlen. Noch dazu, wer bezahlt das…..?

#14 |
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Gast
Gast

Wer kann d. leisten?

#13 |
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Sorry, aber der Ansatz ist doch schon völliger Irrsinn und völlig realitätsfremd.
Wir testen mehr oder wenig vollautomatisch Troponin und CK-MB bei einem Patienten, der auf der anderen Seite nicht in der Lage ist sein Heim zu verlassen oder das Telefon zu benutzen um seine Beschwerden zu schildern und entscheiden dann nach diesen Laborwerten, ob wir dann doch den Notarzt zu dem Patienten schicken?

#12 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Einfach großartig!
Dieses System dürfte auch Keime wie den MRSA zurückdrängen, da hier Hautkontakt zwischen Menschen vermieden wird. Und die Pharmaindustrie bekommt die finanzielle Unterstützung, die sie in diese High-Tech-Forschung gesteckt hat (das unterstelle ich hier mal bewußt!) ganz schnell wieder refinanziert durch den Verkauf von Antidepressiva etc., denn deren Verbrauch steigt erfahrungsgemäß bei Abnahme menschlicher Zuwendung.
Und was sich Krankenkassen erst freuen müssten: die hochbezahlten Hausbesuche der Ärzte können eingespart werden. Und der Fachkräftemangel in der Pflege wird auch gleich mit abgebaut.
Und Datenschutz? Ich bitte Sie! Wenn das Internet nicht sicher ist, was denn dann …

#11 |
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Dipl.-Psych. Gabriele Cziepluch
Dipl.-Psych. Gabriele Cziepluch

Einfach nur schrecklich, fürchterlich, grausam und angstmachend!!!

#10 |
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Ein Albtraum…. Die totale Überwachung. Von der permanenten Strahlenbelastung mal abgesehen…. Und das wollen unsere alten Patienten???
Statt menschlicher Zuwendung und empathischer Kommunikation – Telemedizin?
Oder nur Verwaltung des durch finanzielle Ausblutung der Medizinberufe erzeugten Mangels zugunsten der IT Konzerne.

#9 |
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Weitere medizinische Berufe

Hoch lebe die EDV und der unermessliche Reichtum der alten Menschen. Wie schon gesagt: cui bonum? Und: wer soll das bezahlen?

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

Guten Tag,

die Forschung ist guten Willens, wir haben die Technologie. Wenn es den Menschen hilft, warum nicht? Aber ich fürchte, bis das alles genehmigt ist, bis man sich über die Finanzierung geeinigt hat, wird noch viel Wasser die Spree herunterfließen.

Und vor allem: Es scheitert ja schon an den simpelsten Dingen wie einem Blutdruckmessgerät, wenn man damit Werte zentral speichern möchte und das nicht mit x-Programmen. Da verbauen Hersteller in neuen Geräten Chips, die nur ein 32-Bit-Rechner mit den entsprechenden Treibern verdauen kann. Statt bei Windows 8.1 funktioniert es nur mit XP. Ich habe das jetzt mit drei verschiedenen Geräten von drei Herstellern in den letzten 4 Wochen hinter mir. Omron, Beurer und Aponorm. Und natürlich machen alle kleine Insellösungen. Wir sind sehr fortschrittlich in diesem Land. Unglaublich, was wir leisten.

Die einzigste digitale Patientenakte, die der Patient selbst steuert, kommt von Microsoft. Sie dürfte kaum bekannt sein. Dabei wäre das die Technologie, die allen helfen würde. Freigabe von Daten für Ärzte, Übertragung von Laborwerten vom Arzt zum Patienten, umgekehrt kann er sich die Blutzuckerwerte z.B. rausholen. Man kann digitale Röntgenaufnahmen hochladen und einem Arzt zur Verfügung stellen. In anderen Ländern kann der Arzt die Aufnahmen direkt an die Akte des Patienten schicken. Und Zugriff auf alles hat nur, wer vom Inhaber der Akte, also dem Patienten freigeschaltet wird. Falls jemand interessiert ist, dass Ding nennt sich MS Health Vault und ist kostenlos. Nein, keine Werbung.

Bevor nicht die Vernetzung läuft, die datenschutzrechtlichen Bedenken ausgeräumt sind, wird auch so eine hervorragende Sache, wie sie hier entwickelt wird, nicht auf den Markt kommen. Man denke auch an das Trauerspiel mit der eGK.

Schade eigentlich.

Digitale Steinzeit…

Herr Dr. Bork, gerade umgekehrt müßte es der Fall sein. Denn genau das ist doch das, was in den Gegenden die Menschen bräuchten. Den guten alten Landarzt gibt es immer seltener, die Gemeindeschwester, gibt es die noch? Da war doch mal was mit Agnes. Aber solange in vielen Regionen keine Versorgung mit DSL gewährleistet ist, kann man das vergessen. Da haben sie leider den Nagel auf den Kopf getroffen.

#7 |
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Gast
Gast

Richtig, ich kenne einen sehr leistungsfähigen Rechtsanwalt, der kollabiert regelmäßig,
wenn man im Blut abnimmt.
Aber Omma schafft das sicher alleine.

#6 |
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Gast
Gast

@Norbert Resow, Sie haben offensichtlich den Sinn des Kommentars nicht verstanden.
Der Mensch ist kein EDV-Terminal.

#5 |
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Dr. med. Rolf-Dieter Bork
Dr. med. Rolf-Dieter Bork

rbork@t-online.de

Im Einzugsgebiet von Großstädten und vielleicht von Mittelzentren sicher problemlos einsetzbar und eine große Erlichterung. In ländlichen Gebieten, wo es weite Wege ohne öffentliche Verkehrverbindungen und ohne flächendeckende IT-Infrastruktur, wie der unsrigen, vielleicht in 50 Jahren praktikabel.

#4 |
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Zahnarzt

@#2
“automatische Fütterung”.
Gibt es. In der Viehzucht.
Hier ist allerdings von Menschen die Rede.

#3 |
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Gast
Gast

Ich frage mich eher, ob das gerade bei alten Menschen ein Fortschritt sein soll!!!
Wenn ich sehe, welche Probleme die schon bei einem Bankautomaten haben.
Mir wurde auch erzählt, dass bei der Metro die personalfreie Kasse eingerichtet werden soll. Pflegebetten, die die Patienten “automatisch” umlagern und PEG-Pumpen zu automatische Fütterung gibts ja auch schon,
soll nur sauteuer sein.

Frau Sonja Schmitzer hat ja dankenswerterweise auch diese Bedenken erwähnt.

#2 |
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Wer soll das Gerät bezahlen?

#1 |
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