Adipositas: Ein ganz fetter Streit

11. März 2013
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Ist Übergewicht gar kein Risikofaktor für Leib und Leben? Neue Studien deuten in diese Richtung. Doch so einfach ist die Sache nicht. Was diese Arbeiten vor allem zeigen ist, dass die BMI-Grenzwerte beziehungsweise der BMI-Parameter an sich problematisch sind.

Selten hat man Ärzte so aufeinander losgehen sehen wie nach der Veröffentlichung einer Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen Gesamtsterblichkeit und Übergewicht Anfang des Jahres. Eine Wissenschaftlergruppe um Katherine M. Flegal von der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention hat sich für eine Publikation im Journal of the American Medical Association (2013; 309(1):71-82) über 7000 wissenschaftliche Veröffentlichungen angesehen. Für eine Metaanalyse blieben am Ende 97 Studien höherer Qualität übrig, an denen insgesamt immerhin 2,88 Millionen Menschen teilgenommen hatten, von denen 270.000 verstorben waren. Kein ganz kleiner Datenpool also. Was die CDC-Experten dann gemacht haben, war eine relativ simple Analyse. Sie haben die üblichen BMI-Kategorien genommen, also normaler BMI (18,5 bis < 25), Übergewicht (25 bis < 30), Grad I-Adipositas (30 bis < 35) und Grad II/III-Adipositas (ab 35). Diese wurden korreliert mit der Gesamtsterblichkeit.

Ergebnis: Übergewichtige hatten mit einer Hazard Ratio von 0,94 im Vergleich zu Normalgewichtigen ein signifikant geringeres Sterberisiko. Das Risiko von adipösen Menschen aller Grade war mit einer Hazard Ratio von 1,18 signifikant erhöht. Wurden nur jene Menschen mit Grad I-Adipositas analysiert, war das Sterberisiko genauso hoch wie bei Normalgewichtigen. Es waren also in erster Linie die stark adipösen Menschen, die auf die erhöhte Sterblichkeit in der Gesamtpopulation der Adipösen durchschlugen. Vermutlich weil sie geahnt hatten, was sie lostreten würden, haben die Wissenschaftler noch eine zweite Analyse nachgeschoben, bei der sie nur jene Studien betrachtet haben, die sie für adäquat adjustiert hielten, also für Alter, Geschlecht und Rauchstatus, nicht aber für chronische Erkrankungen. Das Resultat ging in die gleiche Richtung.

Wenig zimperlich: US-Experten machen den Steinbrück

Noch immer schlägt diese Publikation Wellen. In Deutschland wurde breit darüber berichtet, meist mit dem Tenor, dass ein bisschen Übergewicht doch gar nicht so schlimm sei. In den USA war die Stoßrichtung der Medienberichterstattung ähnlich. Vor allem aber hat sich dort auch das medizinische Establishment pöbelnd zu Wort gemeldet. “A pile of rubbish”, einen Müllhaufen, nannte Walter Willett von der Abteilung für Public Health die Metaanalyse. Er empfahl sogar öffentlich, sie gar nicht erst zu lesen. Er hat nicht gesagt, dass man stattdessen lieber seine eigenen Arbeiten lesen soll, aber vermutlich meinte er das.

Aus deutscher Sicht bedauerlicherweise ging bei dem ganzen Trara eine andere Studie etwa unter, die zeitgleich im European Heart Journal (2013; 34(4):268-277) veröffentlicht wurde. Diese Untersuchung basiert auf Daten des bayerischen Schlaganfallnetzwerks TEMPiS, ein unselektiertes Kollektiv von Schlaganfallpatienten in “Feld-Wald-Wiesen-Kliniken” also. Die TEMPiS-Neurologen haben sich angesehen, wie hoch das Sterberisiko bei Schlaganfällen in Abhängigkeit von den BMI-Kategorien ist. Auch diese Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert. Schlaganfallpatienten, die nach BMI-Kategorien übergewichtig sind, haben im Vergleich zu Normalgewichtigen eine Hazard Ratio für Gesamtmortalität von 0,69. Bei Grad I-Adipositas lag die Hazard Ratio bei 0,50, bei Grad II/III-Adipositas sogar nur bei 0,36, alles hoch signifikant.

Grenzverschiebung ändert das Bild

Die Frage ist jetzt: Was tun mit diesen Daten? Nicht lesen ist jedenfalls keine Option. Genau lesen könnte helfen. Wer aus der Metaanalyse im JAMA abliest, dass jedes zusätzliche Pfund das Leben verlängert – wie das einige Medienberichte suggerierten – hat schlicht falsch gelesen. Über alle Adipositas-Kategorien hinweg ist die Gesamtsterblichkeit im Vergleich zur normalen BMI-Klasse um 18 Prozent höher. Und bei Grad I-Adipositas ist sie zumindest nicht niedriger, sondern “nur” gleich groß. Die Musik spielt also offensichtlich in der Gruppe der gemäß BMI-Kriterien nur übergewichtigen Menschen. Die zumindest leben eindeutig länger als die normalgewichtigen Menschen.

Dass das nur für die adipösen Menschen gelte, die gesund seien, stimmt so nicht, auch wenn das viele auch professionelle Kommentatoren behauptet haben. Die Autoren haben sich mit ihrer Zweitanalyse der aus ihrer Sicht “korrekt” adjustierten Studien, also Studien, die nur nach Geschlecht, Alter und Rauchstatus adjustiert wurden, zumindest bemüht, den Faktor adipositasassoziierte Erkrankungen mit zu berücksichtigen.

Gut traniert = Übergewicht?

Das entscheidende Problem der Metaanalyse ist ein anderes: die Stratifizierung nach BMI. Und hier sind wir an einem Punkt, der eigentlich überhaupt keine Neuigkeit ist. Eine Beurteilung von Übergewicht und Adipositas nur nach BMI ist schon deswegen problematisch, weil sich in den unteren Bereichen der BMI-Kategorie “Übergewicht” eine ganze Menge gut trainierter Sportler tummeln, die – das ist jetzt eine Hypothese – mit verantwortlich für das erstaunlich gute Abschneiden der Übergewichts-Gruppe in der US-Metaanalyse sein dürften. Viel aussagekräftiger, jeder Arzt weiß das, wäre der Bauchumfang oder das Taillen-Hüft-Verhältnis. Das steht für viele Studien aber einfach nicht zur Verfügung.

Möglicherweise gibt es neben den formal “leicht übergewichtigen” Menschen weitere Schwierigkeiten mit einer zweiten “Problemzone” des BMI, nämlich der Übergangsregion zwischen Untergewicht und Normalgewicht. In der Metaanalyse von Katherine Flegal haben die gemäß BMI untergewichtigen Menschen ein signifikant erhöhtes Sterberisiko. Demnach könnte ein weiterer Grund für das schlechte Abschneiden der gemäß BMI normalgewichtigen Menschen der sein, dass die untere Normgrenze der Normalgewichtigkeit mit einem BMI von 18,5 viel zu tief liegt. Interessant wäre demnach, was passieren würde, wenn das Normalintervall des BMI testweise auf einen Bereich zwischen sagen wir 20 und 27 verschoben würde.

Mehr Reserven im akuten Notfall?

Diese Analyse liegt von Katherine Flegal leider nicht vor, aber aus anderer Quelle gibt es solche Daten durchaus. Auch deswegen ist die nahezu globale Aufregung um die Flegal-Metaanalyse nicht so richtig nachvollziehbar. Im Jahr 2008 wurde im New England Journal of Medicine eine europäische Studie publiziert, in der für die BMI-Gruppen kleinere Intervalle gewählt wurden (New England Journal of Medicine 2008; 359:2105). Ergebnis: Die geringste Mortalität gab es bei einem BMI von etwa 25 bei Männern und 24 bei Frauen. Und insgesamt gab es in einem BMI-Korridor von circa 21 bis circa 28 keine großen Unterschiede. Fazit: Sich monomanisch auf den BMI zu fixieren, ist keine gute Idee.

Allerdings: Die Ergebnisse der deutschen Schlaganfallstudie lassen sich durch das Verschieben der BMI-Kategorien nicht weg erklären. Viel mehr wächst in dieser Studie der relative Benefit ziemlich kontinuierlich mit dem BMI. Aber die Situation ist hier natürlich auch eine ganz andere: Bei der Metaanalyse aus den USA geht es um das “chronische” Gesamtüberleben, bei Schlaganfallpatienten um die akute Sterblichkeit in einer lebensbedrohlichen Situation. Vielleicht hat die etwas platte Vermutung, wonach jedes Pfund mehr in solchen Situationen zusätzliche Reserven bedeutet, eine Berechtigung. Das ist allerdings auch wieder nur eine Hypothese.

255 Wertungen (4.61 ø)
Medizin

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33 Kommentare:

Entschuldligung ,wenn ich mich nochmals melde , aber :
Adipositas ( neben den diskutierten RF der Inneren Medizin ) ist auch ein RF fürKnochen und Gelenke sowie für Depression mit weitreichenden Kosten und Schäden für die Solidargemeinschaft ….

#33 |
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Die interessanten Beiträge gehen weiter ..sehr schön ! V.a. die Anmerkungen der Nn. 26-29 beleuchten das Problem z.T. sehr gut ( Pathophysiologie Nr. 26 ) . Auch Sportler Nr. 17 widerspricht dem notwendigen Eingrenzung des BMI – Broca -Nr. 34 und Taille/Bauch sind nicht ganz passend bzw. schwieriger zu eruieren -eigentlich gar nicht !
Was mich aber immer grundsätzlich ärgert ist , daß Kolleg(inn)en und andere Mitdiskutierende zu weinig Bewußtsein für gewissen Ungerechtigkeiten und staatspolitische Notwendigkeiten zeigen ( Gerechtigkeitslücke hier nur durch Malus ab BMI 30 zu lösen …)

#32 |
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Dr. med Karen Awiszus
Dr. med Karen Awiszus

Danke für den sehr differenzierten Artikel und die z.T. ebenfalls sehr differenzierten Beiträge.

Schade nur, dass einige doch wieder in die allgemeine Kerbe hauen und sich freuen, dass sie jetzt wieder weniger aufs Gewicht achten müssen.
Allen sollte doch klar sein, dass der BMI eine sehr unvollständige Differenzierung ist und nur im Kontext mit einer Reihe anderer Faktoren zu werten ist. Aber ehrlich: Wer hat in seiner Praxis / auf seiner Station Möglichkeiten zur Körerfettbestimmung etc.?
Eher anzutreffen sind noch die Maßbänder zur Bestimmung von Bauch- und Tailenumfang. Aber bitte: welcher Hausarzt macht das in der Praxs regelmäßig?
In meiner Assistenzarztzeit gehörte in jeden Arztbrief die Angabe von Größe und Gewicht, inzwischen lese ich ständig Arztbriefe, in denen überhaupt kein Untersuchungsbefund mehr verzeichnet ist.

Das der BMI altersabhängig sein muss, sollte ebenfalls jedem klar sein: Ein 60-jähriger mit BMI 27 ist m.E. völlig normal, ein 20-jähriger mit BMI 27 sollte sich ganz schnell überlegen, wie er denn weitermachen will. Hinzu komt der Eindruck Bauchumfang, Sportlichkeit, Komorbiditäten, Risikofaktoren…
Im Patientenzimmer (ohne Waage etc.) verwende ich gern noch die alte Einheit Normal- und Idealgewicht (Größe – 100 bzw. – 10%). Das lässt sich einfach im Kopf überschlagen und korreliert sehr gut mit dem BMI und klärt innerhalb von Sekunden die Frage, ob weiterer Diagnostikbedarf überhaupt besteht.

In der Pädiatrie ist die Korrelation des Norm-BMI mit dem Lebensalter völlig selbstverständlich, dies wird bei Erwachsenen nicht mehr berücksichtigt.
Der bloße Ruf nach “Ausdehnung des Norm-BMI” auf welchen Wert auch immer, kann somit keinesfalls bessere Ergebnisse liefern, außer man führt eine Reihe zusätzlicher Daten ein, aber dann brauchen wir den “Norm-BMI” nicht mehr, denn dann haben wir genauere Kriterien.

#31 |
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zu #26 das ist kein Paradoxon, sondern altersabhängig, speziell im hohen Alter, also eine Umkehr der Korrelationnatürlich wie immer mit individuellen Schwankungen. “Schlaganfall” ist nun mal (statistisch) eine Alterserkrankung.
Nimmt der Mensch im höheren Alter ab, meist UNFREIWILLIG, ist seine Lebenserwartung geringer.
Bei jungen Menschen ist es umgekehrt.
Siehe #5
Die Deutung ist naheliegend, abgesehen von der größeren Häufigkeit ernsthafter Erkrankungen im höheren Alter. Schon die Anämie im Alter ist unabhängig von der Ursache ein negativer Prognosefaktor:
Bei gleichem Gewicht isst der alte Mensch weniger, kommt schneller zu Eiweißmangel und Mangel an Mikronährstoffen, auch durch zunehmende Resorbtionsstörungen wie B12-Mangel etc.
Ein alter Mensch mit BMI 18,5 ist ein kranker Mensch!
mfG

#30 |
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Ein sehr lesenswerter Artikel.Mir fehlt der Hinweis auf die Beeutung wie und wann es zu einer Adipositas gekommem ist.

#29 |
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Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

WIR SIND ALLE UNTERSCHIEDLICH VERANLAGT;DESWEGEN WERDEN pAUSCHALIERUNGEN IMMER WIEDER KOLLIDIEREN UND VERWIRREN- BEI EINEM SETZEN KARTOFFELN AN ;BEIM ANDEREM KARTOFFELCHIPS;BEIM NÄCHSTEN BEIDES NICHT ;UND WAS DAS RUMLIEGEN AUF DER COUCH BETRIFFT AUSRUHEN MUß MAN SICH AUCH-DAS SETZT BEI EINIGEN AN BEI ANDEREN NICHT ECT-aDIPÖS IST AUCH UNTERSCHIEDLICH ;WER ZU ADIPOSITAS NEIGT UND WAS MAN ESSEN KANN UND WAS NICHT IST DA AUCH UNTERSCHIEDLICH-mEINE ERFAHRUNG AUCH MIT DER FAMILIE UND BEKANNTEN;-

#28 |
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Altenpfleger

Ob das “Übergewicht” reines angegessenes Fett ist oder aus antrainierten Muskeln besteht, dürfte wohl einen erheblichen Unterschied machen. Da der BMI dies nicht berücksichtigt ist meiner Meinung nach das Thema Lebensgewohnheiten (Sport, was und wieviel wird gegessen, Raucherstatus (inkl. Passivrauchen), Stressstatus, Schichtarbeit usw.) entscheidend für die Frage, wie “gesund” oder “krank” das Körpergewicht ist. Der BMI schert alle über einen Kamm und ist deshalb nur geeignet, diese Fragen zu beantworten, wenn noch andere Faktoren einbezogen werden.

#27 |
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Franz Josef
Franz Josef

Dr. Schätzler,

Ihre Darstellung in Beitrag 26 ist soweit sehr schlüssig. Nur, ich bitte Sie, zeigen sie mir den gesunden Menschen. Ich denke, wir sind uns darin einig, dass es dieses Idealbild ebenso wenig gibt wie ein ideales Gas oder andere idealisierte Modelle.

Mehr Speicher = mehr Krisenreserven = höhere Überlebenschancen. Mehr sagt die Studie im Prinzip nicht.
Auch nichts zur Qualität des Überlebens.

Und dann kommt da noch der Unterschied zwischen Theorie und Praxis: Ich lebe in “erweiterter Familie” mit einem Typ 2 Diabetiker, zugegeben, diese Person ist immer schon schwierig gewesen.
Aber, Sie sollte mal erleben, welchen Einfluss nicht adäquate Blutzuckerwerte oder die Abweichung von lieben Speisegewohnheiten (jaaaaa, süüüüssss und fettttig, immer schön wie früher!) auf das Allgemeinbefinden der Person und das Zusammenleben mit ihr mit sich bringen.

#26 |
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Ärztin

– Denn der BMI-Wert berücksichtigt kein Geschlecht und keine individuelle Zusammensetzung der Körpermaße (Muskel, Fett, Konchenstruktur).
Dies ist sehr wichtig für Beurteilung des Gesamt-Gesundheitszustandes eines Menschen oder Patienten.-

Gerade weil der BMI all diese Variablen nicht berücksichtigt ist er ein schlechter Parameter und gerade deshalb auch nicht geeignet den Gesundheitszustand eines Menschen zu beurteilen auch wenn es sich mit dem BMI damit bequemer rechnen lässt.
Dr Schötzler (@27) hat genau diesen Aspektdifferenziert.

#25 |
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Naturwissenschaftler

Nach unserer wissenschaftlichen Auffassung
bleibt der grobe Richtwert BMI trotz seiner Anerkennung von der WOH seit 1980 eine gute Orientierungsformel mehr zur statistischen Zwecken als zur Beurteilung des Körpergewichts.

Denn der BMI-Wert berücksichtigt kein Geschlecht und keine individuelle Zusammensetzung der Körpermaße (Muskel, Fett, Konchenstruktur).
Dies ist sehr wichtig für Beurteilung des Gesamt-Gesundheitszustandes eines Menschen oder Patienten.
Danke
(Zulassungsarzneimittelprüfung)

#24 |
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Die hier sehr gut dargestellte Problematik geht m. E. auf ein “Paradoxes-Obesity-Paradoxon” zurück. In der hier referierten TEMPiS-Studie wurde als “cut-off” ein BMI von größer oder gleich 18,5 verwendet – bei 180 cm Größe sind das nur noch 59 kg Körpergewicht! Ist die Signifikanz der Verbesserung des “Outcome” mit mittlerem bis deutlichem Übergewicht bei dieser Schlaganfallstudie nicht eher eine Fehleinschätzung (“bias”)? Der statistische Vorteil für Übergewicht und Adipositas nach Schlaganfall ist evtl. dadurch erklärbar, dass den Schlaganfall begleitende, potenziell konsumierende COPD, Herzinsuffizienz oder Tumorkrankheiten einen katabolen Stoffwechsel aufweisen. Dies wiederum könnte zu einer statistisch verzerrenden E r h ö h u n g der Mortalität in der Population der noch normgewichtigen Patienten gegenüber den Übergewichtigen mit ihrem anabolen Stoffwechsel führen.

Vergleichbar mit der problematischen Schlussfolgerung einer Diabetes-Studie: “Conclusion: Adults who were normal weight at the time of incident diabetes had higher mortality than adults who are overweight or obese.”?
¿ http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=1309174
Denn Adipöse haben gute, therapeutisch zugängliche Gründe für ihren Typ-2-Diabetes: Bewegungsmangel, metabolisches Syndrom, Insulinmangel bei relativer Betazellinsuffizienz und zunehmende Insulinresistenz. Normalgewichtige mit Typ-2-D.m. haben dagegen eine progrediente, absolute Betazellinsuffizienz mit dramatischerem Krankheitsverlauf und höherer Mortalität, die idiopathisch, metabolisch oder genetisch determiniert sein könnte.

Auch das ‘Adipositas-Paradoxon’ bei systolischer Herzinsuffizienz bleibt rätselhaft. Übergewicht erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko bei Gesunden. Wer bereits erkrankt ist, profitiert eher vom Übergewicht: “The obesity paradox in men versus women with systolic heart failure.”
¿ http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22497678
Dabei wurde die kardiopulmonale Kachexie übersehen. Patienten mit fortgeschrittener,
schwerer Herzinsuffizienz entwickeln in der Endstrecke NYHA IV eine katabole Energiebilanz. Dann trifft die höhere Sterblichkeit vermehrt untergewichtige Herzinsuffizienz-Patienten.

Eine gerade publizierte Mega-Meta-Analyse mit 2,88 Millionen Teilnehmern entwickelt bei unzureichender Hypothesenbildung und mangelhafter Reflexion ähnliche “Bias¿. Bei der Betrachtung der Gesamtmortalität hatten lediglich geringfügig Übergewichtige einen statistisch signifikanten Vorteil gegenüber Normgewichtigen.
¿ http://jama.jamanetwork.com/article.aspx?articleID=1555137
In der Diskussion dieses evtl. nur scheinbaren Vorteils wurde ebenfalls nicht berücksichtigt, dass konsumierende Erkrankungen, bzw. präfinale Zustände aller Altersstufen einen katabolen Stoffwechsel aufweisen. Dadurch ist die Mortalität in der Population der Patienten mit BMI größer oder gleich 18,5 gegenüber den vergleichsweise moderat Übergewichtigen insgesamt gesteigert.

Die Gleichung “schlank gleich gesund” gilt für Gesunde, nicht für kranke Schlanke. Und auch Übergewichtige bleiben nur dann länger am Leben, wenn sie gesund bleiben oder mit Schlaganfall-, Diabetes- bzw. Herzinsuffizienz nicht als Kranke dekompensieren. Vgl. auch meinen Beitrag bei DocCheckBlog mit dem Titel “Mega-Meta wird nicht besser”:
http://blog.doccheck.com/de/archive/3313-Mega-Meta-wird-nicht-besser.html
zur angesprochenen Studie im JAMA von Flegal et. al.

#23 |
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Heilpraktikerin

Der Artikel ist toll.
Die meisten Argumente sind ja schon beschrieben worden.
Aber selbst wenn man es schaffen würde die BMI-Regel durch Messung des Bauchumfangs zu ändern — das große Problem ist die Werbung .
Solange solche Sendungen wie german next modell und ähnliches wie Bilder von Magermodells absolut “IN ” sind ,wird es schwer in den Köpfen der Menschen andere Formen und Größen zu akzeptieren.

#22 |
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Stefan Kelter
Stefan Kelter

Vom BMI profitieren sowohl die ganzen Diätkuren als auch medizinische Angebote.
Ich habe vor einiger Zeit noch in einer Reha-Klinik gearbeitet, die auch von adipösen Patienten lebte. Und obwohl alle wussten, dass der Bauchumfang viel mehr Aussagekraft hatte als der BMI wurde weiter auf den BMI geschaut. Unabhängig von Alter, von Lebenshaltung, Bewegung, etc. Wenn ich dann in den Gruppensitzungen die Meinung vertrat, dass der Bauchumfang wichtiger sei, wurde ich ignoriert. Na klar, der Arzt wird doch wohl wissen, warum man immer gewogen, der Bauchumfang aber nur am Anfang und am Ende – wenn überhaupt – gemessen wird.
Und wir reden ja auch immer von Übergewicht (=BMI) und nicht von zu großem Bauchumfang. Die Sprache lenkt und bildet Wirklichkeiten. Achten wir also auf unsere Sprache, wenn wir mit Patienten reden.

#21 |
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Zunächst mal guter Artikel ! Dabei gibt es aber einige Anmerkungen , die z.T. schon gemacht wurden :
Die impedanzanalyse zusätzlich zum BMI /Bauchumfang wichtig ! Mir fehlen aber ebenfalls Diofferenzierungen , z.B. Alkohol ( sehr verbreittes Gift ) , meist schlankere Menschen , Diabetes , Unfälle ( v.a. bei Männern ) , Depression ( sehr verbreitet ( v.a. Frauen ) , Differenzierung der sportlichen Betätigung ..etc…
Auch wenn ich Übertreibern wie Pollmer nicht folge : Als langjährigier Reha-Mediziner usw. sehe ich in letzter Zeit generell die Zone BMI 25-28 als ungefährliche an ..
Wg. der mir bekannten RF der Adipösen und den dabei erkannten Met. Syndrom sehe ich weiter aber die ( Gerechtigkeitslücke !)Notwendigkeit , einen Malus bei BMI 30 einzuführen …

#20 |
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Natürlich können dank der Errungenschaften von Medizin und Pharmaindustrie auch Übergewichtige lange leben. Insulin, Blutdruck-, Cholesterin- und Wassersenker, Protonenpumpenhemmer und was sonst noch alles machen´s möglich. Und sollte es doch zu Schäden an Organen und Gelenken kommen, stehen passenden Ersatzteile und Reparaturdienste zur Verfügung. Und am Ende der Tage verlängern die Energiereserven von 30 kg reinem Fett die Verweildauer im Sterbebett um mindestens 12 Monate. So stützen nicht nur die muskelbepackten Adonisse, sondern auch die Dickmoppel die Hypothese vom gesundheitlichen Nutzen des hohen BMI. Und alle können glücklich sein: Patienten, Ärzte, Medizintechnik- und Pharmaindustrie und die Junkfood- und Süßwarenindustrie sowieso. Pech haben dagegen oft die ideal- und normalgewichtigen Sportler und Asketen, wenn sie glauben unheilbar gesund zu sein und deswegen nie einen Arzt aufsuchen. Sie fallen tatsächlich manchmal ohne Vorwarnung tot um.

#19 |
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Franz Josef
Franz Josef

Diese ganze BMI-Grütze hätte so schon in das Weltbild der Lifestyle-Branche gepasst. Und nun wird es einfach kaputt gemacht. So was böses aber auch…
Sicher, wer nur Limonaden, Knabbergebäck und Medien konsumierend in der Ecke liegt, degeneriert – physisch wie psychisch.
Aber Körper, Stoffwechsel Ernährung – biochemisch komplexe Zusammenhänge, die nicht mit MasseDurchKörperhöhequadrat ausreichend beschreiben werden können.
Besonders interessant fand ich übrigens die Aussagen zu Grad I Adipositas…

#18 |
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Psych.Psychotherapeutin Monika Koch
Psych.Psychotherapeutin Monika Koch

Als Fachfrau “für die Seele” und damit gleichsam auch Körper, habe ich natürlich auch mit den psychischen Auswirkungen eines sogenannten “Übergewichtes” zu tun : Es sind leider oftmals gertenschlanke Frauen, die mit ihren Essstörungen und den : “Ich bin zu fett Klagen” dramatische und schädliche Diäten hinter sich bringen und natürlich damit ( u.a. ) dem alleinigen Massstab des BMI-Index ebenfalls auf den Leim gehen.Es wäre phantastisch, wenn der BMI-Index tatsächlich auf mindestens 27 hochrutschen könnte und damit vermeintlich übergewichtige Frauen zumindest auf ihrer Fettwaage ein wenig Frieden mit sich selbst schliessen könnten.Lieber ein kleiner Taillenring und ein bischen Hüftgold, als verbiesterte,total unglückliche und mit sich unzufriedene Klienten beiderlei Geschlechts.
Ich bin richtig dankbar für diesen aufschlussreichen Artikel von Herrn Gratzel und freue mich schon auf seine nächsten Ausführungen.

#17 |
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Heiler Eckehard Kiesling
Heiler Eckehard Kiesling

Ein toller Bericht und auch die Kommentare der Med. Kollegen vielen Dank:
Wie wir alle ja Wissen kommt die BMI Studie ja nur von den Versicherungen um die Risiken der Patienten höher einstufen zu können und nur um höheren Profit zu erwirtschaften. Es wird Zeit, dass sich welche zusammentuhen um diese Studie zu kippen und den BMI auf mindestens 27 zu erhöhen.
Was immer nicht berücksichtigt wird und von den Med. Kollegen falsch eingeschätzt wird, entweder aus Unkenntnis oder als Ausrede dem Patienten gegenüber um ihm Angst einzujagen und der Parma höhere Umsätze zu bereiten. Man sollte den Körperbau und die Muskulatur in erster Linie berücksichtigen, wenn ein Patient in seiner Jugend Kraftsport betrieben hat, der hat doch einen anderen BMI wie einer der lediglich nur am Fernseher gesessen ist und sich die Stick reingezogen hat. Es geht doch lediglich um das wohlfühl Gewicht und das auch im hohen Alter.
Vielen Dank für die ausgewogene und fachlich gute Darstellung des Themas.
MfG.
der Heiler vom See

#16 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

als Naturwissenschaftler, der seit der Kindheit durchgehend intensiv Sport treibt und sich seit ca. 40 Jahren mit Ernährung beschäftigt, kann ich nicht verstehen, wie man den BMI ernsthaft als Maßstab für was auch immer benutzt.
Nur weil er bequem zu ermitteln ist? Er unterstellt viel zu viele Voraussetzungen ( Körpergrößenbereich, Muskelanteil usw. ) um tatsächlich erfolgreich auf alle Menschen angewandt zu werden. Geht es nicht letztlich um den Körperfettgehalt?
Gerade im Bereich bis etwa BMI 25 – 30 braucht der BMI wenig bis gar nichts mit dem Körperfettgehalt zu tun zu haben ( ich selbst habe als trainierter, 60-jähriger Ruderer bei einem BMI von ca. 25 einen Körperfettanteil von ca. 13 %, eine Bekannte hat mit einem BMI von 18,4 Untergewicht, jedoch einen Körperfettanteil von 17 – 18 % und bekommt regelmäßig ihre Periode ), kann aber auch, wie am schlaffen Bürohengst ersichtlich, einen schon merklich erhöhten Körperfettanteil verschleiern.
Wenn also falsche oder unpräzise Voraussetzungen in eine Beweisführung eingehen, ist das Ergebnis wenig aussagekräftig oder auch widersprüchlich.
Und dann fällt mir auch eine andere, kürzlich verbreitete Nachricht ein, in der es um Auszehrung bei Krebspatienten ging, wo man jetzt anscheinend eine Leberfunktionsstörung gefunden hat. Natürlich halten in einer solchen Situation Menschen mit mehr “Reserven” etwas länger durch, doch wie schon in der Diskussion angeklungen ist: wer bekommt Krebs, oder Schlaganfall oder …
Da sollte man zuerst nachfragen, und erst an zweiter Stelle, wer überlebt Krebs, Schlaganfall oder …
Natürlich ist es wichtig und auch richtig, kranken Menschen zu helfen. Doch noch wichtiger ist es, prophylaktisch Krankheiten zu vermeiden. Doch daran verdient weder die Pharmaindustrie, noch die Apparatehersteller und auch nicht bzw. deutlich weniger die Nahrungsmittelindustrie, speziell die Süßwarenindustrie.

#15 |
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Diese ganze Diskussion um die gesundheitlichen Auswirkungen des Körpergewichts erinnert mich an eine Chemie mit vier Elementen, oder eine Medizin mit vier Kärpersäften. Wie schon Einstein sagte, sollte man so weit vereinfachen wie möglich, aber nicht noch weiter. Und der BMI ist meiner Meinung nach eine solche unzulässige Vereinfachung, die für sich alleine noch keinen Informationsgehalt hat. Wenn ich als Chemikerin Versuche zur Entwicklung einer spektroskopischen Metohode in Lösung mache, aber die Natur des Lösungsmittels dabei ignoriere, muss ich mich damit abfinden, dass meine Ergebnisse für die Tonne sind. Und das müssen auch die Autoren etlicher dieser Studien, die, wie der Autor selbst sagt, nicht einmal wissen, wie die Körper ihrer Probanden zusammengesetzt sind. Sicher ist es unendlich aufwändiger, die Probanden nicht nur zu wiegen, sondern auch auszumessen, ihren Körperfettgehalt und davon dann auch noch den Anteil an Viszeralfett zu ermitteln – aber ohne das wird es wohl weiterhin nur vom Zufall bestimmte, nicht eindeutige Ergebnisse geben.

#14 |
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PD Dr. Hartmut Grimm
PD Dr. Hartmut Grimm

wichtig ist doch auch, genauer zu schauen, wie groß der Anteil in der jeweiligen aufgefallenen Gruppe ist!? Kann man sich vorstellen, dass bei niedrigerem BMI die evtl. gleich verteilten “anderen” (physiolog., genetisch…) Ursachen für Schlaganfall besonders auffällig werden – eben weil die vom höheren BMI verursachten fehlen? Wenn dann noch diese “anderen” deutlich schlechtere Aussichten haben, wird doch auch eine bessere Überlebensrate für höhere BMI signifikant!?

#13 |
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Dr. Eike-Hans Theopold
Dr. Eike-Hans Theopold

Die BMI Rechner und die ewig gestrigen sollten die pauschale Diffamierung der 50% der sog. Adipoesen der Bevölkerung ueberdenken und sich von ihren alten marktkonformen Denkweisen verabschieden.
Wie währe es, sich einmal mit den Erkenntnissen der “Selfish Brain” Forschung in Lübeck zu beschäftigen, bevor man sich wieder auf neue Statistiken und Feinde einschießt .

#12 |
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Dr. med.  Martin Grosshans
Dr. med. Martin Grosshans

Dies ist ein sehr guter und lesenswerter Artikel, der ein wichtiges Problem der Adipositasforschung prägnant zusammenfasst.

#11 |
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was hat Steinbrück mit Medizin zu tun?
Wahlkampf bei Doc check?
Ist das nicht unter Niveau?

#10 |
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Dr. med. Stefan Krüger
Dr. med. Stefan Krüger

Herr Graetzel, sehr gut recherchierter und geschriebener Artikel, fuenf Sterne. Moeglichst immer so!

#9 |
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Ja, ja da erfahren wir endlich, was wir schon immer gerne wahr haben möchten. Unsere Kugelbäuche und Rettungsringe sind gesund. Und wir dürfen jetzt auch guten Gewissens unsere Kinder mit Pommes und Schokoriegeln mästen. Die müssen sich dann auch beim Schulsport und im Schwimmbad nicht mehr schämen, denn Sie wissen nun, daß sie dafür länger leben werden. Wunderbar.

Mit einer Metaanalyse kann man jedes beliebige, i. d. R. vom Sponsor erwartete Ergebnis erhalten. Man muß dazu noch nicht einmal Statistiken selbst fälschen, sondern nur aus der Vielzahl der weltweit verfügbaren Studien diejenigen heraussuchen, die das gewünscht Ergebnis stützen.

Krebspatienten sind meist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gertenschlank. Kann man daraus schließen, Idealgewicht verkürze das Leben?

#8 |
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Es ist mir in meiner langjährigen Praxis oft begegnet ,daß insbesondere im höheren Alter ein moderates Übergewicht durchaus günstig ist denn ich habe eine Reihe von Patienten mit dem sogenannte Idealgewicht oder mit Untergewicht bei akuten schweren Erkrankungen sehr schnell verloren .Viele andere Faktoren tragen ,wie wir wissen ,dazu bei,daß ein Patient stirbt ,es ist keinesfalls ein bißchen Übergewicht.

#7 |
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Sehr schöne Aufarbeitung des ‘Medienhypes’. Danke.
Als bariatrische Chirurgin beschäftigt mich seit langem das Problem des BMI als oftmals falsch positive Kategorisierung. Vielleicht schreiben Sie gelegentlich über das neue Stratifizierungssystem von Arya Sharma aus Kanada : EOSS. Das kombiniert den BMI mit den Komorbiditäten. Und da wird das Bild wesentlich differenzierter. In unserer Adipositas Klinik in Hamburg haben wir begonnen, diese Stratifizierung parallel zu erheben – bin gespannt, was in ein, zwei Jahren für Daten herauskommen.

#6 |
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Der BMI umfaßt ja nur das Gesamtgewicht und die Körpergröße.
Wer sich mal längere Zeit mit Bioelektrischen Impedanzanalyse
(BIA)beschäftigt hat,der weiß ,daß es durchaus normalgwichtige,mit einem überhöhten Fettanteil ausgestattete
Menschen gibt (sog. Sarkopenier) und umgekehrt,Übergewichtige
mit hohem Organzell-und muskelzellanteil.
Außerdem kommt es noch auf die Wasserverteilung ( intra-oder extrazellulär)an,die auch Aussagen über die Stoffwechselsituation ect.macht.
Ein übergewichtiger Gewichtheber könnte also durchaus eine längere Lebenserwartung haben als ein normal-oder sogar untergewichtiger Büroarbeiter !!!

#5 |
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Mit Statistik alleine kann man halt noch keine “Medizin” verstehen.
Das medizinische Übergewicht ist nicht mit dem statistischen identisch,
sonst wären die Klitschkos ohne ein Gramm zu viel Fett ebenfalls “krank”.
Hinter dem Übergewicht steckt also die eigentlich gemeinte Stoffwechselstörung, die durch den BMI nur unvollständig erfasst ist.

So trifft die Körpergröße kombiniert mit dem größten Bauchumfang bekanntlich diese Korrelation wesentlich besser, ist aber für solche Massenuntersuchungen nicht so praktikabel bzw. verfügbar.

Hinzu kommt eine Risikoumkehr im höheren Alter, die man einfach zur Kenntnis nehmen muss und die speziell das Abnehmen im höheren Alter (Eiweißmangel) verbieten sollte.
Zudem erhöht Untergewicht selbstverständlich AUCH das Risiko, hier fälschlich bezeichnet als “Normalgewicht” besonders für Männer (Muskeln).
Große Zahlen bringen also keineswegs in der Medizin automatisch mehr Erkenntnis über wichtige kausale Zusammenhänge.

Viel aktueller und wichtiger ist doch das Thema des zunehmenden “krankhaften Übergewichts”, hier gar nicht angeführt und seine notwendige Behandlung, das definitionsgemäß ab BMI 40 beginnt, für manche mit entsprechenden assoziierten Erkrankungen auch schon mit 35.

Darunter ist alles halb so wild und kann durch viel Bewegung kompensiert werden.

mfG

#4 |
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Herr Norbert Bach
Herr Norbert Bach

Eine sehr interessante Analyse. Danke für die gute und informative Aufbereitung.

#3 |
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Dr. med. Hans-Jürgen ZIMMERMANN
Dr. med. Hans-Jürgen ZIMMERMANN

sehr schöne, kurze Übersicht über e. komplexes Thema.
Als lanjähriger Landarzt habe schon seit längerem d. Eindruck, dass e. “moderates” Übergewicht – BMI ca. 27 – eher e. ” Gesundheitsvorteil” ist verbunden mit regelmäßiger Bewegung und optimierter “Mittelmeer-Kost”.

#2 |
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Dr. Klaus Richter
Dr. Klaus Richter

Eine Hypothese zu den Ergebnissen der Tempis-Studie: Vielleicht haben eigentlich “gesunde” Patienten mit höhem BMI häufiger Schlaganfälle. Dann hätten sie natürlich auch bessere Chancen, diesen zu überleben. Aber mit niedrigerem BMI hätten sie gar keinen Schlaganfall gehabt. Die Frage wäre also: Wie hoch ist das Risiko, einen Apoplex zu erleiden in Abhängigkeit vom BMI?

#1 |
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