Phthalate: Weichmacher lösen Diabetes aus

20. Juni 2012
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Bestimmte Weichmacher in Verpackungen und vielen Kosmetikartikeln, sogenannte Phthalate (Phthalat-Diester), können Diabetes Typ 2 hervorrufen, geht aus einer aktuellen schwedischen Studie der Universität Uppsala hervor.

Früheren Untersuchungen zufolge können Phthalate Männer unfruchtbar machen oder zu genitalen Fehlbildungen bei Kindern führen. Daher fordert die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) diese Weichmacher, welche auch in Medikamenten und Medizinprodukten wie Kathetern oder Blutbeuteln vorkommen, durch unschädliche Stoffe zu ersetzen.

Hohe Belastung durch Insulinhemmung

Die neue schwedische PIVUS-(Prospective Investigation of the Vaskulature in Uppsala Seniors)-Studie zeigt nun einen Zusammenhang zwischen Phthalaten und Diabetes mellitus Typ 2. „Zwar müssen unsere Ergebnisse noch in weiteren Studien erhärtet werden, stützen aber schon jetzt die Hypothese, dass bestimmte chemische Umweltstoffe zur Entstehung von Diabetes beitragen können“, betont Monica Lind von der Abteilung Arbeits- und Umweltmedizin an der Universität Uppsala. Die Forscher der Universität in Uppsala untersuchten insgesamt 1.016 Probanden (Männer und Frauen im Alter über 70 Jahren) auf Gefäßerkrankungen. Die Probanden wurden auf ihren Nüchternzucker und ihre Insulinwerte untersucht. Außerdem gaben die Studienteilnehmer Blutproben ab, mit denen anschließend Analysen hinsichtlich verschiedener Umweltgifte durchgeführt wurden – darunter auch solche, die entstehen, wenn der Körper Phthalate verarbeitet. Etwa jeder neunte Studienteilnehmer litt an Diabetes.

Am häufigsten litten diejenigen Probanden an Diabetes, die übergewichtig waren oder einen hohen Lipidspiegel im Blut aufwiesen. Allerdings stellten die Wissenschaftler auch einen Zusammenhang zwischen den Blutwerten für einige der Phthalate und der Diabeteshäufigkeit fest – selbst unter Berücksichtigung der Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Lipidwerte, Rauchen und mangelnde Bewegung. Bei fast allen Patienten fanden die Forscher mindestens vier von zehn Abbauprodukten von Phthalaten. Drei dieser Metabolite gingen mit einem erhöhten Diabetesrisiko einher. Dabei zeigten Probanden mit erhöhten Phthalatwerten ein etwa doppelt so hohes Risiko für eine Diabeteserkrankung als jene mit geringeren Werten. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass bestimmte Phthalate mit einer gestörten Insulinproduktion in der Bauspeicheldrüse in Zusammenhang standen. „Um aber herauszufinden, ob Phthalate tatsächlich Risikofaktoren für Diabetes darstellen, müssen weitere Studien durchgeführt werden, die ähnliche Zusammenhänge zeigen“, räute Lind ein. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf eine kleinere mexikanische Untersuchungsreihe mit 120 schwangeren Frauen, die ebenfalls auf ein erhöhtes Diabetesrisiko durch Phthalate hinwies. „Weiters sind experimentelle Studien an Tieren und Zellen notwendig, um mehr darüber zu erfahren, welche biologischen Mechanismen diesen Zusammenhängen zugrunde liegen“, so die Forscherin.

Teilweise Kennzeichnungspflicht in der EU

Etliche Weichmacher stören als “endokrine Disruptoren” das menschliche Hormonsystem, indem sie zum Beispiel männliche Sexualhormone hemmen. Studien aus Deutschland und den USA fanden wiederholt hormonell aktive Phthalate im Urin der Bevölkerung. Teilweise überschritten die Konzentrationen sogar die empfohlenen Richtwerte. Zudem können sich unterschiedliche Phthalate in ihrer schädigenden Wirkung steigern. Bei Männern können sie Unfruchtbarkeit fördern und bei Neugeborenen Fehlbildungen der Geschlechtsorgane hervorrufen. „Anscheinend hemmen bestimmte Phthalate die Bildung von Insulin“, vermutet auch Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Schatz, Endokronologe aus Bochum und Mediensprecher der DGE. „Andere begünstigen dagegen vermutlich eine Resistenz gegen das Hormon.“ Diesen Zusammenhang gelte es nun möglichst rasch durch weiterführende Studien zu klären.

„Man weiß heute, dass diese Stoffe die Gesundheit des Menschen schädigen. Sie sind daher innerhalb der EU, beispielsweise in Kinderspielzeug verboten“, berichtet Schatz. Für Verpackungen von Lebensmitteln wurden die Richtwerte für Phthalatgehalte inzwischen gesenkt. Dennoch weisen noch viele Medizinprodukte wie Blut- und Infusionsbeutel, Schläuche oder Katheter Phthalate in höheren Konzentrationen auf. Diese Stoffe können sich leicht aus dem Kunststoff lösen und gelangen auf diese Weise in den menschlichen Körper. Die EU hat im März 2010 zumindestens eine Kennzeichnungspflicht für Medizinprodukte, welche Di(2ethylhexyl)-Phthalat enthalten, erlassen.

Sechs Gruppen von Chemikalien stehen im Verdacht

Eine Studie im Auftrag der Umweltorganisation BUND (Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), für die rund 240 Einzelstudien der vergangenen Jahre zusammengefasst wurden, warnt besonders vor sechs Gruppen von Chemikalien: Weichmacher, die Produkte aus PVC biegsamer machen (Vinyltapeten, Duschvorhänge, Kinderspielzeug), Flammschutzmittel (in Fernsehern, Computern, Polstermöbeln), Bisphenol A (in Lebensmittel-Verpackungen und Kassenbons), Zinnorganische Verbindungenn (in aufblasbarem Wasserspielzeug, Schuhen), Organophosphat-Pestiziden (in Obst und Gemüse) und Altlasten wie die Gifte Dioxin oder PCB. „Die Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im Mutterleib hat bei Versuchstieren zu einer späteren Gewichtszunahme und Insulinresistenz geführt“, warnt BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser.

Vor allem gefährdetet Gruppen wie Schwangere und Kinder müssten daher besser geschützt werden. Zahlreiche Chemikalien hätten eine den menschlichen Geschlechtshormonen ähnliche Wirkung und können dadurch das Hormonsystem aus dem Gleichgewicht bringen. Bisphenol A etwa wirke als künstliches weibliches Sexualhormon, Phthalat-Weichmacher wirken hemmend auf männliche Geschlechtshormone. Andere Chemikalien beeinträchtigen den Stoffwechsel und stören womöglich die Appetitkontrolle. Viele hormonelle Schadstoffe seien gerade in niedrigen Konzentrationen hoch wirksam, während höhere Dosen manchmal gar keinen Effekt hätten. „Bei der Überarbeitung der europäischen Chemikalien-Richtlinie Mitte 2013 sollte sich die Deutsche Bundesregierung dafür einsetzen, dass Unternehmen verpflichtet werden, hormonelle Schadstoffe durch sichere Alternativen zu ersetzen“, fordert Häuser.

Was sind Phthalate?

Phthalate sind eine Gruppe von Chemikalien, die in sehr großen Mengen als Weichmacher in PVC eingesetzt werden. Hauptsächlich wird DEHP (Diethylhexylphthalat), und DINP (Diisononylphthalat) in Lebensmittelverpackungen und Lacken eingesetzt. Viele medizinische Produkte wie Blut- und Infusionsbeutel, Handschuhe und Kontaktlinsen sind aus Weich-PVC. Der Gehalt an Phthalat-Weichmachern in Weich PVC beträgt durchschnittlich 30 und kann bis zu 60 Prozent betragen. Da sie im PVC nicht fest gebunden sind, können sie aus dem Kunststoff verdampfen oder ausgewaschen werden. Phthalate können durch die Atmung, die Nahrung und die Haut aufgenommen werden.

152 Wertungen (4.66 ø)

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28 Kommentare:

Vielen Dank für diesen Artikel!

#28 |
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de Knuthilde Graaf
de Knuthilde Graaf

Sehr guter Artikel. Für Diejenigen, die auch in Ihrem privaten Umfeld auf solche “Beilagen” verzichten möchten noch 2 Hinweise:
Tupperware verkauft in Deutschland immer noch Kunststoffe mit Phthalaten und BPA während TW in Skandinavien verboten ist und für USA und Canada frei von Beiden produziert.
Wer seinen Haushalt ohne Phthalate und BPA ausrüsten möchte ist bei Nalegen und Light my Fire gut aufgehoben, Beides gibt es in guten Outdoorfachgeschäften zu kaufen.

#27 |
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de Knuthilde Graaf
de Knuthilde Graaf

Sehr guter Artikel. Für Diejenigen, die noch Tupperware nutzen der Hinweis, dass Tupper für USA und Canada ohne Phthalate und BPA produziert, in Skandinavien ist der Verkauf von Tupperware verboten und in Deutschland wird Tupperware mit Phthalaten und BPA verkauft, danke uncle Sam. Für Diejenigen die von diesen Stoffen frei Trinkgefäße, Essbestecke und Aufbewahrungsdosen suchen sind bei Nalegen und Light my Fire gut aufgehoben. Beide sind in gut sortieren Outdoorfachgeschäften zu erhalten

#26 |
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Mitarbeiterin Industrie

In der letzten Zeit wurden recht viele Beiträge zum Zuckerstoffwechsel bzw.Diabetes und ein erhöhtes Krebsrisiko veröffentlicht. Bekannt ist auch, dass Tumore vor allem auf einen ausreichend hohen Zuckerspiegel angewiesen sind. Wenn nun Weichmacher ebenfalls Diabetes begünstigen und Krebs auslösen, wäre es ggf. sinnvoll, diesen Zusammenhang mal zu prüfen…

#25 |
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ich danke Herrn Madre herzlich für seinen Beitrag.

#24 |
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Pflegeheimleiter

das ist Haarsträubend und (fast) jeder weiß es. Nur unser
NRW Umweltminister Johannes Remmel hat mit Sicherheit noch nichts davon gehört. Er bombardiert uns per e-mail doch ständig mit Umweltschonendem (Un)sinn.

#23 |
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Ja, Weichmacher sind überall. Und sie treiben in den Meeren herum, werden vom Kleintieren und Fisch einverleibt, und dieser vom Menschen als gesundes Lebensmittel in Übermaßen verzehrt.
Sie befinden sich in Wasser, Luft und Boden (WALUBO), in der Nahrungskette, in mancher Kleidung, Schuhen, Teppichboden, Werkzeugen, Baustoffen, auf unseren Schreibtischen und in vielen anderen Altagsgegenständen,.
Schauen Sie sich einmal in Ihrem Umfeld um und eliminieren Sie alles, was aus Kunstoff hergestellt ist. Sie werden erstaunt sein, wie viel Platz sie bekommen.
Wenn das doch bloß der einige Stoff wäre, der uns und unsere Umwelt so kolossal zu verändern scheint!

#22 |
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Psychotherapeutin

Heisst das, dass diese Stoffe in allen weichen Plastikmaterialen oder sogar in allen Plastikmaterialen vorkommen?
Wie ist es zB in Trinksystemen? Als Material wird da angegeben:
* Urethan/ Polyurethan, was laut wikipedia als krebserregend gilt.
* Co-Extruded PE (mit Taste-Free® Innenbeschichtung)
* PVC / PEVA Film

Glasflaschen zum Wandern mitnehmen, ist ja doch ziemlich schwer. Worin kann man denn das Wasser transportieren?

#21 |
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Stefan Kelter
Stefan Kelter

Mir wird Angst und Bange bei der Lektüre. Wo ist bei mir nicht überall Weichmittel: Tiefkühlobst, Tiefkühlgemüse, Eis, Fisch, Tofu, Mineralwasser, und und und.
Irgendwie weiß ich gar nicht, wie ich da raus soll. Denn ich kann nicht 2 – 3 Stunden täglich mich mit Ernährung beschäftigen. Und so geht es den meisten stark im Beruf Engagierten.
Deshalb muss der Staat zum Schutz seiner Bevölkerung handeln.

#20 |
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Renate Stoltenburg
Renate Stoltenburg

Jetzt wird auch klar, weshalb in der letzten Zeit so viele Lebern, Nieren und Bauchspeicheldrüsen implantiert werden sollen. – Aber Vorsicht: Das könnte ein Packt mit dem Teufel sein!

#19 |
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Könnte nicht auch ein Zasammenhang über den vermehrten Konsum von Softdrinks in Kunststoffflaschen und Diabetes bestehen?

#18 |
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Guter Artikel, der mal wieder sehr nachdenklich macht, denn das Thema ist wirklich nicht neu, dennoch tritt leider ein schleichender Gewöhnungseffekt an diese Belastungen ein – fataler Fehler. WER kennt gute Alternativen etwa im medizin. Sektor (Handschuhe etc.pp), Kfz, Lebensmittel, Medikamente…und WER kümmert sich ernsthaft darum diese auch breit durchzusetzen ?…Netzwerk?…

#17 |
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Ein guter und wichtiger Artikel. Beim Aufzählen der verschiedenen Materialien für Füllungen und Aufzeigen der Vor- und Nachteile fallen meine Patienten regelmäßig fast vom Stuhl, wenn ich die Plastwerkstoffe nicht als das Alleinseligmachende charakterisiere. Hygienisch gilt in Plast Mehrfachverpacktes, Plastschüsseln und -döschen. Ich kann es nicht mehr hören! Die Kleinkinder sind so vollgepfropft mit dem bunten Zeug- das kann nicht gut gehen!

#16 |
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Peter Nürnberg
Peter Nürnberg

Seit dem EU-weiten Verbot (Importe?) von DEHP und DPB 2004 (u.a. Kosmetika, Babyartikeln) wurde damit nur den vordringlichsten Belangen Rechnung getragen – die Frage nach den z.B. Altlasten bleibt in schicksalhafter Demut unbeantwortet. Erwähnenswert (wie oben angesprochen) seien die allgegenwärtigen Polycarbonate (u.a. Babyflaschen, Brillengläser etc.) die mit heißem Wasser (>60°), besonders im alkalischen Milieu nennenswert zu Bisphenol A (“Umwelthormon”) hydrolysieren … welche hygienebewusste Mutter hat nicht schon ihre ‘bruchsichere” Babyflasche heiß gespült oder heiße Babynahrung eingefüllt …?

#15 |
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Franz Josef
Franz Josef

Könnte sein, Herr Madre will sagen, dass reporduktionstoxische Stoffe, hier diverse Phthalsäure-Derivate, als Hilfsstoff für Medikamente zulässig sind.

So verstehe ich es jedenfalls…

#14 |
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Fachwirt Horst Peich
Fachwirt Horst Peich

Für diesen Artikel bedanke ich mich

#13 |
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Franz Josef
Franz Josef

Warum sollten Phthalate nicht auch in Kunststoffen im Bereich Automobilbau zum Einsatz kommen? Sie sind billig in der Herstellung!
Ja, diese Stoffe werden auch “ausgedünstet”, d. h diffundieren aus der Polymer-Matrix.

Ich möchte nichts beschönigen, aber im Bereich Auto halte ich andere Schadstoffe für wesentlich problematischer: Feinpartikuläre Ruße, Stickoxide, Benzol, usw.
Dennoch: Es gibt z. B. Zitronensäure-Triester als “harmlosere” Alternativen. Oder Co-Polymere, in denen der Weichmacher “chemisch gebunden” ist und nicht nur über “schwache” Wechselwirkungen koordiniert.

Fakt ist: Es gibt immer eine bessere Lösung, die allerdings etwas weniger Gewinn bringt…

#12 |
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zu 8) Georg Madre: Bitte um eine verständliche Erklärung.

#11 |
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Zahnarzt Thomas Bachmann
Zahnarzt Thomas Bachmann

Kommt diese Stoffklasse nicht auch als Weichmacher in Neuwagen zum Tragen? Die “Ausdünstungen” hier sind doch erheblich ( vor allem auch geduldet!)

#10 |
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Ehrenreich Jovine Ehrenreich
Ehrenreich Jovine Ehrenreich

Ein sehr guter Beitrag!
Vielen Dank
Folgende Links sind auch sehr interessant. Erschreckend, wie lange diese Vermutung bereits besteht…

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=5020&tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&tx_ttnews%5Btt_news%5D=117890&cHash=50dd4a9e7ccacd1080bba589bfd4f8c6

http://notre-poison-quotidien.arte.tv/de/bisphenol/

#9 |
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Franz Josef
Franz Josef

Die Studienergebnisse habe ich natürlich nicht vorhersehen können. Aber das diese Phthalsäure-Derivate – volkstümlich ausgedrückt – ziemlicher Dreck und fast überall sind, ist mir nicht neu. (Im Kollegenkreis heisst das Zeug bei uns auch Fatal-Säure…).
Aus diesem Wissen zehrt auch mein “Hobby”, das ich Plastik-Getränkeflaschen und Lebensmittelbehälter weitgehend ablehne und kritisiere. Je nach Lebensmittel oder Verwendungszweck Glas, eine ordentliche Keramik oder passende Metalle!
Handschuhe und Folien sind zugegebnermaßen ein Problem, für das mir derzeit noch keine gute und sichere Lösung eingefallen ist.
Und bitte: Im Weichmacher-Kontext nicht die Bisphenole vergessen!

Frau Ebenhöh:
Folien u. ä. ohne jede Art von Weichmacher wird schwierig.

Frau Monte:
Das Bundesdamt für Risikobewertung sagt (wahrscheinlich), dass man die Sache im Auge hat und es sich um die ganz alltägliche erlaubte Vergiftung der Bevölkerung handelt, zwar nicht wörtlich aber so ähnlich…

#8 |
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Eberhard Krämer
Eberhard Krämer

Denjenigen, die diese Weichmacher für die industrielle Produktion von Spielwaren, Gebrauchsartikeln, Lebensmittelverpackungen etc. verwenden, ist seit Beginn der Verwendung die Problematik bekannt.Jeder Verbraucher will aber zu jeder Zeit alles sauber verpackt und möglichst kostenlos und die Industrie will verdienen. Das Plastikzeitalter wird nach Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit uv.a.Zeiten das letzte Zeitalter der Menschheit sein, wenn wir nicht im letzten Moment aufwachen, aber wie ?

#7 |
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Naturwissenschaftler

http://www.reach-clp-helpdesk.de/de/REACH-Verordnung/Anhang-XIV/Anhang14.html
Anhang XIV der REACH-Verordnung (Stand: 24.02.2012)
Verordnung (EU) Nr. 143/2011: Anhang XIV der REACH-Verordnung vom 17. Februar 2011 und Berichtigung dieser Verordnung vom 24.2.2011 (ABl. L 49/52)
Zulassungspflichtige Stoffe
Eintrag
Nr. Stoff Inhärente Eigenschaft(en) nach Artikel 57 Antragsschluss
( 1 ) Ablauftermin
( 2 ) Ausgenommene Verwendungen oder Verwendungskategorien
Bis(2-ethylhexyl)phthalat
(DEHP)
EG-Nr.: 204-211-0
CAS-Nr.: 117-81-7 Fortpflanzungsgefährdend
(Kategorie 1B) 21. August 2013 21. Februar 2015 Verwendungen in der Primärverpackung von Arzneimitteln,
die unter die Verordnung (EG) Nr. 726/2004, die Richtlinie 2001/82/EG und/ oder die Richtlinie 2001/83/EG fallen
5. Benzylbutylphtalat
(BBP)
EG-Nr.: 201-622-7
CAS Nr.: 85-68-7 Fortpflanzungsgefährdend
(Kategorie 1B) 21. August 2013 21. Februar 2015 Verwendungen in der Primärverpackung von Arzneimitteln,
die unter die Verordnung (EG) Nr. 726/2004, die Richtlinie 2001/82/EG und/ oder die Richtlinie 2001/83/EG fallen
6. Dibutylphthalat
(DBP)
EG-Nr.: 201-557-4
CAS Nr.: 84-74-2 Fortpflanzungsgefährdend
(Kategorie 1B) 21. August 2013 21. Februar 2015 Verwendungen in der Primärverpackung von Arzneimitteln,
die unter die Verordnung (EG) Nr. 726/2004, die Richtlinie 2001/82/EG und/ oder die Richtlinie 2001/83/EG fallen
7. Diisobutylphthalat
(DIBP)
EG-Nr.: 201-553-2
CAS-Nr.: 84-69-5 Fortpflanzungsgefährdend
(Kategorie 1B) 21. August 2013 21. Februar 2015 –

#6 |
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Zahnarzt Thomas Bachmann
Zahnarzt Thomas Bachmann

Sind das dieselben Weichmacher, die auch den Löwenanteil der “Ausdünstungen” von Neuwagen ausmachen?

#5 |
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Bodo Panitzki
Bodo Panitzki

Beim Lesen dieses Beitrags ‘wird mir ganz anders’ :-( .
Wir benutzen im Haushalt etliche Kunststoffbehälter in/mit der Mikrowelle.
Vermutlich sollten wir dies schleunigst abstellen (?).

#4 |
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Irene Ebenhöh
Irene Ebenhöh

Hilfreich wären auch Angaben zum Beispiel bei Latexhandschuhen, welche Firmen ohne Weichmacher bzw. mit wenig auskommen, dies ist unser täglich Brot.

#3 |
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Ärztin

und was sagt das bundesamt für risikobewertung dazu???etwa daß sie alles im griff haben und daß höchstwerte nichts ausgekungeltes mit der industrie seien, fernab von unserer mitochondrialen wirklichkeit???

#2 |
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Altenpfleger

Weichmacher dürften also auch in elastischen Vinyl-Handschuhen enthalten sein und da sie in der Pflege oft zum Einsatz kommen, könnte das manche Unverträglichkeit erklären.

Was nun in Verpackungen enthaltene Weichmacher betrifft, so benutze ich (insbesondere bei Getränken) seit Jahren ausschließlich Glasbehälter und hoffe inständig, dass der “Mainstream” wieder zur guten alten Glasflasche tendiert.

#1 |
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