Inhalation: Das Social Media “How to”

12. April 2013
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Medikamente gegen Asthma und COPD werden in der Regel inhaliert. Online verfügbare Videos, die den Inhalationsvorgang erklären, sollen Patienten die korrekte Inhalationstherapie vermitteln. Eine Evaluationsstudie soll den Nutzen der Videos prüfen.

Die meisten Medikamente zur Behandlung von Asthma und COPD werden inhalativ verabreicht. Dazu steht eine Vielzahl von Inhalationsgeräten mit unterschiedlicher Funktionsweise zur Verfügung. Die Inhalation der Medikamente ist ein komplexer Vorgang, der viele Fehlerquellen birgt. Dabei ist die korrekte Inhalationstechnik essentiell für den Therapieerfolg.

Die Deutsche Atemwegsliga hat deshalb Anwendungsvideos zur korrekten Inhalation mit allen gängigen Inhalationsdevices produzieren lassen und bei YouTube und Facebook online gestellt. Eine Evaluationsstudie an der Lungenklinik Köln-Merheim soll klären, inwieweit die Filmsequenzen die Inhalationstechnik von Patienten mit Asthma und COPD verbessern können.

Die Videos erklären die korrekte Inhalationstechnik Schritt für Schritt in Kombination mit gesprochenem Text und eingeblendeten Zusatzinformationen. Sie zeigen alle Phasen, die für eine korrekte Anwendung des jeweiligen Devices notwendig sind. Dazu gehören auch die Vorbereitung des Gerätes, die Beendigung der Inhalation und falls notwendig, die Reinigung des Devices. Bei der Erstellung der Videos wurde auf Produktneutralität und einen adäquaten Zeitrahmen der Sequenzen geachtet.

Die Vorteile der Videos und ihre Verfügbarkeit in Sozialen Netzwerken liegen, laut der Studie, klar auf der Hand:

  • Die Kombination aus gesprochenem Text, synchronen Ablaufszenen und eingeblendeten Zusatzinformationen ist einprägsam.
  • Der komplexe Inhalationsvorgang ist leicht nachvollziehbar.
  • Die Videos sind jederzeit verfügbar.
  • Anhand der Videos kann die Inhalationstechnik beliebig oft kontrolliert werden.
  • Die Videos können den behandelnden Arzt oder den Apotheker bei der Erklärung der Funktionsweise unterstützen.
  • Durch die Bereitstellung der Videos in Sozialen Netzwerken werden auch jüngere Zielgruppen bedient.

Allein auf YouTube wurden die Videos bis heute mehr als 90.000 Mal abgerufen. Verlässliche Zahlen für Facebook liegen nicht vor. Inwieweit die Aufklärungsplattform der Deutschen Atemwegsliga die Einweisung durch den behandelnden Arzt oder das medizinische Fachpersonal ergänzen und zu einer Verbesserung der Inhalationstechnik beitragen kann, untersucht derzeit eine Arbeitsgruppe an der Lungenklinik Köln-Merheim.

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