Brustkrebs: Sind Leitlinien nur Leidlinien?

6. Mai 2014
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Trotz aktueller Leitlinien versagen immer wieder bewährte Therapiestrategien. Aus der Einsicht „jeder Tumor ist anders“ stammen neue Ansätze, die Wirkung von Zytostatika zu modellieren und Chancen gegen Risiken abzuwägen.

Neulich erzählte mir eine Onkologin von einer Patientin und vielen Fragen, die sie damit beschäftigen: Bei Anneliese K.*, 51 Jahre alt, stellen die Ärzte ein Mammakarzinom fest. Die genauere klinische Untersuchung ergibt einen T2-Tumor, die Lymphknoten sind bereits befallen. Das mäßig-gradig differenzierte (G2) invasiv duktale Karzinom ist Her2/neu negativ. Die Ärzte empfehlen ihr entsprechend den Leitlinien eine Chemotherapie mit drei FEC (5-Fluoro-Uracil, Epirubicin, Cyclophosphamid)-Zyklen, gefolgt von drei Zyklen Docetaxel. Damit wollen sie eine Komplettremission erreichen und danach brusterhaltend operieren. Anstelle des erhofften Erfolgs bricht Anneliese K. die FEC-Therapie wegen starker Nebenwirkungen ab. Neue Aufnahmen zeigen zudem, dass sich der Tumor während der Chemotherapie vergrößert hat. Daraufhin operieren die Chirurgen sofort.

Leitlinien mit vielen Therapieoptionen

Vielleicht wären Anneliese K. mit einer anderen Therapie unnötige Beschwerden erspart geblieben. Andere Wirkstoffe hätten den Tumor möglicherweise erfolgreicher und ohne die starken Nebenwirkungen bekämpft. Welche Möglichkeiten gibt es, um vom „Ausprobieren“ zu mehr Zielsicherheit bei der Auswahl geeigneter Therapieoptionen zu gelangen? 15 bis 20 Prozent aller Mammakarzinome sind „triple-negative“ Tumore, für die es keine spezifische Chemotherapie oder zielgerichtete andere Optionen gibt. Die Empfehlung lautet zumeist: Standardtherapie mit Anthracyclinen und Taxanen.

Die Palette der Auswahlmöglichkeiten unter den verfügbaren Zytostatika umfasst etliche Strategien, die sich alle in mehr oder minder großen Studien bewährt haben und sich in den aktuellen Leitlinien wiederfinden. Neben den Monotherapien mit Epirubicin oder Cyclophosphamid gefolgt von Docetaxel kann dabei auch Paclitaxel als Taxan zum Einsatz kommen. FEC und FAC (Doxorubicin statt Epirubicin) stehen als Beispiele für weitere Auswahlmöglichkeiten mit Wirkstoffkombinationen. Einige große Studien wie etwa SUCCESS oder GAIN laufen noch oder wurden gerade erst angefangen. Häufig ist der Gebrauch von Anthracyclinen mit Schäden am Knochenmark und kardialen Risiken verbunden, auf Patienten mit Herzproblemen muss der Arzt dabei besonders aufpassen.

Gentest als Chemotherapie-Entscheidungshilfe

Nicht zuletzt spielen auch die Wünsche der Patienten eine Rolle: Möglichst schonend oder doch lieber sehr aggressiv? Tests, die vom Genom des Tumors auf die Prognose der weiteren Entwicklung schließen lassen, sollen Arzt und Brustkrebspatientin die Entscheidung leichter machen. Beispiele dafür sind „Oncotype DX“, „MammaPrint“, „EndoPredict“ oder PAM50 (DocCheck berichtete). Alle davon sind klinisch getestet und zum Teil auch von der FDA zugelassen. Die Tests finden sich auch in den aktuellen Empfehlungen der AGO. Das „+“ bei der Empfehlung für Oncotype und EndoPredict gilt aber nur für ausgewählte Patientinnen, bei denen die anderen Kriterien keine eindeutige Entscheidung zulassen. Auch der Algorithmus Adjuvant! Online soll durch Eingabe aller bekannten Daten über den Tumor eine Entscheidung über den Sinn einer endokrinen Therapie und/oder Chemotherapie geben. Bei den Erstattungen für die Tests sind die Kassen jedoch sehr zurückhaltend und bezahlen den Test nur in Einzelfällen, auch wenn dieses Vorgehen von vielen Seiten heftig kritisiert wird (DocCheck berichtete).

Zellkultur: Tot oder lebendig?

Immer noch schwer tun sich Tests damit, die Wirkung einer bestimmten Kombination von Anti-Tumor-Agentien vorauszusagen. Schon seit einigen Jahrzehnten sollen Tumorzellen aus der Biopsie in der Zellkultur (ex vivo-Chemosensitivitäts-Tests) Hinweise darüber liefern, welche Resistenzen der Arzt bei der Therapie befürchten muss. Bisher haben sich aber Tests mit einer Einzelzellkultur wie beispielsweise der „Sartori-Test“ noch nicht wirklich in der Praxis durchgesetzt. Bei einer Sensitivität von 80 bis 90 Prozent und einer Resistenzvorhersage mit über 90 Prozent Sicherheit nach acht bis zehn Tagen liefern sie jedoch gute Informationen. Aber das Modell einzelner Tumorzellen in der Mikrotiterplatte berücksichtigt nicht das Zusammenspiel von Krebszelle und Fibroblast bei soliden Tumoren. Ebenso fallen Prozesse unter den Tisch, die bei der Attacke des Immunsystems gegen die entarteten Zellen des eigenen Körpers ablaufen. Ob und wie ein solches Wechselspiel die Wirkung einer Chemotherapie oder die Resistenz gegen andere Therapeutika beeinflusst, ist bisher kaum bekannt.

Mikrotumoren: Sphäroide

Neuere Modelle bauen daher auf ein dreidimensionales Tumormodell. Aus der Biopsie formen die Wissenschaftler von „Rational Therapeutics“ in den USA oder „Spherotec“ aus Martinsried bei München sogenannte „Sphäroide“ mit einem Durchmesser von 100-500 Mikrometern, die die Umgebung des Tumors mit abbilden. Im Gegensatz zum zweidimensionalen Modell modellieren diese Zellaggregate auch das Mikromilieu mit unterschiedlichen pH- und Sauerstoffkonzentrationen im Tumor sowie die morphologischen Charakteristika des Karzinoms. Das Biomarker-Profil dieser Zellen erlaubt eine Vorauswahl möglicher Optionen der Chemotherapie, ebenso wie den Test neuartiger Wirkstoffe. Während das US-Modell schon auf dem Markt etabliert ist, haben die deutschen Entwickler gerade eine deutsche Multi-Center-Studie abgeschlossen und zur Veröffentlichung eingereicht. Die angeblich vielversprechenden Ergebnisse sollen dann in den nächsten Wochen bekannt werden.

Zirkulierende Tumorzellen

Zwar keine Voraussage über die Wirkung beabsichtigter Therapien, aber immerhin eine sehr zeitige Information darüber, dass die Therapie versagt hat, geben Tests auf „Circulating Tumor Cells“ (CTC). „CellSearch“ aus den USA nützt in Deutschland zurzeit vor allem Patienten mit metastasierendem Mammakarzinom und hat inzwischen auch seinen Weg in die AGO-Leitlinien gefunden. Auch im Rahmen der SUCCESS-C-Studie und einer gerade neu anlaufenden prospektiven Studie (TREAT) sollen die Möglichkeiten eines solchen Prognosetools untersucht werden. Mehr als fünf Tumorzellen pro 7,5 ml Blut signalisieren demnach „Alarm“ und deuten darauf hin, dass sich der Tumor weiter ausbreitet. Ganz neu ist ein Test, der nicht die Zellen selber, sondern deren DNA sucht und begutachtet. So ist zirkulierende Tumor-DNA auch ohne korrespondierende zirkulierende Zellen nachzuweisen. Eine ganz aktuelle Studie beim Kolonkarzinom demonstrierte eine hohe Empfindlichkeit und Sicherheit solcher Analysen.

Tumortests: Wirklich zuverlässig?

Wie tückisch Tests bei Tumorzellen sein können, zeigt ein Beispiel aus Kanada. In Neufundland und Labrador wurden Biopsien bei Mammakarzinomen zwischen 1997 und 2005 nach dem ersten Befund bezüglich des Hormonrezeptorstatus noch einmal in einem Fachlabor nachuntersucht. Fast 40 Prozent der ursprünglich 1088 negativen Ergebnisse mussten danach zu „positiv“ korrigiert werden, ein Vorfall der nicht nur Folgen für die Frauen hatte, die dann ganz anders behandelt worden wären, sondern der auch für reichlich Verunsicherung bei Ärzten und ihren Patientinnen sorgte.

Pharmafirmen betreiben die Forschung nach neuen Wirkstoffen mit viel Einsatz. Dagegen scheinen Entscheidungshilfen für oder gegen den Einsatz solcher – meist sehr teuren – Mittel noch nicht richtig etabliert, wie auch Daniel Hayes von der Universität Michigan in einem Kommentar in „Science Translational Medicine“ im Sommer vergangenen Jahres konstatiert. Dabei würden verlässliche Werkzeuge zum Test von Tumor und Therapie wohl nicht nur Kosten, sondern den betroffenen Frauen wohl auch viele Schmerzen und zuweilen auch Verzweiflung ersparen.

* Name von der Redaktion geändert

81 Wertungen (4.46 ø)

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29 Kommentare:

HP Aiguli Bulir
HP Aiguli Bulir

An dieser Stelle möchte ich das Dockcheck, als die Platform für so eine Diskussion(trotz Bemühungen es zu unterbinden) bedanken. Im Streit wird Wahrheit geboren.
es gibt im System “Organismus” verschieden Faktoren, die für das Gleichgewicht sorgen, wie inhibiting und releasing Hormone, zum Beispiel. Wir Ärzte und Heilpraktiker sind auch solche Faktoren in unseren Gesundheitssystem. Wir müssen beide das System in Frage stellen, es existiert auch im Heilpraktiker Bereich ein großes wirtschaftliches Interesse und böse Farmaindustrie . Es gibt auch Ärzte, die über die Leitlinien hinaus schauen, wie man deutlich sieht. Für uns alle ist es wichtig unsere grenzen zu erkennen. Noch mal vielen Dank an das Dockcheck, ich freue mich dass wir hier unsere Gedanken austauschen können und auch an alle Teilnehmer.

#29 |
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Gast
Gast

zu #27 was ist Ihnen schon “bekannt”? bitte Fakten beachten!
Eine “Spontanheilung” ohne onkologische Therapie von eindeutig (histologisch) bestehendem Krebs gibt es nicht,
das ist geradezu wesentlicher Teil seiner Definition (AUTONOMES destruktives Wachstum).
Die Differenz von Mortalität und Inzidenz (Erkrankungshäufigkeit) ist die therapeutische Heilungsquote. Sie ist beim Mamma-Ca rel. hoch, Goldstandard ist immer noch die operative Entfernung, soweit technisch möglich
und z.B. beim Bronchial-Ca verdammt schlecht, trotz aller Bemühungen.

#28 |
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Gast
Gast

@Dr.Bayerl

Mir ist nicht bekannt, dass je ein “Arzt” einen einzigen “Krebs geheilt hätte.
Deshalb sollte das schlicht verboten werden.

Ist diese Aussage nicht genauso Klasse wie Ihre?
Da kann ich Ihrem Kollegen Herrn Dr. med. Thomas Georg Schätzler nur beipflichten.

#27 |
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Gast
Gast

@Annika Diederichs
Schade, dass Sie sich so wenig mit den Grundprinzipien der Heilung auskennen.
In der schulmedizinischen Versorgung wird die Tumorbekämpfung durch Chemikalien favorisiert und das körpereigene Immunsystem dabei völlig zerstört. In der Naturheilkunde wird das Immunsystem gestärkt und es wird gezielt versucht die Dysfuntionen, die zur Tumorbildung geführt haben, zu beheben.

#26 |
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Gast
Gast

@Dr. Wolfgang Scheck
Ein sehr weiser Kommentar, der wieder einmal zeigt, dass die sachliche Ebene am ehesten von denen verlassen wird, die keine auch nur halbwegs brauchbaren sachlichen Argumente haben.

#25 |
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Heilpraktikerin

“Geld”….. “von den Kassen nur im Einzelfall erstattet”……….
Alle spielen sich auf. Alle wollen/müssen Geld verdienen.
Sich Zeit nehmen können für die Individualität des Kranken und des Betroffenen,
sich ergänzen, von einander lernen, kooperieren, wie will man heilen, wenn man soviel kriegführt, soviel Feindbilder, soviel Angst.
Transparenz und das Eingeständnis des Therapieversuchs verunsichern leider auch viele Patienten. Insofern ist vielleicht mitunter ein dogmatisch propagierter Behandlungsweg sinnvoll, auch eine OP kann Placebowirkung haben. Der schulmedizinische Schamane macht richtig Tamtam, Blutopfer und Leiden als Kartharsis.
Was die Entscheidungen nicht leichter macht.

#24 |
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Gast
Gast

wenn man sich diese Kommentare durchliest,bekommt man leider den Eindruck,dass weder Mediziner noch Heilpraktiker so richtig wissen,was sie so genau gegen diese Mammakarzinome machen können.
Leider sind mir zwei Frauen bekannt,welche einen solchen “Knoten” in der Brust hatten,der angeblich harmlos war und nicht chirurgisch entfernt wurde,weil da angeblich erstmal keine Operation erforderlich war.Nach Ablauf von Zeit haben die ach so harmlosen “Knoten” metastasiert.Beide Frauen leben nun nicht mehr.
Sie waren beide bei Frauenärzten und die so harmlosen “Knoten” wurden in beiden Fällen bei einer Mammografie entdeckt.Eine der beiden war noch keine 40 Jahre alt.Ich hatte auch hier den Eindruck,dass hier kein Schulmediziner die Ahnung hatte,was wirklich zu tun war.Bei Heilpraktikern war keine der beiden.
Leider weiss ich nicht,was genau ich zu tun hätte,wenn bei mir eine solche Erkrankung auftreten würde.

#23 |
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Leitlinien sind keine Richtlinien. Wann endlich macht sich die Medizin
frei und behandelt Patienten auch nach bewährten komplementären
Erfahrungswerten ?

#22 |
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Dr.rer.nat. Michael Wahl
Dr.rer.nat. Michael Wahl

Was mich kolossal an der “Diskussion” stört, ist die Tatsache, dass hier Weltanschauungen hin-und hergeschleudert werden – besser wäre es, tatsächlich sachlich auf Ebene des Artikels zu diskutieren.
Es wird am Beispiel des Brustkrebs immer klarer, dass (jeder) Krebs bestmöglich charakterisiert und individualisiert behandelt werden muss. Auch eine individuelle Nebenwirkungsanalyse müsste erfolgen. Womit wir leider wieder beim Geld wären und der Frage, was wir uns eine ordentliche Diagnose und Therapie kosten lassen wollen. Besser geht immer !
Und zur leidigen Diskussion HP vs. “Schulmedizin”: beide haben ihre Daseinsberechtigung und sollten einander sinnvoll ergänzen. “Schulmedizinische” Chirurgie hat gerade beim Mammakarzinom hat in der Vergangenheit größten Schaden angerichtet, Stichwort Radikaloperation.

#21 |
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@ Dr. Bayerl:
Da gibt es zwischen uns gar nicht sooo viele Differenzen.
Ich sehe es in vieler Hinsicht genau so wie Sie:
Wo der Tumor entfernt werden kann ist es gut, dies auch zu tun. Das sollte so professionell wie möglich geschehen. Ich habe genau so wie Sie (und ich vermute auch wie der Skeptiker) massive Probleme mit „Kollegen“, die es anders sehen.
Und: Keine Frage, der Tumor ist nicht der Krebs, deswegen bedarf es einer Therapie, die sich diesem Aspekt widmet.
Meine Arbeit ist es nicht, den Tumor zu zerstören, sondern vielmehr den systemischen Aspekt ins Visier zu nehmen.

Wo wir uns evtl. uneinig sein könnten ist die Frage, in wie weit eine rein onkologische Nachsorge als allenige Maßnahme sinnvoll ist oder nicht.
Nach zwanzig Praxisjahren sehe ich hier den Vorteil intelligent genutzter Synergismen, u.a. in:
Reduzierung von Mucosaschäden und Vermeidung einer Polymucositis
Vermeiden kritischer Leukopenien unter Chemo
Prophylaxe von Chemo-Spätschäden z.B. Neuropathien
Prophylaxe von Radio-Späschäden, z.B. Fibrosierungen

Das ist ein Teil dessen, was meine Praxis – und viele andere professionelle Kolleginnen und Kollegen – im onkologischen Bereich leisten.
Und in der Nachsorge geht es u.a. um die Restitution immunologischer Mechanismen zur Rezidivprophylaxe.

Ich bin mir ziemlich sicher: Schulmedizin und Naturheilkunde wollen das möglichst Optimale für den ihnen jeweils anvertrauten Patienten schaffen.
Das ist doch eine gute Grundlage….
In diesem Sinne ein freundliches: Aude sapere

#20 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@HP Dirk-Rüdiger Noschinski,
es geht beim Mama-Ca nicht um Demokratie sondern
1) um eine gute Diagnose
2) um eine dieser individuellen Diagnose optimal angepasste ONKOLOGISCHEN Therapie.

Mamma-Ca definitiv heilen konnte man in recht großer Zahl operativ immer schon.
Mit der kontinuierlichen REDUZIERUNG der operativen Radikalität, mit vielen negativen Rückschlägen übrigens, nicht nur Lokalrezidive,
übernimmt man viel Verantwortung buchstäblich quo ad vitam der Patientin.
Dieser Tumor hat die Besonderheit eines (nicht immer) sehr langsamen Verlaufes,
so dass Fehler in der Anfangsbehandlung nicht sofort erkennbar sind und die Spät-Folgen oft nicht mehr darauf bezogen werden.

Gerade dieser lange Verlauf darf selbstverständlich flankierend durch “supportive” (=nicht okologische) Therapie aller Art etwas unterstützt werden, MEHR NICHT,
das ist kein Ersatz für die lebenswichtige und natürlich LOHNENDE onkologische Therapie nach dem Motto:
“mit dem Tumor (gut) leben”

Danke

#19 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Dr. med. Hans Gschwender ich habe in über 40 Jahren beim Mamma-Ca weder eine einzige “Spontanheilung” gesehen, noch von davon konkret gehört.
Wenn die sich wirklich bei Ihnen sammeln, sind Sie ein Schwindler!

#18 |
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Liebe Kommentatoren,

bitte beziehen Sie ihre Kommentare auf die Inhalte des Artikels und bleiben Sie sachlich. Zur Erinnerung: Es geht im Artikel nicht um die Frage, ob Naturheilkunde sinnvoll ist. Es geht darum, ob eine individuelle Tumortherapie – die abklärt, ob Zytostatika im Einzelfall sinnvoll sind und wenn ja welche – nicht besser ist als eine standardisierte Leitlinentherapie. Kommentare, die sich nicht auf den Artikel beziehen, sind für viele Leser einfach nervig. Denken Sie daran.

Frank Antwerpes – Chefredaktion

#17 |
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Lieber Skeptiker,
meine “akademische Schlussformel” dürfen Sie durchaus im Sinne Kants verstehen.
Meine hier vorgebrachten Argumente habe ich klar formuliert und kann diese, falls hier irgendjemand tatsächlich Interesse an einer sachlichen Diskussion haben sollte, gerne weiter ausführen und begründen.
Unerträglich finde ich es als mündiger Bürger und überzeugter Demokrat, das in diesem Forum jemand unter Pseudonym andere Menschen beleidigt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie tatsächlich etwas Konstruktives zu der Diskussion beiträgen könnten.
Aude sapere!

#16 |
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SkeptikEr
SkeptikEr

Lieber Herr Noschinski, wenn hier jemand eine krude Weltanschauung verbreitet, sind Sie das. Mit ihrer lateinischen Schlussformel wollen Sie sich wahrscheinlich etwas mehr akademisches Gewicht verleihen. Das kann ich gut verstehen, aber der Gesetzgeber hat Sie nun mal nur dazu ermächtigt mit Bachblüten und Globuli herumzuspielen. Und das ist gut so. Denn leider scheinen sie nicht nur sprachlich, sondern auch medizinisch im Altertum stehen geblieben zu sein – sonst würden Sie nicht so dreist versuchen, biochemische und immunologische Fortschritte in der Tumortherapie als Bestätigung ihrer Hokuspokus-Medizin umzudeuten.

#15 |
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Dr. med. Peter Kohls
Dr. med. Peter Kohls

Angesichts der gewaltigen Fortschritte in der Immunhistologie der letzten Jahre heute eine kanadische Studie betreffend Hormonrezeptorstatus zu zitieren, die noch im vorigen Jahrhundert begonnen wurde, ist wenig sinnvoll. Diese Studie zeigt den damaligen Stand der Diagnostik und nicht den heutigen. Was damit ausgesagt werden soll, erschließt sich mir nicht – außer daß damals alles noch nicht so weit war wie heute.
Dr.P.Kohls

#14 |
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Nichtmedizinische Berufe

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare. Wir möchten Sie jedoch auch hier darum bitten, auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren und die Netiquette zu beachten.

Ihr DocCheck News Team

#13 |
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Bei allem Respekt, aber so wie es aussieht geht es – wie so oft – nicht in die Richtung einer sachlichen Diskussion, stattdessen mal wieder ins “Weltanschauliche”.
Ich finde es schade, dass dafür ein Medium wie DocCheck benutzt wird, denn für weltanschauliche Themen stehen im Netz doch genügend Foren zur Verfügung.
Persönlich hätte ich mich über eine – gerne auch kontrovers – geführte, aber sachliche und konstruktive Diskussion sehr gefreut.
@ Dr. Bayerl: Schwarze Schafe gibt es doch in jedem Berufsstand, Sie zitieren hier eine Geschichte die wir nicht nachprüfen können und und nehmen das dann “pars pro toto”. Schade.
Vielleicht finden wir ja noch zu einer sachlichen Diskussion, das würde mich sehr freuen.
Aude sapere!

#12 |
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Manche würden unseren Brustkrebs-Patientinnen wirklich sehr helfen, wenn sie einfach nur ihre Klappe halten, in sich gehen und ein klein wenig über sich selbst nachdenken würden. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

#11 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Mir ist nicht bekannt, dass je ein “Heilpraktiker” einen einzigen “Krebs geheilt hätte.
Deshalb sollte das schlicht verboten werden.

Ich hab eine Ordensschwester gesehen mit einem verdächtigen “Knoten” in der Brust, die aus Angst vor dem Messer zum “Heilpraktiker” gegangen ist.
Ein gutes Jahr später kam sie wieder, als jeder Blödmann sehen konnte dass ihr ein riesen Tumor aus der Brust wächst und sie schon Lebermetastasen hatte, so lang hat er sie behandelt. Sie hat dann nicht mehr lange gelebt.
Ich hab die Kollegen bei der Ärztekammer gefragt, die sagten mir,
ja, die dürfen das, ein Arzt allerdings nicht, der kann verklagt und verurteilt werden.

#10 |
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@ Frau Diederichs: “Naturheilpfuscher” – ich habe eigentlich gehofft, dass die ganze Diskussion hier sachlich bleibt und ohne die üblichen Ressentiments gegenüber Naturheilkundlern auskommt.
“In Absprache mit dem Onkologen” – das Hauptproblem ist doch, dass wir uns hier immer noch die alten, längst überholten Statements, z.T. noch aus den 80’ern anhören müssen:
Vitamin C verursacht selbst Krebs (offensichtlich eine Fehlinterpretation der “Vitamin C acts as a pro-oxidant” Diskussion);
Antioxidantien hemmen die Wirkung der Chemotherapie;
Eine normale Ernährung reicht vollkommen aus;
Für die Misteltherapie gibt es keinerlei aussagefähige Studien;

Die Liste lässt sich ins Unendliche fortsetzen.
Naturheilpfuscher?
Vielleicht denken Sie hier mal ein bißchen nach, bevor Sie beginnen, Steine auf andere Leute zu werfen….

Aude sapere!

#9 |
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Dr. Wolfgang Scheck
Dr. Wolfgang Scheck

Auf dem Niveau der Kommentatoren vermag ich nicht nicht herabzubegeben.
Ahnungslosigkeit allenthalben.

#8 |
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Das herumirren im Dickicht der Therapiempfehlungen.
Warum wird die Tatsache, daß Chemotherapie und Strahlen Tumoratammzellen erzzuegen, die dannihrerseit therapieresitent sind, so conseauent verschwiegen?
Ich behandle Tumorpatienten energetisch und durch Einschalten der Apoptosereaktion werden die Tumorzellen je Sitzung minedetens um 90%vermindert! ohne daß Blutbildung oder das Immunsystem geschädigt werden.
Man sollte nicht alle alternativen Heilverfahren sofort totreden mit dem Argument der “unerklärlichen Spontanheilung”. Gerade diese Spontanheilungen könnten unseren Blickwinkel erweitern für Behandlungsmöglichkleiten die jenseits der übliche Pharmakotherapie zu finden sind.

#7 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

Ergänzende naturheilkundliche Anwendungen soll jeder gerne versuchen, aber nur in enger Absprache mit dem Onkologen. Es sind so viele Fälle bekannt geworden, in denen Naturheilpfuscher gute Therapien durchkreuzt und schlimmen Schaden verursacht haben; ibs. die Kreuzreaktionen, aber auch schwer vorhersehbare Nebenwirkungen können fatal sein.

#6 |
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Martin Schiebel
Martin Schiebel

Leider kann ich den anderen Kommentatoren nur zustimmen. Eine gute Freundin ist vor ein paar Jahren an einer Chemotherapie gestorben. Sie verstarb nach der dritten Zytostatikagabe durch einen Atemstillstand bei bekannter Schlafapnoe. Die beiden ersten Zytostatikagaben hatten jeweils einen Hörsturz ausgelöst. Trotzdem hatter der behandelnde Arzt die gesamte Therapie nicht abgesetzt.

#5 |
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Mein Fazit nach dem Durchlesen des Artikels: Der Tumor ist nicht die Krebserkrankung.
Diese ist ganz offensichtlich höchst individuell zu betrachten und eben auch nur individuell lösbar.
Für die naturheilkundlich arbeitenden Kolleginnen uns Kollegen in diesem Forum sicher keine echte Überraschung….
Aude sapere!

#4 |
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Heilpraktiker

Sehr geehrte Frau Hanisch,

das ist schön, aber begleiten Sie diese Menschen komplementär zur Schulmedizin oder verlassen sich die Mediziner alleine auf die Naturheilkunde.

Was wollen Sie uns mit der Aussage mitteilen, hier wären mir konkretere Angaben lieber und wichtig.

#3 |
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Heilpraktikerin

Ich kann da natürlich nur aus meiner Praxis berichten und da habe ich einen hohen Prozentsatz an Medizinern die sich bei Krebserkrankungen ganzheitlich homöopathisch behandeln lassen.

#2 |
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Gast
Gast

Wie hoch war doch gleich die Erfolgsquote bei Chemotherapien?
Wie viele Patienten sterben nicht am Krebs, sondern an den Nebenwirkungen der Chemo?
Welche Ursachen haben Tumore eigentlich? War da nicht irgendetwas mit mangelder Sauerstoffversorgung auf Zellebene und spielen da nicht Vergiftungen eine ganz erhebliche Rolle?
Bei welcher dieser Ursachen greift denn da die Chemo an?
Ich habe mal gelesen, dass Fachärzte, die selbst an Krebs erkrankt sind, sich gern in Naturheilkliniken behandeln lassen. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht.

#1 |
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