Apo-Nachwuchs: Die Rattenfänger von Düsseldorf

28. Oktober 2014
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In Nordrhein fehlen Approbierte, PTA und PKA. Standesvertreter machen mit einer Imagekampagne mobil, verschweigen aber wichtige Informationen. Mit lautstarken Aktionen allein ist es nicht getan. Wichtiger wäre, die Attraktivität von Apothekenberufen zu erhöhen.

Beim Deutschen Apothekertag 2014 in München hatten die Landesapothekerkammer und der Thüringer Apothekerverband zusammen mit der Apothekerkammer Nordrhein große Pläne. Sie beantragten, ihr Spitzenverband möge eine bundesweite Imagekampagne starten, um Jugendliche für Apothekenberufe zu begeistern. Der Plan schlug fehl. Zwölf Monate zuvor hatten Delegierte einem ähnlichen Antrag aus Thüringen zwar zugestimmt, aus haushalterischen Gründen setzte jedoch niemand entsprechende Ideen um. Jetzt ergreifen Kollegen aus Nordrhein selbst die Initiative.

„Probier ihn an“

Die Idee dahinter: Apothekerkammer und Apothekerverband Nordrhein haben beschlossen, Kollegen selbst zu Werbebotschaftern zu machen. Alle teilnehmenden Apotheken erhalten Aufsteller, Plakate und Infomaterialien. Damit sollen sie mit jungen Menschen und mit deren Eltern in Kontakt treten. Bundesweit kommen rund 3,6 Millionen Kunden pro Tag in eine öffentliche Apotheke, berichtet die ABDA. Was liegt näher, als dieses gewaltige Potenzial für Werbung in eigener Sache zu nutzen? Gleichzeitig gehen Infopakete an Schulen in Nordrhein, die sich in der Nähe von Universitäten mit pharmazeutischer Fakultät, PTA-Lehranstalten oder PKA-Berufskollegs befinden. Kammerpräsident Lutz Engelen sieht in der Aktion Chancen, Laien zu vermitteln, welche Bedeutung öffentliche Apotheken haben: „Eine qualifizierte, hochwertige, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln ist auch in Zukunft eine der zentralen Aufgaben im Gesundheitsbereich. Diese kann nur durch das Wissen und die Leistungsbereitschaft einer ausreichenden Zahl von Apothekern und pharmazeutischen Mitarbeitern sichergestellt werden.“ Genau hier liegt der Hund begraben.

Krisensicher und in Teilzeit

Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein hält „pharmazeutisch hochqualifizierte und beratungsstarke Apotheker sowie gut ausgebildete PTAs und PKAs“ für unverzichtbar. Gleichzeitig lobt er „Arbeitsplätze mit Jobgarantie im Wachstumsmarkt Gesundheit“. Weitere Argumente sind für ihn die „wohnortnahe Teilzeitarbeit“ beziehungsweise die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“. Klingt gut – wenn da nicht ein Haken wäre: Hamburgs Kammerpräsident Kai-Peter Siemsen hatte DAT-Anträge auf bundesweite Imagekampagnen mit Hinweis auf „Schönheitsfehler“ abgelehnt. Tatsächlich nagen etliche PTA-Lehranstalten am Hungertuch und entkamen mehrfach nur knapp der Insolvenz. PKA-Berufskollegs werden langsam rar – viele kaufmännische Fachkräfte drücken heute zusammen mit Drogisten die Schulbank. Und Pharmaziestudierende? Deren Zahl stieg von 12.052 (2008/2009) auf 14.183 (2012/2013). Apotheker sind keine Mangelware. Trotzdem sorgen sich ältere Inhaber seit Jahren, wer ihre Apotheke übernehmen könnte. Der vermeintliche Widerspruch hat mehrere Gründe.

Flucht aus der Offizin

Junge Apothekerinnen und Apotheker legen heute mehr Wert darauf, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Teilzeitmodelle sind für beide Geschlechter stark im Kommen. Die eigene Apotheke hat als Modell jedoch viel an Attraktivität eingebüßt. Wer sich für eine Karriere im Angestelltenverhältnis entscheidet, wird von niedrigen Gehältern abgeschreckt und sucht sein Heil in der Wirtschaft. Bei PTA und PKA kommt erschwerend hinzu, dass systematische Weiterbildungsprogramme fehlen, um mehr Verantwortung und letztlich auch ein höheres Einkommen zu erzielen. Ihnen bleibt ebenfalls nur die Flucht in andere Tätigkeitsfelder außerhalb öffentlicher Apotheken.

Nur nichts ändern

Keine überraschenden Erkenntnisse – nur sträuben sich Verantwortliche gegen Reformen. Beispielsweise hält die Bundesapothekerkammer (BAK) bei PTA eine duale Ausbildung an Berufsschulen nicht für sinnvoll – das Niveau könnte deutlich sinken. Standesvertreter lassen an möglichen Fachhochschulgängen auch kein gutes Haar, sie befürchten einen nicht erwünschten Wandel innerhalb der Apothekenberufe. Mehr Kompetenz, mehr Verantwortung, mehr Gehalt – davor scheint man Angst zu haben. BAK-Vertreter lehnen längere Ausbildungszeiten ebenfalls ab und sind nur bereit, Inhalte etwas zu entstauben. Beim Pharmaziestudium sieht es nicht besser aus: Obwohl vier von fünf Jugendlichen später in die öffentliche Apotheke gehen, will Bernd Clement, Vorsitzender des Verbandes der Professoren an Pharmazeutischen Hochschulinstituten der Bundesrepublik Deutschland (VdPPHI), von einer Novellierung der Approbationsordnung nichts wissen. Für Pharmazeuten im Praktikum sieht die Sache nicht besser aus. Sie lernen in ihrer Ausbildungsapotheke viel oder wenig – je nach Engagement des Inhabers. Um mehr Qualität zu schaffen, bieten manche Kammern eine Zertifizierung zur akademischen Ausbildungsapotheke an – auf freiwilliger Basis, versteht sich. Viele Baustellen – ein Resümee: Wer jetzt Werbekampagnen initiiert, macht Apothekenberufe auch nicht attraktiver, die Enttäuschung kommt bei Jugendlichen früher oder später. Vertreter aus Politik, Apothekerschaft und Ärzteschaft sollten zusammen mit Schulen und Hochschulen längst überfällige Reformen angehen.

111 Wertungen (4.79 ø)

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18 Kommentare:

Gast
Gast

Zum letzten Kommentar:

genauso ist es, ich frage mich immer warum mir das keiner vor 25 Jahren gesagt hat, Internet zwecks Info gab es ja leider nicht.
Ich rate allen, auch Praktikanten ab, einen solchen schlecht bezahlten Beruf ohne jegliche Ausweichmöglichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten zu ergreifen, kompletter Sackgassenberuf, beim Arbeitsamt sagte man mir mal, mit so einem Beruf kann man ja nichts anderes machen, arbeitslos war ich dank der tollen “Familien-vereinbarkeit” , nur für vormittags will einen keiner und nach einem Jahr täglich bis 19 Uhr, habe mein Kind kaum gesehen, hab ich gekündigt.
Naja noch 20 Jahre, morgens aufstehen mit Bauchweh und Widerwillen,mal sehen wie lange ich das gesundheitlich noch aushalte. Die meisten ja nicht länger als 5 Jahre, mehr als verständlich.

#18 |
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Gast
Gast

Frau Stöckel, ich verstehe Ihre Einwände, aber lenken Sie bitte nicht von den Problemen Ihres Berufstandes ab:
Ich habe nun schon in sovielen Apotheken gearbeitet und wie der Kollege Schultka richtig sagt, kennt die Unterdrückung und die Beraubung fachlicher Kompetenzen der PTAs mittlerweile kaum grenzen.
Was kann die Politik dafür, wenn die meisten Approbierten die PTAs als ihre persönlichen Handlanger ansehen?
Das muss sich dringend und schnell ändern.
Ich schlage einen PTA – Streik vor, für genau fünf Tage.
Mal schauen wie viele Apotheken mit ihren erlauchten Approbierten danach noch stehen.
Und wie viele Apotheker wissen, wie man einen Topitec bedient oder Zäpfchen gießt.
Viel Spaß wünsche ich.
Abschließend kann ich sagen, dass ich niemandem jemals die Ausbildung empfehle würde.
Lernt lieber was ordentliches mit besseren Arbeitszeiten.
Besser ist das…..

#17 |
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Apothekerin

Es wäre mühselig und vergeblich, wenn wir hier wie die Politiker uns in all die unzähligen Detailfragen des Krisenelends verlieren und dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen würden. Und gerade deshalb kürze ich hier mal all die Milliarden- und Billiarden-Jonglierereien der Politiker auf einen gemeinsamen kleinsten Nenner herunter, um Euch die Grundursache der Eurokrise besser veranschaulichen zu können, so wie einst Jesus komplizierte Dinge den Leuten stark vereinfacht in Bildnissen und Gleichnissen vermittelte, anstatt wie heutige Politiker geistiges Chaos, Volksverblödung und Verwirrung zu stiften:

Krallt euch einfach mal real von der EZB emittierte 10.000 EUR aus dem ganzen Finanzsystempool: Im Jahr 2003 konnte man damit problemlos einen fabrikneuen Kleinwagen verkaufen und damit handeln. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2014 und wirtschaftswachstumsbedingt werdenj nun bereits 10 neue Kleinwagen in der selben Produktionszeit hergestellt. Und nun versucht mal, mit diesem gleichgebliebenen Euro-Bargeldvolumen von 10.000 EUR diese 10 Kleinwagen zu verkaufen und zu handeln. Da wird klar, daß das nicht geht. Allenfalls können aus diesen 10.000 EUR jeder dieser 10 Neuwagen mit
1.000 EUR angezahlt werden. Und der Rest der Kaufsummen muß mit 10x 9.000 EUR = 90.000 EUR per Pump auf Kredit finanziert werden. Da aber diese 90.000 EUR niemals von der EZB emittiert wurden, ist es trotz Mehrarbeit und Kaputtsparen der Schuldner nicht möglich, diese Kreditsumme von 90.000 EUR jemals zu tilgen. Und da beginnt die Eurokrise zu brodeln, weil dieses vereinfachte Bildnis aufzeigt, daß in allen Branchen Deutschlands das selbe Fiasko längst Alltag ist. Die Lösung für dieses Dilemma kann daher nur heißen: Die EZB muß von der EU daz verprlichtet werden, alle anderweitig nicht mehr tilgbaren Schuldtitel von Jedermann ( privat und gewerblich) anzukaufen), und zwar mit hierzu eigens frisch hergestellten Euro-Banknoten. Nur so kann die Differenz zwischen real vorhandenen Euro-Bargeldvolumen und dem sich davon entfernenden und nicht mehr geldwertabgedeckten Wirtschaftswachstum behoben werden. Alle sonstigen Eurorettungsversuché der Politik sind hingegen stets und logischerweise als reine Augenwischerei und Volksverdummung erfolglos, weil diese nicht die o.g. Grundursache der Eurokrise beheben.

#16 |
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Apothekerin

Habt Ihr schon mal drüber nachgedacht, weshalb unsere und andere Branchen in Deutschland zunehmend an die Wand gefahren und konkurs-geschrottet
werden ? Das liegt daran, weil die Bundesregierung ihr gesamtes Wirtschaftslotterie-Pferd volles Rohr auf “unbegrenztes, zügelloses Wirtschaftswachstum” setzt, ohne dabei für die hierfür notwendige Aufstockung des real im Umlauf befindlichen Euro-Bargeldvolumens zu sorgen. Von so einer Politik bekommt selbst ein Gaul das Kotzen vor der Apotheke, wie man so schön sprichwörtlich sagt. Die Eurokrise kann demzufolge nicht durch irgendwelchen inkompetenten Polit-Hokuspokus wie “Rettungsschirme”, “Schuldenschnitte”, “Abfrackprämien”, “Konkunkturpakete”, “Zockerbanken-Rettungen” und anderen finanzpolitischen Schwachsinn behoben werden, der nicht im geringsten an der Grundursache der Eurokrise rüttelt, die da lautet: die Eurokrise ist das logische Ergebnis aus der immer größer werdenden Differenz zwischen dem real verfügbaren und wohlgemerkt tatsächlich von der EZB emittierten Euro-Bargeldvolumen und dem sich davon immer weiter entfernenden und somit nicht mehr wertabgedeckten Wirtschaftswachstum. Die logische Folge davon ist: man arbeitet sich arm und bleibt auf den Produkten und Dienstleistungen sitzen, die man erarbeitet, weil wegen der wachstumsbedingten Geldverknappung immer weniger Geld zum Handel dieser Sachwerte zur Verfügung steht. Die Eurokrise kann demnach nur wirklich und nachhaltig behoben werden, wenn diese Geldvolumenhandelsdifferenz dadurch behoben wird, indem die EZB von der EU dazu gesetzlich verpflichtet wird, sämtliche anderweitig nicht mehr tilgbaren Schuldtitel von Jedermann (privat und gewerblich) aufzukaufen. Undzwar sinnvollerweise mit dafür neu herzustellenden Euro-Banknoten. Solange das nicht geschieht, kann sich auch jeder Apotheker schon mal mit dem gerichtlichen Konkursverfahren für seine von den Kassen kaputt gesparte und regressierte Pleitebude vertraut machen.

#15 |
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Apothekerin

Rolling Eyes. Lange Rede, kurzer Sinn: Apotheken sind längst unter der staatlichen und kassen-bürokratischen Entmündigung der Ärzte zu reinen profit-orientierten Verkaufsbuden verkommen. Da ist auch die “apothekenpflichtige” Kunden-Beratung immer häufiger Fehlanzeige. Und viele Apothekenmitarbeiter sind da dankbar, wenn sie die entsprechenden Arzneinmittelberatungen stattdessn von sachkundigen Patienten erhalten, um nicht selber stundenlang irgendwelche Arzneimittelgebrauchsinformationen studieren zu müssen bei den mittlerweile über 120.000 Präparaten, mit denen die Pharmaindustrie die Apotheken in den Kollaps schwemmt.

#14 |
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Gast
Gast

Sehr geehrte Frau Dr. Hoch,

Am 10. November bietet sich für Sie in ganz in der Nähe der Apothekerkammer Nordrhein die Gelegenheit, Ihre Vorstellungen von einer gerechten Entlohnung vor einer sachkundigen Zuhörerschaft öffentlich darzustellen. Das Forum zum Equal Pay Day, das sich in diesem Jahr mit der Transparenz im Zusammenhang mit Entgeltsystem beschäftigt, bietet Ihnen eine ausgezeichnete Plattform Ihre Verhandlungsergebnisse, die Sie in Ihrem letzten Diskussionsbeitrag andeuten, mit den Vergütungen gleichwertiger anderer Berufe zu vergleichen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um die Entgeltsysteme der Apotheke transparent darzustellen. Hier haben Sie die Chance, die Aussage zu entkräften, dass die Apothekentätigkeit viel zu gering honoriert wird. Sprechen Sie öffentlich die Themenblöcke an, die den Rahmen dieser Plattform Ihrer Meinung sprengen würden.
Stellen Sie sich diesem Forum in Ihrer Funktion als TGL-Vorsitzende!

#13 |
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Dr. Heidrun Irmgard Hoch
Dr. Heidrun Irmgard Hoch

Sehr geehrte anonyme Schreiberin,
rufen Sie mich doch bitte gerne an.
Ich unterhalte mich gern, wenn ich weiß, mit wem.
Möglicherweise sind Sie z. B. auch nicht ausreichend informiert über unser gemeinsam mit der ADEXA entwickeltes Konzept zur Leistungsorientierten Bezahlung. Hier geht es nicht nur um ein Mehr an Verdienst, sondern auch um Wertschätzung, Anerkennung und vieles mehr.
Sie sprechen eine ganze Reihe von Themenblöcken an. Diese sind zu umfassend, um sie im Rahmen dieser Plattform zu diskutieren.

#12 |
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Gast
Gast

Die PTA-Ausbildung zu verändern ist längst überfällig. Das ist die zentrale Forderung der Berufsvertretungen der PTAs – und das seit langem!!!

Das Hauptproblem in PTA-Bereich liegt aber nicht in der Ausbildung sondern in der kurzen Verweildauer der PTAs an den Arbeitsplatzen der öffentlichen Apotheken. Belastbareres Zahlenmaterial, das darüber Auskunft geben kann, wie viele Jahre ihres Berufslebens PTAs durchschnittlich in der öffentlichen Apotheke arbeiten, ist schwer zu beschaffen. Pharmazeutisch technische Assistentinnen gehören nicht zu den Mitgliedern der Kammern, die dazu Zahlen bereitstellen könnten. Gleichwohl gibt es Schätzungen, die als mittlere Verweildauer eines ausgebildete PTAs in der öffentlichen Apotheker weniger als fünf Jahren annehmen. Bei einer durchschnittlichen Lebensarbeitszeit von mehr als 30 Jahren ist das ein katastrophal niedriger Wert.

Der Schwerpunkt der Maßnahmen muss deshalb als aller erstes darauf zielen, die Arbeitsbedingungen für das Apothekenpersonal deutlich zu verbessern. Das betrifft in aller erster Linie die im Vergleich zu gleichwertigen Tätigkeiten viel zu schlechte Honorierung. Die restriktiver Tarifpolitik der TGL Nordrhein der letzten Jahrzehnte hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Teile des Apothekenpersonals von ihrem Einkommen die nicht mehr leben können. Sehr geehrte Frau Dr. Hoch, diese Entwicklung haben sie maßgeblich mit beeinflußt.

Das Zweite was er sich ändern muss – und das möglichst schnell – ist die mangelnde Wertschätzung, die von einem Teil der Apothekenleiter ihrem Personal entgegengebracht wird. Und das ist nur zum Teil über finanzielle Zuwendungen lösbar. Wertschätzende Haltung dem Personal gegenüber ist eine Sache der persönlichen Haltung. Wer die Debatten auf den Apothekertagen und in der Standespresse verfolgt, der musste immer wieder die Erfahrung machen, dass eher ein Elefant durch ein Nadelöhr geht, als dass ich in den Köpfen der Inhaber und Inhaberinnen etwas bewegt. Deshalb kann ich jede PTA nur sehr gut verstehen, die den Arbeitsplatz in der öffentlichen Apotheker aufgibt und zum Beispiel in der Pharmaindustrie, bei den Softwareherstellern, in der Kosmetik- oder Süßwarenbranche oder an anderen attraktiveren Arbeitsplätzen Ihr Geld verdienen will.

#11 |
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Dr. Heidrun Irmgard Hoch
Dr. Heidrun Irmgard Hoch

Vielleicht ist es dem Autor entgangen, dass es auch Ansätze gibt, das Problem an der Wurzel zu packen und die Attraktivitätssteigerung der Berufe – zunächst im PTA-Bereich – voranzutreiben.
Das ist der Weg.
Der Vorstand der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter Nordrhein (TGL) hat aus diesem Grund mehrmals mit den Gremien der Mitarbeiter getagt, denn bedauerlicherweise werden die MitarbeiterInnen viel zu wenig gefragt.
Inhaltlich entstanden ist daraus ein Ad-hoc-Antrag auf dem Apothekertag, der zumindest nicht abgelehnt, sondern in einen Ausschuss verwiesen wurde (gern stelle ich den Antrag mit Begründung zur Verfügung).
Es gibt drei Kernforderungen darin:
1.Der Gesetzgeber ist aufzufordern, Maßnahmen zu ergreifen, die Ausbildung pharmazeutisch-technischer Assistenten bundeseinheitlich an aktuellen und zukünftigen Anforderungen auszurichten.
2.Hiermit verbunden ist die Forderung einer Verlängerung der Ausbildung auf drei Jahre (Berufsgesetz besteht in wesentlichen Zügen seit 1968) und
der mit der Ausbildung implizierte Abschluss der Fachhochschulreife (Aufstiegschancen).
3. Die Finanzierbarkeit muss für die Bewerber überschaubar sein.

Der Antrag wurde auch von prominenten Delegierten, wie Magdalene Linz und Dr. Hans Rudolf Diefenbach, unterstützt.
Es wurde den Initiatoren des Antrags öffentlich zugesagt, dass sie in die Antragsberatung einbezogen werden. Das läßt hoffen.

Dr. Heidrun Hoch
Vorsitzende der TGL Nordrhein

#10 |
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Gast
Gast

Ich kann mich meinen Kolleginnen hier nur anschließen, seit mehr als 30 Jahren in Offizin und Labor, oft auch ohne anwesenden Apotheker, auch wenn das nur zu gerne totgeschwiegen wird. Es wird einfach Zeit dass das , was vielfach so gehandhabt wird, auch legalisiert wird, eine Vertretungsbefugnis als PTA. aber das möchte ja keiner offiziell, denn das könnte ja mehr Geld für die PTA bedeuten.
Selbst für eine Frau ist das Gehalt mickrig, meine Tochter die eine Ausbildung in einem dualen Beruf abgeschlossen hat, verdient im ersten Berufsjahr mehr als ich nach 30 Jahren, sie hat halt eine starke Gewerkschaft und wird nicht von oben von den Kassen und Regierung klein gehalten.
Ich freu mich jetzt schon meine Rente mit Altersarmut, da können auch 27 Euro im Monat für eine Zusatzrente, die uns ja seit einiger Zeit zustehen nichts mehr retten. Ich bin nur froh, dass ich nicht Pharmazie studiert habe, als angestellter Apotheker ist man ja nach dem Studium im Vergleich noch ärmer dran.
Klar Gehalt ist nicht alles, aber sich den ganzen lieben langen Tag als Lakai der Krankenkasse von frustrierten Patienten beschimpfen zu lassen, trägt nicht zu einem befriedigendem Berufsleben bei. ich würde diesen Beruf nie wieder ergreifen und bin dafür das Apothekensystem zu verstaatlichen, mit uns allen als öffentlichen Angestellten des Staates, festen Arbeitszeiten von 8 bis 17 Uhr, danach Versorgung durch ein Notarzt-zentrum…das wär doch was:)

#9 |
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Gast
Gast

Auch ich schließe mich den vorherigen Kommentaren an. Habe nach über 30 Jahren als PTA wohl auch nur ein Gehalt nach Tarif +10% verdient :), darüber hinaus sei die Frage erlaubt, was wäre, wenn PTA wirklich unter Aufsicht arbeiten würde? Wer würde Plausibilitätsprüfungen, Herstellungsprotokolle, Einsprüche bei Retax, “Einlernen” frisch aus der Uni kommender Approbierter….usw. (ich glaub, mir reicht meine Zeit nicht, alles aufzuzählen) übernehmen? Wie im richtigen Leben ist es doch so: wer beaufsichtigt, kann auch selber, oder? Und um eine Lanze für die Chefs zu brechen: durch die vielen finanziellen Deckelungen bleibt für leistungsgerechte Bezahlung der Angestellten leider nicht viel Luft, Ausgleich gibt es hoffentlich noch lange in vielen Apotheken in Form von kollegialem, harmonischem Betriebsklima.

#8 |
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Apothekerin
Apothekerin

Ich als angestellte promovierte Apothekerin finde das Arbeiten an sich gar nicht so schlimm. Ein Danke für die gute Beratung hören wir oft.
Aber das reicht leider nicht zum Leben. Das Gehalt ist lächerlich, vor allem nach 12 Berufsjahren und ich muss noch lange arbeiten. Der Druck bitte alles direkt richtig zu beachten, zu bedrucken und bitte auch zu beraten, ist enorm. Danke liebe Krankenkasse. Die Entschuldigung aus den Praxen “oh, da hab ich mich vertan” (meist vorn am Computer die Arzthelferin) und die Antwort “Nein, das hab ich so aber gewollt und das ist schon richtig so ( meist der Herr Doktor bei Wechselwirkungen oder zu falscher Dosierung) können wir alle nicht mehr hören.
Und zum Schluss nach 11 Monaten die Krankenkasse, weil wir uns ja eventuell “wissentlich” nicht an unseren Vertrag gehalten haben, mit ihren Retaxen…
Aber liebe Apothekeninhaber geht es euch finanziell wirklich so schlecht, dass ihr uns nicht besser bezahlen könnt und wir nicht einmal bei Urlaub oder Krankheit Ersatz für die Kollegen bekommen?
Dann macht doch endlich den Mund auf und wehrt euch mal richtig. Selbst kleine Pilotengewerkschaften bekommen das hin.
Ach ja, die Konkurrenz, da könnte ja eine Apotheke ganz in der Nähe mehr Rabatt geben (wovon überhaupt) oder attraktivere Öffnungszeiten haben…

Ich lebe nach dem Spruch: Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen- ich lächelte, war froh und es kam …

Das zehrt an der Lust zum Beruf.

#7 |
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Gast
Gast

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

Ich bin jetzt PTA im Praktikum und gehören zu den sehr wenigen männlichen Vertretern dieser Spezies. Habe in Regelzeit mein Staatsexamen mit gut in Duisburg absolviert und dafür ziemlich hart kämpfen müssen und bin mit einem IQ von 120 + und naturwissenschaftlichem Verständnis nicht gerade auf den Kopf gefallen.

Bevor ich in die PTA- Ausbildung gewechselt habe, habe ich 3 Semester Pharmazie studiert, sowie auch noch ein paar andere Studiengänge angetestet, weil ich für mich heraus finden wollte, was mich interessiert.

Rückblickend würde ich vermutlich weder Pharmazie, noch PTA erneut machen und das liegt nicht an Ausbildung / Studium, weil das, was man dort lernt, nicht nur sehr viel ist, sondern auch noch super interessant, wenn auch leider ziemlich praxisfern, sondern an der Apothekenpraxis in der Apotheke selbst.

Die Gründe wieso ich es nicht erneut machen würde liegen auf der Hand.

Egal ob PTA-Ausbildung oder Pharmaziestudium – Man arbeitet und lernt wie blöde mit dem Endergebnis, dass man egal ob PTA oder Apotheker nachher Marionette der Krankenkassen ist. Eigentlich geht es, wie unten bereits korrekt gesagt wurde, nur noch darum Retaxierungen auf Kassenrezept zu vermeiden, die dann 1 Jahr später kommen, bzw. dem Patienten sinnvolle oder weniger sinnvolle Arzneimittel mit an die Hand zu geben, um dann überwiegend symptomatisch zu behandeln. Viel mehr als: “Wie viele muss ich nehmen, damit das wirkt” kommt selten als Frage. Esw demotiviert ungemein, dass man von seinem Wissen so wenig am Patienten anwenden kann und die wirtschaftliche Flaute macht es dann nicht gerade besser – Spaßfaktor bei mir bescheiden und das trotz derzeit tollem Team und toller Chefin.

Dafür hat man dann so viel gelernt? Vielleicht hätte ich doch gleich mein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der für BWL ach so renommierten Uni Köln erfolgreich beenden sollen, dann hätte ich nämlich gleich 2 Vorteile – Ein weitaus weniger stressiges Studium, verglichen mit meiner Ausbildung zum PTA, hätte weniger Geld verloren bei meiner Ausbildung und ein vermutlich viel besseres Gehalt langfristig. Der einzige Vorteil der Ausbildung in Duisburg war die Persönlichkeitsbildung – In den super intensiven 2 Jahren dort muss ich Fr. Dr. Schulte-Herbrüggen meinen persönlichen Dank aussprechen dahingehend. Wer es als PTA dort schafft hat Rückrat und Persönlichkeit – Weit mehr als viele Frischlinge von der Uni oder FH und das soll jetzt nicht abwertend klingen, ist aber Fakt.

Da unser Gesundheitswesen sich eher ins Negativum bewegt bleibt für mich nur ein Fazit – Weiter studieren und nebenbei ein paar Stunden in der Apo arbeiten.

Liebe Politiker – Bitte bessert euch und macht eure Hausaufgaben und arbeitet an den Perspektiven für PTA UND Apotheker. PTA’s und Apotheker haben diese nämlich gemacht, aber für ein Hungergehalt möchte niemand, der hochqualifiziert ist arbeiten gehen und maximale Verantwortung übernehmen. So läuft das nicht! Macht es besser!

#6 |
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Gast
Gast

Alle guten PTAs, die ich kenne, engagieren sich auch in ihrer Freizeit, um sich auf Fortbildungen regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen. Selbst für die Fachlektüre bleibt in der Regel keine Zeit mehr im üblichen Apothekenalltag. Heutzutage ist man eher damit beschäftigt Packungsgrößen zu “checken”, Rezepte zu bedrucken, um sie später wieder neu zu bedrucken, weil Rabattpartner nicht lieferbar sind. Für persönliche Gespräche mit Oma Erna & Co. bleibt kaum noch Zeit. Man starrt auf den Kassenbildschirm und hackt Wirkstoffe ein, versucht Firmen auszuwählen, die der Kunde bereits kennt – in der Hoffnung, dass diese lieferbar sind. Und wenn alle Bemühungen nichts nutzen und die multimorbide, polypharmazeutisch behandelte Kundin ein anderes Pantoprazol bekommen muss, da die gelbe Packung auf absehbare Zeit nicht verfügbar ist, beginnen die Erklärungsversuche. Generell nervt es doch mittlerweile immens, dass man Dinge erklären muss, die man selbst nicht verstehen kann und das nur, weil auf Kosten der Patienten und ohne Rücksicht auf Verluste gespart werden soll. Waren das noch Zeiten, als man Erkältungen mit allen Präparaten auf Kassenrezept kuriert hat, für die man heute mindestens 40 Euro bar auf den Tisch legen muss. In der Bevölkerung bleibt der Apotheker natürlich der, der sich mit den teuren Medikamenten eine goldene Nase verdient. Aber die goldenen Zeiten sind vorbei! Finanziell und personell! Wohl dem, der sich noch genug Personal leisten kann, um auch Urlaubs- und Krankheitszeiten abzudecken. Wie soll sich die Lage in den Apotheken noch entwickeln? PTAs müssen im Alltag weit mehr leisten als offiziell gesetzlich geregelt. Es gibt immer mehr Apotheken, in denen fast nur PTAs (und PKAs!) im HV stehen und Apotheker vorwiegend im Hintergrund bürokratische Sachen erledigen. Sind Korrespondenzen mit Krankenkassen und andere zeitraubende Tätigkeiten erledigt, bleibt nur noch Zeit für die stundenlange Rezeptkontrolle. Wurde auch keine Sonder-PZN vergessen? Und wenn dann um 20 Uhr die Türen zugehen, hetzt man nach Hause, um dem Nachwuchs wenigstens noch eine gute Nacht zu wünschen. Stress, Verantwortung, familienunfreundliche Arbeitszeiten und keine Aufstiegsmöglichkeiten in einem System, in dem immer weniger der Mensch zählt. Und das für 2.200 Euro im 6. Berufsjahr?!? Herzlich willkommen in meiner Welt!

#5 |
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Apothekerin

Ich kann die Pta- Gastkommentatorinnen gut verstehen, vermutlich Damen, da der Beruf für junge Männer (Gehalt, Aufstiegschancen, Ansehen) wenig interes-
sant ist. Die Situation für PKAs ist noch kritischer, bei Arbeitslosigkeit kaum
Möglichkeiten oder unter Wert. Ein Einkommen, na ja! Aufstiegschancen,
Fehlanzeige! Da soll ich bei zukünftigen Kollegen für werben?
Ich würde bei dieser Gängelung durch alle Marktmitspieler, sei es Staat, Kammer,
Krankenkassen etc. noch nicht mal ein Pharmaziestudium empfehlen.
Bin übrigens Aprobierte sehr gehobenen Alters.

#4 |
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Gast
Gast

Was die beiden PTAs das über ihre berufliche Situation gesagt haben, kann ich voll unterstreichen. Für Apothekerinnen und Apotheker, die lebenslänglich als Angestellte arbeiten wollen, sind die Arbeitsplatz-Perspektiven in der öffentlichen Apotheke noch viel frustrierender, als es die Kolleginnen oder Kollegen der PTAs zum Ausdruck bringen.

Pharmazeuten haben in der öffentlichen Apotheke keinen zugewiesenen Arbeitsplatz. Sie teilen sich die Offizin mit dem Chef und mit dem gesamten Apotheken-Team. Die soziale Kontrolle durch Vorgesetzte und Kollegen, die in einem solchen Berufs-Umfeld ausgeübt wird -über jedes Wort das gesprochen wird, über jeden Handgriff, über jeden Schritt über jegliches Tun und zu jederzeit – das ist auf Dauer nicht aus zu halten und macht krank! Wie schlimm das ist, als einzigen Rückzugsort, der nicht kontrollierbar ist, nur das Klo zu haben, kann man nur dann ermessen, wenn man das selber über lange Jahre lang ertragen mußte. Alleine schon aus diesem Grund kann man jeden jungen Menschen nur warnen, als angestellte Apothekerin oder angestellter Apotheker seinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen.

Darüber hinaus gibt es gibt in Durchschnitts-Apotheken keine systematische Mitarbeiterförderung, keine verbindliche Team-Entwicklung und überhaupt gar keine Aufstiegs-Perspektive, außer man macht sich selbstständig. Für ein sehr anspruchsvolles Ausbildung Hochschul-Studium, wie ist das Pharmazie-Studium nun einmal ist, sind diese Perspektiven katastrophal und überhaupt nicht attrktiv. Man kann jeden jungen Absolventen nur davor warnen, als Angestellter in der öffentlichen Apotheke seinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen.

Darüber hinaus wurde das gesamte Apotheken-Personal durch das permanente Gejammer über den bevorstehenden Untergang der öffentlicher Apotheken extrem verunsichert. Wenn die verfasster Apothekerschaft Druck ausüben will, um ihrer eigenen Einkünfte zu erhöhen und dazu den Untergang des eigenen Berufsstandes beschwört, dann ist das sehr nachhaltig wirksam. Solche Botschaften werden insbesondere in den Familien wahrgenommen und gespeichert, deren Kinder sich in absehbarer Zeit entscheiden müssen, auf welche Zukunftsperspektive sie ihr zukünftiges Leben aufbauen wollen. Welche Familie schickt Ihre eigenen Kinder freiwillig in einem Beruf, von dem ständig in der Zeitung steht,dass er sowieso demnächst stirbt? Und der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein Lutz Engelen hält als ehemaliger BAK-Präsident den traurigen Rekord, Weltmeister in der Übermittlung solcher Untergangs-Botschaften zu sein.

#3 |
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Gast
Gast

Ich kann mich dem Gastkommentar nur anschließen! Auch ich bin seit über 30 Jahren als PTA tätig und ich kann die Reglementierungen nicht nach voll ziehen. Ich habe Glück, dass ich immer Apothekenleiter/innen hatte, die meine Arbeit Wert schätzten.
Das Gehalt, keine Aufstiegschancen, die Arbeitszeiten, Alles ist heute nicht mehr zeitgemäß. Welcher junge Mensch sollte sich noch für einen PTA-Beruf interessieren?
Ja Teilzeit ist natürlich möglich! Ein typischer Frauenberuf halt.
Eine zeitlich beschränkte Vertretungsbefugnis und nicht ständig unter Aufsicht arbeiten für PTAs, die über Berufserfahrung verfügen, wäre schon ein erster Schritt.
Das könnte sich dann auch positiv auf die Gehälter auswirken.
Wo ein Wille, wäre auch ein Weg! Wenn Sie nur wollten!

#2 |
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Gast
Gast

Hallo, danke für den Bericht. Diese Entwicklung ist ja wohl schon seit vielen vielen Jahren abzusehen. Ich stehe als PTA seit über dreißig Jahren in der Apotheke. Wenn ich jetzt noch jungen Menschendiesen Beruf schönreden würde, könnte ich wohl abends nicht mehr in den Spiegel schauen. Was ist denn in all den Jahren FÜR die PTAs gemacht worden? Ursprünglich mal dazu gedacht, die “Vorexaminierten”, die es durch die Änderung der Studienordnung für Apotheker nicht mehr gab, zu ersetzen, hat man sie systematisch immer kleiner gemacht: Unzureichende Ausbildung, immer weniger Verantwortung, immer mehr Ballast und niemals hat jemand davon gesprochen, sie auch nur in die Nähe der Möglichkeiten der früheren Vorexaminierten zu bekommen. Und warum? Letztlich sind es doch die Apotheker gewesen, die Angst hatten, die PTAs könnten ihnen die Stellen wegnehmen, wenn sie so gut ausgebildet werden, dass sie Vertretungsbefugnis und “Arbeit unter Verantwortung” anstatt “Arbeit unter Aufsicht” erledigen könnten. Wer will sich denn da noch wundern? Wenn der PTA-Beruf noch nicht tot ist, die -jetzt inzwischen ja nicht mehr ganz neue- Apothekenbetriebsordnung wird es schon schaffen, ihm den Todesstoß zu versetzen. Es wird Jahre dauern, das wieder aufzuholen, was in den letzten 30 Jahren versäumt wurde. Eine Imagekampagne reicht dazu nicht aus. Polieren an der Oberfläche hilft nicht. Junge Menschen sind heute viel besser informiert und clever genug, hinter die Kulissen zu schauen.

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