Fluorid: Gelutscht oder gebürstet?

15. April 2014
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Kleine Patienten – große Diskrepanzen: Während Zahnärzte auf fluoridhaltige Cremes zur Kariesprophylaxe setzen, bevorzugen Kinderärzte orale Fluoridgaben. Jenseits dieses Streits fordern Zahnärzte, mit Prophylaxe-Leistungen deutlich früher anzusetzen.

Karies ist die häufigste Erkrankung bei Kleinkindern, berichten mehrere Krankenkassen. Im Vergleich zu Karies der permanenten Dentition steigt die Inzidenz bei Milchzähnen ständig an. Häufig sind Sprösslinge von Eltern mit schlechter Ausbildung, niedrigem Sozialstatus oder Migrationshintergrund betroffen. Zwei Prozent aller kleinen Patienten haben statistisch gesehen 52 Prozent der Kariesläsionen. Hier besteht ohne Zweifel großer Handlungsbedarf.

Punkt für Punkt gegen Karies

Mit ihrem „Fünf-Punkte-Plan“ gibt die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) Laien jetzt ein Maßnahmenpaket zur Prophylaxe an die Hand, das in weiten Teilen auch für Kleinkinder Bedeutung hat. Eltern sollten die Zähne ihrer Sprösslinge zweimal pro Tag putzen und zuckerhaltige Getränke nicht zu häufig geben, heißt es im Dokument. Bleibt noch der Einsatz von Fluorid. In letzter Zeit haben Wissenschaftler dieses Anion kritisch unter die Lupe genommen. Es ersetzt einerseits OH-Gruppen aus Hydroxylapatit – hierbei entsteht ein in Säuren schwerer lösliches Mineral. Andererseits gibt es Hinweise, dass Streptococcus mutans bei Anwesenheit von Fluorid weniger Säure produziert.

Die Studienlage …

Zum wissenschaftlichen Hintergrund der chemischen Prophylaxe gibt es hunderte an Fachartikeln. Bereits 2007 untersuchte Professor Dr. Klaus Pieper 1.237 Zwölfjährige. Kinder, die bis zum zweiten Lebensjahr Fluoridtabletten bekommen hatten, wiesen signifikant niedrigere DMFT-Werte (decayed, missed, filled tooth; Zahl der kariösen, wegen Karies gezogenen oder gefüllten Zähne) auf als Vergleichsgruppen ohne Fluorid-Prophylaxe. Eine Studie von Senay Yüksel zeigte ebenfalls, dass Vorschulkinder, die regelmäßig Fluoridtabletten eingenommen hatten, deutlich niedrigere DMFT-Mittelwerte aufwiesen als Gleichaltrige ohne entsprechende Supplementation. „Die verfügbaren Daten zur Tablettenfluoridierung weisen auf eine sowohl topische als auch systemische kariesprophylaktische Wirkung hin, wobei für die langfristige Kariesprävention der topische Effekt von größerer Bedeutung ist“, heißt es in der DGZMK-Leitlinie zu Fluoridierungsmaßnahmen. „Deshalb sollten Fluoridtabletten nach dem Zahndurchbruch möglichst gelutscht werden, um die topische Wirkungskomponente bestmöglich zu nutzen.“

Kürzlich veröffentlichte das US-amerikanische ADA Center for Evidence-Based Dentistry eine Metaanalyse von 71 Studien. Daraus leiten Zahnärzte evidenzbasierte Empfehlungen für fluoridhaltige Lacke, Mundspüllösungen oder Zahncremes ab. Die Effektivität aller Maßnahmen ist von der Fluoriddosis und der Anwendungsfrequenz abhängig. Bei älteren Menschen erweist sich die Datenlage als etwas schlechter. „Es deutet nichts darauf hin, dass der prophylaktische Effekt sich wesentlich von dem jüngerer Menschen unterscheidet“, heißt es als Kommentar im Papier „Grundlegende Empfehlungen zur Kariesprophylaxe im bleibenden Gebiss“. Höhere Fluoridmengen führen jedoch zu Dental- und Skelettfluorosen. Zähne und Knochen verlieren dann ihre Elastizität, sie werden brüchiger. Eine Ausnahme sind in diesem Zusammenhang Zahncremes mit 5.000 ppm Fluorid. Klinischen Studien zufolge leisten die Präparate einen Beitrag, um Wurzelkaries zu vermeiden. Jenseits aller wissenschaftlichen Fakten nimmt das Thema politische Dimensionen an.

… und der Disput

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) rät Eltern, bei ihrem Nachwuchs ab dem Durchbruch der ersten Zähne Zahncremes mit Fluorid zu verwenden. Für Sprösslinge unter sechs Jahren gibt es Produkte, die nur 500 ppm enthalten, während ältere Kinder Pasten mit bis zu 1.500 ppm verwenden sollten. Produkte mit Fruchtgeschmack führen oft zum Herunterschlucken und sollten deshalb nicht verwendet werden. Hier gibt die Bundeszahnärztekammer Entwarnung. „Untersuchungen zeigen, dass eine ständige Fluoridaufnahme bei Kindern bis zum Alter von sechs bis acht Jahren, die mehr als das Doppelte der empfohlenen Zufuhr beträgt, zu geringfügigen weißlichen Schmelzflecken führen kann (Zahnfluorose), die nicht mit gesundheitlichen Nachteilen verbunden sind“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. „Bei stärkerer Überdosierung kann es zu deutlich braunen Zahnverfärbungen kommen. Eine Fluoridzufuhr, die zu einer Knochenfluorose führt (10 bis 25 mg Fluoride pro Tag über mindestens 10 Jahre), kann durch die Verwendung der herkömmlichen Zufuhrarten (z. B. Trinkwasser, Speisesalz, Tabletten) nicht auftreten.“ Demgegenüber favorisieren die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin regelmäßige Fluoridgaben von 0,25 mg pro Tag in den ersten sechs Lebensmonaten. Nach Durchbruch der Milchzähne sollte eine tägliche Zahnpflege mit hinzukommen. Da Kleinkinder häufig Zahnpasta verschlucken, raten Pädiater von fluoridhaltigen Zahncremes ab.

Wenn zwei sich streiten, leidet der Dritte

Fluorid gebürstet oder gelutscht – egal, das eigentliche Problem liegt an einer anderen Stelle. Zu Beginn ihres Lebens sehen kleine Patienten fast nur ihren Pädiater. Jetzt fordern Zahnärzte, Kinder bereits ab dem sechsten Monat regelmäßig zu untersuchen – bislang ist das erst ab zweieinhalb Jahren möglich. In Sachsen-Anhalt greift seit April ein Vertrag zwischen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung und der Barmer GEK: Mädchen und Jungen zwischen sechs und 30 Monaten haben Anspruch auf zwei Früherkennungsuntersuchungen.

43 Wertungen (4.12 ø)

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25 Kommentare:

Gast
Gast

Das Bundesinstitut für Risikobewertung fasste in seiner Information Nr. 037 vom 12. Juli 2005 sehr gut mit den folgenden Worten zusammen: „Fluorid ist für den Menschen nicht lebensnotwendig. Dagegen kann ein Zuviel an Fluorid zu einem Gesundheitsrisiko werden.“

@Herr Dr. Stefan Draeger aus Tübingen: Sitzen dort vielleicht die von Ihnen erwähnten Dümmlichen und ist hier der Kampf gegen die Dummheit zu führen?
P.S.: anders als bei so mancher Chlorverbindung wie z.B. NaCl verhält es sich bei Fluoriden so, dass sie tatsächlich giftig sind, auch wenn nicht mehr so giftig, wie das Gas Fluor. ;-) (Sorry, bin Mitfünfziger)

#25 |
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Dr. Stefan Draeger, Tübingen
Dr. Stefan Draeger, Tübingen

Bez. Medikation Fluorid zur Erhöhung der Säurefestigkeit des Zahnschmelz:
Schade, schade, schade, wenn Fachleute (Ärzte, Zahnärzte) nachlässig und weltanschauliche Besserwisser unwissend oder vorsätzlich Fluorid mit Fluor verwechseln! Damit wird natürlich auch wissenschaftlich falsch und unzulässig, die Wirkung von Fluorid mit dem Gas! Fluor gleichgesetzt!!
All diese möchte ich warnen, ja ich setze mich hiermit zu später Stunde für deren Leben ein, mache mir Sorgen: Bitte, bitte ab sofort Finger weg von der tägl. Chlor-Gas-Aufnahme! in Form von NaCl, Natrium-Chlorid , vulgo: Kochsalz!
Die Diskussion über den Nutzen für die Kariesresistenz ist längst seit 2-3 Jahrzehnten wissenschaftlich in tausenden von ernst zu nehmenden Studien/Untersuchungen entschieden zugunsten der gesteuerten Fluoridgabe
(in Abhängigkeit von örtl. Trinkwasserzusammensetzung, Familienanamnese,
Ernährungsgewohnheiten, Pat.-Alter, Pflegezustand u.a.).
Es ist ein Witz – nein , eine unverantwortliche, meist weltanschaulich begründete Fehleinstellung zu behaupten, systemische Fluoridgaben bis zum 9.-12. LJ. und danach topische Anwendung in Zahnpasten/Mundspülungen würden zu Osteporose im Alter führen.
Wir Zahnärzte/Ärzte haben diese weltanschaulich vernagelten, unwissen-schaftlichen “Argumente” der Besserwisser noch gut in Erinnerung bez. der
Amalgamdiskussion Ende der Achtzigerjahre. Auch da haben die Kritiker die
Chemie nicht verstanden! Sonst hätten die sich vehement für eine Kennzeichnung des wirklich “giftigen” Methyl- Quecksilbergehaltes in Fischen
eingesetzt.
Nix mehr mit freitags katholisch gottgefälligem Fischverzehr, außer als welt- anschaulicher Buße!
Würden wir Zahnärzte uns morgen für ein Verbot von FLUORIDEN einsetzen und übermorgen bekäme ein “Besserwisser”-Nachwuchs Karies: Wir ZÄ würden beschuldigt, weil wir mit der Zucker-Maffia im Bunde stünden.
Und über-übermorgen würden wir behandeln und Rechnungen schreiben
müssen und wieder als Abzocker dastehen !!!!
Kampf der DUMMHEIT , Kampf den DÜMMLICHEN!!
(Sorry, ich bin ein Altachtensechiziger und gerade noch 68 Jahre alt!!)

#24 |
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Gast
Gast

@Mathias Schmidt, gerade bei Kindern gibt es auch Körperverletzung durch Unterlassung, bis zum Tod, nicht all zu selten.
Nichtwissen entschuldigt so einiges,
aber nicht alles,
wie z.B. die rein vegetarische Ernährung von Säuglingen.

#23 |
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Mathias Schmidt
Mathias Schmidt

Mmh, habe gute Zahnpflege – lt. Zahnarzt – immer schön fluoridiert, als Kind systemisch und jetzt oral – bis zur deutlichen Fluorose. Habe dazu eine Abneigung gegen Süßes und lege Wert auf vollwertige Ernährung.
Und trotzdem Karies!
Was nun … ???

@ Apothekerin Stuppe:
Wie kann etwas eine Körperverletzung darstellen, wenn man etwas Widernatürliches (z.B. langfristige hohe Natriumfluorid-Dosen oder ein im Labor zubereiteter Impfstoff) sich nicht zuführt?

#22 |
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Gast
Gast

zu #21 können Sie erklären warum menschliche Vorfahren schon vor über 1 Million Jahren zahnlos waren?
Die Antropologen werten das als Zeichen sozialer Fürsoge.
http://www.heise.de/tp/artikel/19/19830/1.html

#21 |
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Arzt
Arzt

“nur den Pädiater” find ich jetzt aber gemein.

#20 |
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Zahnarzt

@21:
Sie haben die Antwort ja schon selbst gegeben: Wer sich entsprechend ernährt, braucht sich um Karies nicht zu sorgen und muss auch keinen Gedanken an Fluoridierung verschwenden. Ob diese zivilisationsfernen Volksgruppen (an wen dachten Sie da eigentlich ?) tatsächlich eine höhere Lebenserwartung haben, sei dahingestellt.

Ich hoffe, Sie wollten jetzt nicht ausdrücken: „Wer Zucker zu sich nimmt, ist selbst schuld und verdient keine ärztlichen oder gesellschaftlichen Bemühungen um Abhilfe“.

Zweiter Absatz: Im Gegensatz zum Batteriehuhn fälle ich meine Kaufentscheidung am Supermarktregal selbst und kaufe –gegen Aufpreis- das spezielle Salz (und Sie eben nicht), wo ist das Problem ?

Und wer will dem Vegetarier wozu ein Antibiotikum aufzwingen ???

#19 |
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Gast
Gast

Herr Thomas Murphy,

können Sie vielleicht erklären, warum einige Volksgruppen, die sich ohne industriell gefertigte Lebensmittel ernähren, Karies und Zivilisationskrankheiten nicht kennen und trotzdem eine höhere durchschnittliche Lebenserwartung haben und dabei noch bis ins hohe Alter gesund sind?

Zum Jod im Speisesalz noch Flour dazu und am besten für die Vegatarier auch noch gleich das Antibiotikum! Super Idee, da kommt man sich doch irgendwie vor wie bei der Massentierhaltung.

#18 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Christian Piorr, darf ich Sie höflichst darauf hinweisen, dass der Fluoreffekt nicht die Kariesbakterien angreift, sondern die Schmelzqualität der Zähne DEUTLICH verbessert so wie auch die Knochenstabilität ganz allgemein, nicht nur die Zähne. Deshalb ist es besondern wichtig für den wachsenden Zahn (Kinder).
Auch ein saurer Apfel kann den Schmelz aufweichen.
Vor dem fabrickmäßigen Herstellen von Zucker (Zuckerrüben), war der schon im Altertum importierte Zucker aus Zuckerrohr ein unerschwinglicher Luxus weniger. Auch Übergewicht und Diabetes waren seltener, trotzdem gab es auch früher Karies, schon bei den Ägyptern und das Bild einer alten Frau (auch Hexe) war das Bild eines zahnlosen Menschen.
Gestoben wurde trotzdem wesentlich früher, besonders im Mittelalter an Infektionen, wofür es keinerlei Impfungen gab. Schiller starb mit 45 Jahren, Chopin mit 39 Jahren.
Und dann verraten Sie uns doch bitte noch, welcher “Krebs” zunimmt?

mfG

#17 |
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Zahnarzt

Karies ist keine Fluorid-Mangelerkrankung, aber bei der Mehrzahl der betroffenen Kinder werden wir keine Ernährungsumstellung bewirken können. Also braucht es einen „niedrigschwelligen“ Ansatz.

Kann einer der besorgten Warner oder der bizarren Uran-Abfall-Sektierer uns erklären, warum in den Gegenden der Welt, in denen aufgrund der örtlichen geologischen Verhältnisse das Trinkwasser einen sehr hohen Fluoridgehalt aufweist, die Menschen nicht früher sterben, sondern lediglich die beschriebenen Schmelzverfärbungen aufweisen ?

Mir fehlt in dieser Debatte der Hinweis auf das fluoridierte Speisesalz, durch das die psychologisch problematische Gewöhnung der Kinder an eine regelmäßige Tabletteneinnahme überflüssig wird. Dieses halte ich für einen zentralen Baustein der Kariesprophylaxe.

NB: Natrium und Chlor sind chemisch gesehen auch keine Waisenknaben …

#16 |
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Apothekerin

Entsetzlich, wieviele DocChek-User hier über das böse “Gift” Fluorid schimpfen und zu allem Überfluss “Aufklärung” fordern – dabei ist die Aufklärung an all jenen offenbar vorübergegangen, die ihr “Wissen” aus einschlägigen Propagandaseiten statt aus den zahlreichen vorhandenen großen Studien und Metaanalysen beziehen und die noch mental in der Steinzeit der Fluoridtherapie leben, als man noch heftig überdosierte, weil man es nicht besser wusste. Die Dosis macht das Gift, wie bei jeder pharmakologisch wirksamen Substanz.
Wer seinen Kindern Fluorid in irgendeiner Form vorenthält, begeht in meinen Augen (versuchte) Körperverletzung. Das ist dann dieselbe Ideologie wie die der Impfgegner oder Bluttransfusionsablehner oder sonstiger Glaube-statt-Vernunft-Anhänger.
Es macht mich immer wieder traurig, wie mir auf diesem Portal, das dem Austausch von Wissen und der Weiterentwicklung von Wissenschaft, dem Anwenden von Vernunft und Verstand, dienen sollte, Ideologie und Glaube an jeder Ecke die Vernunft zu verdrängen suchen.

@Christian Piorr: Genau, wir geben den Kindern Fluorid weil wir unsere Abfälle aus der Uranindustrie loswerden müssen. Made my day.

#15 |
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Tobias Sprenzinger
Tobias Sprenzinger

ha, ist das ein Spaß hier!
Halb Deutschland ist sicher kurz vorm krepieren, weil alle früher Fluoretten gelutscht haben! Und wen das nicht schafft, den erwischt die gute alte fluoridhaltige Zahnpasta.
Jeder praktizierende Zahnarzt, der hier mitliest wird mitlachen müssen…

#14 |
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Gast
Gast

Vielen Dank Herr Dipl. Biol. Thorsten Walter
Eine schlechte Ernährung ist bekanntlich der alleinige Verursacher von Karies. Und nicht nur von Karies, sondern von allen sogenannten Zivilisationskrankheiten. Wenn wir denn anfangen würden, unsere Kinder anstatt mit Fluorverbindungen präventiv zu vergiften und stattdessen Gesundheit fördern würden, wäre das nicht wunderbar?
Mich erinnert dieser Beitrag an die Geschichte mit dem Teufel und dem Belzebuben.

#13 |
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Gast
Gast

@Christian Piorr könnte es sein, dass “ihre Familie” Zucker etc. meidet und/oder gewissenhafte Zahnpflege betreibt?

Uran ist nur böse in der Hand der Amerikaner.
Im Schwarzwald gibt es davon reichlich, deshalb leben die Menschen dort etwas länger.

#12 |
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Gast
Gast

Man hätte auf das Bild der Fluorose verzichten sollen, dass schon Studenten vor 50 Jahren als seltenes Archivbild bei ÜBERDOSIERUNG kennen,
da hier wieder die üblichen Spinner auftreten, die das Kind unbedingt gleich mit dem Bade ausschütten wollen, wie die fanatischen dummen Impfgegner.
Eine “Emanzipation der Doofen”.

#11 |
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Dipl. Biol. Thorsten Walter
Dipl. Biol. Thorsten Walter

Unglaublich, dass Fluorid immernoch propagiert wird – und das sogar von Ärzten, die es eigentlich besser wissen sollten! Die Auswirkungen von Fluorid im Körper sind verheerend, besonders im Bereich der endokrinen Drüsen.
Am Bild der Fluorose läßt sich zeigen, dass Fluorid den Zahnschmelz brüchig werden läßt. Bereits 30% der Kinder in der Schweiz leiden unter der sog. Molaren-Incisiven-Hypoplasie (MIH), die sich kein Arzt erklären kann. Der Schmelz platzt beim Kauen ab, die Zähne sind sehr kariesanfällig und scheinen geradezu wegzubröseln. Vielleicht sollte man einfach mal untersuchen, ob nicht die schleichende Fluoridvergiftung als Ursache in Frage kommt.

http://www.welt.de/gesundheit/article115861663/Wenn-die-Zaehne-von-Kleinkindern-einfach-zerbroeseln.html
http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/-Die-Zaehne-zerbroeseln-geradezu-im-Mund–23488331

#10 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Wir sehen in unserer Vorsorge-orientierten Praxis eher Fluoridschäden! Mal ganz abgesehen davon, dass ich Tablettengaben absolut ablehne – so ein Abfallprodukt gehört nicht in Kindermund und ich werte es als Armutszeugnis von Eltern, die keinen Einfluß nehmen können auf die Ernährungsgewohnheiten der Kinder und nicht deren Zähne nachputzen wollen.
Wir bevorzugen ein homöopathisches “Fluoridprogramm”.
UND – WIE IMMER (nach Hahnemann): die Dosis machts, auch bei oralen Fluoridgaben.

#9 |
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lvhaselberg
lvhaselberg

Herr Mönter, genau so ist es. Und m.E. dient die Zahnärztebewegung der Umsatzsteigerung. Ich habe seit Fluoridtabletten in 30 Jahren die Karies massiv zurückgehen sehen, sicher nicht, weil plötzlich alle so toll die Zähne putzten. Wenn die Zahnärzte von der Frühversorgung abraten, werden die Zahlen wohl wieder hoch gehen.
N.B. Ich staune immer wieder über Kommentare, die längst widerlegte Thesen wiederkäuen: Fluorid ist kein Fluor!

#8 |
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Dr. Frank Hollmann
Dr. Frank Hollmann

Lieber Herr Mönter,
da haben Sie zu 100% Recht!

#7 |
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Her van den Heuvel schreibt:
“…das eigentliche Problem liegt an einer anderen Stelle. Zu Beginn ihres Lebens sehen kleine Patienten fast nur ihren Pädiater. Jetzt fordern Zahnärzte, Kinder bereits ab dem sechsten Monat regelmäßig zu untersuchen”

Diese Aussage kann man so nicht stehen lassen!
Die Ursache der Karies ist nicht daß die Kinder keinen Zahnarzt sehen, sondern daß viele Eltern sich bei Ihren Kindern nicht durchsetzen können:
1. und es nicht schaffen den kleinen die Zähne regelmäßig zu putzen
2. den Konsum süßer Tees und Getränke aus der Nuckelflasche nicht unterbinden (…dann weit er doch, Doktor, wenn ich ihm die Flasche wegnehme…) speziell auch noch als Einschlafdauernuckel
3. zuviele Süßigkeiten gegessen werden
4. auch die Eltern nicht vom Wert kariefreier Milchzähne überzeugt sind
zudem
5. Der Industrie nicht verboten wird weiter zuckerhaltige Instanttees für Bays und Kleinkinder zu verkauen und diese auch noch mit der Aufschrift “Kristallzuckerfrei” zu versehen
6. Hebammen vehement gegen Fluor zu Felde ziehen wegen ach so schrecklicher Nebenwirkungen

Zu Zahnärztlichen Vorsorgen werden die Familen gehen, deren Kinder auch jetzt schon gute Zähne haben, die Problemfamilien werden wegbleiben

#6 |
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Das ist nicht neu. ” Kinderstomatologie” hieß das bis zur Wende. Dafür gab es Lehrstühle, das wurde schon erforscht. Mit diesem Wissen arbeiteten schon jahrzehntelang Fachzahnärzte für Kinderstomatologie in den neuen Bundesländern. Prof. Künzel hieß der Wegbereiter. Man muß auch nicht das Fahrrad neu erfinden.

#5 |
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Katharina Heckler
Katharina Heckler

Vielen Dank Dr. Rocke! Es ist jedes Mal so viel Aufklärungsarbeit am Patienten zu leisten, damit sie dieses Gift bei sich und ihren Kindern weglassen.

#4 |
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Den Nutzen der Kariesprophylaxe möchte ich hier gar nicht in Frage stellen, wie aber Herr Troendle bereits schreibt: “und das vernünftige Maß an Fluorzufuhr.”
Es muss jenseits dentalmedizinischer Fragestellung auch an die Toxizität von Fluor gedacht werden.

siehe z.B.:
Developmental fluoride neurotoxicity: a systematic review and meta-analysis.
Choi AL1, Sun G, Zhang Y, Grandjean P. Environ Health Perspect. 2012 Oct;120(10):1362-8. doi: 10.1289/ehp.1104912.

#3 |
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Ernährung verbessern, Immunsystem stärken und dieses Gift allenfalls topisch verabreichen – am Besten gar nicht! Eine systemische Flouridtherapie sollte bestraft werden. Wer sich mit medizinischer Mikronährstofftherapie und Endokrinologie beschäftigt, wird dies früher oder später auch begreifen – nicht unbedingt eine stärker der (Zahn)ärztekammervertreter, fürchte ich…

#2 |
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Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

Gelutscht oder gebürstet – geschüttelt oder gerührt –
Wichtig ist nicht die Applikation sondern überhaupt eine Fluoridierung und das vernünftige Maß an Fluorzufuhr.

#1 |
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