Hypertonie: Kein Kotelett, bitte

16. April 2014
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Eine Metastudie aus randomisierten Studien und Beobachtungsstudien zeigt: Vegetarier haben einen niedrigeren Blutdruck als Mischkostverzehrer. Ob das allerdings wirklich nur auf den Fleischverzicht zurückzuführen ist, bleibt offen.

Ob Fleisch zu einer gesunden Ernährung gehört, darüber lässt sich trefflich streiten (DocCheck berichtete). Auf Fleisch zu verzichten kann sich aber offenbar positiv auf den Blutdruck auswirken, wie japanische Wissenschaftler nun im Zuge einer Metastudie zeigen konnten. Die Studienautoren sehen in einer vegetarischen Ernährung sogar einen Weg, den Blutdruck ohne Medikamente zu senken.

39 Studien mit 22.000 Studienteilnehmern

Für ihre Metaanalyse zogen die Forscher Studiendaten aus den Jahren 1900 bis 2013 heran, die in den Datenbanken „Medline“ und „Web of Science“ hinterlegt waren. Um zur Metaanalyse der japanischen Forscher beitragen zu können, mussten die Studienteilnehmer über 20 Jahre alt sein und das Studiendesign so konzipiert sein, dass der Schwerpunkt auf einer vegetarischen Ernährung lag. Die Studien mussten außerdem Daten zum systolischen und diastolischen Blutdruck enthalten und entweder eine klinische Vergleichsstudie mit einer behandelten und einer nicht behandelten Personengruppe oder eine Observationsstudie sein. Diesen Kriterien entsprachen sieben klinische Studien und 32 Observationsstudien mit insgesamt nahezu 22.000 Studienteilnehmern. Die Observationsstudien zeigen, was passiert, wenn sich jemand für eine bestimmte Ernährungsweise entschieden hat und diese über Jahre beibehält“, so Yokojama, eine beteiligte Wissenschaftlerin des National Cerebral and Cardiovascular Center in Osaka, Japan. „Kontrollierte Studien sind anders: Dabei folgt eine Gruppe von Menschen einer bestimmten Ernährungsweise, die zuvor fremd für sie war. Auf diese Weise kann der Effekt einer Ernährungsumstellung erfasst werden.“

Vegetarische Ernährung senkt Blutdruck effektiv

Bei der Auswertung der Studiendaten berücksichtigen die Wissenschaftler verschiedene Faktoren wie das Alter, das Geschlecht, den Blutdruck, den Einsatz von Blutdrucksenkern, den Body Mass Index und den Alkoholkonsum der Studienteilnehmer. Bei den betrachteten klinischen Studien lagen der systolische Blutdruck der Vegetarier durchschnittlich um 4,8 mm Hg und der diastolische Wert um 2,2 mm Hg niedriger als bei den Mischkostessern – bei den Observationsstudien lagen die Werte bei 6,9 mm Hg und 4,7 mm Hg. „Unsere Analyse zeigte, dass eine vegetarische Ernährung den Blutdruck sehr effektiv senkt. Die Datenlage ist schlüssig“, so Yoko Yokojama. Damit bestätigten die japanischen Wissenschaftler die seit den 1990er Jahren geltenden Ernährungsempfehlungen für Hypertoniker, die auf der Grundlage der DASH-Studie (Dietary Approach to Stop Hypertension) erstellt worden waren. Darin werden weniger Fleisch und tierisches Fett, dafür mehr Fisch und pflanzliche Fette empfohlen.

Pflanzen gesünder als Fleisch

Eine fleischlose Ernährung basiere auf vielen pflanzlichen Produkten, kombiniert mit einigen Milchprodukten. Das führe zu einem Gewichtsverlust, einem niedrigeren Cholesterinspiegel und einer besseren Blutzuckerkontrolle, so die Wissenschaftlerin. Im Gegensatz zu Blutdrucksenkern sei eine vegetarische Ernährung auch kostenneutral. Die pflanzenreiche Kost sei typischerweise fettarm und reich an Ballaststoffen. Doch nicht allein der Gewichtsverlust, den solch eine Ernährung oft mich sich bringe, wirke sich positiv auf den Blutdruck aus. „Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten meist wenig Natrium, aber viel Kalium. Und Kalium senkt den Blutdruck“, erklärt Yokojama den Effekt einer fleischlosen Ernährung. Eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung sei außerdem arm an gesättigten Fettsäuren, die häufig in Fleisch und Käse vorkommen. „Weniger gesättigte Fettsäuren im Körper lassen das Blut leichter zirkulieren“, erklärt Yokojama den Zusammenhang mit einem niedrigeren Blutdruck. Sie schlägt sogar vor, synthetische Blutdrucksenker nur dann einzusetzen, wenn eine Umstellung der Ernährung keinen Erfolg bringt.

Schwachpunkte der Metastudie

Bluthochdruck allein mit einer Ernährungsumstellung zu bekämpfen, scheint verlockend. Doch die Meta-Studie weist Schwachpunkte auf. So wurde beispielsweise der Natriumaufnahme und den Lebensgewohnheiten der Studienteilnehmer keine Rechnung getragen. Menschen, die sich vegetarisch ernähren, nehmen gewöhnlich weniger verarbeitete Nahrungsmittel zu sich als Mischkostverzehrer. Ein vegetarischer Lebensstil ist häufig Teil eines bewussten Lebensstils, zu dem ausreichend Bewegung und ein normales Körpergewicht zählen. Auch diese Faktoren tragen zu einem niedrigen Blutdruck bei – unabhängig vom Fleischkonsum. Solange der Einfluss dieser Faktoren nicht gänzlich verstanden ist, kann die blutdrucksenkende Wirkung einer vegetarischen Ernährung nicht alleine auf den Verzicht auf Fleisch zurückgeführt werden.

87 Wertungen (4 ø)

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36 Kommentare:

Stud. Edith Meyer
Stud. Edith Meyer

Herzlichen Dank, Gast auf Nr 35.
Ich werde den Artikel aus dem JAMA mal lesen; der wird denn wohl zusätzlich interessant sein zu Herrn Dr Bayerl’s Ausfürung!

#36 |
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Gast
Gast

@Stud Edith Meyer na klar korreliert das,
auch wenn du Lasix gibst hört die Ausscheidung ohne Salznachschub auf und du kommst ins Niereversagen,
steht schon im Waschzettel.
Diueretika sind bei höherem Na-Gehalt zudem wesentlich wirksamer.
Wie schon von Dr. Bayerl betont: Salzaufnahme nie ohne gleichzeitige Wasseraufnahme betrachten.

#35 |
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Studentin der Humanmedizin

Steht in dem Artikel auch geschrieben, die Salzausscheidung nicht korrelieren muss mit der Salzaufnahme? Wenn der Salzhaushalt gestört ist, dann wird zu Lasten des cardiovaskulären Systems mehr Flüssigkeit gespeichert als sinnvoll, und es kommt zu den Erkrankungen.

#34 |
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Gast
Gast

hier steht, dass Salz cardioprotektiv ist:
JAMA. 2011 May 4;305(17):1777-85. doi: 10.1001/jama.2011.574.
oder umgekehrt formuliert:
“Lower sodium excretion was associated with higher CVD mortality.”
(Niedrigere Salzausscheidung (im Urin) war korreliert mit einer höheren Mortalität an kardiovaskulären Erkrankungen)
3681 Teilnehmer über 7,9 Jahre Beobachtung.

#33 |
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Studentin der Humanmedizin

Ach, Herr Dr. Bayerl, wie kommen Sie dabei, dass Ihre Beiträge aggressiv wirken dürften?
Von dem ist mE gar nicht die Rede, im Gegenteil, Ihre Beiträge sind sehr beliebt,
dessen bin ich mir sicher, da Sie viele wertvollen Kenntnisse verbalisieren im Online Portal.
Ich bin natürlich dafür, dass über Vegetarismus und gar Veganismus wenigstens heutzutage geredet wird, bemessen an den umweltpolitischen Fortschritte, die beide mit sich bringen können in vielerlei Hinsicht. Wenn Sie den Gegenwind der alternativen Lebensstile nicht wenigstens ein Wenig spüren, dann würde es nicht so rege Diskussionen geben, meine ich. Es gibt ja auch viele Heilpraktiker hier, was zu so schönen Lüften führt.
Es wäre doch aber eigentlich schon mal klar, dass der Mensch nicht NaCl konsumieren sollte, wenn es auch die ganze Palette der Mineralstoffe gibt in Meersalz oder Bergsalz? Wenigstens meine Nieren sagen es immer wieder, wenn sie NaCl ertragen mussten.
Durch all das Analysieren und Synthetisieren hat das Wesen des Hippokrates-Sohnes bestimmt die Vollkommenheit der Natur gelegentlich wesentlich übersehen. Gewisse Einfältige Lebensstilelemente sollten einfach wiederbelebt werden. Die griechischen Götter wird es sicher freuen, also Sie als Hippokrates-Sohn ebenso…

#32 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Kommentarfunktion offensichtlich gestört!

#31 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

nochmal zu Salz und Blutdruck,
wenn meine Beiträge vielleicht gelegentlich etwas aggressiv wirken, so liegt das schlicht daran, dass seriöse Naturwissenschaft zunehmend von einengender “Konsenspolitik”, schlimmer von Ideologie (Vegetarismus) abgelöst wird. Die UNO (WHO) hat sich hier sicher zu sehr auf eine globale Salzreduktionsempfehlung festgelegt, die heftig gegen Kritik verteidigt wird, wobei sich bekanntlich Statistik gut eignet, wobei sie diese Statistiken üblerweise auf Mengen beziehen die oberhalb der empfohlenen Werte liegen

#30 |
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Gast
Gast

@Stud Edith Meyer, was lernt man denn heute von “Meersalz oder Bergsalz” in der Uni?
Ich hab mal gehört, dass sich schon die legendäre Hochkultur in Atlantis gegen Meersalz gewehrt hat und unbedingt auf Süßwasser zum Trinken bestanden hätte.
Das hätte den Meergott Neptun so erzürnt, dass er das ganze Atlantis tief ins Meer versenkt hätte. Genau wo, weis man nicht genao.
Und den Berggott soll der Luis Trenker gut gekannt haben (“der Berg kommt”), aber der sagte immer, da oben fehlt total Salz, also bitte nicht vergessen beim Bergsteigen vom Tal Salz mitnehmen nach oben zum Berggott.

#29 |
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Studentin der Humanmedizin

Warum redet ihr alle, wenn’s ums Salz geht nur von Kochsalz ?
Eines der wichtigen Massnahmen für eine besseren “Herz-Kreislaufstatus” dürfte die Umstellung sein von Kochsalz auf Meersalz oder Bergsalz, das nicht nur NaCl innehat, sondern alle Spurenelemente.
Vielleicht haben Chinesen und Japaner, im Vergleich zu anderen Nationalitäten, gehäuft Magenkrebs wegen der Soyasaucen, die viel Kochsalz enthalten.
Ich selber bin Vegetarier und bin mir meiner besseren Gesundheit bewusst.
Aber die Umstellung auf Meersalz war gleichermassen ein grosser Schritt in Richtung besseren Grundstatus. Wenn ich an einem Ort ausser Haus Speisen verzehre, die gesalzt sind mit Kochsalz, dann habe ich während der Nacht darauf einen Riesendurst.
Ich empfehle jedem Doccheckler die Umstellung auf Meersalz oder Bergsalz, abgesehen vom “Himalayasalz”, das mE kein grösseres Gewicht hat.
Danke für all die “Inputs”, die ich gerne lese!

#28 |
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Dr.med.Bayerl
Dr.med.Bayerl

Kann die Epidemiologie eine Beweis für die Schädlichkeit der Kochsalzaufnahme liefern?
NEIN
Das ist schon deshalb kindisch, weil Kochsalz lebenswichtig ist.
Allenfalls einen HINWEIS für Überdosierung, … wirklich?
Beim genauen Hinsehen geht es biologisch nicht um die Salzmenge, sondern um die Salz-KONZENTRATION, die sogenannte “physiologische” Kochsalzlösung (0,9%) im menschlichen “Extrazellulärraum”.
Diese und nicht die die absolute NaCL Menge wird durch einen biologische Regelmechanismus in einem optimalen Bereich gehalten, weitgehend, aber natürlich nicht ganz unabhängig von der Aufnahme. Die Niere kann verdünnen und konzentrieren.
Wer also über Kochsalzaufnahme spricht, muss auch von Wasseraufnahme sprechen, was die “Ernährungsfritzen” chronisch ignorieren. Denn man kann bei gleicher Salzaufnahme eine Wasservergiftung erleiden (Trinkwettbewerb), oder einen Volumenmangel mit oder ohne Hirnkrämpfen (Maratonlauf).
Spätestens jetzt sollte auch dem Laien auffallen,
dass eine auffällige Diskrepanz zwischen der fast immer erhobenen Forderung “viel zu trinken” und möglichst “wenig Salz” zu essen besteht. Also ein Widerspruch.
Weiterhin ergibt sich die Frage, wenn man auf Hypertonie und Herzschonung abheben möchte:
was ist nun wichtiger, das Herz oder das Hirn?
Das eine soll nicht zu viel pumpen und das andere möchte nicht zu wenig haben (Blut und Natrium?),
ich könnte auch sagen, die Niere oder die Muskulatur als “Peripherie”.
Siehe auch #20
Die Studie ist deshalb imho wertlos für eine allgemeine Ernährungsempfehlung.
Interessant wäre dagegen
eine Studie über Abhängigkeit von Natriumspiegel im Blut und Gesundheitkriterien.
Dann hätten wir Herz und Niere gleich mit im Boot.
Hier gibt es Hinweise für eine Schädlichkeit von “Salzmangel” auch für das Herz.

Frohe Ostern

#27 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Märchenerzähler @Gerhard Wilhelm wenn kein B12 reinkommt, kann auch nichts resorbiert werden. In Pflanzen gibt es nun mal kein B12, wenn Sie wissen was das chemisch genau ist. Was die Dickdarmbakterien aus “Pflanzenballast” produzieren, wird üblicherweise nicht wieder gegessen, damit es mit dem “intrinsic factor” der Magensekretion verbunden wird und damit zusammen dann im terminalen Ileum resorbiert werden kann. Der Dickdarm kann das Mangelproblem des Vegetariers also nicht lösen.
Es sind physiologisch wirklich nur winzige Mengen, nicht Milligramm sondern ein Tausendstel davon also Mikrogramm (µg).
Ca. 40% der Alzheimer-Erkrankten sollen B12-Mangel haben.
Komplizierend kommt dazu, dass es sich bei “Cobalamin” um ein Substanzgruppe handelt, wobei ähnliche (Analoga) Moleküle z.B. aus bestimmten Algen das wirksame Methylcobalamin kompetitiv blockieren können, also schädlich sind.
Das macht auch die serologische Diagnostik des Mangels etwas unzuverlässig,
so dass man mehr auf Folgestörung des B12-Mangels (Homocystein etc.) zu achten hat. Traditionell achtet man als Arzt eher zu sehr auf die Anämie und zu wenig auf die Neuropathie, sowohl peripher als auch zentral.

#26 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

#23 (Cholesterin-)Gallensteine können Sie bei Frettchen experimentell mit reiner Kohlenhydratmast erzeugen, und ist beim Menschen genetisch und übergewichtsassoziiert, hat mit Fleisch nichts zu tun.
Die häufigsten Nierensteine bestehen aus Ca-Oxalat, Quelle z.B. Rhabarber und Spinat, auch Vit.C in Überdosierung, natürlich NICHT Fleisch.
Der Urologe benutzt als Therapie oral Calzium (Milch), sie werden es nicht glauben!
Das bindet das vegetarische Oxalat schon im Darm, wo es unlöslich ausgeschieden wird.

#25 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

zu#23 Immer wieder der gleiche Quatsch von Vegetariern auf Kindergartenniveau!
“Purin” heißt als Nahrungsquelle nicht Fleisch, sondern Zellkern, die es auch in jedem Salatblatt gibt!!! Eiweiß ist nun mal lebenswichtig und da es keine Eiweißspeicher gibt, im Gegensatz zu Fett und begrenzt “Zucker”(Glykogen), ist ein TÄGLICHES Eiweißminimum auch bei Dialysepatienten erforderlich. Bei Ratten geht das so weit, dass sie Gewicht verlieren, wenn man die zugrundeliegenden essentiellen Aminosäuren in ausreichender Dosis teilt und der eine Teil morgens und der andere abends gegeben wird.
Das Thema heist für die Biochemie der Ernährung also “biologische Wertigkeit” von Eiweiß und hier sehen Vegetarier bekanntlich sehr schlecht aus was die Stoffwechselbelastung und die konsekutive Harnsäureproduktion betrifft. Es wird mehr und nicht weniger Eiweiß für das tägliche Minimum benötigt.

Mit anderen Worten das hochwertige Fleisch deckt den essentiellen Eiweißbedarf mit den geringsten Menge und “schont” damit den Purinstoffwechsel.
Vegetarische Kost “belastet” also die Niere mehr, darf also der Dialysepatient eigentlich nicht nehmen (betr. auch Kalium).

Alles was hier also “gegen” Fleisch angeführt wird, ist eine Dosisfrage, die bei dem bekannten massenhaften Übergewichtsproblem unserer Zeit in erster Linie den Fettanteil des Fleisches betrifft.
Auch bei Überdosierung gibt es KEINE Eiweißtoxizität, das ist ebenso ein Vegetariermärchen, das zeigen rel. große Studien über die in USA populäre Adkins-Diet, bei der man das nachweisen wollte, aber nicht konnte. Man muss daher bitte Überernährung von Eiweißanteil unterscheiden.

Sowohl das “Natrium-Problem”, als auch das scheinbare Fleischproblem kann man unmöglich statistisch beurteilen OHNE alle “confounder” wirklich zu berücksichtigen
und dann z.B. Über- und Unterernährte in einen Topf zu werfen.
Siehe #20 Auch Hyponatriämie ist ein reales Problem besonders alter Menschen.

#24 |
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Das hohe Puringehalt im Fleisch führt zu einer Hyperosmolarität ( erhöhter osmotischer Druck) was zu der logischen Folge führt dass mehr Flüssigkeitsretention und dadurch Hypertonie erzeugt. und das hat diese Studie auch bewiesen. Man muss auf Fleisch deswegen nicht gänzlich verzichten aber die Menge stark reduzieren was übrigens auch einen positiven Effekt auf den Rückgang vom Kolorektalen Carcinom , Nieren- und Gallensteine und schließlich auch auf Arthrose und Rheumatoide Arthritis .
Harnsäure üben den stärksten Reiz auf das Immunsystem was zu entzündlichen Gelenkserkrankungen und Arthrose führt.
Die normal Werte für Harnsäure müssten unter 5 mg% gesenkt werden!!.

#23 |
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Diätassistent

Der Intrinsic Factor hat sich gebildet als der Frühmensch noch kein Feuer benutzte, daraus resultiert, dass die B12 Aufnahme mit pflanzlichen Nahrung und deren bakteriellen Besiedlung zusammenhängt auch wurde nicht gewaschen oder geschält.

#22 |
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Arzt
Arzt

B12-Mangel ist alles andere als eine Kleinigkeit und wird im Alter recht heufig sogar bei Fleischessern (Resorbtionsstörungen).
Vegetarier haben daher auch statistisch mehrfach nachgewiesen mehr neurologische Erkrankungen einschl. Alzheimer, auch sogar als Todesursache.
Das macht sie vielleicht so zufrieden?

#21 |
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Arzt
Arzt

offenbar ist es Ernährungforschern nicht bekannt,
dass der Mensch auch eine Niere hat.
Die vielen “Herzmittel”-Kombipräparate enthalten meist auch Diuretika, die mit dem Senken von Natrium auch zu Hypovolämie und Nierenversagen führen.
Vorher kommt es meist zu Sturzereignissen (Kollaps) und sie landen in der Chirurgie mit Schenkelhalsfraktur, z.T. wiederholt.
In Japan ist die Lebenserwartung bekanntlich am höchsten mit Salzkonsum bis über 20g/Tag,
schämt euch mal ihr Ernährungsstatistiker.

#20 |
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Gast
Gast

Reversing Heart Disease with diet ( plant-based diet! ):

http://nutritionstudies.org/reversing-heart-disease-diet/

#19 |
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Peter Michael Kohn
Peter Michael Kohn

Es ist einfach so: in geringem Maße Fleischprodukte und in hohem Maße pflanzliche Kost in Verbindung mit Eiweißen aus tierischen wie pflanzlichen Trägern trägt nachweislich zur dauerhaften Gewichtsreduktion mit Senkung der Blutfette und führt zu normalem Blutdruck.

#18 |
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Birthe W
Birthe W

@ Annemarie Lippert

Auch Bakterien in unserem Dick-Darm produzieren das B12- die Rezeptoren zur Aufnahme liegen allerdings ein wenig davor. Das heißt, dass wir das Meiste davon ausscheiden.
Aber richtig- fermentierte Produkte sind Vitamin B12 haltig, auch Algen- dieses B12 ist allerdings nicht so gut verwertbar. Auch die Ameisensäure ist Vitamin B12 haltig- dazu muss man nur seinen Finger mit Speichel benetzen und in einen Ameisenhaufen stecken… oder gleich die ganz Ameise essen ;-))

#17 |
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Birthe Wefer
Birthe Wefer

@ Heinz Brettschneider

Es ist richtig, dass die Tiere ihr Vitamin B 12 von Mikroorganismen erhalten, die sie mit Pflanzen aufnehmen. Ich selbst esse jeden Tag ungewaschene Wildkräuter von ausgesuchten Stellen. Es gibt nur wenige Pflanzen, die es selbst produzieren- ziemlich gesichert scheint hier die Sanddornbeere eine Quelle zu sein. Ich nehme aber mit Löwenzahn, Knoblauchraucke, Giersch, Franzosenkraut und Co. genug auf, meine Blutergebnisse haben sich so super verbessert, sind nun überall im Normbereich.

@ Gerhard Wilhelm

Wie gut, dass ich das auch irgendwann mal erkannt habe- von den ethischen Aspekten, die bei mir vorrangig waren, abgesehen- sonst hätte ich mich ja nicht heilen können :-)

#16 |
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Annemarie Lippert
Annemarie Lippert

Wiederkäuer bekommen ihr Cobalamin von den Bakterien im Pansen, also nicht direkt aus der Pflanze. Nur leider kann unsere Darmflora das nicht produzieren, oder zumindest nicht in ausreichendem Maße. Aber manche Fermetationsprodukte könnten Cobalamin enthalten, wenn sie von den richtigen Bakterien oder Hefen verarbeitet wurden.

#15 |
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Diätassistent

wenn man bedenkt, dass Tiere (Pflanzenfresser) ihr B12 über Pflanzen aufnehmen, habe ich bei den Aussagen, dass Menschen zur B12 Deckung Fleisch benötigen so meine Zweifel, kein Mensch braucht den „Umweg“ über Fleisch.

#14 |
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Heilpraktikerin

zu Herrn Heinz Brettschneider:
Vitamin B12-Mangel stellt bei ausgewogener Ernährung bei Vegetariern keine so große Rolle. Man kann sie mit einer vegetarischen Ernährung ausreichend mit allen wichtigen Makro- und Mikronährstoffen versorgen, auch mit Eisen, Jod und eben Vitamin B12. Das ist auch wissenschaftlich belegt.
Eine vegane Ernährung kann hingegen keine ausreichende Vitamin B12-Versorgung gewährleisten, egal wie ausgewogen die Ernährung ist. Eisen, Jod etc. sind aber auch hier kein Problem, wenn man sich eben ausgewogen ernährt. Auch das ist wissenschaftlich fundiert.
Es ist sehr wichtig vegetarische und vegane Ernährung nicht zu vermischen, um wissenschaftlich korrekt zu bleiben.

#13 |
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Diätassistent

Hohe Salzgehalte kommen aus der Kochkost im allgemeinen, Rohköstler nehmen über die Nahrung nur die natürlich vorhandenen Salzmengen auf.

#12 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Vielen Dank, Frau Dr. Susanne Chicon, für Ihren fundierten Kommentar, der jede Aussage mit Daten belegt und somit mit Sachlichkeit überzeugt!

#11 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

In Asien bedeutet vegetarisch eher vegan, was im Artikel unentdeckt bleibt. Daher ist das Fazit von Frau Schmitzer inhaltlich irreführend und lückenhaft. Zudem beschert vegetarischen Europäern der hiesige Käsekonsum mindestens gleichviel Salz, wird aber meist überhaupt nicht als Salzquelle identifiziert.
Schade, wenn ein helfender Mosaikstein gleich wieder relativiert wird, das ist leider häufig bei komplementären Themen zu finden, bei Leitlinien-Pharmakotherapien dagegen selten.
Wenn kritisch, dann bitte ausgewogen auf beiden Seiten. Nur dann ist Kritik konstruktiv und dient dem, dem sowohl Studien, wie auch Artikel und vor allem Therapeuten dienen sollten: dem Kranken, bzw. Gesundheitssuchenden. Vergleichen Sie daher mit der DASH Studie: Blutdruck runter, in nur 2Wochen, wenn tierische Produkte weggelassen werden.

#10 |
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Die mehr als begrenzte Aussagekraft dieser Metastudie ist im Arzikel selbst und durch die kommentierenden Beiträge sehr deutlich gemacht. Der individuelle Lebensstil (gerade die Bewegung) findet viel zu wenig Berücksichtigung. Zudem isst längst nicht jeder Ovo-Lacto-Vegetarier fettarm, wenngleich sie im Schnitt aufgrund bewussterer Lebensweise schlanker sind. Und beim Fleischkonsum dürfte selbst für Hypotonie-Gefährdete die Paracelsus-Weisheit gelten. Das Problem des Fleischkonsums ist und bleibt die “Dosis” und der XXl-Trend mit all seinen gesundheitlichen und ökologischen Folgen. Wie gehabt: Qualität vor Quantität muss das Ziel sein.

#9 |
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Heinz Brettschneider
Heinz Brettschneider

Die Vitamin-B12-Frage sollte man wirklich öffentlich diskutieren und lösen,. wenn man Vetetarismus öffentlich vertritt
Heinz Brettschneider

#8 |
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Birthe Wefer
Birthe Wefer

Sehr interessant- vielen Dank für diesen Bericht!
Ich denke, dass auch der mit dem Fleisch einhergehende Salzkonsum- welche Art von Fleisch schmeckt schon ohne Salz??- ein Faktor für die Hypertonie ist, bzw. das Weglassen des Fleisches und damit Reduzierung des Salzes ein Weg zur Regulierung des Blutdrucks ist.
Seit ich vegan und überwiegend rohköstlich bin, sind meine mich sehr belastende Neurodermitis(seit Kindertagen), die nicht minder belastende Hashimoto und auch die mir den Sommer doch recht verleidende Sonnenallergie verschwunden- seit 2009 *freu*

Ach ja- ich kenne natürliche Vitamin B 12-Quellen und bin bestens versorgt :-)

#7 |
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Ernährungswissenschaftler / Ökotrophologe

“Auf Fleisch zu verzichten kann sich aber offenbar positiv auf den Blutdruck auswirken, wie japanische Wissenschaftler nun im Zuge einer Metastudie zeigen konnten.” Nein, kein bißchen offenbar. Und nein, konnten sie natürlich nicht zeigen.
Alleine regelmäßige Bewegung bewirkt schon eine Blutdrucksenkung um die erwähnten 5-7 mm Hg.
Vielleicht lernt man mal wieder, zwischen Koinzidenz und Korrelation sauber zu unterscheiden und das auch zu belegen. Statistische Methoden dazu gibt es ja.
Und wenn das Datenmaterial dazu nicht ausreicht, kann man sich die Studie auch gleich sparen und sich mit Sinnvollem beschäftigen, z.B. musizieren, spazierengehen etc.
Und bei der/den Studien von 1900 hat man sicher auch den Einsatz der damaligen Blutdrucksenker (Aderlass?) herausgerechnet…
Eine sinnfreie Studie im Sinne der DEG, Datenmüll.
Wie wäre es mal mit einer Meta-Metastudie mit Daten aus Metastudien von 1900 bis 2013 zum Thema Fleischwurstkonsum und erektile Dysfunktion? Falls die Datenlage das hergibt, wäre ich gespannt, was die “offenbaren” Ergebnisse zeigen würden…

#6 |
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Clemens Schulz
Clemens Schulz

Dass man vorsichtig mit der Interpretation zeigt eindrucksvoll auch der Beitrag von Dr. Schätzler hier im Blog: http://news.doccheck.com/de/blog/post/1347-its-sleep-that-kills/

#5 |
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Clemens Schulz
Clemens Schulz

Jow, man nehme ganz viele Beobachtungsstudien, werte diese gemeinsam aus und schon hat man eine Metastudie, die das Gewollte eindrucksvoll zu belegen helfen.
Es gibt vergleichbare Studien, die das Gegenteil “belegen” (http://www.animal-health-online.de/gross/2009/03/17/wissenschaftler-finden-mehr-dramkrebs-bei-vegetariern/10694/). Und darum ist und bleibt der Hinweis von Frau Schmitzer richtig: Korrelationen haben nicht unbedingt etwas mit Ursachen zu tun. Immer andere Einflussfaktoren berücksichtigen.
Eine kleine Anleitung zur Studieninterpretation gibt es hier: http://www.eufic.org/article/de/expid/WISSENSCHAFTLICHE-STUDIEN-VERSTEHEN/

Auch solche Studien würde ich mit Vorsicht genießen: http://www.echte-esser.de/tl_files/files/PM_Neue%20Studie_Vegetarier%20-%20Mehr%20Krankheiten%20&%20weniger%20Lebensqualitaet%20als%20Fleischesser%20(Med.Uni.%20Graz).pdf

#4 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Vegan – ist das die neue Ersatzreligion

#3 |
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Nichtmedizinische Berufe

Diese Ergebnisse sind bereits seit langem bekannt, z. B. aus den Adventistenstudien (systolischer und diastolischer Blutdruck signifikant niedriger bei veganen im Vergleich zu omnivoren Adventisten (-6,8 mmHg bzw. -6,9 mmHg) (Pettersen et al., 2012)). Auch durch die DASH-Diät konnten Personen mit einem erhöhten Blutdruck den systolischen Wert um 11,4 mmHg und den diastolischen Wert um 5,5 mmHg mehr senken als die Kontrollgruppe (Appel et al., 1997). Eine pflanzenbetonte Ernährung kann zudem das Auftreten von Diabetes (4-fach höher bei Mischköstlern als bei Veganern; Tonstad et al., 2013) und dem metabolischen Syndrom (56% geringeres Risiko bei Vegetariern als bei Mischköstlern; Rizzo et al., 2011) deutlich reduzieren.

#2 |
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Gast
Gast

Die “Schwachpunkte” sind richtig genannt.
Die Kombination von “vegetarisch” und bewusst “salzarm” ist nicht selten
und zweifellos von einem gewissen Einfluss auf den Blutdruck,
allerdings keinen positiven, sondern einen sicher negativen Einfluss,
der durch die statistische Betrachtungsweise ins Gegenteil uminterpretiert wird.
Kindergartenmedizin von erwachsenen Menschen.

#1 |
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