Depression: Traurige Versorgung

17. Juli 2014
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Patienten mit mentalen Erkrankungen tragen eine schwere Last. Nach wie vor wird ihr Leiden zu selten diagnostiziert und lege artis therapiert. Auch unterscheiden sich Behandlungsziele von Ärzten und Patienten. Medizinern gelingt es nicht immer, einen Freitod zu verhindern.

Mentale Erkrankungen von Kindesbeinen an: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet in einer aktuellen Untersuchung Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren als besondere Risikogruppe. Neben frühen Schwangerschaften, Übergewicht oder Alkoholmissbrauch würden Depressionen und Ängste zum immer größeren Problem, berichten Forscher. Die Folgen: Suizide gelten laut WHO neben Verkehrsunfällen und AIDS als dritthäufigste Todesursache bei Heranwachsenden. Erste Symptome zeigen sich bereits mit 14 Jahren. Psychiater sollten in diesem Alter besonders aufmerksam sein, heißt es weiter. Denn viele Erkrankungen lassen sich heute mit gutem Erfolg therapieren – rein theoretisch.

Blick auf Deutschland

Laut „Faktencheck Gesundheit“ der Bertelsmann Stiftung bleiben mehr oder minder große Versorgungslücken – vor allem bei Depressionen. Grundlage der Studie waren Daten von sechs Millionen erwachsenen Versicherten. Das Resultat: Drei von vier Patienten werden in Deutschland nicht adäquat mit Psychotherapien plus Antidepressiva behandelt. Und 18 Prozent aller schwer Erkrankten erhielten gar keine Therapie – mit fatalen Folgen: Durchschnittlich nimmt sich jeder Siebte das Leben. Geographisch zeigen sich bei der Versorgung deutliche Unterschiede: Wer in Nordrhein-Westfalen (30 Prozent) oder Hessen (29 Prozent) lebt, erhält häufiger eine angemessene Behandlung als im Saarland oder in Thüringen (jeweils 20 Prozent). Versorgungsforscher erklären dies mit Unterschieden bei der Zahl an Fachärzten beziehungsweise Psychotherapeuten. Sie fordern, Therapieplätze bedarfsgerechter zu verteilen und neue Versorgungsmodelle umzusetzen. Das beginnt schon bei der Frage, was erreicht werden soll.

Schneller Effekt oder komplette Remission

Oft haben Heilberufler und Erkrankte nämlich verschiedene Ziele, wie ein Pilotprojekt des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ergab. Versorgungsforscher befragten an einer Depression erkrankte Patienten sowie behandelnde Ärzte nach ihren Prioritäten. Für Mediziner standen Remission und Vermeidung von Rückfällen ganz oben auf der Wunschliste, gefolgt von Effekten auf die soziale Funktionsfähigkeit. Patienten hofften eher auf ein möglichst schnelles Ansprechen ihrer Medikation respektive auf rasche Besserung ihres Gesundheitszustands. „Ich würde lieber den Rest meines Lebens mit einer milden Depression leben als in einer akuten mittelschweren bis schweren Episode keine Hoffnung haben, dass es ein Medikament gibt, das mir in der akuten Phase Besserung zu bringen vermag“, gab ein Betroffener zu Protokoll. Dieser als Analytic Hierarchy Process (AHP) bezeichnete Dialog von Arzt und Patient kann laut IQWiG einen Beitrag leisten, um therapeutische Endpunkte zu gewichten.

Nicht immer haben Mediziner jedoch Erfolg mit ihren Bemühungen. Und so verwundert es kaum, dass mentale Leiden die Lebenserwartung stärker verringern als bislang angekommen, berichten Edward Chesney, Guy M. Goodwin und Seena Fazel aus Oxford, UK. Hier sind Suizide, Folgeerkrankungen oder die allgemeine Vernachlässigung zu nennen. Patienten mit bipolaren Störungen verlieren durchschnittlich neun bis 20 Jahre ihres Lebens, bei Schizophrenie sind es zehn bis 20 Jahre, und bei Depressionen sieben bis elf Jahre. Starke Raucher sterben rein statistisch gesehen acht bis zehn Jahre früher als Nichtraucher. Fazels Vergleich ist nicht zufällig gewählt – ähnlich viele Menschen rauchen oder entwickeln im Laufe ihres Lebens schwere seelische Befindlichkeitsstörungen.

„Selbstbestimmungsrecht hat Vorrang“

Bleibt noch der schlimmste Fall: Plötzlich sehen sich Notärzte mit einem suizidalen Patienten konfrontiert. Besonders schwierig ist die Lage, sollte eine unheilbare Erkrankung hinter der Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, stecken. Mit dieser Problematik mussten sich jetzt Richter befassen. So hatte ein 84-jähriger Krebspatient versucht, sich zusammen mit seiner 83-jährigen, bettlägerigen Partnerin das Leben zu nehmen. Beim Eintreffen des Notarztes wäre dem Mann noch zu helfen gewesen, seine Frau war bereits verstorben. Allerdings verhinderte der Sohn, selbst als Allgemeinmediziner tätig, entsprechende Maßnahmen. Er betonte den freien Willen dieser Entscheidung; auch habe sein Vater im Vollbesitz geistiger Kräfte gehandelt.

Angesichts der Sachlage lehnte es das Landgerichts Deggendorf ab, ein Hauptsacheverfahren zu eröffnen. Nach bisheriger Rechtsprechung wäre der Notarzt zum Handeln verpflichtet gewesen, allein schon wegen der Bewusstlosigkeit seines Patienten. Auch bei einem Suizid habe „das Selbstbestimmungsrecht des Patienten Vorrang“. Allerdings müsse die Entscheidung „sicher erkennbar“ sein, getroffen in „freier Verantwortung“ und mit „vollem Bewusstsein“. Trotz dieser juristischen Entscheidung bleiben Grenzbereiche, in denen Ärzte mit ihrer Entscheidung alleine dastehen.

95 Wertungen (4.72 ø)

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20 Kommentare:

Stimmt genau,meine Praxis für MEDIKAMENTENGESTÜTZTE ambulante PT psychisch Schwerkrwanker(auch Psychosen inFfm.war unterbezahlt,überfüllt u. fand in ganz Ffm.keine Nachfolger.Au zeiten der Pat.minimal,Klinikzeiten nur noch 20% gegen vorangegangene,alle Bemühungen gesundheitspoli.Signale zu setzen vergebens.
;moderne “Forschunge rekapitulieren 25 Jahre alte Selbstverstänlichkeite der”ohnmächtigen”alten DGDS!”

#20 |
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Ergotherapeutin

Schade, dass die Ärzte die Patienten nur sehr selten zu Ergotherapeuten, wie mich (mit psychisch – funktioneller Sonderausbildung) schicken- sondern sie mit nur mit Medikamenten behandeln (die leider meist nicht helfen) oder bestenfalls zur Psychotherapie mit monatelanger Wartezeit berweisen(die aus Erfahrungsberichten meiner Patienten keineswegs immer besser hilft). Je weniger verschrieben wird- desto kleiner wird das Budget- die Schraube geht nach unten–Überweisen Sie uns ärztlichen Hilfsberufen, die wir uns für sehr hohe Kosten eine kassenzulassungsfähige Praxis eingerichtet haben, mehr Patienten. Nur so kann auf Dauer der Bestand der Therapeuten gesichert werden und ein gutes Netzwerk für die Patienten entstehen.

#19 |
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Gast
Gast

“Traurige Krankheit” würde als Überschrift besser passen, als “traurige Versorgung”.
zu#17,
der Trend zu Tabletten ist in der Tat negativ zu bewerten,
fängt schon bei Kindern an (Ritalin).
In die “Psychiatrie” geht man in aller Regel nicht freiwillig.
Die Frage ist daher, wer schickt ihn dahin?

#18 |
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Nichtmedizinische Berufe

Der Artikel vermittelt den Eindruck, dass durch Psychotherapie und Antidepressiva das Problem zu beheben ist: Ich würde sagen, im schlimmsten Fall fangen die Probleme mit der Psychiatrisierung des Patienten erst an. Jemanden, der nur an leichten Problemen leidet, würde ich sogar raten, Abstand zu halten ( bin KEIN Arzt). Trizyklische Antidepressiva haben heftige Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Sehstörungen, Kreislaufstörungen, Herzrhythmusstörungen, delirante Zustandsbilder, Gewichtszunahme und Vergiftungen. SSRI wirken bei leichten Depressionen nicht besser als ein Placebo, dafür haben sie und die SNRI das Absetzsyndrom im Gefolge: wen es genauer interessiert : http://de.wikipedia.org/wiki/SSRI_Discontinuation_Syndrome – und wenn der Patient schlicht und einfach Pech hat, gerät er in einen Teufelskreis von Suizidalität, Zwangseinweisungen und sozialer Disfunktion – also gerade dem,
was laut Artikel eigentlich vermieden werden soll.

#17 |
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Michael Nickel
Michael Nickel

Naja Herr ZA Burkhard Wittje, so ganz Unrecht haben Sie leider nicht. Wenn das dann bedeutet,das wir genauso “billig” arbeiten müssen wiediederzeitig zugelassenen Kassentherapeuten.. Also nur bestimmte Methoden aus den Tiefen des Anfangs des letzten Jahrhunderts, welche an Langweiligkeit kaum zu übertreffen sind. Ja dann ist es in der Tat witzlos mit den Kassen abzurechnen. Beim Zahnarzt sehe ich das in der Tat auch. DieKassenversorgung,ist eigentlich eine Zumutung für den Zahnarzt, der gezwungen ist wieder besseres Können und Wissen, mit billigen Materialien minderwertige Arbeiten zu verrichten, anstatt sein ganzes Können und Know How benutzen zu dürfen und dem Patienten eine Versorgung zu ermöglichen die dem aktuellen Standseiner Fähigkeiten entspricht und somit auch befriedigt und erfüllt.
So ist er ja nur der Lakai der Kassenpolitik, die lieber hochgiftige NEM Legierungen in die Mäuler stopft als ästhetisch und handwerklich gute Arbeiten. Eine Systemänderung wäre wünschenswert, doch steht die Frage offen,wie eine solche aussehen könnte, um am besten allen eine bezahlbare und hochwertige Versorgung bieten zu können.
Wir können medizinisch mittlerweileso viel machen und das auf einemextrem hohen Niveau, aber die Kassen halten uns im Mittelalter gefangen.

#16 |
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Solange wie die GKV so massiv in die Therapiefreiheit eingreifen, möchte ich auf gar keinen Fall mit ihnen Leistungen abrechnen! Insofern kann ich ZA Burkhard Wittje voll zustimmen!

#15 |
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Zahnarzt Burkhard Wittje
Zahnarzt Burkhard Wittje

HP Leistungen in die GKV aufnehmen – der Schuß geht nach hinten los. Die Kassen wollen nur öffentlich für alle Leistungen zahlen. Sobald sie die Macht haben (Erstattung der HP Leistung) sieht die Welt anders aus.
Die Zahntechniker z.B. wollen heute vielfach wieder aus der GKV raus (wer nur von Masse lebt, der kann jeden Preis). Im zahn/ärztlichen Bereich werden in einigen Bereichen Beratungen wirtschaftlich nur noch für weniger als 2 Minuten im Halbjahr erstattet. Was bitte soll damit dann verbessert werden? Sobald der Patient seinen Anspruch auf Sachleistung (GKV) hat, so ist diese zu vollziehen.

Ehrlich wäre, nur eine definierte Leistung zu Lasten der GKV anzubieten und jeder kann sich die Leistung holen, die er möchte (siehe KFZ Hapftpflicht / Teilkasko / Kasko, bei dem jeder seine Ansprüche selbst steuert). Dann kann jeder Patient auch zum HP gehen – und im Endeffekt oft kostengünstiger behandelt werden.
Wer mit seiner Gesundheit hier nicht ins System passt, der hat verloren. Wirkliche Änderungen bedeuten zwangsläufig eine Systemänderung.

#14 |
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Heilpraktiker

Nun, es ließe sich vermutlich sehr schnell Abhilfe schaffen, wenn auch Leistungen von Heilpraktikern oder Heilpraktikern für Psychotherapie in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden würden. Aber eine effiziente ganzheitliche Behandlung scheint leider nicht erwünscht zu sein.
Gerade mit den fortschrittlichen Verfahren und einer entsprechenden Laborgestützten Diagnostik kann man mittlerweile sehr effizient in vielen Fällen helfen, ohne jahrelange Therapiezyklen zu benötigen.
Leider stehen diese Verfahren nur den privatversicherten Patienten zur verfügung, denn die privaten Krankenkassen rechnen im Gegensatz zu den gesetzlichen unsere Leistungen ab.
Allerdings korreliert depressivität nunmalleider auch mit einemgeringeren Einkommen und abhängigen oder prekären Beschäftigungsverhältnissen. Und diesen Menschen stehen unsere Leistungen eben NICHT zur Verfügung. Und das obwohl wir in der Regel weitaus kosteneffizienter arbeiten könnten als viele Psychotherapeuten mit Kassenzulassung und einer Warteliste von einem Jahr.
So bleibt es diesen Menschen nur noch übrig unsere Leistungen komplett selber zu zahlen. Was leider nur die wenigsten Betroffenen können. Ein Problem der Depression ist ja unter anderem der damit verbundene Jobverlust oder die langen Krankenstände.

#13 |
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Gast
Gast

Als selbst Betroffene einer 2-jährigen starken Depression kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die mitmenschliche und gesellschaftliche Akzeptanz gleich null ist. Im Gegenteil: Man muss sich noch dafür schämen, wird ausgelacht, nicht ernst genommen, sowie äußerst hart behandelt, sogar wenn man sagt, daß man unter einer Depression leidet. So bleibt nur der Rückzug. Denn die Reaktion der Mitmenschen in einer solchen Verfassung verletzt unglaublich.
In der Depression ist man absolut nicht in der Lage sich um einen Therapeuten zu kümmern. Die Schwäche ist viel zu groß. Und wenn man es geschafft hat und der Therapeut während der Sitzung einschläft und schnarcht, ist das auch nicht gerade hilfreich.
Ich habe es irgendwie glücklicherweise wieder geschafft aus der Depression herauszukommen, doch aus eigener Anstrengung und einem Medikament. Hilfe von Therapeuten und Mitmenschen habe ich so gut wie keine erhalten.

#12 |
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Dr Irmtraud Hilger
Dr Irmtraud Hilger

1. Ein Kranker ist nicht “frei” und beendet sein Leben nicht mit einem “Freitod”.
2. Ärzte haben Medizin studiert, Mediziner auch, das ist der gemeinsame Nenner; Kranke benötigen Ärzte.

#11 |
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Vor ca. 12 Jahren suchten wir im ländlichen Bereich zwischen Köln und Aachen für unseren Pflegesohn wegen Depression und Suizidgefahr um einen Termin bei Psychologen nach. Uns wurde mitgeteilt, das man in zwei Jahren versuchen sollte auf die Warteliste zu kommen. Wir nur trocken: “Bis dahin hat sich das Problem von selber erledigt.”
Leider ist es so, dass veile Fachleute lieber ihr “sicheren” Patienten über Jahre begleiten als neue akute Fälle zu behandeln. Ob dies nur einfacher ist oder ob man damit Erfolgsstatistiken schönen möchte, weiss ich nicht.
Nach über zweieinhalb Jahre stationäre und ambulante Behandlung im LKH hat unserer Pflegesohn wieder im Leben Fuß fassen können.

Bei unserem Sohn, der an einer bipolaren Störung leidet hat es fast drei Jahre bis zu einer Diagnose und Behandlungsanfang gedauert. Trotz drohender Suizidgefahr. Unter anderem, weil die Meinung von Eltern (medizinnaher Chemiker und Sozialpädagogin) ignoriert wurden und der Patient dem Arzt (erfolgreich) was vorspielte.

Es vergeht viel zu viel Zeit bis zu einer Diagnose – und bestimmt deshalb gehen Patienten auch viele Jahre verloren. Und den Angehörigen auch.

#10 |
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Nichtmedizinische Berufe

Für viele psychische Erkrankungen gibt es Ursachen im privaten und beruflichem Umfeld. Depression, soziale Phobie und Angststörungen resultieren sehr oft aus den Verhältnissen im Berufsleben. Es wäre an der Zeit, die Ursachen wesentlich stärker zu bekämpfen, Arbeitgeber dazu zu zwingen, psychische Gefährdungen zu reduzieren. Erst dann wird es gelingen, die Fallzahlen zu reduzieren und die Menschen zu heilen.

Eine Depression bekommt man nicht geheilt, solange die Ursachen für diese bestehen. Und nicht jeder kann den Arbeitgeber wechseln.

Die Akzeptanz der Erkrankungen durch das Umfeld, weniger Stigmatisierung, Medikamente mit geringeren Nebenwirkungen wären ebenfalls sehr wünschenswert. Noch immer gibt es viel zu viele Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen, Unwissenheit, die oft an Dummheit grenzt.

#9 |
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…und zusätzlich die konsequente Umsetzung der entsprechenden Leitlinien!

#8 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Sehr viel Herz,viel Elnfùhlungsvermògen,daßwùnschen wir uns in derPsychiatrie.

#7 |
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Gast
Gast

Bei dem geschilderten Fall, der zum Gericht kam, fragt sich,
1) wer hat den Notarzt gerufen,
wenn der Sohn dagegen war
2) wer hat ihn dann trotzdem verklagt oder angezeigt.

#6 |
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Die vom Autor angesprochene unterschiedliche Definition des Behandlungserfolges durch Betroffene und Ärzte muss ein zentrales Thema im Gespräch mit den Patienten sein. Es ist ein wesentlicher Auftrag für den Behandler depressive Menschen in ihrer Erkrankung zu begleiten und gemeinsam geduldig die Zeit bis zum Wirkungseintritt des Antidepressivums auszuhalten und wiederholt mit den Patienten die Bewertung der Behandlung zu evaluieren.
Bedauerlich ist das lückenhafte Angebot psychiatrischer und psychotherapeutischer Versorgung außerhalb des “Speckgürtels” urbaner Lebensräume, zumal im ländlichen Raum die hausärztlichen Kollegen, die das Gros der depressiven Menschen zumindest primär, teilweise fachlich sehr gut versorgen, immer mehr Patienten in zunehmend kürzerer Zeit behandeln müssen und daher zunehmend weniger Zeit für Gespräche mit psychisch Kranken haben. Hier gilt es dringend Abhilfe zu schaffen.
Im Übrigen ist das im unten stehenden Kommentar vorgeschlagene bibliche Angebot des Trostes vielen Menschen in unserer heutigen Welt fremd geworden und als Ärztin für Psychiatrie weiß ich, dass bei einer schweren Depression die Pharmakotherapie und insbesondere kognitiv-behaviorale Therapie das Annehmen anderer Unterstützung oftmals erst ermöglicht!

#5 |
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Nichtmedizinische Berufe

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihren Hinweis, der Satz wurde korrigiert.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DocCheck News Team

#4 |
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Gast
Gast

Laster? Echt?

#3 |
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Gast
Gast

Wenn der erste Satz “…tragen einen schweren Laster” hieße, wäre das sinnbildlich ja noch einigermaßen stimmig ;-)
Grüßean die Korrekturredaktion: shit happens!

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Claus F. Dieterle
Claus F. Dieterle

Ich möchte auch auf die Seelsorge hinweisen.
Jesus Christus spricht in Matthäus 11,28:
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken.

Psalm 146,8:
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind.

Seelsorge, Therapeutische Seelsorge und Biblische Krankenheilung dürfen eben nicht unerwähnt bleiben.

#1 |
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