Ebola: Therapieoption durch Wirkstoff?

6. August 2014
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Laut eines CNN-Reports wurden die beiden mit Ebola infizierten US-Bürger in Liberia erfolgreich mit einem experimentellen Arzneimittel behandelt. Nun stellt sich die Frage, ob das nicht zugelassene Serum als Therapieoption gegen das Ebolafieber dienen könnte.

Der US-amerikanische Arzt Dr. Kent Brantly und die Missionarin Nancy Writebol wurden laut CNN-Angaben im Rahmen eines Compassionate Use mit dem experimentellen Arzneimittel ZMapp behandelt, welches vorab aus den Vereinigten Staaten nach Liberia geschickt worden war, wo sich die Patienten vor einigen Tagen bei einem Hilfseinsatz mit dem Ebola-Virus infiziert hatten. Bei dem schlimmsten Ebola-Ausbruch in der Geschichte wurden bereits 887 Menschen getötet, die Zahl der Infektionen stieg auf 1603.

Deutliche Verbesserung des Zustandes

Die Notfallbehandlung der Patienten soll mit drei Ampullen des Arzneimittels erfolgt sein. Der Zustand der beiden Patienten habe sich nach Erhalt der Medikamente deutlich verbessert. Brantly sei in der Lage gewesen, das Emory University Hospital in Atlanta aufrecht gehend zu betreten, nachdem er in der vergangenen Woche in die Vereinigten Staaten evakuiert worden war. Zudem hätten sich seine Atmung und der Hautausschlag deutlich verbessert. Nancy Writebol hingegen habe auf die erste Behandlung nicht so gut wie Brantley angesprochen, sie erhielt weitere Ampullen des Serums und befindet sich nun auf dem Rücktransport in die USA.

Verschiedene monoklonale Antikörper

ZMapp ist ein experimentelles Arzneimittel der Firma Mapp Biopharmaceutical Inc. zur Therapie des Ebolafiebers. Es besteht aus drei verschiedenen monoklonalen Antikörpern. Diese Antikörper wurden aus dem Blutserum Ebola-infizierter Mäuse isoliert. Die Vervielfältigung der Antikörper erfolgt durch gentechnisch modifizierte Tabakpflanzen. Der Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig erforscht. Einer der drei Antikörper soll das körpereigene Immunsystem alarmieren, die beiden anderen verhindern wahrscheinlich die Replikation des Virus. Das Arzneimittel befindet sich in einer sehr frühen Testphase, in einer Studie wurde es an einigen Ebola-infizierten Affen getestet. Insgesamt sei aber sehr wenig über die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Behandlung bekannt.

WHO-Sprecher Gregory Hartl wies darauf hin, dass die Gesundheitsbehörden „nicht während einer Epidemie mit nicht-zugelassenen Medikamenten, egal aus welchen Gründen, experimentieren” könnten. Experten warnten nun ebenfalls davor, ZMapp als Wundermittel im Kampf gegen Ebola zu sehen. Das Serum müsse bei anderen Patienten nicht unbedingt die gleiche Wirkung wie bei Brantly und Writebol haben, so Dr. Anthony Fauci, Leiter des Instituts für Infektionskrankheiten, Maryland.

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2 Kommentare:

Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

das eine Möglichkeit bestehen könnte das bei der Epedemie Menschen geholfen werden könnte sollte dann auch eingesetzt werden können. Natürlich mit den Vorbehalt und der Sorgfaltspflicht wie in jeden anderen Fällen auch –

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Dr. med. friedrich Riffelmacher
Dr. med. friedrich Riffelmacher

sollte ich dermöglichkeit,an ebola zu sterben oder auch wenn nur geringe chance zu bekommen im einer rahmen einer austestung einer stadium 1 studie zu genesen ist für mich keine frage nötig.ich habe auch an der studie östrogene für männer 13 jahre teilgenommen mit bestem erfolg,mußte diese jedoch nach 13 jahren wegen dem auftreten eines heriditären angioödems unterbrechen,leider.

#1 |
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