Übergewicht: Lesen im Kacke-Satz

2. September 2014
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Das Genom der menschlichen Darmbewohner gibt eine genauere Auskunft über die Figur seines Wirts als die körpereigene DNA. Die Flora schlanker und übergewichtiger Menschen unterscheidet sich deutlich voneinander. Fraglich ist jedoch, was Ursache und was Wirkung ist.

Fettes und kalorienreiches Essen, die meiste Zeit des Tages am Schreibtisch und Bewegungsmangel – die meisten Menschen haben als unausweichliche Folge irgendwann ein Gewichtsproblem. Aller Erfahrung nach ist es nicht allein der Kaloriengehalt des Essens allein, der den BMI (Body-Mass-Index) in die Höhe treibt. Denn Schweinebraten und Sachertorte lassen bei den einen den Bierbauch wachsen, während andere bei gleicher Kost schlank bleiben. Aber auch das Erbgut hat nur begrenzten Einfluss auf die ungesunde Gewichtszunahme.

Bakteriengesellschaft als Spiegel des BMI

Entsprechend den bisherigen Studien gehen knapp 60 Prozent des BMI auf Kosten der Ernährung, runde 12 Prozent steuert der genetische Hintergrund des Trägers bei. Mit zunehmendem Wissen über das menschliche Mikrobiom rückt die mikrobielle Darmflora immer mehr in den Blickwinkel der Internisten und Ernährungswissenschaftler. Denn die sieht offensichtlich bei sportlich-asketischen Typen ganz anders aus als bei schwergewichtigen Frauen und Männern. Bereits 2012 berichtete DocCheck über den Zusammenhang zwischen Bacteroides, Firmicutes und Übergewicht. Dennoch weiß man Genaueres über die rund 1014 Mikroorganismen mit rund 5.000 Arten erst seit rund zehn Jahren. Experten schätzen, dass darunter noch sehr viele bisher unbekannte Spezies sind.

Ähnliche Gene – unterschiedliches Mikrobiom

Firmicutes-Stämme sind sowohl bei der adipösen Maus als auch beim Menschen im Vergleich zum normalgewichtigen Individuum erhöht, während Bacteroides-Arten dort eher unterdurchschnittlich vertreten sind. Diesen Zusammenhang konnte erstmals Jeffrey Gordon 2005 mit Nagern nachweisen, denen das Sattheits-Hormon Leptin fehlte. Je nach Essgewohnheit, Rasse der untersuchten Studienteilnehmer und Analysemethode unterscheidet sich die Darmflora aber nicht nur zwischen “Dünn” und “Dick”, sondern auch zwischen Leuten mit Idealgewicht. Immerhin: Wer die Ausscheidungsprodukte des menschlichen Darms nach der vorhandenen DNA untersucht, hat bei bakteriellen Genen eine 90-prozentige Trefferwahrscheinlichkeit, damit die Statur des Untersuchten zu erraten, bei der Analyse der humanen Gene jedoch nur knapp mehr als die Zufallsrate von 50 Prozent. Bei der Untersuchung von 169 übergewichtigen und 124 schlanken Menschen fanden Forscher eines europäischen Forscherkonsortiums, dass mit dem Übergewicht auch ein Rückgang der genetischen Vielfalt dar Darmflora einhergeht.

Aber: Viele Widersprüche in den Studien an Maus und Mensch haben dazu geführt, dass die Frage nach der Kausalität – verändert das Übergewicht die Darmflora oder umgekehrt – immer noch nicht geklärt ist. Vanessa Ridaura von der Washington University in St. Louis und ihre Kollegen zeigten bei Untersuchungen, bei denen sie Fäzes von übergewichtigen oder schlanken Mäusen auf keimfrei aufgezogene „Normal“-Mäuse transplantierten, eine deutlich größere Gewichtszunahme, wenn die Flora aus dem Darm der Mäuse mit kalorienreichem Futter kam. Sperrte man die beiden Gruppen transplantierter Mäuse zusammen in einen Käfig, schien sich bei Standardfutter eher die Flora der schlanken Mäuse durchzusetzen.

Mikrobentransfer: Bessere Blutwerte aber kein Abnehm-Rezept

Nachdem Ärzte den Fäkaltransfer bei Darmproblemen ihrer Patienten immer öfter auch in der Klinik anwenden, gibt es auch inzwischen Studien zum Mikrobentausch zwischen schlanken und übergewichtigen humanen Studienprobanden. Wer als Übergewichtiger die Bakterien eines schlanken Spenders erhält, ist deswegen aber nicht nicht gleich sein Gewichtsproblem los, auch wenn sich andere metabolische Werte, wie etwa die Insulinsensitivät erst einmal bessern. Dass einzelne Bakterienspezies im Darm umgekehrt nicht alleine zu Übergewicht führen, zeigen auch Versuche von Liping Zhao von der Jiao Tong Universität in Shanghai. Zhao isolierte etwa Enterobacter cloacae von einem seiner stark übergewichtigen Patienten und kolonisierte damit den Darm von Mäusen. Nur wenn er ihnen gleichzeitig kalorienreiche Nahrung anbot, setzen die Nager auch ihre Fettpolster an.

Enterobakterien machen bei übergewichtigen bis zu 35 Prozent der Darmbakterien aus und gehen nach Gewichtsreduktion auch wieder stark zurück. Wie kompliziert die Situation bei der Kopplung von Darmflora mit Übergewicht ist, zeigt aber auch die Tatsache, dass nicht jeweils eine bestimmte Bakterienfamilie für den einen oder anderen Zustand typisch ist. Analysiert man etwa Lactobazillen, so sind eta Lb. plantarum und -paracasei typisch für schlanke Menschen, dagegen Lb. reuteri für deutlich übergewichtige Menschen. Ähnliches gilt auch für Bifidobakterien.

Bakterielles LPS – metabolischer Risikofaktor

Übergewicht gehört zu den Schlüsselfaktoren des Metabolischen Syndroms und trägt damit auch zur Entstehung von Diabetes und anderen Stoffwechselproblemen bei. Gram-negative Enterobakterien verursachen über Lipopolysaccharid (LPS) in ihrer Zellwand eine Entzündungsreaktion im Wirt. Damit verringert sich die Leistung der Betazellen im Pankreas. Aber auch Veränderungen der Darmpermeabilität, Stoffwechselstörungen in den Muskeln, Fettgewebe und im Gehirn hängen mit der Überproduktion von LPS im Darm zusammen. Bei fett-gefütterten Mäusen erreichte die Plasma-Konzentration von LPS einen bis zu dreifach erhöhten Wert gegenüber dem Normallevel – vergleichbar der Konzentration, die bei Patienten mit metabolischem Syndrom gemessen werden. Durch die Gabe von probiotischen Mikroorganismen wie Akkermansia muciniphila bessern sich die metabolischen Werte schon innerhalb kurzer Zeit. Willem de Vos und seine Kollegen von der Universität Wageningen haben eine klinische Studie mit adipösen Patienten begonnen, um zu sehen, ob das Bakterium auch Menschen beim Abnehmen helfen kann.

Firmicutes und Prevotella-Bakterienstämme in Übergewichtigen können auch komplexe Polysaccharide in der Nahrung zu kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) zerlegen, die nicht nur zur Verbrennung dienen, sondern im Wirt wiederum zahlreiche Signalketten ansprechen. Endokrine Zellen im Darm produzieren daraufhin das Peptid YY. Das Hormon lässt die Motilität des Darms zurückgehen und sorgt für einen längeren Aufenthalt der Nahrung. Auf diese Weise gelangen mehr Monosaccharide aus abgebauten Nahrungsbestandteilen in den Kreislauf. Der Zuckerüberschuss trägt so zu Gewichtsproblemen bei.

Schlankwerden mit Vollwertkost oder Probiotika

Wo liegen nach den bisherigen Erkenntnissen nun die Möglichkeiten, schädliches Übergewicht mitsamt der unerwünschten Bakterienflora loszuwerden. Ernährung, reich an schwer verdaulicher Oligofructose, wie sie etwa in Bananen, Knoblauch und Artischocken vorkommt, führt in Mäusen nicht nur zu einen gesünderen Stoffwechsel, sondern auch zu einem Rückgang der Fettreserven, allerdings weit mehr als bei entsprechenden Studien im Menschen. Eine neunwöchige Diät mit Vollwertkost, traditionelle chinesischer Küche und Probiotika, der sich rund 100 schwer übergewichtige Probanden unter der Aufsicht von Liping Zhao in Shanghai unterwarfen, veränderte die Darmflora und die metabolischen Werte dramatisch zum Positiven. Enttäuschend war jedoch der vergleichsweise geringe Gewichtsverlust von nur sechs Kilogramm.

Eine weitere aussichtsreiche Diät-Option scheint die Gabe von probiotischen Bakterien in der Nahrung zu sein. Gibt man kalorienreich befütterten Mäusen Lactobacillus paracasei oder -rhamnosus zu, so verringert sich die Gewichtszunahme deutlich und führt ausserdem zu besseren Zucker- und Leberwerten. Noch ziemlich am Anfang stehen dagegen humane Studien mit dem Einsatz probiotischer Bakterien gegen unerwünschte Fettpolster. Hier gibt es einige hoffnungsvolle Studien, wie etwa die Gabe von Lactobacillus rhamnosus bei Neugeborenen oder Lactobacillus gasseri bei Erwachsenen. Andere Studien wiederum verliefen eher enttäuschend.

Magenbypass: Darmbakterien als Erfolgs-Katalysator?

Ein drastischer Schritt zu Gewichtsreduktion ist der Magenbypass (Roux-en-Y-Operation). Der meist gute Erfolg dieser Maßnahme ist möglicherweise nicht nur auf die veränderte Anatomie des Verdauungstrakts und seiner Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme zurückzuführen. Die Darmflora der Operierten ändert sich mit den neuen Verhältnissen deutlich und unterscheidet sich signifikant von der von Normal- oder Übergewichtigen. Die wiederum ähnelt auch derjenigen von Mäusen und Ratten mit dem analogen Eingriff. Forscher übertrugen die neu entstandene Bakteriengesellschaft auf keimfrei aufgezogene Mäuse. In der Folge verloren diese ohnehin schon relativ schlanken Tiere weiter an Gewicht. Der Transfer eines solchen Experiments auf den Menschen steht aber bisher noch aus. Manchmal hat die Bypass-Operation jedoch auch nicht den erwünschten Erfolg. Zur Zeit laufen Untersuchungen, ob solche Misserfolge mit der fehlenden Besiedlung freundlicher Bakterien zusammenhängen und ob sich daraus Biomarker zur Erfolgs-Voraussage ableiten lassen.

Im Tiermodell funktioniert der Kampf gegen das Übergewicht bisher, so scheint es, erfolgreicher als in der Klinik. Probiotische Akkermansia-Bakterien im Mäusefutter lassen ihre Empfänger trotz fettreicher Nahrung nicht dick werden. Beim Menschen kommen im Vergleich zum kontrollierten Mäuseversuch jedoch noch zahlreiche Faktoren dazu, die auch mit Charakter und Psyche zu tun haben. Sportbegeisterung, Widerstandskraft gegen süße Versuchungen, aber auch ganz unterschiedliche Genom und Epigenom-Ausstattung erschweren den Transfer von Maus zu Mensch. Wer jedoch bedenkt, dass die Wissenschaft rund um die menschliche Darmflora erst in den letzten Jahren aufgeblüht ist, darf als Optimist wohl auch von der medizinischen Mikrobiologie Erfolge im Kampf gegen eine der wichtigsten Wohlstandskrankheiten erhoffen.

147 Wertungen (4.54 ø)

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21 Kommentare:

Dr. Manfred Falkenberg
Dr. Manfred Falkenberg

was soll uns das nun im leben weiterhelfen? ziemlicher schwachsinn! und allein die headline ist “scheiße”!

#21 |
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Sehr geehrte Doccheck-Mitarbeiter,

halten Sie eigentlich die von Ihnen gewählten Überschriften dieser Art für witzig, vielleicht interessant-provokant oder gar intelligent?
Lassen Sie mich meine eigene Frage gleich beantworten:
Nichts davon trifft auf Ihre Überschriften zu. Glauben Sie mir: Nichts.
Meist ignoriere ich sie, aber das will mir hier nicht mehr gelingen. Glauben Sie mir, Sie vertreiben so langsam aber zielsicher Ihre eigene Zielgruppe.
Das erscheint mir widersinnig. Wenn fachlicher Journalismus sich unter Bildzeitungsniveau begibt, mag ich nicht weiterlesen. Da schüttelt’s mich, und ich klick Sie weg.

In der Hoffnung der Wiederherstellung eines gewissen Respektes Ihrerseits gegenüber der Intelligenz Ihrer Leserschaft verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Stephanie Führer

#20 |
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Medizinjournalist

Liebe Frau Kahn,
Nein, natürlich verbinde ich mit diesem Begriff keine Absichten irgendwelcher Art. Ich gebe auch zu, dass ich den Begriff (irrigerweise) aus unzähligen wissenschaftlichen Veröffentlichungen (auch ganz aktuellen) übernommen habe – etwa jenen, in denen verschiedene Genvarianten je nach menschlicher Subspezies beschrieben werden – auch in so angesehenen Magazinen wie “Lancet” oder “New England Journal”.
Vielen Dank also für den Hinweis – ich werde mich bei zukünftigen Artikeln bessern.

#19 |
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Hallo Herr Lederer,
ich muss sagen, dass ich sehr enttäuscht bin. Sie sind Wissenschaftler und dennoch benutzen Sie immer noch das Wort “Rasse” in Bezug auf Menschen, obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass es keine verschiedenen “Menschenrassen” gibt. Daher wäre es interessant zu wissen, ob Sie den Begriff “Rasse” ideologisch verwenden.
Mit freundlichen Grüßen.

#18 |
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Gast
Gast

Richtig ist, dass die Probiotika-Forschung (und -Industrie) in den letzten 15 Jahren stark zugenommen hat, man sollte daher die Hoffnung nicht aufgeben. Versprochen wird viel.
Jedoch sollte der Lokaleffekt am Darm dann am deutlichsten sein, das steht aber bisher sowohl bei M. Chron aus, wie auch beim so häufigen Colon-Ca.
Könnte ja noch kommen, besser MÜSSTE noch kommen.
Lassen wir uns von der Zukunft überraschen.

#17 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Hallo, Herr Dr. rer. nat. Erich Lederer,
das ist wie eine Katze die sich in den Schwanz beißt.
1) irgendwie müssen die Dinger ja erstmal in den Organismus reinkommen,
bekanntes “Problem” bei der Darmbesiedlung des Neugebohrenen bei der natürlichen Geburt. Hier gibt es durchaus vernünftige therapeutische Ansätze,
aber …
2) Bakterien und Pilze benötigen “Nahrung” (Ballaststoffe) und ein bestimmtes Millieu (z.B.”Säureblockerproblem”)
Mir sagte ein “Stuhlspezialist” dass die Zusammensetzung im Ergebnis so individuell sei, wie ein Fingerabdruck. Die übliche Analyse ist in der Regel sehr einseitig, weil sofort durch Luftzufuhr die vielen Anaerobier im Darm kaputt gehen.
2) ist sicher viel wichtiger als 1)
3) Unabhängig vom Übergewichtsproblem, ist eine gewisse “Pflege” der Darmflora wie beim Säugling durchaus sinnvoll. Und besteht nicht in der Zufuhr von Keimen (Industrie), sondern in (bekömmlichen) Ballaststoffen (Nahrung) um eine gewünschte “Flora” auch am Leben zu halten.
Und hier haben wir eine erstaunliche mikrobiologische “Einheitlichkeit” nicht nur im Dickdarm, sondern auch schon bei der Zubereitung und “Konservierung” von (leicht verderblicher) Nahrung,
das ist die “saure Gährung”, vom Sauerkraut über das Sauerteigbrot, das schon die Ägypter kannten, bis zur “Entgiftung” von Soja etc. in Asien durch bakterielle “Fermentierung” seit Jahrhunderten.
Es ist immer eine mikrobiologische Gemeinschaft (Milchsäurebakterien + Pilze), die selbst so etwas wie Antibiotika herstellt um unerwünschte (ungesunde) Keime fernzuhalten.
Der Bezug zum Übergewicht, könnte das fast-food mit zu wenig Ballaststoffen sein.
Ist diese mikrobiologische Gemeinschaft mal stark durcheinandergeraten, hilf auch ein uraltes Mittel,
man muss diese Keime aushungern, ihnen den Nachschub entziehen,
sprich 2 Tage nur Tee OHNE Zucker mit etwas Salz,
hat bei mir als Stabsarzt bei Enteritis IMMER todsicher und ohne Antibiotika geklappt,
was wohl hier auch bei der organisatorischen Möglichkeit der Überwachung (Befehl) gelegen haben könnte. :-) Eine Option bei Übergewicht?

Freundliche Grüße

#16 |
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Zitat: “Dr Stefan Schlesinger, Arzt

Schöne Überschrift, aber der Inhalt ist mit Verlaub — Kacke”

Oh, mit Verlaub – haben Sie vielleicht irgendein Problem mit dem Inhalt, Herr Kollege ?

Freundliche Grüsse von einem Kollegen, der auch nicht lange stillsitzen kann und jeden seiner Patienten im Wartezimmer abholt… ;-)

#15 |
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Dieser Artikel gefällt und versucht, eine gute Übersicht über ein gerade am Anfang stehendes Forschungsgebiet zu schaffen. Wie jedoch ähnlich in anderen Kommentaren bemerkt würde der Titel meiner Meinung nach nicht einmal bei der Bild bzw. der österreichische Kronenzeitung zum Einsatz kommen. Ganz ehrlich, ich hätte aufgrund dessen nicht darauf geklickt, wenn ich nicht den Verfasser des Artikels gesehen hätte und schätzen würde.

Liebe Redaktion, da der “sexy-kreative Titeltrend” bei Ihnen überhand zu nehmen scheint: überdenken Sie bitte Ihren Überschriftenstil für sachlich gehaltenen Artikel! Sie könnten sich damit Ihr Fachpublikum abspenstig machen.

Ein Vorschlag: Sie könnten eine Fun-Artikel-Reihe ähnlich der Tagespresse machen. In einem solchen Kontext würde mich dieser Titel amüsieren und ich könnte die Kreativität und Trendbewusstheit des Verfassers würdigen, ohne mich darüber zu ärgern.

#14 |
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Student der Tiermedizin

Interessanter Artikel!

Ich vertrete immer noch die Meinung, dass Sport der Weg zu einem rundum gesunden Körper (und somit Wohlbefinden) ist. Wer regelmäßig Sport betreibt, der achtet automatisch auf eine gezielt-gesunde Ernährung, da eine solche Person schnell merkt, dass das Gewicht purzelt und die Leistung im Sport steigt – jedoch nur dann, wenn “oben” das Richtige zugeführt wird. Somit regelt sich der Abnehmkreis von selbst.

Hier an der Darmflora “herumzuwerkeln”, eine seit Jahrzehnten bestehende Ernährungspyramide für Falsch zu erklären oder den Artikel aufgrund der Überschrift oder der darin enthaltenen Tierversuche zu bemängeln, finde ich unpassend.

Aber was weiß schon ein Student! ;-)
Gruß – Patrick

#13 |
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Medizinjournalist

Sehr geehrter Herr Dr. Bayerl, (#2)
“Und nicht die Darmflora beeinflusst die Nahrungsaufnahme sondern umgekehrt.
Wie überraschend.”

Dachte ich am Anfang meiner Recherchen auch. Jetzt wäre ich mir da nicht mehr so sicher. Zumindest nicht, solange ich nicht schlüssige Veröffentlichungen zu dieser These gesehen habe.

P.S. Die Überschrift stammt von der DocCheck-Redaktion

#12 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Entschuldigung – aber die Ernährungspyramide ist nach heutigen Erkenntnissen und Sicht einfach falsch! Kohlenhydrate in einer viel zu großen %-Zahl angesetzt, zudem vertragen viele Menschen überhaupt kein Vollkorn – es ist einfach zu rauh für den durch Stress und andere alltägliche Umweltfaktoren überforderten Darm.

#11 |
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Gast
Gast

Man kann auch 20kg in 10 Monaten abnehmen, ohne Zusatznährstoffe, mit Kohlenhydraten: gesunde ausgewogene Ernährung nach der Pyramide (z.B. WHO) mit regelmäßigem Sport.

#10 |
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Student der Humanmedizin

Der Titel des Artikels ist für Fachpublikum unangemessen.

#9 |
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Heilpraktiker Steffen Jurisch
Heilpraktiker Steffen Jurisch

Da kann ich mich Herrn Dr. Bayerl nur anschließen – aber diese logische Erkenntnis bringt natürlich weder einen Artikel in irgend einer Zeitung, noch bringt es weitere Forschungsgelder. Wo kämen wir denn da hin, wenn alles das was logisch ist nicht mehr erforscht werden soll – die armen Wissenschaftler.
Ansonsten kann ich nur sagen, aus eigener Erfahrung, eine gesunde pflanzliche Ernährung, ohne tierische Produkte, lässt Kilos purzeln und Blutwerte in den Normbereich zurück kehren. Natürlich braucht es auch eine gesunde Portion Bewegung, damit die Kohlenhydrate verbraucht werden – diese sollten möglichst nie in raffinierter Form konsumiert werden… so einfach kann menschliche Ernährung sein.
Ach und noch eine Bitte, nein Forderung: Lassen Sie die armen Tiere in Ruhe, der Metabolismus ist nicht der eines Menschen und somit sind alle Tierversuche sinnlos, weil nicht auf den Menschen übertragbar. Wann geht das in die degenerierten Hirne der Forscher rein?

#8 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Nochmaliger Versuch!
Mikronährstoffe kontrollieren – z B. Magnesium ist sehr wichtig! und evtl. ergänzen. Leptin aktivieren durch mehr Bewegung. Ernährungsumstellung, abends keine Kohlenhydrate und wenig essen und mittags nur sehr wenig Kohlenhydrate. Regel bis zur nächsten Malzeit in Stunden 4 – 4 – 12 befolgen.Schilddrüsenwertkontrolle.
[Kommentar von der Redaktion gekürzt]

#7 |
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Heilpraktikerin Brigitte Gotter
Heilpraktikerin Brigitte Gotter

Überschrift sehr schlecht!
Das Abnehmen ist sehr einseitig dargestellt, klappt aber mit Unterstützung von den passenden Probiotika sehr gut. Es sei denn es liegt eine Hypothyreose vor.
Zuerst Schilddrüsenpräparate einstellen!
Leider funktionierte die Einstellung meiner letzten Kommentares nicht gut. Darin waren sehr viele Hinweise, was man zum Abnehmen noch berücksichtigen muss.

#6 |
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Ist doch bekannt.
Kaffeesatz lesen hilft eben.

#5 |
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Schöne Überschrift, aber der Inhalt ist mit Verlaub — Kacke

#4 |
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wie kann man bloss eine solche Überschrift wählen? Wer oder was ist unappetitlicher – das Thema oder der Autor? Unglaublich,mit was man manchmal konfrontiert wird.

#3 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Bitte keine Legenden erfinden:
“… Denn Schweinebraten und Sachertorte lassen bei den einen den Bierbauch wachsen, während andere bei gleicher Kost schlank bleiben. ”
Dieser Satz ist leider falsch!
Und nicht die Darmflora beeinflusst die Nahrungsaufnahme sondern umgekehrt.
Wie überraschend.

#2 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

die referierten Ergebnisse sind zwar sehr interessant, doch geht es meist darum, daß die Menschen weiterhin essen / fressen, was ihnen gefällt und in Mengen, die ihnen gefallen, und irgendwelche Präparate, in diesem Fall Darmbakterien sollen es dann möglichst richten.
In den meisten Studien geht es dann auch primär um die Gesamtenergiemenge, die aufgenommen wird, nur begrenzt um die Zusammensetzung der Energie.
Vollwertkost ist da schon mal positiv anzusehen, doch ist gerade diese meist sehr stark durch vollwertige Kohlenhydrate geprägt.
Viewl zu wenig wird noch berücksichtigt, was mit einer kohlenhydratarmen Ernährung zu erreichen ist. Und das nicht nur beim Übergewicht, sondern auch bei Krebs und Demenz. Die Alternative für den Körper und das Gehirn, daß er Ketonkörper aus dem Fettstoffwechsel als Energiequelle heranziehen kann, wird noch viel zu wenig berücksichtigt.
Warum wohl lagert der Körper alle überflüssigen Kohlenhydrate als Fett ein?
Weil das die für ihn beste Lösung war, Energiereserven für kürzere oder auch längere Notzeiten zu haben. Entsprechend wäre unser Stoffwechsel auch sehr gut in der Lage, diese Energiereserven zu nutzen, wenn, ja wenn er nicht dauernd mit Kohlenhydraten vollgepumpt würde.
Um die ca. 300 bis 400 g an körpereigenen Kohlenhydraten, dem Muskel- und Leberglykogen, aufzufüllen, brauchen wir nicht die Mengen an Kohlenhydraten, die sich die meisten Menschen täglich zuführen: mit den bekannten Ergebnissen. Übergewicht, metabolisches Syndrom und Diabetes mellitus.
Es sollte stärker bekannt gemacht werden, daß Körperfett mehr mit zuviel Kohlenhydraten ( und hier besonders die Auszugsmehle und der Zucker ) zu tun hat statt mit zuviel Fett. Eine drastische Reduktion von Kohlenhydraten hat auch massive Auswirkungen auf die Darmflora. Der deutliche Rückgang der Blähungen ist vielleicht der offensichtlichste Effekt und für jeden nachvollziehbar.
Und das es letztlich der Einzelne ist, der sein Schicksal in der Hand hat.
Nur kann man es Otto Normalverbraucher auch nicht verübeln, wenn es ihm niemand sagt, den er für kompetent hält.
Entsprechende Mahner sind immer noch selten und werden von der Schulmedizin kaum zur Kenntnis genommen.
“darf als Optimist wohl auch von der medizinischen Mikrobiologie Erfolge im Kampf gegen eine der wichtigsten Wohlstandskrankheiten erhoffen”
ja, aber wohl mehr in dem Sinne, daß wir erfahren, was wir essen sollten / dürfen, als einer Pille mehr.

#1 |
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