Impfmüdigkeit: Das große Masern-Comeback

6. Juli 2012
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Für die einen sind sie eine harmlose Kinderkrankheit, für die anderen eine schwere Gesundheitsgefährdung. Eigentlich könnten die Masern in Europa schon längst ausgerottet sein, wenn die Impfquoten hoch genug wären.

„Eine Maserninfektion ist keinesfalls eine harmlose Kinderkrankheit“, weiß Dr. Nina Wagner, Ärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der DRK Kliniken Berlin/Westend. Masern führen meist zu einer transitorischen Immunschwäche, die etwa sechs Wochen andauert. „Bakterielle Superinfektionen können während dieser Zeit zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Diarrhö und Nervenkrankheiten führen“, erklärt sie. Bei einer Masernepidemie erkranken zahlreiche Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen, einige tragen sogar irreversible Schäden davon.

Spätfolgen sind nicht zu unterschätzen

Die akute postinfektiöse Enzephalitis ist eine besonders gefürchtete Komplikation. Etwa 0,1 % der Masernpatienten erkranken an ihr. Dabei treten Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma auf. Bei etwa 10–20 % der Betroffenen endet sie tödlich, 20–30 % der Erkrankten leiden unter Residualschäden am Zentralnervensystem. Während bei durchschnittlich einem von 1.000 Masererkrankten eine Masernenzephalitits auftritt, geschieht dies nur bei weniger als einem von 1 Million Maserngeimpften. Selbst wenn ein Kind die Masern gut überstanden hat, kann es zu gefährlichen Spätfolgen kommen. Eine zwar seltene, aber immer tödlich verlaufende Spätfolge von Masern ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), die bislang in einem von 10.000 bis 100.000 Fällen beobachtet wurde. Sie tritt Monate bis zehn Jahre nach einer Maserninfektion auf und äußert sich in einer generalisierten Entzündung des Gehirns. Vor allem Kleinkinder, die vor ihrem ersten Geburtstag an Masern erkrankten, sind von SSPE betroffen.

Masernfälle zunächst rückläufig

Nach zunächst rückgängigen Zahlen stieg die Anzahl der gemeldeten Masernfälle in den letzten beiden Jahren in vielen europäischen Ländern wieder dramatisch an. Bis Ende Dezember 2011 zählte das RKI 1.607 Masernfälle, das sind mehr als doppelt so viele Fälle wie in den Jahren 2010 und 2009 (2010: 780, 2009: 571), inklusive einem masernbedingten Todesfall. Auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) ist zu lesen, dass wahrscheinlich „die Zahl der tatsächlichen Erkrankungen wesentlich höher ist, da einerseits ein großer Teil der Erkrankten nicht vom Arzt behandelt wird und andererseits nicht jede ärztlich behandelte Erkrankung zur Meldung kommt.“ Von Epidemien spricht Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des RKI, dennoch nicht gerne: „Bei den Masernausbrüchen in Deutschland wurde stets ein Erreger von außen eingeschleppt, der sich dann bei einer Gruppe von Menschen, die nicht ausreichend geschützt waren, ausbreiten konnte.“

Auch Frankreich wurde im Jahr 2011 von einer Masernwelle überrollt, die rund 15 Tausend Erkrankte zufolge hatte. Sechs von ihnen starben. Insgesamt erkrankten im letzten Jahr europaweit etwa 30 Tausend Menschen an Masern. Die meisten waren gar nicht oder nur unzureichend geimpft. Wegen seiner unzureichenden Impfrate exportiert Europa das Virus in Regionen, in denen es längst als ausgerottet galt, etwa nach Nord- und Südamerika.

Masernfrei bis 2015

Die 53 Mitgliedsstaaten der WHO-Euro-Region wollen Masern und Röteln in Europa bis zum Jahr 2015 ausgerottet haben. Mit dem Beginn der Masernimpfungen (DDR: 1970, alte Bundesländer: 1973) traten zunächst kontinuierlich immer weniger Masernerkrankungen in Deutschland auf. Seit der 2001 eingeführten Meldepflicht für Masern sanken die Zahlen von 6.037 übermittelten Erkrankungsfällen im Jahr 2001 zunächst auf 123 Fälle im Jahr 2004 und blieben mit Ausnahme des Jahres 2006 (2.307 Fälle) jeweils unter 1.000 Erkrankungsfällen pro Jahr.

Impfempfehlung der STIKO

Zum optimalen Schutz vor Masern empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grundimmunisierung für Babys im Alter von elf bis 14 Monaten. Dieser sollte eine zweite Impfung mit 15 bis 23 Monaten folgen.

Seit August 2010 gilt die Impfempfehlung der STIKO auch für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, die entweder noch gar nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden oder einen unklaren Impfstatus aufweisen.

Die Masernimpfung erfolgt mit einem Lebendvirusimpfstoff, hergestellt aus abgeschwächten Masernviren, die auf Hühnerfibroblasten vermehrt werden. Er ist zwar einzeln erhältlich, wird aber meist in kombinierter Zusammensetzung mit dem Mumps- und dem Röteln- sowie auch mit dem Varizellenvirus angeboten (MMR- bzw. MMRV-Vakzine).

Herdenimmunität

Die Masernimpfquote in Deutschland ist laut Angaben des RKI – genauso wie in Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz – noch nicht ausreichend, um die schwächsten Individuen der Gesellschaft zu schützen. Dazu zählen immunsupprimierte Menschen, die raren Fälle, die nach einer einmaligen Impfdosis keinen Impfschutz entwickeln und Babys unter elf Monaten. Anders sieht es zum Beispiel in Finnland, Schweden und den Niederlanden aus. Dort ist die Impfrate sehr hoch und die Masernmorbidität entsprechend niedrig. Dem Prinzip der Herdenimmunität zufolge müssen 95 Prozent einer Bevölkerung geimpft sein, um auch die übrigen fünf Prozent, die nicht geimpft werden können, zu schützen. In der Praxis bedeutet das, dass 95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland (und möglichst auch aller anderen europäischen Staaten) zwei Impfeinheiten erhalten müssen, um das Masernvirus bei seiner Ausbreitung zu stoppen. Warum gelingt das nicht?

Unzureichende Impfquote in Europa

Von größeren Masernausbrüchen in Deutschland waren im Jahr 2010 eine Landesunterkunft für Asylsuchende in Schleswig-Holstein, und 2011 eine Waldorfschule in Baden-Württemberg und eine Schule in Berlin-Reinickendorf nach einer Hortreise betroffen. Alle Erkrankten waren entweder nicht geimpft oder hatten einen unklaren Impfstatuts. Von einer generellen Impfmüdigkeit spricht Susanne Glasmacher vom RKI dennoch nicht, wenn es um die Masern- bzw. die häufig verabreichte Mumps-Masern-Röteln (MMR) Kombinationsimpfung geht. „Auch wenn die Impfquote in Deutschland noch nicht ausreichend ist, steigt sie bei den Schulanfängern doch kontinuierlich an“, so Glasmacher.

Warum die Impfquote in Europa immer noch nicht ausreicht, um die Masern in die Geschichtsbücher zu verbannen, liegt möglicherweise gar nicht am bewussten Verzicht mancher Menschen auf eine Impfung. Einige Europäer vergessen sie schlicht. Andere wiederum entscheiden sich bewusst gegen eine Impfung. Die Gründe können weltanschaulicher oder religiöser Natur sein, oder einfach die Angst vor Nebenwirkungen wie kurzen, starken Fieberschüben, vorübergehenden Hautausschlägen oder seltenen allergischen Reaktionen. Auch die Befürchtung gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Impfstoffstabilisatoren – meist Derivate von Aluminium oder Quecksilber – davonzutragen, ist ein Grund für einige Menschen, sich nicht impfen zu lassen. Pierluigi Lupalco vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten hält diese Angst für unbegründet: “Die Impfstoffe, die wir heute in Europa benutzen, also die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln, enthalten weder Quecksilber noch Aluminium.“

Körperverletzung?

Michael Friedl, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Heidelberg und außerdem Vorsitzender des Vereins Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., steht Impfstoffen trotzdem skeptisch gegenüber. Für ihn sind sie grundsätzlich „Fremdstoffe, giftige Substanzen, deren Wirkungen und Nebenwirkungen in keiner Weise gut untersucht sind.“ Stoffe mit unklaren Langzeitwirkungen würden den Kindern bei Impfungen „unter die Haut gejubelt“, so Friedl im Dezember 2011 im Interview mit dem SWR. In der Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg: Impfpflicht ja oder nein“ bezeichnete er Impfungen sogar als „Körperverletzung an Kindern“. Dem kann Dr. Günter Pfaff, Epidemiologie am Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg, nicht zustimmen. „Ein Impfstoff, der nicht ausgiebig erprobt ist, hätte überhaupt keine Chance auf den Markt zu kommen“, so Pfaff.

Auch ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Autismus und der MMR-Impfung hält sich hartnäckig im Lager der Impfgegner. Der Engländer Andrew Wakefield hatte 1998 derartige Zusammenhänge im renommierten Journal „Lancet“ veröffentlicht. Obwohl seine Forschungsergebnisse schon sehr viel früher widerlegt wurden, revidierte „Lancet“ den Artikel erst 12 Jahre später. 2011 berichtete das Deutsche Ärzteblatt, dass Wakefield seine Daten offenbar gefälscht hatte.

Impfen zum Schutz der Kleinsten?

Dr. Harald Rickert, Kinderarzt in Besigheim bei Stuttgart, ist ein Verfechter der Impfmedizin. „Kaum ein Fortschritt hat so viele Menschenleben gerettet wie die Impfmedizin in den letzten 50 Jahren“, begründet Dr. Rickert seine Haltung. Zu seinen Patienten gehört auch der inzwischen 18-jährige Max, der mit einem halben Jahr an Masern erkrankte. Zunächst schien er die Krankheit gut überstanden zu haben, doch mit 10 Jahren litt der Junge vermehrt an Gedächtnisstörungen und motorischen Einschränkungen. Einige Monate nach dem ersten Auftreten dieser Symptome fiel Max, wahrscheinlich ausgelöst durch eine schwere Streptokokkeninfektion, in ein Wachkoma. Sein Kinderarzt, Dr. Rickert, spricht sich sogar für eine Impfpflicht für alle Kinder aus, die einen Kindergarten besuchen: „Säuglinge unter einem Jahr sind darauf angewiesen, von keinem anderen angesteckt zu werden“ begründet er seine Forderung. Nur bei einer vollständigen Durchimpfung von Kindern, die öffentliche Betreuungseinrichtungen besuchen, sei ein Schutz der Kleinsten vor Masern möglich.

Das sehen Impfkritiker ganz anders. Dass Kinder unter 11 Monaten überhaupt an Masern erkranken können, ist für Friedl gerade eine Folge von Impfungen. Vor Einführung der Masernimpfung sei das Immunsystem der Mütter durch wilde Masernviren „derart geboostert worden, dass der Nestschutz von Säuglingen ausreichend war, um sie vor einer Erkrankung zu schützen“. Die Masernimpfung schwäche den Nestschutz der Säuglinge so sehr, dass es überhaupt erst zu Masernepidemien kommen könne. Für Friedl sind Masern, wie auch Windpocken, erst in den letzten Jahren zu einer bedrohlichen Krankheit umstilisiert worden. Wissenschaftliche Belege für diese Theorie präsentiert er jedoch nicht. Das Schicksal von Max ist für ihn ein „tragischer Einzelfall“.

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Medizin

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39 Kommentare:

Annette  Peter
Annette Peter

QNr.58 Andrea Kern
Liebe Frau Kern ! Endlich EINE Person, die zuhört und selbständig denkt. DANKE für Ihr Statement.

QNr.56,57 Simone Gahse
Liebe Frau Gahse !
Sie vergessen die vielen Leben, z.B. von immunsupprimierten Kindern, die durch Schutzimpfungen jeden Tag gerettet werden. Um das zu verstehen, müßten Sie bereit sein, sich vollständig mit der Materie auseinandersetzen.
Was sie schreiben, würde übertragen bedeuten: ein Kind wird überfahren, und man schafft das Auto fahren ab.
So geht es halt nicht.

#39 |
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Selbstst. Apothekerin

@ Annette Peter

Ich halte die “Abnahme der Boosterung durch Reduktion der “kreisenden Erregermenge”(aus ihrem Statement zitiert) auch für ein ernstzunehmendes Problem. Das könnte z.B. genauso die Windpockenimpfung betreffen, eine durchgemachte Erkrankung wird vielleicht nicht mehr lebenslangen Schutz bieten, auch steigt subjektiv empfunden die Häufigkeit von Gürtelrosen bei den Senioren. Beim Keuchhusten hat man das schon erkannt, schließlich gibt es die Auffrischung für die Kinder um die 10 Jahre, und auch die Erwachsenen werden ja jetzt aufgefrischt.

PS: Meine Tochter ist geimpft, die Kinder können noch so viele andere Krankheiten bekommen, da sollte man, was möglich ist, vermeiden.

#38 |
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Annette  Peter
Annette Peter

Ich bin immer noch enttäuscht, diesmal grundsätzlich. Von den Impfbefürwortern und -spezialisten nimmt keiner vernünftig Stellung zu der entscheidenden Frage bzgl. zurückgehender Boosterung (und Verschieben des Erkrankungsalters) durch (z.B. Masern-)Impfprogramme (wir erinnern uns: Boosterung ist Voraussetzung für den Erhalt der Erkrankungs- wie der Impfimmunität – und : Erwachsene erkranken meist gefährlicher an Masern als Kinder) bzw. zu der Frage, inwiefern diese durch Impfprogramme sich reduzierende “natürliche” Boosterung dann durch Nachimpfungen ersetzt werden müßte (ein solcher Boosterungsrückgang durch Abnahnme des zirkulierenden Erregerpools könnte vermehrte Masernfälle gerade in einem Land mit Impfpflicht erklären (ich habe allerdings nicht gefunden, dass in in Frankreich Masernimpfung Pflicht sein soll). Und die Impfgegner schießen jetzt, wie zu erwarten war, über das Ziel hinaus: keinen Nutzen durch Impfungen – uff. Eine solche Verallgemeinerung ist natürlich krass. Welcher 50-jährige kann sich nicht noch an frühere Polio-Spätschäden (meistens war es ein gelähmtes und zu kurzes Bein) bei Klassenkameraden oder damaligen Erwachsenen erinnern, also an eine Zeit, wo Reihen-Schluckimpfungen in den Schulen stattfanden, damit GERADE DIE GEFÄHRDETEN Kinder (Polio ist eine Schmierinfektion) sonst nicht sicher geimpft worden wären. Und jeder Tetanusfall, verursacht durch Nicht-Impfung, ist sicher genau ein Fall zu viel, sinnloser kann man nicht mal Autoverkehr sterben. Die Grippeimpfung ist für gefährdete Menschen ein wahrer Segen und steht uns nur zur Verfügung, weil andere jeden Winter vor uns erkranken (nämlich die Asiaten an der asiatischen Grippe) – DANKBARKEIT wäre hier angesagt, nicht nicht aggressive Polemik, die das Kind mit dem Bad ausschüttet.

#37 |
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Simone Gahse
Simone Gahse

Dass Sie als Arzt noch von sachlichen Disskussionen gesprochen haben wundert mich, denn jetzt werden Sie genau so beleidigend wie die meisten anderen Doktoren. Aber so ist das eben mit dem Raubtier welches sich in die Ecke gedrängt fühlt…. Davon habe ich schon genug erlebt im Laufe unserer Geschichte und ich muss Ihnen leider sagen, dass sich alle zusammen schämen sollten, denn keiner von denen wollte mir und meiner Tochter helfen. Jeder hat den anderen in seinem Tun gedeckt. 2008 hätte man meine Tochter sterben lassen, nur um nicht einräumen zu müssen, dass es Impfschäden gibt und lange nicht so selten, wie immer behauptet wird. Da gibt es genügend Informationen weltweit, von Personen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kreisen. Aber die lügen natürlich alle. Das einzig Ware sind die von der Pharmazie bezahlten Studien. und die Feldversuche von denen in den Zulassungsunterlagen des PEI die Rede ist. Ich habe diese Unterlagen bzw. Auszüge zu Hause.
Sie sollten sich vielleicht mal mit der Geschichte des Impfens befassen, bevor Sie andere angreifen.
Es gibt bis heute keinen Beweis, dass eine Impfung schützt. Es gibt von keinem Institut eine Nutzen-Lasten-Analyse. Und ganz ehrlich, die einzigen Selbstdarsteller, die ich kennen gelernt habe sind die Schulmediziner. Sicherlich nicht alle, es gibt dem Himmel sei Dank immer mehr die anfangen nachzudenken und dementsprechend in ihrer Praxis arbeiten. Aber letztlich waren sie es, die mir sagten, dass bei Nancy keine Ursache in ich weiß nicht wie vielen Untersuchungen einschließlich Genetik für die Behinderung zu finden sei. Und sich trotzdem noch in ihrer ganzen Arroganz, bis heute hinstellen und auf dem Mann herumhacken, der meiner Tochter das Leben rettete, der das getan hat wozu keiner der Mediziner 5 lange Jahre in der Lage war oder sein durfte…

#36 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

die kommentare erschrecken mich mehr als ein residual- oder impfopfer. sehr peinlich wie sich manch behinderter verhält, sie dürfen sich aussuchen wer gemeint ist, ich bin mir sicher es sind immer die andern.

#35 |
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Weitere medizinische Berufe

Verehrteste Frau Silke Huber-Röhring ¿ Sie haben mit Ihrem, meiner Meinung nach fundamentalen, Beitrag eine Lawine losgetreten die beweist: nicht jeder Akademiker ist notgedrungen auch ein weiser Schopf ¿ oh nein ¿ es gibt, wie man sieht, auch unter den Doktoren unhöfliche, arrogante Rechthaber die, weil es an Beweisen mangelt, lieber mit asozialen Angriffen aufwarten. Ich bin kein Akademiker, habe dennoch Ihren Beitrag zu lesen und zu verstehen vermocht, pflichte Ihnen voll und ganz zu. Machen Sie weiter so! Alles Gute ¿ und meinen Respekt, den ich einigen der hochstudierten Kritiker hier leider verweigern muß.

#34 |
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Tierheilpraktikerin

Und doch ist es genauso gekommen, wie erwartet: es wird nicht richtig gelesen -> ich habe eigentlich mit keinem Wort gesagt, daß ich genereller Impfgegner bin ! Ich habe es lediglich “gewagt” Fragen zu stellen, aber das scheint schon zu viel zu sein.
Es finden bei diesem Thema in der Regel immer fast ausschließlich sehr primitive Angriffe statt, die mit einer konstruktiven Disskussion herzlich wenig zu tun haben. Leider !
Übrigens habe ich die meisten Angriffe hier wieder mal von den Impfbefürwortern gesehen, was merkwürdiger Weise auch bei allen anderen diesbezüglichen Gesprächsrunden der Fall ist.
Es ist müßig alle Punkte mittels Zitaten meines ersten Kommentars nochmal klarzustellen; letztendlich habe ich in Deutsch geschrieben und jeder kann, vorrausgesetzt er liest es in Ruhe durch, klar verstehen, WAS ich wirklich geschrieben habe.

Solange, wie derartige am Thema vorbei gehende Hetzkampanien laufen, solange wird sich hier auch nichts ändern.
Mir wird bei diesen Gelegenheiten immer klar, wieso es solange Hexenverbrennungen geben konnte………..

Eins noch: “Nur” weil in meinem Profil steht, daß ich Tierheilpraktikerin bin und nicht promovierte Ärztin, heisst es nicht, daß ich nicht vielleicht doch auch studiert habe, vielleicht ja sogar Medizin???? Aber unter anderem diese elitäre Haltung, die hier sehr deutlich wird, kann ohne Probleme davon überzeugen, daß man einen Dr.-Titel nicht braucht, oder?
Alles auch “nur” Fragen und auch hier wird sicherlich wieder nicht richtig gelesen werden. Sicherlich wird es auch hier wieder Angriffe geben, doch für mich ist es nun auch gut.

Ich wollte zum Nachdenken anregen, habe eigentlich “nur” den Artikel, den ich recht interessant finde, kommentiert und wurde auf sehr niedrigem Niveau von Ärzten und anderen “Elite-Angehörigen” (denn nur wer Medizin oder Toxikologie oder Biochemie, usw. studiert hat weiß wirklich alles und hat überhaupt das Recht Fragen zu stellen) unnötiger Weise angegriffen und das, ohne das jene wirklich richtig meinen Kommentar gelesen haben.

Schade, aber ich übe meinen Beruf weiterhin optimistisch und erfolgreich aus und werde auch weiterhin Fragen stellen, wenns denn Recht ist.
Allen eine gute Zeit und freundliche Grüße :-)

#33 |
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Anna Nietzschmann
Anna Nietzschmann

Liebe Frau Gahse,
es tut mir wirklich sehr leid, was Ihrem Kind passiert ist und natürlich haben Sie recht, dass es bei einer Impschädigung zu einer Entschädigung kommen muss. Siehe dazu auch den sehr guten Kommentar von Dr. Hagen #39. Warum man sein Kind trotzdem zum Wohl der Allgemeinheit impfen lassen sollte? Weil es – nur als EIN Beispiel – bei nur einem von einer Million Kindern zu einer Hirnentzündung nach MMR-Impfung kommt, aber bei 250 von 1 Million Kindern kommt es zu einer Hirnentzündung bei Masernerkrankung. Es gab übrigens am 30. Oktober 2007 eine sehr gute Quarks&Co Sendung zu diesem Thema: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/1030/001_impfung.jsp

#32 |
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Dr. med. vet. Burghard Junghans
Dr. med. vet. Burghard Junghans

Neben der Polemik mal ein sachliche Frage an alle Befürworter der Impfpflicht:

Wie kann es in Frankreich, einem Land mit Impfpflicht !!!, zu 15.000 Masernfällen kommen?

#31 |
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Anna Nietzschmann
Anna Nietzschmann

Ein aufgeladenes Thema, ich denke vor allem deshalb, weil es eben gerade nicht “jeder für sich” entscheiden kann. Eltern entscheiden für Ihre Kinder und müssen schlimmsten Falls immer die Schuld auf sich nehmen, sei es eine Impfschädigung oder eine Schädigung aufgrund fehlender Impfung. Insofern gehe ich bis dahin mit Nr. 13, dass eine ausführliche und individuelle Beratung wichtig ist. Noch wichtiger finde ich aber den Aspekt, der auch schon angesprochen wurde, dass man immer auch eine Entscheidung mit Auswirkung auf die Allgemeinheit trifft. Unser unter einjähriger Sohn wird in der Familie betreut und ist nicht gestillt. -@13 nein, nicht aus Bequemlichkeit, obwohl das bei allen immer sofort die erste Vermutung ist, sondern aus gesundheitlichen Gründen.- Aber der 4-jährige, geimpfte Sohn geht in den Kindergarten. Und natürlich bleibt der kleine Mittags nicht alleine zu Hause, sondern holt den großen mit ab. Und wird umarmt und geknuddelt und lieb gehabt von allen Kindergartenkindern. Und das ist auch gut so – solange bitte alle geimpft sind! Dieser Punkt wird mir von den Impfkritikern bzw. in der Beratung ehrlich gesagt zu häufig unterschlagen. Denn diese Eltern tragen dann nicht nur die Verantwortung, wenn ihre eigenen Kinder krank werden…

#30 |
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(30, 31) Sie kennen diesen Mann (23) als jungen Wissenschaftler und glauben einen überschießenden Idealismus zu sehen? Der Beitrag (23) ist Polemik gemischt mit populistischer Stimmungsmache. Herr Walther redet einer patientseitig wachsenden Dienstleistungsmentalität sowie einer Ich-Tu-Das-Nur-Bei-Null-Risiko-Einstellung das Wort.

Frau M.-K., jemandem Ängste nehmen, hieße im Extremfall lügen; hier geht es auch um BESTÄTIGUNG von Ängsten im Rahmen sachlicher Aufklärung zur abwägenden Entscheidungsfindung. Ein Mensch soll in die Lage versetzt werden, auch mit dem Wissen von Risiken und der Angst vor Unbekanntem eine Entscheidung pro Impfung zu treffen. (Das sind übringens alle Entscheidungen im wirklichen Leben.) Das impliziert ein partnerschaftliches Verhältnis Therapeut-Patient und nicht den Omnipotenz-Anspruch mancher Mediziner des letzten Jahrhunderts, dem Herr Walther damit wieder indirekt das Wort redet.

#29 |
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Annette  Peter
Annette Peter

@9 @14(Valerie Smith)
Ich bin ein bißchen enttäuscht – Sie präsentieren sich als sehr präzise denkene und argumentierende Wissenschaftlerin, aber Sie lesen Kommentare, die Sie beantworten, nicht richtig durch: Sie schreiben in Nr. 9 “Frau Peter, Sie wissen doch hoffentlich, dass die Pocken ausgerottet sind” – bitte schauen Sie in meinen Text (Nr. 8 Zeile 14 und 15), den Sie beantwortet haben, da weise ich genau darauf hin.
Und interessant finde ich Ihre Aussage in Nr.14: “Autismus, der durch Impfungen entsteht, ist noch nicht eindeutig bewiesen” – uff. Ich versuche mir eine solche Aussage vorzustellen im Zusammenhang mit der Diskussion um eine sog. alternative oder paramedizinische Behandlungsmethode: “Es ist noch nicht vollständig bewiesen, ob bestimmte Homöopathika zu Autismus führen.” Ein AUFSCHREI würde durch die schulmedizinischen (nota bene: ich arbeite selbst SEHR schuldmedizinisch, aber deshalb bin ich nicht auf dem anderen Auge blind) Reihen gehen, dass beim geringsten Verdacht, dass eine Behandlungsmethode einen solchen Schaden anrichten könnte, diese sofort verboten werden müßte ….
Wenn Sie sich als Toxikologin da so vorsichtig ausdrücken, (Sie haben NICHT gesagt: “was für ein kompletter Unsinn, Autismus als Impfschaden ist in den und den STudien hundertfach widerlegt”), frage ich mich jetzt, was da dran ist; und ich bin schockiert, dass Sie dem Vater eines potentiell betroffenen Kindes diesen Satz so – entschuldigen Sie bitte, aber ich empfinde es o – so kaltschnäuzig entgegenhalten.
In der Grundschule mußte ich erleben, wie eine Klassenkameraden nach einer mißlungenen Pockenschutzimpfung aus unserer Schule verschwand, Grund: geistige Behinderung nach Enzephalitis nach einer Pockenschutzimpfung. ABER: Keiner wird am Sinn der Pockenschutzimpfung Zweifel (gehabt) haben, denn POCKEN ist etwas anderes als Masern, da leuchten staatliche Vorgaben ein; TETANUS ist etwas anderes als Masern; POLIO ist etwas anderes als Masern. An Masern stirbt man ganz vorrangig in der dritten Welt, das habe ich in tropenmedizinischen Kursen gelernt, also dort, wo die Hygiene und die Ernährungslage und die medizinsiche Versorgung schlecht ist. Und was wir alle wußten, solange es noch keine Masernschutzimpfung gab: Masern werden immer gefährlicher, je älter der Infizierte ist. Durch Impfprogramme wird das Erkrankungsalter in der ersten Welt hinausgeschoben, und die DANN auftretenden Masern sind eben umso gefährlicher.
Wie in meiner ersten STellungnahme erwähnt: ich habe auch ein Kind in meiner Laufbahn mit geisteriger Behinderung wg. MASERN-Enzephalitis (war nicht geimpft) gesehen, und bin daher sicherlich nicht gegen solche Impfungen. Aber DIE Bedeutung, die hier in manchen Kommentaren der Impfung für die Bevölkerungsgesundheit beigemessen wird (im Vergleich zu anderen Faktoren wie Hygiene, guter Ernährungsstatus etc), erscheint mir überzogen. Zumal zu einer Infektion immer 2 gehören: der Erreger UND der Wirt. Kann sich der Wirt grundsätzlich gesund halten, wird er auch leichter mit einem Erreger fertig. Bevor wir zu heulen anfangen, dass unsere armen deutschen Kinderlein nicht alle der Schutzimpf-Nadel zugeführt werden, sollte es uns interessieren, wieviele deutsche Kinder inzwischen in Armut (und daher in Dreck, schlechter Ernährung, schlechter sozialer Umgebung (DIE SCHWÄCHT AUCH), schlechter medizinischer Versorgung (arme Kinder gehen nicht so oft zu Vorsorgeuntersuchungen etc etc)leben.

#28 |
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Dr. Ezra Pierpaoli
Dr. Ezra Pierpaoli

Ich finde es schlimm wie emotionsgeladen und oft gehässig diese Diskussion um Impfen Pro und Contra wieder einmal ist.
Ansonsten teile ich Frau Dr. Haberstezer’s Meinung (Kommentar 13), dass dies eine individuelle Entscheidung der Eltern, zusammen mit ihrem Arzt sein sollte.

#27 |
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Medizinphysiker

@32
Zwei tote Kinder innerhalb von ca. 10 Jahren sind zwei zu viel, aber doch von der reelativen Zahl her recht wenige.
Ich hab leider keine Statistik zu Impfschäden durch die Tetanus-Impfung gefunden, wäre interessant zu wissen, ob und wieviel dadurch möglicherweise auch Schaden erleiden oder sogar sterben.
Aber die Zahlen könnte man ja dann auch nicht vergleichen, weil die Anzahl der letalen Ausgänge (falls überhaupt nicht mehr geimpft würde), sicher erheblich steigen würde.
Nach alledem lasse ich mich impfen, es ist ja jedem seine eigene Entscheidung. Schwieriger ist es bei Kindern, die können es noch nicht entscheiden. Trotzdem sind meine geimpft worden.

#26 |
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@18
Ja, zwei, leider jeweils mit tödlichem Ausgang nach Bagatellverletzungen; so geschehen in Deutschland 1981 und ~1988. Fall 1 war eine kleine Fingerverletzung beim Blumenumtopfen, Fall 2 ein kleiner Schnitt mit einem Messer beim Abziehen des Fells eines Hasen.

#25 |
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Frau Elvira Graf
Frau Elvira Graf

nun möchte auch ich meinen (honöopatische) Senf dazugeben. Wie mit vielem auf dem pharmaindustriellen Markt sind auch Impfungen nicht immer segensreich, nicht alle aber einige sind genau zu hinterfragen. Sicher haben Impfungen ihre Daseinsberechtigung aber nicht immer und ausschließlich!!!Leider habe ich von beiden Lagern sehr viel unmögliches lesen müssen, da ist von Dummschwätzern die Rede oder ignoranten Impfgegnern ( Ärztelager ) oder von großer Gefahr an Leib und Seele ( eher meine Sparte ). Dann denke ich , ich bin da in einer Grauzone, denn einige Impfungen sind absolut notwendig – andere eben nicht bzw. zu wenig erforscht oder von der Pharmamafia verhökert.
….und lieber Herr Arsinakis; traue keiner Studie , die du nicht selbst gefälscht hast….

#24 |
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Sehr geehrter Herr Dipl. Biol. Thorsten Walter (23), Sie lassen dieses “Formular” sicher in adäquater Form auch jeden Apotheker unterschreiben, der Ihnen Aspirin verkauft!?
Für dieses Thema ist Sensibilität gefragt und nicht arrogante Dummheit, die Bedingungen stellt, die, praktisch unerfüllbar, zum Rückzug des Gegenübers führen müssen, was wiederum als eigener Sieg gewertet wird.
Woher beziehen Sie eigentlich Ihr Trinkwasser, Ihr Brot, Ihr Gemüse … und alles gegen Unterschrift? Sie tun mir leid!

#23 |
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PD Dr. Hartmut Grimm
PD Dr. Hartmut Grimm

…nicht mehr schwätzen –> lesen –> denken –> impfen!!!!

#22 |
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Medizinphysiker

Seit 2000 werden Tetanusfälle nicht mehr gemeldet. 2000 gab es 4(!) Fälle in der Bundesrepublik bzw. wurden gemeldet, 25% aller Fälle können tödlich enden, also potentiell 1 Toter im Jahr.
Ich kann das nicht beurteilen, vielleicht hängt es ja mit dem Impfen zusammen?
In den Entwicklungsländern sieht es anders aus, aber dort haben die sichern keinen Impfstoff.

#21 |
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Heilpraktikerin

Lieber Herr Dipl. Biol. Thorsten Walter, falls Sie einen Arzt finden, der DAS unterschreibt, dann geben Sie mir bitte seine Adresse! DAS wäre dann wirklich ein Arzt, dem man zu 100% vertrauen kann und er dann tatsächlich hinter dem steht, was er macht :-)

#20 |
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Dipl. Biol. Thorsten Walter
Dipl. Biol. Thorsten Walter

Sobald auch nur ein Arzt bereit ist, mir diese ärztliche Impferklärung zu unterschreiben, bin ich bereit, mir Impfstoffe injizieren zu lassen. Ansonsten ist und bleibt es Körperverletzung.

Ärztliche Impferklärung

Ich, der unterzeichnete Arzt, erkläre verbindlich, dass der Impfstoff ….
(genauer Name des Impfstoffes und des Herstellers),
als Vorbeugung gegen folgende Erkrankung(en) gegeben wird:
1. ¿¿
2. ¿¿
3. ¿¿
4. ¿¿
5. ¿¿
und aus folgenden Inhaltsstoffen besteht:
1. ¿¿
2. ¿¿
3. ¿¿
4. ¿¿
5. ¿¿
Ich erkläre, dass dieser Impfstoff frei von Verschmutzungen irgendwelcher Art ist.
Diesen Impfstoff verabreichte ich heute an:
Vorname, Name ¿¿
PLZ, Wohnort ¿¿
Geburtsdatum ¿¿
Zum Zeitpunkt der Impfung war der zu Impfende gesund, wovon ich mich durch eine ausführliche Untersuchung überzeugt habe. Ich versichere, dass er vor der Impfung keinerlei Krämpfe oder sonstige neurologischen Störungen oder Allergien hatte. Ich versichere, dass der verabreichte Impfstoff völlig ungefährlich für Leben und die Gesundheit des Geimpften ist und keine direkten oder indirekten Schäden oder Folgekrankheiten verursachen wird, wie beispielsweise Lähmungen, Gehirnschäden, Blindheit, Tuberkulose, Krebs an der Impfstelle oder anderen Orten, Nierenschäden, Leberentzüdungen, Diabetes usw., mit oder ohne Todesfolge. Ich versichere weiter, dass der verabreichte Impfstoff mindestens ¿¿¿¿¿¿¿ Jahre lang die Krankheit verhütet, gegen die er gegeben wird. Sollte die Krankheit, gegen die geimpft wurde, dennoch in dieser Zeit auftreten, so werde ich dafür freiwillig und ohne vorherigen gerichtlichen Prozess vollumfänglich für den entstandenen Schaden aufkommen. Wenn irgend ein physischer oder psychischer Schaden durch die heutige Impfung entsteht, verpflichte ich mich, dem Impfgeschädigten oder dessen Familie oder Angehörigen gegenüber, ohne jegliche Verzögerung oder Anrufung eines Gerichts, vollumfänglich für den Schaden aufzukommen. Vor der Impfung wurden der zu Impfende oder dessen Verantwortliche wie Eltern, Vormund ¿ usw. ¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿ genauestens über die Zusammensetzung des Impfstoffes, aller möglichen Nebenwirkungen und unter Aushändigung des zum Impfstoff gehörenden Beipackzettels informiert.
Ort ¿¿ den, ¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿
Name und rechtsverbindliche Unterschrift des Arztes, Stempel

#19 |
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Dr. Stefan Burike
Dr. Stefan Burike

Mein selbstverständlich korrekt geimpfter Hund infizierte sich vor einigen Jahren an einem aus Spanien importierten staupekranken Hund in meiner Praxis und überlebte knapp.
Das Canine Staupevirus ist ein Morbillivirus aus der Unterfamilie der Paramyxovirinae. Es ist eng verwandt mit dem Masernvirus des Menschen.
Ich hoffe, dass bleibt meinen selbstverständlich geimpften Kindern erspart!
Häufig bringen Impfungen mit korrekt durchgeführter Boosterung leider keinen ausreichenden Impfschutz wie es sich leicht mittels Antikörpertitertest nachweisen lässt. Also lieber mehr impfen als gar nicht impfen!
Mir ist die Ignoranz dieser Nichtimpfenden ein Rätsel.

#18 |
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Rettungsassistent

Impfen ist nicht gleich Impfen. Tetanus tötet, daher wird jedem ohne groß zu fragen bei einem unklaren Impfstatus sofort eine neue Schutzimpfung verpasst. grippe eher selten, also werden eher Risikopatienten geimpft. Und wenn wir an Polio denken, kann man der Medizin (und auf keinen Fall Gott) nur auf Knien danken, dass es Impfungen gibt.
ca. 90% aller Argumente, die ich bislang gegen eine Measernimpfung gehört habe, gelten als wiederlegt oder von vornherein nicht als realistisch.
Auch wenn die Impfbefürworter sich gefallen lassen müssen, dass manche Studie nicht ganz sicher unabhängig durchgeführt wurde, so gibt es von dieser Seite wenigstens eine Menge Studien. Und diese fehlen mir bislang von den Impfgegnern. Die erstaunlicherweise häufig aus dem Lager der Homöopathen kommen und sowieso den Sinn von Studien nicht anerkennen wollen.

#17 |
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@ Silke HUber-Röhring gerichtet

#16 |
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Haben Sie schon mal z.B. eine Polio-Epidemie wie 1958 in Argentinien am eigenen Leibe erlebt? Dan werden Sie endlich begreifen was es für Segen ist ein Impfstoff zu haben ( damals Salk -Impfstoff) Sie Dummschwätzer

#15 |
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Medizinphysiker

@14
mich würde rein aus Neugier interessieren, ob jemandem aus dem Kreis der Leser hier ein Fall von Wundstarkrampf jemals untergekommen ist, die Durchimpfung auf diesem Gebiet dürfte wohl eher lückenhaft sein. Wie gesagt, reine Neugier von mir und ohne Bewertung der Impfungen an sich!
Danke!

#14 |
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Christiane  Lücker
Christiane Lücker

Ich finde es mehr als befremdlich, das absolute Medizinlaien, wie es nun einmal die meisten Menschen sind, beim Thema Impfen auf einmal- ohne weitere Bildung-zu großen Experten werden. Da laufen zu 99 % rein ideologisch- emotionale Diskussionen und Überlegungen, mit Wissen oder Wissenschaft hat das rein garnichts zu tuen.

Ich bin ganz klar für impfen- ich möchte nicht ,das mein oder andere Kinder an MMR, Pocken, Tetanus , Polio oder anderen vermeidbaren Krankheiten erkranken oder versterben.
Für mich ist nicht – impfen – lassen mit all den Folgen Körperverletzung!

Autismus ist – nach neuesten Studien- ich verweise hier auf einen Artikel auf doc check vor einigen Wochen- überproportional häufig bei alten Eltern.

#13 |
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Gunther Hanke
Gunther Hanke

Die Unsachlichkeit und persönliche Agressivität (zu) vieler Kommentare auf dieser Seite, von Menschen, die sich zur “heilenden” Zunft zählen, halte ich für eine größere Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung als die diskutierte Impfmüdigkeit.

#12 |
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Ärztin

Habe gerade unter KOPP Online einen interessanten Artikel gelesen über v.a. langjährige Fälschung von Testergebnissen für Mumps-Impfstoff in den USA…..mit den entsprechenden Folgen…

#11 |
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Toxikologin

@Herr Berger. Autismus der durch Impfungen entsteht ist noch nicht eindeutig bewiesen. Ausserdem ist es nicht an der Tagesordnung dass Autismus durch Impfungen entsteht. Aber wahrscheinlich wissen Sie das nicht weil Sie sich wahrscheinlich nicht mit fachwissenschaftlicher Literatur beschaeftigen. Ich kann nur hoffen dass Sie NIEMALS einen Patienten betreuen mussen der durch eigenes Verschulden oder das seiner Eltern an Wundstarrkrampf dahin siecht – und alles nur wegen keiner Tetanusimpfung! Allergische Reaktionen oder andere Probleme die durch Impfung entstehen sind nicht die Norm und relativ selten. Wenn Sie vor Impfungen Angst haben, dann bitte steigen Sie in kein Auto mehr ein, laufen Sie nur noch zu Fuss, denn die Gefahr dass Sie an einem Autounfall ums Leben kommen oder zum Krueppel werden ist bei Weiterem hoeher als durch eine Impfung! Ich muss da “Hundebesitzer” -d.h. #7- beipflichten dass Leute wie Sie mental im 13. Jahrhundert verharren. Eignetlich sollten Leute wie Sie gar nicht erst auf solch ein Forum gehen, denn ich bezweifle dass Sie den akademischen Grad haben der Ihnen ermoeglicht die zum Thema relevante Fachliteratur akkurat zu interpretieren und zu bewerten. Und kommen Sie mir nicht mit so einem Bangemacher wie “Impfen – Das Geschaeft mit der Angst,” was wahrscheinlich von einem deutschen Autor geschrieben sein muss, denn im Bangemachen sind die Deutschen die Weltmeister! BOOH-HOO I’m scared!!!!

#10 |
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Impfen oder nicht ist eine individuelle Entscheidung der Eltern. Es ist eine sehr einfache Haltung, sich gegen oder für das Impfen auszusprechen. Viele Familien heutzutage haben die Vorstellung, das ein Säugling unter einem Jahr überhaupt fremd betreut werden kann ohne davon bleibende Schäden zu tragen. Kinder werden aus den Gründen der Bequemlichkeit nicht mehr gestillt und haben überhaupt keinen Nestschutz. Man kann so eine Welt als Arzt nicht umkrempeln, also versucht man sein Bestes, indem man seine Patienten individuell berät. Dazu sollte sich jeder Kollege die wenigen unabhängigen Studien zu den Impfungen vornehmen und dann mit dem Patienten zusammen eine Entscheidung treffen, die auf seine Lebenssituation passt. Solche Studien gibt es und es gibt auch eigene ärztliche Erfahrung. Wir sind aus meiner Sicht keine Herde, also was haben wir mit der Herdenimmunität zu tun?! Was ist schlimmer: Autismus, SSPE oder Angst vor dem allem? Glauben Sie, Sie können es als Arzt entscheiden? Ich finde es gut, dass immer mehr Menschen sich mit dem Thema befassen.

#9 |
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Dr. Christoph Truckenbrodt
Dr. Christoph Truckenbrodt

Frau Huber-Hörig,
sie werfen nur Gemeinplätze in den Raum, die alle nicht bewiesen sind, wie immer bei den Propheten aus Ihrer Ecke. Und wie immer, ist die Pharmaindustrie an allem Unglück (Krankheit) schuld.

#8 |
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Toxikologin

@Frau Peter. Sie wissen doch hoffentlich dass Pocken oder Variola, dank des Impf- und Bekaempfungsprogrammes der WHO fast ausgemerzt werden konnte; jedoch, kann es moeglich sein dass es irgendwo in dieser Welt noch zu Pockeninfektionen kommen kann obwohl die Wahrscheinlichkeit eher gering ist (was Krankheiten anbetrifft, sag nie “nie.”). Ich denke nicht dass es irgendwelche Pockenexperimente in militaerischen Geheimlabors gibt, aber nun gut, kann man nie 100%-ig wissen, denke aber in USA eher nicht (vielleicht China, Russland, oder in den Nahost Laendern eher) und in Deutschland wahrscheinlich auch nicht.

Was ich unangenehm finde ist wenn ich ansehen muss wie Kinder die durch die Torheit ihrer Eltern nie geimpft wurden und hinter her ernsthafte Schaeden trugen. Gefaehrlich finde ich es insbesondere wenn Laien durch ihr mangelndes Wissen andere Menschen eventuell gefaehrden indem sie diese mit ihren falschen oder nicht existierenden Wissens eines Besseren belehren wollen. Das ist ganz gefaehrlich und man darf als Mediziner oder Biowissenschaftler diesen Leuten nicht beipflichten oder das als harmlos abstufen was diese sagen.

#7 |
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Annette  Peter
Annette Peter

Früher war man gegen Masern (Mumps, Röteln) geschützt, nachdem man sie einmal durchgemacht hatte, UND ZWAR DESHALB, WEIL es den Effekt der Boosterung gab: Der Schutz, so habe ich in Mikrobiologie gelernt, beruhte auf regelmäßiger Boosterung, d.h. weil der Körper immer wieder mit (Masern-)Erregern in Kontakt kam, konnte er seine Immunität aufrecht erhalten (Stichwort Gedächtniszellen). In einem der oberen Kommentare wird nachlassende Impf-/Erkrankungsimmunität als EIN Faktor für Eintritt einer Maserninfektion genannt.
Das Impfen bringt letztlich nur etwas, wenn der Erreger ausgerottet wird – oder wenn Boosterung durch konsequente Nachimpfungen auch im Erwachsenenalter gewährleistet ist. Falls er irgendwann aus welchem Grund auch immer ein angeblich ausgerotteter Erreger doch nochmal auftaucht, trifft er auf optimale Verhältnisse: auf einen “abgelaufenen” Impfschutz bei einem Großteil der Bevölkerung. Fragt sich, ob sich die Impfkatze nicht doch noch in den Schwanz beißt. Damit habe ich jetzt nicht gesagt, dass ich Impfgegner bin. Die Pocken konnten auch ausgerottet werden (oder gibt es sie vielleicht doch noch in den Geheimlabors der Militärs?). Wer einmal einen Residualzustand nach Masernenzephalitits gesehen hat, der wird wahrscheinlich immer FÜR die Impfung sein. Dennoch denke ich, dass solche Dinge wie Abnahme der Boosterung durch Reduktion der “kreisenden Erregermenge” oder auch andere BEdenken gegen eine Durchimpfung der BEvölkerung sachlich diskutiert werden sollten.
Es sollte möglich sein, über möglicherweise gute Gründe FÜR Impfmüdigkeit zu diskutieren, ohne dass eine Kommentatorin oder ein Kommentator so abqualifiziert wird, wie dies hier geschehen ist. Es weht einem aus solchen Angriffen eine unsachliche, aggressive Emotionalität entgegen, die ich sehr unangenehm finde.

#6 |
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Toxikologin

@Frau Huber-Roehring. Es sind genau Leute wie Sie die mit ihrer Ignoranz die Gesundheit der Allgemeinheit bedrohen. Zu Ihrer Information, enthalten “live vaccines” z.B. MMR (zu welchem der Masernimpfstoff gehoert) KEIN Qecksilber oder Aluminium. Der Grund dafuer ist dass Quecksilber naemlich eine Stoerung der Wirksamkeit dieser Medikamente ausloesen koennte. Quecksilber (eigentlich ist sodium 2-ethylmercuriothio-benzoate das Praeparat in dem auch u.a. Quecksilber enthalten ist) ist heute nur noch in wenigen Impfstoffen enthalten, naemlich in denen die vor bakteriellen und fungalen Befall geschuetzt werden muessen. Was Sie auch wissen sollten, ist dass das in den Impfstoffen enthaltene Quecksilber nicht das schaedliche methylmercury (Methyl-Quecksilber) ist, sondern ethylmercury. Aus toxicologischer Sicht ist nur das methylmercury schaedlich, da es sich im Koerper ansammelt und dann u.a. neurologische Schaeden ausloest. Ethyl-Quecksilber (ethylmercury) staut sich NICHT im Koerper an und wird auch relative schnell verstoffwechselt; daher kann es keine schwerwiegende Schaeden im Mensch oder Tier anrichten. Bitte richten Sie keinen Schaden an der Oeffentlichkeit an indem Sie, als Tierheilpraktikerin und durch Ihr mangelndes Wissen, ihre Klienten von wichtigen und oftmals lebensrettenden (z.B. Tetanus) Impfungen abraten. Ueberlassen Sie die Evaluation und Beratung ueber diverse Gifte und Schadstoffe BITTE uns Toxikologen!

#5 |
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Masernelimination 2015 ?
Bei 82 Millionen Einwohnern hatten wir in Deutschland 1.600 Masernpatienten im letzten Jahr. Das waren nicht nur ungeimpfte Kinder, sondern auch Erwachsene mit nachlassender Impf- und Erkrankungsimmunität bzw. immunsupprimierte Kranke. Das ist dramatisch, gefährlich und unverantwortlich. Es hat aber auch mit unterentwickeltem öffentlichem und ärztlichem Bewusstsein zu tun.
In der Ärzte Zeitung wurde z. B. regelmäßig gefragt, “Wann haben Sie Ihren Grippeimpfstoff bestellt, bzw. wann bestellen Sie ihn?” Die gleiche Frage wird nicht nach Masern/Mumps/Röteln und Masern-Mérieux®- bzw. MMR-Vax®-Impfung gestellt.

Frankreich ist dagegen ein Hochrisikogebiet: Auf 62 Millionen Einwohner gab es 2011 insgesamt 15.000 Masernfälle. Der WHO wurden im letzten Jahr insgesamt 30.000 Masernfälle in der EU gemeldet (Quelle Süddeutsche Zeitung Nr. 137, S. 24 vom 16./17.6.2012, Autor Kai Kupferschmidt).

Also Asche auf unser Haupt! Aber nicht zu viel, denn das Großfeuer machen die Anderen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

#4 |
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Naturwissenschaftler

Hallo Frau Huber-Röhring,
gerne würde ich, vielleicht noch andere, mehr erfahren über die Nachweise von Fälschungen Robert Kochs.
Könnten Sie entsprechende fundierte Quellen zum Nachlesen zur Verfügung stellen?
Vielen Dank!

#3 |
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Man sollte mit Impfgegenern nicht versuchen sachlich zu verhandeln.
Es gibt keine Alternative der Immunabwehr besser zu helfen den Menschen vor schweren Schäden zu bewahren.(Punkt)

#2 |
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Tierheilpraktikerin

Um sagen zu können, ob Impfungen wirklich so segensreich sind, sollten zum einen die Daten berücksichtigt werden, die angeben, ab wann erst die Meldepflicht eingeführt wurde (denn dann relativieren sich die Aussagen sehr deutlich) und dann müsste es Vergleichsstudien zwischen Ungeimpften und geimpften Menschen/Kindern in diesem Fall geben. Diese gibt es nicht und auch nach mehrfachem Nachfragen sowohl beim RKI als auch beim PEI konnten dazu keine aussagekräftigen Zahlen vorgelegt werden.
Und, entgegen der Aussage von Herrn Pfaff, daß auch NICHT ausreichend geprüfte Impfstoffe sehr wohl “auf den Markt” kommen, zeigt zum einen die sog. Schweinegrippe und auch das Thema HPV. Wo war da die vorgeschriebene Prüfzeit? Es reicht nicht zu sagen, daß die einzelnen Impfstoffe bereits lange geprüft wurden, denn die Kombination ergibt einen neuen Wirkstoff-KOMPLEX und um dessen Wirkung geht es. Wie konnten in den Fällen einfach die Grunddaten zur Beurteilung wann etwas Pandemie oder Epidemie genannt werden kann, innerhalb so kurzer Zeit einfach mal eben zu Gunsten der Impfstoffe umgeändert werden?
Und wieso wird hier nicht auch die Prozentahl der Impfzwischenfälle und Spätfolgen genannt? Die Prozentzahl von 0,1% an der postinfektiösen Enzephalitis bei Masern zu erkranken würde sich dann SEHR deutlich ralativieren und was Aluminium und Quecksilber (sog. Adjuvantien in Impfstoffen) im menschlichen Gehirn anrichten ist ja mehr als ausgiebig untersucht und nachgewiesen. Ob wir hier auch “nur” 0,1% Risiko von Komplikationen zu befürchten haben?

Es wird Zeit nicht von zwei verschiedenen Lagern bei diesem Thema zu sprechen (das Lager der Impfgegner – das Lager der Impfbefürworter), denn es sollte um Tatsachen und entsprechenden Meinungs- und Erfahrungsaustausch gehen zum Wohle aller und dafür sind derartige Bezeichnungen wenig hilfreich.
Es geht nicht um die Disskutierenden, sondern um die Gesundheit und übrigens: Robert Koch hat nachweislich auch einige seiner “herrausragenden Entdeckungen” gefälscht und dennoch wurden/werden sie bis zum heutigen Tag NICHT wirklich korrigiert wiedergegeben !
Also, unseriöse Praktiken gibts es auf beiden “Seiten”, Anklage bringt uns nur absolut nicht weiter.

Wir brauchen wirklich unabhängige Instanzen, die Überprüfen und damit meine ich sicher nicht diejenigen, die Jahre lang bei bestimmten Pharmariesen angestellt waren und immer noch entsprechende Beziehungen zu diesen pflegen. Das ist sicher nicht “unabhängig”.

Und nun hoffe ich, daß hier nicht gleich wieder ein Angriff stattfindet, denn es geht mir sicher nicht darum, sondern, um möglichst viel Informationsaustausch, denn ausgelernt haben wir alles noch lange nicht, sehe ich jedenfalls so.

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