Ebola: Vorbeugen mit Dr. Vogel-Strauß

20. Oktober 2014
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Gesundheitspolitiker sind auf Bedrohungen durch Ebola wenig bis gar nicht vorbereitet, so das Ergebnis einer DocCheck-Recherche. Regierungsvertreter werden nicht müde, Bürger zu beruhigen und einzulullen. Sobald erkrankte Helfer nach Deutschland zurückkommen, könnte es ernst werden.

Am 16. Oktober trafen sich die Gesundheitsminister der EU-Mitgliedstaaten. Ihre gemeinsame Sorge: Ebola-Infizierte könnten bis nach Europa kommen. Schnell fanden sie eine vermeintliche Patentlösung. „Gute Hilfe vor Ort ist die beste Chance, das sehr, sehr geringe Risiko, dass es auch zur Einreise von Erkrankten kommt, so gering wie möglich zu halten“, sagt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und Kollegen aus anderen Nationen plant er strengere Ausreisekontrollen in betroffenen Ländern Westafrikas. Wir haben seine Aussage von Fachleuten überprüfen lassen.

Zwischen Ausreise…

Von den US Centers for Disease Control and Prevention bekamen wir auf Anfrage eine negative Bewertung dieser Strategie inklusive Erklärung. So seien bislang in Westafrika 36.000 Personen überprüft und 77 am Verlassen ihres Landes gehindert worden. Schlussendlich bestätigte sich kein Verdachtsfall, während der Patient, der später in Dallas starb, ungehindert Afrika verlassen konnte. Schlechter könne ein Test kaum ausfallen, hieß es weiter. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) äußert sich ebenfalls pessimistisch zur EU-Vorgehensweise. Einer aktuellen Studie zufolge übersehen Flughafenangestellte mit Infrarot-Thermometern bis zu 20 Prozent aller Patienten, die Fieber haben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Inkubationsphase laut ECDC bei Ebola elf Tage beträgt. Zuvor haben nur wenige Patienten eine auffällige Körpertemperatur.

…und Einreise

Noch ein Blick auf deutsche Einrichtungen: Wie DocCheck aus dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erfuhr, planen Verantwortliche an Flughäfen hier zu Lande keine Ebola-Kontrollen bei der Einreise. Europas Strategie lautet, Maßnahmen in Ländern mit direkten Flugverbindungen zu verstärken. Hier sprachen die Minister primär von Belgien. Großbritannien, Frankreich und Tschechien haben bereits Aktionspakete geschnürt oder sind mit ihren Planungen fast fertig. Ein Trugschluss: Aus Deutschland gibt es zwar keine Direktflüge in die drei am stärksten betroffenen Länder Westafrikas. Trotzdem bleiben Gefahren: Als hohes Risiko gilt die Strecke Lagos – Frankfurt. Ärzte aus Nigeria berichten immer wieder von Erkrankungsfällen. Kein Wunder, dass der Frankfurter Flughafen den höchsten Risikoscore hat (100), gefolgt von München (96) und Düsseldorf (93). Entsprechende Werte gab das Max-Planck-Institut für Informatik jetzt auf Basis von Simulationen bekannt. Konsequenzen zieht niemand aus dieser Erkenntnis.

„Gut vorbereitet“

Doch was plant die Bundesregierung jenseits ihrer Grenzen oder Flughäfen? Auf Nachfrage von DocCheck sagte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), Deutschland sei „gut vorbereitet“. Sie schätzte Risiken einer möglichen Epidemie als „sehr gering“ ein. Das Ministerium sehe derzeit „keine Erhöhung bestehender Kapazitäten für die Bevölkerung“ vor. Weitere Rückfragen der Redaktion gingen an das Robert-Koch-Institut (RKI). Hier hielt man es „aus Kapazitätsgründen“ nicht für erforderlich, Ärzte über die deutsche Vorgehensweise zur Ebola-Prävention zu informieren. Zwar gibt es ein Netzwerk der Kompetenz- und Behandlungszentren der Länder, um Personen mit hochkontagiösen Erkrankungen zu versorgen. „Wir sind mit den 50 Betten deutlich über dem, was alle unsere Nachbarn hier vorhalten“, erklärt Hermann Gröhe. Ein Sprecher des Städtischen Klinikums München-Schwabing sagte zu DocCheck, in der Landeshauptstadt könnten zwei Ebola-Patienten versorgt werden, aber keine weiteren Erkrankten. Andere Standorte sind ebenfalls nicht in der Lage, über Nacht vorhandene Kapazitäten zu erhöhen. Professor Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie am Uniklinikum Düsseldorf, hält es aber für „sehr wahrscheinlich“, dass Ebola in Deutschland ankommen wird – weniger als heimlich importierte Infektion, sondern über erkrankte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Ob 50 Betten tatsächlich ausreichen, will zurzeit niemand kommentieren.

Länder werden wach

Manche Bundesländer trauen der Regierungsstrategie ohnehin nur bedingt. Wie wir aus Niedersachsen erfahren haben, bewertet die Landesregierung Flüchtlinge als mögliches Risiko. Deshalb sei eine Strategiegruppe mit Vertretern der Landesregierung, der Ärzteschaft, der Rettungskräfte und der Polizei eingerichtet worden. Das Gremium beschloss, ab sofort Krankenstationen von Aufnahmeeinrichtungen rund um die Uhr zu öffnen und das Personal zu schulen. Mögliche Verdachtsfälle würden sofort nach Hamburg in das Behandlungszentrum Nord gebracht, hieß es weiter. Andere Länder wollen diesem Beispiel jetzt folgen.

Offene Flanken

Ein Fazit: Deutschland hat offene Flanken, über die Ebola-Patienten zu uns gelangen könnten. Regierungsvertreter verorten die tödliche Krankheit nach wie vor in Westafrika und wollen vor Ort aktiv werden. Eine typische Sichtweise vieler Industrieländer: Sobald das eigene Leben in Gefahr ist, werden plötzlich Fachkräfte und Gelder zur Verfügung gestellt. Forscher hätten Jahrzehnte Zeit gehabt, Präparate zur Prävention und zur Therapie zu entwickeln. Dafür ist es jetzt zu spät. Strategien, wie mit größeren Patientenzahlen umzugehen wäre, hat Berlin bis heute nicht.

212 Wertungen (4.62 ø)

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44 Kommentare:

Dr.Elvira Kovac
Dr.Elvira Kovac

Tbc-Stationen (“Motten”) sind mangels Patienten geschlossen worden
Wenn Sie noch nicht genug Angst haben, dann googeln Sie nach
Chikungunya-Fieber
Dengue-Fieber
Gelbfieber
Hantavirus-Infektionen
Krim-Kongo-Hämorrhagisches Fieber
Korona-Viren
Lassa-Fieber
Marburgvirus-Infektionen

Bei Verdacht fragen Sie nach beim RKI, z.B. hier:
http://tinyurl.com/nksbmb7
da sind ganz sicher noch Plätze frei.

#44 |
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Narkolepsie
Narkolepsie

zu #42:

Gestatten Sie mir die Bemerkung, dass diese Isolierstationen nicht nur für Ebola-Patienten gedacht sind? Es gibt weit mehr hochinfektiöse Erkrankungen, die einen hohen Sicherheitsstandard erfordern. Wenn Sie Pech haben, bekommen Sie Läuse, Flöhe und Motten gleichzeitig rein. Das könnte dann schon verdammt eng werden.

#43 |
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Gast
Gast

Wir habe hier in Deutschland mehr luxuriös ausgestattete Behandlungszentren als jemals Ebolapatienten nach Deutschland kommen werden. Wer hier Angst hat, dem empfehle ich einen Blick in die öffentliche web site des RKI, hier wird ihm geholfen.
Solche Zentren gibt es nicht zufällig an allen größeren Flugplätzen.
Einige Ebola-Patienten sollte man denen zu Üben doch gönnen.
Wofür sind sie sonst da?
Im übrigen gibt es nach wie vor eine AUSFLUGSKONTROLLE in den betroffenen Ländern. Eine unkontrollierte Verbreitung ist also schon länger unmöglich.
Alles andere wäre auch stümperhaft aus infektionsepidemiologischer Sicht.

#42 |
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Gast
Gast

Dr. med. Thomas F. Wagner, mit Silber kann man kein Ausbruchsmanagement betreiben. Sie benötigen schon ein RKI-gelistetes Desinfektionsmittel der Wirkungsklasse B,
weis heute jeder geschulte Hygienebeauftragte.
Wer will sich hier noch blamieren?

#41 |
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Gast
Gast

Immer noch nicht genug Panik und Erschrecken?
Allerdings muss man für Deutsche Menschen berücksichtigen,
dass es bei der unvergleichbar infektiöseren Schweinegrippe trotz realer Toten noch nicht einmal zur kostenlosen Schutzimpfung reichte.
Was lernt heute eigentlich so eine “Pflegewissenschaftlerin”?

#40 |
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Pflegewissenschaftlerin

Mit Erschrecken habe ich gelesen, wie wenige Betten es für Ebola-Patienten in Deutschland gibt. Als ich über die Nachrichten gehört habe, dass Ebola-Infizierte in zwei verschiedenen Städten untergebracht worden sind, habe ich mich gefragt, ob bewusst das Risiko in Kauf genommen wird, dass es mehrere mögliche Verbreitungsherde in Deutschland gibt. Das ist aus Public Health Sicht kritisch.

#39 |
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Dr. med. Thomas F. Wagner
Dr. med. Thomas F. Wagner

Dear Nico Cok. Thank you for your Mail. The use of silver an antimicrobial inhibit the virustransmission and translocation, also the intravenous infusion ofvitamin C has a benefit .

#38 |
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Nico Cok
Nico Cok

Ebola Can Be Prevented and Treated Naturally—So Why Are These Approaches Completely Ignored?

October 21, 2014
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Microscopic view of the ebola virusCould it be because there is little profit to be made from them? Action Alert!

With Ebola panic taking hold of the country, we hear very little about the natural ways to prevent the disease or treat the patients. This becomes even more important when you consider that these natural ways are less expensive and can often be self-administered. In addition, they often build up the immune system, and people susceptible to Ebola are more likely to have compromised immune systems.

As we discussed last month in our article on Ebola and natural remedies, the “Catch-22” of drug economics—that no one will spend the exorbitant sums needed to run clinical trials if the product can’t be patented and turned into a huge money-maker—practically ensures that natural treatments will be ignored.

The status quo in which government creates and protects drug company monopolies was always outrageous. Now with the threat of major and deadly pandemic in sight, it is completely unacceptable. It is essential that voters become aware of what is going on behind closed doors in Washington so they can speak up and move the political system—before millions of lives are needlessly lost and our economy also dealt a savage blow.

[Beitrag wg. Überlänge gekürzt – Bitte stellen Sie in den Kommentarthread keine seitenlangen Petitionen ein, sondern setzen Sie ggf. einen Link.]

#37 |
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Alexandra Dangel
Alexandra Dangel

Gast

Wie kann man eine Ausbreitung verhindern, wenn wir ja noch nicht mal, wie schon unten erwähnt, Norov., MRSA u.ä hier in Deutschland in Griff bekommen. Nur als Beispiel: Wir hatten ein Patient aufgenommen, der Fieber angab. Im weiteren Gespräch berichtete, dass er seine Verwandschaft in einem Ebolagebiet vor knapp 2 Wochen besucht hatte, das er selber aus dieser Gegend stammt. Er aber kein Kontakt hatte zu einem Erkrankten. Tja, es stellte sich zum Glück heraus, dass es kein Ebola war. Aber was wenn doch? Er war gereist, kam zu Fuss ins Krankenhaus, wartete mind. 2 Std. In der Aufnahme, der Arzt sprach mit dem Pat. und die Aussage des Pat. reichte, um die Blutentnahme auf normalem Wege ins Labor zu schicken. Irgendwie sah ich hier Potenzial für eine eventuelle Ausbreitung. Nicht falsch verstehen, ich möchte hier keine Panik schüren. Ich vertraue den Ärzten und Schwestern hier in Deutschland der Infektionsabteilungen. Ich mache mir nur Sorgen um die nicht kontrollierten Einreisefälle. Wahrscheinlich ist das der Preis der Globalisierung, den wir tragen müssen. Grossen Respekt vor allen Helfern vor Ort und ich danke Ihnen mit einer grossen Verneigung. Das sollten auch die Politiker und wir in Deutschland mehr würdigen!!!!
Krankenschwester

#36 |
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Dr. med. Thomas F. Wagner
Dr. med. Thomas F. Wagner

Der Fachbeitrag von Michael van der Heuvel (s.o.) beschreibt die Situation sehr treffend.
Sehr gut , wirklich gut

#35 |
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Dr. med. Thomas F. Wagner
Dr. med. Thomas F. Wagner

Die Devise lautet : Alle menschenmögliche Tun um die Epidemie einzugrenzen.
Die alte Methode der Quarantäne steht ganz oben auf der Liste.
Eine Verteilung des Virus über die Welt durch unnötige Transporte muß vermieden werden.
Die Hilfe vor Ort auf höchstem Niveau sollte den reicheren Ländern der Welt alle Anstrengungen , auch finanzieller Art Wert sein.
Wir hoffen , dass der neue Impfstoff einen nachhaltigen Beitrag dazu leistet.

#34 |
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Arzt
Arzt

@Dr. Gero Beckmann, schämen Sie sich, Ärzte Hasardeure zu nennen die einen Erkrankten heilen wollen. Und selbst verständlich muss man lernen bei einer neuen Krankheit, die man vorher noch nicht behandelt hat.
Nach Senegal ist jetzt auch Nigeria Ebola-frei,
Sie können ja gerne dorthin fliegen, wenn Sie hier in Deutschland Angst haben.
Aber Vorsicht vor Geschlechtsverkehr, es gibt noch andere ansteckende Erkrankungen, nicht nur Ebola, auch Kamele sind gefährlich und Ratten natürlich.

#33 |
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Dr. Gero Beckmann
Dr. Gero Beckmann

Die gestrige Sendung “Hart-aber-fair” zum Thema offenbarte die ganze Hilflosigkeit unsere vermeintlichen Gesundheitsministers und eines wenig praxiserprobten Amts-Virologen (Prof. Burger). Immerhin hat man nun den RKI-Präsidenten mal öffentlich gesehen. Dass Gröhe von Epidemiologie sowenig Ahnung hat wie die Kuh vom Sonntag, zeigt seine Eierei bei der Anzahl der Intensivbetten. Letztlich verbirgt er die faktische Hilflosigkeit gegenüber der Bedrohung durch Sätze wie “wir lernen aus jedem Fall”. Aus seuchenmedizinischen Gründen ist dem von anderen hier gescholtenen ärtlichen Kollegen Iatridis komplett beizupflichten: Erkrankte hierher auszufliegen, das kann eigentlich nur Hasadeuren einfallen. Was natürlich nicht heißt, dass etwaig erkranktem (und bewunderswert mutigem) medizinischem Personal vor Ort beste Hilfe zuteil werden sollte, z.B. durch präventive Einrichtung regionaler Speziallazarette. Das hätte man längst machen können. Das geht wahrscheinlich nur mithilfe des Militärs. Aber besser nicht mit unserer Bundeswehr. Auch der Flugverkehr hätte für Privatpersonen längstens KOMPLETT unterbunden werden sollen: kein Zivilflugzeug lässt sich 100%ig desinfizieren. Unsere besch… Globalisierung ist auf derartige Fälle gar nicht vorbereitet. Beispiel: von den 20.000 täglich in Hamburg einkommenden Containern werden pro Tag nur 2 (meist nach Verdacht) gründlich untersucht.

Was Infektiosiät ist, zeigen die hier mittlerweile endemischen Norovirus-Infektionen mit gemeldeten 300.000 jährlichen Fällen und einer Dunkelziffer von mind. Faktor 10. Auch hier reichen 10-100 Viruspartikel per Schmierinfektion, um eine Infektion auszulösen.

#32 |
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Monika Metz
Monika Metz

Die Anmerkungen, dass man die Menschen, die dort in Afrika ihr Leben riskieren und sich infiziert haben, doch auch bitte da lassen solle, finde ich nur menschenverachtend. Diese Menschen sind vor Ort, um die Virusverbreitung dort einzudämmen und damit auch letztendlich uns zu schützen. Denen Dummheit und Gutmenschentum zu unterstellen und dann noch mit dem “Ätsch-selber-Schuld”- Finger auf sie zu zeigen, weckt nur Übelkeit in mir. Ich sehe die größte Gefahr nicht in den (hoffentlich) kontrolliert eingeflogenen Infizierten, sondern in den Infizierten, die gar nicht wissen, dass sie infiziert sind oder sein könnten. Und diese Infizierten können und werden zur realen Gefahr werden, wenn sich das Virus weiter ausbreiten kann.
Sollte jemand gestern “Hart aber fair” gesehen haben…ein wunderbares Beispiel, wie an Aushänge-Maßnahmen wie Fiebermessen und Hunde einschläfern herum diskutiert wurde und ein Herr Dr. Gertler vom MSF, der im Gegensatz zu 99% der Anwesenden direkten Einblick auf das Geschehen vor Ort hat, anscheinend Mühe hatte, im Verlauf der Sendung seine Fassung zu wahren. Und Dr. Burger vom RKI hatte keine Antworten parat, als er mit der Frage konfrontiert wurde, weshalb so spät reagiert wurde.
Ich verfalle nicht in Panik, aber sicher kann ich mich auch nicht fühlen.

#31 |
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Ich verstehe nicht, dass die spanische und europäische Gesundheitsbehörde nicht Präventionsmaßnahmen an der Grenze (Spanien-Afrika) in Melilla getroffen haben. Wo ist der gesunde Menschenverstand der spanischen und europäischen Gesundheitsbehörden? Oder leben sie in einer anderen Welt?

#30 |
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Arzt
Arzt

@Fanny Zuehlke, nicht schon wieder gegen “Ärzte”, die waren zuerst in Afrika!

#29 |
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Fanny Zuehlke
Fanny Zuehlke

Es ist beschämend, wenn hier Ärzte behaupten “Helfer sollten die Konsequenzen ihres Handelns selber tragen und im Erkrankungsfall nicht ausgeflogen werden”. Herr Iatridis läuft hier unter der Rubrik “Arzt”. Wie bitteschön sieht denn sein Konzept für die Bekämpfung aus?? Bestimmt begibt sich kein Helfer aus Leichtsinn in diese Gebiete. Aus diesem Kommentar spricht so viel Ignoranz und Arroganz, dass es nicht nur eines Arztes unwürdig ist. Die Konsequenzen solchen Denken und Handelns tragen dann immer die Schwächsten.

#28 |
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Arzt
Arzt

Wissen ist besser als Panik,
deshalb hier eine Mitteilung eines einfachen Gesundheitsamtes, das fach- und sachkundig ist von Frankfurt am Main, den 20.10.2014:
“Der Senegal ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder Ebolafrei.,
.. Keine Bedrohung für Deutschland”
http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2996&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=24298449

#27 |
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Arzt
Arzt

zu#26, die Überschrift des Beitrags ist schon falsch
und sollte bitte nicht von “Bedrohung der Nationalen Sicherheit” sprechen!
Das geht entschieden zu weit.

#26 |
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Arzt
Arzt

@Heilpraktiker uuu vvv, nicht ganz richtig, es geht nicht um “schwul”, sondern um häufigen Partnerwechsel ohne Rücksicht auf Verluste. Auch Tripper und Lues nimmt ja wieder zu. Und zur besseren Kontrolle ist ja in Deutschland ein Aidstest ohne Einwilligung streng verboten und zusätzlich hat man auch die bis 2001 praktizierte Infektionskontrolle des waagerechten Gewerbes abgeschafft.
Geschimpft wird nur noch auf Ärzte bei Hygejene. Man wird das sicher auch bald für Heilpraktiker freigeben, das wird dann zwar nicht besser wie bei Krebs, aber es stirbt sich dann glücklicher.

#25 |
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Gast
Gast

Hi Drs.
seid doch nicht sooooo giftig zueinander, ….
Jeder hat doch einfach eine Meinung, darum erlauben wir ja alle möglichen Arten von Parteien.

#24 |
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Arzt
Arzt

@Dr. med. Thomas F. Wagner was verstehen Sie schon von Ebola,
sorgen Sie einfach dafür dass ihre med. Geräteaufbereitung mit RKi-Mitteln der Wirksamkeit AB entspricht,
und Händewaschen und Desinfektion mit Sterilium Virugard nicht vergessen.

#23 |
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Dr. med. Thomas F. Wagner
Dr. med. Thomas F. Wagner

Die Ebola -Bedrohung muß in der EU als Bedrohung der Nationalen Sicherheit angesehen werden. Zivile Flugverbindungen zu Ebola -Gebieten sollten unterbrochen werden . Die Grundssätze des Umgangs mit Seuchen müssen hart und uneingeschränkt zur Anwendung kommen. Expositionsvorbeugung ist der beste Schutz. Eine Verteilung von Infizierten auf alle Kontinente ist gut gemeint , aber angesichts der Unterkapazitäten z.Z. nicht vertretbar.
Die EU sollte eine gemeinsame Strategie entwickeln. Da viele Inder in Westafrika arbeiten , müssen Vorsorgemassnahmen getroffen werden , damit die Infektion nicht nach Indien gelangen kann.
Die Hilfsgelder der Industriestaaten müssen augestockt werden . Die Gelder von Ländern wie Deutschland , Frankreich , Großbritannien sollten pro Land auf 1- 2 Milliarden Euro erhöht werden. Falls der neue Kanadische Impfstoff die erwartete Wirkung beim Menschen entfalten sollte und ausreichende Mengen zur Verfügung stehen werden , dann kann man aufatmen. Wir wir noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. Dies wäre aber nicht das Verdienst von Politikern und ihrem bisherigen Dismanagement. Die Verantwortlichen waren wie so oft zu spät munter geworden und meinen durch Erklärungen und Sitzungen das Ebola-Virus bekämpfen zu können. Warum kam der Impfstoff nicht aus Europa ? Gut , kann man sagen : Hauptsache er kommt … egal woher . Trotzdem hat die Ebola -Epidemie Defizite der WHO und der Forschung offenbart.

#22 |
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Gast
Gast

§ 1
Ein Politiker muss kein Fachkenner sein. Er ist doch Politiker und kann Alles!!!
§ 2
Sollte einmal ein Politiker nichts wissen und überfordert sein, tritt automatisch § 1 in Kraft.
Also nicht ärgern, … selbst Politiker werden. Und alles flutscht!

#21 |
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Juergen Schwertner
Juergen Schwertner

Wie kann man einen solchen unfähigen Menschen – natürlich ist er Rechtsanwalt – in ein so sensibles Amt als Gesundheitsminister katapultieren?
Dieser Mann ist doch das beste Beispiel für eine Postenschieberei.
Kann man dieser Regierung in irgendeinerweise noch Glauben schenken?
Gesundheitsminister – und dann diese schwachsinnigen Aussagen?

#20 |
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Arzt
Arzt

vor zig Jahren traf ich eine junges Päärchen, beide in guten Jobs,
die wollten keine Kinder, Grund:
“das können wir mit unserem besonders guten Gewissen nicht vereinbaren,
denn wir wollen sie nicht dem sicheren Atomtod aussetzen.”

Jetzt besucht sie niemand im Altersheim

#19 |
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Arzt
Arzt

Rudolf Langer
Sigi Adler
Der Deutsche liebt seine Panik

#18 |
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Rudolf Langer
Rudolf Langer

Sigi Adler

daß uns der gesundheitsminister und der rest der bande sauber verarscht, is ja wohl klar!
wer was anderes glaubt, der glaubt auch, daß zitronenfalter zitronen falten!
fakt ist, wenn der scheiß hier ankommt, haben wirs verkackt. 50 betten, da lach ich über! da schlappt einer 11 tage hier rum, schüttelt 300 leuten die hand, benutzt öffentliche einrichtungen, geht zum zahnarzt und zum doktor, und will keinen einzigen anstecken? lachhaft!
aber im prinzip gehts eigentlich ganz schnell: wir müssen nur unsere grenzen noch weiter öffnen, und jedem auf der welt die möglichkeit geben, sich ins gelobte land zu begeben. dann haben wir es ja bald hinter uns!

#17 |
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Volker Roskosch
Volker Roskosch

Hans Christian Andersen, Gebrüder Grimm, Bundesministerium für Gesundheit…..

#16 |
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Rudolf Langer
Rudolf Langer

Jaja genau, wenn man den Kopf in den Sand steckt, kann man “Ebola” nicht einatmen.
Auch eine Idee zur Gefahrenabwehr. Vielleicht sollten wir hier in Deutschland auch mal des öfteren mit Atemmaske (ähnlich wie die Japaner) rumlaufen.

#15 |
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Eckhard Schmittdiel
Eckhard Schmittdiel

Kommentar zu “Von den US Centers for Disease Control and Prevention bekamen wir auf Anfrage eine negative Bewertung dieser Strategie …”
Human Ebola Virus inklusive Kombinationen und Methoden daraus ist unter Patent Nummer CA2741523A1 eingetragen, 29. April 2010 veröffentlicht. Antrag wurde laut Eintrag gestellt von 5 Erfindern sowie “The Government Of The United States Of America As Represented By The Sec Retary, Department Of Health & Human Services, Center For Disease Contro”.

#14 |
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Arzt
Arzt

Danke @Reiner Klick

wirklich skandalös, Leute wegzuschicken und ihnen die Rückkehr zu verweigern.
Auf der anderen Seite sind die Afrikaner wohl überfordert, das alleine zu machen.
Das heist ohne Hilfe schneiden wir uns ins eigene Fleisch.
Mit anderen Worten, wir helfen uns damit selbst.
Ich denke, das ist auch der Grund für andere “Vorbildländer” jetzt langsam aktiv zu werden.
In Deutschland liegen noch zwei weitere Ebolakranke.
Die Abteilung geht nur klugerweise nicht an die Presse.
Gut so.
Ich drücke ihnen den Daumen.

#13 |
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Reiner Klick
Reiner Klick

Betrifft: Vorbeugen mit Dr. Vogel Strauß
Unverantwortlich ist der Satz: “Sobald erkrankte Helfer nach Deutschkand zurückkommen, könnte es ernst werden.” Erstens stimmt er nicht: Alle Helfer aus Deutschland sind mit Sicherheit schon aus eigenem Interesse bestens informiert und werden sich bei erhöhter Temperatur – und vorher ist Ebola nicht ansteckend – sich sofort in eines der 7 Zentren für hochsteckende Krankheiten bringen lassen. Zweitens diskriminiert er die Menschen, die bereit sind den betroffenen Menschen zu helfen und dadurch die Seuche bekämpfen.

#12 |
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Dr. med. dent. Klaus Werner
Dr. med. dent. Klaus Werner

Hat irgendjemand von dieser Pfeife von Gesundheitsminister eine andere Reaktion erwartet?
Beschwichtigen und einlullen ist die Strategie dieses Herrn. Es wird schon nicht so schlimm werden.

#11 |
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Arzt
Arzt

Das Leben ist nun mal nicht absolut sicher,
mors certa, hora incerta
das ist zu akzeptieren,
es gibt seit 2000 einige komplett neue Viruserkrankungen, die auch potentiell tödlich sind sowohl aus Asien, wie aus dem “Orient”, die vielen Zoonosen nicht zu vergessen.
Immerhin sind wir in Europa z.Z. malariafrei, die gabs hier noch in der Nachkriegszeit und auch schon länger pestfrei (auch eine Zoonose!). Wer kennt heute noch die Geschichte der Pest?
Wenn wir fleißiger gegen Masern geimpft hätten, wären wir auch masernfrei (Todesfälle!!!).
Aber diese original Yersinia pestis – Bakterie (“Geißel der Menschheit”) ist in z.B. in USA heute noch ENDEMISCH.
Der Flugverkehr dahin hat allerdings geringfügig abgenommen, wegen der Fingerabdrücke etc. :-)
Also ruhig Blut!
Und beim Medizinstudium gut aufpassen :-)
Die Dinger kann man leider mit bloßem Auge nicht sehen,
kein Grund zur Panik.

#10 |
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Nichtmedizinische Berufe
#9 |
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Peter Michael Kohn
Peter Michael Kohn

Wollen wir bei den Flugreisenden, wie Amerika, Temperaturmessungen vornehmen? Man muß nicht unbedingt Ebola-Erkrankte per Flugzeug durch die Welt karren: so hat auch Stuttgart jetzt einen speziellen Ebola-Klinikplatz eingerichtet.

#8 |
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Arzt
Arzt

@nnnnn Rosenthal, nu übertreib mal nicht,
nicht nur jede ordentliche Uniklinik hat auch eine Infektions-Abteilung.
Diphterie ist ansteckender, Student!

#7 |
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Arzt
Arzt

Schon in diesen wenigen Beiträgen überwiegt Panik und Kritik.
Deutschland kann nicht die Welt retten,
weder die völlig überflüssige Klimarettung noch schon weniger überflüssig die noch bestehende Hungersnot, an der wohl auch noch “gestorben” wird.
Ganz übel empfinde ich allerdings die Kommentare, die deutschen Helfern im Infektionsfall die Rückkehr nach Deutschland verbieten wollen.
Das st völlig inakzeptabel!
Ebenso klar ist, dass man die örtliche Erkrankung in Afrika auch örtlich bekämpfen kann und muss.

Das “schlechte” EHEC – Management lag in der fehlenden Identifizierung der Infektionsquelle, weil nach dieser nicht vorurteilsfrei gesucht wurde, peinlich.

#6 |
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Student der Humanmedizin

Von den sogenannten 50 Betten sind eigentlich nur 20 effektiv bereit. Man hat in den letzten Jahrzehnten auch in der Infektionsmedizin gespart.Außerdem würde jeder Hausarzt wahrscheinlich eine Grippe vermuten.

Politiker ignorieren die Gefahr gerne so lange bis sie ihnen in den Hintern beißt.
Leider wird in diesem Fall,wenn sie zubeißt, nicht der Politiker erwischt sondern jemand der sich an der Kopf-im-Sand-Taktik nicht beteiligt hat.

Wenn es dann das Wählerpotential gefährdet wird die Regierung erzählen: Wir haben nicht mit so etwas gerechnet,das kann keiner.

Die Opposition,die bis jetzt beharrlich schweigt, wird der Regierung die Schuld geben und sagen: Wir haben es gewusst.

Ich wünsche allen Helfern Gesundheit, Glück und der Bevölkerung das der Erreger nicht hierherkommt, weil die Vorbereitung hier grauenhaft ist.

#5 |
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Gunther Hanke
Gunther Hanke

“Einlullen” scheint mir in der Tat das richtige Wort zu sein. Hier noch ein paar offene Flanken:
* Der Modus der Infektion, so wird allerorts gebetsmühlenartig wiederholt, ist direkter Kontakt mit Köperflüssigkeiten. Genau weiß dies offensichtlich noch niemand. Die Rätsel des Infektionsvorgangs der infizierten Pflegekräfte außerhalb Afrikas sind, wie zu vernehmen ist, noch nicht geklärt.
* Potentielles Fallbeispiel: Ein(e) leitende(r) Mitarbeiter-in aus der EU spürt kurz vor ihrem/seinem geplanten Heimflug aus den afrikanischen Gefährdungsgebieten etwas Körperschwäche und leichtes Fieber. Er oder sie hat nun die Wahl, sich in eines der mit Ebola-Patienten belgegten, oft ja auch überfüllten lokalen Krankenhäuser zu begeben, oder eine Grippe zu rationalisieren und nach etwas Paracetamol den vermeintlich sichereren Hafen Heimat zu anzufliegen. Was wird er oder sie wohl machen?
Übrigens, wer von uns würde bereit sein, im Airbus ohne besondere Sicherheitsmaßnahme drei Reihen weiter vorn mitzufliegen? Es droht doch nur die Infektion bei direktem Kontakt, oder?
Als die Epidemie 2014 in Afrika erneut ausbrach, haben die Meisten Verantwortlichen in der Politik und Medizin diese unterschätzt, das wird heute zugegeben. Wann wird zugeben werden müssen, dass die Gefahr für Europa oder Deutschland ebenfalls unterschätzt wurde?

#4 |
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…wer meint er muss vor Ort helfen, der sollte im Infektionsfall bitte da bleiben und die Konsequenzen seines Handelns bis zum Ende tragen. Quarantäne fängt vor Ort an. Es entbehrt jeder Logik infizierte einer hochansteckenden Krankheit die man nicht therapieren kann quer über den Globus zu fliegen.

#3 |
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Astrid Coordes
Astrid Coordes

Und sobald das eigene Leben in Gefahr ist lässt man sich wieder nach Hause fliegen.
Das ist mal eine offene Flanke.

#2 |
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Student der Humanmedizin

Es sind ja noch nicht mal 50 Betten.

#1 |
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