Diabetes: Steigern Süßstoffe das Risiko?

26. September 2014
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Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass künstliche Süßstoffe durch eine Störung von Darmbakterien das Diabetesrisiko steigern. Somit seien diese nicht brauchbar, um das Gewicht zu halten oder um eine Gewichtsreduktion zu erzielen.

Über eine Störung der Darmbakterien können Synthetische Süßstoffe wie Aspartam und Saccharin den Blutzucker erhöhen und damit das Diabetesrisiko steigern, zeigen Forschungsergebnisse aus Tierversuchen und an freiwilligen Versuchspersonen. Künstliche Süßstoffe seien nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) deshalb kein geeignetes Mittel, um das Gewicht zu halten oder gar um abzunehmen.

Süßstoffe stören Zuckerstoffwechsel

„Gerade übergewichtige Menschen greifen häufig zu synthetischen Süßungsmitteln, um ihre Kalorienzufuhr zu drosseln“, berichtet der Endokrinologe Prof. Dr. Klaus D. Döhler, Hannover: „Die meisten machen die Erfahrung, dass sie wider Erwarten eher zu- denn abnehmen.“ Dies zeigen laut Döhler auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. „Mit Süßstoffen wird keine deutliche Gewichtsabnahme erzielt“, sagt er: „Sie werden deshalb von Ärzten nicht als Diätmittel verordnet.“

Neu ist die Erkenntnis, dass die Süßstoffe den Zuckerstoffwechsel stören. Eine jüngst veröffentlichte Studie ergab: Bei Mäusen, denen häufig genutzte Süßstoffe wie Saccharin, Aspartam oder Sucralose ins Trinkwasser gegeben wurde, kam es nach kurzer Zeit im Glukosebelastungstest zu einem überhöhten Anstieg der Blutzuckerwerte. Döhler: „Wir führen den Glukosebelastungstest zur Frühdiagnose des Typ-2-Diabetes durch. Ein Anstieg des Blutzuckers könnte deshalb bedeuten, dass Süßstoffe die Entwicklung der Zuckerkrankheit fördern.“

Erhöhen Süßstoffe das Diabetesrisiko?

Darauf deuten laut Döhler auch die Ergebnisse einer laufenden ernährungsphysiologischen Studie hin: „Teilnehmer, die Süßstoffe verzehrten, wogen mehr, sie hatten höhere Werte im Nüchtern-Blutzucker und im Langzeit-Blutzucker HbA1c, und ihre Ergebnisse im Glukosebelastungstest waren gestört.“ Die ungünstige Wirkung der Süßstoffe scheine über eine Veränderung der Darmbakterien zustande zu kommen. „Die Süßstoffe begünstigen das Wachstum von Darmbakterien, die die Aufnahme von Zucker und möglicherweise auch von kurzkettigen Fettsäuren aus dem Darm steigern“, erläutert DGE-Mediensprecher Prof. Dr. med. Dr. h. c. Helmut Schatz, Bochum: „Die regelmäßige Einnahme von Süßstoffen könnte deshalb die Nahrungsverwertung steigern.“

Süßstoffe, welche nicht nur in „Diät“- oder „Light“-Getränken enthalten sind, sondern auch häufiger Fertignahrungsmitteln zugesetzt werden, galten – nach zeitweisen Vorbehalten – in den letzten Jahrzehnten als unbedenklich. Doch dies könne laut Schatz nun nicht mehr so gesehen werden. „Übergewichtige Menschen, die mit Süßmitteln ihr Körpergewicht senken wollen, müssen wissen, dass sie nach den neuen Forschungsergebnissen damit möglicherweise ihr Diabetesrisiko sogar erhöhen“, sagt er.

Originalpublikationen:

Artifical sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota
Jotham Suez et al.; Nature, doi: 10.1038/nature13793; 2014

The gut microbiota, obesity and insulin resistance
Jian Shen et al.; Molecular Aspects of Medicine, doi: 10.1016/j.mam.2012.11.001; 2013

26 Wertungen (4.5 ø)

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21 Kommentare:

Silke Schuster
Silke Schuster

@Arzt #19
Ja, ich bin hartnäckig und ich bleibe bei meiner Aussage! Es ist ein weit verbreitetes Übel, dass Menschen in ihrer Meinungsbildung von sich selbst auf andere schließen und objektiven Beobachtungen nicht zugänglich sind oder sein wollen.
Aber sie haben recht, in der Steinzeit war es ein Überlebensvorteil wenig Nahrung gut zu verwerten und im nächsten Krieg wird es wieder so sein!
Ganz ohne Süßstoff!

#21 |
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Heilpraktikerin Ingrid Hölzer
Heilpraktikerin Ingrid Hölzer

Einfach nur der Satz genügt “Laßt Eure Nahrung so natürlich wie möglich”
Wo bleibt das das Natürliche? Damit wäre ein Übergewicht zu ändern als mit Hilfsmitteln die keine Hilfsmittel sind.

#20 |
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Arzt
Arzt

Sie sind hartnäckig, Frau Silke Schuster
Den Grundumsatz (ohne Bewegung) kann man bekanntlich berechnen seit fast 100 Jahren (Harris & Benedict). Er macht den Löwenanteil.
Es ist fast unmöglich, zuviel Kalorienaufnahme durch etwas mehr Bewegung auszugleichen.
Das wichtigste Problem der Übergewichtigen, ist dass sie schlicht zu viel essen,
ihnen fehlt das Sättigungsgefühl der Normalgewichtigen.
Meine schlanke Frau die durchaus ordentlichen Appetit hat, kriegt noch nicht mal das Müsli morgens ganz runter. Und auch sonst bleibt der Teller oft halb voll, weil sie satt ist,
sie liebt übrigens Butter.
Das fehlt den Übergewichtigen. Die essen immer weiter, wenn sie sich nicht zwingen, mit Verstand Schluss zu machen.
Mit Süßstoffen hat das nun überhaupt nichts zu tun.
Früher in der Steinzeit war das wohl ein Überlebensvorteil.

#19 |
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Ärztin

@Arzt#17
Ich wollte mit diesem komplizierten Satz andeuten, dass manche Menschen mehr Bewegung brauchen um den Input zu kompensieren, während bei anderen die körpereigene Wärmeproduktion schon für viel Output sorgt, -ohne viel Bewegung.

#18 |
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Arzt
Arzt

Hallo@ Silke Schuster, war sicher ein Tippfehler, Sie schrieben:
“auch dann, wenn Input in Form von Energieaufnahme und Output in Form von Energieabgabe, sei es via Bewegung oder via Wärmeproduktion im Ungleichgewicht zueinander stehen.”
meinten aber sicher NUR dann, wenn …
… mehr Kalorienzufuhr als Verbrauch.

#17 |
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Ärztin

@Gast#15
Nein, das ist nicht falsch. Meine Aussage impliziert, dass nicht jeder die gleiche Menge Kohlenhydrate verstoffwechseln kann. Hier gibt es genetische Unterschiede. Permanent erhöhte Kohlenhydratzufuhr bedingt bei diesen Menschen eine erhöhtes Diabetesrisiko auch dann, wenn die maximal aufgenommene Kalorienmenge pro Tag nicht erhöht ist. Selbstverständlich ist die Dosis maximal verstoffwechselbarer Kohlehydrate ebenso wie der erforderliche Energiebedarf individuell und interindividuell unterschiedlich.
Und selbstverständlich ist die Neigung zu Übergewicht gnetisch bedingt, auch dann, wenn Input in Form von Energieaufnahme und Output in Form von Energieabgabe, sei es via Bewegung oder via Wärmeproduktion im Ungleichgewicht zueinander stehen.
Im Übrigen haben Diabetes und Übergewicht nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun; Beides gibt es jeweils auch ohne das Andere..

#16 |
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Gast
Gast

Sehr geehrte Frau Schuster:
“Schnell verfügbare Kohlenhydrate und nicht nur Zucker steigern das Diabetesrisiko nur beim genetisch disponierten Patienten.”
FALSCH
Das ist eine DOSISFRAGE selbstverständlich auch für Gesunde siehe #11 Punkt 2)
Wenn einer mehr isst als er kalorisch benötigt, wird er übergewichtig unabhängig von jeder Genetik.

#15 |
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Ärztin

@Dr Bayerl
Es wäre schon schlimm, wenn ich alleine auf im Studium Gelerntes zurückgreifen müsste. Da hat sich in der Zwischenzeit viel getan!
Zwei Artikel zur Auswahl:
Mary-Elisabeth Patti and Silvia Corvera : The Role of Mitochondria in the Pathogenesis of Type 2 Diabetes, Endocrine Reviews, June 2010 31(3) 0000-0000
Jeong-a Kim, Yongzhong Wei, James R. Sowers: Role of Mitochondrial Dysfunction in Insulin Resistance, Ccirculation Research. 2008; 102: 401-414
Es gibt noch mehr Literatur dazu.

Auch Menschenkinder müssen nicht mit “süß” abgestillt werden. Weder mit Zucker noch mit Süßstoff! Auch spät abgestillte Kinder können recht “proper” sein. Mit Zwillingsstudien an zweieiigen Zwillingen kann man belegen, dass ihre Theorie so nicht stimmt.
Früh abgestillte Kinder kommen natürlich früher mit Produkten der Nahrungsmittelindustrie für Kinder in Kontakt. Nicht immer sind Süßigkeiten Grund für übergewichtige Kinder. Da spielen noch viel mehr Faktoren mit herein. Auch solche auf die Eltern keinen Einfluss mehr haben! Dieses “Fass” möchte ich an dieser Stelle nicht “aufmachen”

Und wenn Sie der Meinung sind, dass bei Marathonläufern keine Hypoglycämien vorkommen, z.B. wenn “der Mann mit dem Hammer kommt” möchte ich sie insbesondere auch auf auf Abb. 1 des Übersichtsartikels von:
Christof Mannhart und Paolo Colombani: Grundlagen der Sporternährung – die elementare Bedeutung der Energie-, Makronährstoff- und Flüssigkeitszufuhr : Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie 49(3). 125-130, 2001 verweisen.
Alles nichts Neues. Gut trainierten und erfahrenen Marathonläufern begegnet der “Mann mit dem Hammer” wahrscheinlich nicht mehr so häufig. (Leere Glycogenspeicher, Gluconeogenese zu langsam, relative Hypoglycämie, Lactatazidose, pH zu sauer,adäquate Atemarbeit unter Leisungserbringung schlimmstenfalls nicht mehr möglich usw.
Diesen Zusand kann man auch mit Metformin unter Nahrungskarenz erreichen (Gluconeogenese blockiert): Deshalb sieht die Anästhesie dieses Medikament gerne 48h prä OP abgesetzt .

Unter Bezugnahme auf den oa Artikel geht es darum, dass das Darm- Mikrobiom unter Süßstoffgabe möglicherweise mit Insulinresistenz junger Schweine und der darauf folgenden besseren Mastbedingungen für den Fettansatz in Verbindung steht.

Schnell verfügbare Kohlenhydrate und nicht nur Zucker steigern das Diabetesrisiko nur beim genetisch disponierten Patienten. Nicht jeder Mensch ist für die KH-Empfehlungen der DGE geeignet. Selbst ohne Süßigkeiten bekommt der genetisch disponierte Mensch Diabetes weil er nicht zu den “Schnell-und Vielmetabolisierern” von KH’s gehört. Die KH- Verwertungsfähigkeit ist eine individuelle Ausstattung eines jeden Menschen. Sie ist mittels Bewegung in gewissen Grenzen trainierbar ebenso wie die Fettverbrennung.(Genexpression) Dies macht man sich im Training von Ausdauersportarten zunutze. Die individuellen Grenzen werde abseits vom Diabetes an der individuellen Stoffwechsel-trainierbarkeit erkennbar. Nicht jeder noch so ambitionierte Sportler kann ausreichend Ausdauer erreichen um Weltmeister zu werden. Diese individuelle Grenze ist auch der Grund weshalb es Diabetiker gibt und spiegelt die Bandbreite stoffwechselphysiologischer Möglichkeiten wider.

#14 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Silke Schuster, Sie haben recht mit dem Hinweis, dass man teilweise von der Schweinemast einiges lernen kann, da der Mensch sich nun mal nicht einen Monat in eine Stall sperren lässt mit unterschiedlichen abgewogenen Ernährungsformen.
Ein Beispiel ist die Minderwertigkeit rein vegetarischer Kost (Getreidemast) seit die Beimengung von tierischen Abfällen einschl. Fischmehl (wegen BSE) komplett verboten wurde.

#13 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Zitat: ” In welchem Abschnitt der Schweinemast diese Methode angewandt wird ist auch unerheblich”
Falsch, es geht nur um die “Abstillphase”, wenn die Ferkel keine (süße) Muttermilch mehr bekommen, die “neue” Nahrung , auch bei menschlichen Säuglingen immer eine “anstrengende” Umstellung, wird dadurch (geschmacklich?) offenbar besser akzeptiert.

Beim Menschen ist mir das allerdings nicht bekannt. Trotzdem sind lange gestillte Menschen-Kinder STATISTISCH weniger übergewichtig. Das “Süßigkeitsproblem” (Zucker) gerade in der Kindererziehung ist ja nun wirklich nicht klein, trotz aller Aufklärung (Kinderschokolade).
Der Beitrag ist allerdings mehr für den normalen (übergewichtigen?) Erwachsenen geschrieben.

#12 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Silke Schuster 1), 2) und 3) ist falsch, das können Sie nicht an einer med.Uni gelernt haben!!!
zu1) Insulin hat im Ramen der Zuckerregulation die einzige Aufgabe den erhöhten Blutzuckerspiegel zu SENKEN. Denn dieser ist TOXISCH, u.a. für die Niere oder die Augen, führt z.B. zum Erblinden, letztlich durch Oxydation auf Grund des hohen Sauerstoffgehalt von Glukose, einfacher kann man es nicht formulieren. Der HbA1c ist nichts anderes als IRREVERSIBLE Oxydation von Hämoglobin im Blut, das damit unbrauchbar wird und bis 12 Wochen nachweisbar ist.
Wie macht Insulin diese BZ-Senkung?
Insulin vermittelt an der Zellmembran der “Peripherie” (Muskulatur) die Aufnahme von Zucker nach intrazellulär, das ist also KEIN passiver physikalischer Effekt. Ohne Insulin ist die Zellmembran undurchlässig für Glucose!
zu 2) “Insulinresistenz” ist sozusagen ein Signal der Peripherie “wir haben genug Glukose, macht endlich Schluss damit, wir wissen nicht wohin damit IN der Zelle.
Kann man schon bei gesunden Jugendlichen durch 3 Tage KH-Mast (z.B. Nudeln) auslösen!!!
zu 3) Hungergefühl KANN (muss aber nicht) ausgelöst werden durch HYPOGLYKÄMIE, wenn der BZ schneller sinkt als der Insulinspiegel. Das passiert entweder durch zu hohe Insulingabe beim Diabetiker, bei Gesunden fast unmöglich, oder bei stoßartiger Nahrungsüberlastung mit schnell resorbierbarem Zucker, also einer zu starken Stimmulation der Insulisausschüttung. Insulin wird nicht so schnell abgebaut, das sollten Sie von der Intensivstation kennen.
Das ist also KEIN Zeichen von Energiemangel IN der Zelle.
Sie werden bei einem Maratonläufer niemals eine Hypoglykämie messen können, trotz maximalem Energiebedarf der Zelle.

@8 ist eine ganze Sammlung, nicht EINE Quelle.
Zucker steigert also das Diabetesrisiko nicht der stoffwechselinaktive Süßstoff ohne Kalorien.

#11 |
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Ärztin

Gast @8
Sie wissen schon, dass ihre Quelle nicht frei von Interessenskonflikten ist.

#10 |
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Ärztin

Gast@6
Die Information der Trinkwassersüßung mit Saccharin zu Mastzwecken stammt von einem Bauern aus einem Mastbetrieb. In welchem Abschnitt der Schweinemast diese Methode angewandt wird ist auch unerheblich; es wird gemacht weil es funktioniert. Kein Bauer würde auch nur einen Cent in eine Substanz investieren die nicht sicher funktioniert; da wird knallhart kalkuliert.
Wenn man sich jedoch den Vorgang der Insulinresistenzbildung und daraus rsultierender Folgen physiologisch vergegenwärtigt dann wird
1) freie Glucose in Fett umgebaut weil die Glucoseaufnahme und und damit die intrazelluläre Verwertung gestört ist,
2) Insulin ausgeschüttet um den wegen der Glucoseaufnahmestörung permanenet erhöhten Insulinspiegel zu kompensieren was zu hefrigen Blutglucoseschwankungen führt
3) Hunger ausgelöst weil die wegen der gestörten Glucoseaufnahme “hungerne” Zelle sog. “stringend factors” ausschüttet die die Nahrungsaufnahme fördern.

Schweine mögen im Gegensatz zum Menschen mehr Bitterstoffe tolerieren (zB. Eichelmast), ansonsten teilen sich Mensch und Schwein bei der Nahrung die gleichen Vorlieben. Selbst Insekten und Würmer werden in einigen Ländern von Menschen genussvoll verspeist.
Wer nah an der Landwirtschaft lebt kennt das Problem, dass (Wild)schweine ganze Ernten verwüsten können, eben gerade wegen der gleichen Nahrungsvorlieben von Schwein und Mensch.
Im Übrigen wurde von mir auch Saccharin als Süßungsmittel in der Schweinemast genannt. Nebenbei ist es auch am billigsten….
Schweine als Anschuungsobjekt sind bei Ernährungstudien gerade besonders interessant, weil ihr Stoffwechsel dem von Menschen so ähnlich ist. Aus diesem Grund lohnt sich ein Blick über den Tellerrand in die Landwirtschaft immer! Dort werden viel von den Humanmedizinern heiß diskutierte Ernährungsaspekte seit Jahrzehnten (eigentlich ohne spezielle wissenschaftliche Kenntnisse sogar seit Jahrhunderten) konsequent erfolgreich umgesetzt, wenn auch mit andrer Zielsetzung.
Um ein Mastvieh mit gutem Schlachtgewicht zu erhalten spielt die Genetik eine erhebliche Rolle bezüglich Muskelbildung, Fettverteilung und Wachstumsgeschwindigkeit. Genetisch geeignete Tiere können dann mittels spezieller Ernährungsstrategien und Bewegungsentzug maximal gemästet werden. Sogar die Fähigkeit Flüssigkeit im Gewebe einzulagern wird in der Endphase der Mast “bedient” um das Schlachtgewicht zu erhöhen und bessere Preise zu erzielen.
Nach den gleichen Prizipien werden “wir” von der Nahrungsmittelindustrie (und perfider Weise auch von der Pharmaindustrie mit vielen Präparaten) gemästet. Bewegungsmangel durch sitzende Tätigkeit im Beruf und Schichtarbeit vervollständigen die menschlichen Mastbedingungen, -für genetisch disponierte Individuen.
Man sollte also alle Methoden die in der Landwirtschaft zu Mastzwecken eingesetzt werden humanmedizinisch hinterfragen, wenn keine Mast gewünscht ist…..dazu gehören auch die Süßstoffe, allen voran Saccharin.

#9 |
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Gast
Gast

Die 17 wichtigsten Süßstoffmythen

Süßstoff ist krebserregend: Falsch
Süßstoffe sind gesundheitsschädlich: Falsch – bei Einhaltung der täglichen Höchstaufnahmemenge
Süßstoffe beeinflussen die Insulinproduktion: Falsch
Süßstoffe nehmen Einfluss auf die Hunger-Sättigungs-Regulation und lösen Hunger oder Appetit aus: Falsch
Süßstoffe machen schlank: Falsch – Übergewichtige werden nicht durch aber gegebenenfalls mit Süßstoffen schlanker
Süßstoffe sind chemische Kunstprodukte: Falsch – die Süßstoffe Aspartam, Thaumatin und Neohesperidin-Dihydrochalcon haben einen natürlichen Ursprung (Pflanzenteile) oder werden aus Eiweißbausteinen (Aminosäuren) hergestellt
Süßstoffe sind Mastmittel für Tiere oder in solchen enthalten: Falsch
Süßstoffe lösen den cephalischen Insulinreflex aus: Falsch
Süßstoffe erhöhen das Verlangen nach Süßem und Süßigkeiten: Falsch
Süßstoff ist teuer: Im Vergleich zu Zucker ist Süßstoff unglaublich preiswert und wird daher reichlich von der Industrie eingesetzt
Süßstoff eignet sich nicht zum Backen – Falsch, aber im Gegensatz zu Zucker liefern Süßstoffe keine Masse und unterstützen nicht die Backeigenschaften von Teigen
Saccharin löst Blasenkrebs beim Menschen aus: Falsch – aber möglicherweise in Maximaldosis bei der Ratte
Stevia ist ungefährlich und sicher: Wahrscheinlich nicht
Süßstoffe sind gesund: Süßstoffe sind bei Einhaltung der ADI-Werte sicher unschädlich, aber gesundheitsförderlich eher nicht – auch wenn sie beim Abnehmen helfen und die Diabetestherapie erleichtern können
Süßstoffe lösen Blähungen und Durchfall aus: Falsch – dafür sind Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt, Sorbit, Xylit oder Mannit verantwortlich
Die Süßstoffindustrie ist gegen Stevia: Falsch – sie würde Stevia gerne als Süßstoff vermarkten
Der Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ bedeutet eine Gefahr: Falsch – der Süßstoff Aspartam enthält den natürlichen Eiweißbaustein (die Aminosäure) Phenylalanin – der Hinweis ist nur für Patienten, die unter der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie leiden, relevant

http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1012529-mit-susstoff-abnehmen

#8 |
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Gast
Gast

zu#2 Zucker beeinflusst bin der Tat das Mikrobiom, ABER NEGATIV, das kann mächtig Blähungen machen.

#7 |
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Gast
Gast

“Schweine”, hier sollte man einen Bauer fragen, bekommen nur maximal bis zum 4. Monat “Süßstoffe”, also BEVOR die eigentliche Mast beginnt!
Und da sie ganz andere Geschmaksknospen haben als Menschen, wirken die üblichen alle NICHT, sondern nur Saccharin.
Es gibt allerhand Märchen über Süßstoffe.
Wer dahinter steht, ist die Zuckerindustrie. Die Zuckerindustrie ist nun einmal milliardenschwer.

#6 |
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Gast
Gast

wer behauptet:
“Es ist bekannt, dass Süssstoffe die Sekretion von Insulin auslösen.”
sollte so einen wirklich einfach messbaren Befund auch nennen können,
also bitte einen Beleg!
Mit Verlaub das ist ein Märchen!

#5 |
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Ärztin

Nicht zuletzt werden Masttiere durch die zusätzliche Anreicherung des Futters mit künstlichen Süßstoffen bekanntermaßen gemässtet, um ein höheres Schlachtgewicht zu erreichen.
Also,man sieht, Abnehmen und Zunehmen ist mit Süßstoffen möglich….allein die Dosis macht das Gift!

#4 |
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Ärztin

Schweine werden schon lange mit Hilfeder Süßung ihres Trinkwassers mit Saccharin gemästet. Genetische Disposition, Stress, Bewegungsmangel und dunkle Ställe sind weitere Aspekte der Schweinemast.
In der Landwirtschaft wird ganz “profan” davon berichtet, dass der Appetit der Schweine durch die Trinkwassersüßung so weit angeregt wird, dass sie mehr fressen als ihr Hunger es ihnen erlauben würde.
So hat das “süße Leben,” egal ob mit Zucker oder Saccharin seinen Preis.

#3 |
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Gast
Gast

Von Gast zu Gast:
Ihr Urteil ist jetzt aber doch recht harsch.
– Die Gewichtsabnahme resultiert aus einem Defizit der vom Körper aufgenommenen Kalorien gegenüber dem Bedarf. Die Aufnahme der Kalorien aus der Nahrung wird aber maßgeblich vom Mikrobiom des Darmes beeinflusst. Mithin ist ein Zusammenhang durchaus möglich.
– Auch Menschen ernähren sich natürlicherweise nicht von Zucker und die Daten werden durch eine Ernährungsstudie am Menschen tendenziell validiert. Es ist bekannt, dass Süssstoffe die Sekretion von Insulin auslösen. Insulin, welches ohne Zucker im Blut andere physiologische Effekte auslösen kann als im normalen Stoffwechselprozess.
Vielleicht sollten Sie in Betracht ziehen, dass Ihre Patienten _trotz_ und nicht wegen des Einsatzes von Süßstoffen abnehmen.

#2 |
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Gast
Gast

abenteuerliche Behauptungen!
Und falsche Schlussfolgerungen!
1) die Gewichtsabnahme resultiert aus einem Kaloriendefizit der Nahrung gegenüber dem Bedarf.
Die unbeantwortete Frage wäre also, ob Süßstoffe die Kalorienaufnahme steigert.
2) Ratten ernähren sich natürlicherweise weder von Zucker, noch wünschen sie eine “Zuckerersatzsüßung”
3) Selbstverständlich hat der Zuckerkonsum selbst die entscheidende Wirkung auf das Diabetesrisiko!
4) Einfluss auf die “Darmflora” hat alles andere außer dem Süßstoff.

Für mich kann man diese ominöse Süßstoffverurteilung nicht mehr als Wissenschaft bezeichnen, eher etwas für eine “Frauenzeitschrift”

MEINE Patienten, die sich an den empfohlenen zuckerarmen Diätplan halten, dürfen Süßstoff nehmen!
Sie nehmen wunderbar ab und ihr Diabetes verschwindet durch Gewichtsabnahme.

Wenn überhaupt, greift von allen zugelassenen Süßstoffen nur Aspartam, E 951
minimal in den Stoffwechsel ein. Darauf könnte man also verzichten, da er eh nicht hitzestabil ist und eh nicht für Kaffe zu gebrauchen.

mfG

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