Genitalverstümmelung: Neue Lappenplastiken

30. April 2014
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In vielen Ländern gehören Genitalverstümmelungen an Frauen zum grausamen Ritual. Nun wurden medizinische Hilfen entwickelt: Im Gespräch mit DocCheck erläutert Privatdozent Dr. med. Dan mon O’Dey, welche Möglichkeiten es heute gibt.

Quelle: privat

Quelle: privat

O’Dey ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie und Leiter des neuen Zentrums für rekonstruktive Chirurgie weiblicher Geschlechtsmerkmale am Luisenhospital Aachen, wo er zum 1. Januar 2015 die Chefarztnachfolge der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie antreten wird.

Laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind etwa 125 Millionen Frauen in 29 Ländern von Genitalverstümmelungen betroffen. An der Spitze der negativen Weltrangliste steht Ägypten (27,2 Millionen Frauen), gefolgt von Äthiopien (23,8 Millionen), Nigeria (19,9 Millionen) und dem Sudan (12,1 Millionen). Rund 18.000 Betroffene leben Schätzungen zufolge in Deutschland. Sie alle mussten unterschiedliche Eingriffe ertragen.

In einer Stellungnahme unterscheidet die WHO vier verschiedene Arten von Genitalverstümmelungen. Beim Typ I erfolgt eine partielle oder komplette Entfernung der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut. Im Gegensatz dazu werden beim Typ II die Klitoris und die kleinen Schamlippen partiell oder komplett entfernt. Eine Exzision der großen Schamlippen kommt teilweise noch mit hinzu. Müssen Frauen zudem eine Verengung der vaginalen Öffnung mit bedeckendem, narbigem Hautverschluss durch das Entfernen, Zusammenheften oder Zusammennähen der kleinen und/oder großen Schamlippen über sich ergehen lassen, ist von Typ III die Rede (Infibulation). Und zu Typ IV zählen Mediziner alle anderen schädigenden Eingriffe, um weibliche Genitalien ohne medizinische Notwendigkeit zu verletzen: Einstechen, Durchbohren, Einschneiden, Ausschaben, Ausbrennen, Verätzen oder Dehnen.

Körperliche und seelische Gewalt

„Die Folgen der weiblichen Genitalbeschneidung sind komplex und nicht nur abhängig vom Schweregrad der Beschneidung“, weiß Dan mon O’Dey. Betroffenen Frauen wird körperliche und seelische Gewalt angetan — zum Teil von Vertrauenspersonen aus der eigenen Familie. O’Dey: „Blutungen und Infektionen können kurz- bis mittelfristig zum Tode führen.“ Langfristig kommt es zu Vernarbungen, vulvo-vaginalen Atresien, chronischen Schmerzen, Miktionsbeeinträchtigungen und Neuropathien. Und ab der Menarche steigt das Infektionsrisiko, weil Blut möglicherweise nicht richtig abfließt. Damit nicht genug: Durch Kohabitationen erleiden Frauen Zerreißungsschmerzen und Blutungen sowie septische Konstellationen. „Abgesehen von diesen größtenteils lebensbedrohlichen Konsequenzen führt das Unvermögen, einen sexuellen Höhepunkt zu erreichen, zu einem unerfüllten Sexualleben und zu einer gestörten sexuellen Entwicklung“, erklärt O’Dey. „Das spätere Bewusstwerden, gegen den freien Willen eine Genitalbeschneidung erlitten zu haben, hat massive psychische Probleme zur Folge, die in eine Identitätskrise münden können.“

Erfolge mit Lappenplastiken

Nun wurden medizinische Hilfen entwickelt: „Das Grundwerkzeug zur Rekonstruktion von Körperarealen ist die sogenannte Lappenplastik, auf Englisch flap genannt“, erklärt Dan mon O’Dey. Dabei wird ein gefäßgestieltes Hautareal von der Spenderregion zur Empfängerregion übertragen. „Fortschritte bei der Erforschung von Gefäßarchitekturen haben Einsatzmöglichkeiten für Lappenplastiken in den letzten Jahren erheblich gesteigert und auf sogenannte Perforatorlappenplastiken ausgeweitet.“ Gewebe, die ein definiertes Gefäß aufweisen, gelten als sicherste Varianten. O’Dey weiter: „Plastische Chirurgen sollten stets diejenige Lappenplastik wählen, welche das bestmögliche funktionelle und ästhetische Ergebnis verspricht.“ Rekonstruktive Prinzipien wie Gleiches mit Gleichem zu ersetzen, ästhetische Einheiten zu berücksichtigen und das Narbenbild zu reduzieren, stünden dabei im Vordergrund.

Erfolgreiche Rekonstruktion

Da bei Genitalverstümmelungen auch Gewebeverluste der Schamlippen respektive Vernarbungen auftreten, muss in schweren Fällen neues Material zugeführt werden. Zu diesem Zweck ist von O’Dey eine Perforatorlappenplastik namens aOAP (anterior Obturator Artery Perforator) flap entwickelt worden, die den “anatomischen Ansprüchen dieser Region weitestgehend gerecht wird“. Entsprechendes Gewebe stammt aus dem Sulcus genitofemoralis unmittelbar neben der Vulva. „Diese Region wurde zur form- und funktionsoptimierten Rekonstruktion der Vulva nach tumorchirurgischen Eingriffen eingehend untersucht und operativ neu erschlossen.“ Die aOAP-Lappenplastik spiegelt das Durchblutungsareal des Ramus anterior arteria obturatoria wider. Über diesen Weg läßt sich das äußere weibliche Genital als ästhetische und funktionelle Einheit rekonstruieren. Darüber hinaus wurden OD-Lappenplastiken (Omega-Domed flaps) entwickelt, um die Klitoris-Vorhaut wieder aufzubauen.

Hilfe für Tumorpatientinnen

Von entsprechenden Techniken profitieren auch Patientinnen mit vulvärer, intraepithelialer Neoplasie, mit Plattenepithelkarzinomen, mit Schleimhauterkrankungen (Lichen, Pemphigus) oder angeborenen Fehlbildungen (Labiensynechien). Bei tumorchirurgischen Exzisionen oder bei Exzisionen als Folge von Hauterkrankungen entstehen ausgedehnte Gewebedefekte der Vulva. Hier helfen entsprechende Rekonstruktionen. Das Ziel sei es stets, operativ ein Optimum an Form und Funktion zu erreichen, so O’Dey. Patientinnen will der plastische Chirurg damit ihre „körperliche Integrität und seelische Stabilität“ zurückgeben.

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58 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

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#58 |
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Ärztin

Good Bye, Vorhaut!
9. September 2008 von Erich Lederer

Ein kleiner Schnitt für ihn, ein großer Schritt für die Menschheit? In Afrika rettet das Skalpell am Präputium Millionen von Leben. Was dort gegen die Neuinfektion mit HIV hilft, ist in Deutschland heftig umstritten: ästhetischer Infektionsschutz oder Genitalverstümmelung?
Es ist einer der Eingriffe, die Chirurgen wohl weltweit am häufigsten praktizieren. Zudem ist es eine der ältesten Operationen, sie war schon im alten Ägypten gebräuchlich. Und es ist zur Zeit wohl die wirksamste Methode, die AIDS-Epidemie in Afrika einzudämmen. Selbst in hoch entwickelten Ländern verleiht die Zirkumzision Schutz gegen Geschlechtskrankheiten, Harnwegsinfektionen oder Peniskarzinom.
Mit oder ohne ihr Einverständnis haben rund um den Globus rund 670 Millionen Männer über 15 Jahren durch Zirkumzision ihre Vorhaut verloren, das ist fast jeder Dritte. Während die Rate in den USA oder Großbritannien zurückgeht, soll sie in Afrika nach Willen der WHO bald stark steigen. Denn der unverhüllte Penis verleiht Schutz gegen HIV. Drei große Studien in Südafrika im Jahr 2002 und in den folgenden Jahren in Uganda und Kenia wurden vorzeitig abgebrochen. Um rund 60 Prozent sank nach einer Interims-Analyse das Risiko, sich den tödlichen Virus einzufangen, Grund genug, die Unbeschnittenen nicht länger einer höheren Gefahr auszusetzen. Bertran Auvert, Autor der ersten Studie, schätzt, dass sich durch eine Beschneidung vor dem ersten Geschlechtsverkehr bis 2026 rund 6 Millionen AIDS-Tote in Afrika verhindern ließen.
Der Virus kommt durch ein Schlupfloch
Die Innenseite der Vorhaut ist allem Anschein nach das Schlupfloch, das der HI-Virus als Pforte ins Körperinnere nutzt. Sie enthält weniger Keratin als der Penisschaft oder die äußere Vorhaut. Die dort versammelten Langerhans’schen Immunzellen sind ein gefundenes Fressen für den Erreger. Daher dringt das WHO-Aktionsprogramm UNAIDS darauf, möglichst viele männliche Gefährdete zu beschneiden. Medizinisches Personal wird in Kenia für den Schnitt geschult, in Sambia wurden in den letzten Monaten rund 500 Männer operiert. Wo aber zum Beispiel die Beschneidung zum Initiationsritus bei Eingeborenenstämmen gehört, ist es schwierig, die Prozedur aus hygienischen Gründen in die Arztpraxis oder in die Klinik zu verlegen. Bei anderen Völkern fürchten die Männer durch die Vorhaut-Amputation eine Einschränkung ihrer Potenz. Außerdem müssen die Bereitwilligen wissen, dass die Beschneidung keine Versicherung gegen die Seuche ist und HIV weiter übertragen werden kann.
Wenn diese Prozedur nun so wirksam gegen Infektionen – nicht nur gegen HIV – ist, warum ging in Amerika die Quote in den letzten dreißig Jahren von 91 auf 79 Prozent zurück. Und warum sind in Deutschland nur rund 15 Prozent aller Jungen beschnitten? Die Anwendung des Skalpells am männlichen Geschlechtsorgan ist heftig umstritten. Der Psychologe Richard Goldman stellt gar einen Zusammenhang zwischen der hohen amerikanischen Kriminalitätsrate und dem frühkindlichen Schock beim Abschneiden eines Körperteils. Die deutsche Organisation Eurocirc argumentiert mit umfassendem Schutz bei verbesserter Ästhetik. Eine Gegenüberstellung von Argumenten beider Seiten publizierte vor kurzem das Canadian Urological Association Journal.
Ein Risiko gebannt, ein neues entsteht
Das Risiko von Peniskarzinomen liegt nach neuen Untersuchungen bei Unbeschnittenen zwanzig mal höher als bei Männern mit freigelegter Eichel. Auch die Entstehung von Genitalwarzen und damit das Risiko von Zervixkarzinomen bei der Frau ist bei intakter Vorhaut höher. So hat Israel die weltweit niedrigste Neuerkrankungsquote. Die Gegner argumentieren jedoch, das Risiko eines Peniskarzinoms würde von der Komplikationsrate bei Beschneidungen aufgehoben. Einen wirksamen Schutz gegen Infektionen biete wohl auch eine entsprechende Hygiene bei der Intimpflege. Dort wäre das Geld für unnötige Beschneidungen besser angelegt. Unbestritten ist, dass der Schnitt bei Phimosen nach dem ersten Lebensjahr zuweilen unumgänglich ist, auch wenn sich leichtere Formen der Vorhautverengung gut mit Steroiden behandeln lassen.
Eurocirc berichtet von zunehmend mehr Frauen, die sich an die Organisation wenden, um ihren Partner zur Operation zu überreden. Dennoch halten sich Berichte und Untersuchungen von verkümmertem Sexleben und neuen Höhepunkten die Waage. Eine zweijährige prospektive Studie, die vor kurzem das British Journal of Urology veröffentlichte, fand keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen.
Wenn die Kasse nicht zahlt
Einen eindeutigen ökonomisch-medizinischen Vorteil sehen Experten nur in Regionen, in denen sich HIV per heterosexuellem Kontakt ausbreitet. Die Kassen bezahlen also den Eingriff nur bei einer klaren Phimose-Indikation. In der Praxis findet sich jedoch trotz umstrittener Rechtslage meist ein Weg, um Wünschen von Eltern und Erwachsenen Männern entgegenzukommen. Viele Urologen sind vielmehr froh darüber, dass zum Beispiel Muslime ihre Söhne zum Arzt oder in die Klinik bringen, anstatt selber Hand ans Messer zu legen.
Mögen sich die Experten über die Beschneidung bei Jungen und Männern aus medizinischen und religiösen Gründen noch streiten, so sind sich alle Gruppen jedoch über eines einig: Bei Mädchen ist dieser Eingriff nichts anderes als eine unnötige und schmerzhafte Verstümmelung der Geschlechtsorgane. Und nach unbestätigten Angaben erleiden auch in Deutschland noch etwa 7.000 wehrlose Opfer dieses Schicksal.

#57 |
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Ärztin

@ Giese
Nein, unser Gast ist nicht Dipl.-Med. Matthias Junk, auch nicht Edward von Roy, er ist auch nicht der Chirurg und auch nicht Rita Süßenbach, Juristin. Diese Personen kennen sich gar nicht. Sie vertreten rein zufällig die gleiche Meinung, aus unterschiedlichen Fachrichtungen kommend, die Angelegenheit fachübergreifend aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtend, was der Meinung von Herrn Gast natürlich enorm Gewicht verleiht. International! Insbesondere die Juristin und der international agierende Herr von Roy (Edward, wahrscheinlich sogar von königlichem Geblüt) verleihen Herrn “Gasts” Haltung eine globale Bedeutung. Herr ” Gast ” hat schon einen großen Kreis von Mitstreitern und Anhängern, das darf man nicht unterschätzen!
Ich verneige mich vor so viel geballter Kompetenz.
Nach dem Lesen des Kommentares #52 kann ich die Vorsichtsmaßnahmen von Herrn “Gast” anonym bleiben zu wollen auch gut verstehen. Ich würde das an seiner Stelle auch so machen.

#56 |
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Gast
Gast

Geliebter Dr. med. Christoph S. Berwanger,

ich habe schon in meinem letzten Post klar dargelegt warum ich anonym bleiben möchte, man soll meine Argumente angreifen, nicht meine Person.
Falls ich Sie daran erinnern darf wurde ich, nachdem ich eine klitzekleine Information über mich preisgab (nämlich das ich männlich bin), als Frauenhasser mit Kastrationsangst der eine behandlungsbedürftige sexuelle Störung hat bezeichnet. Ich ziehe es daher weiter vor anonym zu bleiben.

Mein Standpunkt ?
Ich bin der Meinung das man ehrlich bleiben sollte wenn es um die Beschneidungen/Genitalverstümmelungen von Kindern geht. Das man die Grund-, Kinder- und Menschenrechte allen Kindern zugesteht, nicht nur einigen.
Falls man dies nicht macht sollte man dann wenigstens so konsequent sein und es anderen Ländern und Gesellschaften nicht vorwerfen das diese Dasselbe tun.
Das macht dieser Artikel aber mit der Nennung zahlreicher Länder denen er unterstellt das in diesen Ländern “genitalverstümmelt” wird. Ich sage deshalb unterstellt weil im ach sooo fortschrittlichem Deutschland anscheinend nur “weibliche Genitalverstümmelung” bekannt bzw. verwerflich ist. Wer sagt denn bitte das das andere Länder nicht genau umgekehrt machen können ? Evt. zählt für diese Gesellschaften dort die Infibulation nicht zu einer Genitalverstümmelung, so wie die Kastration oder Subzision bei uns. Warum sollte es noch Jemanden erregen wenn ein Vater, der zB. koptischer Christ ist, einfach so über den Intimbereich seiner Tochter bestimmt, während es hier in Deutschland erlaubt ist das eine alleinerziehende Mutter mit alleinigem Sorgerecht auch über den Intimbereich ihres Sohnes entscheiden darf ? Das sind doch keine Einbahnstraßen !
Deutschland hat leider sein moralisches Recht verloren mit seinem, nicht mehr vorhandenem, moralischen Zeigefinger auf andere Länder zu zeigen und fehlende Kinderrechte anzuprangern.
Ich sage deshalb Deutschland, und meine damit auch alle Menschen hier im Forum sowie den Autor des Artikels, weil Urteile immer “Im Namen des Volkes” gesprochen werden und nicht “Im Namen des Deutschen Bundestages”. Mit Volk sind wir alle gemeint, auch wenn es uns nicht passt.
Solange wir diese gesetzlichen Regelungen haben steht es uns einfach nicht zu, bei diesem Thema (Beschneidung/Genitalverstümmelung), andere Länder oder Gesellschaften zu kritisieren. Wir können das natürlich trotzdem versuchen, nur muss das Niemand wirklich ernst nehmen.

In leidenschaftlicher Erwartung ihres Respekts,
Ihr Gast

PS: Falls Sie meinen Humor für unangebracht halten betrachten Sie ihn einfach als Selbstschutz für mich. Nach ca. 1 1/2 Jahren und unzähligen Diskussionen, über das am Ende 2012 verabschiedete Schandgesetz, mit den unmöglichsten Leuten hilft mir mein Humor dabei mich auch weiterhin für die Rechte der Kinder einzusetzen ohne das Alles zu nah an mich heran zu lassen.

#55 |
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Lieber ›Anonymer Gast‹,
warum teilen Sie uns nicht einfach Ihren Namen mit, benennen Ihre Profession und das Land, in dem Sie leben.
Vllt. hilft es uns allen, Ihren Standpunkt besser zu verstehen.
Es ist nun einmal ›Standard‹ in der Wissenschaft, dass man seinen Standpunkt objektiv offenlegt (belegt) und nicht subjektiv Meinungen (Ideen) vertritt.
Wenn Sie diesem Forum gerecht werden wollen, legen Sie bitte Ihre Karten auf den Tisch! Sie können dann mit dem Respekt aller Teilnehmer rechnen!
Wir alle leben von einer offenen und fairen Diskussion!
Mit Hoffnung auf eine respektierbare Antwort,
CSB

#54 |
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Ärztin

@ Frau Hayit
wenn das so ist bin ich wirklich erschüttert was die Qualitätsansprüche von doccheck betrifft.
S.Schuster

#53 |
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Gast
Gast

@Karin Giese
Nein, ich bin nicht Dipl. Mediziner Junk, wer das auch immer sein mag.
Wie Dr. Berwanger schon richtig vermutet hat bin ich kein Arzt.

Die meisten Diskussionen führe ich übrigens in Englisch, da zB. die skandinavischen Länder in der Thematik fe/male circumcision bzw. fe/male cutting oder fe/male genital mutilation (je nach geistiger Haltung der Person) weiter sind als Deutschland.
Da dort eine Dokumentationspflicht auch bei rituellen Beschneidungen von Knaben vorgeschrieben ist und so jeder neue tote Junge (oder einer der seinen Penis oder seine Eichel verliert) die Diskussion um die Beschneidung/Genitalverstümmelung neu anfacht.
Während Deutschland, mit der Forderung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein auf Abschaffung der bisher erforderlichen Dokumentation bei einer “Phimose-OP”, eher auf dem Weg in die andere Richtung ist.
Deshalb kenne ich auch nicht alle deutschen Fachbegriffe, weil ich meistens englische (eher allgemeine) Begriffe verwende. Allerdings wenn noch nicht einmal die WHO es schafft Sachen richtig zu benennen, mit der Behauptung es würde die gesamte Klitoris entfernt (nicht Klitoris-Eichel), kann man es wohl von einem Gast auch nicht verlangen.

Zum Thema Gast (Anonymität) möchte ich noch sagen das ich schon einiges lesen musste warum Jemand meinte das ein Anderer bei diesem Thema nichts zu melden (kein Recht auf eine Meinung) hätte, und ich deshalb lieber als Gast poste.
zB:
“Was, Sie sind Jurist ? Sie haben doch von den physischen und psychischen Auswirkungen einer männlichen/weiblichen Beschneidung keine Ahnung, halten Sie sich aus diesem Thema heraus und gehen Sie weiter ihre Paragraphen reiten.”
oder:
“Was, Sie sind Mediziner ? Sie haben doch von Gesetzgebung und von Rechtsprechung keine Ahnung, halten Sie sich aus diesem Thema heraus und kümmern Sie sich lieber um Ihre Patienten. Irgendeiner wird doch wohl einen Einlauf oder Aderlass brauchen.”
auch nett:
“Was, Sie sind ein/e Mann/Frau ? Sie haben doch von weiblichen/männlichen Geschlechtsorganen keine Ahnung, halten Sie sich aus diesem Thema heraus und leben Sie ihre Kastrations-/Sterilisationsangst woanders aus.”
Spitzenreiter:
“Was, Sie sind nicht beschnitten ? Sie haben doch von einer Beschneidung keine Ahnung und wissen auch nicht wie sich das anfühlt oder wie es ist beschnitten zu sein, halten Sie sich aus diesem Thema heraus und sammeln Sie erstmal eigene Erfahrungen.”

Ich konnte schon so ziemlich jeden geistigen Dünnschiss lesen den man sich so vorstellen kann, deshalb bevorzuge ich bei diesem Thema inzwischen die Anonymität.

Übrigens, um auf den Artikel “Genitalverstümmelung: Neue Lappenplastiken” zurückzukommen, mit dem letzten “Argument” könnte man locker 90%+ der Menschen versuchen zu verbieten über das Thema weibliche/männliche
Beschneidung/Genitalverstümmelung (je nach geistiger Haltung des Menschen) ein Urteil darüber zu fällen bzw. seine Meinung dazu zu äußern, auch dem Autor des Artikels.
Ich würde, in Deutschland mit seiner derzeitigen verfassungswidrigen Gesetzgebung und gelebten Doppelmoral in der Sache Beschneidung von Kindern, eine weniger wertende Überschrift empfehlen, wenn diese Seite (doccheck.com) als seriös gelten möchte.

#52 |
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Nichtmedizinische Berufe

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare, bitte beachten Sie jedoch die Netiquette. Zur allgemeinen Information: Die Kommentare der DocCheck News werden von der Redaktion gesichtet und moderiert.

Ihr DocCheck News Team

#51 |
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Ich denke, das Forum sollte nun geschlossen werden, da wir es jetzt nur noch mit ideologischen Koalitionen zu tun haben, die letztlich aneinander vorbeireden. Das ursprüngliche Thema ist völlig ausser Fokus geraten – Schade.
Schön wäre ein Schlusswort von Dr. med. Dan mon O’Dey.

#50 |
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Pflegewissenschaftlerin

Ich vermute hinter Gast verbirgt sich Dipl. Mediziner Junk. Sein Artikel in der Ärztezeitung ist ähnlich aggressiv und emotionsgeladen. Zum Thema, ich habe sehr lange in Kinderkliniken gearbeitet und kenne sowohl die männliche als auch die weibliche Beschneidung und ihre Folgen. Die Jungs gehen anschließend zum Feiern und haben wie nach jeder OP kurze Probleme durch minimale Wundheilungsschmerzen, die aber medikamentös behandelt werden können. Am 3. Tag postop geben die meisten Jungs keine Schmerzen mehr an. Grundsätzlich bin ich auch gegen die Beschneidung von Jungs, da sie sich nicht dagegen wehren können.
Die Mädchen die ich gesehen habe, waren traumatisiert, kurz vor dem Verbluten. Die Frauen, die ich sah kamen wegen Geburtsstillständen ,weil man sie nicht richtig aufgeschnitten hatte, ebenfalls waren die Neugeborenen beeinträchtigt. Da ich ehernamtlich in einem Frauenhaus gearbeitet habe kenne ich auch die Folgen bei jedem Geschlechtsverkehr. Es gab auch beispielsweise die Praktik vor dem Verkehr, durch den Mann die Frau aufzuschneiden, und anschließend wieder zu zu nähen. Ich rede hier von Frauen verschiedener Nationen und Religionen, denen dies in Deutschland angetan wurde und zwar seit den 70iger Jahren; das weiß Gast vielleicht nicht, da die Mauer erst 1989 gefallen ist.

#49 |
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Chirurg
Chirurg

@Dr. med. Christoph S. Berwanger, ich hoffe, Sie erkennen spätestens jetzt,
dass Sie sich gründlich geirrt haben.
Ärzte haben nun wirklich lange genug für Schauermärchen gegenüber männlicher Sexualität, ein “westliches” Tabu? mitgewirkt,
und eine “Ärztin” Silke Schuster, die auch noch nach seriöser Aufklärung “rückfällig” wird ist schlicht eine Gefahr.
Das Thema ist nicht neu auf Doccheck, es wurde schon auf die Kanadische Forschergruppe “THE CIRCUMCISION REFERENCE LIBRARY” (in der USA ist das Problem viel schlimmer als in Deutschland) hingewiesen, die den link in #47 bestätigen,
und dass auch Frauen eindeutig (sexuell) davon profitieren.
http://www.cirp.org/library/anatomy/ohara/

Das müsste nun doch wirklich beide glücklich machen und an einem Strang ziehen lassen.
Ich schäme mich daher für unsere Bundesregierung, die uns ins Mittelalter zurückführen will.
Nochmals Dank an Frau Süßenbach

#48 |
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Gast
Gast

[25.02.2014, 11:27:02]
Silke Schuster

Was hat die Circumcision mit Herrn Edathy zu tun?
Es ist hinreichend bekannt, dass die medizinisch korrekt durchgeführte Circumcision zu keinerlei körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen führt, wohl aber neben der Beseitigung der Vorhautenge eine wirksame hygienische Maßnahme und damit Prophylaxe des Peniskarcinomes darstellt.

Im Gegensatz zur Beschneidung von Mädchen stellt die Circumcision bei Jungen keine Operation mit folgenden obligaten funktionellen Behinderungen dar.

http://www.aerztezeitung.de/extras/leserkommentare/?sid=855786&pid=849231

Im Gegensatz zu Ihnen Herr Dr. med. Christoph S. Berwanger weiss ich mit wem ich rede.

#47 |
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@ Frau Süßenbach
Sie sehen ja, wohin es mit ›anonymen Gästen‹ führt. (Beitrag vor Ihrem.) Ich erwarte ein sachkundiges und sachliches Forum hier. Wer etwas zu sagen hat, soll dies ›mit offenem Visier‹ tun. (Ansonsten kann ich gleich ›Bild‹ lesen.)
@ Frau Kollegin Schuster
Warum lassen Sie sich von einem offenkundig fachunqualifizierten ›anonymen Gast‹ Ihrer Souveränität als Ärztin berauben und dann noch zu pejorativen Personalinjurien hinreissen? Dummheit entlarvt sich letztlich selbst!
@ DocCheck
Wo ist Ihr Administrator, der hier für einen adäquaten Diskussionmodus sorgt? Wer Unsinn oder Polemik verbreitet, sollte hier nicht erscheinen. Es kann nur in Ihrem und unserem Interesse sein.

#46 |
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Rita Süßenbach, Juristin
Rita Süßenbach, Juristin

hallo Herr @Dr. med. Christoph S. Berwanger,
warum “INSBESONDERE ›ANONYME‹”
es kann doch nicht um Personen gehen, sondern nur um die Qualität der Beiträge.
Löschen sollte man im Gegenteil Beiträge, die sich GEGEN Personen richten “ad hominem” zum Beispiel : “eine behandlungsbedürftige sexuelle Störung vorliegt”,
dafür würde ich mich auch als Frau schämen.
Richtig ist,
dass “sexuelle Verstümmelung” an Frauen bei uns in Deutschland verboten ist
und das ist gut so und wird von niemandem hier bestritten. PRIMA!
Richtig ist ebenso,
dass das bei männlichen Kindern nach einem aktuellen Gesetz von 2012 legalisiert wurde, das sicher verfassungswidrig ist, SKANDALÖS!
und das ist mit vollem Recht zu thematisieren, selbstverständlich auch von einer normalen Frau. Das mag ja in Afrika noch Verständnis erwecken, aber nicht in Deutschland. Das sollte doch nicht so schwer zu verstehen sein.

Gruß

#45 |
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Gast
Gast

Oje, ist das jetzt Alles was Sie noch zu bieten haben ?
Beleidigungen, Diffamierungen und Verleumdungen ?
Keine Argumente mehr ? Schwache Leistung.
Ich bin eher verwundert das Sie anscheinend, ihre früheren Vergleiche der Beschneidungen Frau->Mann einbeziehend, der Meinung sind das die Klitorisspitze bzw. Klitoris für eine natürliche Fortpflanzung von Mann und Frau von Nöten sei, so wie der Penis oder die Vagina.
Solche Grundkenntnisse setze ich normalerweise bei einem Arzt/Ärztin vorraus, aber gut auch ich kann mich mal irren.

Auf Ihre Beleidigungen gehe ich nur am Rande ein, weil Sie dafür schöne Vorlagen geben.

Es ist schon interessant das schon der kleinste Eingriff am weiblichen Genital gleich als Genitalverstümmelung bezeichnet wird finden Sie nicht ?
Eventuell liegt da eine starke Fixierung auf das weibliche Geschlechtsorgan vor sowie paranoid geprägte Sterilisationsängste, das lässt mich Schlimmes vermuten.
Vielleicht möchte man aber auch nur die Beschneidungen vom weiblichem Geschlechtsorgan unbedingt von den Beschneidungen des männlichen Organs künstlich trennen um die fehlende Empathie für Männer, ja den Männerhass weiter ausleben zu können.
Deshalb hege ich den Verdacht das bei den meisten dieser Menschen, die die Beschneidungen von Kindern durch unterschiedliche Begriffe unbedingt künstlich voneinander trennen wollen, eine behandlungsbedürftige sexuelle Störung vorliegt.
Was meinen Sie dazu werte Frau Schuster ?

Das nächste Mal versuchen Sie es doch mal mit Argumenten, als “Ärztin” sollten Sie doch, einem sexuell gestörtem, unter Kastrationsangst leidenden und Frauen hassenden Gast, wenigstens argumentativ und intellektuell überlegen sein.

#44 |
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Ärztin

Guten Tag Herr “Gast”
ihre miserablen Anatomiekenntnisse lassen mich vermuten, dass sie sich mit dem Thema “Geschlechtsorgane” zwar intensiv beschäftigt,es aber nicht verstanden haben. Ich bezweifle sogar, dass sie eine medizinische Ausbildung genossen haben. Sicher bin ich mir jedoch, dass bei Ihnen eine behandlungsbedürftige sexuelle Störung vorliegt. Ihre fehlende Empathie für Frauen, ja ihr Frauenhass und die starke Fixierung auf das männliche Geschlechtsorgan sowie ihre paranoid geprägten Kastrationsängste lassen mich Schlimmes vermuten. Es wundert mich überhaupt nicht, dass Sie sich hinter der Anonymität des “Gastes” verstecken.
Beschimpfen sie ruhig weiter öffentlich mich oder andere Frauen! Sie lassen uns doccheck-Teilnehmer und jeden geneigten Internet-Besucher tief in ihre Seele blicken- mit jedem Beitrag eine Facette mehr!

#43 |
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ICH PLÄDIERE DAFÜR,
A) DASS GÄSTE (INSBESONDERE ›ANONYME‹) VON DIESEM FORUM AUSGESCHLOSSEN WERDEN !!!
B) DASS ›DOCCHECK‹ UM SEINE SERIOSITÄT BEMÜHT SEIN SOLLTE!

#42 |
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Dipl.-Psych. Undine Ristau
Dipl.-Psych. Undine Ristau

Oh je, lieber Gast, ohne Polemik geht es nicht???

Ihre Art, sich dermaßen polarisierend bis feindselig in die Debatte einzubringen, kombiniert mit der Tatsache, dass Sie sich hinter der Maske der Anonymität verstecken, macht es wirklich schwer, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen!

Warum um alles in der Welt sollte ein ehrliches Mitgefühl für verstümmelte Mädchen/Frauen einer aufrichtigen Empathie für geschundene Jungen/Männer entgegenstehen? Es entsteht beinahe der Eindruck, als wollten Sie einige der Kommentatoren hier partout missverstehen…

#41 |
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Gast
Gast

@Silke Schuster
Sicher das Sie Ärtzin sind ?
Wenn hier Jemand mit unehrlichen Vergleichen ankommt dann sind Sie es.
Wissen Sie überhaupt wie man das primäre weibliche Geschlechtsorgan nennt ?
Es wird Vagina genannt … nicht Klitoris.
Die Entfernung der Klitorisspitze kann nicht im geringsten mit der Entfernung der Eichel verglichen werden, da der Penis eines Mannes/Jungen das primäre Geschlechtsorgan dieses Menschen ist. Auch ihre anderen Vergleich sind damit hinfällig. Eine partielle Entfernung des primären Geschlechtsorgans kann nur mit einer anderen partiellen Entfernung eines primären Geschlechtsorgans verglichen werden ! Die Entfernung der Eichel entspräche eher der Entfernung des Muttermundes oder eines anderen Teils der Vagina, Nichts anderem !
Das die Klitoris und der Penis einmal denselben Entwicklungstand hatten ist auch mir bekannt, doch wenn die Entwicklung der Geschlechtsorgane abgeschlossen ist sind diese sicher nicht mehr einfach so vergleichbar, Ihre unangemessenen Vergleiche können Sie sich also sparen.

Im Übrigen weiss ich nicht was dieses Wetteifern wer mehr Verlust erleidet bringen soll ? Das wird dann wichtig wenn es um die Festlegung des Strafmaßes vor Gericht geht, aber ganz sicher nicht ob etwas strafbar ist oder nicht.

Wenn ich einmal kurz den Artikel zitieren dürfte :
In einer Stellungnahme unterscheidet die WHO vier verschiedene Arten von Genitalverstümmelungen. Beim Typ I erfolgt eine partielle oder komplette Entfernung der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut.

Erstens eine Lüge mit der Angabe das die komplette Klitoris entfernt wird.
Zweitens, schön versteckt, oder auch nicht, kann man sehen wie man will:
Beim Typ 1 erfolgt eine Entfernung der Klitorisvorhaut.
Darum geht es mir, man wirft doch tatsächlich in einem Artikel über “Genitalverstümmelung” die Infibulation mit einer Entfernung der Klitorisvorhaut und anderen Beschneidungsformen in einen Topf, rührt das gut um und meint dann das könne in einem Land, indem die Entfernung der Penisvorhaut von nicht einwilligungsfähigen und nicht behandlungsbedüftigen Personen vor nicht all zu langer Zeit gestattet wurde, als “angemessener Artikel” gelten.

Ich bin mir dessen bewußt das eine Infibulation eine andere “Qualität” hat als eine Zirkumzision, das braucht mir Niemand zu erklären, aber es werden ALLE Eingriffe am weiblichen Genital als Genitalverstümmelung bezeichnet !
Soweit ich weiss aber KEINE beim männlichen, noch nicht einmal eine Kastration oder eine Subzision ist in dem Gesetz “gegen Genitalverstümmelung” aufgenommen werden, soviel zur Doppelmoral.

Ich weiss jetzt nicht genau was einige andere User hier von mir erwarten ?
Das ich diese Doppelmoral schweigend hinnehme oder das ich einen “Wettstreit des Leidens” führe ? Das ich Mädchen/Frauen Empathie entgegenbringe und gleichzeitig auf mein eigenes Geschlecht schei** ?

Ich sage es jetzt nochmal ganz deutlich:
Entweder haben alle Menschen das Recht auf körperliche Unversehrheit, das Recht auf den Schutz der genitalen Integrität und das Recht auf (sexuelle) Selbstbestimmug oder nicht !
Da mögen “weibliche Beschneidungen” schlimmer (Infibulation), genauso schlimm (Labioplastik, Klitorisvorhautreduktion), harmloser (symbolische Beschneidung, milde Sunna) oder sonst etwas sein, entweder gelten diese Rechte für Alle oder für Keinen !
Solange es in diesem Land erlaubt ist ohne medizinische Notwendigkeit und ohne Zustimmung des betroffenen Jungen an dessen Genital herumzuschneiden kann man sich solche Artikel wie diesen hier sparen.
Alles was solche Artikel bei mir bewirken ist das meine Abneigung gegen diese Gesellschaft wächst weil entweder mein eigenes Geschlecht bei diesem Thema ignoriert oder schlimmer noch zum “gesellschaftlichem Verfügungsgut” (mit dem Gesetz zur Beschneidung des MÄNNLICHEN Kindes) gemacht wird.
Ich habe diese ekelhafte Doppelmoral und widerliche Heuchelei satt und wer denkt das Artikel wie dieser hier oder Ähnliche noch Mitgefühl für diese “armen verstümmelten Mädchen/Frauen” in mir wecken der irrt.

#40 |
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Dipl.-Psych. Undine Ristau
Dipl.-Psych. Undine Ristau

Lieber Gast, bitte bleiben Sie doch bei der inhaltlichen Diskussion der Thematik, anstelle Interpretationen der Intentionen Ihrer KollegInnen vorzunehmen!

Noch ausgewogener und differenzierter, als dies Frau Schuster in ihrer Stellungnahme tut, kann man sich wohl kaum zu dieser Thematik äußern.

#39 |
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Gast
Gast

Nun, @Silke Schuster und Undine Ristau, reicht es immer noch nicht???
wenn “Vergleiche nicht ehrlich” sind, warum versuchen Sie das schon wieder so einseitig! Das ist unmenschlich!
Schlimm ist das deshalb,
weil das eine streng verboten ist, was wollen Sie denn noch mehr,
und das andere mit einem skandalösen Gesetz erst von 2012 legalisiert ist!
Sie plädieren damit ganz klar um Verständnis für das skandalöse Gesetz,
damit wird der Wunsch “der Frau” nach “Gleichberechtigung” völlig unglaubwürdig.
Empathie sagte hier einer sehr schön, kann die Frau nur erwarten, wenn sie diese auch bereit ist selbst zu geben.

#38 |
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Dipl.-Psych. Undine Ristau
Dipl.-Psych. Undine Ristau

Ich finde den Artikel notwendig und angemessen. Als völlig inadäquat empfinde ich hingegen jeglichen Zynismus und jegliche Polemik bei der Diskussion dieser Thematik. Ich habe in den vergangenen 15 Jahren einige Frauen mit Genitalverstümmelung psychotherapeutisch betreut. Hierunter waren auch koptische Christinnen aus dem Sudan; das männliche Familienoberhaupt hatte jeweils den “Vollzug” angeordnet, und die Mütter hatten keine Chance, ihre Töchter zu schützen. Nach dem Trauma der Verstümmelung selbst, dann die Traumatisierung der Hochzeitsnacht, die immer neuen Qualen bei jedem Geschlechtsverkehr und schließlich die Tortur der Geburten (Aufgeschnitten werden, das Kind gebären, wieder fast vollständig zugenäht werden, und das Leiden geht weiter…). Martialisch!

Mir als erfahrener Traumatherapeutin geht diese völlig sinnlose und sadistische Quälerei immer wieder sehr nahe.

Und: Wir sollten nicht die einen Opfer gegen die anderen ausspielen!

Herzliche Grüße!

#37 |
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Dipl.-Psych. Undine Ristau
Dipl.-Psych. Undine Ristau

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#36 |
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Heilpraktikerin

@Silke Schuster:
D A N K E !

#35 |
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Ärztin

@ Gast
Verstümmelde Operationen ohne Einwilligung des einwilligungsfähigen Patienen sind in jedem Fall verwerflich, egal ob an Mädchen oder an Jungen durchgeführt. Während es bei Jungen durchaus eine medizinische Indikation, nämlich die Phimose zur (oft auch partiellen) Circumcision gibt, muss bei manchen Mädchen eine Hymenalspaltung bei Beginn der Menarche durchgeführt werden. Beide Operationen dienen der Gesundheit und sind nicht anrüchig. Operative Manipulationen an den Genitalien nicht einwilligungsfähiger Kinder ohne medizinische Indikation entsprechen unabhängig vom Geschlecht einer Körperverletzung.
Dennoch sind ihre Vergleiche nicht ehrlich. Würden am Jungen rituelle Beschneidungen wie an Mädchen durchgeführt, dann würde es nicht bei der CC bleiben. Die Entfernung der Klitorisspitze entspricht anatomisch der Entfernung der Eichel. Das Zusammennähen der Labien bis auf eine kleine Öffnung zum Urin ablassen entspräche dem Einnähen des Penis ins Scrotum, bis auf eine kleine Öffnung zum Urin ablassen. Eine kombinierte Klitorisspitzenreseltion mit Zusammennähen der Labien entspräche einem Einnähen des enteichelten Penis ins Scrotum.
Solche Verstümmelungen gibt es jedoch nur bei Mädchen. Selbst rituelle Beschneidungen an Jungen, verwerflich wie sie sind, entsprechen nicht annähernd den rituellen Verstümmelungen die Mädchen zugefügt werden. Auch Herr O’Day ist nicht in der Lage eine resezierte Klitorisspitze FUNKTIONELL zu rekonstruieren. Nach einer Circumcision, sogar nach einer radikalen, bleibt die Eichel mit ihrer Funktion erhalten.
Wir sind uns doch einig, alle Arten von extern zugefügten Genitalverstümmelungen sind geschlechtsunabhängig brutal und abstoßend.
Das ist auch keine Thematik von und für reiche privilegierte Europäerinnen, – was für ein Blödsinn!
Dr. O’Day verfügt mit Sicherheit über umfangreiche anatomische Kenntnisse um auch männliche Geschlechtsverstümmelungen plastisch zu rekonstruieren. Wahrscheinlich macht er diese Operationen auch und sie wurden nur nicht referiert.
Herr van den Heuvel wird uns hoffentlich auch mit dem Spektrum männlicher Genitalverstümmelungen, deren Genese und plastisch-chirurgischen Versorgung bereichern, – sozusagen als ausgleichende Gerechtigkeit für unzufriedene Gäste.

#34 |
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Ärztin

@ Kirsten Osbahr
Es heißt “Lappenplastik” weil ein Hautlappen dafür Verwendet wird. Die Lappenplastik wurde nicht für die Genitalchirurgie sondern in der Rekonstruktionschirurgie zur Deckung flächiger Hautdefekte bei gleichzeitig erheblichem “Materialmangel” vor Ort erfunden.
Der Begriff enthält keinerlei diskriminierende Elemente.

#33 |
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@ feministische Vorschreiberin: ›Si tacuisses…‹.
Mal ›Lappenplastik‹ bei ›Wikipedia‹ nachlesen!

#32 |
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Kirsten Osbahr
Kirsten Osbahr

“Lappenplastik” … kann mann das noch negativer benennen? Ich glaube nicht!

#31 |
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Heilpraktikerin

Niemand hat je irgendwo behauptet, es würde der N. clitoridis zur Gänze entfernt, da dies allerdings völlig absurd wäre.

Wenn ich mich nicht völlig irre (ohne es vorher nochmal recherchiert zu haben), gab es die letzten Kastraten in Männerchören sogar noch im 19. Jahrhundert.

Niemand soll etwas totschweigen und Ungerechtigkeiten weiter ertragen. Es stört mich aber, wenn etwas gleichgestellt wird, was oft überhaupt nicht gleich ist (nämlich, wenn es über die Entfernung der Klitorisvorhaut und evtl. innere Labien hinausgeht). Darüber kann auch die – nicht nur im Vergleich – weltweit riesige Menge betroffener Männer nicht hinweghelfen, die dem gegenüber steht.

Laut Wikipedia schätzt Stefan Trapp, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Bremen, dass ein Drittel der Familien ihre Kinder nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen des Gruppenzwangs beschneiden lassen. Das heißt, wir alle müssen lernen, den Mut haben, offen unsere Meinung zu äußern, auch wenn andere nicht dieselbe haben. Und selbst, wenn sie vielleicht nicht einem gesellschaftlichen oder wissenschaftlich geforderten Standard entspricht. Bei der Verantwortung für uns selbst und unsere Grundbedürfnisse fängt echte Demokratie an, und um die geht es, um schlichte, elementare Selbstbestimmung und Unversehrtheit, egal, ob bei Männern oder Frauen.

Ich bedanke mich bei allen Diskussionsteilnehmern für den Austausch und die Wissens- und Horizonterweiterung.

#30 |
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Rita Süßenbach, Juristin
Rita Süßenbach, Juristin

Vielen Dank @Dr. med. Christoph S. Berwanger,
dass auch Sie die allgemeine Kritik der irrationalen Duldung und verfassungswidrigen Legalisierung der “rituellen” Körperverletzung von Säuglingen und Kleinkindern teilen.
Das betreffende Gesetz verstößt ja nicht nur gegen das Zitiergebot Art.19 Abs. 1 GG., sondern auch gegen das allgemeine Differenzierungsverbot Art. 3 Abs. 3 GG und ist zugleich einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Willkürverbot) gemäß Art. 3 Abs. 1 GG und kann auf die Verfassungsbeschwerde hin aufgehoben werden, wenn kein anderer Rechtsbehelf gegen die Entscheidung gegeben ist.
Die erste Verletzung des Art. 3 GG für Männer erfolgte am 21. Juli 1956 mit Inkrafttreten des Wehrpflichtgesetzes (WPflG). Inzwischen bekanntlich durch die EU gekippt, die ganz selten auch mal was gutes zustande bringt.
Ich als Frau verstehe nicht, dass die Männer sich das gefallen lassen.
Ich will auch keine Quotenfrau sein, sondern nur gleichberechtigt.

mfG

#29 |
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Gast
Gast

Die Kinderbeschneidung ist eben ein sehr emotionales Thema.

@Maria Munoz
Nein, das Thema des Artikels ist nicht die unfreiwillige weibliche Beschneidung, die Überschrift des Artikels lautet : Genitalverstümmelung: Neue Lappenplastiken
Und ja, ich bezweifle das eine Klitoris jemals bei einer Beschneidung entfernt wird, das ist eine der größten Lügen überhaupt die über die sogenannte “weibliche Beschneidung/Gentalverstümmelung” verbreitet wird !
Nochmal, es wird die Klitorisspitze oder der sogenannte Kitzler entfernt, niemals die Klitoris.
Der Kern des Themas, obwohl das der Artikel ignoriert, ist die Kinderbeschneidung und Nichts anderes, wenn Sie allerdings möchten kann ich auch gerne nur zu dem Artikelthema Stellung nehmen und die überwiegende Mehrheit der Kinderbeschneidungen totschweigen, wie es fast immer gemacht wird.

Dann muß ich Ihnen mitteilen das ich diesen Artikel für verfehlt halte und ich es als bodenlose Frechheit empfinde wenn Irgendjemand beschnittene Frauen als genital-verstümmelt bezeichnet. Etwas mehr Respekt vor diesen Frauen wäre angebracht und gerade ein Arzt sollte einen respektvollen Umgang mit seinen Patienten wahren !
Gefällt Ihnen das so besser ? Wie finden Sie es so wenn ich die Argumente der Knabenbeschneidung auf die Mädchenbeshneidung übertrage ?
Genauso wie es in Deutschland Elternrecht ist einen Jungen beschneiden zu lassen liegt es eben in anderen Ländern auch im Recht der Eltern ihre Mädchen beschneiden zu lassen.
Im Übrigen finde ich es recht gewagt wenn sich Europäer über die Erziehungsmaßnahmen von Afrikanern auslassen, das könnte man auch als Rassismus werten. Die Kolonialzeit ist schon lange vorbei, evt. sollten wir es auch dabei belassen.
Ich könnte noch eine Weile so weitermachen nur sehe ich keinen Sinn darin.

Es geht hier ganz Allgemein um die genitale Integrität, körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern, auch wenn wieder einmal ein Artikel eine bestimmte Gruppe von Menschen völlig ignoriert.
Wenn dieser Artikel sachlich neutral gehalten wäre hätte ich kein Problem mit dieser Diskussion, ist er aber nicht, schon in der Überschrift wird wertend von Genitalverstümmelung geschrieben !
Womit man wieder einmal versucht die Beschneidung von Kindern in 2 Lager aufzuteilen, Mädchen die genital-verstümmelt werden und Jungs die … was auch immer … werden (beschnitten, hygienischer gemacht, …).
Ich kann Ihnen dazu nur folgendes sagen, wenn Jungs keine Empathie entgegengebracht wird; so wie es heute in Deutschland ist; sehe ich keinen Grund warum Irgendjemand Mädchen und/oder Frauen Empathie entgegenbringen sollte. Da kann man noch so oft von Genitalverstümmelung reden/schreiben wie man will, nur so ein Mensch möchte ich nicht werden !

#28 |
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Die Polemik in diesem Forum wird inakzeptabel!!!
Ist jegliches Vermögen sachlichen Argumentierens abhanden gekommen???
Hier herrscht EMOTIO statt RATIO!!!

#27 |
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Heilpraktikerin

Ah… so ist das also!

Dass alle unfreiwilligen Beschneidungen barbarisch sind und ein Ende haben sollten, ändert nichts an der Tatsache, dass das Thema des Artikels doch eindeutig UNFREIWILLIGE WEIBLICHE BESCHNEIDUNG lautet.

Diskussionsteilnehmer zweifeln das Wissen des Artikelautors und seiner Quellen (ist ja z.B. nur die WHO) hinsichtlich des Geschehens bei den unterschiedlichen Arten von Beschneidung an. Vermutlich ist auch der Arzt erfunden, der die rekonstruktiven Eingriffe durchführen soll? An wem wohl, wenn es denn in Deutschland „niemanden“ gibt, der sie brauchen kann? Was sind schon lächerliche 18.000 Frauen – wie viele Jahre würde wohl eine angemessene chirurgische Versorgung für sie alle dauern? Ganz theoretisch; wenn man z.B. drei Stunden pro OP rechnet, was bestimmt nicht reicht; und es heißt ja auch nicht, dass alle Betroffenen in Deutschland es überhaupt in Erwägung ziehen oder wagen würden, diesen Schritt zu gehen (man muss sich schon im realen Leben mit anderen Kulturen beschäftigen, um zu sehen und zu verstehen, welch gigantischer Druck da z.T. auf Einzelne ausgeübt wird, dem sich zu entziehen u.U. einen sehr hohen Preis kosten kann).

Ah – ich verstehe, vermutlich ist es eine reine, ganz diskrete Werbecampagne für reiche Damen aus dem Orient? (Herr van den Heuvel, sorry wegen meines Sarkasmus) Ja, ich hatte vergessen, dass es Frauen gibt, die sich auch freiwillig operieren lassen – für mich fällt das unter die Rubrik Schönheits-OP.

Trotz dem eindringlichen Beharren darauf, dass die männliche Beschneidung das Thema sein SOLLTE – in diesem Fall IST SIE ES EINFACH NICHT.

#26 |
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Diplom Psychologe Dr. Rainer Balloff
Diplom Psychologe Dr. Rainer Balloff

Dr. Rainer Balloff
P.S.
Übrigens bin auch ich gegen jede Verletzung der körperlichen Integrität eines Kindes; erst echt eines nicht einwilligungsfähigen, verständigen und urteilsfähigen Kindes – § 1631 Abs. 2 BGB!!!
R. Balloff

#25 |
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Chirurg
Chirurg

Noch etwas zu sehr kleinen Kindern,
hier war es “in grauer Vorzeit”, das ist wissenschaftlich absolut ernst gemeint, sogar üblich Baucheingriffe (Pylorospassmus etc.) GANZ OHNE NARKOSE zu machen, weil man dachte, dass die in dem Alter den Schmerz noch nicht richtig wahrnehmen können, kein Witz! Es ist eine Frage der altersabhängigen subjektiven Lokalisationsfähigkeit, weiter nichts.
Zum Teil hatte man auch einfach Angst vor einer nicht ganz einfachen Säuglingsnarkose!
Selbstverständlich nimmt das “Gehirn” diesen Schmerz wahr und wird dadurch auch potentiell geschädigt. Das weis man heute sehr gut analog der NOTWENDIGEN Schmerztherapie beim BEWUSTLOSEN Schädelhirntrauma (periphere Frakturen).
Der zitierte § 1631d ist also auch diesbezüglich “aus grauer Vorzeit” mir stockte der Atem als ich das gelesen habe, wörtlich:
“(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.”
Beschlossen von der internationalen Regierung am 20.12.2012 (BGBl. I S. 2749) m.W.v. 28.12.2012. Also nicht vor 100 Jahren!!!!!!!!!!!!

Ich kann schwer nachvollziehen, dass eine (deutsche?) Mutter so etwas zulässt, oder verharmlost. Vielleicht eine Alice Schwarzer?

#24 |
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Ich nehme diese Debatte mit einigem Befremden zur Kenntnis.
Während sich alle darüber einig sind, dass weibliche Genitalverstümmelung zu verurteilen ist, nimmt die Mehrheit die männliche Genitalverstümmelung (Beschneidung) hin. In beiden Fällen wird die körperliche Integrität eines Menschen ohne medizinische Indikation verletzt. (Dass die Umstände – Skalpell im OP versus Scherbe oder Messer in der Wüste – verschieden sind, steht ausser Frage.)
Während wir es bei einem Jungen kulturell-religiös legitimieren und akzeptieren, wird dies bei einem Mädchen nicht zugestanden.
Aus philosophisch-ethischer Sicht glaubt eine Zivilisation ihren Moralkodex einer anderen Zivilisation vorschreiben zu können. Dass andere Zivilisationen uns auch wegen unseres, aus ihrer Sicht, liberalen Moralkodex kritisieren, nehmen wir kaum wahr.
Wenn wir eine Meinung vertreten, müssen wir uns darüber im Klaren sein, aus welcher geschichtlich-kulturellen Tradition sie stammt. – Sapere aude!
Ich verstehe meinen Beitrag als einen Anstoss zu einer kritischeren und differenzierteren Sichtweise. Im übrigen bin ich gegen jeglichen Eingriff in die körperliche Integrität eines Menschen ohne medizinische Indikation.

#23 |
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Chirurg
Chirurg

@Ute Zemaitis, wer keine Ahnung hat besonders beim “anderen Geschlecht”, sollte einfach nicht mitreden.
Der Penis ist bekanntermaßen ein “Schwellkörper”, nun ja, woher soll eine moderne Frau das auch wissen, altmodische wissen das. Und das Hauptproblem nach der Operation ist entsprechend nicht die Urin, na klar “brennt” der, sondern die Schwellung der Wunde. Ich habe selbst ausgiebig Kinderchirurgie gemacht und kenne keine Methode, die das vollständig verhindern kann.
Ich finde es gelinde gesagt zum Ko…,
wenn hinten und vorne privilegierte deutsche Frauen hier klagen wegen Geschlechtsgenossinnen in irgendwelchen Entwicklungsländern.
Wir habe spätestens seit Merkel keine Deutsche Regierung mehr, sondern eine “internationale” Regierung mit Merkel als Aushängeschild.
Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock.
Das “Deutsche Problem” ist die Beschneidung von Jungen!!!
Nicht von Mädchen.

#22 |
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Gast
Gast

@Angelika Wurster
Das ist auch nicht verwunderlich, da das Eine unter Strafe steht und das Andere per Gesetz legalisiert wurde, so eine Doppelmoral kann man eben nicht so einfach hinnehmen. Im Übrigen kann ich es auch problemlos Beschneidung bei Mädchen und Genitalverstümmelung bei Jungs nennen. Nicht das Geschlecht macht den Unterschied sondern die Beschneidungsform die gewählt wird !

@Maria Munoz
Auch Frauen lassen sich freiwillig beschneiden, googeln Sie mal nach einer Labioplastik. Es gibt verschiedenste Beschneidungsformen … beim Mann und bei der Frau. Die Klitoris wird übrigens niemals entfernt, wenn Sie das weiterhin behaupten hätte ich gerne einen medizinischen Beweis dafür, wenn überhaupt wird die Klitorisspitze entfernt und nicht die Klitoris. Die Klitoris liegt hauptsächlich im Inneren der Frau, um diese zu entfernen müsste man diese, ähnlich wie bei einer Blinddarm-OP, von innen her entfernen. Bei keiner Beschneidungsform eines Mädchens wird jemals so eine OP vorgenommen.

Auf einer Ärtzeseite sollte man wissen welche Beschneidungsformen es bei Männern und Frauen gibt.
Von der Infibulation bei Frauen und Subzision bei Männern geht es über Labioplastiken und Zirkumzisionen, Kliteropexien und Kliterodektomien bis hin zu den symbolischen Beschneidungen bei Kindern.
Zur Zeit sieht es in Deutschland so aus das leichte Beschneidungsformen (WHO Typ 1) bei Jungs erlaubt und bei Mädchen verboten sind.
Selbst symbolische Beschneidungen, die um Welten harmloser sind als tatsächliche Beschneidungen, sind bei Mädchen verboten (wer das Genital verletzt steht im Gesetz und damit sind diese Formen gemeint), und das setzt der westlichen Heuchelei die Krone auf.

#21 |
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Ute Zemaitis
Ute Zemaitis

Ich staune, dass die Diskussion zum Artikel über die m.E. perverse Verstümmelungen von Frauen in aller Welt auf die Verstümmelung von männlichen Kindern verrutscht :-(
Wenn ein Junge oder Mann wg. Phimose 5 Tage Schmerzen leidet, weil der Urin an der Wunde brennt, ist das sicherlich nicht zu vergleichen mit einer Frau, der man Klithoris und Labien abgeschnitten o.ä. hat (siehe Beschreibung von Herrn Michael von den Heuvel)!
Ich danke dem Verfasser für diesen Artikel und allen Gruppen, die mit dem Finger immer wieder auf das Drama gegenüber Frauen hinweisen!

#20 |
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Heilpraktikerin

Im der Diskussion hat sich offensichtlich das Thema “Genitalverstümmelungen an Mädchen) ganz schnell auf die Beschneidung bei Jungen verlegt!

#19 |
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Gast
Gast

Wie so vieles interessiert sich unsere “zivilisierte” Gesellschaft kaum um das Leid (jeglicher Art) unserer Mitmenschen solange es weit genug weg ist und immer noch periodisch zur Beschäftigung der eigenen Völker mit den “bösen Wilden” herhalten kann.
Bei solch barbarischen Riten sollte international vorgegangen werden, dafür gibt es KEINE BEGRÜNDUNGEN – KEINE!!!

#18 |
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Dr. med. Erhard Jakubik
Dr. med. Erhard Jakubik

Wenn jemand 18 Jahre alt ist, dann kann er sich abschneiden lassen, was er möchte. Zuvor bitte nicht! Wir leben nicht im Mittelalter, wo diese “Traditionen” herstammen. Damals hatte alles noch seine Gründe, wo Zugang zu Wasser in machen Gegenden äußerst schwierig war. In einem modernen Gemeinwesen sollte alles seine Zeit haben! Aber wahrscheinlich sind manche Politiker nicht so weit.

#17 |
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Heilpraktikerin

p.s.: und damit wir uns richtig verstehen: diese Reflektion bezieht sich ausschließlich auf die männliche Beschneidung!

#16 |
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Heilpraktikerin

@Rita Süßenbach
Nun… einer der Gründe des von mir erwähnten Mannes, der sich dem Eingriff freiwillig unterzogen hat, war die Hygiene, übrigens keineswegs religiös motiviert.

Was meine diesbezügliche – selbstverständlich völlig subjektive – Reflektion in die geschichtliche Entstehung dieser Art von Eingriffen betrifft, möchte ich vor allem dazu einladen, Traditionen und religiöse Beweggründe und Regelungen zu hinterfragen! Die Idee von der Hygiene war nur eine Idee; das heißt nicht, dass sie der wahre Hintergrund für das Geschehen sein muss.

#15 |
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Gast
Gast

danke Frau Maria Muñoz

#14 |
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Rita Süßenbach, Juristin
Rita Süßenbach, Juristin

Der zitierte § 1631d ist natürlich verfassungswidrig, da es hier um die körperliche Unversehrtheit geht, ein Grundrecht.
Konkret gefordert in Art.19 Abs. 1 S.2 GG., dem sog. Zitiergebot,
nämlich die Pflicht des Gesetzgebers, bei einer Einschränkung von Grundrechten durch ein Gesetz oder auf Grundlage eines Gesetzes das betroffene Grundrecht unter Angabe des Grundgesetzartikels zu nennen. Bei einem Verstoß gegen das Zitiergebot ist das Gesetz verfassungswidrig.
@Maria Muñoz, die Begründung der Hygiene ist ebenso ein Märchen.

#13 |
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Heilpraktikerin

Ach ja, und um dem Ganzen noch mehr klaren Nachdruck zu verleihen: die Beschneidungen müssen samt und sonders ein Ende haben. Sie sind barbarisch.

Die religiösen Regeln könnte man mal einer Untersuchung / tiefen Reflektion unterziehen, auch von Seiten der Lehrenden (Rabbis, Imame usw.) – vielleicht war das einfach nur festgeschrieben als ein fürsorglicher Akt der prophylaktischen Hygiene? (aber heute wissen wir doch um Hygiene und können uns ganz einfach WASCHEN)

Die meisten weiblichen Beschneidungen sind – meines Wissens nach – in religiösen Texten nirgends wirklich verlangt. Sie sind auch vorislamisch. Ich habe auch gehört, in entsprechenden Ländern wird querfeldbeet beschnitten, auch bei Kopten (also Christen!), nicht nur bei Muslimen. Da geht es also um ganz was anderes, auch wenn gerne das Gegenteil behauptet wird.

Die überzeugte Beendigung solcher barbarischen Handlungen muss in den Köpfen der Menschen beginnen und ist ein langer Prozess, der von vielen unterstützt und getragen werden muss.

Von den Männern, die sich freiwillig beschneiden lassen, habe ich übrigens nicht nur irgendwo gelesen, ich kenne jemanden, der es hat machen lassen, weil er das als Nonplusultra fand. Ob er es hinterher immer noch so toll fand, weiß ich allerdings nicht. Es würde mich aber nicht wundern, wenn nicht; schließlich hat es schon einen Grund, dass sie dort ist, wo Mann mit ihr geboren wird (ich habe z.B. von Sensibilitätsverlust gehört).

#12 |
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Heilpraktikerin

Ich persönlich finde alle Beschneidungen schlichtweg barbarisch (inbesondere die rituellen, da sie bei vollem Bewusstsein stattfinden, aber auch die unter Narkose sind ebenso diskutibel) und finde es auch gut, dass mittlerweile auch beschnittene Männer (die schließlich wissen, wie das ist) ihre Stimme dagegen erheben.

Es ist allerdings wirklich eine extreme Bagatellisierung, das Entfernen der männlichen Vorhaut mit der Entfernung der Klitoris (um die geht es ja vornehmlich) und den anderen praktizierten brutalen Eingriffen gleichzustellen.

Immerhin sollte man bedenken: es gibt aufgeklärte Männer, die sich freiwillig beschneiden lassen. Ich glaube kaum, einer (wirklich!) aufgeklärten Frau würde es einfallen, sich so etwas antun zu lassen!

Die Krux an den Traditionen ist: man spricht nicht darüber, man tut es, weil es eben immer schon so war und sich so gehört, wenn man ein anständiger Bürger sein will. Das ist zuweilen nicht einmal eine Frage der Bildung, denn es gehört sich auch nicht hinterfragt, aus, fertig. Dass daher viele Frauen in betroffenen Ländern sich über das Trara wundern, das hier über das Thema gemacht wird, wundert mich wiederum überhaupt nicht! Auch das ist einfach nur eine direkte Folge der Tradition.

Das heißt aber nicht, dass das, was geschieht, seine Richtigkeit hat und daher einfach toleriert werden sollte. Es heißt auch nicht, dass man seinen Mund halten soll. Ganz im Gegenteil. Insbesondere Betroffene, die herausfinden, wie andere (natürlich Belassene) beschaffen sind, und den Mut haben, sich diesem Trauma zu stellen, sollten alle nur erdenkliche Unterstützung erfahren. Und vor allem sie haben das Recht, sich privat und öffentlich dagegen auszusprechen – denn sie wissen, um was es geht (auch alle anderen dürfen und sollen sich natürlich äußern; von anderen Betroffenen werden Betroffene aber ernster genommen).

Was die richterliche Entscheidung hinsichtlich männlicher Beschneidungen in Deutschland im Rahmen der Ausübung religiöser Handlungen betrifft, so denke ich, sie hat mehr mit unserer geschichtlichen Vergangenheit zu tun. Das mindert natürlich nicht die Folgen, aber ich möchte nicht der Richter gewesen sein, der darüber hätte entscheiden sollen, ehrlich nicht.

Eine Vorhaut reparieren kann man vermutlich nicht; aber wie gesagt, es gibt sogar Männer, die sich der Entfernung freiwillig unterziehen, z.B. aus Gründen der Hygiene. Was den Umgang mit dem Trauma des Erlebnisses an sich betrifft – da brauchen Betroffene eben entsprechende fachliche Unterstützung und Begleitung; und die gibt es ja auch.

#11 |
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Chirurg
Chirurg

“Verstümmelung” beim Mann (Kleinkind) ist die komplette Entfernung der Vorhaut, (vulgo rituelle Beschneidung) wer das wirklich real kennt, weis dass das ohne Schmerzen nicht möglich ist, man kann nicht 5 Tage Narkose machen, pinkeln sie mal über eine frische Wunde.
Es hat sich so ganz allmälig rumgesprochen, dass auch die “medizinische Indikation” bei Phimose früher (oder heute noch???) viel zu früh gestellt wurde und dass (meist, nicht immer) die “Spontanheilung” bis zur Pupertät abgewartet werden kann. Ein solcher junger Mann würde sich ganz entschieden und mit Recht gegen eine Entfernung der Vorhaut wehren.
Denn er kann den gravierenden Unterschied beurteilen, ein Säugling nicht!
Hier macht man bei Phimose chirurgisch OHNE Resektion eine plastische Erweiterung, z.B. die “Tulpenplastik”, eine Technik der vernünftigen Franzosen.
Nennen sie mir ein Säugetier mit ungeschützter Eichel.
Dipl.-Psychologe, machen Sie sich etwas kundig, könnte ihnen jede Menge Kunden bringen:-)
Auch ein Beinamputierte gewöhnt sich daran. Was bleibt ihm auch übrig.

#10 |
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Dr.med.dent.Stefan Troendle
Dr.med.dent.Stefan Troendle

Ist das ein Forum der Heilberufler oder der “Gäste”, also der Anonymi, die nicht den Mut haben ihre meist dummen Ansichten mit ihrem ” ehrlichen” Namen zu veröffentlichen ?
Bitte verwehren Sie diesen ” Gästen” den Zugang zu Ihrer Plattform. Wenn nicht, dann bitte in Zukunft ohne mich. Streichen Sie mich aus Ihrer Liste.

#9 |
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Gast
Gast

@Agneta Melzer, allein von der Zahl her,
die gibt es auch in Deutschland massenhaft in USA noch häufiger
und stellen Sie sich vor, Deutschland hat man gegen den Willen der Bevölkerung noch am 12.12.2012 ein extra Gesetz gemacht, das das STRAFFREI macht und sogar den Täter dazu “berechtigt”!
Bei Frauen ist das natürlich strengstens (bei uns) verboten, freuen Sie sich doch! Hab auch als Arzt noch keine einzige gesehen. Das sollte man auch den Jungs gönnen.
@Dr. Rainer Balloff, § 1631d BGB neu geschaffen 2012 ist das Recht auf Verstümmelung eines minderjährigen Kindes.
Haben Sie denn eine einzige von den “Millionen Frauen” gesehen oder wenigsten gesprochen? Ich kenne das rein zufällig in Nigeria, wo sich die Frauen darüber wundern welcher Wirbel hier im Westen darüber gemacht wird. Das machen übrigens dort Frauen selbst.
Ich sehe das einfach ganz neutral als Arzt ohne Beachtung des Geschlechtes gleichermaßen “barbarisch”.
Übrigens sterben selbstverständlich in Afrika mehr Jungen daran, das wird dort nämlich sehr spät (“Männlichkeitsritus”) durchgeführt.

Mit dem “Sex” sind wir also noch nicht in der aufgeklärten Zeit angekommen.

#8 |
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Heilpraktikerin

Frau Dr. Lemmer: Ich finde es wichtig und richtig dass man anonym seine Meinung oder Kommentar äussern kann, denn man könnte vielleicht ansonsten auf das Umfeld des Betreffenden und damit auf den/die Patienten schliessen, und das wäre eine Verletzung der Schweigepflicht.

#7 |
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Dr. Rainer Balloff, dr-balloff@t-online.de
Dr. Rainer Balloff, dr-balloff@t-online.de

Dr. Rainer Balloff
Dipl.-Psychologe

An den “Gast”,
der meint, dass es wichtiger sei, zu erfahren wie man eine rituelle männliche Verstümmelung repariert. Sicher ist das auch ein wichtiges Thema, wenn tatsächlich eine Verstümmelung des männlichen Gliedes erfolgt ist. Auch das wäre im Übrigen eine Menschenrechtsverletzung. Meint er allerdings eine Beschneidung eines männlichen Kindes, wäre dieser Vorgang ganz sicher anders zu bewerten (vgl. z.B. § 1631d BGB). In fast allen Fällen sind die millionfachen weiblichen Genitalverstümmelungen schwere Körperverletzungen, die nicht selten mit dem Tod des Opfers oder lebenslangen Qualen einhergehen; zudem sind auch diese Verstümmelungen schwere Menschenrechtsverletzungen.
Eine Gleichstellung einer Beschneidung eines Jungen, falls das der Gast meint, mit Genitalverstümmelungen eines Mädchens oder einer Frau, stellt jedoch eine nicht akzeptabele Bagatellisierung der Verbrechen an Mädchen und Frauen dar.
Dr. Rainer Balloff

#6 |
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Dr. med. dent. Klaus Werner
Dr. med. dent. Klaus Werner

Es ist unglaublich, was hier n i c h t zum Thema gemacht wird, nämlich die Genitalverstümmelung aus religiösen Gründen. Sogar inmitten unserer “aufgeklärten” Gesellschaft wird heute noch toleriert, dass an nichteinwilligungsfähigen Jungen ein Verstümmelungsritual stattfindet.
@Beate Lemmer: Das ist meine Meinung, zu der ich auch stehe!

#5 |
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Psychologe

Ein sehr guter Artikel, wie ich finde, der nochmals das Thema “schön” darstellt. Die Beweggründe für soetwas sind so vielschichtig, weswegen ich es mal akzeptiere dass hier alles unter “Rituale” subsumiert wird und nicht unter dem Label der Religion wie es in einigen der genannten Länder der Fall ist.
Ich bezeweifel dass eine optische Korrektur alleine hilft, wie es teilweise in dem Artikel zurück kommt, aber gekoppelt an eine sehr gute (Psycho-)Therapie bin ich von überzeugt das es hilft.

Weiterhin viel Erfolg an O’Dey mit seinem Schwerpunkt!

PS: Ohne jetzt Werbung machen zu wollen, aber falls jemand sich mit dem Thema mehr auseinander setzen möchte kann ich das Buch von Nora Abdi “Tränen im Sand” empfehlen, welches ein Erfahrungsbericht darstellt.

#4 |
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Es ist mir schon früher aufgefallen, dass ein “Gast” hier anonym seine Meinung äußern kann, egal, ob nur als Provokation oder ernst gemeinter Art. Seine Meinung zu äußern, ist eines jeden Recht, das soll auch nicht eingeschränkt werden. Dies anonym zu tun, halte ich aber nicht für in Ordnung. Doc Check sollte diese Möglichkeit abstellen. Wer sich hier äußert, soll zu seinen Äußerungen auch mit Name und Berufsangabe stehen.

#3 |
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Agneta Melzer
Agneta Melzer

Warum zum Geier ist das wichtiger???

#2 |
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Gast
Gast

viel wichtiger:
wie “repariert” man eine “rituelle” männliche Verstümmelung?

#1 |
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