Arzthonorar: Morbides Monetensystem

11. August 2014
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Schon lange stehen ärztliche Vergütungsinstrumente in der Kritik. Standesvertreter fordern ein höheres Niveau beim einheitlichen Bewertungsmaßstab. Auch die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung ist nicht frei von Zweifeln. Nun erregen neue Gutachten Aufsehen.

Das vertragsärztliche Vergütungssystem ruht auf mehreren Säulen. Alles beginnt mit der Gesamtvergütung: eine Summe, die Krankenkassen an Kassenärztliche Vereinigungen entrichten. Als Basis abrechnungsfähiger Leistungen in Punkten dient der einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM). KVen errechnen das ärztliche Honorar, indem sie neben dem EBM ihren Verteilungsmaßstab anwenden. Darin wird die Aufteilung der Gesamtvergütung unter Ärzten beziehungsweise Arztgruppen geregelt. Morbiditätsabhängige Anteile kommen einerseits über die Gesamtvergütung von Krankenversicherungen zum Tragen. Andererseits erhalten Arztgruppen und Ärzte morbiditätsabhängige Regelleistungsvolumina. Mehrere Stellschrauben dieses Systems stehen jetzt in der Kritik.

Kalkulatorische Arztlöhne anheben

Der aktuellste Aspekt: Mitte August beginnen Honorarverhandlungen für Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten. Hier will die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) neue Forderungen einbringen. Ziel ist, kalkulatorische Arztlöhne anzuheben. Zum Hintergrund: Der EBM geht auf Annahmen des Jahres 2008 zurück. Damals war die Idee, dass niedergelassene Kollegen, die 51 Stunden pro Woche GKV-Patienten versorgen, nach Abzug aller Betriebskosten ein Oberarztgehalt von 105.000 Euro zur Verfügung steht. Dieses Honorar hat sich bei Krankenhäusern durch Tarifanpassungen längst erhöht. Mittlerweile seien es laut Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, schon 133.000 Euro. Er rechnet mit drei Milliarden Euro, um entsprechende Differenzen auszugleichen. Rückendeckung kommt vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland: Dominik von Stillfried und Thomas Czihal schreiben, das Niveau im EBM reiche nicht aus, um Referenzeinkommen zu erhalten. Vielmehr fordern sie, Arbeitszeiten angemessen zu bewerten. Und Dirk Heinrichs, Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes, mahnt, im ambulanten Bereich müssten Verdienstmöglichkeiten für Praxisärzte attraktiver werden, um nicht ins „Fachkräfte-Abseits“ zu geraten. Krankenkassen kritisieren Zahlen der KBV als „rhetorischen Kniff“, um Arztlöhne künstlich in die Höhe zu treiben.

Morbide Vergütungen

Jetzt hat sich das IGES-Institut auch mit morbiditätsorientierten Parametern befasst. Die letzte Reform führte in 2008 zu regional äußerst unterschiedlichen Situationen. Manche KVen setzten hohe Punktwerte an, begrenzten aber die Leistung. Andere kalkulierten mit niedrigeren Punktwerten und höheren Mengen. Acht KVen, die in der Arbeitsgemeinschaft LAVA – Länderübergreifender  Angemessener Versorgungsanspruch – gemeinsame Interessen verfolgen, fordern Morbiditätsstrukturmessungen, um die Gesamtvergütung festzulegen. Entsprechende Parameter seien stark von der Methodik abhängig, heißt es vom IGES. Forscher wittern hier einen möglichen Bias. Sie sprechen sich für die Beibehaltung der aktuellen Systematik aus. Nimmt man den Bundesdurchschnitt als Richtschnur, würden laut IGES „tatsächliche Versorgungsrealitäten ignoriert“, und es käme zu einer „finanziellen Über- oder Unterausstattung der KV-Region“. Am Beispiel Sachsen-Anhalts zeigen Wissenschaftler, dass die Gesamtvergütung ihrer Meinung nach nicht zu niedrig bemessen worden sei. Damit nicht genug: Im besagten Kammerbezirk lagen GKV-Honorare 14 Prozent über dem Wert aller anderen Regionen. Trotzdem reichte dieser Anreiz nicht aus, um Kollegen in strukturschwache Regionen zu locken. Kritik an diesen Überlegungen kommt vom Hartmannbund. Dessen Vorsitzender Dr. Klaus Reinhard spricht von einer „pseudowissenschaftlichen Bewertung historisch gewachsener Strukturen im Auftrag der Krankenkassen, um „die Konvergenz zu Grabe zu tragen“.

Einzelleistungen neu vergüten

In der Zwischenzeit überrascht die Techniker Krankenkasse (TK) nicht ganz uneigennützig mit einem neuen Vergütungssystem, das ebenfalls vom IGES-Institut entwickelt worden ist. Ökonomen schlagen vor, Pauschalen durch Einzelleistungsvergütungen zu ersetzen. Sie wollen Fixkosten abtrennen und nur bis zu einem Maximalbetrag erstatten. Variable Kosten, also Arztlöhne selbst, blieben dem Modell zufolge ohne Deckelung. TK-Vorstand Thomas Ballast hofft, das System würde „Anreize für Ärzte mildern, leichtere Fälle gegenüber schwereren zu bevorzugen“. Ärzten verspricht er „mehr Transparenz und Planbarkeit“. Einen Anstieg von ärztlichen Arbeitsstunden erwarten Mathematiker nicht. Sie führen an, bereits heute gäbe es Ärzte, die weniger als 20 beziehungsweise mehr als 65 Stunden pro Woche arbeiteten. Beide Gruppen wollten oder könnten ihr Pensum nicht weiter ausdehnen. Ballast selbst hofft, mit einem neuen Anreizsystem quasi en passant weitere Probleme zu lösen, nämlich vermeintliche Probleme bei der Terminvergabe. Momentan laufen Gespräche für eine Testphase. Ziel ist, im Bereich einer KV alle Krankenkassen zu beteiligen.

87 Wertungen (3.84 ø)

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38 Kommentare:

Arzt
Arzt

Herr Dr.Wagner,
es geht hier erkennbar nicht um Ärzte oder um die Generation Y, sondern um die zunehmende Einschränkung selbständiger ärztlicher Tätigkeit von “außen”.
Das muss doch eigentlich ein Blinder mit Krückstock erkennen.
Deutschland hat eigentlich eine ganz exzellente medizinische Tradition mit zahlreichen Nobelpreisträgern, die hier schrittweise zerstört wird.
Angefangen mit Hitler, der 1939 mit einem Gesetz, das ihm persönlich am Herzen lag, die Heilpraktiker zur Behandlung Kranker zugelassen hat, was vorher verboten war und das unsere “Demokratie” übernommen hat.
Die bekommen heute ebenso wie nicht medizinisch ausgebildete Psychologen Geld von der AOK. Jetzt wird schon Reklame durch Bertelsmann gegen ärztliche Coloskopien zur Krebsprophylaxe gemacht, zufällig dem häufigsten bösartigen Tumor, Männer und Frauen zusammen gezählt. “Das wäre zu gefährlich (zu teuer)”
Deutschland verliert seine exzellente Stellung in der Behandlung kranker Menschen,
zu Gunsten von Quasselmedizin zur Beruhigung des Volkes.

#38 |
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Gast
Gast

Dem Herrn Wagner sei bei Geldnot angeraten, aus dem teuren Golfclub auszutreten und ein bisschen auf seine Ausgaben zu achten, dann klappts auch mit dem Verdienst.
Machen wir Kassenärzte schon seit Jahren….

#37 |
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Gast
Gast

@35+34: Mit Quetiapin lässt diese akute Wahnvorstellung sicher bald nach…..

#36 |
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Zum Zweck einer besseren Verständlichkeit meiner Kommentare #13/#14 sollte in Bezug auf die Heterogenität der Kommentatoren hinsichtlich ihres Alters und damit auch ihrer individuellen Lebens- bzw. “Karriere”phasen, in denen sie gegenwärtig befindlich sind, differenziert hingewiesen werden. Hierzu darf ich einen wie ich finde treffenden Kommentar anführen, der Missverständnisse wie den Vorwurf der Arroganz wie ich hoffe auszuräumen vermag:

Kommentar des 1. Vorsitzenden des Marburger Bundes NRW/RLP
Beim Arbeiten leben!
Prof. Dr. med. Gisbert Knichwitz: Generation Y ist eine Herausforderung

09.08.2014 – In jeder Generation gibt es – bedingt durch den Wertewandel – Generationskonflikte. Die neue Generation heißt bekanntlich „Generation Y“! Sie ist eine Herausforderung. Personalentwickler generieren bereits Checklisten: Wie gehe ich mit der Generation „Y“ um? Das klingt beinahe so, als müsste ein schwer erziehbares Wesen domestiziert werden. Seit den soziologischen Studien von Anders Parment im Jahr 2009 stehen die Werte der Generation Y auf der medialen Agenda. Seither wehrt sich diese Generation – und das völlig zu Recht!

Die Begründer der Generation Y sind zwangsläufig ihre Eltern, allesamt der Generation „Babyboomer“ angehörig. Sie wurden in den 60er-Jahren geboren und – wie es der Name schon sagt – sie sind zahlreich vorhanden. Die Babyboomer lebten immer im Leistungsdruck der Konkurrenz und waren der mittlerweile überholten Maxime „Wir leben, um zu arbeiten“ verfallen.

Die „Babyboomer“ lebten zudem in einem altruistischen, System, in dem soziale Leistung an Menschen nicht als Dienstleistung, sondern als ehrenhafte, ideelle Leistung verstanden wurde. Angesichts der weiter fortgeschrittenen ökonomischen Maßstäbe ist eine solche humanistische Einstellung einer Generation naturgemäß ideal, weil sie für unser Gesundheitswesen eine kostengünstige Bereicherung des Humankapitals darstellt! Nur, die Zeiten haben sich geändert! Das Krankenhaus ist längst kein altruistischer Ort mehr – es hat sich durch das DRG-System zu einem fallzahlenorientierten Wirtschaftsunternehmen gewandelt.

Und wer ist die „Generation Y“? Das sind junge Frauen und Männer, die seit den 80er-Jahren geboren wurden. Sie wurden von den „Babyboomern“ maximal ressourcenoptimiert großgezogen. Sie sind zu 25 Prozent Einzelkinder oder haben zu 50 Prozent ein Geschwisterkind. Sie haben ein Freizeit-Programm mit viel Sport absolviert, beherrschen mindestens ein Musikinstrument und selbstverständlich mehrere Sprachen fließend.

Sie waren alle mindestens einmal im Ausland und kommunizieren lebendig via Internet. „Unsichtbarkeit wird als Beleidigung empfunden, jeder Einzelne ist etwas Besonderes im sozialen Netz“, schrieb Sören Kopf im DÄB über „junge Wilde“. Sie sind sich ihrer besonderen Möglichkeiten bewusst, schätzen Verbindlichkeit. Warten zählt nicht zu ihrer Stärke.

Junge Ärztinnen und Ärzte erwarten vom Krankenhaus, mehr in die Strukturen eingebunden zu werden. Sie fordern einen verbindlichen Weiterbildungs- und Karriereweg. Sie wollen lernen, keinen Stillstand. Sie schätzen individuelle Lebensperspektiven und haben ein hohes Maß an Flexibilität. Entgegen den Vorurteilen der „Alten“ sind sie keine Egoisten, sondern teamorientiert; schließlich haben sie die Gruppenarbeit schon im Kindergarten gelernt.

Am wichtigsten: Die „Workaholic-Eltern“ haben ihnen ein sinnerfülltes Leben versprochen – im Beruf und in der Freizeit. Und das fordern sie zu Recht ein! So heißt es nicht mehr „leben, um zu arbeiten“, sondern „beim Arbeiten leben“! Da können die Babyboomer noch lernen! Schließlich steht die „Generation Y“ ihren Eltern in konservativen Werten in nichts nach und ist ihr in der Verbundenheit zur Region sehr ähnlich.

Wir brauchen die Generation Y im Krankenhaus. Wir brauchen sie für den Arztberuf und für unsere Patienten. Wir brauchen sie im Marburger Bund, denn wir können voneinander lernen. Wir freuen uns über jede neue engagierte Kollegin und jeden neuen Kollegen!

#35 |
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@Gast: “Ich bin wohl gerade erst aus meinem Dornröschen – Schlaf erwacht…”
Bitte schlafen Sie weiter…

@ Harald Pintarelli: Vielen Dank für Ihre differenzierendere Klarstellung.
“Wer die Arbeitsbedingungen von jungen Klinikärzten kennt, der fragt sich schon, warum man sich das antut… nur gibt es für Medizinier einen Ausblick auf Besserung.”
Sie sprechen mir da aus der Seele. Die große Frage ist, ob es einen Ausblick auf wirkliche Besserung gibt. Abhängig von den Rahmenbedingungen, die sich seit Jahren wie scheinbar nie zuvor im Wandel befinden.
Ich kann da Dr. med. Herbert Hagen und Dr. Bayerl in ihren Ausführungen nur voll und ganz beipflichten.

Ergänzend darf Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer A.D., zitieren (114. Deutscher Ärztetag 2011):

“Jahrelang haben wir unter dem Vorwurf der Über-, Unter- und Fehlversorgung gelitten. Immer wieder wurde Programmmedizin als Lösung proklamiert. Es wurde budgetiert, durchökonomisiert und administriert, weit über die Schmerzgrenzen auch von uns Ärzten hinaus. Es gab per Regierungsdekret keinen Ärztemangel, keine Überstunden und keine Ressourcenbegrenzung. Der freiberufliche Arzt war erklärtes Feindbild staatsmedizinischer Doktrin. Wir sollten nur noch als Ärzte der Krankenkassen arbeiten dürfen. Stellen Sie sich das mal vor – Kassenarzt der City-BKK.”

“Die Arbeitsbedingungen haben sich verbessert, aber nicht so, dass alle jungen Kolleginnen und Kollegen eine Perspektive in der kurativen Medizin sehen. Zu oft noch sind Familie und Beruf nicht miteinander vereinbar. Und immer noch treibt der Bürokratiewahn selbst hartgesottene Ärzte frühzeitig aus der Niederlassung. Während selbsternannte Ärztekritiker über zu hohe Arzteinkommen schwadronieren, gehen dem Gesundheitswesen die Ärzte aus. Und da hilft es auch nichts, wenn die Vertreter der Kostenträger immer wieder auf die absolute Zahl der Ärztinnen und
Ärzte hinweisen. Fakt ist, die Zahl der tatsächlich zur Verfügung stehenden Arztstundensinkt. Fakt ist, die Deutsche Krankenhausgesellschaft verzeichnet 5500 offene Stellen und Fakt ist auch, dass bis 2020 mehr als 50.000 Ärztinnen und Ärzten ersetzt werden müssen ohne dass ausreichend Nachwuchs in Sicht ist. Es geht um nicht weniger als die Zukunftssicherung moderner medizinischer Versorgung in einer alternden Gesellschaft. Und deshalb muss das Motto lauten: „Die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit“ und nicht wie in einer gesundheitspolitischen Castingshow, „Lügen aber richtig.“

„Tempora mutantur et nos mutamur in illis. Das gilt auch für uns Ärzte. Und dennoch und gerade deshalb müssen wir dafür kämpfen, dass der ärztliche Ethos als unverbrüchlicher ethischer Wert unseres Berufsstandes sich wider dem Zeitgeist behauptet.”

“Unsere Aufgabe ist es zu heilen und Schmerzen zu lindern. Wir sind Ärzte und Freiberufler, Anwälte unserer Patienten. Daraus erwächst das Recht, aber auch die Pflicht, die Rahmenbedingungen ärztlicher Berufsausübung so zu gestalten, dass wir auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen können, dass Ärzte ihren Beruf als Berufung sehen, kurz: das wir Therapiefreiheit und Freiberuflichkeit des Arztes bewahren.”

Wortbeitrag Dr. Handrock, Berlin, 114. Deutscher Ärztetag:
(…) Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland haben die Nase voll vom Vergütungssystem EBM. Wir können das nicht mehr akzeptieren.
(Beifall)
Das Kostenerstattungsprinzip ist eine Möglichkeit, endlich den Abrechnungsdschun-
gel zu roden und eine für Patient und Arzt eindeutige und transparente Regelung der Leistungsvergütung einzuführen. Die Sorg en um eine gegebenenfalls eintretende Praxis der Vorauskasse sind unbegründet; denn eine Rechnungserstellung nach GOÄ ist erst nach vollständiger Erbringung aller Leistungsinhalte möglich. Zum anderen ist es aus der Erfahrung der bisherigen Rechnungserstellung bei PKV- Patienten durchaus so, dass nach Kostenerstattung durch die PKV an den Patienten in aller Regel das Begleichen der Rechnung beim Arzt vorgenommen wird. Es ist also nicht so, dass der GKV-Patient in finanzielle Notlage käme, wenn er die Vergü- tung des behandelnden Arztes über die Kostenerstattung vornähme. Nachdrücklich wehre ich mich dagegen, in ideologisierter Sichtweise die Kostenerstattung als ein Vergütungsprinzip zu betrachten, das zum Schaden des Patienten ist, und das Sach-
leistungsprinzip als das einzige sozial mögliche Vergütungssystem.
(Beifall)
Nein, meine sehr verehrten Damen und Herren, die Kostenerstattung eröffnet endlich die Möglichkeit, in glasklarer Transparenz die Behandlungskosten dem Patienten zu verdeutlichen. Meine sehr verehrten Dam en und Herren, wir schaffen
durch Transparenz und eine verlässliche ökonomische Lage im Vergütungsbereich auch wie der eine für unsere jungen Kollegen attraktive Arbeitssituation im niedergelassenen Bereich. Sorgen wir durch diese klaren Verhältnisse für ei
ne Zukunft der Medizin in Deutschland!

(Anm.: Vielfach wurde die Meinung geäußert, die neue GOÄ solle als Muster für eine Etablierung des Sachlkeistungsprinzips im EBM und damit der GKV sein.)

2 Beschlüsse des 117. Ärztetags:

– Eine der Ursachen [des Ärztemangels] liegt in den zunehmend schwierigen wirtschaftlichen Voraussetzungen zum Betrieb einer Arztpraxis. In einigen KV- Bezirken wurde von ärztlichen Körperschaften festgestellt, dass niedergelassenen grundversorgenden Fachärzten eine kostendeckende Praxisführung allein aus vertragsärztlich er Tätigkeit nicht mehr möglich ist.
Um dem entstehenden und zunehmenden Ärztemangel in der Fläche entgegenzutreten und bereits bestehende Defizite auszugleichen, ist eine Erhöhung der Honorare in der Kassenmedizin notwendig, sodass eine kostendeckende und auskömmliche Patientenversorgung allein im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung bei durchschnittlicher Patientenzahl wieder möglich wird. Zusätzlich benötigen Vertragsärzte langfristige Planungssicherheit, weil sie im Rahmen einer Niederlassung hohe Investitionen zu tätigen haben.

-Das Präsidium der Bundesärztekammer (BÄK) wird aufgefordert, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte folgende Veränderungen zu erwirken:

1. Für ein angemessenes Honorar der freiberuflich tätigen Ärzte ist es zwingend erforderlich, dass feste angemessene und verlässliche Preise sowohl in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) als auch im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) verhandelt werden.

2. Die Budgetierung in der Medizin ist nach fast 20-jährigem Bestehen zu beseitigen. Budgetierung hat dazu geführt, dass es zu einer zunehmenden Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in den Praxen gekommen ist. Budgets sind leistungsfeindlich, sie heben die Therapiefreiheit des Arztes auf und bedingen auch eine Verschlechterung der Versorgung der Patienten.

3. Die GOÄ ist ein Element der Freiberuflichkeit der Ärzte und damit für gute und verlässliche Arbeitsbedingungen essenziell. Sollte es nicht innerhalb kürzester Zeit möglich sein, eine den ärztlichen Vorstellungen entsprechende Verhandlungslösung zu erreichen, muss ein eigener ärztlicher Vorschlag dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Abstimmung vorgelegt werden.

#34 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Dr. med Herbert Hagen, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

#33 |
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M.D. Manfred Engel
M.D. Manfred Engel

Jaja, die sog. angemessene Vergütung ………

#32 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Wenn das mal mit den Verträgen aufkündigen so einfach wäre. Wir haben ja gerade mit den gesetzlichen Kassen keine Individual- sondern Kolletkivverträge. Die sektiererischen Hausarzt- oder Facharzt Verträge sind keine echte Verbesserung sondern erhöhen die Abhängigkeit von den Kassen noch. Und die schlimmste Variante sind die in den Städten wie Pilze aus dem Boden schießenden Pseudoprivatpraxen die es nur darauf anlegen den selbst zahlenden GKV und Privat- Patienten durch fragwürdige pseudomedizinische Leistungen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Alles verständlich weil viele Kollegen die Unterbezahlung und den Zeitdruck in den Kassenpraxen nicht mehr akzeptieren. Aber leider bedeutet das eine massive Rufschädigung für den Arztberuf unter dem Strich. Andererseits warum sollen wir Heilpraktikern u.s.w. das Feld der hochbezahlten Behandlung von Befindlichkeitsstörungen überlassen? Nur schade dass durch diesen inzwischen notwendigen Nebenerwerb immer weniger Zeit für die Behandlung der echten schweren Erkrankungen bleibt. Absolut verständlich dass die Patienten, die ein erhebliches gesundheitliches Problem haben Frust schieben wenn die Praxen und Termine mit Patienten mit Bagatellerkrankungen verstopft sind für die vor 20 Jahren kein Mensch zum Arzt gegangen wäre. Das Problem ist ziemlich vielschichtig. Einfache Lösungen gibt es nicht mehr. Aber zentral ist eines: gebt den Ärzten die Zeit die sie brauchen um qualifizierte Leistung zu bringen und nicht nur für die Apparatemedizin v.a. in den Krankenhäusern und Großgerätepraxen. Da muss es eine massive Umverteilung der Geldströme geben, dann kann man sich auch wieder individuell um die Probleme der Patienten kümmern und muss nicht jeden ins MRT schicken weil man keine Zeit mehr hat zu untersuchen. Auch Ärzte sind Menschen und keine Maschinen die im 5 Minutentakt `Fälle` abarbeiten können. Die Taktung nach Kassenvorgabe ist 7 min für einen Erstkontakt und 2 min für eine Kontrollvorstellung beim Orthopäden. Ein Wahnsinn oder? Aber das ist die Basis der betriebswirtschaftlichen Kalkulation! Was soll man damit eigentlich Anfangen? Ja und dann kommen die saudummen Sprüche vom hyppokratischen Eid u.s.w. Letztlich läuft es darauf raus dass wir mit unserem Helfersyndrom die doppelte und dreifache Leistung und Zeit aufbringen die bezahlt wird. Kein Trost dass es anderen Berufssparten oft nicht besser geht. Es geht bei uns nicht um irgendwas sondern dem laut Meinungsumfragen höchste Gut der Menschen in unserem Land: die Gesundheit.

#31 |
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Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

@Harald Pintarelli vielen Dank für die Antwort, trotzdem liegen Sie falsch,
denn die angemessene Ausübung von NOTWENDIGERWEISE individualisierter Medizin erfordert den UNABHÄNGIGEN Arzt, den es schon im Krankenhaus NICHT MEHR gibt. Und Leistung folgt nun mal dem Geld.
Gehen Sie als Orthopäde in eine Heliosklinik, wird ihnen von der Zentrale in Berlin vorgeschrieben, welche Knieprothese sie implantieren dürfen.
Wer offenen Auges durch die moderne Welt spaziert wird erkennen, dass diese “Fremdbestimmung” (und -Überwachung) permanent in allen Lebensbereichen zunimmt. In der Medizin wird das überdeutlich durch Politik und die “global players”, die das wirklich große Geld verdienen. Dabei ist Krankheit nun mal gerade die Ausnahme von der Regel, die sich besonders schlecht “normieren” lässt.

Im übrigen würde auch die “medizinische Wissenschaft”, bewusst apostrophiert, zusammenbrechen ohne das Heer der unbezahlten Doktoranden.
Wissenschaftlichkeit darf auf keinen Fall aufgegeben werden, denn ein Heer von Scharlatanen ist immer die größte Bedrohung.

#30 |
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Dirk Reske
Dirk Reske

Mir stellt sich die Frage warum bei der bedauernswerten anstehenden Armut der klagenden Ärzte keiner seine bestehenden Verträge mit diesem System aufkündigt? Freiberufler zu sein heißt auch frei entscheiden dürfen, aber es ist ja so bequem am Gängelband der eigenen Vereinigung zu hängen. Diese Selbstbeweihräucherung führt doch zur Neiddiskussion es gibt überall in den Berufen Leute die den Hals einfach nicht voll kriegen, einige von denen schämen sich nicht einmal. Übrigens brechen bei anderen Berufen die Altersversorgungen genau so zusammen wie bei den “Niedergelassenen”, die ihre Praxis nicht mehr verkaufen können. Im übrigen folge ich dem Kommentar von Dr. Herbert Hagen in seinem letzten Absatz.

#29 |
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Es ist sehr interessant in Deutschland zu studieren, und im Ausland
zu arbeiten. Hier in der Schweiz wimmelt es von Deutschen Ärzten.
Deutschland ist Exportweltmeister für Ärzte.
Aber arbeiten in Deutschland? Aber nein Danke .
Chaosmediziner sollen lieber im Land bleiben.

#28 |
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Susanne Runne
Susanne Runne

Ich schäme mich zu Tode, wenn ich meine Hausärztin 5 Minuten um einen Rat bitte. Die Rechnungen sind zwischen 20 und 50 Euro. Ich weiß nicht, wie sie ihr Personal davon bezahlt.

Auf der anderen Seite bekommt mein Gastroenterologe rund 600 Euro. Dafür setzt sich nichts weiter als zwei Buchstaben in ein Formular. o. B. und wird etwas ungehalten, wenn ich noch eine Frage habe.

#27 |
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Dr. med Herbert Hagen
Dr. med Herbert Hagen

Es ist schon bezeichnet mit welcher Neiddiskussion auf die berechtigte Forderung von Ärzten nach einer angemessenen Vergütung reagiert wird. Zuhören: ICH BIN NIEDERGELASSENER ARZT UND MIT MEINEM EINKOMMEN ZUFRIEDEN. Überhaupt nicht zufrieden bin ich mit meinen Arbeitsbedingen. Gegängelt und pauschal verunglimpft durch KV, Kassen, Politik. Bedroht durch Regresse und geärgert durch sinnlose Bürokratie die nur ein Ziel hat: eine angemessene Behandlung meiner Patienten zu verhindern in einem chronisch unterfinanzierten System. Aber alles mit voller Haftung finanziell und juristisch. Ich mag mich nach 14 Jahren Studium und Weiterbildung, unzähligen 50-90 Stunden Arbeitswochen nicht mit Hilfspersonal vergleichen, ohne deren wichtige Arbeit herab zu würdigen. 18 € Grundpauschale, 45 € Scheinschnitt pro Kassenpatient im Quartal sind eine Verunglimpfung meiner Lebens- und Arbeitsleistung. Die Reanimation eines Kassenpatienten ist in diesem Land keine 50 € Wert. Noch fragen? Im nahen Ausland bekommt man für gleiche Leistung ein mehrfaches an Vergütung. Das bedeutet am Schluss weniger Stress und bessere Arbeitsbedingungen. Wenn die Bevölkerung in diesem Land so weiter macht kann sie ihr Ärzte ja bald in der Schweiz, auf Malle oder in Skandinavien zur Behandlung aufsuchen. In Schweden fährt man ja auch gerne mal 100 km zum Facharzt…. Vielleicht sollten einige unserer Patienten mal nicht mehr so viel Jammern? Im Ernst: ohne die positive Rückkopplung der 95 % zufriedenen Patienten hätte ich wie viele andere schon hingeschmissen. Lob, Anerkennung und angemessene Würdigung unserer Arbeit seitens der politisch Verantwortlichen das ist das was am meisten fehlt.

#26 |
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Harald Pintarelli
Harald Pintarelli

@ Gast
@ Dr. Bayerl

Meine Einlassungen sind – das gebe ich auch gerne zu – genausowenig differenziert, wie die oftmals pauschale Behauptung, Kassenärzte würden zu wenig verdienen. Aber das ist ja der springende Punkt: Welche Leistung welcher Ärzte wird warum zu wenig honoriert? Und das hängt durchaus mit der Frage zusammen, wer denn aus welchen Gründen Mediziner wird. Natürlich ist die von mir zitierte Motivation reine Polemik – aber hier offenbart sich schon ein gewisses Problem: Die medizinischen Fakultäten beanspruchen für sich, nur die (vermeintlich) leistungsstärksten Personen zuzulassen – was dann auch darin mündet, sich (hinsichtlich späterer Bezahlung) auch mit den “Spitzen” zu vergleichen. Das ist fatal – denn diese Motivation kann durch die Realitäte des Arztberufes nicht erfüllt werden. Man wird nicht Arzt um Spitzenverdiener zu werden.
Um eines auch ganz klar zu machen: Ich habe großen Respekt vor jedem, der sich das Studium und die anschließenden mind. 5 Jahre antut und entschuldige mich hiermit auch für meine abqualifizierenden Worte hinsichtlich der akademischen Qualitäten – zumindest die Verallgemeinerung. Die Meinung, dass ein Mediziner aber letztlich keine Wissenschaft studiert, sondern ein Handwerk erlernt, stammt jedoch von einem medizinischen Dozenten.

Aber zurück zur Grundaussage, dass es unzumutbar wird, ein “Kassenarzt” zu sein: Was ist denn die Lösung sowohl für die Unattraktivität strukturschwacher Regionen einerseits, als auch für die Einnahmengefälle innerhalb der Profession andererseits? Denn die Vorstellung, die medizinische Versorgung mit einer wie auch immer gearteten “marktwirtschaftlichen Selbstregulation” zu realisieren, schlägt fehl.
Eine komplette Verstaatlichung? Mal weit gedacht, warum nicht eine Verbeamtung der Mediziner? Ich meine das ganz ohne Polemik.
Wenn das unternehmerische Risiko nämlich für einen Mediziner in der Tat zu groß wird, wer versorgt dann die Bevölkerung?
Ich kann mir auch irgendwie nicht vorstellen, dass es viele praktizierende Mediziner gibt, welche eine angemessene Versorgung nur noch nach Finanzkraft des “Kunden” gewähren wollen – aber wie bereits gesagt: Es gibt im ganzen Gesundheitssystem eben keine Berufsgruppe, die annährend diese (Durchschnitts-)Verdienste generiert.
Aber werden hier dann nicht immer irgendwie die falschen Fronten aufgemacht: Mediziner gegen die Versicherer, gegen politische Entscheidungsträger, gegen wirtschaftliche Träger etc… Sollte nicht die gesamtgesellschaftliche Frage im Zentrum stehen: Was kann und darf “Gesundheit” kosten und wie lässt sich dies möglichst so verteilen, dass alle gut (und sicher) damit leben können? Darf eine medizinische Versorgung überhaupt nach dem Kriterium eines “profitablen” Geschäftes bewertet werden (was natürlich auch für die Kliniken zutrifft)?

#25 |
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Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

@Harald Pintarelli Ihre Klischees über Medizinstudenten und deren immer selteneren Dr.-Arbeiten sind hier nicht gefragt! Wer sind Sie schon um das zu beurteilen? Wahrscheinlich ein “Naturwissenschaftler”?
Wenn nicht, dann wird es als “Geisteswissenschaftler” ganz sicher noch falscher!
Was sich hinter dem harmlosen Wörtchen “Fleiß” versteckt, den Sie ja zumindest konzidieren, ist einfach die Masse des Stoffes, die fast alles sprengt, was sich sonst Naturwissenschaft nennt, weil es schlicht alle Gebiete miterfasst, einschließlich der “geisteswissenschaftlichen” Psychiatrie.
Und was kann der fertig staatlich Examinierte Mediziner dann???
So gut wie nichts,
er muss in der Klinik praktisch noch ein zweites mal von 0 anfangen.
Jeder Arzt der Patienten behandelt, also nicht Schreibtischärzte in Labors etc.
benötigt trotz aller Detailkenntnisse, von denen er gar nicht genug haben kann, IMMER zusätzlich den Blick auf den Gesamtmensch, das macht den Beruf so schwierig, so individuell und so wenig in die gewünschte “Normierung” passend.

Was wollen Sie bitte mit “brechend voll” sagen???

Und was haben nun diese Studenten mit der Frage der Unterbezahlung der Kassenärzte zu tun?

#24 |
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Gast
Gast

@Harald Pintarelli:
1. Die Auslastung eines Studienganges hat weniger etwas mit dem finanziellen Anreiz und den beruflichen Aussichten zu tun, als mit dem Mangel an Studienplätzen in Deutschland. Psychologie und manch andere “Geisteswissenschaft” ist auch zulassungsbeschränkt.
2. Dumme Antworten von unerfahrenen 1.0er Abiturienten, die in einer sehr wichtigen Lebensphase nur Leistungsstreben gekannt haben, nehme ich nicht als Grundlage für ein generelles Urteil. Das bringt mich zu…
3. Sie müssen aber eine Menge Dissertationen gelesen haben?! Wie kommt das? Haben Sie viele Freunde und Bekannte, die Ihnen ihre Dissertation zum Lesen geschickt haben?! Sind Sie etwa Plagiatsjäger?! Woher dieses Pauschalurteil?? Meine wissenschaftliche Dissertation hat 4 Jahre gedauert. Experimentelle Laborarbeit. Womit haben Sie promoviert??
4. Geburtshelfer sind nicht gleich Hebammen
5. Ich habe mir keine 70-80-Stunden Woche gewünscht. Kann auch nichts für die Gier einiger Vertreter meiner Elterngeneration. Letzten Endes frage ich mich, warum sich unsere Politiker alle zwei Jahre die Diäten erhöhen dürfen und bei Ärzten wird sofort die Neidkeule rausgeholt!

#23 |
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Harald Pintarelli
Harald Pintarelli

Was bei der ganzen Jammerei immer wieder auffällt:

– Die Studiengänge zur Humanmedizin sind brechend voll. Nach wie vor und eher zunehmend. Fragt man die Menschen, warum sie denn Medizin studieren, wenn doch die Bedingungen so schlecht sind, kommen t.w. bemerkenswerte Antworten. Einer meiner Favoriten: “Ich wäre doch blöd, wenn ich bei meinem 1,0er Abi nicht Medizin studier”.

– Viele anderen akademischen Berufe haben dieselbe Anlaufzeit, bis Geld verdient wird. Fragen sie mal einen Geisteswissenschaftler…. Und bevor jetzt der “anspruchsvolles Studium” – Finger kommt: Niemals habe ich fachlich und inhaltlich flachere Dissertationen gesehen, als die von Medizinern. Es sei nicht bestritten, dass das Medizinstudium anstrengend ist. Aber eher im Sinne des Fleißes.
Der Anspruch einer “standesgemäßen” Entlohnung durch die” Lebensleistung Studium” muss wenn dann auch für alle anderen gültig sein.
Davon abgesehen kostet diese Gesellschaft kaum ein Studium annähernd so viel, wie das der Humanmedizin. Wer das mehr oder minder geschenkt bekommt, darf der Gesellschaft auch etwas zurückgeben…

Natürlich sind einige/viele Dinge schon richtig. Wer die Arbeitsbedingungen von jungen Klinikärzten kennt, der fragt sich schon, warum man sich das antut…nur gibt es für Medizinier einen Ausblick auf Besserung. Denn eines bleibt auch wahr: Ist man mal Fach-/Oberarzt bzw. hat eine etablierte Praxis – dann verdienen die allermeisten durchaus angemessen. Fragen sie da mal die anderen im KH tätigen Berufsgruppen. Oder auch die anderen im Gesundheitswesen tätigen…siehe den Beitrag der Geburtshelferin weiter unten.
Auch die überbordende Bürokratisierung ist richtig – wäre aber alles viel einfacher, wenn es eine einheitliche Bürgerversicherung für alle und keine PKV mehr gäbe… Und wenn jede ärtzliche Leistung genauso überprüf- und vergleichbar wäre, wie dies bei anderen Dienstleistern üblich ist. Viel vom Ungemach haben sich die Medizinier hierzulande durch einige – zumindest graue – Schafe in ihren Reihen selbst eingebrogt.
Die Praxen auf dem Land sind nicht deswegen so unbeliebt, weil man vom Verdienst nicht (gut) leben könnte…sondern weil woanderst mehr verdient wird. Das ist zwar zutiefst menschlich…aber der Grund ist daher eher individueller Egoismus als ökonomische Notwendigkeit.

#22 |
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Gerhard Mirek
Gerhard Mirek

@ M.A. Peveling
Therapeuten sind eben keine Versorgungsmaschinen, die locker Tag für Tag 8 Pat. “behandeln”.
Oder ?

#21 |
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Ich war 21 Jahre Kassenarzt in Deutschland,ein Alptraum, 70 Stundenwoche,
Regelleistungsvolumen,Bugetierungen,eine freie Berufsausübung war nicht
mehr möglich,Hungerlöhne für die Angestellten.Eine Verweigerungsmedizin,
Überbürokratisierung ,all Inclusiv Billigmedizin,Terrorisiert von Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und Kassenärztliche Bundesvereinigung Überregulierungswut .Der Arzt in Deutschland hat keine Lobby.
Verraten und getäuscht von hoch bezahlten Ärztefunktionären,Krankenkassenfunktionären und Politikern.
Ich frage mich,warum habe ich keinen Nachfolger/in gefunden ? Wir haben einen Alptraumberuf .

#20 |
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Gast
Gast

@Elfriede Maier:
Sie gehören bestimmt auch zu diesen Meckerern, die in der Sprechstunde sitzen…der dritte Herzinfarkt, zwei Schlaganfälle, Wadenschmerzen beim Laufen aber wehe, der Arzt erdreistet sich, etwas von “Nichtrauchen” zu erzählen.
Wer überall schlechte Behandlungen erwartet, wird sie auch kriegen!

#19 |
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Gast
Gast

@ Dr. Wagner:
Danke für die klaren Worte! Ich kriege als Weiterbildungsassistent einer Uniklinik für Nacht- und Wochenenddienste bei Anwesenheit weniger als 2 Euro zusätzlich die Stunde. Meine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit betrug 70 Stunden! Dazu muss ich mir dann von verwöhnten Privatpatienten, genervten Kollegen und überarbeiteten Pflegekräften eine Frikadelle ans Ohr hängen lassen…Ich kenne keinen Juristen, BWLer oder Ingenieur, der sich freiwillig so ausbeuten lassen würde.

#18 |
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Gast
Gast

Ich bin wohl gerade erst aus meinem Dornröschen – Schlaf erwacht, aber ich kenne nicht einen einzigen Arzt (ob in Ausbildung, danach oder praktizierend!) der so elendig am Hungertuch nagt wie von Herrn Dr. Wagner dargestellt.
Mediziner gibt es genug, Ärzte nur sehr sehr wenige.
Schlechte dagegen leider zu Hauf.
Rührt daher die Arroganz vieler Ärzte, die sie anderen Berufen (wie Apothekern, PTAs und selbst Angestellten zuteil werden lassen?
Basiert sie etwa auf einer “Hand in den Mund” Vergütung, was kaum zum Leben reicht?
Arroganz und Hochnäsigkeit bei manchen Kollegen durch Armut?
Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen kann…

#17 |
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Frodo
Frodo

Nicht zuletzt für die auch künftige Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung wäre es wünschenswert, wenn die Honorarverhandlungen der Ärzte und Therapeutenschaft eine der hohen Qualität der Leistung entsprechende Vergütung zum Ergebnis hätten. Schon jetzt lohnt sich, und das trotz immensen Bedarfs, die Approbation als psychologischer Psychotherapeut überhaupt nicht mehr, wenn sich als Heilpraktiker für Psychotherapie locker 50% mehr Honorar erzielen lassen. Ganz zu schweigen von den Hausärzten, die nach wie vor für lächerliche 16€ ins Haus kommen sollen, wer kann da künftigen Kollegen noch guten Gewissens empfehlen zum Beispiel Allgemeinmediziner zu werden, statt lieber ins Veterinärfach zu wechseln? Allerdings ist die Ärzteschaft für ihre Situation voll verantwortlich, sie hat sich im Gegensatz zu anderen Playern im Gesundheitswesen in den letzten Jahrzehnten einfach auch konsequent unter Wert verkauft, ja geradezu verramscht, wenn man sieht, dass mittlerweile regelhaft Leistungen de facto unhonoriert erbracht werden. Damit tragen übrigens gerade die vermeintlichen Idealisten mit Helfersyndrom und der ewig leiernden “Jammern-auf-hohem-Niveau-Platte” eine nicht unerhebliche Mitschuld an der drohenden Misere.

#16 |
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lothar berchtold
lothar berchtold

mich wundert nur, dass sich die Hausärzte von den KV en so behandeln lassen. Wie unten angeführt verdienen die Funktionäre viel zu viel. Die eigentliche Arbeit der Ärzte sollte auch ein zuhören bei den patienten sein und nicht nur ein eingeben in den Computer da die Zeit nicht zur längeren Behandlung reicht. Jeder Arbeit auch seinen verdienten Lohn.

#15 |
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weniger als 50% des durchschnittlichen Arbeitsaufkommens, in dem jedoch regelhaft zu den Unzeiten (Nacht, Wochenende, Feiertag) in hohem Takt durchgearbeitet wird, wird z.B. in Stufe 2 mit ca. 10 € netto/Stunde (in etwa vergleichbar mit einer Zugehfrau) vergütet. In anderen Berufen wird das “Wechselschichtarbeit” genannt und mit erheblichen Zuschlägen bezahlt.

Die resultierende Stimmung unter den hoch qualifizierten Ärzten kann sich wohl jeder vorstellen. Und wenn dann noch jemand behauptet, das sei “Jammern auf hohem Niveau”… ist das an Zynismus kaum zu übertreffen.

Wir brauchen wieder Leistungsgerechtigkeit! Ja, und eine solche, welche die Lebensleistung bis mind. zum 26. Lj. adäquat berücksichtigt!! Da sind andere verheiratet, bauen sich ein schönes Haus und haben mehrere Kinder und Mittelklasseautos!! Während der Arzt im Schwesternwohnheim auf 20 qm wohnt, Single ist und bestenfalls einen Kleinwagen fährt – glücklich, wenn er nicht noch Studienkredite abzahlen muss!!

Leistungsgerechtigkeit heißt also auch: Als niedergelassener Arzt muss der Verdienst so beschaffen sein, dass die “verlorenen Jahre” ohne Einkommen rasch aufgeholt werden können. UND: Darüber hinaus gehende, standesgemäße Gewinne und eine dementsprechende Lebensführung möglich sind. Der lange, anstrengende Weg zum Facharzt muss sich wieder lohnen und daraus vergleichsweise angemessener Mehrwert erwirtschaftet werden können!!

Wozu sonst noch Arzt werden??? Mutter Theresa wird man auch ganz ohne Abitur und Studium!!

#14 |
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“Bitte die Kirche im Dorf lassen…”
Dieser Aussage kann ich nur zustimmen, muss jedoch die Beziehung zu den vorherigen Behauptungen in Frage stellen. Einen Praxisumsatz von 150.000,00 € halte ich für viel zu hoch gegriffen. Siehe hierzu auch entsprechende Veröffentlichungen von Einkommensstatistiken der Ärzte und Psychotherapeuten, wo letztere regelmäßig das Schlusslicht bilden. Und dies ganz im Gegensatz zur “Apparatemedizin”. Ich will dies wie folgt begründen:

Qualitativ hochwertige, individualisierte Psychotherapie ist an sich nicht nur eine fachlich komplexe Angelegenheit, die hohe mentale Anstrengung erfordert, sondern geht auch mit psychischen Übertragungsprozessen in der interpersonallen Interaktion einher, was beim Therapeuten – abhängig von Variablen wie z.B. den Persönlichkeitseigenschaften oder der Art der Erkrankung des einzelnen Patienten – zu einer belastungsabhängigen Stressreaktion führt, die sich im Fachgruppenvergleich innerhalb der Ärzteschaft deutlich unterscheiden dürfte. Ihrer Natur nach ist diese daher zwar unterschiedlich ausgeprägt, gerade im Berufsalltag der Psychotherapeuten sollte dieser eine entscheidende Berücksichtigung zuteil werden, zumal bei Einkommensfragen.

Ich bezweifle daher, dass ein Psychotherapeut die oben genannte Leistung mit 40 Stunden pro Woche (z.B. 5 x 8 Patientensitzungen) in 46 von 52 Wochen im Jahr (also 6 Wochen arbeitsfreie Zeit im Jahr) erbringen kann, ohne seine Gesundheit erheblich zu gefährden. Gerade bei Psychotherapeuten ist die Wahrung der eigenen Psychohygiene durch Selbstachtsamkeit essenziell nicht nur für das eigene Wohlbefinden, sondern eben auch gerade für den Behandlungserfolg, abhängig von der eigenen nachhaltigen Langzeitleistungsfähigkeit.

Privatpatienten bringen in Psychiatrie und Psychotherapie keine relevanten Mehreinnahmen und sind immer mehr “Stiefkinder” der PKV. Und bitte wann soll der Therapeut noch zusätzliche Arbeit wie Gutachten, Psychotherapieanträge etc. machen? Gerade in den “Psychofächern” ist eine vernüftige Work-Life-Balance essenziell. Immer wieder hört man Patientenaussagen, die berichten, der Therapeut sei während der Sitzung eingeschlafen etc. Wem bitte nützt ein erschöpfter, überarbeiteter Therapeut, der statt Ausgeglichenheit Zynismus z.B. i.R.e. Burnout-Syndroms ausstrahlt? Soll er einen Burnout-Patienten heilen?

Also bitte die Kirche im Dorf lassen.

Der ärztliche Beruf sei ein freier Beruf, so heißt es. Tatsache ist jedoch, dass die Einkommen planwirtschaftlich bestimmt werden. Zudem befindet sich aufgrund der demografischen Entwicklung, der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnissen und anderen Fehlentwicklungen am Arbeitsmarkt bei zunehmend dereguliertem, globalisiertem Raubtierkapitalismus, steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen infolge des “medizinischen Fortschritts” (dies sei differenziert zu definieren, z.B. überhöhte Medikamentenpreise während der Patentschutzperiode, gerade z.B. bei Krebsmedikamenten und Psychopharmaka) sowie struktureller Fehlplanungen usw. durch zunehmende Ausgaben bei geringeren Einnahmen immer weniger Geld im Gesundheitswesen. Während die Politik verspricht, jeder Mensch bekomme die gleiche medizinische Versorgung, mittlerweile sich ausschweigt, kam es zu einem Prozess der “stillen Rationierung” nach dem Rasenmäherprinzip. Mittlerweile hat der nächste Prozess der sog. “Priorisierung im Gesundheitswesen” begonnen, vor der Öffentlichkeit bestmöglich verborgen. Nach dem Erreicen der Grenzen dieser Instrumente wird es dazu kommen müssen, das es zu einer faktischen Abschaffung des Solidarprinzips kommt: Wer nichts einzahlt, bekommt keine Leistung, ausgenommen Notfälle mit vitaler Gefährdung. Wer wenig einzahlt, bekommt kein MRT, bei Indikation höchstens ein CT. Wer viel einzahlt, bekommt Medizin auf dem Stand der modernen Wissenschaft. Alternativ kann der Patient gewünschte Leistungen im Voraus bezahlen.

Von einem freie Beruf mit Behandlung nach den aktuellen Leitlinien, die selbst nur stets ein Orientierungsgerüst darstellen, kann heute ncht mehr die Rede sein. Heute gilt: Wer zahlt, schafft an. Die ärztliche Behandlung muss sich an den Vorgaben der Krankenkassen orientieren und darf möglichst nur lächerliche Summen kosten. Insbesondere die sprechende Medizin, mit der einem großen Teil aller kranken Patienten bereits geholfen wäre und damit Einsparpotenzial hätte, wird in ihrer Vergütung vernachlässigt.

Zuletzt möchte ich darauf hinweisen, dass ein Arzt in der Regel 1.) die schulische Ausbildung mit Prädikat (z.B. 1,0-Abitur) abgeschlossen hat, 2.) mindestens bis zum 26. Lebensjahr während des anspruchsvollen Vollzeit-Medizinstudiums viel geleistet, jedoch absolut kein Geld verdient hat, 3.) die Tabellengehälter des TV-Ärzte insbesondere bei Berufseinsteigern und in der Assistenzarztzeit während der Weiterbildung zum Facharzt netto vergleichsweise lächerlich sind und 4.) wir in den letzten Jahren eine massive Arbeitsverdichtung u.a. Sparmaßnahmen mit unbezahlten Mehrleistungen erlebt haben. 5.) Der “Bereitschaftsdienst”, definiert als

#13 |
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dipl. med. Rainer Hansen
dipl. med. Rainer Hansen

Schönen Gruss aus Norwegen! Geld alleine macht nicht glücklich.

#12 |
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„Ärzte werden eiskalt enteignet“
Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung von: KPWT Kirschner Partner Wirtschaftstreuhand AG
PR Agentur: Pressebüro König : “In den vergangenen Jahren mussten Ärzte und Zahnärzte nach KPWT-Einschätzung gravierende Einkommenseinschnitte hinnehmen. Insbesondere Praxen in ländlichen Räumen sind laut Kirschner heute kaum noch veräußerbar. Je weiter der Allgemein-Mediziner von den Großstädten weg auf dem Land arbeite, umso schwieriger sei die Einkommenssituation. „Der Arzt einer Einzelpraxis nagt am Existenzminimum“, weiß Kirschner. Findet der Mediziner vor der Praxisübergabe keinen Kollegen, bleibe nur das Verschenken des über Jahre aufgebauten Patientenstamms und der Ausrüstung.

Baustein der Altersversorgung zerbröselt :
Der geplante Gesundheitsfonds werde – in der derzeitigen Form – zu weiteren Honorareinbußen führen und die Ertragslage vieler Praxen weiter belasten. Ohne Rücksicht auf die vergleichsweise hohen Betriebskosten der Praxen in Bayern werde den Krankenkassen nur noch ein bundeseinheitlicher Betrag pro Versichertem zugeteilt. Für die medizinische und zahnmedizinische Versorgung der Patienten in Bayern verbleibe künftig noch weniger und das, obwohl die bayerischen Versicherten aufgrund höherer Bruttolöhne und der höheren Beschäftigung viel Geld in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Das Honorarvolumen von Vertragsärzten und -zahnärzten wird laut Prognosen der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen ab 2009 um etwa 20 Prozent einbrechen. Der Praxiswert als ein Baustein der persönlichen Altersvorsorge droht laut Kirschner in gesundheitspolitisch unberechenbaren Zeiten weiter an Bedeutung zu verlieren.”

Noch Fragen Kienzle ?

#11 |
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Prof. Günter Wagner
Prof. Günter Wagner

Es ist schon interessant, wie sich die Mediziner ihr Einkommen schlecht rechnen. Dass sie als Vergleich nicht das Gehalt von Herrn Winterkorn zugrunde legen, wundert mich sehr. Da erbarmt es einen doch, wenn sie (alle!!) jährlich nicht wesentlich mehr als 100.000 Euro verdienen. Sammeln wir! Brot für die Mediziner!

#10 |
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Elfriede Maier
Elfriede Maier

Als Patient kann ich nur sagen, egal zu welchem Arzt man geht, die Behandlung ist mies und wird durch mehr Bezahlung auch nicht besser. Die Ärzte früher hat noch so was wie Ethik, wirkliches Interesse am Kranken und Veranwortungsbewußtsein. Heute bist du nur noch ein Fall!

#9 |
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Warum träumen?
83€ pro Therapiestunde x 40 Sitzungen pro Woche macht bei 46 Arbeitswochen/Jahr mehr als 150000 € Umsatz (Mehreinnahmen durch Gutachten, Privatpatienten etc. sind hierbei nicht berücksichtigt, allerdings auch nicht die geringer vergüteten prob. Sitzungen). Bitte die Kirche im Dorf lassen…

#8 |
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Prof. Dr. med. Stephan König
Prof. Dr. med. Stephan König

Abschaffung des Regresswesens wäre auch sehr wünschenswert, um nicht den Nachwuchs zu terrorisieren/vergraulen im Zeitalter des Fachkräftemangels. Die KV hat doch längst ihre Daseinsberechtigung verloren!

#7 |
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Prof. Dr. med. Stephan König
Prof. Dr. med. Stephan König

vielleicht sollten die KV-Funktionäre und Kassenbosse mal aufhören sich die Taschen mit 250 000 Euro pro Jahr exklusive weiterer Sitzungshonorare voll zu scheffeln, dann wäre wieder mehr zum Verteilen da- auch die Fachgruppenunterschiede sind doch schrecklich! Wenn apparative Diagnostik mehr vergütet wird sollte man sich nicht wundern, dass 85 Jährige sinnfreierweise einen Herzkatheter oder Hüft-TEPs für das Grab bekommen….

#6 |
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Dipl.Psych Beate Wethkamp
Dipl.Psych Beate Wethkamp

von 105 000 Euro Gewinn bei 51 Arbeitsstunden in der Woche kann man als KV-zugelassener Psychotherapeut nur träumen….

#5 |
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Hebamme

“vielleicht wird ja mal das Honorar der Leistung angepasst und nicht umgekehrt?”

oja, das wünsche ich mir als freie Hebamme auch; welch Jammern auf höchstem Niveau….
Muß meine Praxis schließen, da ich die Miete nicht mehr zahlen kann.
Urlaubsreise? Was ist das?
Jeden Tag rufen an /mailen mehrere Frauen, die einfach keine Hebamme mehr finden für die Wochenbettbetreuung.

#4 |
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Arzt

Schöne Grüsse aus der Schweiz.

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Dr. med. Frank Schuetz
Dr. med. Frank Schuetz

an welchen Leistung sind eigentlich die Gehälter der KV Funktionäre orientiert??

#2 |
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vielleicht wird ja mal das Honorar der Leistung angepasst und nicht umgekehrt?

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