Flugregeln für Reise-Greise

19. März 2014
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Jährlich befördern die Fluggesellschaften weltweit knapp 2 Milliarden Passagiere. Diese werden immer älter und damit auch multimorbider. Statistisch gesehen kommt es bei einem von 5.000 Passagieren zu einem medizinischen Zwischenfall.

Eine Flugzeugkabine ist nicht einfach nur ein fliegender Transportbehälter in dem bequem gereist wird und Speisen und Getränke serviert werden. In 10.000 Metern Höhe wirken geänderte Verhältnisse auf den Körper ein. Der Sauerstoffpartialdruck sinkt um etwa 25 Prozent und die Sauerstoffsättigung auf 90 Prozent. Der geringe Umgebungsdruck bewirkt eine Volumenzunahme eingeschlossener Luft in Körperhöhlen wie Mittelohr, Nasennebenhöhlen, im Darm und im Thorax. Außerdem belasten die geringe Luftfeuchtigkeit von nur 15 Prozent und die beengten Sitzverhältnisse den Organismus.

Richtlinien zur Flugtauglichkeit

Besonders Patienten mit koronaren Erkrankungen leiden unter den Flugbedingungen. Die Koronarreserve kann sich bei Herzinsuffizienz bis in den kritischen Bereich vermindern. Bei Hypoxie steigt der Druck in der Lungenstrombahn. Ein gesunder Fluggast hat damit keine Probleme, wohl aber ein Patient mit pulmonaler Hypertonie oder Herzinsuffizienz. Die Sauerstoffsättigung sollte mindestens 85 Prozent, der pO2 70 mmHg, die Ventilationskapazität 3 l und die FEV1 mindestens 70 Prozent betragen, damit ein Patient zum Fluggast werden darf. Werden die Grenzwerte unterschritten, muss während des Fluges Sauerstoff verabreicht werden. Der Gesetzgeber verbietet die Verwendung von patienteneigenen Geräten in Luftfahrzeugen bei Flügen nach Kanada, Mexiko und den USA. Die Lufthansa beispielsweise stellt für alle anderen Reiseziele Flaschen zur Verfügung, die bis zu 150 Minuten 4 Liter Sauerstoff abgeben. Einige Gesellschaften stellen Sauerstoffflaschen oder Konzentratoren zur Verfügung. Dies sollte rechtzeitig vorher abgeklärt werden. Die Air Emergency Task Force der American Medical Association hat Richtlinien zur Flugtauglichkeit herausgegeben. Dabei wurde empfohlen, dass alle Patienten mit Emphysem, pulmonaler Fibrose oder Mukoviszidose nur mit zusätzlichem Sauerstoff fliegen. Keine Flugreisetauglichkeit besteht außerdem, wenn während des Fluges eine Sauerstoffgabe von mehr als 4 l/min notwendig ist, ein Pneumothorax innerhalb der letzten 6 Wochen oder ein akuter Asthmaanfall vor weniger als 48 Stunden aufgetreten ist. Bei einer Herzinsuffizenz der Stärke I nach NYHA besteht keine Einschränkung der Flugreisetauglichkeit. NYHA III ist bedingt reisetauglich und sollte Sauerstoff erhalten und NYHA IV sollte nur ausnahmsweise und mit Arzt- und Sauerstoffbegleitung in den Flieger steigen. Bei der dekompensierten Form verbietet sich ein Flug gänzlich.

Vorsicht nach OP oder Gips

Zirkuläre Gipsverbände dürfen wegen der verstärkten Ödemneigung in folge der Enge nicht angewendet werden. Gipsschienen oder gespaltene Gipse sind hingegen kein Problem. Außerdem ist nach traumatologischen oder orthopädischen Eingriffen zu berücksichtigen, dass eventuelle Turbulenzen zu starken Belastungen führen können. Da eingeschlossene Luft sich besonders beim Steigflug extrem ausdehnt, muss nach einem operativen Eingriff im Augen- und HNO-Bereich der Flieger vorerst gemieden werden. Nach einer Kataraktoperation ist der Patient beispielsweise einen Monat nicht flugtauglich.

Diabetikerausweise helfen nur bedingt

Wenn Diabetiker während des Fluges auf ihr Insulin in Spritze oder Pen angewiesen sind, sollten sie alle Medikamente in der Originalverpackung inklusive Beipackzettel mitnehmen. Damit der reisende Diabetiker keine Schwierigkeiten bekommt, sollte er sich von seinem Arzt ein Attest (deutsch/englisch) ausstellen lassen, auf dem seine Medikation ersichtlich ist. Erwähnt werden sollte beispielsweise, dass er Insulin-pflichtiger Diabetiker ist, der Spritzenmaterial und weiteres Zubehör im Reisegepäck mit sich führen muss. Die üblichen Diabetikerausweise helfen leider nur bedingt. Sie geben zwar alle Anweisungen für den Notfall, aber nirgends wird dem Diabetiker bestätigt, dass er bei Insulintherapie Spritzen/Pens, Insulin und Messgerät ständig greifbar im Handgepäck mit sich führen muss. Lanzetten für die Blutentnahme dürfen nur gemeinsam mit dem Blutzuckermessgerät an Bord gebracht werden und müssen mit einer Schutzkappe versehen und deutlich als medizinisches Produkt gekennzeichnet sein. Bei Flügen in Richtung Osten verkürzt sich der Reisetag. Dies reduziert die Dosis des Depot-Insulins entsprechend den fehlenden Stunden. Geht die Reise Richtung Westen, verlängert sich der Tag. Kleine Dosen rasch wirkendes Insulin müssen nach vorheriger Blutzuckermessung bei Bedarf vor den Mahlzeiten an Bord zusätzlich verabreicht werden.

Kein Thrombose-ASS

Ein Flüssigkeitsverlust während des Fluges kann Venenerkrankungen begünstigen. Die früher oft propagierte Gabe von thrombozytenaggregationshemmenden Medikamenten wie Acetylsalicylsäure ist out. Das liegt unter anderem daran, dass ASS primär im arteriellen Bereich wirkt und nicht im venösen. „Apotheker raten von prophylaktischer ASS-Einnahme ab“, so das klare Statement einer Pressemitteilung der Apothekerkammer Niedersachsen. Ob pflanzliche Venenmittel mit Rosskastanie und anderen Extrakten eine schützende Wirkung haben, ist bisher nicht bewiesen. Bei Hochrisikopatienten senken gut sitzende Kompressionsstrümpfe das Thromboserisiko um fast das Zwanzigfache. Die Weltgesundheitsorganisation führt gegenwärtig das Projekt WRIGHT (World Health Organization’s Research into Global Hazards of Travel) durch, das  die Prophylaxemaßnahmen thromboembolischer Ereignisse untersucht. Die Daten des Lufthansaregisters (2000 bis 2011) zeigen, dass von den über  20 000 medizinischen Zwischenfällen an Bord in etwa 1  Prozent der Fälle die Verdachtsdiagnose einer Thrombose gestellt wurde.

Tipps für Ihre Patienten: Maßnahmen zum Vorbeugen von Venenthrombosen

  • Schlagen Sie Ihre Beine nicht übereinander, dies behindert den Blutfluss zusätzlich.
  • Betätigen Sie die „Venenpumpe“! Krallen und spreizen Sie Ihre Zehen abwechselnd.
  • Lassen Sie Ihre Füße kreisen und wippen, bis Sie Ihre Waden spüren.
  • Strecken Sie Ihre Beine und Füße wenigstens einmal pro Stunde richtig aus.
  • Gehen Sie im Flugzeug so oft wie möglich umher.
  • Fragen Sie das Bordpersonal nach Trainingsgeräten zur Bewegungstherapie. Einige Fluggesellschaften stellen Ihnen ein Zwei-Kammer-Tretluft-Fußkissen („Airogym“) bereit.
  • Am besten frühzeitig einen Gangplatz buchen. Hier können Sie Ihre Beine besser ausstrecken. Mehr Beinfreiheit bieten auch Plätze an (Not-)Ausgängen.

Die IATA (International Air Transport Association) hat  Empfehlungen zur Beurteilung der Flugreisetauglichkeit formuliert, die von den meisten Fluggesellschaften anerkannt bzw. in angepasster Form gehandhabt werden.

Passagier ist flugtauglich
Apoplex 10 Tage bis 6 Wochen nach Primärereignis, abhängig von Klinik
Apoplex-Rezidiv nicht flugreisetauglich
Augenverletzung, penetrierend 7 Tage
Glaukom Medikamente im Handgepäck
intraokuläre Eingriffe 7 Tage
Kataraktoperation 4 Wochen
Kontaktlinsen bei Langstreckenflügen evtl. Augentropfen
Netzhautablösung bei Stickstoffplombe bis zur vollständigen Gasresorption nicht flugreisetauglich
Netzhautblutung, leicht 1 Monat
Netzhautblutung, schwer 3 Monate
Operationen im Mittelohrbereich 10 Tage
Otitis media, akut nicht flugreisetauglich
Pneumothorax 6 Wochen (ggfs. 2 Wochen nach röntgenologisch gesicherter Konsolidation)
rezidivierender Spontanpneumothorax 6 – 8 Wochen
schwere Commotio cerebri abhängig von neurologischer Beurteilung
Sinuitis, akut nicht flugreisetauglich
Sinusitis und Otitis media nicht flugreisetauglich im akuten Stadium
Subarachnoidalblutung 10 Tage
Tonsillektomie 7 Tage
Tuberkulose, antherapiert nach Sputumkonversion oder 14 Tagen tuberkostatischer Therapie
Tuberkulose, offen nicht flugreisetauglich
Zerebrales Anfallsleiden Attest des behandelnden Arztes erforderlich, evtl. Sedierung vor dem Flug
Zerebralsklerose nur mit Begleitperson (Gefahr der Ischämiereaktion, Desorientiertheit)

 

Bonusmeilen und Seminare für Ärzte

Grundsätzlich gilt an Bord das Haftungsrecht des Landes, in dem das Flugzeug registriert ist. Manche Fluggesellschaften beziehen Hilfeleistende an Bord generell als Mitversicherte in ihre Haftpflichtpolice ein. In Notfallsituationen kann auf Langstreckenflügen bei Lufthansa, Condor u.a. auch eine Beratung durch einen qualifizierten Arzt am Boden über Satellitentelefon erfolgen. An Bord kann sich ein Arzt das Doctor´s Kit aushändigen lassen. Es ist in die Module „Diagnostik“, „Infusion“, „Blasenkatheter“, „Absaugung“, „Intubation“ und „Beatmung“ unterteilt. Tritt ein Notfall direkt nach dem Start der Maschine ein, ist eine sofortige Landung kaum möglich. Es müssen,  je nach Flugzeugtyp, bis zu 100 Tonnen Treibstoff abgelassen werden. Dies ist zeit- und kostenintensiv. Eine außerplanmäßige Landung kann bis zu 200.000 € kosten. Deshalb ist der Medizinische Dienst der jeweiligen Fluggesellschaft daran interessiert, solche Situationen bereits im Vorfeld zu vermeiden. Nach § 12 des Luftsicherheitsgesetzes hat der Kapitän polizeiliches Durchgriffsrecht. Bei einem nicht einwilligungsfähigen Patienten entscheidet der Flugkapitän. Ärzte, die sich vor einem Flug als solche ausweisen, bekommen extra Bonusmeilen gutgeschrieben. Nach Lufthansa und Australian Airlines bietet neuerdings auch Turkish Airlines das kleine Extra. Das Programm „Arzt an Bord“ bietet Medizinern auch Seminare beim medizinischen Dienst der Lufthansa an.

139 Wertungen (4.65 ø)

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23 Kommentare:

Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Hallo, Frau @Beate Hunger, man sollte medizinisch (nicht medienpolitisch) grundsätzlich von Strahlenexposition reden, nicht von “Belastung”,
denn im ganzen Universum gibt es mehr Strahlung als Materie und unsere Erde ist hier keine Ausnahme. Epidemiologisch ist ionisierende Strahlung, die Sie wohl meinen, in weiten Bereichen gesundheitsfördernd.
Zu Ihrer Frage:
In 11000m werden 5 MikroSv / h angegeben (BFS Bundesamt für Strahlenschutz),
das wäre z.B. für einen Flug Frankf/New York/Frankf 0,1 mSv insgesamt ,
oder
Flug Frankf/Austral./Frankf 0,2 mSv ; für Flugpersonal 875 Std/Jahr:  6 mSv / Jahr
(Ramm B, Lochner B 1983  Strahlung in Umwelt, Medizin und Technik  Ullstein Verlag )
Im Vergleich dazu beträgt die Höhenstrahlung in 2000 m ca. 1 mSv/Jahr,
das ist aber noch gar nichts gegen “terrestrischen Strahlen” in einigen Regionen mit kerngesunder Bevölkerung, z.B. im Schwarzwald mit bis zu 15 mSv/Jahr,
oder gar in Kerala (Westküste Indien) mit über 30mSv/Jahr, oder Guarapari/Meaipe (atlantische Küste Brasilien) mit bis über 80mSv/Jahr.
Die regionalen Unterschiede sind also SEHR groß, so dass ein errechneter Mittelwert auch in Deutschland biologisch wenig aussagt.
Immerhin ist bemerkenswerterweise die Lebenserwartung in Süddeutschland (bes. Hochschwarzwald) höher als im sehr strahlungsarmen Norddeutschland.
In der Umgebung von “Atomkraftwerken” würde allerdings nach geltenden Vorschriften aber bereits bei “Schwarzwaldwerten” großräumig evakuiert.
Aber unter Fachleuten darf man ja (hoffentlich) noch die Wahrheit sagen :-)

#23 |
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Beate Hunger
Beate Hunger

Gast

Wie hoch ist eigentlich die Strahlenbelastung beim Fliegen?

#22 |
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Renate Utke
Renate Utke

gerne leite ich mal weiter
aber nur den Art. nicht die Kommentare,
die leider auch beim Audruck mit kopiert werden
bitte ändern

#21 |
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Die Plätze an Notausgängen sind schön, aber leider nur für Fluggäste, die im Notfall auch die Tür öffnen können, also nicht für kranke oder behinderte.

#20 |
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Gast
Gast

bei 2 Milliarden Fluggäste würde ich das Thromboserisiko nicht allzu hoch hängen,
bzw. ähnlich dem auf der Erde, wer halt Varizzen hat, etc.. Stützstrümpfe sind absolut nebenwirkungsfrei, also ungefährlicher als Aspirin oder andere “Medikamente”,
halt ein bischen lästig.

#19 |
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Haemophile mit mitzufuehrenden Gerinnungsfaktoren noch hinzufuegen ?!
dito Antiepileptika 1. im Bordgepaeck mitzufuehrende fuer den Notfall
2. Einnahme bei Zeitverschiebungen erwaehnen (Details waren Sache des / der Behandlers / -rin
manche Kollegen empfehlen / wenden an LMW – Heparine

Dr. J. Weisser

#18 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

etwas Physik fehlt noch,
“Unterdruck” kann der Mensch wie auch Überdruck ganz gut aushalten wenn, der Wechsel nicht zu abrupt erfolgt (Entgasung von Flüssigkeiten nach dem Henry-Gesetz)
Limitierend ist jedoch die erforderliche Sauerstoffzufuhr
und bei 11.000m Höhe ca. 36090 feet (beim Fliegen ist alles englisch)
ist der Sauerstoffpartialdruck (pO2) so niedrig (ca.40mmHg pO2), dass selbst Reinhold Messner das nicht überleben würde.
http://tinyurl.com/p634lej
Spätestens ab 3000 m Flughöhe sind also Überdruckkabinen vorgeschrieben,
die einen Luftdruck von 8.000 feet (ca. 2.500m) konstant einhalten,
minimal 3.000m.
Hier ist der pO2 gerade noch knapp über 100mmHg,
was bekanntlich dem arteriellen pO2 entspricht.
Die Aufrechterhaltung eines Kabinendrucks von Meereshöhe wäre technisch zu aufwendig.
Patienten mit COPD sind daher entspr. sauerstoffpflichtig, was vor dem Flug zu klären wäre.
Aber auch der gesunde Flugkapitän hat bei einem Ausfall der Druckkabine in der angegebenen Flughöhe nur ca. 40sec. Zeit , Time of useful consciousness (TUC), um das Flugzeug durch Sturzflug in 3000 m Höhe herunterzubringen.
Dafür hängen die ganzen Sauerstoffmasken über den Sitzen.

mfG

#17 |
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Prof. Dr. S. Dove
Prof. Dr. S. Dove

Na, dann kann ja nichts mehr passieren, wenn eine medizinisch erfahrene Mitpassagierin wie Frau Giza ein “Homöopathie-Notfallset im röntgenstrahlensicheren Filmbeutel” dabei hat.

#16 |
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akad. gepr. KH. Managerin Ulrike Pueller – Reichel
akad. gepr. KH. Managerin Ulrike Pueller – Reichel

Lieber Herr Timmerscheidt wie alt sind Eltern von multimorbiden Greisen??

#15 |
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prophylaktische heparingabe? wer weiss?

#14 |
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Dr.med Thomas Peuckert
Dr.med Thomas Peuckert

Guter Artikel
die Zahl der thromboembolischen Zwischenfälle dürfte noch höher liegen. Als Notarzt werde ich immer wieder zu Notfällen auf Rastplätzen gerufen: Reanimation. Pat. auf der Heimfahrt vom Flughafen nach stattgehabtem Langstreckeflug – Lungenembolie. Diese Zwischenfälle werden in den Statistiken der Fluggesellschaften nicht erfasst.

#13 |
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Bernd Timmerscheidt
Bernd Timmerscheidt

Interessanter Artikel für alle. Hole seit mehreren Jahren selber honorarärztlich Patienten aus dem Ausland zurück in heimatliche Gefilde. Darunter immer mehr multimorbide Greise in Begleitung ihrer Eltern zurück. Ebenso alternativ Reisende im Elektrorollstuhl aus dem Dschungel, die sich keine Gedanken über den Rücktransport ihres Gefährtes gemacht haben.
Ich will damit nur sagen, dass sich jeder aus einem medizinischen Beruf auf bestimmte und zukünftig wohl häufiger auftretende Situationen auf Flügen einstellen sollte.

#12 |
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Nichtmedizinische Berufe

Sicher wäre eine Thromboseprophylaxe mit entsprechenden Spritzen eine bessere Lösung. Aber manchmal bleibt einfach nur ASS als einziges Mittel.

Was die Sitzabstände in den Flugzeugen angeht, so ist da m.E. Druck auf die Gesellschaften erforderlich. Das ist mittlerweile so eng, dass es unerträglich ist.

#11 |
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Nichtmedizinische Berufe

Hallo Frau Eigler,

für mich z.B. sind Reisen ins Ausland auch Erholung von unseren dts. Mitbürger/Innen. Ein Urlaub hier würde mir nichts bringen, es ist alles zu nah, man wird ständig mit den Dingen hier konfrontiert. Spätestens auf dem Flughafen beim Rückflug denke ich dann meist, oh je, da sind sie wieder. Daher wird der Auslandsurlaub sicher für viele weiter ein Thema bleiben.

Grüße
JS

#10 |
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Dr. rer. nat. Helmar Hoenig
Dr. rer. nat. Helmar Hoenig

Ziemlich allgemein gehaltenes Geschwafel. Ab welchem Alter zählt man eigentlich als Greise/in?
Dass der Luftdruck im Flugzeug sinkt und damit der Sauerstoffpartialdruck, weiß wohl jeder. Und wenn man schon von ASS abrät, warum wird dann nicht auf die Thrombioembolieprophylaxe hingewiesen? Geeignete Einmalspritzen verschreibt jeder Hausarzt.

#9 |
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Lorain Giza
Lorain Giza

Für alle Passagiere, aber besonders für thrombosegefährdete gilt, so viel wie möglich trinken und zwar Wasser ohne Kohlensäure- denn die führt wieder zu Blähungen( Gase breiten sich in der Reiseflughöhe stärker aus als am Boden) und bitte wenig oder keinen Alkohol trinken, denn der wirkt auch noch stärker als gewohnt. Fatal sind auch Schlafmittel die bei Langstreckenflügen gerne eingenommen werden. Man bewegt sich dann über Stunden kaum noch, die Sitzposition ist oft besonders in der Economieclass sehr thrombosefreundlich und die erforderliche Trinkmenge wird natürlich auch nicht erreicht.

Leider darf man ja auch keine großen Wasserflaschen mehr an Bord mitnehmen um als Selbstversorger unabhängig zu sein.

Als langjährige Flugbegleiterin, Krankenschwester und Heilpraktikerin habe ich immer ein Homöopathie-Notfallset im röntgenstrahlensicheren Filmbeutel mit dabei, Nasentropfen (Einzeldosispipetten) zum eventuellen Druckausgleich vor der Landung und Spenglersan G um die Schleimhäute zu befeuchten und gleichzeitig den Viren aus der Klimaanlage das Andocken schwerer zu machen.

#8 |
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Viel Geschwafel!
Einzig die Tabelle der IATA war ein Lichtblick!

#7 |
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Dirk Reske
Dirk Reske

Interessanter Artikel, ich frage mich nur warum diese Notfallsets nur von Ärzten zur Anwendung gebracht werden sollen? Es gibt bestimmt mehr fliegendes Pflegefachpersonal deren täglicher Umgang mit den genannten Produkten professionelle Routine ist, als ein, ohne den Berufsgruppen zu Nahe treten zu wollen z.B. Hals,- Nasen-Ohrenarzt, der den letzten Katheter in seiner PJ Zeit vor 25 Jahren gelegt hat. Ich denke um der Hilfe willen sollte man einmal über eine Erweiterung der Standards nachdenken. Und ob diejenigen so geil auf die Bonusmeilen sind, wage ich zu bezweifeln, mitunter wäre ein Anreiz ja auch z,B ein Sitz mit mehr Beinfreiheit oder ähnliches, sich im Vorfeld eines Fluges als Ersthelfer zu outen.

#6 |
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Also Reise-Greise????Wen wollen Sie dazu zählen.Heute sind viele Hochbetagte relativ gesund und kompetent genug ,um vorher ihren Arzt zu befragen .Eine Weiterbildung auf diesem Fachgebiet sollte auch für die Gruppe der älteren Ärzte angeboten werden ,denn sie gehören auch zu dem häufig fliegenden Klientel.Es könnten dann noch mehr helfen .

#5 |
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Helmut Eichenmüller
Helmut Eichenmüller

Mich hat die Überschritt zum Lesen des Artikels angeregt.
Ein bisschen Provokation fördert die Aktivität.

#4 |
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Rettungssanitäterin

Vielleicht sollte man überhaupt weniger fliegen – vermeidet Risiken, verbessert die CO2-Bilanz …. Es muss nicht immer Mallorca oder Fernost sein, to Huus ist es doch auch gemütlich. Ein bisschen Entschleunigung täte auch gut – höher, schneller, größer, weiter, daran krankt unsere Gesellschaft

#3 |
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Selbstst. Apothekerin

Überschrift ist diskriminierend, da die angeführten Vorsichtsmassnamen für Fahrgäste jeden Alters gelten.

#2 |
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Nichtmedizinische Berufe

Gute, interessante Informationen. Nur die Überschrift könnte etwas sensibler formuliert sein.

#1 |
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