MRSA: Jetzt wackelt auch Vancomycin

11. Juli 2014
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Das Reserveantibiotikum Vancomycin war bisher das Ass im Ärmel gegen MRSA-Infektionen. Nun wurde ein Fall aus Brasilien bekannt, bei dem die Blutinfektion eines jungen Mannes mit einem Vancomycin-resistenten MRSA-Stamm nicht mehr behandelt werden konnte.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis er auftauchen würde: Der erste Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stamm (MRSA), dem das Reserveantibiotikum Vancomycin nichts anhaben kann. In Brasilien wurde im Jahr 2012 ein solcher Keim im Blut eines 35-jährigen Mannes nachgewiesen. Dieser Umstand alleine wäre schon besorgniserregend genug. Dazu kommt aber, dass der Keim offenbar in der breiten Bevölkerung kursiert. Denn dem genetischen Profil des Keims zufolge hatte sich der Mann nicht in einem Krankenhaus damit infiziert. Dort verbreiten sich MRSA-Keime eigentlich bevorzugt, wo sie bei immungeschwächten Patienten leichtes Spiel haben. Weltweit verursacht der Erreger etwa 1,5 Millionen Krankenhausinfektionen pro Jahr – in Deutschland sind es grob 100.000. Wenn MRSA bei geschwächten Patienten eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung auslöst, enden viele der Infektionen tödlich.

Erst in den 1990er Jahren wurden MRSA-Stämme bekannt, die sich auch außerhalb von Krankenhäusern auf gesunden Menschen effektiv ausbreiten konnten. Meistens verursachen diese Stämme schwere Haut- und Weichteilinfektionen, seltener aber lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine nekrotisierende Lungenentzündung.

Der Fallbericht

In Brasilien verstarb nun erstmals ein Mann an einem Vancomycin-resistenten MRSA-Erreger. Der 35-Jährige war offenbar in einem schlechten Allgemeinzustand, als er sich mit dem Keim infizierte: Der Mann war kokainabhängig und litt unter Hautkrebs und Diabetes. Als er wegen psychischer Probleme und Infektionen der Haut und der Weichteile ins Krankenhaus kam, wurde eine Zellgewebsentzündung am Beim zunächst mit Cephalexin und topischem Gentamycin behandelt. Mit einem Rezept für Clindamycin wurde der Patient entlassen. Ein halbes Jahr später verschlechterten sich seine psychiatrischen Symptome und die Haut- und Weichteilentzündungen traten erneut auf. Im Krankenhaus erhielt der Patient Vancomycin und Cefepim. Blutproben, die nach der 8-tägigen Behandlung im Krankenhaus entnommen wurden, waren steril. Der Patient verblieb jedoch trotzdem im Krankenhaus, wo er eine chemotherapeutische Behandlung mit Gemcitabin, Vinorelbine und Dexamethason gegen seinen Hautkrebs erhielt.

Nach der Chemotherapie gegen den Hautkrebs bekam der junge Mann erneut Fieber und erhielt Vancomycin und Piperacillin-Tazobactam. Zu diesem Zeitpunkt bestätigten Bluttests, dass der Erreger empfindlich gegen Vancomycin, Linezolid and Clindamycin sei. So erhielt der Patient weitere 14 Tage Vancomycin, gefolgt von einer 14-tägigen Teicoplanin-Kur. Am Tag, nachdem Teicoplanin abgesetzt worden war, kam das Fieber zurück und eine Blutanalyse zeigte, dass einer der zwei nachgewiesenen MRSA-Stämme gegen Vancomycin und Teicoplanin resistent geworden war. Weitere Tests zeigten, dass dem Erreger auch Erythromycin, Clindamycin, Ciprofloxacin, Gentamicin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol nichts anhaben konnten. Daraufhin begannen die Ärzte eine Behandlung mit Daptomycin. Ein Rektalabstrich, der zwei Wochen nach der positiven Blutprobe gemacht wurde, zeigte, dass der Mann einen Vancomycin-resistenten E. faecalis-Stamm in sich trug. Alle weiteren Behandlungsversuche scheiterten und wenige Wochen später verstarb der Mann.

Gencluster mit verheerenden Folgen

Wissenschaftler der University of Texas untersuchten jetzt den Erreger, der sich im Blut des jungen Mannes ausgebreitet hatte. Dabei entdeckten sie, dass der Keim während der Antibiotikatherapie den sogennanten vanA-Gencluster aufgenommen hatte, der ihn unempfindlich gegen das Reserveantibiotikum Vancomycin gemacht hatte. Dieser Gencluster wurde im Jahr 2002 zum ersten Mal in MRSA beschrieben und seitdem 13-mal in den USA dokumentiert. Auch in Indien und im Iran wurde sein Vorkommen bestätigt – allerdings noch nie im Blutstrom eines Menschen. Als Überträger der Resistenzgene vermuten Wissenschaftler die Bakterien Enterococcus faecalis and E. faecium. Auch bei diesem Patienten scheint das Genstück, das dem Erreger eine Resistenz gegen Vancomycin verleiht, aus einem Darmbakterium zu stammen. Die DNA-Sequenz des vanA-Genclusters sowie dessen flankierenden Sequenzen war mit der des Darmkeims vom Abstrich des Patienten identisch.

Eintritt in das Post-Vancomycin-Zeitalter?

„Wenn Vancomycin nicht mehr wirkt, dann wird es sehr schwer und teuer, diese Infektionen zu behandeln“, so Studienleiter Cesar A. Arias, vom University of Texas Health Science Center in Houston. Die Wissenschaftler mahnen großer Vorsicht, denn außerhalb des Krankenhauses vorkommenden MRSA-Stämme sind besonders leicht übertragbar. Dass die „schlimmste mögliche Resistenz“, wie die Wissenschaftler den vanA-Cluster bezeichnen, ausgerechnet in einem solchen Stamm vorkommt, spitze die Situation noch mehr zu. Verbreite sich ein solcher Keim in der Bevölkerung, könne das zu einem schwerwiegenden Problem werden, da es im Moment keine Behandlungsmöglichkeiten gäbe. Daher sollten weltweit alle MRSA-Fälle besonders genau überwacht werden, um eine Epidemie möglichst rasch zu erkennen. Seit dem Vorfall sind allerdings keine weiteren Blutinfektionen mit einem derartigen Erreger bekannt geworden.

145 Wertungen (4.72 ø)

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65 Kommentare:

Biotech-Studentin
Biotech-Studentin

Wenn ich nun auch einmal meine bescheidene Meinung vertreten darf. Aufgrund meines Studiums befasse ich mich zur Zeit sehr viel mit dem Thema MRSA und finde diesen Artikel und die Diskussion hochinteressant. Nun möchte ich Ihnen folgendes sagen:
Es ist Fakt, dass sich MRSA im Laufe der Jahre immer weiter ausgebreitet hat. Vermehrte Resistenzen treten auf, weil zu sorgenfrei mit Antibiotika umgegangen wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Resistenzen aus der Tiermast oder aus dem Krankenhaus kommen. Viel wichtiger ist es die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren. Zu viele verlassen sich auf die “Halbgötter in weiß”, dabei sind Ärzte auch nur Menschen. Sie müssen Entscheidungen treffen und können dabei irren. Ein Arzt kann vielleicht feststellen woran ein Patient leidet, aber jeder Mensch ist verschieden und benötigt daher vielleicht eine ganz andere Therapie.

Womit ich zum Thema Medizin versus Homöopathie kommen möchte, dabei aber keines verurteilen möchte. Liebe Homöopathen, stellen sie sich bitte einmal die Frage was in “natürlichen” Heilmitteln drinsteckt? Chemie. Das ganze Leben beruht letztendlich auf physikalischen und chemischen Prozessen. Der Antibiotika-Klassiker Penicillin z.B. ist nichts anderes als ein Nebenprodukt des Stoffwechsels von Schimmelpilzen. In der Pharmazie wird dieser Stoff aus den Pilzen gewonnen und aufgereinigt. Ist also eigentlich besser, als das Naturprodukt. An dieser Stelle hat schon der alte Paracelsus (15./16. Jh.) festgestellt: “Die Dosis macht das Gift.” Das gilt selbst für so einfache Sachen wie Hygiene. Zu wenig ist schlecht und zu viel kann auch schlecht sein, da ein Mensch, der völlig steril lebt, niemals eine eigene Immunabwehr aufbauen kann.

Was den verwahrlosten Mann angeht, so mag das jetzt vielleicht unethisch klingen, aber wie viel Zeit hätte er mit dem Krebs noch gehabt? Haben die Ärzte alles versucht, was sie konnten? Oder ist er vielleicht zum Ende seiner Tage hin zum menschlichen Versuchskaninchen geworden? Letztendlich ist er den Folgen seines Lebensstils erlegen, ob er sich diesen in gewisser Weise freiwillig ausgesucht hat, sei dahingestellt.
In diesem Sinne: Denken Sie immer daran, dass so manche Entscheidung (Rauchen, Ernährung, Einnahme von Medikamenten usw.) Einfluss auf Ihre Gesundheit hat. Leben Sie gesund und bleiben sie optimistisch: Wir haben die Pocken und die Pest in den Griff bekommen, da wird uns doch so ein Keim nicht in Angst und Schrecken versetzen.

#65 |
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Arzt
Arzt

@Dr. med.vet. Stefan Gabriel :
” Die Doktrin von den “Reserveantibiotika” ist eine Lachnummer. Der ewige Kampf von Antibiose und Resistenzfaktoren ist Evolution zum zuschauen.”

Wer wird denn so pessimistisch sein?
Der menschliche (tierische) Körper lebt doch buchstäblich in einer permanenten “mikrobiologischen Wolke”, auch wenn man die mit bloßem Auge nicht sieht.
Die ist ANGEPASST an ihn und hilft ihm die “falschen” Keime zu vertreiben. Ich hab noch nicht gehört, dass “die Evolution” das einfach kaputt machen kann. Der “antibiotische” Effekt einer intakten Colonflora (hat nicht jeder, pommes sei Dank) ist nachgewiesen. Bei “vegetarischen” Haustieren soll das doch noch viel besser funktionieren.
Ich will damit nur sagen, das Verständnis und die Entwicklung wird sicher weitergehen.
Wobei mir allerdings die zunehmend menschenfeindlichen Politiker und Ökonomen etwas Sorgen machen. Ärzte stören diese modernen Menschen, deshalb werden Sie immer unbeliebter.

#64 |
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Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

Schwerter, die benutzt werden, verlieren nun mal ihre Schärfe… Umgekehrt wirken Antibiotika sicher nicht besser, wenn sie nicht angewendet werden. Die Doktrin von den “Reserveantibiotika” ist eine Lachnummer. Der ewige Kampf von Antibiose und Resistenzfaktoren ist Evolution zum zuschauen. Was mir wirklich Angst macht, ist dass sog. Reserveantibiotika unkritisch und unüberwacht bei jedem Pups verschrieben werden können…

#63 |
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ROFLOLLER
ROFLOLLER

#57 Zur Klarstellung: Anlass zur Selbstanzeige ist bei mir nicht gegeben. Ich habe lediglich von meinen Kenntnissen des Schwarzmarktes aus eigener Anschauung berichtet. Dies ist nicht nur Hören-Sagen. Und warum sollte 8ich schweigen?
MRSA etc.=Antibiotikaresistente Keime kann es nur geben, wenn Antibiotika angewandt wurden. Das Problem wächst exponential mit zunehmend unkritischem Antibiotikagebrauch. Gerade die meiner Kenntnis nach (und nicht durch eigene Anwendung, Verschreibung, Verkauf o.ä.) weit verbreitete Praxis in der Massentierhaltung wird zukünftig noch etliche diesbezügliche Schlagzeilen generieren. Fachleuten ist die Problematik präsent, viele Daten veröffentlicht und die bisherige Entwicklung nachvollziehbar.
So schlägt meine impulshafte Erheiterung über gewisse statements regelmässig in Verzweiflung um. In zehn Jahren werden Sie mich verstehen.

Immer neue Therapiestrategien sind keine wirkliche Option. Von dem Gedanken für alles ein Mittelchen zu haben sollte man sich lösen und endlich mehr Wert auf Prävention legen.
entspannte Grüsse

#62 |
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Chirurg
Chirurg

@dr. med.dent. Wolfgang Stute, sind Sie nicht dieser Wunderheiler?
Ich hab mir auch so ein “Laser” in der Metro gekauft,
sollte gegen Warzen wirken, auch somit Singuelettsauerstoff, Sie wissen schon,
der haut ja auch erbarmungslos “radikal” in Viren rein.
Nun, irgendwie haben das die Viren wohl nicht verstanden.
Können Sie Warzen wegkriegen?

#61 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

auch wenn ich meinen Beitrag heute nicht wiederfinde , die Götterdämmerung bricht an .
Photosensitizer + Laser ( Photodynamische Therapie ) eröffnen die Keimtötung u. eröffnen den Caspaseweg zur Apoptose / Nekrose vieler Keime über die Entstehungg von Singuelettsauerstoff ,inbs auch der MRSA .- Keime

#60 |
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Gast
Gast

das mag ja sein,
Expektorantien werden auch auf der Intensivstation gegeben.
Aber hier ging es offensichtlich nicht um Bronchitis.
Ich Heilpraktiker seid ja richtig lästig.

#59 |
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Arzt
Arzt

Was mich an dem Arzt-bashing bei diesem Thema so stört,
ist,
dass genau DER Einsatz kritisiert wird, der lebenswichtig ist, nämlich die Intensivstation im Krankenhaus.
Wie schon der “Chirurg” berichtet hat, war der Keim im Artikel ein Darmkeim des Patienten selbst und kam NICHT “aus dem Krankenhaus”, ebenso wie der Gasbrandfall ein Keim des Befallenen aus seinem eigenen Dickdarm war, hier sogar zu Hause.
Das hat schon mal nicht das allergeringste mit “Hygienelücken” zu tun, wie zusätzlich immer gerne unterstellt wird!!!
Es müsste daher doch abgesehen von den hier geschilderten hoffnungslosen Fällen – der Arzt kann wirklich nicht alle Gesundheitsproblem lösen – ganz abgesehen,
ein Minimalkonsens allmälig VORGESCHRIEBEN werden, anders geht es ja offenbar nicht, dass ein definiertes Spektrum von (Reserve-)Antibiotika NICHT frei verfügbar ist, sondern MENSCHLICHEN Notfällen vorbehalten sein muss.
Ich erinnere noch mal an das Mengenverhältnis:
Intensivstationen Deutschland UNTER 10 Tonnen Antibiotika jährlich
Einsatz im nicht Humanmedizinbereicht, viele Tausend Tonnen Antibiotika jährlich.
Und auch für hoffnungslos “Verwahrloste” sollte nicht eine Krankenhausintensivstation missbraucht werden.

mfG

#58 |
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Dr. med. vet. Oliver Dietrich
Dr. med. vet. Oliver Dietrich

Tja, und mich erheitern wichtige Beiträge von Menschen, die ihr umfassendes Wissen aus dem Hörensagen beziehen. Toll! Bringt die Diskussion doch gleich entscheidend weiter!
Sollten Sie jedoch tatsächlich Erfahrungen mit illegalen Medikamenten haben, dann rate ich entweder zur Selbstanzeige oder zum Schweigen

#57 |
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ROFLOLLER
ROFLOLLER

Unabhängig vom Wahrheitsgehalt: sachliche und unsachliche Argumente miteinander zu vermengen halte ich nicht nur bei Ärzten für unwürdig.
Entspannt euch und lacht mal wieder mehr! Soll auch heilsam wirken.
Mich erheitern z.B. immer wieder statements von Veterinären zum Thema.
Der Grund des Nichteinsetzens von bestimmten Mitteln in der Tierproduktion ist allenfalls der Marktpreis bzw RoI. “Verbote” sind in vielen Bereichen schon lange keine Entscheidungsgrundlagen mehr. Neben der offiziellen Behandlung durch Veterinäre existiert ein tiefschwarzer Markt mit Antibiotika. Das weiß ich aus eigener Kenntnis und (vielfachen) persönlichen Kontakt mit vielen! “Tierhaltern”. Der Google findet auch hierzu sicher entsprechende seriöse Veröffentlichungen.
Genauso schlimm ist natürlich die legale unkritische Antibiotikaverordnung in der Humanmedizin. Hier aber meist aus Bequemlichkeit und Unkenntnis statt kommerzieller Motivation.

#56 |
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Elke Osterwald
Elke Osterwald
#55 |
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Arzt
Arzt

@Dr.rer.nat. Michael Wahl, Sie sind selbst “Ideologe”, wenn Sie tatsächlich meinen, Hygiene bleibt im Krankenhaus auf der Strecke.

#54 |
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Dr.rer.nat. Michael Wahl
Dr.rer.nat. Michael Wahl

Der zentrale Satz ist in der Einleitung des Artikels zu finden: “es war nur eine Frage der Zeit…”. Wir können wahrscheinlich in wenigen Jahren von einer post-antibiotischen Ära sprechen – seit Jahren tun wir alles, um die Selektion von Antibiotika-Resistenzgenen bei Bakterien voranzutreiben, sei es in der Tiermast, sei es im eigenen Bereich. Hand aufs Herz: wer duldet noch eine Mittlohrentzündung bei seinem Kind, wenn es weinend im Bett liegt ? Wer nimmt vor dem geplanten Urlaub nicht noch schnell mal ein Antibiotikum gegen seine Halsschmerzen, um fit zu sein ? Welcher Kinderarzt verweigert unsicheren Eltern das gewünschte Penicillin (und wenn, dann wird er gewechselt) ? Und in der Pflege im Krankenhaus oder Pflegeheim wird die Personaldecke immer dünner, das Personal schlechter ausgebildet – Hygiene ist das, was dann auf der Strecke bleibt, und damit wird der Weg von der nicht vorhandenen Asepsis zum dann benötigten Antibiotikum immer kürzer.
Was im übrigen an der Diskussion in diesem Forum stört, sind die Ideologie-Kämpfe auf allen Seiten, die allmählich langweilen.

#53 |
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Chirurg
Chirurg

zum “Fallbericht”:
dieser zeigt sehr schön,
dass Lokalerkrankungen (fast) ausschließlich “systemisch” behandelt wurden,
was insbesondere bei einem Hautkrebs doch erstaunt,
warum nicht “lokal”???
Der “junge Mann” ist bei offensichtlicher “Verwahrlosung”, heute kein Einzelfall mehr, von der Allgemeinheit kaum noch zu finanzieren.
Ich kenne einen ähnlichen “jungen Mann” der durch Verwahrlosung Gasbrand entwickelt hat, was schließlich tatsächlich nur noch chirurgisch (2x) u.a. mit Exartikulation im Hüftgelenk überlebt wurde -Hyperbare O2-Therapie ist ja in Deutschland aus Kostengründen abgeschafft -.
Das Ergebnis ist hier offen, da das Problem der “Verwahrlosung” ja nun noch größer wird, das eigentliche PROBLEM.
Dagegen ist “Medizin” machtlos.

#52 |
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Arzt
Arzt

nochmal #48 zu ihrem “Spiegelartikel” hab ich noch einen dolleren Vorschlag:
“selber kochen”.
Wegen dieser vielen bösen Keime aus der Landwirtschaft allerdings wirklich kochen,
nicht Rohkost bitte und raffiniert würzen (Aroma) ist dann auch bekömmlicher, weil “Mensch” ja kein Kaninchen ist.
Also Grünzeug länger
und Fleisch kürzer

.. und “würzen”!

#51 |
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Arzt
Arzt

@Dr. med. vet. Oliver Dietrich, das gehört zu den wenigen Hitlergesetzen, die von unseren dollen Politiker-Laien nicht angetastet werden. Hitler soll ja auch ein Tierschützer und Vegetarier gewesen sein.
Das “Heilpraktikergesetz” ist also eine Kulturschande, für die man sich schämen darf.
Ich habe das gleiche bei Brustkrebs erlebt und die Ärztekammer gefragt weil ich das Opfer, eine Krankenschwester, die daran gestorben ist, kannte.
Die einzige Lösung wäre ein Verbot zumindest für alle “organischen Erkrankungen” und SELBSTVERSTÄNDLICH die gleichen Kontrollauflagen einschl. Dokumentation etc. wie für ausgebildete Ärzte.
zu#48
1) “Leistung” folgt dem Geld gilt für alle, HP eher mehr als bei Ärzten
2) Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung vom Medizinstudium!
Pharmakologie auch fürs Staatsexamen läuft eher unter “ferner liefen”
Nach dem Studium fängt der Arzt nochmal fast bei 0 an, unter Anleitung von Erfahrenen und erarbeitet sich dann schrittweise sein persönliches und auch unvermeidlich begrenztes pharmakologisches Therapiespektrum. Das muss er dann natürlich möglichst up todate halten.
Für ihn ist “Heilen” natürlich wichtiger, als Dauerbehandlung, die große Mode,
keineswegs der Ärzte selbst.
Es ist ein allgemein “menschlicher” Zug, statt sich mehr zu bewegen, eine Tablette zu nehmen z.B. Cholesterinsenker.
“Operationen”, die heilen können, werden dabei am meisten von allen Seiten kritisiert!!! Abszesse, Staph. aureus, hier unser Ausgangspunkt, brauchen Abfluss zum richtigen Zeitpunkt, keine Antibiotika oder “Beschwörung”.
Vom HP kann er höchstens das “schwadronieren” lernen.
Warum soll das noch die “Allgemeinheit” mitbezahlen???
Ein Kulturskandal und Erbe Hitlers.
Und die ärztliche Anwendung von verschreibungspflichtigen Medikamenten, sollte selbst verständlich Laien, wie Heilpraktiker OHNE entsprechende Ausbildung unter Strafe verboten werden!
Wofür sollte man sonst ÜBERHAUPT NOCH studieren???

#50 |
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Gast
Gast

“Das ganze Medizinstudium ist darauf ausgerichtet, dass Ärzte später so handeln, wie es der Pharmaindustrie am zuträglichsten ist” – das ist doch alles unreflektiertes Blabla. Bauen Sie erst mal selbst ihren blinden ideologischen Fleck ab. Punkt.

#49 |
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Gast
Gast

Spiegel-Artikel über Ätherische Öle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/aromatherapie-helfen-aetherische-oele-wie-lavendeloel-gegen-krankheiten-a-971155.html

Vieles in der Medizin, was nicht dem Profit der Chemieindustrie zuträglich ist, fristet unberechtigterweise ein Nischendasein. Es wird wenig erforscht, erscheint selten in den Guidlines, wird primär missachtet, belächelt oder bekämpt. Das ganze Medizinstudium ist darauf ausgerichtet, dass Ärzte später so handeln, wie es der Pharmaindustrie am zuträglichsten ist, nicht, was die Patienten am gesündesten hält (nach dem Grundsatz: zuerst nicht schaden) oder deren Gesundheit möglichst umfassend wieder herstellt. Problem der Pharmakotherapie: Medikamente müssen lebenslänglich genommen werden oder haben Nebenwirkungen (Antibiotika->Darmflora wird belastet, Pilzwuchs nimmt zu ->Infektanfälligkeit steigt, Allergien nehmen zu, Müdigkeit nimmt zu usw.), welche der Gesundheit abträglich sind, so, dass später Medikamente – meist dauernd – zum Einsatz kommen müssen. Alternativen zu diesem Teufelskreis, in dem Patienten geraten können, werden nicht gelehrt noch darauf hingewiesen. HP und Ärzte könnten zum Wohle der Patienten voneinander lernen und ihre blinden Flecken abbauen. Es braucht in der Medizin mehr Distanz zur Pharmaindustrie und eine starke unabhängige Forschung.

#48 |
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Gast
Gast
#47 |
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Dr. med. vet. Oliver Dietrich
Dr. med. vet. Oliver Dietrich
#46 |
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Damaris Pfeiffer-Böhme
Damaris Pfeiffer-Böhme

@Gast 44 – richtig, aber was bleibt davon sichtbar übrig? Für´s bloße Auge erkennbar?

#45 |
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Gast
Gast

Eine ganze Menge – wenn Sie sich die Mühe machen würden, ein Massenspektrometer zu verwenden und nicht ihre beschränkte visuelle Wahrnehmung zum Goldstandard zu erklären.

#44 |
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Damaris Pfeiffer-Böhme
Damaris Pfeiffer-Böhme

@Arzt – nur eine kurze Frage: Wenn Sie einen Tropfen ätherisches Öl auf ein Stück Papier tropfen – was bleibt nach einem z. B. einstündigen Trocknungsvorgang an der Luft auf dem Papier zurück?

#43 |
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Als Zahnarzt frage ich mich, warum zur MRSA-Prophylaxe nicht häufiger das bewährte Chlorhexidin eingestzt wird. Zusammen mit Mupirocin sol es ja schon in der Nase gut wirken [1], beim Verschlucken wird es zu nahezu 100 wieder ausgeschieden und Resistenzen sind nicht bekannt. Wenn die Antibiose versagt ist halt wieder verstärkt Antiseptik angesagt (Was eigentlich selbstverständlich sein sollte).

[1]Bode LG, Kluytmans JA, Wertheim HF, Bogaers D, Vandenbroucke-Grauls CM : Preventing surgical-site infections in nasal carriers of Staphylococcus aureus., N Engl J Med. 2010 Jan 7;362(1):9–17

#42 |
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Arzt
Arzt

zu#37 MRSA ist keine Krankheit, sondern bezeichnet einen eher harmlosen Hautkeim (SA) staphylokokkus aureus, der bei etwa jedem 3. Mensch nachweisbar ist,
mit der Besonderheit (MR) der Multiresistenz gegen (viele) Antibiotika.
= klinisch asymptomatischen Besiedlung!
Für die Entwicklung zu Furunkeln und Abszessen spielt das Bakterium eine zentrale Rolle. Aber auch hier ist die klassische Therapie : ibi pus, ubi evacua, NICHT antibiotisch.
Eine normale Lebensweise, zu der auch ein bischen Körperpflege (Haut) gehört, reicht oft aus, ihn von selbst wieder verschwinden zu lassen.
Das ist wie mit Pilzen, z.B. candida albicans (Soor), der bei 50% aller gesunden Studenten im Mund (feuchtes Millieu) nachweisbar ist. Macht man eine Kontrolle der gleichen Studenten in 6 Monaten, findet man wieder 50% Positive, nur sind es diesmal nicht die Gleichen. Potentiell können diese Pilze sich aber extrem vermehren, z.B. durch Verminderung der bakteriellen Konkurrenz (Antibiotika) und zu einer lebensgefährlichen (tödlichen) Pilzsepsis führen.
Das ist das auch das Problem von MRSA.

#41 |
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Arzt
Arzt

@Christa Dirmeier #34, wenn Sie wirklich Ärztin sind, sollten Sie soviel physikalisch-chemische Kenntnisse besitzen, dass Fett und Öl nur ein unterschiedlicher Aggregatszustand der gleichen chemischen Sustanzgruppe, genannt Triglyceride, ist (fest und flüssig), ebenso wie Eis und Wasser das gleiche H2O darstellt. Sie können daher NICHT physikalisch “fettlöslich” sein!!!, sondern in einer Trigliceridmischung, wie meist in der Natur, enthalten sein.
Sie sind also eine Blamage für die Ärzteschaft, das ist wirklich ernst gemeint.
Öle sind NICHT wasserlöslich, wie ich ausführlich erklärt habe, das lernt man in der Schule und spätestens im Physikum, dazu müssen sie “emulgiert” werden, das ist etwas anderes als eine “Lösung”.
Das wohl für den Koch gemeinte “rückstandfreie” Verdampfen bei Erhitzung in der Pfanne führt allerdings zu chemischen Veränderungen die TOXISCH sind (niedriger “Rauchpunkt”), das muss allerdings nicht jeder Dr. wissen, allerdings eine Hausfrau, sofern sie noch kochen kann.
Die Frage des “Schmelzpunktes” von Fett, also bei welcher Temperatur es ölig wird,
ist vor allem eine Frage der Doppelbindung (=ungesättigt), also je höher der Anteil ungesättigter Fettmoleküle ist, desto niedriger ist ihr Schmerzpunkt.
Auch das hat nichts mit der Wasserlöslichkeit zu tun.
Diese ist dagegen abhängig von Moleküllänge und Polarität.
Z.B. sind kurzkettige Fettsäuren wasserlöslich und auch in Butter enthalten, in der ja etwas Wasser sein darf, weshalb hier Bakterien leben können. Das sind chemisch Spaltprodukte eines “Esters” und damit kein Fett oder Öl mehr.
Es ist ein eine häufig zu beobachtende Wichtigtuerei von “Paramedizinern”, dass sie sich ausgerechnet naturwissenschaftlicher Fachausdrücke bedienen.
Nun, dann müssen sie schon wenigsten wissen, was die auch bedeuten.
Fazit zum merken:
man kann Öl nicht i.v. spritzen!

#40 |
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Gast
Gast

Ohne die Wirkungsweise der Öltherapie beurteilen zu können, wäre es interessant, welchen (medizinischen?) Hintergrund “die letzte Ölung” bei Sterbenden hat.

#39 |
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Dr. Robert Prinz
Dr. Robert Prinz

“Studie aus Griechenland”: Wo wird wohl das gepanschte Öl später herkommen?

Der “Sohn eines Ölherstellers”: Besseres (und zugleich perverseres) Marketing geht nicht.

#38 |
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Gast 21/Chris Eßer
Gast 21/Chris Eßer

Ich denke, die hier geposteten Links sind NICHT als Werbung gedacht, sondern entweder als Denkanstoß oder als Nachweis….
Also, Frau Dr. Reez, MRSA + ist ein schwerer Schlag, aber eben NICHT”unheilbar”! Ich denke wohl richtig, wenn Sie als Elter genauso wie ich alles versuchen würden wenn Schulmedizin nicht greifen sollte. Denn ich als Vater würde es tun, egal ob mir ein Arzt sagt “darf ich nicht” oder nicht.

#37 |
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Gast
Gast

ich dachte kommerzielle Produktreklame verstößt gegen Forenrel

#36 |
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Frau Damaris Pfeiffer-Böhme
Frau Damaris Pfeiffer-Böhme

@ Frau Dr. Elke Reez, für Sie und die sachlich an dieser Diskussion Beteiligten hier entgegen meiner vorherigen Absicht doch noch ein weiterer Link zur Wirkung essentieller therapeutischer Öle reinster Qualität vom Weltmarktführer:
http://www.youngliving.com/export/sites/youngliving/en_US/pdfs/MRSA_article.pdf (Link muss anscheinend in Browser kopiert werden)

Auch wenn hier von der Notwendigkeit weiterer Forschungen die Rede ist, bedeutet dies nicht, dass sich nicht schon zahlreiche Menschen in Eigeninitiative mit diesen Ölen und Ölmischungen selbst geholfen haben!

Als Mutter und Großmutter weiß ich, was ich meinen Kindern und Enkeln empfehlen würde, sowohl prophylaktisch als auch therapeutisch. [Kommentar von der Redaktion gekürzt]

#35 |
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Elke Reez
Elke Reez

Bin Dr. der Veterinärmedizin und habe eine kleine Tochter von 11 Monaten, welche MRSA positiv ist. Woher? Von mir als Veterinärmediziner? Aus einem der vielen Krankenhäuser in den sie seit ihrer Geburt war? Tatsache ist, dass bisher jeglicher Versuch der Eradikation erfolglos war! Und alles was man hier im Forum verfolgen kann, ist, wie Sie sich gegenseitig verhöhnen, statt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen! Danke für den Kommentar des Gastes #21, kann die Meinung nur teilen: SCHÄMT EUCH!

#34 |
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Gast
Gast

Diese kleine Diskussionsrunde hier ist wirklich hochspannend und absolut lehrreich.
Meine wichtigste Erkenntnis: es gibt Menschen, die sehr viel gefährlicher sind, als MRSA

#33 |
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Christa Dirmeier
Christa Dirmeier

@ Arzt

Auch wenn die Ausführungen von Frau Pfeiffer-Böhme nicht ganz teilen kann, ist es doch eine Tatsache, dass ätherische Öle gerade auch in der Medizin äußert erfolgreich eingesetzt werden wie unsere europäischen Nachbarn Frankreich und Großbritannien eindrucksvoll belegen. Ob und inwieweit ätherische Öle bei MSRA erfolgreich sind, kann ich nicht beurteilen.
Trotzdem möchte ich dem (anonymen) Arzt (??) noch folgendes mitteilen:
Bisher war ich der Ansicht ein Medizinstudium setzt eine gewisse Grundbildung voraus, so dass auch einem Mediziner der Unterschied zwischen fetten Ölen und ätherischen, essentiellen Öle geläufig sein sollte: Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengesetzt. Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch keine Fette. Im Gegensatz zu fetten Ölen verdampfen ätherische Öle rückstandsfrei. In Wasser sind sie nur sehr wenig löslich …
Zum Nachlesen und zur Kontrolle können sie ganz einfach mal unter wikipedia nachschauen. Hier auch gleich der Link, damit Sie die Info auch wirklich finden: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84therische_%C3%96le

#32 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

blos wer soll dann all die leckeren Steaks essen wenn die Menschen dank Ölung vom Ableben Gebrauch gemacht haben?

#31 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

ich würde auch sage,
die Antibiotika endgültig den Tieren überlassen,
die bekommen ja eh schon den Löwenanteil
und Menschen einölen und Öl iv. spritzen

#30 |
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Dr. med. Stefan Margraf
Dr. med. Stefan Margraf

Ich habe noch einen Tipp:
einfach mal 2-3 Essloeffel Eukalyptusoel ins Badewasser !
Wenn dann der Bio-Bakterientraeger aufsteht geschieht praktisch von allein eine Urschreitherapie und das ist die Schwachstelle der Staphylokokken: die Zerplatzen durch das Gebruell einfach! Einfach mal ausprobieren !

#29 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Hallo @B.Sc. Joachim Poweleit, is ja toll, Phagen (=Bakteriophagen) sind bekanntlich Viren, also keine richtigen Lebewesen.
Wenn du welche hast, dann her damit, die Welt wartet nur darauf,
also nichts wie Phase 1,2,3-Studie und anmelden als Medikament.
Ich hätte gerne welche gegen Yersinia und camphylobacter, kannst du die mir besorgen?
p.s.
Dein Félix d’Hérelle hat sich übrigens geirrt mit seinen Vermutungen
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakteriophagen
gehört doch zur Allgemeinbildung!
mfG

#28 |
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Gast
Gast

Höhö, die Homöopathie soll individuell sein?

#27 |
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B.Sc. Joachim Poweleit
B.Sc. Joachim Poweleit

Seit fast 100 Jahren gibt es die Phagen-Therapie. Die ersten Erfolge wurden von Félix d’Hérelle (1873-1949) während des ersten Weltkriegs erzielt. Wirtschaftliche und politische Interessen sorgten in den 40er Jahren für einen Abbruch weiterführender Forschung (im Westen). In Georgien werden damit 95%-ige Erfolge erzielt.
Da aber leider bei individualisierten Therapien keine RCT’s durchgeführt werden können, ist die wissenschaftliche Evidenz gering. Und so ergeht es dieser Therapie wie allen individualisierten Therapien (Homöopathie, TCM, Osteopathie etc.) – Therapieerfolge gibt es zuhauf – sie lassen sich nach wissenschaftlichen Kriterien jedoch nur schwer beweisen.
Und so lässt man die Patienten eben sterben – denn das ist wenigstens evident.
(Ein guter Bericht hierüber erschien in: GEO 2013, 9, 122-36)
In Deutschland forscht Herr Prof. Dr. Burkhard Wippermann, Klinikum Hildesheim über die Phagen-Therapie.

#26 |
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Gast
Gast

Was ist denn mit den ganzen homöopathischen Globuli, die in der Pädiatrie verwendet werden?
Denkt denn keiner an die Kinder?

#25 |
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Gast
Gast

@Arzt
Ich wußte vorher schon, dass sich jemand nun über das Mittelalter auslassen wird, aber darauf werde ich NICHT eingehen. Was ist denn mit den ganzen homöopathischen Globuli, die in der Pädiatrie verwendet werden? Hildegard von Bingen, sag ich mal. Diese hatte das Wissen von Kräuterfrauen… Hexen eben. Es tut mir leid, den zweiten Satz muss ich leider teilweise bestätigen, denn medicus curat, natura sanat, wie sie wissen. Zum letzten, naja ich bin so gesehen beides…. ich kenne die Labore der Focus CDD GmbH von innen UND die Wirkung von Pflanzlichen Stoffen auf individuen.

#24 |
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Arzt
Arzt

#21 na, klar, viele wollen zurück ins Mittelalter,
es geht uns zu gut. Ärzte schaden der Gesundheit. Lieber Hexen.

#23 |
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Anbei bemerkt
Anbei bemerkt

[Kommentar entfernt]

#22 |
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Gast
Gast

Ich weiss, ist in D nicht zugelassen, funktioniert in anderen Ländern aber seit über 90 Jahren (z.B. Georgien) . Anstatt euch hier wie doof zu fetzen, wer nun den Schwarzen Peter bekommen soll, solltet ihr mal nachdenken, was ihr alles tun würdet, wären eure eigenen Kinder betroffen! Also Schluss mit dem Streit, SCHÄMT EUCH und arbeitet mal alle ganzheitlich zusammen! Es geht hier um einen Sieg über einen Feind, der nicht zu unterschätzen ist, nicht um irgendwelche Zahlen, Gesetze oder Eide… Es ist egal, ob die Pharmaindustrie den Daumen drauf hat! Wenn bei denen keiner mehr Antibiotika anfordert, werden die schon wach! Lasst euch nicht von Konzernen abhängig machen! Geht zurück zum Ursprung, zu Hexenwissen, Hippokrates und zur Menschlichkeit! Wenn alle mitziehen anstatt zu duckmäusern klappt das auch!

#21 |
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Arzt
Arzt

@Frau Damaris Pfeiffer-Böhme, eine Kombination von Dummheit und Frechheit:
Wer behauptet man könne Öl infundieren, lügt.
Auch “essentielles” Öl ist “fett” und nicht wasserlöslich.
Vermutlich verwechseln Sie essentiell (mehrfach ungesättigt, omega3) mit kurzkettig (Anteile der Butter, nicht essentiell, auch mct genannt).
Wer also “Fett” infundieren will, muss das Gleiche machen wie der menschliche Organismus bei der Resorption: er muss das nicht wasserlösliche Fett in winzige “Kügelchen” zerlegen (Chylomikronen), die in eine wasserlöslichen wasserlösliche (Protein-)Hülle gepackt sind. Diese wasserlösliche feine Hülle nennt man Emulgator.
Auch eine solche Fettlösung (Emulsion) enthält zu mindestens 80% Wasser und soll mindestens 5 Stunden laufen und ist trotzdem nicht ganz unproblematisch, also mit Nebenwirkungen versehen.

#20 |
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Chris Eßer
Chris Eßer

Schon mal an eine Phagentherapie gedacht? Ist zwar ne heftige Behandlungsart, könnte aber gut klappen bei MRSA…..

#19 |
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Frau Damaris Pfeiffer-Böhme
Frau Damaris Pfeiffer-Böhme

@ Herrn Dr. med. vet. Dietrich, gern dürfen Sie mich höflich und mit Respekt, den Sie vermutlich Ihren hochverehrten Kollegen entgegenbringen, nach meinen Quellen fragen, die ich Ihnen in diesem Fall auch gerne nennen werde.

So lange Sie jedoch im Umgang mit Menschen, deren Meinung Sie nicht teilen, Ihre gute Kinderstube zu vergessen scheinen und meinen, mit Beschimpfungen und Unterstellungen arbeiten zu müssen, werden Ihnen wichtige, heutzutage überlebenswichtige Informationen verborgen bleiben.

Ich kann alle meine Aussagen belegen und kenne die beteiligten Menschen (meines „Schmalz-Romans“) persönlich, kenne auch persönlich Menschen, die Infusionen mit ätherischen Ölen erhalten haben und ein paar der Kliniken, die mit diesen Ölen arbeiten.
Und da Sie es unverschämt finden, wenn Patienten nicht pflichtgemäß sterben sondern mit Methoden, die Ihnen unbekannt sind, wieder gesunden, bleibt Ihnen auch der Zusammenhang zwischen essentiellen Ölen und MRSA verschlossen.

Leider wäre der Fall des Jungen, wäre er denn im Krankenhaus geblieben und nicht mit den Ölen behandelt worden, nur in die ganz normale Sterbestatistik eingegangen und nicht einmal bei Ihrer Gattin gelandet, da all die Toten, die auf das Konto des Versagens der hochwissenschaftlichen Schulmedizin gehen, gar keine Erwähnung finden….

Im Übrigen bin ich bisher davon ausgegangen, dass ein Herr Dr. med. vet. in der Lage sein sollte, selbst in Pubmed und entsprechenden Foren nach einschlägigen Veröffentlichungen zu forschen – dort wird jeder Suchende fündig – wie ja bereits Gast #11 und #12 freundlicherweise unter Beweis gestellt haben. Wenn Sie also wirklich an der Wahrheit interessiert sind, werden Sie diese finden! Wissen und Gesundheit sind in unserer Zeit leider eine Holschuld, für Ärzte und Heilpraktiker genauso wie für den Laien.

@ Arzt, der seinen Namen nicht nennen möchte: Si tacuisses, philosophus mansisses – so pflegte mein alter Physiklehrer zu sagen: Wer den Unterschied zwischen essentiellen und fettigen Ölen nicht kennt, produziert auch prompt Luftblasen…

Meine Erfahrungen beziehen sich, wie bereits gesagt, auch auf innere und i.v. Anwendung…und auf nicht-intakter Haut…und die so behandelten Patienten leben auch nach Jahren und Jahrzehnten noch, und sollten doch nach den Voraussagen Ihrer Kollegen schon vor langer Zeit das Zeitliche segnen…

#18 |
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Arzt
Arzt

@Frau Damaris Pfeiffer-Böhme, wenn Sie schon von Medizin keine Ahnung haben, sollten Sie wenigsten mal Krimis lesen,
mit Öl iv. bringen Sie einen Mensch genau so um wie mit einer Luftblase.
Und zu viel Öl oral wirkt wie Rhizinus.

Noch einmal:
bei den zitierten Berichten handelt es sich um LOKALE Anwendung auf äußeren Wunden oder INTAKTER Haut.

#17 |
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Dirk Reske
Dirk Reske

Na, da ham wir den Scheiß, würde mein ehemaliger OA ganz slaopp formuliert haben.

#16 |
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Dr. med. vet. Oliver Dietrich
Dr. med. vet. Oliver Dietrich

@Frau Böhme
Ihre nebulösen Verweise auf “zahlreiche Veröffentlichungen” (welche genau?), “Ihnen bekannte Kliniken” (Namen, Orte?) und “in den USA (klingt immer besonders wichtig) zugelassene Nahrungsergänzungsmittel” sind leider wenig hilfreich im Hinblick auf die hier beschriebene MRSA-Problematik. Im Gegenteil. Es sind genau solche – freundlich formuliert – verschrobenen Heilsversprechungen, die letztlich sogar Patientenleben gefährden.
Geradezu unverschämt ist jedoch die nach Hedwig Courths-Mahler klingende Geschichte des armen kleinen Jungen. Falls sie tatsächlich wahr sein sollte, hat das arme Kind vermutlich nicht wegen sondern TROTZ der Behandlung überlebt.
Sie werfen anderen Arroganz vor und behaupten, dies sei zum Nachteil der Patienten? Genau die von Ihnen beschriebenen pseudowissenschaftlichen Behandlungsmethoden haben schon unzähligen Menschen das Leben gekostet. Meine Frau (Fachanwältin für Medizinrecht) könnte Ihnen dutzende wahre Geschichten erzählen!

#15 |
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Frau Damaris Pfeiffer-Böhme
Frau Damaris Pfeiffer-Böhme

Herzlichen Dank, Gast #11:

Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen über die starken antibiotischen (auch antiviralen) Wirkungen ätherischer Öle, und es gibt sogar mir bekannte Kliniken, in denen diese angewandt werden, z. T. auch i.v.! Im Übrigen rede ich von Ölen, die in den USA als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen sind und dort nebst äußerer Anwendung sehr wohl hochdosiert innerlich gegeben werden, ebenso als rektale oder vaginale Retention, wenn erforderlich.

Nur als eines von sehr vielen Beispielen: Der 18 Monate alte Sohn eines “Öleherstellers”, ein Arzt, war aufgrund eines heftigen Infektes unbekannter Ursache hospitalisiert, hohes Fieber, komatös, fortschreitende Symptomatik, die Ärzte sagten seinen nahen Tod voraus.
Auf Wunsch des Vaters wurde der Junge nach Hause zum Sterben entlassen, wo ihm der Vater alle 2 Stunden jeweils 22ml ätherische Öle rektal infundierte. Bei der zweiten Anwendung sank das Fieber, der Junge erwachte und war nach 5 Tagen wieder gesund. Es stellte sich heraus, dass er eine massive Vergiftung mit schwarzem Schimmel hatte, die bis dato noch kein Kind überlebt hatte.

Leider verbietet es die Arroganz einiger, dieser Thematik die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen – sehr zum Nachteil unserer Patienten…

Frage mich doch angesichts einiger Kommentare sehr, was wohl aus dem Hippokratischen Eid geworden ist!

Sollte jemand der Leser meines Beitrags Interesse haben, zu diesem Thema klinische Studien durchzuführen, setzen Sie sich mit mir in Verbindung – ich vermittele gern den entsprechenden Kontakt!

#14 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Die “Öle” kann man weder essen, noch i.v. spritzen,
sie sind kein Antibiotikaersatz, sondern externe Antiseptika, wie auch die immer noch wirksame Zinpaste.
Wer heute noch Antibiotika extern verabreicht wird schon böse angeguckt,
auch wenn sie zweifellos auch hier wirksam sind.
Wenn ihr Tierdoktors die Tiere für wichtiger haltet als die Menschen ?
ja was soll man dazu wohl sagen?
Weiter über die Intensivstationen meckern?
zu#3, das kann man nicht den Kunden zuschieben,
der kann auch einer Pille nicht ansehen, was drinnen ist.

#13 |
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Gast
Gast

@ Gast #8

Zur Lektüre und zum nachdenken empfohlen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19473851

#12 |
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Gast
Gast
#11 |
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Dr. med. vet. Oliver Dietrich
Dr. med. vet. Oliver Dietrich

@ Dr. Hoffmann
Vielen Dank für den exzellenten Beitrag!

#10 |
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Dr. med. vet Tobias Hoffmann
Dr. med. vet Tobias Hoffmann

@ Dr. Hüttig:

ein unpassender und wenig hilfreicher Kommentar unter einem Artikel, die eine Resistenzentwicklung gegen Vancomycin (wird in der Tiermast überhaupt nicht eingesetzt, da nicht erlaubt) während einer Anwendung am Menschen in einem Krankenhaus beschreibt.
Anstatt, wie von der der Politik (wer schafft denn die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die intensive Tiermast und genehmigt den Bau industieller Mastanlagen?) gerne vorgeführt, reflexartig auf den Einsatz von Antibiotika beim (Nutz)Tier zu verweisen, sobald von Resistenzen die Rede ist, kann 1. Informieren, 2. Nachdenken und 3. eine Meinung äußern bei diesem sensiblen Thema durchaus hilfreich sein.
Der Einsatz von Reserveantibiotika erfolgt hauptsächlich in der Humanmedizin und dort konnte in oben beschriebenem Fallbericht die Resistenzentwicklung doch recht eindeutig nachvollzogen werden. Dass der Einsatz von Reserveantibiotika hauptsächlich in der Humanmedizin erfolgt ist unbestritten, ob der Anwendung im Einzelfall eine ausreichend kritische Beurteilung vorausgeht, muss doch kritisch hinterfragt werden, siehe http://www.animal-health-online.de/gross/2010/09/15/warnungen-ignoriert-unkritischer-einsatz-von-reserveantibiotika-in-der-humanmedizin-fuehrt-zur-selektion-resistenter-bakterien/14699/.
Was mit den Wirkstoffen nach der Anwendung geschieht, ist bei der Betrachtung der Problematik durchaus auch von Interesse: http://www.animal-health-online.de/gross/2014/07/10/wissenschaftler-beunruhigt-verbreitung-von-antibiotikaresistenzen-durch-klaranlagen-weitgehend-unterschatzt/28105/
Zudem dürften die in der Tiermast mengenmäßig am häufigsten eingesetzten Wirkstoffe (Beta-Laktame und Tetrazykline, siehe http://www.vetcab.de/fachinformation_vetcab_20130709.pdf) relativ wenig zu einer Resistenzentwicklung gegen z.B. Vancomycin beitragen.
Die Billigfleisch-Produktion in Haltungssystemen, die aufgrund ihrer Größe und Besatzdichte kaum ohne den Einsatz antimikrobieller Therapeutika zu managen sind, ist sicherlich im Hinblick auf die Resistenzentwicklung als problematischer Bereich mit Handlungsbedarf zu sehen (von ethischen Überlegungen ganz abgesehen). Dass hier demnächst Änderungen zu erwarten sind, ist eher unwahrscheinlich (man denke nur an den Aufschrei der Empörung über den Vorschlag eines “Veggie-Days”).
Allzu leicht machen sollte sich die Ärzteschaft die Ursachenforschung aber vielleicht auch nicht machen, denn das Verweisen auf einen Sündenbock ist zwar praktisch und bequem, hilft bei Problemlösung aber leider nur begrenzt weiter.

#9 |
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Gast
Gast

Sehr geehrte Frau Doppelname, ich finde es immer wieder putzig, wie hier Naturheilmuttis, die ihre klinischen Erfahrungen aus der Reformhaus-Wurfsendung beziehen, ihre individuellen Therapieerfahrungen unterbringen wollen. Ich bin gespannt, wie sie ihre “Öle” bei einer ausgewachsenen Phlegmone in das Gewebe massieren wollen oder bei einer akuten Pneumonie in die Lunge. Good luck!

#8 |
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Frau Damaris Pfeiffer-Böhme
Frau Damaris Pfeiffer-Böhme

Es wäre ja auch zu einfach, sich auf natürliche “Antibiotika” zurückzubesinnen, allem voran 100% (wirklich) reine therapeutische essentielle Öle… diese sind hochwirksam, Resistenzen sind nicht bekannt, da die EO viel zu komplex sind und auch von Jahr zu Jahr, da Naturprodukt, kleine Veränderungen aufweisen. Allerdings ist es meist nicht mit den bekannten Ölen aus Apotheken und Drogerien getan, sondern nur aus entsprechend kontrolliertem Anbau (ohne jegliche Chemie), schonendste Destillation ohne hohen Druck oder Chemie) – außerdem Abfüllung etc. alles aus einer Hand, um Panschereien (schwer nachweisbar und entsprechend häufig) garantiert zu vermeiden. [Kommentar von der Redaktion gekürzt]

#7 |
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Dr. med. vet. Oliver Dietrich
Dr. med. vet. Oliver Dietrich

Wann hören offensichtlich komplett uninformierte Menschen endlich damit auf, die “Schuld” stumpf und unreflektiert auf die Tierhaltung zu schieben?

#6 |
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Biochemiker

Eine noch moegliche Therapie koennte sich auf Bakteriophagen stuetzen, eine Forschung, die bis in die 40er von Eli Lilly supported, jedoch zugunsten der (patentierbaren) Antibiotika fallen gelassen wurde. In den Ex-Soviet Republiken, namentlich Georgien, existiert jedoch bis dato ein profundes Wissen um den Einsatz von Phagen bei MRSA. Leider findet sich hierzulande keine Finanzierung fuer eine Zulassung

#5 |
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Nichtmedizinische Berufe

Vor allem stellt man die Krankenhaushygiene in Frage.Warum macht man es nicht so wie in Holland,wo jeder Patient,der in eine Klinik kommt,erst mal isoliert wird,ein Mundabstrich auf MRSA gemacht wird,der sofort im Labor untersucht wird,und wenn der Test negativ ist,dann kommt er auf Station.Die MRSA Infektionen in Holland sind verschwindend niedrig.Auch sollten die Desinfektionsmittel in den Kliniken regelmäßig gewechselt werden,weil da bilden sich genauso Resistenzen.Und Tiermast wurde schon angesprochen,wegen den Antibiotikas,aber es sollte auch nicht bei jedem Husten sofort AB verschrieben werden.Und es gibt Schnelltests,die eine Infektion innerhalb von Minuten anzeigen,warum hat das nicht jeder Arzt?Das kommt doch günstiger für die Kassen

#4 |
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Gast
Gast

Erst wenn Ihr Verbraucher das Fleisch nicht mehr zum Nulltarif haben wollt.

#3 |
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Christian Beyer
Christian Beyer

@Dr. Hüttig:
Erst wenn es Weltweit keine herkömmliche Tiermast mehr gibt. Davor wird sich nichts ändern.

#2 |
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Dr. med. Falk Hüttig
Dr. med. Falk Hüttig

Wann hört man endlich auf Tiere mit Antibiotika und insbesondere Reserveantibiotika zu mästen?

#1 |
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