Ebola-Impfstoff: Auf die Schnelle, fertig, los?

24. Oktober 2014
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Bis Ende des Jahres könnten sich tausende Menschen neu mit Ebola infizieren, so die Befürchtung der Forscher. Jetzt arbeiten Biotechnologen mit Hochdruck an Vakzinen. Um alle Betroffenen in Westafrika zu impfen, wären schätzungsweise 30 bis 40 Millionen Dosen erforderlich. Nach Jahren intensiver Impfstoffentwicklung muss jetzt alles ganz schnell gehen.

Drastische Worte beim World Health Summit 2014 in Berlin: Liberias Botschafterin Ethel Davis fordert die internationale Staatengemeinschaft zur Hilfe auf. „Liberia kann die Situation allein nicht mehr bewältigen“, so Davis. Gleichzeitig warnt sie vor internationalen Dimensionen: „Ebola ist nicht länger nur ein westafrikanisches Problem. Ebola ist nur einen Flug oder eine Busreise entfernt.“ Bisher haben sich 9.216 Menschen infiziert, und mindestens 4.555 sind gestorben – Tendenz drastisch steigend. Die „New York Times“ zitierte dazu Prognosen von Regierungsberatern. Bis Ende 2014 erwarten sie hunderttausende Infektionen. Roberto Bertollini von der WHO kritisiert: „Hinter globalen Gesundheitskrisen wie Ebola stecken schlechte öffentliche Investitionen in die Forschung.“ Kein Wunder, gibt es Jahrzehnte nach der Erstbeschreibung des tödlichen Virus immer noch keine Vakzine. Wissenschaftler sehen in flächendeckenden Impfprogrammen die einzige Chance, Ebola dauerhaft zu besiegen.

Fleißige Forscher

Weltweit befassen sich etliche Labors mit dem Thema. Die wichtigsten Ansätze: GlaxoSmithKline (GSK) untersucht zusammen mit dem amerikanischen National Institute of Allergy and Infectious Diseases, welche Potenziale in Adenoviren stecken. Biologen verwenden das chimpanzee-derived replication-defective adenovirus (ChAd), um Antigene des Ebolavirus im menschlichen Körper zu exprimieren und dem Immunsystem zu präsentieren. Momentan laufen zwei große Studien mit dem Konstrukt cAd3-EBO Z: In Großbritannien sollen 60 Probanden verschiedene Dosen des Impfstoffs erhalten. Ähnliche Untersuchungen planen Wissenschaftler in den USA mit 26 Personen. Auch das Vesicular stomatitis Indiana virus (VSIV), ein Verwandter des Tollwutvirus, hat Potenziale. Nach einer VSIV-Infektion erkranken Rinder oder Pferde schwer, während Menschen nur leichte, grippeähnliche Symptome verspüren. Ein wichtiger Vertreter ist VSV-EBOV. Molekularbiologen haben Erbinformation für das virale VSV-Glykoprotein durch die RNA für ein Ebola-Glykoprotein ausgetauscht. Unser Immunsystem reagiert, indem es Antikörper herstellt. Die Public Health Agency of Canada setzt große Erwartungen in VSV-EBOV. Zusammen mit der NewLinks Genetics Corporation hat sie eine Phase-I-Studie in die Wege geleitet.

VSV-EBOV unter der Lupe

Dazu noch einige Studien: Ratten und Meerschweinchen profitierten nachweislich vom Impfstoff. In Studien überlebten 80 bis 100 Prozent aller Tiere. Menschenaffen wurden ebenfalls zuverlässig geschützt – es kam zu einer starken Immunantwort mit hohen Serumtitern. Ein Großteil aller Primaten blieb am Leben, falls unmittelbar nach einer Virusinfektion die Impfung als Postexpositionsprophylaxe verabreicht wurde. Erhielten Tiere die Vakzine aber erst 48 Stunden nach der Exposition, starben zwei Drittel. VSV-EBOV wirkt allerdings hoch spezifisch. Ein Impfstoff mit dem Glykoprotein des Ebola-Zaire-Virus schützt nicht vor verwandten Erregern wie dem Ebola-Sudan-Virus. Forscher haben VSV-EBOV bislang nur in Tierexperimenten untersucht – mit einer Ausnahme: Als sich vor mehreren Jahren eine Mitarbeiterin des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin mit einer kontaminierten Nadel gestochen hatte, bekam sie VSV-EBOV und zeigte eine nachweisbare Immunreaktion. Ob sie sich tatsächlich infiziert hatte, blieb unklar.

Warten oder handeln?

Sollten VSV-EBOV- oder ChAd-Vakzine zu höheren Antikörpertitern führen, wäre die logische Konsequenz, Phase-2- und später Phase-3-Studien durchzuführen. An diesem Thema scheiden sich die Geister: GSK ist in der Lage, mittelfristig etwa 10.000 Impfdosen für Phase-2-Studien produzieren, um die optimale Menge zu ermitteln. Gesundheitspolitiker würden lieber sofort mit Phase-3-Studien beginnen, um keine Zeit zu verlieren. Auch hier müsste ein Serum gegen Placebo getestet werden, was Experten teilweise als unverantwortlich kritisieren. Ira Longini von der University of Florida schlägt als Alternative vor, mit dem „Stepped-wedge-Design“ ohne Placeboarm zu arbeiten. Wissenschaftler vergleichen lediglich Probanden, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten geimpft wurden. Ripley Ballou, Chef der Impfstoffforschung bei GSK, hätte lieber eine randomisierte Studie mit Ärzten und Pflegekräften vor Ort. Angesichts des dramatischen Anstiegs von Ebola-Fällen lehnen es einige Forscher generell ab, weitere Studien durchzuführen. Die Public Health Agency of Canada ging recht pragmatisch vor. Sie lieferte 800 Dosen ihres experimentellen Impfstoffs VSV-EBOV an den WHO-Sitz in Genf. Zusammen mit Vertretern aller betroffenen westafrikanischen Länder überlegen die obersten Gesundheitswächter jetzt, wie sie die Vakzine verteilen könnten.

Impfung in den Bäumen

Damit nicht genug: Ein internationales Konsortium sucht nach Wegen, um virale Reservoire zu eliminieren. Ihre Idee ist alt: Bis 2008 legten Gesundheitsbehörden in Deutschland Impfköder gegen die Fuchstollwut aus – mit Erfolg: Seither existiert bei uns keine terrestrische Tollwut mehr. Forschern aus den USA und Großbritannien ist es analog dazu gelungen, einen Ebola-Impfstoff für wildlebende Menschenaffen zu entwickeln. Diese gelten neben verschiedenen Flughunden als natürliches Hauptreservoir. Vor einigen Jahren habe ein Ebola-Ausbruch mehr als 30 Prozent aller freilebenden Gorillas ausgelöscht, schreiben die Autoren. Vom Impfschutz profitieren Mensch und Tier gleichermaßen, Strategien gibt es aber noch nicht. Ob und wie sich größere Zahlen an Menschenaffen impfen lassen, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Ende mit Schrecken

Doch zurück zur Humanmedizin. Unter realistischen Annahmen könnten Firmen bis Mitte 2015 ausreichend große Impfstoffmengen bereitstellen, um medizinisches Personal zu impfen. Bis wann 30 oder sogar 40 Millionen Dosen produziert werden könnten, vermag derzeit niemand abzuschätzen. „Der Impfstoff wird nicht schnell genug zur Verfügung stehen, um das in den nächsten Wochen und Monaten zu schaffen, und er würde auch nicht in ausreichenden Dosen zur Verfügung stehen“, sagt Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin gegenüber tagesschau.de. Schlechte Infrastrukturen machen die Lage vor Ort nicht gerade einfacher. WHO-Experten verfolgen deshalb ein anderes Ziel. Sollte es gelingen, 70 Prozent aller infizierten Patienten in Isolierbetten unterzubringen und 70 Prozent aller Toten sicher zu beerdigen, ließe sich Ebola theoretisch unter Kontrolle bringen. Mit dieser Strategie hatten Gesundheitsbehörden bereits in Nigeria und im Senegal Erfolg.

101 Wertungen (4.18 ø)

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60 Kommentare:

Dr. Ronald Henschel
Dr. Ronald Henschel

Ich danke für Ihre Erkärung. Das Problem ist nur, dass viele als “Gast” Beiträge liefern und für die anderen dann nicht erkennbar ist, ob es sich um verschiedene Personen oder immer um dieselbe handelt. Das erschwert die Kommunikation ungemein. Stellen Sie sich doch bitte einmal vor, ein anderer “Gast” liefert einen völlig Ihrer Ansicht zuwiderlaufenden Beitrag und wird sogar beleidigend. Viele würden denken, das käme von Ihnen. Das ist doch sicher nicht in Ihrem Sinne.
Herr Dr. Bayerl bekommt einiges zu hören, das ist richtig. Aber er hält das aus, er steht zu seinen Ansichten und teilt ja auch aus – genauso übrigens wie Dr. Graf, der von Ihnen ja auch nicht gerade zimperlich behandelt wurde. Beide sind übrigens registiert, wenn ich mich nicht irre.
Freundlicher Gruß

#60 |
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Gast
Gast

Antwort:
1) ich bin hier nicht allein! Auch andere wie Dr.Bayerl wurden beschimpft!
2)Ich will damit persönlichen Beschimpfungen aus dem Weg gehen, Arztkritiken sind überwiegend auch anonym. “permanent” und “unhöflich” ist persönliches Argumentieren!
2) Sie und viele anderen hier sind ebensowenig bei Doccheck registriert.

Und schließlich ist das nicht “meine persönliche Meinung”, sondern das Ergebnis einer internationalen Expertenkommission UNSCEAR mit wechselndem Vorsitz organisatorisch unter dem großen Dach der UNO, auch ein Deutscher hatte hier kürzlich den Vorsitz.
Diese Ergebnisse sind JEDEM zugängig. Auch UNSCEAR war anfänglich der Meinung, dass mit “Spättumoren” zu rechnen sei. Die realen Ergebnisse, es sind jetzt 25 Jahre her, haben das widerlegt.
Zudem bin ich Arzt mit “staatlich” verliehener Fachkunde für Strahlenschutz. Hier kennt man aus täglicher Praxis Dosis-Wirkungszusammenhänge, das ist keine Theorie. (Röntgenverordnung, die ständig verschärft wird)
Beim Thema Impfen ist es nicht anders, selbstverständlich muss man hier auch IMMER Nutzen und Risiko gegeneinander abwägen und nicht blind reagieren.
Die Zunahme von Ideologieen ist beängstigen, natürlich werden sie auch nicht selten von Politikern und vom Staat gepredigt. Das ist auch bei der RöV der Fall (LNT).
Atomkraft und Strahlenschutz ist ganz sicher auch von Politik beeinflusst, allein wegen der militärischen Option.
Und man kann sich des Eindruck nicht erwehren, dass hier die Besitzer (USA) das als ihr pers. Privileg ansehen, was auch den friedlichen Bereich deutlich beeinflusst. Offenbar ist “Strahlenangst” sogar gerne gesehen.

#59 |
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Dr. Ronald Henschel
Dr. Ronald Henschel

@Gast: Wenn sie all diese Daten so genau recherchiert haben und das Gefahrenpotenzial der Nutzung von Atomenergie so niedrig einschätzen, verraten Sie uns bitte zum endgültigen Abschluss noch den Grund für Ihr permanent anonymes Auftreten. Wäre das nicht ein Gebot der Höflichkeit und Zeichen von Offenheit? Danke

#58 |
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Gast
Gast

@Andrea Mendel, man möge mir verzeihen, wenn ich hier OT noch einmal antworte.
Für die neutrale “Wissenschaft” ist beides eigentlich ein Glücksfall, sozusagen ein Realexperiment für die Vorstellung von Strahlenschäden, die – außerhalb der Medizin, da gibt es sehr genaue Kenntnisse – bis heut immer noch auf den amerikanischen Bombenabwürfen in Japan beruhen, mit vielen methodischen Fragezeichen.
Besonders Tschernobyl ist sehr lehrreich, weil hier heute auch die spekulierten Spätschäden bekannt sind, der Unfall passierte bekanntlich 1986.
Es gab dabei 134 akute Strahlenerkrankung (ARS), von denen 28 innerhalb von 4 Monaten verstarben, die übrigen 106 erholten sich mit unterschiedlich schweren Dauerschäden zwischen 6 Monaten und mehreren Jahren. 15 davon erhielten z.B. operative Narbenkorrekturen wie nach Verbrennungen. Es gab auch “functional sexual disorders” bis 1996, aber von den 106 besonderes gut nachkontrollierten ARS-Überlebenden immerhin 14 normal geborene Kinder in den folgenden 5 Jahren nach dem Unfall.
(Qelle: UNSCEAR, öffentlich, jährliche Konferenz in Wien)
Bis auf den Sonderfall Schilddrüse gab es KEINE Häufung von Spätkrebs, IM GEGENTEIL:
Bei den am meisten belasteten eingeflogenen russischen “Liquidatoren” (freiwillige Militärkräfte) kam es zu einer Verminderung der Krebsmortalität gegenüber der Normalbevölkerung von 15-30% und bei den Einwohnern der am stärksten strahlenexponierten Umgebung von 5% (Prof. Zbigniew Jaworowski, 2010 : Observations on the Chernobyl Disaster and LNT, http://tinyurl.com/pq25xj3)

Tendenziell gleiches kann man für Lebenserwartung (LE) in Deutschland und natürliche Strahlungsexposition nachweisen mit einem Nord/Süd-Gefälle, weniger Strahlung in Norddeutschland (niedrigere LE) und deutliche höhere in Süddeutschland (höhere LE). Auch Arbeiter in Atomkraftwerken haben eine statistisch nachweisbare höhere Lebenserwartung als die Normalbevölkerung.

In Japan Fukoshima, gab es WEDER eine akute Strahlungserkrankung (ARS) noch einen einzigen Strahlentoten. Die Evakuierungen waren in ihrem übertriebenen Ausmaß unverantwortlich und haben mehr geschadet als genützt. Es gab allerdings fast 20000 Tote durch Erdbeben und Überschwemmung (Tzunami). Viele Japaner haben sich geärgert über die Deutsche Berichterstattung.

#57 |
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Andrea Mendel
Andrea Mendel

…sind das keine Fakten?

#56 |
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Andrea Mendel
Andrea Mendel

Fukushima, Tschernobyl?

#55 |
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Gast
Gast

Nun haben Sie aber doch was gesagt, ebenso wie die ideologisierten Impfgegner:
“faktenbasiertem weltweiten Gefahrenpotenzial!”
Wenn Tausende oder Hunderttausende Tote behauptet werden, die NICHT existieren,
dann sind das keine Fakten, sondern Lügen!
Wenn Waldsterben behauptet wird, die Waldfläche aber ZUNIMMT, das wissen alle
und trotzdem wird diese Fehlinformation NICHT zurückgenommen,
dann ist auch das eine vorsätzliche Lüge, über die sich die ganz Welt gewundert (gelacht!) hat,
ebenso, wie über die massenhafte Impfverweigerung.
Vorsatz, um dem “einfachen” Mensch Angst zu machen.
So etwas beherrschen auch Amerikaner perfekt.

#54 |
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Andrea Mendel
Andrea Mendel

P.S. zu den Atomgegnern möchte ich an dieser Stelle nichts sagen. Das ist ein anderes sehr ernstes Thema mit faktenbasiertem weltweiten Gefahrenpotenzial!

#53 |
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Andrea Mendel
Andrea Mendel

Vielen Dank, Frau Dr. Kovac für die erklärenden Worte, aber auch an die Verfasser der anderen Beiträge (auch Dr. Graf), durch die mein Interesse mich zu beteiligen, geweckt wurde. Hoffen wir alle, daß für Ebola bald ein wirksamer Impfstoff vergügbar ist bzw. die aktuellen Maßnahmen greifen und so die weltweiteite Ausbreitung unterbunden werden kann. Als Laiin kann ich das Ebola-Ausbreitungsrisiko überhaupt nicht abschätzen.

#52 |
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Dr.Elvira Kovac
Dr.Elvira Kovac

Andrea Mendel, ich bin völlig Ihrer Meinung, dass es MASSIVE Verunsicherung durch Impfgegner gab, aber NICHT durch staatliche Experten wie z.B. RKI und das Paul-Ehrlich-Institut! Das war ja mein Thema.
Das mit der “normalen Grippe” ist ein Thema für sich, das ich jetzt nicht auch noch aufmachen möchte. Jedenfalls KEIN gutes Argument gegen eine Schweinegrippeimpfung.
Denken Sie einfach auch an “Atomgegner” bei friedlicher Kernenergie,
die lügen auch, dass sich die Balken biegen und bezeichnen sich auch als Experten.
Man müsste sie anzeigen.

#51 |
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Andrea Mendel
Andrea Mendel

All jene, die der Meinung sind, dass wir “normalen” Menschen 2009 gut über die Schweinegrippeimofung aufgeklärt wurden, lesen bitte hier nach.
http://www.arznei-telegramm.de/blitz-pdf/b090925.pdf
Sind Sie immer noch der Meinung, daß es keine Gründe zur Verunsicherung gab?
Wer dafür verantwortlich war, weiß ich nicht. Aber es gab unzählige solcher “eindeutiger” Informationen. Ich war jedenfalls auch völlig verunsichert – auch durch gegenteilige Empfehlungen von Ärzten, die ich konsultierte. Ich bin froh, daß alles insgesamt so glimpflich abgelaufen ist und in jenem Jahr ja wohl weniger Menschen an der Schweinegrppe verstorben sind, als in anderen Jahren an der normalen Grippe.

#50 |
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Dr.Elvira Kovac
Dr.Elvira Kovac

Danke herzlichst @Dr. rer. nat. Stefan Graf

@Dr. Ronald Henschel, bleiben Sie einfach sachlich und lesen Sie nur was ich geschrieben habe! Es geht mir nicht um Einzel-Personen, auch nicht um Sie, sondern um die korrekte Darstellung des “Impfskandals”. Man kann doch nicht “dem Staat” in die Schuhe schieben, was ein Heer von irrationalen Impfgegnern angerichtet hat, die man nun wirklich beim besten Willen NICHT Experten nennen darf, wie Sie das getan haben. Hier wurde z.B. das RKI und das Paul-Ehrlich-Institut genannt, das sind Experten, denen man vertrauen kann. Darum geht es mir. Die unbegründete Beschimpfung “des Staates” können diese Menschen ja noch als Bestätigung und Ermunterung für sich verbuchen! Sie werden damit bestärkt!
Und wer sich nun mal “verunsichern” lässt, Angst und Panik ist immer ein schlechter Ratgeber, muss sich schon fragen, auf wen er hört und wem er vertraut.

Der Hinweis auch auf andere Infektionsrisiken ist wirklich notwendig.

Die Menschen in Afrika tun mir sehr leid, es ist schon wirklich erstaunlich, dass für dieses Virus, das seit 1976 bekannt ist, noch kein Impfstoff existiert. Jeder kann sich seinen Teil darüber denken. Panik ist auch hier nicht zielführend, das gilt natürlich weltweit.
Sondern Hilfe insbesondere am Ausbruchsort.
Im Übrigen gibt es (zufällig) keine direkte Flugverbindung von dort nach Deutschland.

#49 |
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Dr. rer. nat. Stefan Graf
Dr. rer. nat. Stefan Graf

Entschuldigung an alle, dass ich mich noch einmal zu Wort melde. Ich wollte es eigentlich nicht mehr tun, aber die Diskussion, die sich jetzt um meine Person entspannt, war von mir nicht beabsichtigt und bringt niemanden weiter.
Daher noch mal ganz kurz meine Position:
Ich bin ein prinzipieller Impfbefürworter, weil ich von der Wichtigkeit im Hinblick auf die globale Ausrottung von Infektionskrankheiten überzeugt bin.
Hinsichtlich des Spezialsfalles “Schweinegrippe” bringe ich aber Verständnis für die damalige Unsicherheit weiter Bevölkerungsteile auf, die sich wegen ihrer Befürchtungen nicht haben impfen lassen. Diesen empfehle ich aber keine Verweigerungshaltung für zukünftige Impfungen.
Für meine persönlichen Angriffe auf Mitdiskutanten entschuldige ich mich und bitte den Disput um meine Person hiermit zu beenden. Vielen Dank

#48 |
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Dr. Ronald Henschel
Dr. Ronald Henschel

Frau Dr. Kovac, ich sehe mein Verhalten im Nachgang nicht als Fehler an und suche daher auch keinen Schuldigen. Wenn Sie Herrn Dr. Graf fehlende Fakten ankreiden, frage ich Sie, wie man eine subjektiv empfundenen schlechte Aufklärung (die ja offensichtlich große Bevölkerungsanteile im Rahmen der Schweinegrippe empfunden haben) mit objektiven Fakten belegen soll. Und dass die damaligen Expertenmeinungen (ich bin keine solcher, da weder Mediziner noch Naturwissenschaftler) sehr konträr waren und die Menschen verunsichert haben, ist doch nicht von der Hand zu weisen.
Und der Vorwurf, der an Herrn Graf mehrfach gerichtet wurde, er sie ein ideologischer Impfgegner, ist doch wirklich absurd. Das hat er doch mehrach klar herausgestellt. Sie haben diesen Anwurf aber nicht moniert – und diejenigen, die dieses Attribut Herrn Graf anhängen wollten, hatten die denn Fakten zu bieten?
Mfg

#47 |
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Dr.Elvira Kovac
Dr.Elvira Kovac

@Dr. Ronald Henschel und andere, Sie stellen die Diskussion auf den Kopf wie jemand der offensichtlich selbst einen Fehler gemacht hat, aber anderen die Schuld dafür geben will.
Wenn Sie von Fakten reden, sind hier insbesondere von Herrn Graf KEINE genannt worden, die die “Deutsche Impfverweigerung” bei der Schweinegrippe objektiv gerechtfertigt haben. Im Gegenteil hat er die mehr als fragwürdigen Behauptungen der Impfgegner wiederholt, OHNE sie wissenschaftlich belegen zu können. “Schlechte Aufklärung” ist völlig falsch, richtig ist ein Trommelfeuer von irrationale Impfgegnern, das kann man nun wirklich nicht dem Staat in die Schuhe schieben, der sich viel Mühe gegeben hat, diese Impfung zu organisieren. Natürlich waren die Medien nicht unschuldig,
ebenso wie in anderen Feldern (Energiepolitik), in denen extrem einseitig und falsch berichtet wird.
Wenn einer sagt, wofür studiert man Medizin, ist das kein Angriff auf Nicht-Mediziner, sondern ein Appell, rational über den Zweck einer Impfung zu reden.
Das Thema ist NICHT erledigt, weil es noch heute idiologisierte Impfgegner gibt, die der Gemeinschaft Schaden zufügen! Vielleicht nehmen sie sogar zu!
Das fängt im Kindergarten an.

#46 |
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Dr. Ronald Henschel
Dr. Ronald Henschel

@Chritine Wehrstedt(39) u. Andreas Hohnstein(44): Zwei sehr gute Beiträge, denen ich mich anschließe. Auch ich habe mir die Zeit genommen, die konträren Beiträge aufmerksam zu lesen. Dr. Graf war der einzige, der inhaltlich konkret auf die provokanten Vorwürfe seiner oft nicht sehr freundlichen (Arzt) und aus dem Verborgenen (anonyme(r) “Ga(e)st(e)”) anklagenden Kontrahenten eingegangen ist. Ohne auf seine Argumente (schlechte Aufklärung der Medizinlaien über Impfstoffe und Impfrisiken) einzugehen, wurde er unfair als “ideologisierten Impfgegner” eingestuft. Gerade von studierten Menschen erwarte ich mehr Diskussionskompetenz und Fairness.
Zudem war Dr. Graf der einzige, der die Größe gezeigt hat, sich für missverständliche Äußerungen zu entschuldigen, owohl er es nicht war, der die Schärfe in die Diskussion gebracht hat!
Zu meiner Impfeinstellung: Habe mich gerade wieder aus gegebenem Anlass mit DTP-Serum auffrischen lassen. Auch gegen Polio und anderes bin ich geimpft. Gegen die Schweinegrippe habe ich mich seinerzeit aus Verunsicherung und Ärger aus den von Herrn Graf geschilderten Gründen NICHT impfen lassen.
Über die gegenwärtigen Ebolarisiken für Europa kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich hier auf die mediale Aufklärung angewiesen bin. In Sachen Entwicklung eines Impfstoffes fühle ich mich aber viel besser informiert als damals bei der Schweinegrippe und kann daher auch keine Panik in der deutschen Bevölkerung ausmachen.

#45 |
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Andreas Hohnstein
Andreas Hohnstein

@43 “Gast”: Sie stimmen dem sehr guten Beitrag von Frau Wehrstedt zu, müssen aber gleich wieder einen “emotionalen Heckenschuss” auf Dr. Graf abgeben – wie passt das zusammen? Sie müssen andere begründete Meinungen akzeptieren und nicht von Fakten reden, die Sie nicht benennen. Falls es sich bei Ihnen immer um denselbsn “Gast” handelt (auch aus diesem Verwechselungsgrund teile ich die Meinung, Anonymität zu verbieten), haben Sie die die Kommentare von Dr. Graf offenbar nie richtig gelesen. Auf seine Argumente sind Sie doch nie eingegangen. Ich fand die Aufklärung zur Schweinegrippe-Impfung und die Verwirrung um die verschiedenen Impfstoffe auch “unmöglich” und habe mich damals auch NICHT impfen lassen, obwohl ich Impfungen sonst befürworrte. Bin ich jetzt auch ein “idiologischer” Impfgegner?
Bei Ebola ist die Situation schwierig. Wie auch diese Diskussion zeigt, werden die Gefahren ja doch unterschiedlich bewertet. Ein Problem ist wirklich, dass es schwierig, ist in den betroffenen Regionen Quarantänebdingungen zu schaffen, die die weitere Ausbreitung verhindern. Hier halte ich, wie Herr Dr. Graf, die Impfung für dringend angezeigt, sobald ein Impfstoff verfügbar ist.

#44 |
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Gast
Gast

@Christine Wehrstedt, Zustimmung, ich weis auch nicht, warum Dr.Graf “in die Luft gehen muss”.
Fakten muss man halt akzeptieren möglichst ganz ohne Emotionen wie
@Dr. med. vet. Esther Wilk,
Danke!

#43 |
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Axel A. Schmidt
Axel A. Schmidt

Nach dem langen peinlichen Gesabbele und persönlichen Gestänkere:
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

#42 |
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Ich freue mich, dass Sie mich verstanden haben, Frau Wehrstedt und offen zu Ihrer Meinung stehen.
Ich möchte ferner noch einmal betonen, dass ich meinen Ausspruch in Beitrag #27 (“Viele studieren Medizin, weil sie sich einem anspruchsvolleren naturwissenschaftlichen Studium nicht gewachsen fühlen :)” ganz bewusst mit einem “:)” versehen haben, weil er wirklich als ironische Antwort auf die Frage von Hr/Fr Arzt (#25) “wofür studiert man denn Medizin?” gemeint war. Ich bin hier wohl gänzlich missverstanden worden und bitte um Verzeihung, es war wirklich in keiner Weise despektierlich gemeint. Und ich bringe auch allen anderen Mitdiskutanten, die einen anderen (nicht-universitären) Hintergrund haben, den gleichen Respekt entgegen (und dies ist ganz gewiß keine billige “Schleimerei”).

#41 |
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Dr. med. vet. Esther Wilk
Dr. med. vet. Esther Wilk

Es gibt viel zu zum Thema Ebola und was man tun kann/soll zu diskutieren – nicht nur fachliche, sondern auch humanitäre Aspekte. Bei einem Virus dieser Pathogenität darf man jedoch nicht vergessen, dass es nicht so einfach ist, damit zu arbeiten. Nur wenige Institutionen haben entsprechende Einrichtungen. Das ist nicht so einfach wie bei Influenza. Da dieser Vergleich hier oft gewählt wurde, möchte ich zudem Beitrag #17 herzlichst zustimmen. Nur in Deutschland gibt es das Phänomen, dass Menschen glauben, dass irgendwas schief gelaufen sei bei der Pandemie 2009. Die Gesamtzahl der Toten weltweit in Folge des Schweinegrippeausbruchs lag im 6-stelligen Bereich (die genaue Zahl habe ich leider vergessen, ist aber auf den WHO-Seiten sicher zu finden). Dass unsere Intensivbetten voll ausgelastet waren und wir nicht allzuweit von einem Kollaps unseres Gesundheitssystems entfernt waren, hat komischerweise keiner mitbekommen, auch wenn es z.B. von Herrn Burger, dem Leiter des RKI erst kürzlich wieder betont worden ist. Tatsache ist z.Z. dass die Deutschen sich nicht impfen lassen (auch das wird im internationalen Vergleich nur in Deutschland beobachtet). Wie schwerwiegend Erkrankungen verlaufen können, wird eben gerne schnell vergessen, wenn man sie nicht mehr zu Gesicht bekommt (das beschreibt übrigens schon Herr Hahnemann im Organon §56). Bei Influenza wird gerne vergessen, dass die prozentuale Letalität zwar nicht dramatisch hoch ist, aber am Ende die absoluten Zahlen, da es so wahnsinnig infektiös ist! Hierbei sei noch erwähnt, dass beim Impfen nicht nur der Schutz des Einzelnen im Vordergrund steht, sondern der Kollektivschutz. Wenn keine Impfung zur Verfügung steht, müssen andere Massnahmen ergriffen werden (wie oben im Artikel beschrieben). Was passiert, wenn die Infrastruktur das nicht leisten kann, sehen wir gerade in Afrika. Es gibt eh nicht viele Ebolaexperten auf der Welt, aber diese sollte man jetzt unterstützen (Spenden?) und nicht mit gefährlichem Halbwissen Panik verbreiten.

#40 |
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Christine Wehrstedt
Christine Wehrstedt

Nachdem ich hier alles gelesen habe, komme ich zu dem Schluss, dass Dr. Graf hier -für mich- die differenzierteste Art zu diskutieren bewiesen hat und muss mich wundern, wie sehr immer wieder alles im “falschen Hals” zu landen scheint. Warum eigentlich? Wissenschaftliches Denken schließt Schubladen und schwarz-weiß doch eigentlich aus. Sollte man annehmen dürfen. Nur weil jemand hinter IRGENDEINER Impfung bzw. deren Vermarktungsstrategie nicht ganz steht und das auch gut begründen kann, ist er doch kein genereller Impfgegner? Zudem schreibt er ja auch, dass er ebenfalls Humanmedizin (on top) studiert hat. Dann kann er ja sich ja wohl auch ein Urteil erlauben, welcher der beiden Studiengänge anspruchsvoller war, zumindest auf besserem Fundament als die meisten. Ich weiß nicht, warum da in die Luft gehen muss. Wenn ich jemanden um eine Ansicht fragen würde, warum ja oder nein bezüglich irgendeiner Impfung und eine zudem kontextbezogene Antwort bekommen möchte, dann wäre ich froh, so jemanden gegenüber zu haben.

#39 |
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ad omnes: Wer immer sich von mir persönlich angegriffen gefühlt hat, bitte ich um Entschuldigung. Es ist in keiner Weise meine Absicht, Mediziner und Ärzte zu verunglimpfen und schon gar nicht Naturwissenschaftler als “bessere Menschen” darzustellen. Die mir wichtigsten Menschen in meinem Leben waren Ärzte. Der Charakter eines Menschen hat nichts mit Bildungsstand und Fachrichtung zu tun. Aber einige (wenige) Mediziner auf diesem Forum vermitteln wirklich den Eindruck, dass sie nur bereit sind, mit Personen auf Augenhöhe zu diskutieren, die ebenfalls ein Medizistudium aufzuweisen haben – auch wenn das Thema viele nicht-medizinische Aspekte umfasst. Es kommen hier oft sehr gute Beiträge von anderem medizinischem Personal, Pflegekräften, Heilpraktikern, “gänzlich Medizin-Fremden” u.a. ,welche die Diskussion sehr befruchten.
Was mich wirklich ärgert, sind aber die vielen anonymen, teils recht harschen Einwürfe. Es wurde ja hier schon einige Male diskutiert, ob man “Gast”-Kommentare besser ausschließen sollte. Meine Meinung ist, wer eine Ansicht preisgeben möchte, sollte auch das Rückgrat haben, dazu mit seinem Klarnamen zu stehen oder aber schweigen. Persönliche schwerwiegende Konsequenzen muss doch auf dieser Plattform niemand befürchten.
In diesen Sinne möchte ich jetzt gern das Kalumet des Friedens mit Ihnen, liebe Mitdiskutanten, “rauchen” (die einzige Form des Rauchens, die ich gern praktiziere :-)

#38 |
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@Gast: Nein!!!! Ich versuche es ein letztes mal. Ich bin überhaupt nicht gegen jedwede Impfung – schon gar nicht gegen die alljährliche Grippeimpfung. Ich habe in all meinen Kommentaren nur herauszustellen versucht, dass man im Falle der seinerzeitigen “Schweinegrippe” Verständnis für all jene aufbringen muss, die sich aus Angst und Unsicherfheit IN DIESEM SPEZIELLEN FALL nicht haben impfen lassen. Das Gros der Menschen hat doch nicht den Wissenshintergrund wie die Diskutanten auf dieser Plattform. Die meisten Menschen haben im Rahmen der Schweinegrippe das erste mal überhaupt etwas von wirkungsverstärkenden Adjuvanzien gehört und wurden damit überfordert. In meinem und dem Empfindem vieler anderer war die Aufklärungspolitik seitens der Gesundheitspolitiker und auch einiger Ärtze (bitte sehen Sie das nicht als Vorwurf gegen Sie persönlich) sehr verwirrend und hat die Menschen unzureichend aufgeklärt. Hinzukam, dass “staatliche” Kräfte wie etwa die Polizei nicht mit dem durch Adjuvanzien verstärkten Serum geimpft wurden, sondern dem, das ich zugegeben ziemlich provakant (Entschuldigung) als “1. Klasse-Serum” bezeichnet habe. Ich gehe davon aus Herr/Frau Gast, dass Sie durch Medizistudium oder andere Voraussetzngen über einen Wissenshintergrund verfügen, der den meisten Menschen fehlt. Versetzen Sie sich doch bitte einmal in deren Lage. Hätten Sie sich zur Zeit der Schweinegrippe nicht auch völlig verunsichert gefühlt, da Ihnen von Gesundheitsexperten, Politikern, Pharmavertretern und natürlich auch von Impfgegnern (DER ICH NICHT BIN!) völlig unterschiedliche Meinungen präsentiert wurden. DIe Leute hatten Angst vor nicht bekannten Langzeitfolgen der Adjuvantien und waren verärgert, dass aus ihrer SIcht für die “Oberen” ein “besserer” Impfstoff zur Verfügung stand. So hat das Gros der Menschen m. E. gefühlt und daher die SCHWEINEGRIPPE-Impfung abgelehnt. M.E. ist diese damalige Panik (vielleicht ist das Wort zu hoch gegriffen) durch die wirklich unzureichende und völlig uneinheitliche Aufklärungspolitik entstanden .

Zur Ebolaimpfung: Wenn Sie Hr/Fr Gast die gesamte bisherige Diskussion verfolgen, geht es darum, ob bei Ebola die jetzige Behandlungsstrategie (also Quarantäne vor Ort, Wechsel der Hilfskräfte alle paar Wochen und Behandlung der Gott sei Dank noch wenigen infizierten Hilfskräfte in deren Heimatländern) ausreichen wird, das “Übertschwappen” auf andere Kontinente zu verhinden oder ob man jetzt in Afrika Impfstoffe einsetzt (freiwillig) , die die dritte klinische Phase noch nicht durchlaufen haben.
Während andere Diskutanten die Ansicht äüßerten, dass die Ebola-Gefahr für Europa, USA u.a. nicht so groß wäre, weil die Infektionswege kontrollierbar seien (bislang keine aerogene Infektiosität), bin ich in diesem Punkt anderer Meinung – nicht zuletzt aufgrund des hohen viralen Mutationspotentials.
Daher meine ich, dass es wichtig ist, die bislang RICHTIGE Behandlungsstrategie mit Vor-Ort-Impfungen zu ergänzen, sobald ein Serum zur Verfügung steht und evtl. über den Einsatz vor Abschluss der 3 klinischen Zulassungsphase nachdenken muss. Sie werden jetzt vielleicht einwenden: “Bei der Schweinegrippe hat der “Graf” die schlechte Aufklärungspolitik gerügt und jetzt will er plötzlich in Afrika Impfstoffe vor Abschluss der 3. klinischen Phase einsetzen.” Zum einen darf es natürlich keinen Impfzwang geben, sondern genaue Aufklärung und Freiwilligkeit. Aber ich schätze das globale Gefährdungspotenzial von Ebola sehr viel höher ein, als das der Schweinegrippe. M.E. reden wir über ganz andere Dimensionen. Daher spreche ich mich bei Ebola klar für die schnelle Impfstoffentwicklung und Einsatz zusätzlich zur bisherigen Strategie aus.
Ich hoffe, ich konnte meine Einstellung nun verständlich darstellen.

#37 |
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Gast
Gast

Verstehen wir Sie also richtig Herr Naturwissenschaftler, dass Sie bei der Grippe-impfung dagegen waren (Skandal) und bei Ebola dafür, obwohl es sie noch gar nicht gibt?

#36 |
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@Dr.Bayerl: Es steht Ihnen selbstverständlich zu, gegen “ideologisierte” Impfgegner auszuteilen. Aber ich verbitte mir, dass Sie mich einen solchen nennen. Ich bin es leid, das nun zum x-ten Mal zu wiederholen und kann in diesem Kontext keinen Verstoß gegen Höflichkeitsregeln erkennen.
Sollten Sie auf meine frühere Bemerkung (den Vergleich zw. naturwiss. Studium und Medizin) anspielen, bitte ich Sie das von mir gesetzte “:)” zu beachten und zudem den vorhergehenden Kommentar von Herrn Arzt nochmals zu lesen (#25), in dem er das Medizinstudium als Voraussetzung für logische Denkfähigkeit ansieht ( “Wofür studiert man denn Medizin?”).

#35 |
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Ach kommen Sie, wo hab ich denn polemisiert. Sie können doch niemanden zu JEDER Impfung verplichten. Und wenn Sie jeden, der nur einmal “nein” sagt, als generellen oder gar ideologischen “Neinsager” einstufen, spricht das für eine Schubladenmentalität und fehlende Differenzierungsfähigkeit – nur damit Sie auch was zum Merken haben!

Was die Hilfe in Afrika und die damit verbundene Risikominimierung für den Rest der Welt inkl. Deutschland angeht, bin ich doch völlig bei Ihnen. Wenn es gelingt, Ebola in Afrika erfolgreich zu bekämpfen, bevor es auf andere Kontinente “überschwappt” und dort dramatisch wird, hat man gewonnen. Aber warum kritisieren Sie mich dafür, dass ich die Impfung in Afrika absolut befürworte (das “hier” in meinem Beitrag ist doch nicht geographisch gemeint, sondern auf Ebola bezogen).

#34 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Herr Graf, wenn Sie sagen wollen, dass ich gegen ideologisierte Impfgegner “austeile”,
liegen Sie genau richtig.
Wer sich den Schuh anzieht …
Ansonsten habe ich Sie nur um etwas mehr Höflichkeit gebeten,
denn sachlich hatten Sie ja keine Gegenargumente für ihren Gesprächspartner angeführt.

#33 |
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Arzt28
Arzt28

“Mich wundert nur, warum Sie Ebola offenbar nicht für dramatisch genug einschätzen, um sich hier mit ähnlichem Nachdruck für die wirklich nötige Impfung einzusetzen.”
Sehr dramatisch in Afrika, überhaupt nicht dramatisch in Deutschland.
Hilft man Afrika, reduziert man damit auch das vorhandene Risiko für Deutschland.
Dazu gehört auch, dass man die (deutschen) Mitarbeiter dort bei Bedarf (ist bisher NICHT eingetreten) auch schnell aufnimmt, falls sie erkranken, Krankenschwestern und Ärzte, sowie andere freiwillige Helfer. “Ärzte ohne Grenzen” wechselt sein Personal ca. jeden Monat, seit März 2014
Amerikanisches Militär hat auch schon angefangen, fehlende Lazarette zur Isolierung zu errichten.

Lieber Herr Graf, wer austeilt, darf nicht empfindlich werden,
Sie können nicht sagen Sie sind kein Impfgegner und gleichzeitig gegen die Schweinegrippeimpfung polemisieren,
merken Sie sich das endlich!

#32 |
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Herr Dr. Bayerl, wann bitte habe ich Herrn Arzt als Impfgegner bezeichnet? Im Gegenteil hat er mir das unterstellt, ein solcher zu sein – trotz meiner mehrfachen Klarstellung, dass ich viele Impfungen 100% befürworte, so auch gegen Ebola (sobald möglich). Warum denken Sie nur schwarz-weiß, also entweder gegen alles Mögliche impfen oder überhaupt nicht? Ist es nicht möglich, sich für als sinnvoll erachtete Impfungen zu entscheiden und anderen zu entsagen, ohne von Ihnen als “ideologisierter Impfgegner” verunglimpft zu werden. Sie teilen nicht zum ersten Mal ziemlich unflätig aus und fordern Entschuldigungen für Aussagen, die ich gar nicht getätigt habe.

#31 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Dr. rer.nat. Stefan Graf, der glaubt, dass Ärzte nicht wissenschaftlich denken könnten; soweit sich manche (wenige) Ärzte auf die Seite der ideologisierten Impfgegner geschlagen haben, sind sie selbstverständlich zu kritisieren.
Ich kann aber beim besten Willen nicht erkennen,
dass der Kollege #28 ein Impfgegner sein könnte,
dafür sollten Sie sich eigentlich entschuldigen.
Ich stimme ihm zu!
Wie man hört wollen die Experten ja schon nächsten Monat mit der Testung von Impfstoffen beginnen. Dass Ebola nicht extrem ansteckend ist, ist völlig korrekt,
also ruhig Blut.
Mancher Krankenhausarzt, der täglich unter eingeschränkten Bedingungen arbeiten muss, beneidet die vielen leerstehenden superausgerüsteten “Ebolazentren” in Deutschland

#30 |
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@Arzt: Jetzt stellen Sie aber sehr wüste Theorien auf. Was eine Impfung prinzipiell ist, mag jeder wissen – bei aktiv und passiv hört es bei vielen bereits auf und von wirkungsverstärkenden Adjuvantien haben die meisten das erste Mal im Zus.hang mit der Schweinegrippe gehört und diese Infos waren dermaßen “labil” und widersprüchlich, dass größte Unsicherheit gestiftet wurde. Diese bösen “irrationalen Impfgegner” – dass ich nicht lache. Das damalige Chaos haben sogenannte Gesundheitsexperten aus Politik und auch einige Ihrer ärztlichen Kollegen zu verantworten. Was für ein Fehlverhalten werfen Sie mir denn vor? Sie wissen doch gar nicht, was ich zu Schweinegrippezeiten “getrieben” habe. Die 50 Euro wären für Sie sicher lukrativ gewesen, wenn das dumme Volk auf Sie nur gehört hätte. Sie reden von Solidaritätsverlust und bezeichnen Leute, die nicht Ihrer Meinung sind, als “skandalös oppositionell”. Verzeihung Euer Majestät, Hochmut kommt vor dem Fall! Und wenn auf Ärzte geschimpft wird, schimpfen Sie wahllos zurück? Tolle Strategie. Mich wundert nur, warum Sie Ebola offenbar nicht für dramatisch genug einschätzen, um sich hier mit ähnlichem Nachdruck für
die wirklich nötige Impfung einzusetzen. Und meine Einarbeitung in die Schweinegrippe (nicht die Impfung, wie Sie behaupten) brauche ich Ihnen nicht zu erläutern, Sie scheinen ja für Ihnen nicht genehme Informationen unempfänglich.
Und damit beende ich unsere Diskussion von meiner Seite aus – wir treten auf der Stelle!

#29 |
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Arzt
Arzt

na, na, na, @Dr. rer.nat. Stefan Graf, jetzt versuchen Sie aber “Naturwissenschaft” auf den Kopf zu stellen! Was eine Impfung ist, weis doch wohl jedes Kind.
Die “Verunsicherung” haben selbstverständlich die irrationalen Impfgegner zu verantworten. Das ist ja noch schöner, wenn jemand für sein Fehlverhalten auch noch den Falschen beschuldigt. Vielleicht hätte man aus psychologischen Gründen die Impfung nicht um sonst, sondern für 50 Euro anbieten müssen.
Oder hätten Sie dann noch mehr gemeckert? Lassen Sie die Leser doch teilhaben an der “sehr guten Einarbeitung” in die Schweinegrippeimpfung.

Eine solche Opposition gegen vernünftige Maßnahme der öffentlichen Gesundheitsfürsorge ist neu, für mich durchaus skandalös!
Ich sehe darin Zerfallserscheinungen einer funktionierenden Gesellschaft.
Das ego ist wichtiger als die Allgemeinheit, Solidaritätsverlust,
Aufhebung von Impfpflicht (die gab es früher), Aufhebung von Zwangskontrollen bei bekannten Infektionsquellen (die gab es früher). Früher hieß das Seuchengesetz, noch aus Kaisers Zeiten, gibt es heute nicht mehr, heist jetzt Infektionsschutzgesetz mit stark erhöhtem Druck NUR auf Ärzte! (Die Landwirtschaft wird (fast) ausgeklammert.)
Das sind die besten Voraussetzungen für eine wirkliche Epidemie! Die wird es auch in Zukunft geben, googeln Sie mal nach Corona-Viren, eine gefährliche Neuerscheinung nach 2000, führt auch zu hämorrhagischem Fieber, Nahost und China.
Pest ist auch noch nicht ausgestorben.
Einig ist man sich nur darin, dass auf Ärzte geschimpft werden darf.
Das erinnert an das alte Persien, in dem der Überbringer einer schlechten Nachricht getötet wurde.

#28 |
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Viele studieren Medizin, weil sie sich einem anspruchsvolleren naturwissenschaftlichen Studium nicht gewachsen fühlen :). Ich selbst habe lange genug als Molekularbiologe am Robert-Koch- und anderen Instituten gearbeitet, um auch den Blick hinter die Kulissen zu kennen. Zu Ihrer Beruhigung, Herr/Frau Arzt (ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Sie Mediziner sind), ich habe zusätzlich auch Medizin studiert. Und ich war auch in die Schweinegrippe-Hintergründe sehr gut eingarbeitet (nicht nur über die DRadio-Quelle)
Die Panikmache gegen die Schweinegrippeimpfung war Folge einer völlig unzureichenden Aufklärungspolitik, die die Menschen total verunsichert und verärgert hat. In diesem Fall war die INDIVIDUELLE Entscheidung, sich NICHT impfen zu lassen, die richtige Strategie. Und wenn unser anonymer Gast (warum verheimlichen Sie Ihren Namen?) von “Trittbrettfahrern” spricht, die es gewagt haben, Ihre Unsicherheit durch Abstimmung mit den Füßen in Form des Impfverzichts auszudrücken und überdies behauptet, es hätten nur wenige Ärzte von der Schweinegrippe abgeraten, ist das Unsinn.
Ich betone noch einmal ICH BIN PARTOUT KEIN IMPFGEGNER, aber einer der auch aufgrund von über 25Jahren Berufserfahrung nicht alle angebotenenen Impfungen für uneingeschränkt sinnvoll hält. BEI EBOLA HALTE ICH SIE FÜR DRINGENST NOTWENDIG!! Ich habe zuviele rasend schnell mutierende Erreger erlebt, die durch übertriebene Impfaktivität selektiert wurden.
Und da Sie, Kollege Arzt, die aerogene Infektiosität erwähnten, lassen Sie das Ebola-Virus mal mutieren und aerogen übertragbar werden – dann gute Nacht.
Wer jetzt noch das Ebola-Virus verharmlost und von Panikmache spricht, der wird bald verstummen, wenn wir keine geeigneten Pharmaka einsetzen.

P.S. Sollte ich Ihnen, Hr/Fr Arzt und Hr/Fr “Gast” persönlich zu nahe getreten sein, entschuldige ich mich ausdrücklich. Aber uns alle greift das Thema Ebola natürlich auch emotional sehr an.
MfG

P.S.(2) (nicht bös gemeint). Plural lautet “Viren” (ohne “e” in der Mitte).

#27 |
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Arzt
Arzt

Bei Schweinegrippe gabe es also unberechtigte Panik gegen die Impfung,
jetzt gibt es unberechtigte Panik gegen einen nicht besonders infektiösen Virus,
(weil es keine Impfung gibt)

#26 |
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Arzt
Arzt

Herr Dr. rer.nat. Stefan Graf wer sich nicht dem Panik-Vorwurf “Skandal” aussetzen möchte, muss sich schon etwas genauer informieren, wofür studiert man denn Medizin? Hier war für Interessierte alles transparent, in Deutschland z.B. das Das Paul-Ehrlich-Institut. Aber auch die EU und die WHO hat sich damit beschäftigt.
Also eine durchaus vergleichbare Situation wie heute die Ebola-Epidemie, nur mir einer erheblich höheren (aerogenen) Infektiosität. Von den 5 in der EU zugelassenen Impfstoffen waren in Deutschland nur 2 angeboten.
Es musste folgendes Problem gelöst werden:
Zig-Millionen Impfstoffe in kurzer Zeit, immerhin gab es nicht wenige TOTE durch den Virus am ursprünglichen Ausbruchsort und Europa ist auch durch die Impfstrategie erheblich besser davon gekommen. Die Zugabe der bekannten Adjuvantien ermöglichte es die Zahl der Impfdosen zu vervielfachen und hatte sogar eine gewisse Kreuzimmunität für mutierte Vieren zur Folge.
Zur Narkolepsie:
Das Schweinegrippe-Virus SELBST hat an einer Stelle Ähnlichkeit mit dem dem körpereigenen Wachmacher Orexin. Eine ungünstige Interaktion mit dem Wirkverstärker AS03 wird zwar theoretisch nicht ausgeschlossen. AS03 ist als direkte Ursache jedoch nicht belegt. Die Häufung in Skandinavien (und China) kann viel besser durch die schon deutlich fortgeschrittenere Infektion mit dem Virus selbst erklärt werden. Die von Impfkritikern vermutete Autoimmunreaktion auf Orexin-produzierende Zellen im Gehirn konnte nie bewiesen werden.
Quelle:
Marieke Degen: SCHWEINEGRIPPE – Impfstoff löst bei Kindern Narkolepsie aus, in dradio „Forschung aktuell“ vom 19. Dezember 2013

Der “Skandal” war jedenfalls die massive Impfverweigerung in Deutschland, so dass der Staat auf einem Großteil des Impfstoffes sitzen blieb. Die Industrie hat verständlicherweise nur einen Teil davon zurückgenommen.

Ich vermute, wenn in Deutschland Ebola-Verdächtige herumlaufen würden, (Falsch-)Meldungen gibt es fast täglich, würde man sich auch mit juristischen Schritten gegen Quarantäne wehren :-)
Man darf in Deutschland auch einen AIDS-Test verweigern
und die früher obligatorischen Tests beim horizontalen Gewerbe auf gefährliche ansteckende Erkrankungen, sind 2001 abgeschafft worden.

#25 |
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Gast
Gast

natürlich sind immer alle Trittbrettfahrer dankbar wenn sie ohne Impfung vom Virus verschont wurden. Das kennen wir ja auch von Masern, ein exklusiver Menschen-Virus, der ohne Impfgegner schon längst ausgestorben wäre.
Danach wäre auch eine Impfung nicht mehr erforderlich wie heute bei Pocken und (noch) bei Tbc.
Emanzipation der Doofen. Es gibt wieder Todesfälle durch Masern.
In Aachen ist eine 30-jährige Schwangere an Schweinegrippe gestorben, das Baby konnte wohl gerettet werden. Schwangere haben eine REDUZIERTE immunologische Aktivität, warum wohl! Deshalb haben sie ein ERHÖHTES Risiko für alle Infektionen.
Dass damals auch einzelne Ärzte vor der Impfung gewarnt haben, ist in der Tat beschämend. Eine irrationale Panik-Reaktion.

#24 |
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Herr/Frau Arzt, in Kombination mit dem Schweinegippe-Impfstoff waren die Risiken der Adjuvantien nicht “ausreichend” bekannt. Wie der von Dr. Bachmann erwähnte Anstieg der Narkolepsie-Rate (Schweden, China) gezeigt hat, waren die Bedenken gegen die Impfung seinerzeit nicht unberechtigt. Zudem kennen wir die Mutationsraten von Grippeviren und müssen ebensolche auch dem Schweinegrippevirus unterstellen. 100% Schutz liefert hier keine Impfung. Jedes Jahr erkranken auch Geimpfte an der Grippe. Trotzdem halte ich bei Ebola den Einsatz eines Impfstoffes unbedingt für geboten.
Zu Ihrer seinerzeit schwangeren Tochter, der ich selbstverständlich wünsche, dass sie ein gesundes Kind geboren hat und selbst von jeder Krankheit verschont geblieben ist: Auch, wenn sie bereit war, sich auf eigenes Risiko impfen zu lassen, bezweifle ich, dass Sie heute genauso argumentieren würden, wenn nach erfolgter Impfung Ihre Tochter oder das Kind Schaden genommen hätte. Im Übrigen hatte ich in meinem Bekanntenkreis zwei Personen, die zu einer Risikogruppe zählten, denen die Impfung von offizieller Seite bevorzugt empfohlen wurde. Beiden haben verschiedene Ärzte aufgrund unkalkulierbarer Risiken von der Impfung abgeraten – die damaligen Patienten sind diesen Ärzten heute höchst dankbar. Ich habe bis heute noch niemanden getroffen, der das damalige Nicht-Impfen bereut hat, wohl aber einige Geimpfte, die mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen zu kämpfen hatten.

#23 |
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Arzt
Arzt

Hallo Herr Dr.Bachmann, dann sollte man das zuende bringen.
Es war definitiv Panikmache GEGEN die Impfung, die 2-Klassen-Theorie gehört auch dazu, das kritisierte “adjuvans” ist ein Wirkungsverstärker, der ausreichend bekannt ist auch für andere Impfungen. Ein Arzt kann hier deshalb eine Anamnese machen um ggf. Allergien zu berücksichtigen. Seither ist dieser Virusstamm (H1N1) übrigens in jeder Grippeimpfung enthalten auch dieses Jahr. In meiner Region haben sich die öffentlichen Gesundheitsämter selbst geweigert zu impfen und das komplett auf die Hausärzte abgeschoben. Die mussten das Impfmaterial (Mehrfachdosis) im Voraus bezahlen, dann blieben aber auch ihre eigenen “Stammpatienten” zuhause und Sie blieben darauf sitzen und bekamen das Geld nicht mehr zurück.
Ich bin selbst kein Hausarzt, weis das aber aus erster Hand vom Hausarzt meiner Frau, der keinen Impfstoff mehr hatte, angebrochenes Serum muss man rel. schnell wegschmeißen.
Ich habe deshalb den örtlich nächstliegenden Praktiker angerufen und um eine Impfung gebeten, worauf er zunächst sagte, ich habe nur sehr wenig bestellt für meine “Stammpatienten”, Sie gehören nicht dazu. Ich sagte ich weis, hier ist meine Tel.Nr., wenn die wenigen Stammpatienten absagen. Nach weniger als einer Woche kam der Anruf für mich und meine Frau. Natürlich der Impfstoff mit Wirkungsverstärker, kostenlos :-).
Meiner schwangeren Tochter (deutlich erhöhtes Risiko) in Düsseldorf habe ich die Impfung auch empfohlen. Der Gynäkologe hat sie zum Gesundheitsamt geschickt, das aber die Impfung abgelehnt hat als sie erfuhr, dass sie schwanger war, ein Skandal in meinen Augen, obwohl sie es deutlich verlangte und das “Risiko” der Impfung übernehmen wollte.
Es steht völlig außer Zweifel, dass die Hersteller auch daran verdienen, ich kann nicht beurteilen ob die Behörden in allen Fällen gewissenhaft prüfen und entscheiden; auch bei VW gibt es schon mal einen Rückruf.
Man sollte fachliche Dinge nicht immer mit kapitalistisch ideologischen Argumenten vermischen, auch wenn ich für die letzten volles Verständnis habe. Ich kaufe ja auch nur das Auto, das ich auch möchte, das kann mir kein Mensch aufschwatzen.
Letztlich können die Deutschen froh sein, dass alles recht glimpflich verlaufen ist, verglichen mit Nordamerika. Immerhin war es das erste mal in der Geschichte der Menschheit, dass der Impfstoff schon vor dem Erreger bei uns war.
Schön wäre es, wir hätten einen solchen für Ebola.

#22 |
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Bachmann, Dr. med., Rainer, Praktischer Arzt
Bachmann, Dr. med., Rainer, Praktischer Arzt

Ich beziehe mich bezüglich der Schweinegrippe auf den beitrag #16. Dort steht – grundsätzlich korrekt – die aussage, gestorben seien nur nicht geimpfte personen. Hierzu würde ich gerne ein paar fakten ergänzen. Ich habe mich einige nächte in den ersten wochen der impfstoff-diskussion mit hintergründen der thematik beschäftigt und dabei folgendes heraus gefunden:
1) Ursprünglich (hinterher wusste man es besser u man ist dann immer klüger) wurde eine kontagiosität adäquat den masernviren angenommen. Aus Coburg vor ca 25 J wusste man, dass eine epidemie mit masernviren nur ab durchimpfungsgrad > 80% zu verhindern wäre.
2) Der impfstoff, der spezifisch (in allen varianten zusammen) herstellbar war, hätte für maximal 50% der deutschen bevölkerung gereicht.
3) Bereits 8 w nach beginn der epidemie in Mexico gab es dort eine kleine aber hervorragend sorgfältig durchgeführte verlaufs-studie an ca 870 patienten mit Schweinegrippe. Ca 50% waren patienten mit banaler, üblicher grippe-impfung aus der letzten saison und die anderen 50% waren nicht geimpft. (Schweinegrippe impfstoff gab es noch garnicht). Sämtliche toten waren nicht geimpfte (wohlgemerkt einfache grippe-impfung), von (ich habe die gesamtzahl nicht mehr auswendig parat) ich glaube 27 intensivpatienten war nur 1 aus der geimpften gruppe. Die rationale der studie lag in der genetischen nähe von kompenten des normalen impfstoffes zur Schweinegrippe.
4) Mit einer banalen, vorgezogenen grippe-impfung hätte das ganze maximaltheater um den – definitiv nicht völlig harmlosen (siehe Schweden u Narkolepsie) – neuen impfstoff umgangen werden können und das zu weniger als einem drittel des preises. Zusätzl wären die technischen möglichkeiten einer adäquaten durchimpfung eher erreichbar gewesen und die bevölkerung hätte einer normalen grippeimpfung wesentlich aufgeschlossener gegenüber gestanden, da man nicht ins unbekannte hätte propagieren müssen.
5) Ich bin absolut kein impfgegner, im gegenteil.
6) Dass ich als wirklich nicht geübter rechercheur im internet solche fakten mit konkreten daten in wenigen nächten herausfinde, lässt mich vermuten, dass die statistikprofis der “impf-front” dies auch hätten schaffen können. Ich könnte noch mehr fakten hinzufügen, möchte aber nicht, dass der artikel ausufert.
Lesen Sie einfach diese fakten und interpretieren Sie Sie selbst. Ich denke, sie sprechen eine deutliche sprache.
mfg R Bachmann

#21 |
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Walter Schwanz
Walter Schwanz

Denke der Impfstoff kommt von Amerika
Also woher kommt Ebola?
Guter Umsatz
kollateralschaden hat man immer und ein paar tote mehr und schon läuft das Geschäft.
Ich warte noch auf Weltweite Impfpflicht

#20 |
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@Arzt #16: Wenn es keine Panikmache um die Schweinegrippe-Krankheit gegeben hätte, wäre das Thema Impfen doch gar nicht erst so hochgespielt worden. Natürlich sind Ungeimpfte an der Schweinegrippe gestorben – und zwar deutlich weniger als in allen Vorjahren an der “normalen” Influenza. Im Übrigen war es weniger die Angst vor der Impfung, sondern Ärger über die “Zweiklassen-Impfsera” mit dubiosen Adjuvantien in den Seren für das “niedere” Volk.
Aber zurück zu Ebola. Sie scheinen aus meinem Beitrag #14 herauszulesen, ich sei ein Impfgegner. Dabei habe ich nur kritisiert, dass noch kein Vakzin zur Verfügung steht, obwohl das Virus schon seit fast 40Jahren bekannt ist. Zudem befürworte ich den Impfstoff-Einsatz auf dem jetzigen Entwicklungsstand und betone nochmals, dass die Warnungen vor Ebola imo nichts mit Panikmache á la Schweinegrippe (oder Impfung dagegen) zu tun haben, da die Dimensionen und Gefahren ganz andere sind. Wie einige Kollegen auf diesem Portal darauf kommen, viele Ebolapatienten seien an einem ganz anderen Virus erkrankt, kann ich überdies nicht nachvollziehen.
So dooooof finde ich meinen Beitrag nach wie vor nicht.

#19 |
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Arzt
Arzt

p.s. die Herstellung eines Impfstoffes gegen das Marburg Virus gelang erst 2005.
Die Militärs der “Großmächte” haben wohl damit gespielt als Biowaffe.

#18 |
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Arzt
Arzt

zur Erinnerung:
in USA wurden ca. 210000 Menschen wegen Schweinegrippe stationär behandelt und ca. 10000 Menschen sind daran gestorben.
Und wovor hatten die Deutschen Angst???
Vor der Impfung!

#17 |
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Arzt
Arzt

Dr. rer.nat. Stefan Graf beschämende “Panikmache” hat es bei der Schweinegrippe nur gegen die Impfung gegeben! Gestorben daran sind nur Ungeimpfte.
Wir erleben eine Emanzipation der Dooooofen.

#16 |
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Gast
Gast

@Heilpraktikerin Petra Donau, bevor Sie Ihre Virusprivattheorien äußern, würde ich vielleicht auf Fachleute hören, wie die Ärzte ohne Grenzen, die vor Ort
SCHON SEIT MÄRZ 2014 arbeiten:
“Wir zeigen, dass man Ebola überleben kann”
http://tinyurl.com/muhqr3t
“Wir können auch sagen, dass wir in unseren Einrichtungen bisher über 1100 Patienten gesund entlassen konnten. Das zeigt, dass man Ebola überleben kann.”

Seit März 2014! Das Personal wird dabei alle 4-5 Wochen ausgetauscht.
Stöbe: “Bei “Ärzte ohne Grenzen” gilt der Grundsatz: Jeder Mitarbeiter wird in das Herkunftsland ausgeflogen und wird dann im Heimatland versorgt. Das gilt auch für regionale Mitarbeiter. Derzeit klappt die Logistik beim Ausfliegen, aber oftmals nicht schnell genug.”
“… Wir hatten bisher zwei internationale Mitarbeiter, die sich infiziert haben und in ihren Heimatländern Norwegen und Frankreich behandelt und gesund entlassen wurden.”
Ein Deutscher bar bisher nicht dabei!
Oder die erfolgreiche Behandlung eines afrikanischen WHO Mitarbeiters in Hamburg:
http://tinyurl.com/ovo2zh6

#15 |
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Ich wundere mich, mit welcher Überzeugung einige Mitdiskutanten per Ferndiagnose davon ausgehen, dass ein unerheblicher Teil der jetzt Erkrankten/Verstorbenen gar nicht an Ebola erkrankt sind. Und die frühere Panikmache um Schweinegrippe & Co. darf nicht dazu führen, für Ebola Selbiges anzunehmen. Hier haben wir die hohen Erkrankungs-, Todes- und Ausbreitungszahlen, die in anderen Fällen fehlten und ich halte jede Tendenz zur Bagatellisierung in der jetzigen Situation für beschämend. Wenn man bedenkt, dass Ebola seit den 1970ern bekannt ist, muss es ebenso beschämen, dass noch kein Impfserum entwickelt ist. Aber es ging halt nur um Westafrika. Freilich hilft das jetzt nicht weiter. M.E. muss man jetzt zweigleisig fahren, d. h. Ausbau der strikten Quarantäne-Therapie und bereits zur Verfügung stehende Pharmaka unter Umgehung der klinischen Phase 3 an FREIWILLIGEN moribunden Patienten eisetzen. Ich bind mir der großen moralischen Hürde (Menschenversuche) bewusst.

#14 |
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Heilpraktikerin

Pharma Panikmache? Ich bin kein Impfgegner(was notwendig ist soll geimpft werden) aber seit der Vogelgrippe,Schweinegrippe,Maul und Klauenseuche usw. glaube ich Ebola könnte ein großes Problem werden ! Aber die Patienten die Ebola (wie die eine Krankenschwester) überstanden haben laut Presse die hatten für mich leider kein Ebola sondern wahrscheinlich Noro ,Rota oder sonst irgend welche Viren.

#13 |
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Arzt
Arzt

#9 die dummen Impfgegner sind wieder unterwegs.
Auch die AOK- Zahl über Ärztefehler ist GROB falsch (ca. 80 Tote), das ist nun wirklich lange genug diskutiert worden und das sollte man eigentlich strafrechtlich verfolgen.
Über “Ebola”- Virusinfektion, die schon seit 1976 bekannt ist, informiere man sich bitte beim RKI im Netz. Vorgänger, etwas über 10 Jahre davor war ein sehr ähnliches Virus, das Marburg-Virus mit mit einem Ausbruch in Deutschland wahrscheinlich über Laboraffen, mit ca. 30 Infizierten und 7 Toten.
Damals erfolgte die öffentliche Berichterstattung wesentlich seriöser durch den Internist Ludwig Heilmeyer.
Das völlig unbekannte Virus war nach 3 Monaten identifiziert. Ein Impfstoff war ebenfalls recht schnell entwickelt.
Der Verdacht lässt sich im Vergleich nicht unterdrücken, dass hier bei Ebola die Panik bewusst gewünscht wird um erst dann Geschäfte machen zu können,
da hier immer nur von privaten Firmen die Rede ist.
Um bei Ebola weiterzukommen, halt ich es für NOTWENDIG, dass auch einige Patienten hier in Deutschland in Zentren behandelt werden können.
Der sehr zögerliche Einsatz in Afrika ist eher beschämend.

#12 |
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SkeptikEr
SkeptikEr

@Gast Ihr Beitrag ist ein Paradebeispiel für die selektive Wahrnehmung von Impfgegnern, die außer kruden Verschwörungstheorien (“gesteuerte Panikmache”, “böse Pharmaindustrie”) keinerlei Fakten zu bieten haben. Und doch bin ich mir sicher, dass Sie auf Knien um eine Immunisierung betteln würden, nachdem die ersten ihrer wirren Gesinnungsgenossen durch Ebola hinweggerafft wurden.

Nur als Randnote: “vermeintlich” schreibt man mit “t”. Leider Gottes gibt es noch keine Impfung gegen Legasthenie. Die würde ich Ihnen sonst dringend empfehlen.

#11 |
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Gast
Gast

#9 Sorry ich richte mich NICHT gegen die Medizin im Geteilt ich achte die Ärzteschaft und bin sehr froh das wir über eine sehr fortschrittliche Medizin verfügen. Ich bedauere wenn dies nicht ersichtlich gewesen ist.

Mir geht es um die Panikmache mit UNGESICHERTEN Zahlen. Fakt ist, das sich “vermeindlich” 9.216 Menschen infiziert, und “vermeindlich” 4.555 Menschen an Ebola gestorben sind. Bei mehr als der hälfte der Fälle fehlten die Möglichkeiten der exakten Diagnose, es wurde angenommen das es sich um Ebola handelte.

Die Zahlen die ich nannte waren nur zum Vergleich. Es kümmert nämlich niemanden auf dieser Welt das alleine bei uns in Deutschland knapp 4.000 Menschen auf den Straßen ihr Leben verlieren.

Aber gerne auch einen besseren Vergleich. In den USA sind in den vergangenen 20 Jahren bis zu 145.000 Kinder durch Mehrfach-Impfverfahren gestorben. Kümmert das jemanden? (Quelle: Vaccine Adverse Events Reporting System)

Ich spreche mich nicht gegen Ärzte oder andere medizinische Berufe aus, alle haben meine Hochachtung und Wertschätzung. Ich spreche mich gegen die Panikmacher, Pharma-Konzerne und Menschen aus, denen es rein um Wirtschaftliche Interessen geht und nicht darum Leben zu retten oder zu erhalten.

Im Artikel stört mich zudem der Satz: Nach Jahren intensiver Impfstoffentwicklung muss jetzt alles ganz SCHNELL gehen.

#10 |
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#2 ” Durch Ärztefehler sterben alleine in Deutschland jedes Jahr etwa 17.000 Menschen. Ich denke wir sollten die Ärzte dagegen impfen.”
Ich wünsche mir, daß Sie irgendwann ohne Ärzte dastehen! Erst, das Fehlen mach einem bewusst, was man hat(te)
Was für ein Vergleich: Verkehrstote haben ja nun wirklich nichts mit Medizin zu tun! Das Selbe gilt für “Ärztefehler?!” Meine Güte in welchem Verhältnis steht das (17000) denn zu den erfolgreich behandelten Millionen?
Klappe halten, setzen und nachdenken

#9 |
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Nichtmedizinische Berufe

Das wird den Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern wieder reichlich Stoff geben. Wenn es schiefgeht… die Afrikaner werden sich als Versuchskaninchen fühlen.

Die Entscheidungen möchte ich nicht treffen wollen…

#8 |
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für 70-70-60 fehlt die Manpower

#7 |
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Annett Mende
Annett Mende

Wieso schaut eigentlich keiner auf die genauer hin, die das Virus überlebt haben? Hier zu recherchieren und die richtigen Schlußfolgerungen zu ziehen und Maßnahmen zu ergreifen, wäre wohl ein erfolgversprechender Weg, oder ist das nicht gewollt?

#6 |
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Sandar
Sandar

Ach warum sollte man denn nicht ein und den selben Fehler wieder machen..
Lass ihnen doch den Spaß!
Es muss doch irgendwie in den Griff zu bekommen sein und wenn nicht
Alternativtherapien oder noch besser Alternativprävention erlaubt wird,
So doch wenigstens einen Impfstoff, der-hm..möglicherweise schon vor dem Ausbruch des Virus fabriziert war?

#5 |
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@ #1 und 2:Ich bin absolut gegen jede Art von Zensur; Meinungsfreiheit gehört zu jeder Zivilisation. Großes ABER: Nicht nur in diesem Forum outen sich Wenig- oder Gar-nicht-Denker ziemlich abseitig. Kann man nicht vor dem Absenden von Meinungsbeiträgen selbstkritisch nachdenken, ob das Geschreibsel eventuell das Thema völlig verfehlt?
Zu Ebola: In Anbetracht der immer noch völlig ungeklärten Infektionswege und Prophylaxemöglichkeiten sowie der hohen Mortalität sehe ich gerade in der Impfung die beste langfristige “Behandlungs”möglichkeit. Wenn nicht die schlechten Erfahrungen und Skandale mit dem kommerziellen Impfungshype (Geflügelpest, Schweinegrippe; Tamiflu und Konsorten) wären und man den Pharmakonzernen trauen könnte (hier muß ich sogar #1 Recht geben, aber nicht so, wie er es versteht)… Es wird Zeit, die WHO und die nationalen Gesundheitsbehörden vor dem Zugriff der Chemieindustrie zu schützen, damit wirksame und sichere Medikamente auf dem “Markt” sind.

#4 |
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Student der Humanmedizin

Vielen Dank für ihren Beitrag, Prof. Dr. Rietdorf, das war höchst amüsant.

#3 |
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Tom Rietdorf
Tom Rietdorf

Oh Gott vergib ihnen denn Sie wissen nicht was sie tun.

Wieder ein Impfstoff der nicht hilft? Welcher Impfstoff hilft nachweislich? Die Grippeerkrankungen gehen trotz Impfung nicht zurück genauso wenig hilft eine Gebärmutterhalskrebs-Impfung. Hier wird wieder nur mal Panik gemacht damit die Pharma-Konzerne ihre Chemie-Cocktails teuer unter das Volk bringen können und somit zur Dezimierung der Menschheit beitragen.

Warum fragt sich eigentlich niemand warum all die Viruserkrankungen in Dritte-Weltländer entstehen?
Will mann die Menschen dort vielleicht sogar reduzieren?
Wie natürlich sind alle diese Vieren entstanden?

Bitte wacht auf…

Eine Überlebenschance von 50% bei einer Krankheit, HALLO die Medizin währe froh wenn sie das mit irgend einer Krankheit erreichen könnte.

Alleine in Deutschland sterben pro Jahr fast genauso viele Menschen im Straßenverkehr. Durch Ärztefehler sterben alleine in Deutschland jedes Jahr etwa 17.000 Menschen. Ich denke wir sollten die Ärzte dagegen impfen.

Bitte Denken, fühlen und dann handeln.

Ich Bete für die Betroffenen und die, die nicht an die Menschen sondern nur an den Profit denken.

In Liebe…

#2 |
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Nico Cok
Nico Cok

warum wird nicht vitC eingesetzt?

#1 |
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