Facharzttermin: Anklopfen mit der Brechstange

17. Oktober 2014
Teilen

Die Regierung plant eine 4-Wochen-Termingarantie auf Facharzttermine. Ein Thema, das ebenso emotional wie kontrovers diskutiert wird. Anlass für DocCheck Research nachzuforschen, was Kassenpatienten selbst tun können, um zeitnah einen Termin zu erhalten.

Die Aufnahme der Wartezeitenverkürzung in das Regierungsprogramm zeigt deutlich, dass Berlin in den Facharztpraxen Missstände wittert. Und das wird natürlich durch Zahlen belegt. Die Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch von Bündnis 90/Die Grünen glaubt beispielsweise, in einer Studie nachgewiesen zu haben, dass Kassenpatienten in Hessen 2013 im Schnitt ganze 36 Tage auf einen Facharzttermin warten mussten, wo Privatpatienten 16 Tage warteten. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 470 Praxen angerufen und um einen Termin gebeten, jeweils einmal im Namen von GKV-Patienten und einmal von PKV-Patienten.

Bundesgesundheitsminister vs. Ärzteschaft

Auf das keineswegs überraschende Ergebnis reagiert nun Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Er plant, Kassenpatienten eine „Garantie“ darauf zu geben, innerhalb von vier Wochen einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Patienten, denen es nicht gelingt, selbst einen Termin innerhalb dieser Frist zu erhalten, und die eine Überweisung durch ihren Arzt vorweisen können, sollen künftig eine Servicestelle bei der Kassenärztlichen Vereinigung anrufen können. Diese muss dann einen Termin innerhalb der nächsten 4 Wochen fixieren. Gelingt das nicht, soll der Patient die notwendige Behandlung im Krankenhaus erhalten – bezahlt vom Budget der niedergelassenen Medizinerkollegen. Denn Strafe muss sein.

Ein Vorschlag, den Frank Ulrich Montgomery, der Präsident der Bundesärztekammer, kritisch sieht. Er möchte zwar auch dafür sorgen, dass zumindest Patienten mit Überweisungen künftig innerhalb von 4 Wochen einen Facharzttermin bekommen, wie er in einem aktuellen Interview mit der rheinischen Post bestätigte.  Eine Regelung über Gesetze lehnt er jedoch ab. Stattdessen geht er davon aus, dass die Bundesärztekammer das Problem selbst in den Griff bekommen kann. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde mit den sogenannten dringlichen Überweisungen gemacht, die garantieren sollen, dass Patienten in Not nach Konsultation des Hausarztes schneller an einen Facharzttermin kommen.

Der Ton macht den Termin.

Eine Maßnahme, die durchaus Wirkung zeigt, wie die aktuelle DocCheck Research-Studie bestätigt. Insgesamt wurden im Rahmen der im August und September durchgeführten Online-Studie 61 medizinischen Fachangestellte zu ihrem Verhalten bei der Terminvergabe befragt. 87 % der befragten MFAs gaben an, dass eine Überweisung mit Dringlichkeitshinweis durchaus hilfreich sei, um schneller an einen Termin zu kommen. Aber auch der Patient selbst kann die Terminvergabe positiv in seinem Sinne beeinflussen. So sagten ebenfalls 87 % der Befragten, dass ein ausdrückliches Betonen einer vorliegenden Notfallsituation – etwa indem der Patient über Schmerzen klagt – eine Priorisierung zur Folge haben kann.

Auch eine Terminanfrage über den Hausarzt kann, laut Meinung von 74 % der Befragten, durchaus effektiv sein. Eine der befragten MFAs berichtet aus eigener Erfahrung: „Wenn wir für uns oder einen Patienten einen Termin beim Facharzt ausmachen sollen, bekommen wir im Schnitt 2-3 Wochen schneller einen Termin, als wenn der Patient alleine anruft.“

1442_Grafik_schmuckMittlerweile bieten auch einige Krankenkassen einen Terminservice an. Diesen Weg zu gehen, halten jedoch nur 16 % der MFAs für vielversprechend – der Einfluss des behandelnden Hausarztes wird deutlich größer eingeschätzt. Und wie überall gilt auch hier: Vitamin B schadet nie. Rund die Hälfte der Befragten hält es für hilfreich, wenn sich der Patient als Bekannter oder Freund eines Praxis-Mitarbeiters ausweisen kann. Darüber hinaus gibt jeder Vierte der Befragten an, dass man durchaus früher an einen Termin kommen kann, wenn die Behandlung privat finanziert wird.

Wenn keine dieser Maßnahmen in Frage kommt, da es entweder keine medizinische Indikation für eine Priorisierung gibt oder das Arzthonorar nicht aus privater Tasche bezahlt werden soll, hilft nur noch guter Umgangston. So bestätigt rund die Hälfte der MFAs, dass freundliches Bitten einen Effekt auf die Terminvergabe hat. Rund jeder Vierte lässt sich auch durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung am Telefon oder schlichtweg Weinen zu einer früheren Terminvergabe erweichen. Eher kontraproduktiv ist ein zu forderndes Auftreten. Auch häufige Anrufe dürften in den wenigsten Fällen den gewünschten Effekt haben. Eine der befragten MFAs brachte es wie folgt auf den Punkt: „Anrufen, ruhig und freundlich das Anliegen und die Symptome schildern. Nicht jammern, nicht fordernd werden, nicht unverschämt oder laut. Die Arzthelferin freundlich und mit Respekt behandeln, sie arbeitet nach Anweisungen ihres Chefs.“ Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen, doch leider nicht immer Usus.

Kürzere Wartezeiten? Bleibt abzuwarten.

Ob Kassenpatienten auch in Zukunft nur mit kleinen Tricks zum Termin kommen oder ob ihnen regulierungsfreudige Gesundheitspolitiker beispringen, muss sich zeigen. Noch ist fraglich, ob der Gesetzesentwurf der großen Koalition 1:1 umgesetzt werden wird. In den nächsten Tagen und Wochen werden sicherlich noch einige hitzige Debatten geführt werden. Insbesondere die geplante Verlagerung der Patienten in die Kliniken dürfte zu einigem Unmut führen, zumal es sich bei den zusätzlichen Patienten im Vergleich eher um leichtere Fälle handeln wird, die grundsätzlich auch in Praxen gut versorgt werden könnten. Aber auch, dass die KVen finanziell in die Pflicht genommen werden sollen, wenn es mit der schnellen Terminvergabe nicht klappt, dürfte für Konflikte sorgen. Incipiant spectacula!

30 Wertungen (4.6 ø)
Medizin

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

35 Kommentare:

An Gast 14: Eingeklemmter Nerv (N. femoralis) . Ein paar Spritzen und gut war nach kurzer Zeit. Dies hat ein lieber Kollege (Anästhesist) und Freund letztendlich diagnostiziert und therapiert. Denn die Diagnose “Verschluss” wäre schon anhand der Fußpulse abklärbar. Am Ende sind wir immer schlauer ;-)

#35 |
  0
Gast
Gast

@Dr. med Herbert Hagen, Sie haben kein bischen übertrieben, Medizin wird real rationiert, das ist nicht nur in Deutschland so, aber bei uns steht man (politisch) nicht zu dieser Entscheidung, sondern der schwarze Peter wird heuchlerisch immer der Ärzteschaft zugeschoben.
Leider ist die “Selbstverwaltung” dieser pönalisierenden Überregulierung hier zu nachgiebig gewesen, ich halte z.B. diese Leitlinienflut und vor allem das Fortbildungspunktesystem schlicht für entwürdigend.
Als noch schlimmer empfinde ich die Hybris der laienhaften “AOK”, Ärzte fachlich qualitativ bevormunden zu wollen.
Ein Beispiel ist die jüngste Aufnahme der Appendektomie als Qualitätskriterium,
bei der das Haus am besten abschneidet, das die großzügigste Indikation praktiziert.
Hier können und sollten sie einfach den Mund halten und nicht heucheln, sie würden die Interessen für ihre Versicherten wahrnehmen.
Die extrem verschärfte nicht fachkompetente Fremdeinwirkung der frei niedergelassenen Ärzte gegenüber den “Krankenhäusern” ist ein besonderer Skandal,
insbesondere wenn es um hochwertige Facharztmedizin geht (z.B. ambulante Op´s), gerade weil hier die permanent geforderte Ökonomie der Leistungserbringung mit Füßen getreten wird.
Was ambulant möglich ist, sollte eher stationär verboten werden.
Eine Universität, die sich mit der Leistenhernie beschäftigt, hat bei mir immer schon einen Lachkrampf ausgelöst.

#34 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Ad 31. Sehr geehrter Herr Kollege, mein Anliegen ist nicht Kollegenschelte. Ich versuche nur den Istzustand aus meiner subjektiven Sicht darzustellen und denen die nicht in der Materie drinstecken Erklärungen anzubieten warum manches so schiefläuft in der Medizin. Als niedergelassener Kassenarzt ist man ziemlich gut qualitätsgesichert. Neben der Verpflichtung zu einem funktionierenden internem QM- System (bei uns DIN ISO Zertifizierung) wird man von der KV permanent geprüft in Röntgen- und Ultraschalldiagnostik (einschließlich Säuglingshüfte), sowie bzgl. der ambulanten Operationen (ASK- Vereinbarung), darüberhinaus plausibilitätsgeprüft bei der Versorgungsdichte (Fallzahl, Prozedurenhäufigkeit, Tages/ Quartalszeitprofil), bei der Verordnungshäufigkeit von Medikamenten, Heil- und Hilfsmittel. Und das jedes Quartal bis hin zu Regressverfahren und Androhung von Entzug der Zulassung bei Unstimmigkeiten. Darüberhinaus hat man als speziellen Freund den medizinischen Dienst der Krankenkassen auf der Suche nach Behandlungsfehlern und bei der Ablehnung von therapeutischen Maßnahmen für seine Patienten. Ich glaube es gibt keinen Berufsstand der so intensiv geprüft und mit Restriktionen übersät wird. Es ist einfach nicht möglich unter diesen Voraussetzungen allen Menschen die einen um Hilfe bitten gerecht zu werden. Und das muss einfach deutlich gesagt werden. Wir Ärzte können die Welt nicht alleine retten und müssen lernen NEIN zu sagen und uns auf das wesentliche konzentrieren. Lesen sie auch mal im Forum Disstress Arztfeind Nr.1 nach. Eine Ausnahme gilt allerdings immer: für Kollegen legt man sich krumm. In unserer Dienstgruppe kenne ich keine Wartezeiten für Kollegen weder auf einen Termin noch wenn man da ist. Und es wird auch noch gefragt ob und wie der Kollege versichert ist. Das gehört sich so. Für einen Kollegen nehme ich eine Mittagspause oder Zeit nach der Sprechstunde und die Kollegen vor Ort tun das auch für mich. Wir haben zum Glück noch eine weitgehend funktionierende Dienstgruppe. Nur das funktioniert halt leider nicht für alle Mitmenschen.

#33 |
  0
Arzt
Arzt

Dr. med. Edda Bauer nicht so schüchtern, rufen Sie doch den Dr. selbst an, nicht die Sekretärin, oder ist es wirklich eine solche Koryphäe.
Ich mache für einen Kollegen gerne eine Überstunde, hat schon Hypokrates angeraten. Für einen besonderen Augenarzt bin ich allerdings schon einige 100km gefahren, es hat sich gelohnt.

#32 |
  1
Arzt
Arzt

Verehrter Kollege Dr. med Herbert Hagen, so sehr ich Ihre Beiträge schätze,
mit Kollegenschelte bitte nicht übertreiben,
gerade das ist doch, ehrlich gesagt, ein gewisser Schwachpunkt bei Ärzten.
Die “BG” ist ein Sonderfall, denn ihrer unermüdlichen Tätigkeit ist es zu verdanken, dass auf dem Arbeitsplatz inzwischen weniger Unfälle vorkommen als auf Straßen und privaten Haushalten. Deshalb sind auch viel Unfallabteilungen geschlossen worden zugunsten der wenigen eigenen BG-Kliniken, verständlicherweise.
Qualität, und zwar Ergebnisqualität wird hier im krassen Gegensatz zur kurzsichtigen GKV und allen Gesundheitspolitikern groß geschrieben und laufend kontrolliert. Die kennen jeden einzelnen Operateur.
Auch eine große und perfekt organisierte Röntgenabteilung ist WERTLOS,
wenn keine guten SCHRIFTLICHEN ÄRZTLICHEN (zeitnahen) Befunde geliefert werden,
auch ein Tip für Herrn J Simon, ist übrigens gesetzlich vorgeschrieben,
das fängt mit dem “harmlosen” Rö-Thorax an.
Das meinte ich mit Fachkompetenz.

#31 |
  0

Diese Aussage

“Anders ist die Rechtslage bei Privatpatienten und Selbstzahlern. Diese sind direkte Vertragspartner des Arztes bei dem Sie um einen Termin ersuchen. Haben also nach Marktgesetzen ein Anrecht auf einen frei aushandelbaren Termin, z.B. außerhalb der regulären Sprechstunde der Residenzpflicht des Arztes. Selbstverständlich bekommt er einen schnelleren Termin da er ja für die Behandlung direkt bezahlt und mit dieser Bezahlung seinen Teil dazu beiträgt dass der Kassenarzt mehr Patienten behandeln kann als ihm das von den Krankenkassen auferlegte Budget erlaubt.”

kann ich so nicht stehen lassen.
Ich bin Privatpatientin UND Kollegin und bekomme bei “meinem” Dermatologen einen frühesten Termin nach 3, meistens aber nach 4 MONATEN!
Ich konsultiere diesen Kollegen schon seit Jahren und habe diese lange Warteschleife schon mehrfach moniert, ohne jeden Erfolg.

Das hat nichts mit der GKV zu tun, sondern einfach mit schlechter Terminplanung.

#30 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Oh je die D- Arzt Ambulanz, oder die Geldvermehrungsmaschine des Chefarztes einer unfallchirurgischen Krankenhausabteilung. Der D- Arzt hat die Facharztausbildung als Orthopäde/ Unfallchirurg und spezielle Zusatzqualifikationen aufzuweisen und ist zur PERSÖNLICHEN Leistungserbringung verpflichtet. Außer in der Bereitschaftszeit oder bei Unabkömmlichkeit durch Urlaub/ Krankheit/ Notfall. Das ist ein weiteres Politikum. Die Krankenhauschefärzte haben dieses Privileg durch Machtspielchen den niedergelassenen Fachärzten versucht wegzunehmen (H- Ärzte). Alles natürlich unter dem Deckmäntelchen der Qualitätsverbesserung. Haben sie schon mal einen Chefarzt gesehen der seine D- Arzt Sprechstunde persönlich macht? So kommt es dass dazu verdonnerte Ärzte die Sprechstunde durchführen heute dieser, morgen jener. Einer erzählt so, der andere anders….Der eine kennt die Befunde und die Therapie nicht die der letzte erhoben/ angeordnet hat. 2 Stunden warten sind da Luxus. Ich glaube Sie wissen von was ich erzähle. Ich habe die H- Arzt Zulassung noch bis Ende des Jahres. Die Krankenhaus genervten kommen dann irgendwann zu solchen wie mir. Mal sehen ob das 2015 noch geht. Die Zulassung der H – Ärzte läuft nach Übergangsfrist am 31.122014 ersatzlos aus, damit die Pfründe der KH Chefärzte weiter wächst. Den Antrag auf Aufstockung zum D- Arzt habe ich gestellt. Die fachlichen und technischen Voraussetzungen habe ich. Aber Mo- Fr 8- 18 Uhr ohne Pause unteilbare Bereitschaft und noch so ein paar andere Nettigkeiten sollen den Zugang der niedergelassenen Fachärzte zu diesem Markt verhindern. Natürlich alles nur im Sinne der besseren Qualität. Die Patienten müssen halt mit den Füßen abstimmen und die Krankenhausambulanzen und MVZs verlassen und schlecht arbeitende niedergelassene Ärzte meiden. Da haben wir es schon wieder das Problem mit den Wartezeiten auf einen Termin. Ich mache mir persönlich ernsthaft Sorgen um meine Behandlungsqualität wenn man nicht 3 Wochen auf einen regulären Termin bei mir warten muss. Bin ich so schlecht geworden? Trotzdem versucht man dem Patienten mit einem akuten Anliegen soweit entgegen zu kommen wie es geht. Stellt zusätzliches Personal ein (auch ärztliches) und und und. Das kostet alles und ist teils streng reglementiert, eben kein freier Markt.

#29 |
  0
Gast
Gast

Herr Dr. Hagen, die Klinik hat eine Ambulanz und die reizenden Herren verrichteten da als sog. D-Ärzte ihr Handwerk.

Die Praxisorganisation ist verdammt wichtig. Wenn die Helferinnen richtig gut eingespielt sind, dem Doc alles gut vorbereiten, dann bleibt mehr Zeit, auch mal mit dem Patienten zu reden. ;-)

#28 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Zustimmung , das hat absolute Priorität. Die Praxisorganisation ist allerdings ein Hinweis auf die Denkstruktur des Inhabers. Chaotisch und unstrukturiert sollte man eben auch nicht bei Therapieentscheidungen sein. Ich könnte Bände füllen…. aus Kollegensicht und auch als Patient, der man als Arzt ja auch gelegentlich ist. 2 Stunden warten auf einen dann abgehetzten, unkonzentrierten Kollegen ist schlicht eine Zumutung und muss einfach nicht sein. Das können sie dann nur schwer mit heldenhafter Kompetenz wieder raus reißen. Die Schilderung des MVZ unter 24 treibt mir das Grinsen ins Gesicht. Genauso ist MVZ: die Vereinigung der schlechten Varianten unseres Gesundheitssystemes. Nur warum geht da Patient eigentlich hin? Die eGK wird es die nächsten 2 Jahre nicht richten. Mindestens solange sind relevante Daten nicht auslesbar . Und das Problem der Patientenausspäung durch die Krankenkassen ist leider auch noch nicht befriedigend gelöst. Das wird noch spannend für die Zusatzbausteine wie Zahnzusatzversicherung etc.

#27 |
  0
Arzt
Arzt

Ich hör immer “schlechte Praxisorganisation”, das ist einer Erkrankung völlig Wurscht!!!
Die medizinische Fachkompetenz ist entscheidend.

#26 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Jetzt kommt etwas mehr Ehrlichkeit in die Diskussion. Schön so! Herr / Frau J. Simon. Die Oberärzte und der Assistenzart sind angestellte Krankenhausärzte. Um die geht es in dem Artikel gar nicht. Diese haben eigentlich gar keine Befugnis zur ambulanten Behandlung. Die Situation ist sicher nicht 1 zu 1 übertragbar, wenn auch manche Probleme ähnlich gelagert sind.
Aktuell gibt es eine Diskussion zwischen Krankenkassenspitzenverband und kassenärztlicher Bundesvereinigung über die sogenannte Zweitmeinungseinholung. Diese ist Stand heute keine Kassenleistung. Die 2. Meinungseinholung bei Vertrauenskrise zwischen Patient und Vertragsarzt im gleichen Quartal war noch nie Kassenleistung. Es gab auch früher schon keine 2 Überweisungen zur gleichen Facharztgruppe im gleichen Quartal. Für den Arztwechsel auf Wunsch des Patienten ist der Quartalswechsel vorgesehen. So ist die gesetzliche Regelung. Wünscht der Patient es trotzdem berechtigt oder unberechtigt tritt er beim 2. Facharzt als Selbstzahler auf. Davon unterscheidet sich die 2. Meinungseinholung auf anraten des behandelnden Arzt, Hinzuziehung eines Fachspezialisten mit besonderer Qualifikation. Die ist schon immer möglich. Soweit das Gesetz und das ist gut so. Wir reden aber hier um das gegenseitige abjagen von Patienten durch Fachärzte gleicher Qualifikation aus Gewinnstreben. Das nennst man Wettbewerb. Wie soll aber Wettbewerb in einen gegängelten und über reglementierten System funktionieren? Doch nur wenn man dem Patienten Vorteile anbietet. Klassiker aus meinem Fachbereich. Verordnung von Welnessbehandlungen zu Lasten der GKV ( Massagen). Problem 2 mit solchen 2. Meinungseinholungen werden unsere Sprechstunden noch mehr verstopft. Damit wir uns nicht falsch verstehen: ich gehöre zu den Profiteuren des Systems. Ich jage Kollegen sehr viele Patienten ab weil meine Praxis überdurchschnittlich gut organisiert ist und mir deshalb ausreichend Zeit nehmen kann meine Patienten zu beraten. Darüberhinaus meine Praxis weitgehend schuldenfrei ist, ich also nicht Igeln muss auf Teufel komm raus. Operieren kann ich in einem ambulanten OP Zentrum bei dem ich nur für den Patienten zahlen muss mit dem ich komme, also keine laufenden Grundkosten tragen muss und meine OP irgendwie füllen muss. Ich wünsche freien Wettbewerb aber bitte richtig! Ohne Budgetschranken und Leistungsgängelung. Ich habe in meiner Praxis ein Fallzahlbudget von 1650 Patienten im Quartal, behandle aber im Durchschnitt um 2500 Erstpatienten im Quartal, also ca. 850 praktisch ohne Vergütung, weil mehr zu mir wollen, als eigentlich dürfen. Dazu kommen im Quartal noch ca. 5000 ebenfalls fast nicht vergütete Mehrfachkonsultationen. Da soll man dann für jeden Jammerer mit Bagatellerkrankung auch noch ein offenes Ohr haben? Das ist viel verlangt. Man muss dann auch am Ende des Tages einmal einen Schlussstrich ziehen und sagen das geht jetzt nicht mehr. Soviel zur Diskussion über Wartezeiten auf einen Termin. Zu 22: Gott sei Dank haben wir viele gute Hausärzte die das gut mangen, nicht aus jedem chronischen Schmerzpatienten einen Notfall machen und Befunde selbstverständlich zur Verfügung stellen. Schlimm finde ich die Patienten die einen testen wollen und erst nach 15 min Gespräch und Untersuchung damit herausrücken, dass sie schon bei 2 anderen Kollegen waren, Rö , Labor und MRT schon gemacht wurde. Aber man wollte ja mal sehen was ich so drauf habe. Von solchen Patienten trenne ich mich ganz schnell wieder. Höflich, aber deutlich.

#25 |
  0
Nichtmedizinische Berufe

zu Beitrag 22 von “Arzt”:

Ich stimme Ihnen zu, dass als Dreh- und Angelpunkt der medizinischen Versorgung eines Patienten der Hausarzt dienen sollte. Dieses Prinzip habe ich bis zu meinem Umzug nach Berlin auch recht gut durchgehalten. Gleichzeitig sammle ich seit mindestens 25 Jahren alles, was mir als Befund vor die Finger kommt. PDF-Archive machen vieles möglich.

Doch Berlin… Hausarzt… das erste MVZ wurde wegen Abrechnungsbetrug geschlossen. Arzt Nr. 1 hatte eine sehr schlechte Praxisorganisation und wenn ich mir heute so die Bewertungen bei Jameda und Co ansehe, kann ich froh sein, dort weg zu sein. MVZ Nummer 2 hatte ich drei, vier Ärzte, die mich versorgten, doch dann zog es aus Mitte nach Lichtenberg, vom MVZ blieben kaum Ärzte übrig. Fazit: Das Hausarztprinzip ist kaum durchzuhalten.

Was meine ganz große Hoffnung ist: Die eGK. Auch wenn diese Hoffnung eher naiv ist. Denn das wäre m.E. der richtige Platz für alle wichtigen Daten, auch verordnete Medikamente und z.B. Laborwerte. Doch da werden wir wohl vergeblich warten.

Ich habe seit einiger Zeit Microsoft Healtvault in Verwendung. Ideal. So müsste es ein Angebot für die Patienten geben. https://www.healthvault.com/de/de-DE Es gibt auch andere Systeme, doch die sind eher Volksbelustigung und völlig unzureichend.

Systeme zur Online-Terminvereinbarung gibt es zwar, werden aber von Ärzten kaum angeboten. Auch damit kann man sich einiges verbessern.

Leider wird auch viel zu wenig auf die Patienten Einfluss genommen, was diese Dinge angeht. Ich erlebte kürzlich einen Kardiologen, der mir unaufgefordert von allen Untersuchungen die Protokolle in die Hand drückte, einen ausgedruckten Medikamentenplan u. s. w. Leider absolut keine Selbstverständlichkeit. Da gibt es noch sehr viel zu tun.

#24 |
  0
Arzt
Arzt

Ein reales Beispiel:
Ein Proktologe bekommt für einen Patient von der GKV pro Quartal (3Monate) 21€.
Wenn er hierfür eine korrekte proktologische Untersuchung macht (Spezialuntersuchungsstuhl, Instrumentarium mit gesetzlich vorgeschriebenem und kontrollierten “Reinigungsritual”, Personal, Praxismiete) und dann noch z.B. eine Verödung von Hämorrhoiden durchführt, muss er recht sicher und flott arbeiten, das geht, wird auch so gemacht, der Patient muss aber schon ausgezogen auf dem Stuhl liegen (Assistenzpersonal).
(Ich habe das vertretungsweise in einer Großstadt ca. 20 mal in einer Woche gemacht)
Will er ihn allerdings eine Woche später nachkontrollieren, macht die Praxis Pleite,
das geht erst im nächsten Quartal.
Es sei denn er hat genug Privatpatienten, die ihm erlauben auch mit Verlust zu arbeiten,
würde wohl kaum ein anderer Beruf in Deutschland machen.

#23 |
  0
Arzt
Arzt

hallo Herr@J Simon, Sie haben Recht, genau deshalb ist es sinnvoll, einen “Hauarzt” zu haben, bei dem alle wichtigen Befunde gesammelt sind, insbesondere natürlich auch Befundänderungen als besonders krankheitsrelevant.
Wenn das der Patient selbst tut oder kann, um so besser.
Wie Sie völlig richtig schreiben, muss man dabei wie bei Gutachten objektive Fakten (Labor, Röntgen etc.) von “Meinungen” unterscheiden. Ich halte es daher auch für legitim, im Falle von Zweifel, “Unzufriedenheit”, schon mal den dazugehörigen Arztbrief nicht (sofort) vorzulegen, wenn eine Zweitmeinung angefragt wird.
Das ist aber eher die Ausnahme, denn der zweite Dr. ist sowieso in der Regel NICHT automatisch der gleichen Meinung.

Der Kern dieses Themas ist aber die GEGENSEITIGE Abhängigkeit von Therapeut und Patient für eine sinnvolle Behandlung und die gesundheitspolitische Tatsache, dass diese Behandlung zwar von der Kostenträgerseite einschließlich Politik immer nur eingeschränkt wird, und beide das permanent und mit großem Erfolg verschleiern und den schwarzen Peter nur der Ärzteschaft zuschieben.

Krankheitsbehandlung wird also RATIONIERT NICHT von der Ärzteschaft,
nur soll bitte der Dr. das dem Patient sagen, wozu auch Budgetierung und damit Zeitmangel/Patient steckt.
Das ist ein durch und durch unwürdiger Zustand!

Es ist doch eine groteske Heuchelei, die KV-Sitze zu reduzieren, wie geplant
und im gleichen “Gesetz” eine Verkürzung der Wartezeit “vorzuschreiben”.

Völlig UNVERZICHTBAR ist bei der nun mal vorgegebenen Rationierung allerdings auch die Mitarbeit des Patienten (nicht akut/akute Erkrankung etc.), das ist in anderen Ländern schon lange selbstverständlich, in denen die Leistungs-Einschränkungen oft (nicht immer) deutlich stärker sind als bei uns. Hier reicht ein Blick über den Tellerrand. Nirgendwo gibt es so wenig Privatkliniken wie bei uns.
In Enland wird etwa Dialyse ab 60Jahre nicht mehr bezahlt, wo es bei uns erst richtig losgeht.
Auf diese notwendige Kooperation des Pat. hat Herr Herr Dr. Hagen mit recht hingewiesen.
Das Heer der nicht-medizinischen “Therapeuten” dient offensichtlich zur Beruhigung des Volkes, führt aber in der Realität zur weiteren einseitigen Anfeindung gegen die “schlecht erreichbare” Ärzteschaft. Soviel Durchblick sollte der mündige Bürger besitzen.
“Privatpatienten”, die ebenfalls angefeindet werden, haben mehr Gesundheitsbewusstsein, zahlen aber mehr auch für das, was die GKV nicht zahlen möchte, in England z.B. Dialyse ab 60
und gehen SELTENER zum Arzt, eigentlich logischerweise dann mit kürzerer Wartezeit.
Es ist tatsächlich nachgewiesen, dass eine Radiusfraktur bei einem (selbständigen) Privatpatient schneller heilt, als bei einem (angestellten) GKV-Patient.

Gruß

#22 |
  1
Nichtmedizinische Berufe

Guten Tag Herr Dr. Hagen,

ich zitiere mal aus einem Beitrag von Ihnen:

“Privatrechnung für vom Patienten verursachten unnötige Doppelkonsultationen und Mehrfachuntersuchungen wegen Befundvorenthaltungen und sogenannten Zweitmeinungskonsultationen bei Bagatellerkrankungen. 20 € Strafgebühr für nicht mitgebrachte wichtige Vor- und Fremdbefunde bei der Facharztkonsultation”

Das zeigt mit allen Fingern auf den Patienten. Doch warum ist das so? Die Patienten haben teilweise ja nicht mal die Befunde und noch immer hat es sich nicht überall herumgesprochen, dass es so was wie ein PatientenrechteG gibt und Patienten mündige Menschen sind (die meisten jedenfalls, hoffe ich).

Es kann aber auch Gründe haben, dass man einen anderen Arzt in der selben Sache konsultiert, eine 2. Meinung haben will. Ganz einfach, weil man bei Arzt 1 keine oder ungenügende Beratung erhalten hat, kein Vertrauensverhältnis besteht oder entstehen konnte, der Arzt unsicher wirkte u.s.w.

Bei Arztbriefen erlebt man oft auch Überraschungen… eine Patientin sehr dünn, ist im Arztbrief adipös, eine andere hat zwar noch nie Antidepressiva eingenommen, doch lt. Arztbrief kommt sie mit denen gut damit zurecht. In einem weiteren steht, der Patient steht im Stehen ein und die Erde ist eine Scheibe.

Oder nehmen wir die Fälle, wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann mach ich einen Psychofall daraus… Wenn der 2. Arzt unvoreingenommen an die Sache herangehen soll, warum ihm dann die Befundberichte zeigen? Selbstverständlich zeigt man Labor, Röntgenaufnahmen u.s.w. Das sollte normal sein. Aber Arztbriefe, Diagnosen… das kann ins Auge gehen.

Nehmen Sie es mir nicht krumm, ich habe gerade 2 Oberärzte und einen Assistenzarzt hinter mir, die mit der Kommunikation – außer mit dem PC – ihre Probleme hatten. Da blieb einfach nur die Flucht zu einem anderen Arzt. Wie soll die Heilung ohne informierten und ausreichend diagnostizierten Patienten funktionieren?

Zum Glück gibt es auch andere Ärzte, die ihren Patienten erklären, Rat geben und die sich Zeit nehmen.

So ein paar Eindrücke aus meiner Patientensicht.

Für etwaige Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

#21 |
  0
Gast
Gast

@Gerhard Wilhelm, Insider? Dann hören Sie mal zu, denn das geht noch weiter! Auch die stark veraltete GOÄ DISKRIMINIERT bei der Leistenhernie die fortschrittlichere endoskopische Technik IN DEUTSCHLAND so sehr, dass auch ambulant nur die schlechtere “offene” Technik durchgeführt wird. Leistung folgt dem Geld. Die GOÄ, Gebührenordnung für Ärzte (privatvers.) wird vom Deutschen Parlament beschlossen.
Hier tragen sicher auch konservative Medizinerhäuptlinge eine Mitschuld, die das nicht können und deshalb abwerten (J.A. Sievert, München:”ich esse ja auch nicht mit Stäbchen”).
Merke: Große Operationenen (Transplantationen etc.) große Klinik,
kleine Operationen ambulant oder kleine Klinik.
(Im Ausland ambulant).
Eine Blinddarm-Op in einer Uni-Klinik ist ein deutlich erhöhtes Risiko.
Große Kliniken in Deutschland haben generell ein DEFIZIT in der patientenschonenden endoskopischen Technik.

Ich habe daher keinerlei Probleme mit gut informierten Patienten. Denn gerade die laparoskopische Operationstechnik ist eine Entwicklung bei der ausnahmsweise und mit vollem Recht auch mal ein gewisser Entwicklungsdruck vom Patienten ausgeht und nicht vom Arzt. Das “System” ist hier noch patientenfeindlich!

#20 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Ist ja auch gut so und darf so sein. Das Problem ist doch nur dass die Politik und die Krankenkassen seit Jahren auf die die Arbeit machen öffentlich wirksam eindreschen und Stimmung machen. Jetzt mal wieder wegen der Terminvergabe. Das ist ungerecht und wenn man die Hintergründe kennt geradezu obszön verlogen. Und die Bevölkerung interessiert es keinen Millimeter. Man hat ja sein Versichertenkärtchen und zahlt seine Beiträge und davon jede Menge. Das mit dem Versichertengeld Schindluder getrieben wird, was soll es? Stimmung gegen die reichen und faulen Ärzte zu machen ist immer gut. Bringt Wähler stimmen. Und wenn es noch so weit an der Realität vorbei geht. Uns Ärzten wird doch wenn mir uns für Patienteninteressen und Gerechtigkeit einsetzen immer Lobbyismus vorgeworfen. Leider sind unsere oberen Ständevertreter (Montgomery etc.) gut geeignet diese Klischees zu erfüllen. Die sind genauso weit weg vom einzelnen Arzt wie der Herr Weselsky vom einzelnen Lokführer. Wir sollten uns als Ärzte nicht mehr vor den Karren spannen lassen und um Patientenrechte kämpfen, die sind erwachsen und können das selbst. Wir müssen in Zukunft viel stärker um Ärzterechte kämpfen, damit die nächste Generation eine Chance bekommt. Sonst können die deutschen Patienten ihr Ärzte bald in Norwegen besuchen. Das Gejaule um die Terminvergabe ist einfach lächerlich. Ich kann jedem Patienten nur mal raten einen Versuch in Frankreich, Italien, USA oder Schweden zu machen. Viel Spaß dabei.

#19 |
  1
Diätassistent

Das ist doch eine Insiderdiskussion (Natürlich wo sind wir denn hier!) dem Kranken da draußen ist das doch nicht bewusst, der will Hilfe und das Letzte an was er denkt ist „Diskriminierung von Ärzten/ Ärztinnen und Subventionserschleichung“ Auch wenn ich das vorher gewusst hätte wäre meine Entscheidung nicht anders ausgefallen, das große Klinikum oben auf dem Berg über der Stadt hatte eine gewisse beruhigende Wirkung:-)

#18 |
  0
Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@#15, ist wirklich nicht gegen Sie persönlich gerichtet.
Aber wie Herr Kollege Hagen richtig sagt, kostet es das mehrfache im Krankenhaus und auch noch die billigere und simplere “offene” (schlechtere) Technik.
Leistung folgt dem Geld, wer stellt die Krankenhäuser hin und bezahlt die teuren Einrichtungen? Der Steuerzahler!
Wer bekommt mehr für die gleiche Leistung?
Das Krankenhaus.
Leistung folgt dem Geld bedeutet trotzdem für viele “Fallpauschalen” im Krankenhaus, wie richtig beschrieben, MINIMALVERSORGUNG!
Wenn es um Operationen geht, besteht völlig ohne Frage
eine DISKRIMINIERUNG der ambulanten Leistungserbringung,
die fast überall in der Wellt häufiger durchgeführt wird.
(In USA ca. 80 % aller Operationen)
Und eine (heftig angestrebte) “Konkurrenz” ambulanter Tätigkeit durch “Krankenhäuser”, mal ganz von der Qualität abgesehen,
ist wirtschaftlich durch diese massive staatliche Subventionierung
kein “Wettbewerb” sondern eine groteske monopolistische Ausschaltung der selbstfinanzierten Praxis.
Dank vieler Privatpatienten wird sich die preiswertere Nicht-Krankenhausbehandlung trotzdem weiter verstärken.

#17 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Und wo ist der Dissens? Ist doch wurscht ob ambulant beim niedergelassenen Chirurgen (Tagesklinik) oder im KH 1 Tages- stationär, bei Bedarf Option 2. und 3. Tag bei medizinischer Indikation oder als Wunschleistung (privat). Nur sollte eben die Vergütung für Krankenhaus und niedergelassenen Chirurgen gleich sein. Das ist wohl eher das Problem. So lange Krankenhäuser die 3 fache Vergütung für die Operation plus staatliche Subventionen für den Betrieb des Krankenhaus (Steuergelder) bekommen im Vergleich zum nicht subventionierten privatwirtschaftlichen, niedergelassenen Chirurgen werden sie sich um Eingriffe reißen die eigentlich in die Hand des niedergelassenen oder Belegarzt gehören. Sie werden mit mehr oder weniger illegalen Methoden versuchen an Geld aus den Töpfen der Niedergelassenen zu kommen (Einweisungsschein, Überweisungsschein statt prästationäre Leistung) und dann den Patienten eine Nacht auf die Station legen um ihren defizitären, ineffektiven Betrieb zu subventionieren. Damit ist die Fallpauschale ausgelöst. Da kann man den Patienten ja Freitag nachmittags nach Hause entlassen, damit sich der kassenärztliche Notdienst um die Schmerzmedikamente und den Verbandswechsel am Wochenende kümmert. Damit spart man dann auch gleich noch die Kosten für die postoperative Versorgung. Medizinisch gesehen sogar gut so. Um so kürzer im KH um so geringer die Wahrscheinlichkeit dass er sich einen MRSA einfängt. Nur mit Qualität hat das wenig zu tun. Der niedergelassene Operateur ist Facharzt und beherrscht seine Operationen die er ambulant oder kurzstationär durchführt seit Jahren. Fehler kann er sich weder finanziell noch für seinen Ruf leisten. Im Krankenhaus operiert dann in der Regel ein Ausbildungsassistent (muss sein, ist gut so!) mit der Hilfe eines Facharztes. Die Nachsorge beim Niedergelassenen macht in der Regel der Operateur selbst. Nach KH Entlassung der Hausarzt oder ein häufig fachfremder Kollege. Es gibt so viele gute Gründe für eine bessere Verzahnung ambulant und stationär. Die Drohkeule bei zu langer Wartezeit beim Niedergelassenen dann ambulante KH Termine zu vergeben löst überhaupt kein Problem sondern verschärft die Situation noch mehr. 1. können es die Krankenhausärzte mangels Ausbildung und Zeit gar nicht. Die haben überwiegend keine Ahnung von den Bedürfnissen der ambulanten Patienten und deren Verwaltung und haben nicht mal Zeit sich ordentlich um die stationären Patienten zu kümmern 2. steuern die Krankenhäuser in eine ganz andere Richtung. Die wollen ihre Patienten so schnell wie möglich wieder los werden damit sie keine weiteren Kosten verursachen. Ob geheilt oder nicht spielt da nicht unbedingt die Hauptrolle. MVZs und Krankenhausambulanzen sind nur Drehtüren um die Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser zu verbessern und haben nur einen geringen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung geleistet.

#16 |
  1
Diätassistent

Hallo Gast # 9, „grobe Ressourcen-Verschwendung“ Was Sie nicht alles wissen! Letzter Klinikaufenthalt (Kiefer OP) vor 30 Jahren, letzter Hausarzt Besuch vor 10 Jahren. Letztlich war das eine kombinierte Hernie operiert im offenen Verfahren und daher bin ich froh mich mich so entschieden zu haben.

#15 |
  0
Gast
Gast

@Dipl. Psych. Dr. Roswitha Radke, der “V. a. arteriellen Verschluss im Bein” ist wohl (vom Verlauf) falsch gewesen, denn er ist ein Grund für sofortige stationäre Aufnahme zur Beseitigung des Verschlusses. So etwas muss ein Notarzt (Krankenhaus) natürlich feststellen können. Sicher können Sie uns auch die richtige Diagnose verraten.

#14 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

So ist es. Echte medizinische Notfälle- und Ihrer war einer – werden sofort behandelt ( binnen weniger Stunden nach tel. Anmeldung ” am Besten kommen Sie gleich”). Bei Ihrer Schilderung hätte ich auch ein akutes Wirbelsäulenproblem gedacht und dieses diagnostiziert, in der Regel binnen einer Stunde, incl. notfallmäßiger Behandlung, falls MRT erforderlich noch am gleichen Tag oder spätestens folgenden. Weil unsere Praxis sich bei echter medizinischer Dringlichkeit dann auch um einen Termin beim Radiologen bemüht. Und dieser genau weis das wir das nicht für Bagatellen missbrauchen, sondern auf Fälle zur Klärung einer dringlichen OP Indikation beschränken.

#13 |
  1

Hier eine kleine Geschichte. Ich hatte innerhalb sehr kurzer Zeit heftige Schmerzen im Bein. Natürlich am Wochenende. Unter starken Schmerzen ( bei bestimmten, nicht nachvollziehbaren Bewegungen, musste ich vor Schmerzen schreien) fuhr ich in die Klinik. Der Arzt war ratlos, gab Schmerzmittel (Ibu) und einen Brief für den niedergelassenen Arzt mit. Diesen suchte ich am folgenden Tag auf. Auch dieser war ratlos, stellte die Diagnose (sinngem.) V. a. arteriellen Verschluss im Bein, gab mir eine Überweisung für eine Internistin (sie verfügte lt. Arzt über die entsprechenden Möglichkeiten zur Diagnostik) mit dem entsprechenden Vermerk. Dort saß ich dann (begleitet von erheblichen Schmerzen) 2 Stunden. Auf meine vorsichtige und mittlerweile etwas verzweifelte Frage, ob man mich vergessen hätte, antwortete mir die Ärztin, die gerade am Tresen stand, dass sie viel zu tun hatte, was ich ihr auch glaubte. Sie bot mir einen Termin in 10 Tagen an! Auf meine Frage, ob bei einem derartigen Verdacht nicht etwas spät wäre, antwortete sie mir, sie könne ja schließlich nicht 24 Stunden arbeiten. Klar. Geht nicht. Ich könne ja, wenn mir das nicht passt zu einem anderen Arzt gehen. Das habe ich dann auch gemacht. Zum Glück ist dies nicht die Regel sondern die Ausnahme. Wenn man sein Anliegen bei erheblichen und spontan auftretenden Schmerzen freundlich und ehrlich darlegt, bekommt man sogar am selben Tag einen Termin!

#12 |
  0
Gast
Gast

zu#10 Sehr geehrter Herr Kollege Dr. med Herbert Hagen,
sachlich haben Sie völlig recht, nur muss man hier entschieden diplomatischer vorgehen, denn letztlich sind es ja wir Ärzte, die die Interessen der Patienten vertreten und vertreten müssen.
Will sagen, natürlich bedauern wir die bekannten Engpässe am meisten, wobei bei der Bezahlung der Vergleich mit dem Klempner der “nur eine Dichtung wechseln” soll nicht vergessen werden darf.
Das heist, nicht wir müssen Patienten kritisieren, sondern die VERURSACHER der Engpässe in Politik und Kostenträger-Positionen.
Selbstverständlich ist eine vernünftige Priorisierung zwischen Bagatellen und schweren Erkrankungen absolut sachlich erforderlich.
Auch hierzu verweigern sich Politiker und Kostenträger und blenden das einfach aus.
Gesundheitspolitik sollte sich zudem etwas mehr um “live-stile” Faktoren ihrer Bevölkerung kümmern, die erhebliche ökonomische Konsequenzen (Belastungen) für die medizinische Leistungserbringung darstellt.
Man muss diese Lügner von ihrem Sockel der Wohltätigkeitsverkünder auf Kosten anderer herunter holen.

#11 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Beifall Herr Kollege! Wenn wir mit einer Zwangsterminierung für alle Patienten , also auch für Bagatellfälle noch weiter gegängelt werden muss im Umkehrschlüsse die Budgetierung fallen. Und das können und wollen sich die Krankenkassen nicht leisten. Wer soll den die rund 40% weitgehend unentgeltlichen Leistungen bezahlen , die wir bisher so selbstverständlich leisten? Das bedeutet einen Honoraranstieg von ca. 7 Mrd. € im Jahr bundesweit und damit Steigerung des Beitragssatzes um mindestens 3 Prozentpunkte, oder alternativ Wegfall der kostenfreien Familienversicherung und und und.
Nein das muss dann schon anders gehen. Im Verursacherprinzip. Strafenkatalog für Missbrauch von Gesundheitsleistungen im Range von Ordnungswidrigkeiten. 50 € für einen nicht wahrgenommenen und nicht abgesagten Termin. 100 € für missbräuliche Inanspruchnahme des Wochenend- und nächtlichen Bereitschaftsdienst. Privatrechnung für vom Patienten verursachten unnötige Doppelkonsultationen und Mehrfachuntersuchungen wegen Befundvorenthaltungen und sogenannten Zweitmeinungskonsultationen bei Bagatellerkrankungen. 20 € Strafgebühr für nicht mitgebrachte wichtige Vor- und Fremdbefunde bei der Facharztkonsultation. 10 € (Praxisgebühr) für jede vom Arzt nicht angesetzte vorzeitige und unnötige Kontrolluntersuchung (großes Thema bei unseren Mitbürgern die nicht wahr haben wollen das Älterwerden beschwerlich sein kann, aber keine Krankheit ist). Da gäbe es sicher noch mehr um eine bessere Fairness zu erreichen und die Facharzttermine für diese Patienten freizuhalten die wirklich einen benötigen. Schöner Nebeneffekt: wir wären den Hamsterradeffekt los bei über die Jahre immer schlechter werdender Vergütung immer mehr Patienten behandeln zu müssen um mit unseren Praxen überleben zu können. Die Ärzteschaft sollte viel aktiver in diese unwürdige Diskussion um Arzttermine eingreifen und sich einfach nicht mehr alles gefallen lassen. Es dankt uns am Ende niemand.

#10 |
  1
Gast
Gast

@Gerhard Wilhelm, Leistenhernien müssten nun wirklich allmälig ambulant operiert werden. Alles andere ist grobe Resourcen-Verschwendung.

#9 |
  0
Gast
Gast

In dem tollen Gesetzentwurf müsste dann nur noch die Budgetierung aufgehoben werden. Wenn das nicht reicht, natürlich noch die Niederlassungssperre.
Erst dann wird ein Schuh draus.
Alles andere ist peinliche Heuchelei.
Vergleichbar mit bremsen und Gas geben gleichzeitig.

#8 |
  0

Es liegt in der Natur der Dinge, daß die meisten Patienten meinen, Ihr Anliegen sei das dringlichste von allen. Nur wenige sind so differenziert, daß sie sagen: na gut, jetzt habe ich die Knieschmerzen schon seit 3 Jahren, jetzt kann ich auch noch mal 1 Monat warten.
Das Groteske ist: die Patienten, die bei der Terminvergabe am lautesten einen schnellen Termin verlangen, setzen wir nach Absprache in eine Warteliste, wenn plötzlich ein Patient abspringt, daß sie dann nachrücken können. Ruft man dann diese Patienten überraschend an, bei denen 2, 3 oder 4 Ausrufezeichen im Terminkalender (Dinglichkeit) stehen, kriegt man in 80% der Fälle die Antwort: “Nein, jetzt bin ich grade im Garten – bin jetzt beim Fensterputzen – jetzt kommt gerade meine Serie im Fernsehen – ich bin jetzt gerade beim Kaffeetrinken usw…”
Da habe ich die Lust verloren, an diese ach so schlimmen Beschwerden und die Notwendigkeit superschneller Termine (außer im wirklichen Notfall!) zu glauben.
Am besten ist es, der Hausarzt /behandelnde Arzt ruft an und bestätigt, daß es sich um eine dringliche Sache handelt, dann sind bei uns auch Termine sofort möglich.
Es ist nichts frustrierender, als abends um 19 Uhr zu hocken und auf unentschuldigte Patienten zu warten, denen es doch ach so schlecht geht, die aber einfach zu ihrem Termin nicht erscheinen.
Man kann diesen Schwachsinn mit der 4-wöchigen Garantie gerne einführen, wie so viele schwachsinnige Sachen eingeführt worden sind. Umgekehrt aber sollte man den Patienten, die unentschuldigt zu einem Notfalltermin nicht erscheinen, eine Rechnung schreiben.

#7 |
  0
Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Veto falsche Diskussion! Der niedergelassene Arzt ist nicht zuständig für das Problem Wartezeit auf einen Termin sondern die KV und die Krankenkassen. Diese sind die Partner die die Rahmenbedingungen für die Versorgung der gesetzlich Versicherten festlegen. Der gesetzlich Versicherte ist kein direkter Vertragspartner des niedergelassenen Arzt, hat also keinen Anspruch auf einen bevorzugten Termin bei einem einzelnen Kassenarzt. Immer schön der Reihe nach bitte und bitte nach medizinischer Dringlichkeit und nicht persönlicher Penetranz. Der am lautesten Schreit ist selten am stärksten krank. Und bitte beachten dass auch für Ärzte die EU Richtlinie zu Arbeitszeiten grundsätzlich gilt, einschließlich Ruhezeitenregelung.
Anders ist die Rechtslage bei Privatpatienten und Selbstzahlern. Diese sind direkte Vertragspartner des Arztes bei dem Sie um einen Termin ersuchen. Haben also nach Marktgesetzen ein Anrecht auf einen frei aushandelbaren Termin, z.B. außerhalb der regulären Sprechstunde der Residenzpflicht des Arztes. Selbstverständlich bekommt er einen schnelleren Termin da er ja für die Behandlung direkt bezahlt und mit dieser Bezahlung seinen Teil dazu beiträgt dass der Kassenarzt mehr Patienten behandeln kann als ihm das von den Krankenkassen auferlegte Budget erlaubt. Den für diese Zusatzpatienten wird fast nichts bezahlt. Falls man bei ca. 2 € pro Behandlung noch von Bezahlung reden will. Also bitte keine Scheindiskussionen zu Gerechtigkeit. Es steht jedem gesetzlich Versicherten frei wenn ihm dieses System nicht passt die Kostenerstattung zu wählen und beim Arzt als Selbstzahler aufzutreten und die Kostenerstattung der Behandlung dann mit seiner Krankenkasse direkt auszuhandeln, so wie das jeder Privatversicherte auch muss. Aber billig , billig und umsonst geht eben nicht für die breite Masse. Höflich Fragen und um einen vorgezogenen Termin bitten darf jeder. Aber einfach in der Praxis stehen, am Besten noch pampig werden und das Praxispersonal anmachen geht gar nicht! Ganz klar Stopp der Ellenbogengesellschaft an der Tür der Arztpraxis. Das hat dort nichts zu suchen. Schmerzen sind übrigens kein Kriterium für einen bevorzugten Termin beim Facharzt. Die können sehr wohl von einem Hausarzt adäquat an behandelt werden. Die können das sehr gut und haben eine freie Sprechstunde zu führen. Das ist deren Versorgungsauftrag. Bein Facharzt geht es in der Regel um die Erforschung der Ursachen einer Erkrankung mit spezieller Technik. Das hat in der Regel Zeit. Die in der Praxis hervorragende Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharzt regelt dann im Normalfall die Dringlichkeit einer Vorstellung. Dazu braucht es sicher keine Überweisung mit der Kennzeichnung dringlich. So etwas regelt man per Telefon, Fax oder Email. Und zwar auf kollegialer Ebene, nicht über den Patient.

#6 |
  1
Nichtmedizinische Berufe

Wir haben ein echtes Dilemma mit den Facharztterminen. Es ist m.E. oft nicht so, dass die Ärzte keine Termine geben wollen. Sie würden ja auch, wenn da nicht z.B. die Budgetierung wäre. Erwartet die Politik tatsächlich, dass die Ärzte ohne Ertrag für die Praxis und mit Regressen im Genick dann freudestrahlend die Patienten behandeln? Das System könnte nur funktionieren, wenn es Polikliniken gäbe, in den Ärzte als Angestellte der KV z.B. die Behandlung vornehmen.

Diese Vermittlung von Facharztterminen, wie sie jetzt vorgesehen ist, führt m.E. zu vielen weiteren Problemen. Es wird irgendein Arzt vermittelt, nicht der Arzt, der den Patienten kennt. Also gehen u. U. Patientenbindungen verloren, es gibt Doppeluntersuchungen u.s.w.

Aber: Ich habe auch schon von Ärzten gehört, die einem Patienten so um die 80, der gerade eine OP vor sich hatte, einen Termin in 6 Monaten angeboten haben. 6 Monate Wartezeit ist absolut untragbar.

Als Notfall eine Praxis anzurufen, ist m.E. die falscheste Methode, an eine Arztkonsultation zu gelangen. Nur hingehen hilft. Doch dann bitte nur, wenn es wirklich ein Notfall ist.

Zur Zeit erlebe ich zwei Arztpraxen, die ich jetzt seit 4 Wochen kenne. Eindruck, wie auch von vielen anderen Praxen: Zu viele Patienten auf zu wenig Ärzte. Das übrigens in Berlin, nicht auf dem Dorf.

Das System gehört generell neu aufgestellt, wahrscheinlich werden wir die Versorgung in der GKV auf Basis eines wie auch immer aufgestellten Poliklinik-Systems benötigen.

#5 |
  0
Diätassistent

Hallo Herr Dr. Jan- Uwe Hahn, vielen Dank für Ihren Hinweis und genau deshalb werde ich keine weiteren Ausführungen zu diesem Thema machen.

#4 |
  0

@Herr Wilhelm:
(1) Die gleichzeitige Ausstellung einer Überweisung und einer Einweisung für ein Krankenhaus ist nicht legal. Falls also das Krankenhaus dieses fordert, muß man es entschieden ablehnen. Eine Voruntersuchung ist eine prästationäre Leistung, d.h., es wird alles mit der Einweisung abgedeckt und vergütet.
(2) Außerdem geht Ihr Kommentar am Thema vorbei, da Sie nicht versucht haben, sich als Schmerzpatient z.B. bei einem niedergelassenen Chirurgen behandeln zu lassen. Haben Sie nach dem Vorsprechen im Klinikum bei einem der 3 Hausärzte eine Behandlung angefragt oder nur um die Ausstellung der Scheine ersucht?

#3 |
  0
Helmut Heckele
Helmut Heckele

Ein “Wink mit dem Zaunpfahl” an verschiedene niedergelassene Fachärzte zu richten, muss kein Fehler sein. Allerdings sollte man von Seiten des Staates nicht generell per Gesetz in die Terminplanung der Fachärzte eingreifen wollen. Es gibt ,wie überall, schwarze Schafe und diese gilt es auf einen angemessenen Weg zurück zu führen.Wenn ein Endokrinologe in seiner online-Terminplanung für einen PKV Patienten innerhalb von 6 Arbeitstagen einen Termin frei hat, für einen GKV Patienten aber erst in 7 Monaten, dann ist allerdings etwas faul im “Staate Dänemark”.

#2 |
  0
Diätassistent

Wohnungswechsel und beim Umzug einen Leistenbruch bekommen, einige Monate verschleppt keine Schmerzen aber die Behinderungen nahmen zu und ich beschloss mich reparieren zu lassen.
Ohne Termin und auch sonst ahnungslos bin ich ins Klinikum gefahren, im Sekretariat habe ich mein Anliegen vorgetragen: „Wir brauchen Einweisung und Überweisung“ Das bedeutete für mich Hausarztsuche, zweimal abgewiesen der Dritte (Gemeinschaftspraxis) hat mir die Unterlagen ausgestellt, wieder zum Klinikum für wenige Tage später hatte ich einen Voruntersuchungstermin bekommen. Voruntersuchung alles entspannt und ohne Zeitdruck, Labor Patientenaufklärung alles an diesem Tag (4 Stunden) OP Termin 1 Woche später. Die gesamte Aktion hat 2 Wochen und 2 Tage gedauert.
Eine Anmerkung noch: „ich habe kein Telefon und habe direkt dort vorgesprochen“ :-))

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: