HIV: Therapie minimiert Ansteckungsrisiko

10. Juni 2014
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Virenhemmende Medikamente verringern bei HIV-infizierten Menschen die Zahl der Viren so stark, dass sie auch bei ungeschütztem Verkehr den Sexualpartner nicht oder allenfalls höchst selten infizieren. So zumindest die ersten Ergebnisse der europaweiten „Partner-Studie“.

Die Studie, die europaweit an über 75 HIV-Zentren durchgeführt wurde, untersucht das Risiko einer HIV-Übertragung bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, wenn der jeweils infizierte Partner erfolgreich mit Medikamenten behandelt wird. Bei konsequenter Einnahme virushemmender Medikamente gelingt es heute, die sogenannte „Viruslast“ auf weniger als 40 HIV-RNA Kopien pro Milliliter im Blutplasma zu senken. Das heißt, im Blut der behandelten Patienten befindet sich nur sehr wenig Erbmaterial der AIDS-auslösenden Viren.

Die Forscher untersuchten und befragten 458 homosexuelle und 687 heterosexuelle Paare. Bei durchschnittlich einem ungeschützten Geschlechtsverkehr pro Woche und Paar wurde das HI-Virus nicht zwischen den Partnern übertragen. Dennoch infizierten sich einige Teilnehmer – jedoch über weitere Sexualpartner außerhalb der festen Partnerschaften: „Über die Analyse der genetischen Struktur der Viren konnten wir eine Infektion über den festen Partner ausschließen“, sagt Professor Dr. med. Jan van Lunzen, Leiter der deutschen Studiengruppe der Partner-Studie.

Statistisches Restrisiko bleibt

Ein kleines statistisches Restrisiko bleibt, betont van Lunzen. Es ist zudem in dieser Studie für den Analverkehr größer als für andere Formen des Geschlechtsverkehrs. Die Forscher erfassten mehr Fälle von Vaginalsex als von Analsex, deshalb sind Aussagen zum Analverkehr bisher nicht so genau wie die zum Vaginalverkehr. In einer Fortführung der Partner-Studie sollen nun die Ergebnisse auch bei homosexuellen Paaren belastbarer werden. „Keinesfalls sollen unsere Ergebnisse zu ungeschütztem Verkehr auffordern“, so van Lunzen.

Ergebnisse senken psychologische Belastung

In erster Linie gehe es darum, das Ansteckungsrisiko deutlich zu senken – die Studie zeigt, dass dies gelingen kann. Am Ende stehe jedoch immer die individuelle Entscheidung der einzelnen Paare. 

Insbesondere ist diese Studie bedeutsam für serodiskordante Paare mit Kinderwunsch. Die Ergebnisse senken darüber hinaus die psychologische Belastung innerhalb der Partnerschaften. „HIV-infizierte Patienten leben sehr häufig mit der stigmatisierenden Angst, andere Menschen anstecken zu können. Dies ist überaus belastend, und die Ergebnisse der Studie wurden daher sehr positiv von HIV-infizierten Menschen aufgenommen“, so van Lunzen. Kondome bieten jedoch auch weiterhin den besten Schutz vor einer HIV-Infektion. „Das Ergebnis entbindet HIV-Infizierte nicht von der Pflicht, auch weiterhin verantwortungsvoll mit dem Schutz ihrer Sexualpartner umzugehen,“ sagt van Lunzen.

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1 Kommentar:

dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

dies habe ich schon zum Gerichtsverfahren von Nadja Benaissa vorgebracht. Das arme Mädchen ist genauso wie unser ehem. Bundespräsident durch die Mangel der Staatsanwälte u. der Journalisten gedreht worden ,hinzu kamen noch fragliche medizinische Gutachten. Der Prozeß müßte eigentlich wieder aufgerollt werden u. N. Benaissa entschädigt werden ; zumindest auf Staaskosten .

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