SHT: Nicht auf den Kopf (ge)fallen!

16. Januar 2015
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Ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma (SHT) wird häufig als relativ harmlos angesehen. Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass bei einem Teil der Kinder und Erwachsenen langfristig kognitive Beeinträchtigungen auftreten können. Ärzte sollten auf mögliche Langzeitfolgen achten.

Leichte Schädel-Hirn-Traumen (SHT) kommen relativ häufig vor: Etwa 15 bis 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen und bis zu 37 Prozent der erwachsenen Männer sind irgendwann davon betroffen – Frauen etwas seltener. Über Kopfverletzungen bei prominenten Sportlern wird oft medienwirksam berichtet. Am häufigsten sind leichte SHTs jedoch nach Stürzen und Unfällen im Straßenverkehr. Bisher ist nicht eindeutig geklärt, ob ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma langfristige Auswirkungen auf kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnis hat. Studien mit Erwachsenen haben uneinheitliche Ergebnisse erbracht, Langzeitstudien mit Kindern und Jugendlichen gibt es bisher nur wenige.

Schädel-Hirn-Traumen werden mithilfe der Glasgow-Koma-Skala (GCS) in drei Schweregrade unterteilt. Typische Symptome eines leichten SHT – umgangssprachlich oft auch als Gehirnerschütterung bezeichnet – sind kurzzeitige Bewusstlosigkeit (meist kürzer als 15 Minuten), Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und vorübergehende Gedächtnisstörungen. Die überwiegende Zahl der Schädel-Hirn-Traumen – nämlich 90 Prozent – fällt in diese Kategorie.

Neuere Studien aus den USA und der Schweiz weisen darauf hin, dass subtile Beeinträchtigungen der kognitiven Funktionen, insbesondere bei komplexeren Aufmerksamkeitsaufgaben und im Arbeitsgedächtnis, auch noch ein bis zehn Jahre nach dem Unfall vorliegen können.

Langzeitfolgen könnten auch bei Kindern vorkommen

Auch eine aktuelle Längsschnittstudie mit 1.265 Kindern, die von Audrey McKinlay an der University of Melbourne in Australien durchgeführt wurde, legt Beeinträchtigungen nahe: Kinder, die im Alter bis fünf Jahre wegen eines leichten SHT im Krankenhaus behandelt wurden, zeigten noch bis zum Alter von 16 Jahren vermehrt Aufmerksamkeitsprobleme und Symptome, die einer Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ähneln.

Ein internationales Forscherkomitee, die „International Collaboration on Mild Traumatic Brain Injury Prognosis“ (ICoMP), fand dagegen bei Auswertung der – wenigen – methodisch hochwertigen Studien eher geringe Hinweise auf anhaltende kognitive Beeinträchtigungen bei Kindern und Erwachsenen. „Es gibt jedoch Hinweise, dass die Erholung kognitiver Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit oder Lernfähigkeit bei einem Teil der Erwachsenen bis zu einem Jahr dauern kann“, stellt die Forschergruppe um James Donovan von der University of Toronto (Kanada) fest. „Auch bei einem Teil der Kinder scheinen kognitive Beeinträchtigungen über längere Zeit anzuhalten – insbesondere bei denjenigen, die schon vor dem Trauma geringere kognitive Fähigkeiten hatten und bei denen in der Kernspintomographie Auffälligkeiten auftraten.“

Darüber hinaus kommt das Forscherkomitee zu dem Schluss, dass psychosoziale Faktoren – vor allem eine negative Interpretation der Gehirnerschütterung und negative Erwartungen hinsichtlich der Genesung – die Erholung stärker beeinträchtigen als medizinische Faktoren wie etwa die Dauer der Bewusstlosigkeit.

Mehr hochwertige Studien notwendig

Gründe für die uneinheitliche Forschungslage sind uneinheitliche Definitionen für „leichtes Schädel-Hirn-Trauma“ (bzw. englisch: mild traumatic brain injury, mTBI) und unterschiedliche oder möglicherweise ungeeignete Maße zur Erfassung kognitiver Funktionen. „Um die Langzeitfolgen nach leichtem SHT besser beurteilen zu können, sind mehr hochwertige Langzeitstudien notwendig“, fordern die Forscher des ICoMP.

„Bei Kindern und Jugendlichen muss zudem berücksichtigt werden, dass sich verschiedene geistige Fähigkeiten zu unterschiedlichen Zeitpunkten entwickeln“, sagt McKinlay. „Das bedeutet, dass sich ein leichtes SHT je nach Alter sehr unterschiedlich auswirken kann – aber auch, dass oft nicht klar ist, ob sich eine Fähigkeit noch entwickelt oder tatsächlich ein Defizit besteht.“

Patienten sollten bestmöglich unterstützt werden

Wichtig ist in jedem Fall, Menschen, die nach leichtem SHT längerfristig unter Beschwerden leiden, ernst zu nehmen und sie so gut wie möglich in ihrem Genesungsprozess zu unterstützen. „Dabei sollten in Zukunft auch psychische und psychosoziale Faktoren mehr beachtet werden“, betonen Donovan und sein Team.

Für Ärzte und anderes medizinisches Fachpersonal gilt es zu berücksichtigen, dass auch ein leichtes SHT Langzeitfolgen haben könnte. „Bei Kindern sollte sichergestellt werden, dass sie auch über längere Zeiträume beobachtet werden – und wenn notwendig Unterstützung erhalten“, sagt McKinlay. „Das ist besonders in Übergangsphasen, zum Beispiel bei Schulbeginn oder beim Wechsel auf eine höhere Schule, von Bedeutung.“ Weiterhin sei es wichtig, dass Ärzte die Eltern besser über eventuelle Langzeitfolgen informieren – und darüber, wie sie bei anhaltenden kognitiven Schwierigkeiten reagieren können. Beispielsweise können sich Eltern an den Kinderarzt wenden und dafür sorgen, dass ihr Kind in der Schule gezielte Unterstützung erhält. Leitlinien für Gesundheitsexperten, Eltern und Schulen hält die Ontario Neurotrauma Foundation bereit.

„Gleichzeitig sollte noch mehr darauf geachtet werden, dass Kopfverletzungen gar nicht erst auftreten – insbesondere im Sport und im Straßenverkehr“, sagt McKinlay. „Kinder und Jugendliche sollten in solchen Situationen einen geeigneten Kopfschutz tragen.“ Allerdings: Man könne junge Menschen auch nicht von allen Aktivitäten abhalten – Unfälle mit Kopfverletzungen ließen sich nie gänzlich vermeiden.

59 Wertungen (4.02 ø)

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23 Kommentare:

HP W.Scholz
HP W.Scholz

Entschuldigung es ist mir ein orthogaphischer Fehler unterlaufen:
Subluxationen sind deswegen schlecht zu erkennen weil aus Kostengründen die Desidität zu nieder ist. – Desidität heißt selbstverständlich Densidität.

#23 |
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HP W.Scholz
HP W.Scholz

An Kommentar 21 ‘Gast’
Dr Gonstett ist ein US-Orthopäde der in jahrzehntelanger Rö-Praxis die Rö-Auswertung auf eine stabile Basis stellen wollte. Er hat tausende Rö-Aufnahmen von gesunden und kranken Patienten in Beziehung mit der Diagnose ausgewertet. Er fand signifikante Übereinstimmungen von Rö. Bildern mit dem Grad der Beschwerden. Ich weiß nicht ob er noch lebt, weil er bei meiner Ausbildung schon über 70 war.
Ich hab früher in der Industrie als US-und Rö-Prüfer gearbetet. Ich weiß daher wie Rö. Aufnahmen in der Industrie auszusehen haben. 30% der medizinischen Aufnahmen hätte man mir in der Industrie um die Ohren gehauen, weitere 20% hätte ich neu machen müssen. D.h. auf einer Aufnahme des Bewegungsapparates müssen Trabekel zu erkennen sein und Konturen scharf sein. Oft genug sehe ich orthopädische ‘Wolkenaufnahmen”.
Subluxationen sind deswegen schlecht zu erkennen weil aus Kostengründen die Desidität zu nieder ist.
Weiters sind Subluxationen, wie ich schon ausführte, in Deutschland nicht bekannt. Wenn ein Orthopädie davon noch nie was gehört hat warum soll und kann er danach suchen? Außerdem wird immer noch gelehrt, daß Gelenke mit allen Merkmalen eines echten Gelenkes verknöchern im Laufe des Lebens – Nonsens!. Ein echtes Gelenk bleibt ein echtes Gelenk! Die stenalen Rippengelenke bleiben zeitlebens echte Gelenke, ebenso die der Schädelknochen. Man muß sie nur mit speziellen Techniken wieder reaktivieren. Man schaue sich dazu nur das Schultergelenk an, das nach 6wöchiger Ruhigstellung eine Mobilisation bis zu einem Jahr braucht um wieder vollen Bewegungsumfang zu bekommen.
Ich hoffe die Leser mit diesen Ausführungen nicht zu überfordern.

#22 |
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Gast
Gast

@HP W.Scholz, beachten Sie, dass die Kritik an Ihren Ausführungen sich gerade mit leichten SHT´s (der großen Mehrheit!), bei denen Schädelknochenveränderungen auch unterhalb von Millimetern röntgenologisch sicher ausgeschlossen sind, befasst hat.
Und wer bitte ist Dr. Gonstett?

#21 |
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HP W.Scholz
HP W.Scholz

Es gibt also ‚Fachärzte’ die noch nie was von der Liquorpumpe gehört haben? Denen auch der Begriff ‘Subluxation’ ein unbekanntes Terrain ist. US-Orthopäden erfahren dies während ihrer Uni-Ausbildung. Ist das dann auch unwissenschaftliches Geschwurbel?
Wie bitte schön soll sich der Liquor bewegen nachdem er durch eine semipermeable Membran filtriert worden ist? Der arterielle Druck ist jedenfalls weg, und auch die Resorption ins venöse System erzeugt keinen Sog. Eine Pumpeinrichtung hat man auch noch nicht gefunden. Hat jemand von den Fachleuten eine logische Erklärung?
Ex-Ärztechef von Berlin Dr. Hoppe sagte einmal das die Medizin keine Wissenschaft ist auch wenn sie das behauptet.
In meiner SOT-Ausbildung (googelt mal was das überhaupt ist) ist ein Bestandteil Röntgenbildauswertung nach Dr. Gonstett. Da lernt man u.a. wie man HWS Distorsionen erkennen kann (in Grad und Millimetern zu messen und nicht: Es sieht so aus …) – auch dies in Deutschland unbekanntes Land für Orthopäden.
Ich finde aber die Auseinandersetzung über ‚Schulmedizin’ für langweilig weil die Logik da oft ignoriert wird (s. Cortisonspritzungen). Ich bin ein Anhänger der Mehrwertlogik und nicht der Aristotelischen Zweiwertlogik mit ihrer Aussage Ja vs. Nein.
Dem Jungen mit seiner Mutter war es egal ob Schulmediziner seine Behandlung gut heißen, sie hat sichtlich funktioniert. Die Funktionalität von Tätigkeiten oder Erscheinungen ist das einzige das zählt. Die Schwerkraft nehmen wir auch hin und sind froh, daß es sie gibt.
Oder will einer von den Fachleuten mir erzählen der Hr. Marconi hat die Funkwellen erfunden?

#20 |
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Gast
Gast

Liebe @Delia Heusinger, Scharlatane haben sich schon immer wissenschaftlicher Fachausdrücke bedient, Ausdrücke ausgerechnet aus der Fachwissenschaft, die sie gleichzeitig bekämpfen.
Verschobene Schädelknochen wieder zurechtrücken ist wirklich zum totlachen.
Und dabei diese Pumpe, wie hieß sie noch, wieder anschmeißen.
Ich schwör Ihnen, hier guckt ab und zu auch mal ein Arzt rein.

#19 |
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Delia Heusinger
Delia Heusinger

Sehr geehrter Herr Dr. Hopmann,

im April 2013 hat in Stuttgart ein Hydrocephalus-Gesprächskreis stattgefunden, dort wurde über den Liquorkreislauf im Zusammenhang mit der “Liquorpumpe” gesprochen. Ein kurzer Artikel der nachzulesen ist:

http://www.hydrocephalusseite.de/_pdf/Stuttgart/berichtHCGKSTG

#18 |
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Gast
Gast

Ich kann auch nur aus eigener Erfahrung bestätigen, welche heilsame Wirkung die Chiropraktik in solch einem Fall haben kann. Die Ärzte, die mich behandelt haben, haben einen Schädelbruch ausgeschlossen. Alles Weitere, wie anhaltende Kopfschmerzen, Druck, der sich nach verschobenen Schädelplatten anfühlte, interessierte nicht. Aber unmittelbar nach der chiropraktischen Behandlung der “verschobenen Schädelknochen” waren diese Symptome sofort verschwunden.

#17 |
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“ISBT-Bowen Therapie”, “Ostheopathie”, “Cerebellum comp.”, SOT-Chiropraktik, “Beim Sturz verschieben sich die Schädelknochen (in den USA Orthopädenwissen – nicht in Europa) sie verkanten”, “dies beeinträchtigt die Liquorpumpe”

Wo ist denn bloß die Liquorpumpe? Die Existenz dieser Maschine ist mir, weder im Medizinstudium noch in mehr als 20 Berufsjahren in der Neurologie, je bewusst geworden! Ich habe auch in Tausenden SHT- cCTs noch nie diese verkantete Schädelknochen gesehen…Zum Glück gibt es ja Heilpraktiker, die mit ihrem zusammenphantasiertem Geschwurbsel und fragwürdigen oder sogar kontraindizierten Behandlungsmethoden (Chiropraktik – ist das wirklich ihr Ernst?) die vielen Bildungslücken echter Ärzte schließen können. Der Gipfel sind ja wohl die heilenden Hände, die aus einem Hauptschüler über Nacht einen Klassenprimus gemacht haben wollen.
Das Portal heißt DocCheck – warum bloß ist es auch für Scharlatane und Quacksalber zugänglich?

#16 |
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HP W. Scholz
HP W. Scholz

Beim Sturz verschieben sich die Schädelknochen (in den USA Orthopädenwissen – nicht in Europa) sie verkanten und dies beeinträchtigt die Liquorpumpe. Dies ist häufiger als man glaubt. Relativ einfach mit SOT-Chiropraktik behandelbar. Ursachen beseitigen – nicht Symptome minimieren!
Bei einem Fall aus meiner Praxis hat ein Junge nach 6 Wochen die erste 1 geschrieben und hatte dann die Gymnasialprüfung geschafft, trotz vorheriger Hauptschulindikation.

#15 |
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Delia Heusinger
Delia Heusinger

Hallo Herr Dr. Bordt,
eine Behandlungsoption für Ihre Beschwerden wäre möglich mit dem Mittel Cerebellum comp. der Firma Wala.
Damit habe ich sehr gute Erfahrungen bei Symptomen nach einem SHT gemacht.

#14 |
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Gast
Gast

“Hinweise bis zu einem Jahr”
Donnerwetter!

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Heilpraktikerin

@Dr. med. Bordt Eine Behandlung mit der ISBT-Bowen Therapie oder Ostheopathie wäre meine Empfehlung. Gute Besserung.

#12 |
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Bitte keine Panikmache! Natürlich sollte man Stürze auf den Kopf vermeiden, aber wie schon richtig angemerkt, ist das nicht immer möglich! Wie im Artikel angemerkt, ist das Outcome v.a. von psychischen Faktoren abhängig, also umso besser, je entspannter und optimistischer mit dem Unfall und seinen Folgen umgegangen wird. Das angstvolle “Beobachten” des Kindes insbesondere zum “Schulwechsel/Einschulung” ist da doch eher kontraproduktiv! Zumal der Beweis, dass schulische Schwierigkeiten mit einem stattgehabten SHT zusammenhängen, ja doch sehr schwierig ist. Die Eltern sind heutzutage schon genug verunsichert, da hilft es wenig, zu noch mehr “Helikoptern” aufzurufen.

#11 |
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Bein alpinskifahren bin ich helmtragend vor 14 tagen auf die linke kopfseite gestürzt. der unfall wurde nicht beobachtet. erinnern kann ich mich daran, daß ich die kurve nach rechts nicht gekriegt habe. dann bin ich auf der piste liegend aufgewacht.
noch immer habe ich leichte kopfschmerzen, besonders mitte + links, selten spontan, häufiger bei schnellen kopfbewegungen.
gibt es behandlungsoptionen außer expositionsprophylaxe?

#10 |
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Dr. phil. Heike Goebel
Dr. phil. Heike Goebel

Dr. Goebel, Kunsttherapeutin, Sozialwissenschaftlerin

Ich bin selbst Betroffene. Zwischen dem 4. und 62. Lebensjahr habe ich 4 Kopfverletzungen gehabt, die letzte im vergangenen Herbst. Der 3. Unfall vor 7 Jahren mit Bewusstlosigkeit hat Monate heftigster Konzentrationsprobleme ausgelöst. Entstressung durch psychosoziale Unterstützung mit liebevollen nahe stehenden Menschen, Stabilisierung durch sich steigernde Aufgaben, die mit positiven Ergebnissen das Gefühl von Kompetenz wieder fördern, sind medikamentenfreie Behandlungen mit großem Effekt – natürlich schwer durch Studien zu belegen, nur durch Erfahrung!

#9 |
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Kognitve Leistungsminderung ist messbar, nicht mit Bildgebung, sondern mit psychologischen Leistungstests.
Sinnvoll wären Basisdaten bei der Mutter-Kind-Untersuchung im ca. 5. Lj.
Leider wird kein Psychologe dafür zugezogen.

#8 |
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Arzt
Arzt

Ein CT wäre eine eher unzulässige Strahlungsbelastung. Dass Kleinkinder auf den Kopf fallen, ist nicht eben selten.
Ich sehe es wie #1, das sind belastbare Fakten.
Dagegen ist der spekulative Artikel völlig inakzeptabel, man hat bei der Mutter eh schon Schwierigkeiten sie ohne Röntgenaufnahme zu beruhigen.
Jede Untersuchung erfordert eine THERAPEUTISCHE Relevanz, muss ich eingreifen oder nicht.

#7 |
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Ich ersuche höflichst um zitierbare Literaturangaben.

#6 |
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Gast
Gast

Beim TBI ist das Wasser recht trübe , in dem gefischt wird, obwohl es eigentlich viel klarer sein könnte, wenn unsere Medizinkultur heute die Ärzte nicht zu autistischen Spezialisten mutieren würde.
Im Kernspin sieht man i. d. Regel beim mild TBI nichts, noch weniger mit CT; aber das gilt häufig schon als Ausschlußdiagnostikum!

etwas mehr i. d. Regel sieht man mit SPECT; weil da aber kein Neurologe eingearbeitet ist oder sich damit nicht beschäftigen will oder warum auch immer (oft aus versicherungstechnischen Gründen nicht opportun) wird der Betroffene oft keine Hilfe erwarten können.
Dann geht es weiter mit dem QEEG; damit sieht man, was man mit dem landläufigen . 70 Jahre alten EEG nicht sehen kann, nämlich dass der suspekte SPECT Befund tatsächlich den Verdacht bestätigt. Und weiters kann man die funktionellen Störungen innerhalb des Gehirns beim TBI mit dem Neurofeedback sehr gut behandeln – oder besser könnte – ; wenn die Behandlung aber nicht erstattet werden, weil das gutachterlich abgelehnt wird, rutschen solche TBI-ler ganz tief in das soziale Abseits, weil ihre “Festplatte” unökonomisch läuft .
Stephen Hawkins ist das beste Beispiel dafür, wofür die moderne Neuro-Technologie in der Lage ist; mit viel weniger Aufwand ist dies beim TBI möglich und kann innerhalb kurzer Zeit die Gesundheit völlig wieder herstellen.
Da bei dieser Behandlung Patient und Therapeut sehr aktiv eingebunden werden, können nur schwerlich doppelt randomisierte Verblindungen viel positives dazu beitragen, (denn Therapeut und Patient müssen hinsehen) um dem ganzen das Attribut Wissenschaftlichkeit zu verleihen, unserem heutigen goldenen Kalb, um das die sog. Elite leidenschaftlich tanzt.

#5 |
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Lorenz Völkel
Lorenz Völkel

Vielleicht wäre ein Verweis auf das Angebot ambulanter Neuropsychologischer Therapie nicht schlecht gewesen – schließlich wird das inzwischen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Hier kann auch eine umfassende Diagnostik solcher Folgen durchgeführt werden.

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Gudrun Falkenberg
Gudrun Falkenberg

Und warum gibt es nur sehr wenige bis keine klugen Boxer und Fußballer (die ja bekanntlich viele Kopfbälle hinnehmen müssen)?

#3 |
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Mitarbeiter Industrie

Normale Folge von CT-Scans? Gerade bei Kindern weiß man ja, dass die Strahlenbelastung dem entwickelnden Gehirn nicht gerade guttut.
Gibt es eine Trennung zwischen nur Röntgen, nur CT und MRT-Gruppen?
Ist für mich der plausibelste Grund. Das Gehirn sollte leichte Traumen eigentlich gut wegstecken können.

#2 |
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Gast
Gast

Was etwas gegen “Langzeitschäden” spricht ist, die früher erheblich unterschätzte Platizität des Gehirns, nicht nur bei Kindern, auch bei Schlaganfällen,
oder einfach gezieltem Training auch im Alter über 60.
Entsprechende CT- gestütze oder Kernspinuntersuchungen zeigen solche Zellneubildungen durch Training in Jahresfrist.
Deshalb sollte man bei “kleineren” Schäden auch diese Jahresfristreparatur annehmen.

#1 |
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