Adipositas: Speckschreck gesucht

16. Juli 2014
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Übergewicht ist längst zu einem weltweiten Problem geworden. Neben der Ernährungsweise scheinen auch genetische Faktoren eine Rolle zu spielen. Wissenschaftler sind dabei, eine Pille gegen überflüssige Pfunde zu entwickeln.

Jeder dritte Mensch auf der Erde ist zu dick. In den letzten 30 Jahren hat die Zahl der übergewichtigen Menschen weltweit zugenommen. Trugen 1980 noch 28,8 Prozent der Männer und 29,8 Prozent der Frauen zu viele Kilos mit sich herum, wiesen im Jahr 2013 bereits 36,9 Prozent der Männer und 38,0 Prozent der Frauen einen BMI über 25 kg/m2 auf. Auch Kinder und Jugendliche werden immer dicker. Dieser Trend ist nicht nur in den Industrienationen, sondern zunehmend auch in Entwicklungsländern zu beobachten, wie eine kürzlich in The Lancet veröffentlichte Studie zeigte. Die ernüchternde Erkenntnis: In den letzten 33 Jahren konnte weltweit kein einziges Land die Zahl seiner übergewichtigen Einwohner senken. Zeit, neue Wege zu beschreiten?

Kalorienbilanz ist nicht alles

Natürlich spielt die Kalorienbilanz bei der Entstehung von Übergewicht eine zentrale Rolle, doch ausschließlich auf die Ernährung lässt sich das Problem nicht reduzieren. Denn anders als vielleicht landläufig vermutet, sind nicht etwa die Amerikaner oder die Mexikaner das dickste Volk der Erde. Vielmehr führen die kleinen Inselstaaten Tonga, Samoa und Kiribati die Liste der Länder mit den meisten übergewichtigen Einwohnern an. Neben kulturellen Eigenheiten wie einem anderen Schönheitsideal als in den westlichen Ländern, könnte die Leibesfülle der Inselbewohner auch genetische Ursachen haben. Denn bis die Engländer im 19. Jahrhundert kamen, waren die Inselvölker lange Zeit praktisch unter sich – auch genetisch betrachtet.

Als die kleinen Inseln vor etwa 4000 Jahren von den ersten Siedlern heimgesucht wurden, überlebten wahrscheinlich nur diejenigen, die ihre Nahrung besonders effektiv in Energie umsetzen konnten. Dieser genetische Überlebensvorteil wurde innerhalb der Inselvölker von Generation zu Generation weitergegeben – bis heute. Trifft diese genetische Grundausstattung auf eine westlich geprägte Ernährungsweise, hat das fatale Folgen für die Leibesfülle der Inselbewohner.

Pille gegen Übergewicht

Die Aufklärung der Bevölkerung über einen gesunden Lebensstil stellt eine wichtige Säule im Kampf gegen die massive Zunahme von Übergewichtigen dar. Zusätzlich versuchen Wissenschaftler seit geraumer Zeit, das schwerwiegende Problem auch von anderer Seite her in den Griff zu bekommen – mit einer Pille gegen Übergewicht. Das Protein FFA4 könnte einer der Akteure sein, die maßgeblich an der Ausprägung von Übergewicht beteiligt sind. Denn es ist in der Lage, verschiedene physiologische Aktivitäten zu stimulieren: FFA4 kann sowohl die Produktion von Appetit-kontrollierenden Hormonen, als auch von Hormonen, die die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm steuern, anregen. Es kommt in der Membran von Darm-, Immun- und Fettzellen vor und wird durch langkettige, freie Fettsäuren aktiviert, die wir über die Nahrung aufnehmen. Ist das der Fall, sorgt FFA4 dafür, dass Hormone ausgeschüttet werden, die den Appetit bremsen und die Aufnahme von Zucker aus dem Blut erhöhen.

Vorauswahl möglicher Wirkstoffe am Computer

„Bei manchen Menschen funktioniert dieses Protein nicht richtig. Sie haben ein stark erhöhtes Risiko, adipös zu werden und an Diabetes Typ-2 zu erkranken“, erklärt Bharat Shimpukade von der University of Southern Denmark. Zusammen mit Wissenschaftlern von der University of Glasgow sucht Shimpukade nach Molekülen, die FFA4 aktivieren können. Doch das ist gar nicht so einfach. „Es gibt eine nahezu unendlich große Anzahl an Molekülen, die wir synthetisieren und dann auf ihre Fähigkeit hin überprüfen können, FFA4 zu aktivieren“, so Shimpukade. Um diese langwierige Laborarbeit zu umgehen, haben die Wissenschaftler eine andere Strategie entwickelt: „Wir haben ein Computermodell von FFA4 etabliert, mit dem wir am Bildschirm testen können, ob ein Molekül an FFA4 binden kann. Auf diese Weise können wir tausende Moleküle innerhalb kürzester Zeit testen, bevor wir ihre Funktion im Labor überprüfen. Das wird die Entwicklung eines Wirkstoffes gegen Übergewicht und Diabetes Typ 2 wesentlich beschleunigen“, prophezeit Bharat Shimpukade.

Perfekter Aktivator bald gefunden

Bereits im Jahr 2012 hatten der Wissenschaftler und seine Kollegen den ersten selektiven Aktivator von FFA4 publiziert, der heute dazu benutzt wird, die Funktionen des Proteins zu untersuchen. Das Molekül kann FFA4 zwar einwandfrei aktivieren, als arzneilicher Wirkstoff eignet es sich jedoch nicht, da es im menschlichen Körper nicht ausreichend stabil ist. „Wir brauchen eine Verbindung mit größerer Wasserlöslichkeit und besserer Stabilität“, so Shimpukade, und weiter: „Sie muss im Körper so lange intakt bleiben, bis sie ihren Job gemacht hat. Andererseits sollte die Verbindung aber auch nicht für immer stabil sein.“ Mit Hilfe des Computermodells wird er das optimale Molekül bald finden, da ist sich Bharat Shimpukade sicher. Doch wird das die Lösung des massiven, weltweiten Problems sein?

99 Wertungen (4.05 ø)
Forschung, Medizin

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49 Kommentare:

Physiotherapeut

OK das wird mir jetzt doch alles etwas zu Akademisch hier… wie war gleich noch mal das ursprüngliche Thema?

Das Überleben der dicksten! oder: Wir wollen den evolutionären Vorteil nicht mehr und hier ist die Pille für den “Homo neo sapiens 2.0

#49 |
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Studentin der Humanmedizin

@gast (Auf Nr 47): Ich hatte wenigstens einen guten Schlaf nach dem Rüffel vom Arzt auf Nr. 43. Als guter Arzt kann man nur Gutes bewirken!
Auf dieser Site kann man sich eine Elefantenhaut anzüchten, die es eben braucht wenn man Strafrechtsanwältin werden will. Man liebt sie oder eben nicht, und macht mit oder zieht sich zurück…
Aber Sie haben wohl recht, und bin froh, dass Sie in Ihrer eigenen Doktoren-Linie keinen Ohrfeiger geniessen mussten. Danke für Ihren Beitrag, der ebenso guttut.
Ich liebe diese Site nun mal, und den Dr Bayerl ist ein netter Mensch, der einen schroffen Ton hat, aber nur schon vom Namen her ein Original bleibt! Er ist sehr gebildet, aber er ist nicht allwissend, das haben wir feststellen können. Es wird ihm einen neuen Schub in seiner Persönlichkeitsbildung bringen! Auch er, denn weshalb sonst wäre er noch auf Erden?

#48 |
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Gast
Gast

Die Arroganz und der Omnipotenz – Anspruch mancher sog. “Ärzte” ist wahrlich unbeschreiblich.
Und, wie man sieht, fangen sogar schon die Studenten damit an….
Bin ich dankbar, dass mein Doktorvater nicht so war….

#47 |
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Studentin der Humanmedizin

Lieber Arzt auf Nr 44:
Es ist nicht dàs, was ich hören möchte, wie Sie schreiben.
Es ist ein Fehler, für Ihr Gegenüber zu denken, da ich als Ihr Gegenüber eine eigene Meinung habe auf Grund der Studien zur Rohkost-Idee und der ganzen Szene ums Jahr 2000 herum. Die Szene ist mE zu verstehen als eine, die sich abgrenzt von der Dekadenz der Gastro-Kultur mit der ganzen Industrie. Ich kenne einen Arzt, der viele Diabetes-Typ2 – Patienten von dem exogenen Insulin weggeholfen haben, nur mittels einer klinischen Rohkost-Diät. Ich mag als relativ gesund lebender Mensch die ganze Aerzteschaft und war bisher nie bei einem Heilpraktiker. Ich brauche sie zum Glück nicht. Für mich sind sie gleichermassen berechtigt zum Praktizieren.

#46 |
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Chirurg
Chirurg

@Dr.med Claus Ruda noch so ein Märchenerzähler.

#45 |
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Die Fettsucht als Folge eines nicht zu zügelnden Esstriebs ist die Folge einer seelischen Entwicklungsstörung des ersten Lebensjahres. Das komplexe Erleben in dieser “oralen Phase und deren Störungen ist zu wenig bekannt.
Angesichts der heute oft zu findenden allgemeinen Gleichgültigkeit und Missachtung dieses wichtigen Entwicklungsschrittes bedarf es keiner prophetischen Gaben, um
eine weitere Zunahme von Eßstörungen und Depressionen vorher zu sagen.
Dr.med Claus Ruda [Kommentar gekürzt]

#44 |
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Arzt
Arzt

o.k., ich erzähle ihnen das was Sie hören möchten:
Wir sind alle Kinder der Sonne, ohne Sonne gäbe es wohl kein organisches Leben auf der Erde.
Etwas Wasser und Luft gehört allerdings auch dazu,
sonst wäre es am Tag zu heiß und in der Nacht zu kalt,
wie auf dem lieben Mond, der in den meisten Sprachen eine Frau ist,
passt auch besser find ich.
Und jetzt bitte das Sandmännchen.

#43 |
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Studentin der Humanmedizin

@Arzt auf Nr 42: Der Meinung bin ich auch, dass die Kalorie ein wichtigster Parameter ist für das Verhältnis zwischen Konsum und Abbau im Sinne der Verbrennung. Deswegen ist das Kalorien-Zählen nicht so irrsinnig. Aber sicher macht es nicht glücklich und zufrieden für den Betroffenen. Es ist viel sinnvoller, sich bei schwerem Uebergewicht Nahrungsmittel auszuwählen, die besonders reich sind an Informationen durch die Sonne generiert, oder wie ich es formulieren soll: Besser Melonen, Salat und Gurken und proteinreiche Nüsse oder ggf Fische als tote kalorienarme Fabrikssachen.
In dem Zusammenhang bringt die Kalorie weniger als eine Freude und Liebe zu hochwertiger Sonnengereifter Nahrung.
@Arzt auf Nr. 41: Insofern ich mir noch richtig erinnere haben Sie auch eine interessante, aber traurige, Thematik angeschnitten mit den Aengsten vor Bakterien. Zur Lebzeit Kochs gab es doch die Angst vor Ansteckungen mittels Bacillen etc, die aus Russland kamen? Wurde zur selben zeit nicht auch die Schizophrenie erfunden durch August Forel? Die Schizophrenie gibt’s mE nicht, sondern ist eine iatrische Erfindung, die nur im günstigen Zeitgeist Fuss fassen konnte. Es gibt viel Irrtümer…
Ich bin etwas erstaunt über Ihre Meinung, dass die Zulassung der Heilpraktik basiert sein soll auf einer (politischen) Fehlentscheidung, die aus irgendeiner Fobie emporwuchs. Ich bin mir diesbezüglich nicht einig mit Ihnen. Die Heilprakitk belegt ja ganz andere Behandlungsmethoden als die universitäre Medizin. Sie bewährt sich gut, da Patienten sich gerne an ihnen wenden. Nur schon, weil Heilpraktiker sich durchaus mehr Zeit nehmen für die Patienten, und sie mitbestimmen lassen, wie eine Behandlung aussehen soll. Ich finde die Heilpraktik, wie ich sie in der Naturheilkunde kennenlernte, hervorragend. Vielleicht wollen Sie sich detaillierter ausdrücken, ohne aber dabei die Heilpraktiker zu verletzten, die doccheck auch so gerne besuchen und mitgestalten mittels Beiträge.

#42 |
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Arzt
Arzt

richtig bleibt daher,
dass Übergewicht nur dann reduzierbar ist,
wenn die Kalorienzufuhr geringer ist als der Kalorienverbrauch.
Sollte es einmal eine “Pille” zum Abnehmen geben,
es währe wahrlich nicht die erste,
gilt das unverändert.

#41 |
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Arzt
Arzt

zu#39 Radioaktivität ist selbstverständlich an eine Energiequelle gebunden.
Nicht ALLES kann “radioaktiv” strahlen, insbesondere auch dann NICHT, wenn es vorher selbst bestrahlt wurde.
Beim Menschen sind es radioaktive Isotope die einen spontanten Atomzerfall aufweisen, der die Quelle für solche Strahlung bildet,
insbesondere das Isotop Kalium 40, das auch im Trinkwasser vorkommt.
Da diese Strahlen sich im Gegensatz zu ihren Quellen (sehr schnell) ausbreiten, ist die Formulierung physikalisch korrekt, dass es ÜBERALL (im Universum) strahlt, während die Anwesenheit von “Masse” demgegenüber sozusagen die Ausnahme ist.
Die Angst vor “Strahlung” ist daher ebenso eine fehlgeleitet Modeerscheinung, wie es früher, nach Robert Koch, die (nur in bürgerlichen Schichten verbreitete) hysterische Angst vor Mikroorganismen war, als man Türklinken nicht mehr mit bloßer Hand berühren wollte. Es gibt noch heute in den USA Gurte zu kaufen, die einen davor bewahren, die Halteschlaufen in Bussen anfassen zu müssen, es gibt Manschetten, die man im Supermarkt auf den bazillenverseuchten Einkaufswagengriff legt.
Leider fehlt auch Politikern naturwissenschaftliches Wissen, das sie dann im Zweifelsfall durch Ethikkommissionen außer Gefecht setzen und damit teure Fehlentscheidungen begründen.
Die Zulassung von Heilpraktikern hat eine ähnliche Basis.

#40 |
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Heilpraktiker

Bravo an alle die in der Lage sind, ihre Emotionen h i n t e r dem Sach-und Fachverstand zu lassen…(akademische Zurückhaltung!!??)
Insofern Bravo Stud.Edith Meyer und Gerhard Wilhelm

#39 |
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Studentin der Humanmedizin

@Arzt, ich eile noch ein Wenig mit Antworten, da morgen schon die Abgabefrist eintreten könnte! Lassen wir doch noch ein Wenig diskutieren, bevor es zu spät ist:
Ja, es ist bekannt, dass alles radioaktives Strahlungspotential innehat, und dass es gut ist so. Auch das Gebirgsgestein etc., wo man Gesundheit tankt. Nichts Neues unter der Sonne.
@Medizinstudent (Auf Nr. 37): Es stimmt, was Sie sagen, dass wie Menschen ein Verdauungssystem des Omnivoren haben. Aber das kann im Laufe der Evolution so herangewachsen sein. Vor der Sintflut waren die Menschen noch Veganer, lesen Sie mal nach, was Gott sprach zu Noah.
Die Kalorie als Parameter des Energiewertes der Nahrungsmittel ist ein Missgeschick.
Die Nahrung hat nebst Kalorien-mässiger Gehalte auch Informationsgehalte, die das Sonnenlicht eben bewirkt hat, bevor es in Wärme umgesetzt wurde. Frische, ungetötete Nahrung hat einen Méhrwert über die Fette-Kohlenhydrate-Proteinen und Kalorien hinaus. Auch wenn Menschen in der heutigen Zeit für eine “Rohkost-Diät” nur schwer zugänglich und motiviert sind, so bleibt doch sicher die “Rohkost” als sechswöchentliche Kur zu empfehlen gegen viele chronische Leiden, auch gastrointestinale. Wie Dr Max Bircher-Benner’s erster Patient eine Frau war mit einem Magengeschwür, die er heilte mit “Rohkost”. Das Thema der “lebendigen Nahrung” wird kaum je abgeschlossen sein. Es ist nämlich zukunftsträchtig, nur schon weil die Aera nach der Sintflut auch zum Ende kommt, und Platz macht für eine neue Zeit während der man viel mehr Kenntnis haben wird als vor der Sintflut.
Für mich vorwiegend eine Glaubenssache als Nicht-Naturwissenschaftlerin.

#38 |
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Studentin der Humanmedizin

@Arzt (Auf Nr 36), riskantes Gerede: wenn Sie schmeissen mit Blamierungen, dann treffen diese Sie selber, falls ich siege. (Ich siege übrigens nur auf dem Rücken der Nobelpreisträger und Professoren, die ich einfach zitiere aus Sekundarliteratur. ) Ich zitiere über den Nobelpreisträger Erwin Schroedinger, der auch in Zürich lehrte: »Beim Sonnenlicht handelt es sich nicht um rein thermische Photonen; es besitzt selber eine gewisse Ordnung…. Entscheidend ist, dass das Licht bei seiner Ankunft auf Erde nicht sofort in Wärme umgewandelt (thermalisiert) wird, sondern Strukturen aufbaut und stabilisiert. Nach dem »van-Cittert-Zernike-Theorem« hat Sonnenlicht auf der Erde eine grosse Kohärenzfläche. Herr Prof. Fritz-Albert popp vermutet, dass die obgenannte Fähigkeit des Sonnenlichts für die Evolution biologischer Systeme von grundlegender Bedeutung ist, einerseits dadurch, dass sich in diesem Kohärenzgebiet Sonnenlichtkollektoren wie zB Chlorophyll und geordnete Nukleinsäurenpolymere überhaupt erst entwickeln konnten, andererseits dadurch, dass er durch die Verzögerung der Umwandlung des Sonnenlichts in Wärme (Thermalisierung) über immer grössere Areale den Aufbau einer kohärenten Basis, die Leben erst definiert, ermöglichte.«
Was haben Sie noch einzubringen?

#37 |
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Medizin-Student
Medizin-Student

Oh Gott wenn ich hier so einen Humbug über Rohkost höre. 8 Millionen Jahre Rohkost hätten uns gut getan.

1. Erst seitdem der Mensch das Feuer entdeckt hat und angefangen hat zu Kochen hat er sich wirklich über die ganze Erde ausgebreitet. Das liegt einfach daran, dass der Mensch dann auch Fleisch essen konnte und nicht von rohem Gemüse und Wurzeln leben musste, welches fast keine Kalorien hat und ewig dauerte zu sammeln.
2. Hat unser Hirnvolumen (vor allem Anzahl der Windungen) sowie die Intelligenz erst mit dem Fleischkonsum relevant zugenommen. Vorher waren wir nicht mehr als schlaue Affen. Die ganzen völlig abstrusen Behauptungen, dass der Mensch ein reiner Vegetarier ist (und dafür konzipiert wurde) ist vollkommener Humbug. Unser Kiefer sowie der komplette Verdauungsapparat ist dafür konzipiert, sowohl Nahrung tierischen Ursprungs sowie pflanzlichen Ursprungs zu verdauen. Defacto haben wir uns vor 50 000 Jahren sogar primär von Fleisch ernährt (vielleicht nicht im Sinne der aufgenommen Masse, aber die aufgenommenen Kalorien) – und da man von Balaststoffen und Zellulose nicht leben kann, kommt es wie immer auf die Kalorien an.

Eine gesunde Ernährung sollte aus gewissen Teilen an Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß bestehen – desweiteren eine ausreichende Menge an Vitaminen, Balaststoffen etc. WIE das erreicht wird ist relativ egal. So lange man nicht zu viel oder zu wenig zu sich nimmt.

#36 |
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Arzt
Arzt

@Stud Edith Meyer, hätten Sie wenigstens mal in ein Physikbuch geschaut, bevor Sie sich hier weiter blamieren.
Elektromagnetische Strahlung, dazu gehört auch Licht,
kann NICHT “gespeichert” werden, sondern nur in eine andere Energieform umgewandelt werden, was bei “Absorption” geschieht.
In der Photosynthese z.B. in chemische Bindungsenergie,
sonst allgemein einfach in Wärme.
Dass auch der Mensch strahlt, ist völlig normal, da er eine “Temperatur” besitzt.
Er verliert (verbraucht) dabei Energie.
Im übrigen strahlt er sogar radioaktiv,
ob Sie´s glauben oder nicht, jeder von uns ohne Ausnahme. :-)
mfG

#35 |
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Studentin der Humanmedizin

@Gerhard Wilhelm (Auf Nr. 29). Es ist meine Meinung, die aber nicht unebdingt massgebend ist. Ich hatte mal erfahren von einem fleissigen Doccheckler, der Arzt ist, dass es stets mehr dazu kommt, dass Themen irgendwie in eine selbe Richtung entarten in Rohkost oder andere “New Age – Sachen”, wie ich es selber zusammenfassend sage. Es könnte genau so gut sein, dass Beiträge jeder sinnstiftenden Art gut sind, somit auch Rohkost uam. Mir persönlich macht’s nichts aus, aber ich erhoffe mir, dass die eher wissenschaftlichen Interessen der “Mediziner” auf dieser Website nicht gehenderweise verstummen. Medizin ist zum Einen und zuallererst eine Naturwissenschaft und zum anderen eine Erfahrungswissenschaft; insgesamt eine Menschwissenschaft. Vielleicht lohnt es sich denn auch, zu schreiben was einem in den Sinn kommt, solange es sinnstiftend wirkt.

#34 |
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Studentin der Humanmedizin

@Gast (auf Nr 27), das Sonnenlicht wird eben wohl gespeichert. Kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert entdeckte der russische Arzt Alexander Gurwitsch die “mitogenetische Strahlung” mittels seines Zwiebelexperimentes: Er stellte fest, dass die Zellteilung stimuliert wird durch ultraviolette Strahlung. Zu dér Zeit hatten einige Wissenschaftler aus den russischen und deutschen Gefilden sich beschäftigt mit dem Sonnenlicht. Der Physiker Erwin Schroedinger, der auch mit Albert Einstein befreundet war, sagte, dass Sonnenlicht eine Ordnung (Kohärenz) innehat, die Strukturen aufbaut und stabilisiert. Aus Gurwitsch’s Experiment wurde abgeleitet, dass insb. ind zwei Stadien des Lebenszyklus einer Zelle Licht aus ihr kommt, nämlich bei der Mitose und bei der Apoptose. Dr Max Bircher-Benner sowie auch Prof Werner Kollath schrieben, dass das Sonnenlicht den eigentlichen Nahrungswert in der Nahrung bildet. Sie experimentierten auch wissenschaftlich damit, und hatten je eine eigene Theorie über die energetsichen Werte der Nahrung. Herr Prof. Fritz Albert Popp, der ebt. noch in seinem Institut in Neuss arbeitet, hatte ein Instrumentar erfunden, mit dem er Lichtqualitäten sogar messen kann. Er hat sich in der Krebsforschung im Rahmen seiner Biophotonentheorie beschäftigt, und festgestellt, dass Tumorzellen, anders als gesunde Zellen, keine grosse Lichtspeicherfähigkeit mehr haben, an Kohärenz einbüssen und chaotisch werden.
Deswegen können Tumorzellen keine Gemeinschaft mehr bilden mit anderen Zellen.
(Aus: Marco Bischof: Biophotonen, Das licht in unseren Zellen)
Um die Jahrhundertwende zum Jahr 2000 kamen die medizinischen Forschungen zum Thema “Living Foods” vor Allem aus den USA, wobei aber Herr Prof. Popp hoch geschätzt wird.

#33 |
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Diätassistent

Lieber Gast #31, natürlich lernt man was über Verdauung und ich selbst verdaue auch und kenne mich damit bestens aus:-))

#32 |
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Arzt
Arzt

@Michael Gries, sehr gut, Soja roh gegessen ist GIFTIG!

#31 |
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Gast
Gast

@Gerhard Wilhelm, lernt man als Diätassistent eigentlich nichts über Verdauung?

#30 |
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Gast
Gast

vor 8 Millionen Jahren…
… auf den Bäumen soll es sich auch gut leben, wegen der Luft.
Man muss nur aufpassen, dass man nicht runter fällt.
Überlebt haben offenbar die, die runter gefallen sind und angefangen haben zu kochen.
Und Kaninchen.

#29 |
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Diätassistent

@Michael Gries ich möchte kein Öl ins Feuer gießen, dieses Thema scheint hier nicht willkommen zu sein.
Nur soviel 8 Millionen Jahre roh haben dazu beigetragen, dass sich unser Organismus prächtig entwickelt hat. Sogar so gut, dass der Mensch alle Regionen dieser Erde besiedeln und sich darin weiterentwickeln konnte.

#28 |
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Gast
Gast

Welche “Kochkünste” soll man denn schon anwenden wenn nicht gekocht werden darf?
Und “Licht” kann man leider nicht speichern,
sobald es da ist, verschwindet es auch schon mit Lichtgeschwindigkeit,
es sei denn, man fängt es mit Spiegeln ein.
Angeblich macht man das das ja bei manchen sonnengereiften Vit.C ….,
ich will nicht stänkern.
Nur mit dem Wort “Natur” sollte man nicht so inflationär umgehen.
Zur Überschrift zurück,
ja mit Rohkost,
könnte man Adipöse schon erschrecken.
Ich würde auch nicht satt davon,
ich bin halt kein Kaninchen.

mfG

#27 |
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Studentin der Humanmedizin

Vorweg: Ich halte mich gerne etwas zurück mit der Rohkost-Thematik, da doccheck ja eine Site ist für Aerzte und Medizinstudenten, die sich austauschen möchten über dàs was sie als medizinische Wissenschaftler am meisten interessiert.
Wenn aber eine Diskussion über Kochkunst losgeht halte ich es für angemessen, dass Herr Diätassistent Wilhelm (Auf Nr. 7) die “Rohkost” wieder mal herbeizieht.
Wir sollten bestimmt alle etwas mit dafür sorgen, dass nicht möglichst jedes Thema in Rohkost entartet, da wir dann besser eine alternative Doccheck-Site eröffnen würden in Diskussion mit Doccheck original. Respekt vor den grossen Aerzten und Studenten meinerseits!
@ Michael Gries: Die Inuit konsumieren mit dem Polarfleisch viel langkettiges Omega-3-Fett, was ihnen wohl zu einem langen Leben verhilft. Unsere Vorfahren assen auch viel Omega-3-Fett wegen des Konsums wilder Tiere, die Moose essen, die wiederum die Omega-3-Fette enthalten. Wir müssten heutzutage als bereits diätetisch gesund orientierte Menschen nur wenig ändern um so zu essen wie die Vorfahren aus der Steinzeit. Omega-3-Fett supplementieren, Zucker weg, viel weniger Getreide, keine Fabriksnahrung. Die Rohkost wird heute nicht mehr “Rohkost” genannt, sondern “Lebendige Nahrung”. Zur Zeit des Jahrtausendwechsels um 1900 predigte Dr Max Bircher-Benner die “Rohkost” als eine sehr gesunde Kost. Er kam mit dem Müesli, das er entwickelte als Kost für junge Mütter und Kleinkinder, die wegen der Fabriksnahrung keine Milch generieren konnten. Das Müesli hatte er aufgrund des Proteinengehalts der Frauenmilch entwickelt, indem es der Frauenmilch proteinengemäss gleich sein sollte. (Aus dem Grund gehörten auch die Zitrone und die Kondenzmilch aus der Tube drinnen, wie auch immer er sich die Komposition ausgedacht hatte.) Um den Jahrtausendwechsel zum Jahr 2000 herum hatte Prof. Fritz Albert Popp erfunden, dass Zellen Licht speichern und er hatte in etwa dasselbe entdeckt wie Max Bircher-Benner, nur mit einer anderen Fachsprache, indem er von “Biophotonen” sprach. Im selben Zeitraum kam aus den USA der Begriff der “Living foods”, und “Rohkost” ist altbacken auch im deutschsprachigen Raum.
Die “Haute Cuisine” der Rohkostküche kann mit derjenigen der Kochkunst mithalten, indem auch sie unterdessen kreativ arbeitet mit Grundstoffen. Das Fermentieren ist éine der Zubereitungsarten, es lassen sich Nusskäsen machen, die mit etwas Wohlwollen einen Alltagskäse ersetzen können.
Ein ideales Ehepaar wäre mE eins, in dem eines der beiden Partner sich dem schönsten gesunden Haushalt widmet.
Ich verspreche den Docchecklern, die sich ggf aufregen über das Rohkost-Gerede,
dass ich es ab heute nicht mehr mache, und den Sinn Docchecks respektiere zu Gunsten derer, für die die Site geplant wurde. (Es sei denn, es ergibt sich etwas besonders gefragtes diesbezüglich)

#26 |
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Physiotherapeut

@Gerhard Wilhelm, was ist den bitte Artgerecht? Würde ein Inuit mit >90% tierischem Rohen und Fermentierten essen lange die Ernährungsweise eines Pygmäen >90% pflanzlichem essen überleben.
Eine gute Ernährung ist auf den jeweiligen Menschen zugeschnitten, schlechte Ernährung ist mit Sicherheit durch ihr zeitliches auftreten identifizierbar. Je jünger ein Lebensmittel desto wahrscheinlicher ist das es nie auf dem Speiseplan, unserer vorfahren stand, d.h. sollte man sich fragen ob Zucker, Salz, Milch, Getreide, Pflanzenöle oder Soja gesundheitsfördernd oder vielleicht doch für viele Homo Sapiens krankmachend sind, leider oder glücklicherweise tötet diese Nahrung nicht schnell genug, somit entsteht für die Art kein Evolutionärerdruck wir passen uns also nicht an.
@Edith Meyer, Lebensmittel werden durch Garen und Fermentation verträglicher, es werden weniger Dickdarm Bakterien benötigt um die enthaltene Energie aus dem Essen aufzunehmen. Ohne diese effizientere art der Kalorien zufuhr (homo erectus sei dank) währen wir sicher heute nicht die Spezies die wir nun einmal geworden sind.

MfG

#25 |
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Diätassistent

@Stud Edith Meyer. Jetzt muss man sich schon dafür rechtfertigen, dass man die artgerechte menschliche Ernährung bevorzugt:-))

#24 |
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Studentin der Humanmedizin

@gast (Nr. 22): Danke Ihnen für die Frage zu meinem Studiumshintergrund.
Ich bin keine Medizinstudentin! Habe aber an der Uni Zürich nebenfächlich Naturheilkunde und Medizinhistorik studiert, und ich habe ein Zertifikat für Orthomolekularmedizin einer Aerztegesellschaft. Doccheck finde ich eine schöne Website, kaum eine wertvollere als diese! Sie hätten übrigens nach Hintergründe der Beitragenden lesen können im Profil.
Uebrigens studiere ich, zukunftsträchtiger als meine nicht bestandene Numerus Clausus – Prüfung der Medizin, Rechtswissenschaften und möchte Strafrechts-Anwältin werden mit Medizinrecht und Gesundheitsrecht. Es gibt bei uns auch einige Medizinstudenten wie ich, die auch Jura umsteigen. Medizin und Jura sind wie Geschwister diesbezüglich. Das “Schwärmen von Rohkost” ist nicht abwegig, denn wenigstens in den USA gibt es eine Menge so spezialisierte Aerzte, die chronisch kranke Patienten und psychiatrische Suchtpatienten ua mit Rohkost behandeln. Hinzu kommen noch eine Menge Chiropraktoren, die Rückenschmerzen ua mit “Entschlackung” durch Rohkost und Heilfasten kurieren.
Auf dieser Website habe ich mich eingetragen als Studentin und geniesse von den medizinischen Kenntnissen hier, die mir auch beruflich etwas bringen werden.

#23 |
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Gast
Gast

@Stud Edith Meyer, Sie sind wirklich Medizinstudentin?
Aber sicher noch vor dem Physikum,
weil Sie von Rohkost so schwärmen.

#22 |
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Nichtmedizinische Berufe

Was ich nicht verstehe, ist die Illustration des Artikels – Weshalb wird ein Bericht über die Entwicklung eines Adipositas- Medikaments mit dem Bild eines desolaten Spielplatzes eingeleitet? Soll das eine Anspielung sein auf die Belastung des Sozialstaates durch krank gewordene dicke Menschen????( kein Geld mehr da für Schaukeln)?

#21 |
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Nichtmedizinische Berufe

Über das weite Feld der medikamenteninduzierten Adipositas wurde noch nicht gesprochen; Auslöser sind aber viele Dauermedikamente, beispielsweise Antiepileptika und viele Psychopharmaka. Wenn gegen die Nebenwirkung ” Gewichtszunahme” ein Gegenmittel existieren würde, wäre das zu begrüßen – und würde die compliance enorm erhöhen. Gerade bei Neuroleptika kenne ich einige Patienten, die über die hohe Gewichtszunahme so verzweifelt waren, dass sie abgesetzt haben – und dann in eine neue Psychose gerutscht sind. All diesen Menschen zu helfen – wäre doch was und nein, nicht immer sind hochkalorische Ernährung oder Bewegungsarmut der Grund, sondern eine direkte Beeinflussung des Stoffwechsels.

#20 |
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Heilpraktiker

Chirurg,genau! Ernährung ist etwas absolut Individuelles. Jeder Stoffwechsel ist etwas anders.Einige Veganer kaufen vielleicht einfach etwas Veganes ohne sich mit Ernährung und dem eigenen Körper wirklich zu beschäftigen. Viele achten nicht auf die Inhalte ihrer Nahrung. So sind besispielsweise in den meisten Veganwürstchen jede Menge Glucosesirup, Weizen und andere bedenkliche Stoffe enthalten…
Starke Getreideesser haben nun mal die “Veranlagung” Getreide in Zucker umzuwandeln..
Für jeden Patienten der wirklich von seinen überschüssigen Pfunden und evtl. Stoffwechselerkrankungen “geheilt” werden möchte ist m.E. ein absoluter Verzicht auf zusätzlichen Zucker (Süßigkeiten,Getränke etc) und vor allen Dingen Sport (Bewegung!!) wichtig. Auch der Darm freut sich dann. Darüberhinaus sind Eiweiße und Fette wesentlich (Quotient Omega3FS :Omega6FS). Tierische Fette hatte ich nicht ausgeschlossen.

#19 |
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Evi Wimberger
Evi Wimberger

Leptin, Glyxindex, Gene, Insulin, Pulverchen, Medikamente, Diät Nr. xxxx viele Theorien und Möglichkeiten, dem Problem Adipositas etwas entgegenzusetzen. Doch lassen wir doch die Kirche beim Dorf: Es geht immer nur um das Eine, um die Kalorienbilanz, esse ich mehr als ich verbrauche, nehme ich unweigerlich zu. Und, dies wird auch in dem Artikel angesprochen, der Körper passt sich nach Jahrhunderten den Lebensbedingungen an, aber nicht innerhalb von Jahrzehnten. So wie die Menschen auf Samoa immer sehr karg und einfach gelebt haben und die Umstellung des Körpers im Rahmen der Evolution sich an diese Bedingungen angepasst hat, so hat sich unser Körper in Europa ebenso an den Wechsel zwischen Hungerzeiten und den Zeiten, in denen genügend Nahrung vorhanden war, angepasst. Wer damit umgehen konnte, hatte einfach eine größere Überlebens- und Fortpflanzungschance. Wie lange gibt es das schon, dass wir nur die Kühlschranktür auf und zu machen müssen und mit dem Auto zum Supermarkt fahren können, wo uns eine riesige Auswahl schier erschlägt?!

#18 |
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Dipl.-Med. Marianne Lieder
Dipl.-Med. Marianne Lieder

Ehemann

Jaja, die Gene.

Ich habe meine Gene total erschreckt als ich meine Ernährungsgewohnheiten massiv umgestellt habe nach dem Motto “Wir fressen zu viel und bewegen uns zu wenig!”

Innerhalb von 79 Tagen habe ich bei 1,8 Meter Körperlänge mein Gewicht von 110,4 kg auf 80,4 kg (-30 kg) reduziert.

Kein Sport, denn Sie riechen danach unangenehm und müssen die verschwitzten Klamotten auch noch waschen (lassen).

Gewicht seit über 2 Jahren gehalten – weil die Gene noch immer irritiert sind.

Von all den “hochwissenschaftlichen” Betrachtungen und Ergüssen profitieren nur die Gurus und Vermarkter. Es geht, wie immer, nur ums Geld. …

Letzter Hype beim Deutschlandtrikot: Herstellungskosten max. 2 Euro, Ladenpreis 85 Euro.

Viel Spaß beim nächsten 10.000 kcal-Essen und beim Nölen über den nächsten Arzttermin.

Nachdenken hilft – manchmal.

#17 |
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@Mio #11: Dirk Bach, der leider bereits verstorbenen Schauspieler/Comedian
Der Weisheit letzter Schluss ist der Veganismus sicher auch nicht (künstliche B12-Substitution zwingend erforderlich, hohe Harnsäurewerte, kein zweiwertiges Häm-Eisen in phlanzlicher Kost, oft viel zu hohes Omega6 : Omega3-Verhältnis, bei Kindern Risiko für gestörte Hirnentwicklung). Sämtliche stark einseitigen Ernährungsstrategien – insbesondere, wenn ganze Nahrungsmittelgruppen ausgeschlossen werden – sollten der Allgemeinheit nicht empfohlen werden.

#16 |
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Studentin der Humanmedizin

@Gerhard Wilhelm (Nr 7), ich finde es gut, dass Sie wieder mal kurz die Liebe zur Rohkost erwähnen. Es gibt aber in der Rohkost-Szene kaum noch Aerzte, die darauf beharren, dass Rohkost die absolut gesündeste Kost ist. Sie ist nicht für alle Konsumenten gut verdaulich mangels Enzyme dazu. Es kann aber Abhilfe geschaffen werden durch eine Tasse (40 g.) Blütenpollen zum Frühstück. Gute Blütenpollen, die direkt vom Imker kommen oder von Orkos.com. (Solche, die während längerer Zeit in den Läden stehen, haben nicht mehr so viele Enzyme drinnen)
Wenn gut zubereitete Rohkost verdaulich wird, dann lässt sich die Produktion endogener Verdauungs-Ezyme einschränken, da die pflanzliche Kost ihre eigene Enzyme mitbringt, die bei der Verdauung noch eine wesentliche Rolle mitspielen. Darin steckt die lebensverlängernde Eigenschaft der “Rohkost”.
Es ist eine Frage der Lebensqualität, ob auf Rohkost umgestellt werden will, da es sicher weniger Variation gibt auf dem Teller, und “Haute Cuisine” der Rohkost viel Zeit und Widmung braucht.
@Dr. Bösenecker: Es fehlt wahrscheinlich an Respekt vor dém, der den Haushalt führen könnte. Die Zeit der Haushaltsführung wird aber bestimmt wieder mal modern. Schön wäre, wenn nebst dem Kochen bzw Nicht-Kochen die eigene Sammlung von Pilzen und Kräutern “in” wird. Bei uns in der Schweiz leben etwa 50% der Haushalte als Einpersons-Haushalte. Das ist schlimmer als der Familienhaushalt, der keine spezialisierte Haushaltsführung geniesst!

#15 |
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Pharmareferent

Eine Pille gegen Adipositas hatten wir doch schon mal. Substanz Sibutramin. Da gab es eine Reihe Todesföälle.
MfG

#14 |
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Chirurg
Chirurg

@Mio, ich schon! Selbstverständlich gibt es auch massiv übergewichtige Vegetarier mit Diabetes, ich nenne Sie die Pudding- oder Nudel-Vegetarier.
Anfangs war ich auch überrascht und fragte einen 130kg-Herrn, wie er das schaffte.
Nun er sagte mir, er würde “ganz normal” essen. Bei näherem Nachfragen waren das auch “Currywürstchen” etc. die gibt es tatsächlich auch vegetarisch mit Sojaeiweiß und pflanzlichen Fetten. Soja-Milch gibt es ja heute in jedem Supermarkt.
Diabetes II wird durch ein Überangebot von Zucker (=Kohlenhydraten) ausgelöst, die Hauptenergiequelle von Vegetariern.
Eiweiß, das auch besser sättigt, haben sie eher zu wenig.

#13 |
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Chirurg
Chirurg

@Angelika Tordoir, Märchen wollen wir hier eigentlich nicht hören.
“für ihn (Dr.Pape) essen die meisten Adipösen zu wenig”
ist ein solches Märchen. Das ist nun wirklich ausführlich genug experimentell überprüft. Es gibt nämlich immer wieder Adipöse, die behaupten, sie essen ja “kaum etwas”, oder die andere Variante, sie seinen halt besonders “gute Futterverwerter”,
beides ist falsch! Der Adipöse hat im Gegenteil eine erhöhten Grundumsatz, der auch nachts “weiterbrennt”, wenn der “Trainierte” die Verbrennung auf Sparflamme stellt.
Der Erfolg der (schwierigen) Atkinsdiet besteht darin, das man das kohlenhydratfreie und zuckerfreie fettige Zeug kaum runter kriegt und deshalb automatisch weniger isst. Die Physik kann man nicht betrügen.
Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht nimmt zu.
Das war früher zu Zeiten der Jäger und Sammler, als Essen noch rar war, ein Evolutionsvorteil, keine Krankheit.
Deshalb ist auch der immer wieder gehörte Ratschlag von “Ernährungsexperten”, bitte viele kleine Mahlzeiten FALSCH!!!
So weinig wie möglich! 1x oder 2x am Tag ist gesünder für Übergewichtige.

#12 |
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@Marc N. Fraessdorf: Ich finde ihren Ansatz sehr interessant. Doch haben Sie einen Idee, wie man aus diesem Circulus vitiosus wieder raus kommt?

Was das selber kochen angeht haben wir in den westlichen Ländern auch vermehrt das Problem, dass in den Haushalten immer weniger sich einer primär um den Haushalt kümmert. Und wenn dann beide Vollzeit arbeiten ist die Bereitschaft und Kraft sich, neben den unabwendbaren häuslichen Tätigkeiten, auch noch ausgiebig mit Kochen und dem Einkaufen möglichst frischer Zutaten zu beschäftigen häufig eher gering.

#11 |
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Mio
Mio

Erstaunlicherweise geht bei Patienten die Getreide-Produkte meiden und darüber hinaus auch bei tierischem Fett sehr vorsichtig sind, sowohl das Körpergewicht als auch der Blutzucker in normale Bereiche.
Ich habe noch keinen übergewichtigen und unter Diabetes mellitus leidenden Veganer gesehen. Warum?

#10 |
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Chirurg
Chirurg

Was den “Adipösen” vom Normalgewichtigen unterscheidet,
ist im Wesentlichen das deutlich verminderte oder fehlende “Sättigungsgefühl” beim Essen. Bekanntlich erzeugt die operative Magenverkleinerung tatsächlich ein solches Sättigungsgefühl, das berichten alle Patienten.
Sollte also eine solche Pille existieren, müsste sie ein normales “Sättigungsgefühl” produzieren, was ich mit 3 Fragezeichen versehen möchte. Schafft es ein Medikament, dass der Mensch auf ein Stück Butterkrehmtorte verzichtet?
Hinzu kommt, dass Eiweiß (bei langsamen Essen) ein stärkeres Sättigungsgefühl erzeugt, als Fett und das ein stärkeres als Kohlenhydrate (Zucker).
Die bequeme Pille müsste also auch bewirken können, dass der Adipöse langsamer isst?

unmöglich!

#9 |
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Heilpraktikerin

Interessanterweise hat Dr. Pape mit seiner “Insulintrennkost”in seiner täglichen Praxis unzählige Erfolgsgeschichten dokumentiert.
Dabei spielt die Menge der Kalorien nur eine unwesentliche Rolle. Im Gegenteil
für ihn essen die meisten Adipösen zu wenig und die falschen Sachen werden
dem Organismus zur falschen Zeit angeboten.
Ob diese Ernährung auf Dauer die gesündeste ist, mag dahingestellt sein, weil
er auch keine Einschränkungen bezüglich Zucker macht.(zumindest morgens)
Aber immerhin hat er auch große Erfolge bei Diabetikern.(Kann man natürlich
der Gewichtsabnahme zuschreiben)Die seelischen Ursachen für Übergewicht
werden hier natürlich nicht berücksichtigt und müßten gleichzeitig therapiert werden.

#8 |
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Diätassistent

Tolle Antworten, vielen Dank dafür.
Allerdings bin ich nicht so sehr für Kochkost, der überwiegende Teil sollte unverarbeitete Rohkost sein.

#7 |
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Biochemiker

Ich moechte mich meinen Vorrednern anschliessen, sehe das Problem jedoch nicht allein in der fehlenden Aufklaerung oder der mangelhaften Compliance bzw. Motivation des Patienten. Wir wissen zzt. von vier Hormone moderieren den Metabolismus: Leptin, Insulin, Ghrelin und Peptide YY3-36. Diese Schalter, die am Hypothalamus wirken, kennen grob gesprochen zwei Zustaende: Anorexogenese (Kein Hunger, Energie wird verbraucht) und Orexogenese (Hunger, Energie sparen). Insulin ist hier besonders interessant, da es zunaechst auf dem efferenten Weg (Signal an die Adipozyen, Fett zu speichern) wirkt, und indirekt spaeter auf dem afferenten Weg (die Adipozyten setzen als Antwort Leptin frei). Insulin und Leptin sind Antagonisten. Das waere der normale negative Feedback-Loop. Wenn der Insulinspiegel zu hoch ist, bleibt die aufhebende Wirkung (das negative Feedback) des Leptin aus. Nun wirkt Insulin ausschliesslich als Trigger fuer De-Novo Lipogenese bei fehlenden Saettigungsgefuehl. Mit den steigenden intrahepatischen Fettanteil steigt wiederrum die Insulinresistenz, das Pankreas muss mehr Insulin freisetzen und es entsteht eine Hyperinsulinemie (positiver Feedback-Loop) – ein Circulus vitiosus. Weil bei dem entkoppelten Mechanismus der Hypothalamus nichts mehr von dem Energieueberschuss mitbekommt, haben Menschen mit einem hohen viszeralen Fettanteil kein Saettigungsgefuehl und auch keinen gesteigerten Energieumsatz mehr trotz ausreichender Versorgung (Brain Starvation). Insoweit waere ich zurueckhaltend, den Patienten die alleinige Verantwortung zuzuschreiben. Insoweit Kohlenhydrate auch auf den Nucleus Accumbens stimulierend wirken, waere es gar nicht falsch, auch hier von einer, neben allen psychologischen Effekten, physiologischen Abhaengigkeit zu sprechen. Kinder, die von klein an in diesen Teufelskreis geraten (auf Grund von irrefuehrender Werbung) haben nur wenig Chancen, diesem wieder zu entkommen, solange die unterstuetzenden Systeme eben nicht mehr so arbeiten, wie sie sollten. Ich verzichte darauf, Patienten zu erzaehlen, dass sie sich falsch ernaehren, da das eher zu einer Abwehrhaltung und zu neuen Schuldgefuehlen fuehrt, die dann wiederrum vom Belohnungszentrum durch Suesses kompensiert werden wollen. Um das Problem fruehzeitig zu bekaempfen, braeuchten wir eine gewisse Regulierung der zuckerhaltigen Nahrungsmittel bzw. deren Bewerbung. Auf Zigaretten wird ja auch gewarnt…

#6 |
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Heilpraktikerin

Sehr schön, danke an meine Vorredner; vieles wurde schon gesagt.
Kurzer Nachtrag zum Thema Protein: Kann man durch geschickte Kombination machen ( Kartoffeln und Ei oder Milch und Haferflocken als Porridge oder Bohnen und Mais,…), muss dafür keine Unmengen Fleisch oder Fisch vertilgen; biologische Wertigkeit wäre hier ein Stichwort.
Kochen lernt man im Elternhaus, wenn man es dort nicht lernen kann, wäre in der Tat Kochunterricht und sogar solide Grundkenntnisse in Hauswirtschaft für beide Geschlechter sinnvoll. Als Pflichtunterricht. Schneller können Sie sich kaum unbeliebt machen. Auch bei beiderlei Geschlechtern.
Leider gibt es oft keine sinnvolle ausgewogene Lösung, die die Kids für sich übernehmen können. Dem groben Körnerbrot beim gemeinsamen Frühstück im Kindergarten, mit ungesüßtem, grobem Müsli mit saurem, kaltem Früchtetee, (geht’s auch moderat, z.B. mit Früchtespießen und feinem V.brot mit Nutella -jawohl!- und Bananenscheiben drauf oder leichtgesüßtem Quark, ohne Aroma,…?) steht oft gruseliges Mensa-Kantinenessen gegenüber. Beispiel gefällig? Cordon bleu, was in Optik und Konsistenz dem ähnelt, was der Hund zum Spielen hat und quietscht, wenn er reinbeißt und garantiert frisch aus der Folie gepellt wurde, Weißmehlnudeln, die man durch die Zähne drücken kann und als krönender Nachtisch ein äh, Schokokuss, folgendermaßen “zubereitet”: Waffel ab, rein ins Schälchen, durchrühren, Waffel als Deko wieder reinstecken- et voila!
Seitdem zeigen meine Söhne eine große Aufgeschlossenheit meiner gesunden Küche gegenüber und gehen nur noch ab und zu quasi zur Belustigung in die Mensa.
Was meinen Sie, wird an schuleigenen Kiosken so “vertickt”? Studentenfutter und gewaschene Obstschnitze nach Saison? Hahaha!
Also hofft man als Eltern auf eine halbwegs passende Peergroup aus ebenso passenden Elternhäusern kombiniert mit einer dankbaren Annahme der eigenen Erziehungsbemühungen! ;-)
Und alles bleibt weitgehend wie es war; Eigenverantwortlichkeit kann man nicht auf Krankenschein oder Rezept abgeben.
MfG
S.Pfaue

#5 |
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@Dr. Bayerl: Sie sprechen mir in vielem aus der Seele. Auch ich halte den BMI für eine denkbar ungeeignete Größe, da er rein gar nichts über die Körperzusammensetzung – das Muskel-Fett-Verhältnis sowie die Fettqualität – aussagt. Die “Tofis” (thin outside – fat inside) mit niedrigem BMI auf der einen Seite – viele unserer frisch gebackenen Weltmeister-Jungs (BMI >25) auf der aneren Seite, sind bestes Beleg.
Mit einer Pille – schon gar nicht mit einer, die ein einzelnes Protein aktiviert – ist die Fehl-/Überernährungproblematik ganz sicher nicht in den Griff zu bekommen.
M.E. fehlt es an der Einsicht, dass Ernährung eine viel individuellere Geschichte ist, als momentan dargestellt. Die Verfechter der verschiedensten Ernährungsformen, ob low-carb, low-fat, paläo, vegan, vegetarisch (ovo oder lacto, ovo und lakto..), frutarisch oder was auch immer preisen ihr “Baby” als Stein des Weisen. Aber Ernährung funktioniert nicht nach dem “one size fits all”-Prinzip. Verträglichkeit, Bekömmlichkeit, Bedarf und nicht zuletzt Geschmäcker sind nun mal individuell völlig verschieden. Letztlich muss also jeder einzelne die zu ihm passende Ernährung finden und dazu noch seinen sonstigen Lebensstil (Bewegung, Nikotin, Alkohol etc) hinterfragen Da spielt es keine Rolle, wie hoch nun das genetische Übergewichtsrisiko ist. Wer nicht bereit ist, eigeninitiativ (das bedeutet keinesfalls ohne fremde Hilfe), die zu ihm passende Ernährung und Lebensweise zu finden, wird keinen dauerhaften Erfolg erwarten dürfen. Ich bin mir bewusst, hier eine sehr idealisierte, wenn nicht gar naive Hoffnung wiederzugeben. In Berlin vergeht kaum ein Tag ohne Begegnung mit einer stark adipösen Schwangeren – das zweite Baby im Kinderwagen – die sich mit Zigarette in der linken und Handy in der rechten Hand, Cola und Bierflasche griffbereit, zudem großflächig tätowiert (ein weiteres unkalkulierbares Risiko) wohl keine allzugroßen Gedanken um ihre gesundheitliche Zukunft (das wäre ja noch zu verkraften), vor allem aber den Lebensweg ihrer bemitleidenswerten Kinder macht. Die negative frühkindliche Prägung dieser Kinder ist quasi vorprogrammiert, wird sie womöglich lebenslang begleiten und dann dem eigenen Nachwuchs vermacht. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich erwähnt, dass die dazu passenden Väter um keinen Deut besser sind. Ein Geschlechtsproblem ist das nicht. Mit einer oder auch einem Dutzend Pillen wird man diese Probleme jedenfalls nie in den Griff bekommen. Den Stein des Weisen hab ich aber auch noch nicht gefunden.

#4 |
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Dr. Sabine Bessey
Dr. Sabine Bessey

@Dr. Bayerl .
ich gebe Ihnen völlig Recht, trotz der 100. Kochsendung im Fernsehen gibt es immer weniger Menschen, die ihr Essen selber kochen. Wenn man die Werbung im Fernsehen verfolgt, sieht man nur sogenannte “Convenience” Produkte, industriell hergestellte Fertiggerichte mit Einheitsgeschmack und mehr Chemie als Natur. Aber es ist eben praktisch, geht schnell und sättigt. Setzt man solchen Konsumenten ein selbstgekochtes Essen aus, im besten Fall, biologisch angebauten Lebensmitteln vor, so wird man erleben, dass dieses Essen häufig als fade und geschmacklos bezeichnet wird. Es fehlen eben die Geschmacksverstärker, der Zucker, das Fett, also all die “gesunden” Sachen, die uns die Werbung suggeriert. Mich schaudert, wenn ich mir vorstelle, was in so einer Fertigpizza alles steckt. Die Freude am Kochen und an hochwertigen Produkten lernt man im Elternhaus, nicht beim “Promi-dinner”.
Außerdem kann man dann seine Kalorienzufuhr besser kontrollieren, die Nährwerttabellen der Fertigprodukte sind eh nur Augenwischerei. Selberkochen ist das Zauberwort, keine Pillen !

#3 |
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Dr. Bayerl
Dr. Bayerl

Bravo @Ernst Pawlowsky! Zustimmung!
Was mich auch etwas stört ist das Vermischen von “Übergewicht” nach BMI mit Adipositas als Krankheit, die frühesten mit einem BMI von 30 beginnt.
Darunter sind abgesehen von der angestrebten Ästhetik alles andere wie Blutdruck, Bewegungsmangel und direkte Stoffwechselmarker wie Cholesterin etc. wesentlich wichtiger. Die Klitschko-Brüder mit einem BMI zwischen 28 und 29 als “Kampfgewicht”, nicht in vollem Training auch etwas mehr, sind alles andere als übergewichtig.
Ein deutscher normalgewichtiger junger Mann zwischen 20 und 30 Jahren nach aktueller RKI – Statistik < 25 BMI ist also eher ein ungesunder muskelschwacher Hänfling,
verglichen mit einer Frau, bei der < 25 BMI im Gegensatz dazu wirklich normal und gesund ist.
Und selbstverständlich gehen uns die Amerikaner in der unbestrittenen Fehlentwicklung immer voraus, das trifft sowohl den Muskelschwund Jugendlicher, wie die zunehmend krankhafte Verfettung.
Besorgniserregend ist bei uns wie bei Alkohol und Nikotin die Jugend unter 20,
hier machen wir offensichtlich Fehler in der Erziehung.
Diese kann man nicht mehr einer Familie alleine zuschieben, sondern der ganzen "medialen" Stimmung, einschließlich des ungesunden Konsumangebotes, was zweifellos erziehungsbehindernd ist,
wobei man natürlich nicht von Kindern Dinge verlangen kann, die man selbst missachtet. Es ist ist ja tatsächlich nicht mehr billiger, aber wesentlich gesünder selbst zu kochen, als leckere (süße) Fertigprodukte, besonders amerikanischen Ursprungs zu kaufen. "Kochen" sollte daher wieder Schulfach werden.
Die "Pille" ist immer der falsche Ruf! .

mfG

#2 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

ja, so ist das heute:
nicht der “lifestyle” der Übergewichtigen wird hinterfragt, sondern es wird auf die Genetik geschoben ( da können wir ja dann nichts dafür ), und dann wird die Pille, die “die Produktion von Appetit-kontrollierenden Hormonen, als auch von Hormonen, die die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm steuern, anregen. … die den Appetit bremsen … ” gesucht, um sie gewinnbringend ( weil patentiert ) an den Mann / die Frau zu verkaufen.
Der Blick auf die Südsee-Insulaner ist interessant: doch vermutlich waren es nicht die besonderen Gene: damals war Nahrung nirgendwo auf der Welt im Überfluss vorhanden. Sondern die Nahrung selbst bzw. ihre Zusammensetzung ist der entscheidende Faktor. Was liegt bei Inselvölkern näher als die Annahme, daß Fische und andere Meerestiere eine wesentliche Säule der Ernährung darstellten? Damit war die Ernährung proteinreich! Gleichzeitig reich an Obst und Gemüse, aber arm an Kohlenhydraten, Zucker und Weizen oder Mais, bzw. Weizen- und Maisprodukte gab es gar nicht.
Außerdem: wie soll das funktionieren:
” Es ( FFA4 ) kommt in der Membran von Darm-, Immun- und Fettzellen vor und wird durch langkettige, freie Fettsäuren aktiviert, die wir über die Nahrung aufnehmen. Ist das der Fall, sorgt FFA4 dafür, dass Hormone ausgeschüttet werden, die den Appetit bremsen und die Aufnahme von Zucker aus dem Blut erhöhen.”
Warum soll die Zuckeraufnahme aus dem Blut erhöht werden, wenn wir Fette mit langkettigen Fettsäuren zu uns nehmen? Das funktioniert nur, wenn unterstellt wird, daß die zugeführte Nahrung gleichzeitig Fette mit langkettigen Fettsäuren und! Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen, beinhaltet. Also Kartoffelchips z. Bsp.. Oder junkfood allgemein.

Und was passiert mit dem aus dem Blut aufgenommenen Zucker? Er wird auch wieder als Fett abgelagert.
Die Studien sind zwar sehr interessant und leider fühlen sich die wenigsten Menschen für ihr Übergewicht selbst verantortlich. Doch woher sollen sie auch wissen, wie die Zusammenhänge wirklich sind, wenn diejenigen, die es besser wissen könnten ( z. Bsp. die Krankenkassen, oder die DGE ) nicht auf breiter Front klarstellen, daß die Ernährungsgewohnheiten heute die Ursache sind und daß eine deutliche Kehrtwendung erforderlich ist.
Eine Kehrtwendung, die den Menschen wieder das gibt, was sie brauchen:
genügend Proteine
genügend und die richtigen Fette
genügend Mikronährstoffe, Ballaststoffe / Präbiotika
bei deutlich reduzierter Kohlenhydrataufnahme.
Und es ist ja nicht nur die Adipositas.
Es gibt genügend Hinweise, daß die heutige kohlenhydratlastige Ernährung das Krebsrisiko deutlich erhöht sowie das Demenzrisiko.
Leider erscheinen die Autoren, die sich engagiert damit befassen, oft wie Rufer in der Wüste. Ihr Problem: eine solche Ernährung ist nicht patentierbar. Und damit gibt es nicht genug Geld für Studien, die den Erfolg einer solchen Ernährung belegen. Und bisher fühlen sich weder die Krankenkassen noch die entsprechenden Ministerien aufgerufen, solche Studien im Sinne der Volksgesundheit zu bezahlen. Man verdient ja selbst gut an den Kranken oder glaubt, der Pharmaindustrie das Wasser nicht abgraben zu dürfen.
Doch vielleicht ist es irgendwann ähnlich wie in der Energiewende, wir können es nur hoffen.
Und bis dahin muß jeder, der halbwegs durchblickt, sehen, wie er eigenverantwortllich den für sich richtigen Weg zur eigenen Gesundheit findet.

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