“… oder fragen Sie Ihren Wutapotheker”

29. Juni 2012
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Jahr für Jahr mehr Arbeit und sinkende Roherträge. Zwar gelobt die Regierung, nachzubessern, bis dato blieb es aber bei reinen Lippenbekenntnissen. Der Freien Apothekerschaft platzte jetzt der Kragen. Sie appelliert an „Wutapotheker“ – und fordert einen Streik. Das kann durchaus funktionieren.

Nach wie vor warten Inhaber vergeblich auf politische Signale, um ihre desaströse wirtschaftliche Lage zu verbessern. Durch Inflation, Zwangsabschläge, niedrige Honorare und schlechtere Großhandelskonditionen geraten immer mehr Apotheken in Existenznot. Kein Wunder: Laut Dr. Helma Gröschel ließen sich Kollegen in den letzten Jahren zu viel gefallen. Gröschel ist erste Vorsitzende der Freien Apothekerschaft e.V. – und engagiert sich vehement für bessere Rahmenbedingungen: „Natürlich müssten unsere Forderungen endlich erfüllt werden, nämlich Inflationsanpassung, darüber hinaus eine angemessene Entschädigung für den zusätzlichen bürokratischen Aufwand durch Rabattartikel, Zwangsdokumentation und die Apothekenbetriebsordnungsnovelle.“ Neuerdings kommt das verpflichtende QMS inklusive Dokumentationsaufwand auf der Minusseite hinzu. „Wieder einmal rechnet sich die Politik die Kosten schön, die auf die Apotheken zukommen werden. Die Apotheken werden nochmals mit zusätzlicher, kostenintensiver Bürokratie konfrontiert“, heißt es dazu vom Verein.

Gleiches Recht für alle

Wer in Deutschland eine öffentliche Apotheke betreibt, hat einige Rechte, aber viele Pflichten. Nacht- und Notdienste führen pro Jahr zu einem Minus von 192 Millionen Euro, errechnet aus dem durchschnittlichen Stundenlohn seines Approbierten. Daran müssen sich Versandapotheken nicht beteiligen – laut der Freien Apothekerschaft reine Rosinenpickerei. Außerdem bleiben ihnen Rezepturen, die seit kurzem dokumentiert und protokolliert werden müssen, und das Zuschussgeschäft bei BtMs erspart. Die Apothekenbetriebsordnung ist für ausländische Anbieter ebenfalls kein Thema. Gleichbehandlung? Fehlanzeige

Ein Rx-Versandverbot müsse her, nicht nur aus rein wirtschaftlichen Erwägungen, sondern auch aus Gründen der Arzneimittelsicherheit. Bei der Regierung stießen diese Forderungen auf taube Ohren, mit Hinweis auf juristische Bedenken. Gröschel: „Genau so sehen wir es, als vorgeschobene Vorwände! Der verfassungsrechtliche Einwand wäre, dass dem Pickup-Apotheker die freie Berufsausübung verwehrt wird. Kann das nicht auch jeder Apotheker behaupten, der in einem Stadion einen Bauchladen mitführen möchte?“ Unterstützung bekommt die Freie Apothekerschaft von juristischer Seite: Bei der Anhörung zur 16. AMG-Novelle im Deutschen Bundestag hatte Professor Dr. Hilko J. Meyer, Frankfurt am Main, keinerlei Bedenken gegen ein Verbot. Entsprechende Fragen wären seiner Meinung nach „nicht von Verfassungsrichtern zu beantworten, sondern von Abgeordneten“.

Zwangsrabatt: eine unendliche Geschichte

Ein weiteres Politikum: Nach wie vor streiten der Deutsche Apotheker Verband und der GKV-Spitzenverband über Kassenabschläge aus 2009 und 2010. Besonders dreist sei laut Freier Apothekerschaft, dass die selbständigen deutschen Apotheker noch immer nicht wüssten, was sie in den Jahren verdient hätten. Bis zur Entscheidung eines Bundesgerichts dürfte noch einige Zeit ins Land gehen, der Ärger sei schon heute da: Steuerberater hatten empfohlen, bis zur endgültigen Klärung Steuern in Form von Rückstellungen zu sparen. Wird der umstrittene Obolus schlussendlich auf 2,30 Euro festgesetzt, wären keine Nachzahlungen fällig. Bei 1,75 Euro müssten Inhaber zwar weitere Steuern berappen, könnten aber einstweilen Liquiditätsreserven bilden. Manche Finanzämter akzeptieren diese Rückstellungen nicht.

Apotheken – bald vom Aussterben bedroht?

Die Folgen aller Belastungen: Immer mehr Apotheken und Filialen schließen für immer ihre Pforten. Kürzlich berichtete der hessische Apothekerverband von einem historischen Tiefstand im Kammerbezirk. Nur noch 1.590 Apotheken versorgten die Bevölkerung mit Arzneimitteln, das sind 24 weniger als im Jahr davor. Kein Einzelfall: Auch die Landesapothekerkammer Bayern verzeichnet einen Rückgang von 44 Apotheken im gleichen Zeitraum, und in Rheinland-Pfalz verringerte sich die Zahl um 17. Westfalen-Lippe zählte 13 Apotheken weniger – von Januar bis Mai 2012. Trotz dieser Hiobsbotschaften hat Deutschland im europäischen Vergleich immer noch eine solide Mittelfeldposition: Laut ABDA versorgt eine Apotheke hier zu Lande 3.800 Menschen. In Griechenland sind es 1.200 und in Dänemark 17.700 Bürger – die beiden EU-Extreme.

Erstaunt ist von dieser Entwicklung niemand. Neben wirtschaftlichen Sorgen und Nöten verliert der Beruf immer weiter an Attraktivität. „Wir stellen fest, dass so gut wie kein junger Pharmazeut mehr den Schritt in die Selbstständigkeit wagt“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Zugleich wird es immer schwerer für Apotheken, die aus Altersgründen abgegeben werden, eine Nachfolge zu organisieren.“

Arbeitsplätze in Gefahr

Entsprechende Zahlen bilden nur einen Teil der Wahrheit ab: Viele Inhaber können ihre Apotheke lediglich durch drastische Sparmaßnahmen über Wasser halten. Laut dem Marktforschungsinstitut Kantar Health streichen 14 Prozent der Befragten in 2012 Stellen. Weitere 17 Prozent haben bereits Kollegen entlassen, planen aber keinen weiteren Stellenabbau. Und zehn Prozent greifen nach Entlassungen im letzten Jahr nochmals zum Rotstift. Für die Branche steckt darin ein gewaltiger Zündstoff: Wie Kienbaum berichtete, sucht die Gesundheitsbranche andernorts händeringend neue Mitarbeiter. Dazu hat die Unternehmensberatung Geschäftsführer und Personalverantwortliche aus den Bereichen Krankenhaus, Medizinprodukte und Pharmazie befragt. Jeder zweite Studienteilnehmer berichtet von Schwierigkeiten bei der Rekrutierung neuer Führungskräfte. Was liegt für Apotheker näher, als den weißen Kittel gegen Business-Kleidung zu tauschen, nachdem sich über Jahre hinweg berufspolitisch nichts bewegt hat.

Auf die Barrikaden!

Dazu Dr. Helma Gröschel: „Wir haben immer wieder Kritik an der Standesvertretung geübt, die offensichtlich eher die Interessen großer Apotheken und Versandapotheken vertritt, als die der Mehrzahl inhabergeführter Apotheken.“ Zwar sei die ABDA mit ihren Forderungen zur Honorarerhöhung auf dem richtigen Weg, „aber mindestens zehn Jahre zu spät“. Damit nicht genug: „Die Verluste, die Apotheker bisher scheinbar klaglos getragen haben, werden sie nicht wieder ausgleichen können, dafür sind die Forderungen – obwohl realistisch – in den Augen der Politik zu hoch.“ Ohne Druck wird sich kaum etwas tun, weder bei der Honorierung, noch beim Arzneimittelversand. Deshalb fordert die Freie Apothekerschaft von der ABDA, „endlich einen längst überfälligen Streik zu organisieren und durchzuführen“.

Kollegen in den Startlöchern

An der Bereitschaft mangelt es nicht: Wie brancheninterne Umfragen ergaben, wären 77 Prozent bereit, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Lediglich 14 Prozent lehnen die Maßnahme ab. „Wir sind mit LAVen im Gespräch, aber auch mit Angestelltenvertretungen und anderen Apothekerzusammenschlüssen“, berichtet Gröschel. „Die Aktionen müssen groß angelegt und von allen unterstützt werden. Es ist unter anderem im Gespräch, Notdienst zu verrichten und eine Großdemonstration zu organisieren.“ Bereits 2006 gab es Protestkundgebungen gegen das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz – und gegen die damalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Inhaber, angestellte Apotheker, PI, PTA und PKA demonstrierten damals in Düsseldorf, Hamburg, Leipzig und München. Jetzt ist es vielleicht wieder an der Zeit, Farbe zu bekennen.

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Medizin, Pharmazie

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16 Kommentare:

Apothekerin

Frau Barbara Schuhmacher hat es auch erkannt. In der Tat eine Realsatire in der Erlebniswelt deutscher angestellter ApothekerInnen in öffentlichen Apotheken.

Hinzu kommt ein tägliches “Seufzen und weshalb stelle ich überhaupt noch Arbeitsplätze zur Verfügung bzw. zahle ich alle Steuern” an der menschlichen Personalklagemauer der Mitarbeiter.

O-Ton eines mir bekannten Leiters bei einem seiner Freunde, der dann leider (für ihn )plauderte. Die approbierte Mitarbeiterin XY ist einfach top, so etwas habe ich noch nie gehabt, die macht täglich unbezahlt 45 min Überstunde und ev. noch mehr etc. aber ich lobe sie natürlich nie, sonst will sie mehr Gehalt……

Kein Witz, wahr…..vielleicht hätte die Mitarbeiterin auch mal so etwas Banales wie WERTSCHÄTZUNG als Allererstes haben wollen, ein so schlichtes Wort, wie DANKE Frau XY……

#16 |
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Apothekerin

Der Kommentar von Frau Kathrin Kranz trifft es. Gutscheinhefte mit Häkchen oder Stempeln versehen, wohlbemerkt für das Bringen von Rx Kassenrezepten, hemmungsloses Talerverteilen (da gibt es ja Anwälte, die beraten wann es noch ein Talerchen mehr sein darf….ihr Kind hat sich vor unserer Schaufensterdeko = Riesenbär erschrocken, darauf noch ein Talerchen !!!) etc.
Die Apo–um…au mit dem Fernsehprogramm stets ohne Schutzgebühr, die kostet uns Apotheker ja nichts, oder?

Hier noch’n Pröbchen, da noch’n Pröbchen, vielleicht noch einen Kostenlosen Caffe Latte to go umsonst dazu. KEIN WUNDER das da die Wahrnehumung der BÜRGER/Patienten irgenwie verschoben wird, das würde unsereins doch auch vermuten. So erzeugt man Wutbürger, die sauer sind wenn sie diesen Topservice mal nicht geboten bekommen ,-)

Wo soviel für lau nachgeschoben wird, da MUSS doch der BOMBENGEWINN gemacht werden!

Das ist die Realität in der Wahrnehumng der Patienten.

Doch Änderungen erreiche ich NUR im Kollegendialog und im KollegenKONSENS!!!

Halten Sie das für REALISTISCH APOTHEKERKOLLEGEN-KONSENS ?

Jeder, der zu solidarischem Tun und einem offenen, zielorientierten Handeln bereit ist, welches beratungsorientierte, pharmazeutische Tätigkeit in der Bevölkerung voran bringen möchte, wo das Geld der Leistung unmittelbar folgt und NICHT für ein Handeln herausgeworfen wird, das die eigene EXISTENZ und die EXISTENZBERECHTIGUNG der Pharmazeuten allgemein in Frage stellt, möchte sich bitte gerne melden.

#15 |
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Ich schließe mich Herrn Rokitta an, was unseren “Gast” angeht; wenn man so viel Zeit in der Ausbildung verbracht hat, möchte man auch nicht so wenig verdienen – außerdem verdienen fast alle Lehrer mehr als jeder angestellte Apotheker nach Tarifvertrag. Es kann auch nicht sein, dass ahnungs- und evtl. noch hirnlose Menschen über unser Gesundheitssystem entscheiden, während die wirklichen Fachleute kaum zu Wort kommen!
Gerade wegen der bescheidenen Rabattverträge würde ich allen (auch zukünftigen) Ärzten empfehlen aus Prinzip neben JEDEM Arzneimittel auf dem Rezept das “aut idem”-Kreuz zu machen – auf diese Weise müssten die Krankenkassen mehr bezahlen und wenn dann die Versichersten wegen der Beiträge meckern, sollten alle das Gehalt der KK-Vorstände im Hinterkopf behalten!
Als Quasi-Streik könnten alle Apotheken für einige Monate auch während der regulären Öffnungszeiten Notdienstpreise verlangen. Dann käme wenigstens etwas mehr Geld rein und der Rotstift kann vielleicht eine kleine Pause einlegen!

#14 |
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Petra Ballandat
Petra Ballandat

Das Bild des Apothekers/Apothekerin hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt.Tätigkeiten,die eigentlich nicht zu unserem Profil gehören,sind schon Standard geworden und die Dinge,die unseren Beruf ausmachen rücken scheinbar in den Hintergrund.Zumindest interpretiert das eine rel. breite Masse der Bevölkerung so.Warum ist der Beruf des Apothekers so differenzier unter der Bevölkerung bewertet…Schwarze Schafe gibt es doch überall,aber Kollegen ,die Ramsch-Preise für die komplette Apothekenware anbieten,fördern nicht gerade unser Ansehen.Die Beratung ist in diesen Fällen wohl kaum im Preis inklusive.

#13 |
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Michael Hofheinz
Michael Hofheinz

Es fehlt an Information.
Die beste Medizin gegen Vorurteile, Mythen, Irrtümer und Lügen sind ehrliche Argumente.
Eine zusammenfassende Information und Argumentationshilfe für Politik, Presse, GKV, Patienten/Kunden und Kolleginnen und Kollegen gibt es unter :
http://www.apotheken-informieren.de oder bei der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg.

#12 |
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Dr. Gerald Schröder
Dr. Gerald Schröder

Mit welchem Recht sind die Kassen Staat im Staate und können das Gesndheitswesen in nallen Facetten bestimmen ? Sie haben ihren Milliarden-Überschuß auf Kosten der Apotheken erwirtschaftet. Die Apothker verschenken die Arzneimittel und ihre Arbeitskrsft an die Patienten der Kassen , die selbst kräftig zulangen . Uns Steht ein Aufschlag von 8,10 zu , mit welchem Recht können die Kassen 25% davon für sich behalten ? Die Ausgaben der Kassen der Kassen für Werbung , Förderung von Sportvereinen , Yoga-Kurse usw.usw. müßten massiv überprüft und eingeschränkt werden .

#11 |
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Stephan Schramm
Stephan Schramm

Da haben Sie sich aber eine schlechte Präsenzappotheke aufgesucht. Wechseln sie mal ( es gibt doch soviele Apotheken….). Alle Kollegen die ich kenne , bieten einen besseren Service als ihre Hausapotheke!!!!

#10 |
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Peter Brunsmann
Peter Brunsmann

Schau an, da is es wieder. Leute, wie einer seine Apotheke führt is doch wurscht!
Ich habe diese Diskussionen über Zugaben, ob die 2,50 immer oder nie im Nachtdienst kassiert werden und sonstigen Mist satt. Jeder kann sein Geld ausgeben wie er will.
Doch wie wir auch am “Gast” sehen, die Image Kampagne der ABDA und LAV´en laufen seit Jahren ins Leere. Wir müssen nicht bei unseren Kunden Werbe, sonder bei denen, welche uns noch nicht brauchen!
– also ändern oder weg damit.
– weg auch mit Teststreifen, Windeln, Impfstoffen und allen zu subventinierenden Segmenten.

Das ist auch ein Streik!!

Noch zum Gast: 70000 weniger Kranken Renten und sonstigen Vers. sind noch 50000. Weniger Steuern sind noch ca. 30000

#9 |
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Herr Gernot Szesny
Herr Gernot Szesny

Stimmt alles. Frage mich jedoch, warum immer noch soviel verschenkt wird (Wort&Bild) und jeder Artikel nach Hause geliefert wird. Mein Frau (PTA) sagt schon lange, die Apotheker haben selber schuld. Solange man nicht zwei Apotheker unter einen Hut bekommt, wurschtelt jede kleine
Krämerseele vor sich hin, bis zum bitteren Ende. Gut wer im eigenen Haus sitzt und noch Familienangehörige einspannen
kann, (Pizzeria oder Dönerbude lassen wirtschaftlich grüßen.

#8 |
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Anja Müller
Anja Müller

Schade, dasß ich keine geeignete Idee für eine Protestaktion anbieten kann. Leider würde ich damit meine Kunden/ Patienten treffen. Was kann Oma Lottchen schon dafür, daß ich aller 10 Tage Notdienst mache “für`n Appel und n’Ei”? Einen angestellten Apotheker kann ich mir neben meinem Ingenieur nicht leisten und auch dem mute ich die Nachtdienste nicht zu. Im übrigen fahr ich einen kleinen Citroen.
Nein- ich glaube, der Landapotheker, der seinen Beruf noch als Berufung ansieht, wird aussterben. Übrig bleiben clevere Kaufleute/-frauen mit pharmazeutischen Grundkenntissen, die ihre Filialen wirtschaftlich optimiert führen. Die Ketten sind letzendlich unausweichlich. Tröstlich: Vielleicht können die sich dann politisch besser durchsetzen.

#7 |
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Apothekerin

Der Streik während U.Schmidts Amtszeit hat politisch wenig gebracht – unserem Betrieb hat er viel Verständnis auf Kundenseite gebracht: Alle Mitarbeiter haben demonstriert, ich habe den Laden “gehütet”, es ergab sich natürlich Wartezeit und viele interessante Gespräche mit den Kunden, der Kunden untereinander, die, obwohl die Nachbarapotheken regulär gearbeitet haben, nicht wutschnaubend aus der Apotheke gestürmt sind. Aber es ist sicher so: Apotheker begreifen sich immer als Konkurrenten, nie als Berufsstand und Verbündete – anders als die Ärzte ….

#6 |
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Sabine von Schlichting
Sabine von Schlichting

Der Feind des Apothekers ist und bleibt der Apotheker selbst!

Was haben denn die Streiks damals unter Ulla Schmidt gebracht?
Genau, nix. streiken bringt nur die Kunden gegen uns auf, denn es herrscht halt immer noch die Meinung vor, daß der Apotheker sein Geld im Schlaf verdient (s.o.) Aber solange Apotheker immer noch mit vollen Händen Werbegschenke, Zeitungen etc. an die Kundschaft verteilen und aus Angst vor Diskussionen auf die Notdienstgebühr verzichten, braucht sich wirklich keiner zu wundern, daß wir da sind wo wir sind.

#5 |
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Apotheker

danke
mal jemand, der sachlich berichtet, sich auskennt

#4 |
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Hermann Knoche
Hermann Knoche

Da eine höhere Vergütung auf politischem Weg scheinbar nicht möglich ist, sollte man darüber nachdenken ,dass im System vorhandene Geld gerechter zu verteilen. Müssen Versandapotheken, die keine zusätzlichen Kosten für z. B. Notdienst haben,
genauso honoriert werden wie eine Präsenzapotheke?
Oder müssen Apotheken für die Heimversorgung genauso honoriert wie Präsenzapotheken oder ist eine Honorierung
analog einer krankenhausversorgenden Apotheke nicht gerechter?

#3 |
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Apotheker

Anonyme Schreiberlinge wie GAST, die meistens von entsprechenden Seiten beauftragt werden, sind dazu da, Polemik zu verbreiten und den sog. Sozialneid zu schüren. 70.000/Jahr im Durchschnitt und nicht viel arbeiten, dazu 2 SLK – das ist ja super. Natürlich netto oder gar Schwarzgeld, denn von monatlich 5.800 Euro brutto(!) kann man einen derartigen Lebensstandard nicht finanzieren. Komisch, dass die Versicherten immer noch ihren KK-Beitrag ohne zu murren bezahlen, um z.B. einer Frau Pfeiffer oder anderen Vorständen von Krankenkassen weitere 10.000 Euro zu den 245.000 (!!!) pro Jahr zu finanzieren. Aber die Vorstände arbeiten ja auch rund um die Uhr, fahren nur einen Trabbi und haben echt Ahnung! Für die ganz doofen: ein Streik wird den Patienten überhaupt nicht betreffen. Keine Apotheke wird deswegen schließen, denn wir haben einen gesetzlichen EINSEITIGEN Versorgungsauftrag, auch wenn unser Honorar immer weiter sinkt. Da kommen wir gar nicht raus. Und es gibt noch andere Fachleute, die keine Ahnung haben: Politiker…

#2 |
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Apothekerin

Schon irgendwie lustig. Wie könnte auch überzeugend zum Thema Kassenabschläge argumentiert werden, so lange Kollegen diese in die “Finanzierung” von Apotheken-Talern investieren… Das nimmt einem doch keiner ab, dass wir, gemessen am am Aufwand zur Belieferung des Rezeptes, zu wenig an RX-Artikeln verdienen – aber gleichzeitig dafür Gutscheine verteilen.

#1 |
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