Depression: Mitochondrien auf Notstrom?

11. August 2014
Teilen

Forscher haben herausgefunden, dass die Mitochondrien bei depressiven Patienten "herunterfahren" und weniger Energie produzieren, was womöglich Symptome wie Antriebslosigkeit, Interessenverlust und Konzentrationsschwäche begünstigen könnte.

Interessensverlust, Antriebsschwäche und Konzentrationsprobleme – diese typischen Symptome einer Depression könnten ihren Ursprung in den „Kraftwerken der Zellen“, den Mitochondrien, haben. Auf der Suche nach biologischen Grundlagen der Erkrankung haben Ulmer Forscher um Professorin Iris-Tatjana Kolassa und Dr. Alexander Karabatsiakis herausgefunden, dass die Zellkraftwerke bei depressiven Patienten offenbar „herunterfahren“ und weniger Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) produzieren.

Dieser Energiemangel könnte einzelne Symptome wie Antriebslosigkeit erklären und die Ausprägung einer Depression beeinflussen. Womöglich helfen die Ergebnisse der Forscher dabei, die medikamentöse Therapie der psychischen Erkrankung zu verbessern. Ihre Studie ist in der Fachzeitschrift „Translational Psychiatry“ erschienen.

Verringerte Leistungsfähigkeit diagnostiziert

Bisher galten Veränderungen von Neurotransmittern im Gehirn als wichtigste biologische Auffälligkeit der Depression. Jetzt haben Forscher der Ulmer Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie einen weiteren Verdächtigen im Visier: Die Mitochondrien, Energielieferanten der Zellen. Ihre physiologische Aktivität haben sie anhand der peripheren Blutzellen von 44 Probandinnen untersucht. Bei der Hälfte dieser Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren war eine akute Majore Depression diagnostiziert worden, während der Studie wurden sie in einer Hildesheimer Klinik behandelt.

In einer standardisierten Untersuchung bestimmten die Psychiater den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung. Die anderen 22 Frauen hatten noch nie eine Depression durchlebt. Alle Probandinnen haben den Wissenschaftlern Fragen zu ihrem Lebensstil und Lebensereignissen beantwortet, ihr Körpermasseindex (BMI) war bekannt. Um die Aktivität der „Zellkraftwerke“ zu erfassen, wurde dann eine so genannte respirometrische Messung in den Blutproben der Probandinnen durchgeführt.

Erfasst wurde dabei der Verbrauch des Sauerstoffs als Maß der Energiekopplung zur Synthese von ATP. Und tatsächlich: „Bei den depressiven Patientinnen war die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmerinnen verringert. Zudem korreliert die Abnahme der mitochondrialen Leistung mit der Schwere der Erkrankung“, fasst Christina Böck, Mitarbeiterin im Projekt und Doktorandin an der Internationalen Graduiertenschule für Molekulare Medizin, zusammen. Dies gelte besonders für Symptome wie Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Energieverlust und in etwas geringerem Maße für Traurigkeit.

Eventuell lohnender Ansatzpunkt für Behandlung?

Offenbar verfügen depressive Patienten also über weniger zelluläre Energie in Form von ATP als gesunde Personen. Dies könnte in Zeiten eines erhöhten Energiebedarfs – zum Beispiel unter Stress – zu einem Energiemangel und zu einer reduzierten Immunabwehr und damit höheren Infektanfälligkeit führen. Teilweise wird sogar angenommen, dass eine Depression kardiovaskuläre Erkrankungen, Typ 2 Diabetes und Krebserkrankungen begünstigt.
In Folge dieser Studie sollten die „Zellkraftwerke“ als lohnender Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung einer Depression angesehen werden. Womöglich lässt sich die Mitochondrienaktivität auch als Biomarker heranziehen, um so die Wirkung einer Therapie zu überprüfen.

Einschränkend könnte die unterschiedliche Medikation der depressiven Probandinnen das Studienergebnis beeinflusst haben. Zudem war der BMI und der Zigarettenkonsum der erkrankten Patientinnen gegenüber der Kontrollgruppe deutlich erhöht – ein weiterer potentieller Störfaktor. „Die Befunde zeigen in jedem Fall einen neuen, alternativen Weg der Krankheitsentstehung auf. Ob sich die Mitochondrienaktivität bei einer erfolgreichen Behandlung der Depression wieder normalisiert, sollte in weiteren Untersuchungen geklärt werden“, sagt Iris-Tatjana Kolassa.

Originalpublikation:

Mitochondrial respiration in peripheral blood mononuclear cells correlates with depressive subsymptoms and severity of major depression.
Alexander Karabatsiakis, Christina Böck et al.; Translational Psychiatry; 2014

43 Wertungen (4.35 ø)
Medizin, Neurologie, Psychiatrie

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

23 Kommentare:

Gast
Gast

Verehrte Kollegin @Dr Jutta Etscheidt,
Mitochondrien sind nicht “alternativ”,
siehe Sportmedizin oder die seltenen genetischen Störungen in der Pädiatrie.
“Wissenschaftlich” heist aber auch,
dass hier objektive Kriterien existieren,
und hierzu gehört z.B. die in der o.g. Arbeit zitierte Messung des O2-Verbrauchs der Mitochondrien.

#23 |
  0
Dr Jutta Etscheidt
Dr Jutta Etscheidt

Ich muss mich immer wieder wundern, was heutzutage alles als “neue Erkenntnis” dargestellt wird. Sehr viel davon ist Ärzten, die sich mit alternativer Medizin beschäftigen, seit Langem bekannt.

#22 |
  0
Peter Hitzer
Peter Hitzer

in diesem Zusammenhang sei auf ein sehr interessantes Buch von Kuklinski et al. hingewiesen: “Mitochondrientherapie – die Alternative: Schulmedizin? – Heilung ausgeschlossen!”.
Hier wird vor allem beschreiben, was versucht werden kann, um eine mangelhafte ATP-Produktion wieder zu normalisieren

#21 |
  0

(19)…leider wird dieser Unsinn auch bei uns schon gemacht, wenn auch vielleicht noch nicht im gleichen Ausmaß. Finde Ihre Ausführungen (19) sehr treffend. M.E. können Tabletten (bei Erwachsenen) vielleicht kurzzeitig helfen, die Patienten in eine therapiefähige Verfassung zu bringen, aber bestimmt keine Therapie ersetzen, die an den Ursachen arbeitet. Und sollten die Mitochondrien für die Depressionsaulösung eine wichtige Rolle spielen, wird man deren “Erholung” bestimmt nicht mit Tabletten erreichen – für die psychischen Depressionstrigger gilt dies erst recht.

#20 |
  1
Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

(17) Das alte Geist-Körper Problem wird auch heute besonders von Amerikanern oft missachtet.
Ich antworte auf die Frage immer mit Aristoteles:
“Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile”
will sagen, es ist eine Systemleistung, nicht die (materielle) Größe macht es.
Natürlich wird auch das “System” auf Störungen seiner Bausteine irgendwie reagieren.
Es scheint mir deshalb jedoch nicht gerechtfertigt psychische Begriffe “organisch” zu erklären.
Noch interessanter ist ja umgekehrt der Einfluss der Psyche auf den Körper,
im Extremfall der Suizid.
Wie der Muskel ohne Training trotz aller Anabolika NICHT kräftiger werden kann,
kann man bestimmte psychische “Veränderungen” nicht ausschließlich organisch (Tabletten) erreichen.
Ich war schon öfter in USA und weis dass dort schon Kinder in der Schule Tabletten nehmen, warum auch immer,
und hoffe nur,
dass wir diesen Unsinn nicht nachmachen.
“Depression” ist als psychische (vorübergehende) Zustandsbeschreibung etwas durchaus häufiges und in dieser Häufigkeit nicht krankhaft, sondern fast ausschließlich “reaktiv”, also Folge einer psychisch erfahrbaren Ursache.
Der sollte man als Therapeut zuerst nachgehen.

#19 |
  0

@ #16: Hallo Herr Dr. Bayerl, Danke für die genaue Darstellung. Bekannt ist auch, dass die Mitochondriendichte in Phasen hohen ATP-Bedarfs (auch bei Stress ist dies der Fall) zum leistungslimitierenden Faktor werden kann. Die “Kraftwerke” kommen mit der ATP-Resynthese aus ADP nicht nach. Regelmäßiges Ausdauertraining erhöht längerfristig die Mitochondriendichte, sodass mehr ATP pro Zeiteinheit hergestellt werden kann. Ich fürchte aber, unser Exkurs führt jetzt etwas zu weit vom eigentlichen Thema weg. Ich wollte mit meinem Beitrag nur andeuten, dass die trainingsbedingte Erhöhung der Mitochondriendichte mit der antidepressiven Wirkung von Ausdauertraining zusammenhängen könnte (experimentelle Belege habe ich keine), was zu der Therorie eines kausalen Zusammenhanges zwischen ATP-Mangel infolge Mitochondrien-“Schwäche” und Depression passen würde.
Selbstkritisch gestehe ich aber, dass gegen meine These die oft recht schnelle antidepressive Wirksamkeit von Sport spricht. Die Mitochondrienvermehrung dagegen ist eine langfristige Adaptation, die erst nach mehrmonatigem Training (mind. 2-3x pW) zum Tragen kommt. Zudem gibt es auch depressive Ausdauersportler. Alleinverantwortlich sind ermattete Mitochondrien sicher nicht.

#18 |
  0
Beautycenter Bayerle
Beautycenter Bayerle

Herr Bayerl,

(10) ab welcher Größe gestehen Sie organischen Komponenten “psychische Eigenschaften” zu? Ein Mitochondrium hat noch keine, ein Neuron vielleicht auch noch nicht, vielleicht zehn oder erst hundert?

und

(13) der Indikativ von Lesen ist nicht derselbe wie der von Lassen!

#17 |
  0
Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

Hallo, Herr Dr. rer.nat. Stefan Graf, Mitochondrien degenerieren schnell da ihr “restliches” DNS nicht durch eine Zellkernmembran geschürzt ist (Bakterienursprung, Endosymbiose),
aber sie regenerieren auch sehr schnell bei physiologischer Belastung, Stimulus für die ATP-Produktion ist schlicht der ATP-Mangel bzw. der ADP-Anstieg.
Die Muskulatur eines 60-Jährigen regeneriert ihre Mitochondrien innerhalb eines knappen Jahres mit wöchentlich 2 bis 3mal gezieltem Krafttraining so, dass man sie dann nicht mehr von Mitochondrien von 25-Jährigen Gesunden unterscheiden kann.
Das hat man mittels Muskelbiopsien beobachtet.

#16 |
  0

@Dr. Daniel Grund (#9): Durch welche Worte fühlen sich Esoteriker(innen) nicht angelockt? Bei “Mitochondrien” sehe ich die Gefahr eher geringer – ist zu wissenschaftlich.

#15 |
  0

Für die “Mitochondrien-Theorie” spricht auch, dass eine der wichtigsten Wirkungen von Ausdauersport die Vermehrung der muskulären Mitochondrien und folglich eine Steigerung der ATP-Produktion ist. Die antidepressive Wirkung regelmäßigen Ausdauertrainings ist seit langem bekannt.
Wie der kausale zwischen Mitochondrienaktivität und Depression ist, was Ursache was Wirkung ist, bleibt ungeklärt. In jedem Fall aber ein lohnenwerter therapeutischer Ansatz, der sicher auch zahlreiche “unchemische” Versuche lohnt.

#14 |
  0
Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

Ich will nicht den Eindruck erwecken, dass ich die Rolle der Mitochondrien gering schätze, sie haben sicher eine Schlüsselrolle bei Alterung, “Entzündung” und Krebsentstehung. Ein kausale Beziehung zur Depression sehe ich nicht,
wer den Original- Beitrag ließt, findet nun wirklich ausreichend viele “confounder”, die die Mitochondrien belasten von Rauchen angefangen und das Heer der Medikamente. Das wertet den Beitrag ab.
Mitochondrien sind live-stile abhängiger als von ihrer “Genetik”.
Es muss als mehr über live-stile gesprochen werden.

#13 |
  0
Weitere medizinische Berufe

@Georg Wiegand
cc Peter Wollenhaupt
“Schwermetalle raus, organische Gifte raus, chronische Infekte raus, Elektrosmog reduzieren,”

So einfach ist das nicht. Wenn jemand auf Grund von genetischer Prädisposition, und/oder schweren Belastungen wie Missbrauch in der Kindheit, Dauerstress in einer schädigenden Ehe u.v.a.m., eine Depression oder ein Burnout entwickelt, sind körperliche Reaktionen unausweichlich, und zwar nicht nur die bekannten wie Schlafstörungen, Verstopfung/Durchfall, Inappetenz etc.

Zu Beginn die dauerhafte Ausschüttung von Stresshormonen, die weitere Schädigungen nach sich ziehen, bis in die Mtiochondrien.

Es lohnt sich also durchaus, neben einer Psychotherapie ( die ihrerseits eine Wechselwirkung auf die Soma hat ) auch eine Nahrungsmittelergänzungstherapie zu überdenken, insbesondere mit entsprechenden Aminosäuren.

Körperliche Aktivität ist sehr zu empfehlen, ist aber oft zu Beginn der Behandlung gar nicht möglich, weil der Betreffende dazu noch nicht fähig ist.

#12 |
  0
Georg Wiegand
Georg Wiegand

@ Bayerl: ebenso wenig wie Hoden Sexualität besitzen haben Neuronen psychische Eigenschaften. Dennoch geht es in beiden Fällen nicht ohne sie, oder?

Der Fehler des Mainstream ist es, anzunehmen das Krankheit durch Arzneimangel entstünde.

Vereinfacht gesagt: Schwermetalle raus, organische Gifte raus, chronische Infekte raus, Elektrosmog reduzieren, Mineralien und Vitamine rein, körperliche Aktivität rauf, und schon klappt’s auch mit der Gesundheit.

#11 |
  0
Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

“Terrible simplification”
Weder gibt es “die Mitochondrien”, jedes Organsystem hat seine eigenen.
Und zweitens haben Mitochondrien keine “psychischen” Eigenschaften.
Vielleicht wird hier ja auch Ursache und Wirkung verwechselt siehe #1
Zweifellos benötigt JEDES Leben, nicht nur menschliches, PERMANENTE Energiezufuhr, das ist allen Organsystemen gemein, wobei das Gehirn auf Entzug besonders empfindlich reagiert. Mitochondrien sind dafür verantwortlich (oxidative Phosphorylierung).
Das gilt allerdings auch für den simplen Natrium-spiegel, der in unserer cardial etwas
überbetonten mainstream-Medizin oft leichtfertig gesenkt (Diuretika) oder schlicht vergessen wird.
Auch ein niedriger Natriumspiegel vermindert messbar die Leistungsfähigkeit des Gehirns.
Organsysteme, die weniger “genutzt” werden, vermindern umgekehrt SOFORT ihre Mitochondrienreserven. Ein sehr dynamisches System mit Rückkopplung.

#10 |
  0
Dr. Daniel Grund
Dr. Daniel Grund

Sehr interessanter Artikel!
Schade nur, dass Worte wie Mitochondrien und Depression Esoteriker anlocken wie Licht die Motten.

#9 |
  0
Gabriele Schröter
Gabriele Schröter

Hallo! Ich habe mich, als TCMler, noch nicht in die Mitochondrientherapie eingearbeitet, gibt es vielleicht ein gute Literaturempfehlung für mich?
Labor? Bücher? Internet? Arzneimittel?

G.Schröter HP

#8 |
  0
Heilpraktiker

Wow,mda bin ich ja froh, dass wir endlich die perfekte Lösung für Depressionen und Burn Out haben! Hätte mich auch gewundert, wenn man das mit Psychotherapie hin kriegt :-)

#7 |
  0

@ Frau Monte und Dr. Stute:
Sehe ich genau so und das was Sie sagen ist auch meine Erfahrungen in der Praxis.
Ergänzen würde ich noch gerne zum Thema Hormone und Nutrienten die folgenden Stichworte:
– Nitrostress/funktioneller B12 Mangel (Martin Pall) als Ursache für Mitochondropathien.
– Nachlassende Cortisolproduktion der NNR (James Wilson) als Ursache für Fatigue
– Nahrungsmittelintoleranzen (z.B. Exomorphine, Philpot & Kalitta) und Kryptopyrrol (Pfeiffer) als Ursache für Verhaltensauffälligkeiten
Mit all Infos in den Postings hier findet man eine sehr gute Basis, wenn es darum geht, Depressionen anders anzugehen als mit “Mothers Little Helper” ;-)
Herzliche Grüße

Dirk-Rüdiger Noschinski

#6 |
  0
Weitere medizinische Berufe

“Der Burnout Irrtum”

Ausgebrannt durch Vitalstoffmangel
Burnout fängt in der Körperzelle an

Dieses Buch z.B. gibt es seit dem April 2012, es ist überzeugend.
Gut, dass die Forscher das jetzt auch herausgefunden haben.

#5 |
  0
dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

richtig , Frau Monte,
seit Jahren weise ich auf die Bedeutung der Atmungskette u. genügender ATP- Produktion .Für die Atmungskette/ Mitochondrien braucht man keine Medikamente, allerdings Nahrungsergänzungsmittel vorrangig aus dem Bereich der Polyphenole / Isoprenoide .UND !!! gerade bei Depresionen bioidentische Hormone u. eine Regelung der IL – / Cytokinmuster z.B. a la Glady oder der Mikroimmuntherapie .

#4 |
  0

Super, dass die „wissenschaftliche“ Medizin den kausalen Zusammenhang zwischen Mitochondrienfunktion und Depression erforscht! Klinisch kann ich sagen, dass der nachhaltige Erfolg in der Behandlung von Depressionen unter Berücksichtigung der Mitochondrienaktivität vorprogrammiert ist. In meiner Praxis konnten bereits etliche Patienten die klassische antidepressive Medikation absetzen, sobald die Zellleistung nach oben ging. Völlig widersinnig empfinde ich den Gedanken, man müsse jetzt Medikamente für Mitochondrien entwickeln. Wir Menschen sind Teil der Natur und rein logisch kann der Teil nicht schlauer sein als das Ganze. Mitochondrien mögen nun mal keine chemisch-synthetischen Substanzen. Um Mitochondrien wieder fit zu bekommen, hat sich in meiner Praxis eine so genannte anti-entzündliche Ernährung als Basistherapie in Kombination mit einem Mitochondrien-optimierten Futterangebot in Form von naturkonformen Mikronährstoffen sowie Elimination von toxischen Metallen via Chelat-Therapie als extrem erfolgreich gezeigt. Mir ist es deshalb auch ziemlich egal, ob der Patient ein so genanntes Burn-Out-Syndrom oder eine Depression hat: Beide haben eine Mitochondrien-Dysfunktion und erhalten die selbe (erfolgreiche) Therapie. Gelingt es, die Mitochondrien-Funktion zu optimieren, wirkt sich das auch immer auf den ganzen Körper aus und nicht nur aufs Gehirn: die NO-Gas-Synthese steigt, dadurch kann der Blutdruck sinken und auch Viren und andere intrazellulären Erreger können eliminiert werden (Infektprophylaxe); zudem ist NO-Gas ein Gasotransmitter; das Problem der Hypercholesterinämie und des Hormonmangels würde komplett gelöst, weil aus dem Cholesterin an der inneren Wand der Mitochondrien etliche Steroide Hormone produziert werden, usw. usw. PS: auch Psychosen sprechen auf Mitochondrien-Optimierung an, ganz zu schweigen von allen anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Der einzige Haken an der Geschichte: naturkonforme Mitochondrien-Therapie hat keine Lobby.

#3 |
  0

Dies könnte auch eine mögliche Erklärung für die Gewichtszunahme unter einer antidepressiven Medikation sein. Nicht immer ist diese ja eindeutig auf eine erhöhte Kalorienzufuhr oder Bewegungsmangel (nach Therapiebeginn) zurückzuführen.

#2 |
  0
Ärztin

Umgekehrt wird ein Schuh draus, die Mitochondrienaktivität ist durch Umweltbelastung( und Probleme der Enzymaktivität ) gestört, Nahrungsergänzung nach Diagnostik(Vollblutanalyse) und vorsichtiges Entgiften, um die Mitochondrien nicht weiter zu zerstören, führt zu Verschwinden der depressiven Symptomatik unter gleichzeitiger Verbesserung der Stoffwechselleistungen, der Neurotransmitter und und und.

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: