Zahngesundheit: Mathematische Milchzahn-Analyse

4. Dezember 2014
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Fast 90 Prozent der Vorschulkinder aus einer südhessischen Region haben ein naturgesundes Gebiss. Diese oder ähnliche Ergebnisse finden sich auch in anderen Regionen Deutschlands. Sie deuten eine positive Entwicklung bei den Milchzähnen in puncto Zahngesundheit an.

Die Zahngesundheit von Vorschulkindern hat sich in den letzten Jahren zwar regional unterschiedlich, dennoch stetig verbessert. In einer Studie von Prof. Dr. Rafael Weißbach, Inhaber des Lehrstuhls für Statistik und Ökonometrie der Universität Rostock, wurde nachgewiesen, dass nahezu 90 Prozent der dreijährigen Kinder aus einer südhessischen Region ein naturgesundes Gebiss haben.

Positive Entwicklung bei den Milchzähnen?

Der studierte Mathematiker und promovierte Statistiker analysierte gemeinsam mit dem Zahnarzt Dr. Michael Herzog von der Universität Heidelberg die Zahngesundheitsdaten von nahezu 2.000 Vorschulkindern nach einer bisher in solchen Studien noch zu wenig genutzten mathematischen Methode (randomisierte Clusterstichproben). Weißbach konnte nach dem Vergleich der Ergebnisse mit denen anderer Regionen in Deutschland zeigen, dass es auch da ähnliche Resultate gibt. Insgesamt könnten die Ergebnisse auf eine positive Entwicklung bei den Milchzähnen hindeuten.

Risikofaktoren variieren je nach Kindergarten

„Der Anteil kariesfreier Kinder eignet sich sehr gut als Prävalenzmaß für Vergleiche und Trendbeobachtungen und damit auch zur Bewertung regionaler gruppenprophylaktischer Maßnahmen“, sagt Weißbach. Allerdings wäre es gerade für Vergleiche hilfreich, die hier verwendete mathematische Methode für alle solche Studien in Kindergärten anzuwenden. Der Rostocker Forscher nutzte nicht, wie bei der Auswertung solcher Daten sonst üblich, die Methoden für unabhängige Zufallsstichproben.

„Die Kinder eines Kindergartens sind vielen gemeinsamen Risikofaktoren ausgesetzt, die ihre Zahngesundheit beeinflussen können“, so Weißbach. „In der Regel variieren diese gemeinsamen Einflussfaktoren aber von einem Kindergarten zum anderen. Das haben wir bei der Planung und Auswertung der Kariesdaten mathematisch berücksichtigt, denn diese Datenstrukturen beeinflussen die Genauigkeit der Ergebnisse und damit beispielsweise auch die Möglichkeiten zur Bewertung zahnmedizinischer Gruppenprophylaxe.“

Weniger Karies als vor 50 Jahren

Waren in Südhessen vor etwa 50 Jahren noch über 70 % der Vorschulkinder von Karies betroffen, so sind es heute, nach den Ergebnissen von Weißbach, nur noch 20 % der Drei- bis Fünfjährigen.

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Forschung, Zahnmedizin

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1 Kommentar:

Arzt
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gibt es auch ein menschengesundes Gebiss?

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