Depressive Diabetiker: Reichlich Qualorien

11. Juli 2012
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Diabetes und Depression: Ein Teufelskreis, dem Patienten nur mit professioneller Hilfe entkommen. Beide Erkrankungen stehen in engem Zusammenhang - ist die Seele wieder im Lot, können sich die Laborparameter verbessern.

Ein Unglück kommt selten allein: Dr. Martin Teufel, Universitätsklinik Tübingen, berichtet von einer Patientin, die seit ihrem siebten Lebensjahr an Diabetes mellitus leidet. In der Pubertät kamen Essstörungen mit hinzu, schließlich schnellte ihr Gewicht auf 70 Kilogramm in die Höhe. Bei der Anamnese zeigten sich sowohl metabolische als auch psychiatrische Auffälligkeiten – nur gemeinsam konnten Diabetologen und Therapeuten der Betroffenen helfen, wieder ein normales Leben zu führen.

Unheilige Allianz

Laut Privatdozent Dr. Bernhard Kulzer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Psychologie in der Deutschen Diabetes Gesellschaft, haben rund zwölf Prozent aller Diabetiker mit Depressionen zu kämpfen, bei der Allgemeinbevölkerung sind es etwa sechs Prozent. „Eine erhöhte Depressivität wie auch eine klinische Depression sind sowohl ein körperliches als auch ein seelisches Problem“, sagt Kulzer. Der Psychologe beschreibt neben Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit auch Schmerzen, Schlaflosigkeit oder Essstörungen – gemäß einer kürzlich veröffentlichten Arbeit ist rund jeder zweite Typ2-Diabetiker von Angst beziehungsweise Niedergeschlagenheit betroffen.

Stressachse am Durchdrehen

Kulzer sieht den Grund vor allem in Stressfaktoren, zu denen auch Diagnostik und Therapie von Diabetes mellitus gehören. Chronische Krankheiten werden Teil des Alltags und schränken die Lebensqualität stark ein. Darunter können Beruf und Familie leiden, gerade bei Typ 2-Diabetikern, die sich an ein Leben vor Insulin beziehungsweise Blutzuckermessgeräten erinnern. Besonders hoch ist die Belastung, sollten bereits Spätfolgen der Krankheit auftreten. Auf neuronaler Ebene wird ausgehend von der Amygdala die so genannte Stressachse aktiviert, mit Hypothalamus, Hypophyse und Nebennierenrinde. Ein hoher Corstisolspiegel wiederum kurbelt den Glykogenabbau in Muskeln an, und die Leber synthetisiert ebenfalls fleißig Glukose. Stressbedingt ausgeschüttetes Cortisol fördert gleichzeitig die Insulinresistenz.

Messen und Spritzen? Alles egal!

Patienten werden nicht nur von ihrer seelischen Erkrankung direkt belastet. Sie kontrollieren auch Blutzuckerwerte seltener und vernachlässigen Insulin beziehungsweise orale Antidiabetika. Studien haben gezeigt, dass Depressionen mit einer schlechteren Kontrolle von Typ 2-Diabetes einhergehen. Sinkt die Compliance, beobachten Kollegen oft miese HbA1c-Werte. Übergewichtige Diabetiker mit depressiver Episode brechen außerdem Programme zur Gewichtsverringerung weitaus häufiger ab, als Patienten ohne seelische Befindlichkeitsstörung. Mit Schulung oder Medikation werden sie bei diesen Menschen wenig erreichen, vielmehr ist psychiatrische Hilfe gefragt. Ohne entsprechende Intervention steigt ansonsten das Risiko möglicher Folgeerkrankungen und Patienten sterben in jüngeren Jahren.

Vielseitige Fragebögen

Kulzer: „Um bei Menschen mit Diabetes schlechte Blutzuckerwerte und Folgeerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, sowohl eine erhöhte Depressivität als auch eine Depression früh zu erkennen und zu behandeln.“ Allerdings übersehen Kollegen entsprechende Komorbiditäten oft – eine Möglichkeit wäre, den WHO-5-Fragebogen zum Wohlbefinden jährlich abzuarbeiten. In der Praxis geben der ITAS- (Insulin Treatment Appraisal Scale) und der PAID-Fragebogen (Problem Areas in Diabetes) zudem Hinweise auf eine mangelnde Therapietreue. Haben Kollegen seelische Befindlichkeitsstörungen erst einmal nachgewiesen, kommen laut Kulzer Antidepressiva, Verhaltenstherapien oder Kombinationen beider Verfahren zum Einsatz, entsprechend der Leitlinie. Diabetiker können lernen, ihr Leiden zu akzeptieren, anstatt dagegen anzukämpfen oder zu verzweifeln. Emotionale und kognitive Akzeptanz führt im besten Fall ohne sonstige Änderungen der Therapie zu einer deutlich besseren Stoffwechsellage. Allerdings gibt es bundesweit noch wenige Therapeuten, die sich auf diese Thematik spezialisiert haben. Bei Psychopharmaka lohnt ein kritischer Blick: Trizyklische Antidepressia wie Nortriptylin können die Stoffwechsellage verschlechtern, während bei SSRIs wie Fluoxetin und Sertralin Hypoglykämien beobachtet wurden, inklusive notwendiger Anpassung der Insulintherapie. Dennoch rät die Leitlinie „Psychosoziales und Diabetes mellitus“ an erster Stelle zu SSRIs. Positive Effekte von Stressreduktionsmaßnahmen wie der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobson oder der Biofeedback-Therapie ließen sich bis heute nicht zweifelsfrei nachweisen.

Vorsicht Alkohol

Bei Diabetes und Depression kommt schnell ein dritter Ungunstfaktor hinzu: der Alkohol-Abusus. Zwar zeigen Untersuchungen immer wieder, dass moderater Konsum vor Typ 2-Diabetes schützen kann, speziell bei Männern. Chronischer Missbrauch, bei Depression nicht selten, gilt jedoch als möglicher Auslöser dieser Stoffwechselerkrankung. Hat sich Diabetes erst einmal manifestiert, führt Ethanol zu weiteren Schäden: Diabetische Nephropathien treten vor allem zusammen mit hochprozentigen Getränken auf. Auch hemmt Ethanol die Gluconeogenese und die Verstoffwechslung freier Fettsäuren in der Leber. Nach exzessivem Konsum gerät der Körper schnell in Schieflage inklusive Ketoazidose: eine gefürchtete Komplikation, bei der sich Carbonsäuren im Blut anhäufen und den pH-Wert senken. Im Notfall muss Insulin zusammen mit Elektrolyten und Flüssigkeit verabreicht werden, ansonsten droht Lebensgefahr. Alle Komplikationen haben noch einen weiteren Aspekt: die Kostenfrage.

Großes Leid – Hohe Summen

Niederländische Forscher untersuchten kürzlich gesundheitsökonomische Aspekte. In einer retrospektiven Fall-Kontroll-Studie erfassten sie drei Jahre lang Daten von 7.128 depressiven Patienten und 23.772 nicht-depressiven Kontrollpersonen. Insgesamt identifizierten sie 393 depressive und 494 nicht-depressive Patienten mit Diabetes. Bei ersteren betrugen die ambulanten Kosten 1.039 Euro pro Jahr, im Vergleich zu 492 Euro ohne psychiatrische Komorbidität.

Einige Monate zuvor beschäftigte das Thema Gesundheitsökonomen aus Hamburg. Im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche fanden sie insgesamt 388 Studien, von denen 16 im Volltext analysiert wurden. Für Diabetiker mit Depression errechneten die Autoren Mehrkosten zwischen 35 und 300 Prozent im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Werte lassen sich unter anderem auf zusätzliche Therapien von Diabetes durch mangelnde Compliance zurückführen. Jetzt wollen sich Forscher der Frage widmen, ob eine effektivere Behandlung von Depressionen bei Diabetes-Patienten die Kosten langfristig zu reduzieren vermag – ein weiteres Argument, bei Betroffenen auch nach psychiatrischen Auffälligkeiten zu fahnden.

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Medizin

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11 Kommentare:

Diätassistentin

Sehr geehrter Herr van den Heuvel!

Vielen Dank für Ihre interessanten Ausführungen.
Ein Jahr lang habe ich mich beruflich intensiv mit Depression und Ernährungsstörungen befasst.
Die Beratung Depressiver ist abhängig vom Stadium der Bereitschaft. Es bedarf Ernährungspsychologischer Vorbereitungen von Bereitschaft ¿ Vertrauen ¿ Motivation.
Erkennen Depressive ihren circulus vitiosus?
Erst wenn Depressive bereit für Änderungen und eine neue Konstruktion sind, dann kann mit professioneller Behandlung und neuen Ankern das Leben wieder in normale Bahnen kommen.
Bei depressiven Menschen sollte der gesamte Lebensstil mit der Alltagsernährung unter die Lupe genommen werden.
Wenn Nahrung wie eine pharmazeutische Substanz wirken soll, dann sind Experten für Ernährungsberatung und Diättherapie (Diätassistenten wie staatl. anerk. Berufsgruppen mit diaetologischer Basisqualifikation) gefragt.
Ein entsprechendes ¿Ganzheitliches antidepressives Essmodell!¿ soll nicht außer Acht gelassen. (Berufs-)Erfahrene Diätassistenten sollten am Besten noch vor Einsatz von Psychopharmaka und Nahrungsergänzungsmittel mit in die Behandlung von Depressionen einbezogen werden, dadurch kann gezielt ein besserer Ernährungsstatus erreicht und Depressionen bald gemildert werden.
Autoimmunthyreoiditis und Diabetes sind häufig assoziiert. Deshalb muss auch an die Schilddrüse gedacht werden, denn eine chron. entzündete Schilddrüse kann neben Gewichtszunahme und Haarausfall auch eine depressive Verstimmung zur Folge haben.
Vielseitige und wechselseitige Bedingungen durch Lebensstil, Nahrung (Ernährung) und Krankheiten mit Depressionen oder ausgelöst durch Depressionen können nur von berufserfahrenen oder fachkundigen Heilberuflern/Kollegen erkannt werden und (mit-) behandelt werden.

Der Berufsverband, http://www.vdd.de, bietet ernährungspsychologische Fortbildungen ¿Sprechstunde Depression¿ an.
Bei der Behandlung von depressiven Diabetikern gehören im Idealfall die Diabetesberater der Berufsgruppe der Diätassistenten an mit den entsprechenden Kenntnissen.
Die ärztliche Verordnung ¿Depression mit Ernährungsstörung¿ oder ¿Depression und Diabetes ¿ durch den behandelnden Arzt ist bugetneutral und wird von den Krankenkassen bezuschusst. Die Behandlung ist eine diätetische und ernährungspsychologische Herausforderung mit einem Abwägen zwischen Aktivierung und Überforderung.

Ich stimme Herrn Dr. med. dent. Georg Fischer zu, ein “Gesamtkonzept” soll deltaförmig ausgerichtet sein und genau das ist ganz im Sinne moderner Diaita.

Danke, Herr van den Heuvel.

G. Haberecht

#11 |
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Ingrid Werner
Ingrid Werner

Ich verstehe nicht wieso immer wieder solche Diabetes Typ 2 Artikel verfaßt werden. Diabetes Typ 2 ist selbst verschuldet. Eine Lifestyle Erkrankung aufgrund Hyperkalorischer Ernährung mit Bewegungsmangel gepaart. Eine typische Wohlstasagesellschafterkrankung. Ursache für das übermäßige Einverleiben von Kalorien und Sitzen vor dem Fernseher sind sehr oft Depressionen. Die Folge Adipositas, Diabetes Typ 2, Hypertonie etc. Diese Patienten werden dann auch nicht mit Diskreminierung für ihre “Krankheit” bestraft, sondern rechtmäßigerweise für ein Verhalten geächtet, was die Allgemeinheit mit den Krankenkassenbeiträgen bezahlen muß.Da ist dann kein Unterschied zu dem selbstverschuldeten BronchialCa von Rauchern. Wann endlich begreifen Allgemeinmediziner und Diabetologen diesen Zusammenhang und lassen die Ursache, nämlich die depression von Psychiatern oder Psychotherapeuten behandeln anstatt an den Folgen herumzudoktern. Uneinsichtige, weiterfressende Patienten sollten Privat bezahlen!

#10 |
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Hildegard Bohnenkamp
Hildegard Bohnenkamp

Hier ist auch die frühzeitige Zusammenarbeit mit uns Diabetesberater/innen DDG angezeigt. Wir sind nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch ambulant tätig als Bindeglied zwischen Arzt und Patient.
Wir stärken das Selbstbewußtsein der Betroffenen durch praxisnahe Wissensvermittlung auf gleicher Augenhöhe.
Ob in der Einzelberatung (wird von Kassen bezuschusst) oder in Kleingruppen, die kompetente Schulung motiviert, fördert Lebensqualität – und Perspektive.
Gut geschulte Menschen mit Diabetes haben weniger Depressionen.
Adressen von Diabetesberaterinnen erhalten Sie unter http://www.vdbd.de

#9 |
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und bitte vor Einstaz von Psychopharmaka auch mal an die Schilddrüse denken, denn die verursacht gerne depressive Verstimmung. Autoimmunthyreoiditis und Diabetes sind häufig assoziiert. Mein besonderer Dank an Silke Schuster deren Aussagen ich nur unterstreichen kann,
Leveke Brakebusch

#8 |
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Dr. Thomas Roden
Dr. Thomas Roden

Die Diskussion ist herzerfrischend, das Wissen um die Zusammenhänge bei vielen Beteiligten mehr als nur dürftig.
Einen fast “liebevollen” Zugang zu den Zusammenhängen zwischen Übergewicht, Diabetes und Hirn bekommt man bei der Lektüre von Achim Peters ” Das Egoistische Gehirn”.
Ihne Verständnis für ein ” Brain-pull ” und die Rolle von Amygdala kann man diese Zusammenhänge nicht ausreichend begreifen.

#7 |
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Dr. med. vet. Hans Koremans
Dr. med. vet. Hans Koremans

Überhaupt nicht erwähnt wurde die Problematik der nicht-alkoholbedingten Neuropathie der Diabetiker und die daraus resultierende depressive Situation des Patienten. Wer ständig diese Schmerzen hat, für die es nach wie vor kein anderes Präparat als Gabapentin gibt, das leider viel zu schnell den Gewöhnungsfaktor erreicht, gelangt leider genauso in eine tiefe Depression, Lebensmüdigkeit.
Meine Mutter plagt sich damit herum, und man steht, obwohl Mediziner, dem ohnmächtig gegenüber und kann nichts tun. Wer zu diesem Thema Neues weiss, möge sich bitte an mich wenden in diesem DocCheck-Forum.

#6 |
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Dr. Christian Messer
Dr. Christian Messer

Diabetiker mit psychodynamischen Implikationen, die einen Einfluss auf die Einstellung des Diabetes haben, gehören fachlich ausschließlich in die Hände eines Facharztes für Psychosomatische Medizin oder einen ärztlichen Psychotherapeuten mit diabetologischer Kompetenz. Leider steht die Berufspolitik der Psychologen der Behandlungskompetenz für diese Patientengruppe, die eine Schnittstellenmedizin brauchen, allzumeist im Wege.
Terminologien wie Psychodiabetologe sind sematische Irreführungen, die Arztkinder zu Kinderärzten machen.
Leider werden so Ressourcenverschwendungen semantisch legalisiert.
Diabetes ist eine hochkomplexe Erkrankung. Sie im Rahmen einer meist notwendigen psychoedynamischen Behandlung mitzutherapieren, erfordert ein Medizinstudium.
Selbstverständlich helfen SSRIs hier ebensowenig, wie sie sonst dies – auf lange Sicht gesehen – tun.

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Dr. med.dent. Georg Fischer
Dr. med.dent. Georg Fischer

Sehr geehrter Herr van den Heuvel,
auch ich finde, dass Sie genau auf dem richtigen Weg sind. Entmutigung und Schuldzuweisungen führen zu erhöhter psychischer Belastung und Demotivation. Oft wird den Patienten unterstellt zu wenig auf die gesunde Ernährung zu achten oder zu wenig Sport zu betreiben, man sollte ein “Gesamtkonzept” entwickelt, das jedoch deltaförmig ausgerichtet ist und nicht nur einspurige Vorschriften beinhaltet. Stress, Beruf, Familie und Gesundheit sind schwer unter einen souveränen Hut zu bekommen! Wichtig ist im zahnärztlichen Bereich auch die regelmäßige PZR ( 3-4 mal pro Jahr!)
Dr. Georg Fischer

#4 |
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Eberhard Krämer
Eberhard Krämer

Sehr gut recherchierter Artikel. Diabetes hat auch immer mit den Erährungsgewohnheiten, der psychischen Belastung und den sozialen Umfeld zu tun. Erschreckend ist ,auch, wie wenig sich manche Hausärzte mit der Diabetologie beschäftigen. Bei Vox popoli ist Diabetes auch fast immer negativ besetzt. Ein hoer Risikofaktor sind auch Lebensmittelzusatzstoffe, was weder von der Pharmaindustrie noch von der Lebensmittelindustrie kommusniziert wird. Und die Mehrheit der “Zivilisationsgesellschaft” ernährt sich zunehmend mit SECOND-HAND-Lebensmitteln….

#3 |
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Ärztin

Wir müssen uns über die den Diabetes Typ II und vor allem das metabolische Syndrom flankierende Depressionen nicht wundern solange Patienten mit Diskriminierung für ihre Krankheit bestraft werden. Neben der pharmakologischen Therapie, die für viele Patienten zusätzlich mit erheblicher Gewichszunahme verbunden ist wird den Patienten von ihren Mitmenschen auch heute noch Selbstversulden wegen vermeintlicher Unmäßigkeit vorgeworfen. Mit der Forderung erheblich Gewicht zu reduzieren werden sie meistens gleichzeitig von ihren behandelnden Arzt alleine gelassen.
Leider haben sich kaum Teilnehmer für den Artikel “personalisierte Medizin” interessiert. Neben einem respektvolleren Umgang mit übergewichtigen (meist diabetischen) Mitmenschen steckt in diesem Ansatz wahrscheinlich die Lösung des Problems.

#2 |
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Kurt Arbogast
Kurt Arbogast

Sehr geehrter Herr van den Heuvel

Als Mitarbeiter innerhalb eines Pharmaunternehmens mit diabetischem Schwerpunkt kann ich Ihre Aussagen und Recherchen nur unterstützen.
Auch meiner persönlichen Meinung nach ist eine diabetische Erkrankung aufgrund mangelder therapeutischer Compliance meist dazu bestimmt als verkannte Depression zu enden.
Gewichtsabnahme, Medikamente, Injektionen und dergleichen werden empfohlen und verordnet, Patienten werden beschimpft, ja sogar bestraft, wenn sich nicht gleich Erfolge zeigen. Der Patient fühlt sich unverstanden und findet keine Ansatzpunkte hier gleich tausendfach gegebene Ratschläge umzusetzen und ist mit sich selbst unzufrieden!
Hier ist tatsächlich eine antidepressive Behandlung ein wichtiger Schritt auch die dann zu erfolgende antidiabetische Behandlung zu beschleunigen bzw. die Mitarbeit des Patienten zu verbessern!

Ich danke Ihnen für diese ausgezeichnete Recherche!

Ihr
Kurt Arbogast

#1 |
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