Ewing-Sarkom: Aktiver Sport auch nach OP

5. Juni 2014
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Das Ewing-Sarkom ist ein bösartiger Knochentumor, der bevorzugt in Beinen und Hüfte vorkommt und chirurgisch entfernt werden muss. Die Angst der Betroffenen vor einem Verlust der Beweglichkeit ist groß. Forscher zeigten, dass sportlich aktive Patienten nach der OP mobil bleiben können.



Die äußerst schmerzhafte Erkrankung betrifft meist das Bein und die Hüfte und führt zur Zersetzung des Knochens; unbehandelt führt sie zum Tod. Wurde früher vielfach umfassend amputiert, gelingt es heute in mehr als 90 Prozent der Fälle, die Extremität zu erhalten. Die Therapie der Wahl ist eine Kombination aus einer Chemotherapie und einer Operation, bei der der Tumor chirurgisch entfernt wird. Das fehlende Stück Knochen kann mittels einer Prothese oder mit eigenem Knochenmaterial ersetzt werden. Eine wichtige Frage, die sich den meist jungen Patienten stellt, ist, inwieweit die OP ihre Mobilität und ihre Fähigkeit Sport zu betreiben beeinflusst.

Sportfähigkeit kann erhalten werden

Eine Studiengruppe der Universitätsklinik für Orthopädie der MedUni Wien untersuchte unter der Leitung von Gerhard Hobusch die Sportfähigkeit und Mobilität von Langzeitpatienten nach der Operation eines Ewing-Sarkoms. Es zeigte sich, dass neben der Lage des Tumors und der Art der Rekonstruktion des Knochens auch die sportliche Aktivität der Patienten vor der OP entscheidend für die Wiederherstellung bzw. den Erhalt der Beweglichkeit ist. Hobusch: „Wir konnten an Hand von Langzeitüberlebenden zeigen, dass eine biologische Rekonstruktion besonders gute Ergebnisse zeigt. Vor allem, wenn der Tumor am Schienbein lokalisiert war und man nach der Entfernung des betroffenen Areals den fehlenden Teil mit einem Stück aus dem Wadenknochen ersetzen konnte. Diese Patienten konnten danach wieder stark belastende Sportarten wie Joggen ausführen und zeigten dabei vergleichbar gute Ergebnisse wie gesunde Personen.“

Gute Ergebnisse zeigten auch biologische Rekonstruktionen an der Hüfte und am Oberschenkel. Hobusch: „Uns hat überrascht, dass auch Patienten mit Megaprothesen des Knies und der Hüfte einen hohen Grad an Mobilität erreichen konnten. Außerdem hat die Studie gezeigt, dass Personen, die bereits vor der Erkrankung sportlich aktiv waren, auch nach der Operation mobiler waren und nicht auf Sport verzichten mussten.“

Originalpublikation:

Do Patients With Ewing’s Sarcoma Continue With Sports Activities After Limb Salvage Surgery of the Lower Extremity?
Gerhard Martin Hobusch et al.; Clinical Orthopaedics and Related Research, doi: 10.1007/s11999-014-3622-x; 2014

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